Orange 94.0

Orange 94.0

By Orange 94.0
Download on the App Store

Orange 94.0 episodes

  • Boban Petrović – Geschäftsmann & Urvater des Ex-Yu Funk-Sounds (Interview)

    Boban Petrović ist ein serbisch-jugoslawischer Musiker, DJ und Geschäftsmann. Er war eine der bedeutendsten Figuren der Belgrader Rock’n’Roll-Szene, ein Popheld und Stilikone der siebziger und achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts.

    1976 gründete Petrović die Gruppe Zdravo, die sich durch einen kommunikativen Funky-Disco-Sound auszeichnete. 1977 trat die Band als Vorband von Bijelom Dugme auf, und von Zeit zu Zeit trat auch Slađana Milošević, die damalige Freundin von Boban, mit der Gruppe auf. Der erste und einzige Hit war das Lied „Vikend Fobija“, das damals in fast allen Jugoslawien-Charts an erster Stelle stand. Die ursprüngliche Besetzung der Gruppe hörte 1978 auf zusammen zu arbeiten und unmittelbar danach startete Petrović seine Solokarriere.

    1981 wurde sein erstes Soloalbum „Žur“ veröffentlicht und war ein großer Erfolg. Auf dem Album spielten Musiker wie Stjepko Gut und Sloba Marković. 1984 nahm er sein letztes Album „Zora“ auf, benannt nach seiner Frau Zorica. Seine beiden Alben leisteten einen großen Beitrag zur Etablierung eines authentischen Disco-Funk-Sounds in Jugoslawien.

    Petrović war eines der Phänomene im Belgrader Nachtleben der 1970er und 1980er Jahre, und nachdem er seine Karriere als DJ aufgebaut hatte, war er Besitzer von vielen Belgrader Diskotheken.

    Mitte der 1980er Jahre zog Petrović zunächst nach London um und dann nach Zypern, wo er durch den Handel mit Metallen reich wurde und eine Karriere als erfolgreicher Geschäftsmann machte. Danach hat er zwanzig Jahre lang im Marbella gelebt. Dort kaufte er als erster Ausländer in Spanien den Fußballverein Atletico Marbella.

    57 min
  • Der Iran, Teil 1: Vom Schah zu den Mullahs

    Schiitische Traditionen gegen Westorientierung: Die iranische Revolution, die Außenpolitik und das Atomprogramm

    Eine lockere Besprechung des Iran, wo man zunächst die Schwierigkeit hat: Wo fangen wir an?

    Mit der konstitutionellen Reform 1905-1911, dem Sturz Mossadeghs 1953 oder der iranischen Revolution von 1979?

    Iran bzw. Persien im 19. Jhd. – eingezwickt zwischen die beiden Mächte Großbritannien und Rußland im „Great Game“.

    Später, unterm Schah, eine Hinwendung zu den USA, Kult der sassanidischen und früherer Reiche, Geringschätzung des Islam – und große Freundschaft mit dem damals noch recht säkulären Israel.

    Am Land spielten aber die Imame und das religiöse Leben eine wichtige Rolle, sie waren das soziale Netz, übten Gerichtsbarkeit aus, kümmerten sich um die geistig-seelische Betreuung und genossen Autorität – viel mehr als die ferne Regierung in Teheran.
    Mit der gerieten sie dann auch immer mehr in Gegensatz, und die Konkurrenz um die Macht schaukelte sich gegenseitig auf.

    Rückblick auf die Grundlage der Schia: Die 1. 12 Ober-Imame stammen direkt von Mohammed ab – über seine Tochter Fatima – und der 12. ist irgendwie verloren gegangen, auf den wartet man bis heute – der Mahdi.

    Dazwischen kann man sich mit sozusagen Stellvertretern behelfen, den Mardschas oder Großajatollahs, die einem vorbuchstabiern und auch vorleben, wie man sich verhalten sollte.

    Das gilt aber nur für Schiiten außerhalb des Iran.

    Im Iran ist die Vorstellung die des Velayat-e Faqih, das heißt „die Herrschaft der Rechtsgelehrten“, von Chomeini geschaffen worden, um seinen politischen Islam auf solide Grundlagen zu stellen.

    Im Libanon waren die kämpferischen Schiiten (Amal, Vorläufer der Hisbollah) uneins, ob sie sich diesem Konzept anschließen und Chomeini unterordnen sollten.

    Die libanesischen Schiiten blieben in dieser Frage, wie es aussieht, gespalten.

    Die Rolle der Imame im Iran:

    Auf Ebene der Gemeinden waren die Imame eigentlich die Vertreter der Staatsgewalt, obwohl sie dazu gar nicht mit den staatlichen Berechtigungen ausgestattet waren.
    Der „Staat“ im Iran waren seit geraumer Zeit die urbanen Eliten, auf dem Land regierten die Imame.
    Deswegen eine Landreform unter dem Schah, um die Landbevölkerung dem Einfluß der Imame zu entziehen. Die hat eine Bauern„befreiung“ verursacht, die die Slums von Teheran angefüllt und den Schah weiter unbeliebt gemacht hat.
    Das war dann das Fußvolk, das sich Chomeini mit vollem Herzen anschloß und seine Gegner niedermachte.

    Erwähnung des Buches von Bahman Nirumand „Iran – hinter den Gittern verdorren Blumen“, das ein Augenzeugenbericht der iranischen Revolution ist. Demzufolge hofften er und andere, daß die verblendeten Massen irgendwann das Joch der Mullahs