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In Chile und Kolumbien protestierten um das Jahr 2020 Millionen von Menschen gegen die rechten Regierungen. Danach kamen linke Präsidenten und Kandidaten aus den Protestbewegungen an die Regierung. Was denken Aktivist*innen aus dieser Zeit heute? Wir haben mit dem Fotografen Jahrfrann Arango und dem Umweltaktivisten Rodrigo Mundaca gesprochen. Sie erzählen, was für sie der Marsch durch die Institutionen bedeutet und wo die Linke in beiden Ländern derzeit steht. Die Politikwissenschaftlerin Bettina Schorr ordnet für uns die Erzählungen ein.
Viel Spaß mit der neuen Folge von „Ohren auf Lateinamerika“!
Weiterführende Informationen:
Chile:
https://lateinamerika-nachrichten.de/artikel/fuer-den-kampf-um-wasser-gewuerdigt/
https://lateinamerika-nachrichten.de/artikel/wir-kommen-aus-der-zukunft/
https://lateinamerika-nachrichten.de/artikel/gabriel-boric-und-chiles-neue-linke/
https://lateinamerika-nachrichten.de/artikel/warten-auf-die-freiheit/
https://lateinamerika-nachrichten.de/artikel/es-ist-noch-nicht-vorbei/
Kolumbien:
https://lateinamerika-nachrichten.de/artikel/zeitenwende-in-kolumbien/
https://lateinamerika-nachrichten.de/artikel/petro-ist-kein-messias/
https://lateinamerika-nachrichten.de/artikel/genossin-francia-praesident-petro/
https://lateinamerika-nachrichten.de/artikel/vom-generalstreik-zu-den-wahlen-2022/
Jedes Jahr reisen Millionen Menschen aus aller Welt nach Kuba. Sie bringen dringend benötigte Devisen ins Land – eine zentrale Einkommensquelle für die rund 10 Millionen Kubaner*innen und den Staat der Karibikinsel. Aber was bedeutet diese massive touristische Präsenz für die kubanische Bevölkerung? Wer profitiert und wer bleibt auf der Strecke? Um diese Fragen besser zu verstehen, haben wir mit dem Politikwissenschaftler Bert Hoffmann, den Journalist*innen Cynthia de la Cantera Toranzo und Marcel Kunzmann sowie der Studentin Dayma Noa gesprochen. Viel Spaß mit der neuen Folge von „Ohren auf Lateinamerika“!
Moderation und Reportage: Sarah Schaarschmidt, Karina Tarasiuk und Margot Ravereau
Voice Over: Tininiska Zanger Montoya und Johanna Fuchs
Weiterführende Informationen: https://lateinamerika-nachrichten.de/laender/kuba/
Viele Menschen verbinden Panama hauptsächlich mit dem Panama-Kanal, wie sich derzeit auch wieder an den Äußerungen von Donald Trump zeigt. Das Land ist politisch jedoch sehr interessant und lohnt eine nähere Beschäftigung.
Seit Jahrzehnten wechselt in Panama zwar bei jeder Wahl die Regierung, aber alle Parteien machen weiter die gleiche neoliberale Politik. Präsidenten und Abgeordnete sind dabei oft korrupt, Demonstrationen gab es trotzdem nur selten. Mehr noch, es gibt auch keine relevante linke Partei in Panama. Es ist sogar so, dass sich dort fast kein Politiker*in traut, sich als links zu bezeichnen.
Schließlich scheint das Fass doch überzulaufen: 2022 und 2023 kommt es zu zwei großen und erfolgreichen Protestwellen gegen hohe Preise, Bergbau und Korruption.
Vor den Wahlen 2024 ist der beliebteste Kandidat dann jedoch ein wegen Geldwäsche zu 10 Jahren Gefängnis verurteilter Ex-Präsident. Da er nicht antreten darf, wird sein Ersatzkandidat gewählt.
Was ist da los in Panama?
Über die Widersprüche in diesem kleinen, eher wenig bekannten Land in Mittelamerika sprechen wir mit Maribel Gordón, der linken Präsidentschaftskandidatin bei der letzten Wahl, dem Gewerkschaftsführer Eduardo Gil sowie dem LN-Panamakorrespondenten und Soziologen Carlos Escudero. Wir ergründen, warum progressive Kräfte es dort so schwer haben. Dabei stellen wir fest, dass die Probleme der politischen Linken in Panama möglicherweise nur eine besonders extreme Kombination von Problemen sind, die die Linke überall in Lateinamerika, ja weltweit, plagen.
Weiterführende Informationen:
https://lateinamerika-nachrichten.de/artikel/aufwachen-nach-dem-gesellschaftlichen-knall/
https://lateinamerika-nachrichten.de/artikel/sieg-gegen-den-bergbau/
https://lateinamerika-nachrichten.de/artikel/der-sieger-stand-nicht-zur-wahl/
In dieser Folge schauen wir uns den Anstieg der Gewalt in Ecuador und die Situation der betroffenen Bevölkerung genauer an. Um die Ursachen besser zu verstehen, haben wir mit Juana Francis gesprochen, eine afro-ecuadorianische Menschenrechtsaktivistin aus der Küstenprovinz Esmeraldas. Mit ihr und der Politikwissenschaftlerin Isabel Díaz haben wir uns auch darüber unterhalten, was dem Land aus der Krise helfen könnte.
Palmöl steckt in etwa der Hälfte aller Produkte, die wir in deutschen Supermärkten finden. Ein Großteil dieses Palmöls stammt aus Guatemala - 2023 importierten deutsche Unternehmen von dort mehr Palmöl als aus jedem anderen Land. Die Produkte tragen häufig ein Siegel, das die nachhaltige Produktion des Palmöls kennzeichnet. Doch wie nachhaltig ist das Palmöl aus Guatemala wirklich? Wir folgen der Spur des bekanntesten Nachhaltigkeitssiegels des Runden Tisch für Nachhaltiges Palmöl (RSPO). Dafür sprechen wir mit Lourdes Gomez, Aktivistin des Volkes Maya Kekchí aus Guatemala und mit Dominik Groß, Referent bei der Menschenrechtsorganisation Romero Initiative aus Münster.
Romero Initiative: https://www.ci-romero.de/produkt/report-im-schatten-der-oelpalme/
Foodwatch: https://www.foodwatch.org/de/irrefuehrung-mit-palmoel-siegel-foodwatch-verklagt-edeka
ECCHR: https://www.ecchr.eu/fall/edeka-taeuscht-verbraucherinnen-mit-nachhaltigkeits-siegel/
RSPO: https://rspo.org/de/rspo-response-to-member-allegations-in-guatemala-and-honduras/
Grüner Wasserstoff soll der Hoffnungsträger im Kampf gegen den Klimawandel sein. Die Europäische Union und Deutschland investieren derzeit weltweit Millionen von Euro in die Entwicklung von diesem Energieträger, auch innerhalb Lateinamerikas.
Kolumbien und Chile arbeiten bereits an konkreten Projekten, um bald massiv produzieren zu können. Damit sollen einerseits die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Europa und Lateinamerika gestärkt und andererseits mit grüner Energie ein Beitrag zu Klimaneutralität geleistet werden.
Doch bedeutet “grün” auch gleichzeitig “gerecht”? Und wie “grün” sind die Projekte wirklich?
Darüber sprechen wir mit zwei Expertinnen:
Sophia Boddenberg: freie Journalistin, lebt seit 2014 in Chile, arbeitet zu Umweltthemen, Rohstoffabbau und Wirtschaftsbeziehungen zwischen dem Globalen Norden und Globalen Süden
Kristina Dietz: Professorin der Uni Kassel für Internationale Beziehungen mit Schwerpunkt Lateinamerika,Teil einer Forschungsgruppe zu Landkonflikten in Lateinamerika und Subsahara-Afrika
Weitere Informationen zu grünem Wasserstoff in der FDCL-Publikation „Neuer Rohstoffboom in Lateinamerika in Zeiten von Krieg und Klimakrise“ (2023), mit einem Kapitel von Sophia Boddenberg: https://www.fdcl.org/publication/2023-12-11-neuer-rohstoffboom-in-lateinamerika-in-zeiten-von-krieg-und-klimakrise/
Colombia está exportando más carbón que nunca antes - también a Alemania. La minería de carbón en el departamento de La Guajira, en el nororiente colombiano, especialmente por parte de El Cerrejón, va de la mano de violaciones a los derechos humanos y graves afectaciones al medio ambiente y a quienes habitan en la región. Aunque esto es conocido desde hace muchos años, hasta el momento no ha habido cambios estructurales. Con la Ley de Cadenas de Suministro, que entró en vigor el 1. de enero de 2023 en Alemania, se supone que empresas alemanas van a ser obligadas a asumir su responsabilidad por infracciones en el marco de su cadena de suministros. En este episodio preguntamos, si esta ley realmente cambiará algo para las personas en La Guajira. Para entender mejor la situación, hablamos con activistas de la región y una experta de Berlín.
Kolumbien exportiert derzeit so viel Steinkohle wie noch nie – auch nach Deutschland. Der Abbau beispielsweise durch El Cerrejón in der nordöstlichen Guajira geht mit schweren Umwelt- und Menschenrechtsvergehen einher. Das ist schon lange bekannt, grundlegend geändert hat sich trotzdem nichts. Mit dem Lieferkettengesetz, das am 1. Januar 2023 in der BRD in Kraft getreten ist, sollen in Deutschland tätige Unternehmen für etwaige Vergehen im Rahmen ihrer Lieferkette in die Verantwortung genommen werden. In dieser Folge fragen wir, ob sich damit wirklich etwas für die Menschen in der Kohleregion La Guajira ändert. Dafür haben wir mit Aktivist*innen von vor Ort sowie einer Expertin aus Berlin gesprochen.
Weitere Informationen zum Thema
Deutschsprachige Artikel zum Thema Kohleabbau in der Guajira:
https://lateinamerika-nachrichten.de/artikel/energiewende-und-sozialer-dialog/
https://lateinamerika-nachrichten.de/artikel/fuer-wasser-und-leben/
Spanischsprachige Artikel zum Thema Kohleabbau in der Guajira:
https://www.nocheyniebla.org/?p=1637
Website der Schweizer NGO "Arbeitsgruppe Schweiz-Kolumbien":
https://www.askonline.ch/
Website der Solidaritätskampagne "Free Bruno":
https://www.klimasolidaritaet.de/freebruno
Ecuador galt lange Zeit als eines der sichersten Länder in Lateinamerika. Doch seit der Pandemie ist die Gewalt im Land extrem gestiegen. Von 2021 bis 2022 stieg die Mordrate um 82 Prozent. Ein Teil dieser Gewalt sind brutale Massaker in den Gefängnissen. In dieser Folge berichten wir über die sogenannte Gefängniskrise, ihre Ursachen und Folgen. Zu Wort kommen die Journalistin Karol Noroña, die sich seit vielen Jahren mit organisierter Kriminalität in Ecuador beschäftigt, und Jorge Nuñez, Anthropologe und Gründer des Interdisziplinären Instituts für Ethnografie Kaleidos.
Gata Engrifá - Carta a la liberación
https://youtu.be/WsbWUJzfZVQ
Mit Erlaubnis der Musiker*innen
Zu der Musik: https://www.deine-korrespondentin.de/das-massaker-der-machos/
Kaleidos: https://twitter.com/KaleidosEc
Zu Gefängnissen in Ecuador:
NACLA: https://nacla.org/transgressive-notes-ecuadors-prisons
People’s Dispatch: https://peoplesdispatch.org/2023/04/19/new-wave-of-violence-in-ecuadors-prisons-leaves-19-inmates-dead-in-four-days/
GK: https://gk.city/2023/01/03/familia-de-familias-personas-presas-comite-familias-por-justicia-carceles-ecuador/
Mit dem Rückblick auf ein Jahr Präsidentschaft von Xiomara Castro schauen wir uns an, was sie gegen die großen Probleme Korruption, Gewalt und Straflosigkeit in Honduras veranlasst hat. Die Präsidentin verhängte im Dezember 2022 ein Ausnahmezustand in Teilen des Landes, der sich gegen kriminelle Banden und deren systematische Erpressungen richtet. Doch die Bedrohung der öffentlichen Sicherheit kommt auch aus dem inneren des Staates, und das nicht erst seitdem ihr Vorgänger Juan Orlando Hernández die organisierte Kriminalität zum Partner seiner Regierung machte. Wir haben mit der Menschenrechtsverteidigerin Yessica Trinidad und dem Anwalt Joaquín Mejía über die Situation gesprochen.
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Der Podcast über Hintergründe in Politik, Zivilgesellschaft und Aktivismus in Lateinamerika. Wir hören den Menschen vor Ort genau zu, reflektieren bestehende Machtverhältnisse zwischen Süd und Nord…
Der Podcast ist ein Gemeinschaftsprojekt vom FDCL e.V. und den Lateinamerika Nachrichten (LN). Jedes Jahr erscheinen zwei bis drei neue Folgen.
Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika (FDCL e.)
www.fdcl.org
Lateinamerika Nachrichten (LN)
www.lateinamerika-nachrichten.de
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Wollt ihr noch mehr Lateinamerika für die Ohren? Dann schaut auf der Webseite vom NPLA vorbei: www.npla.de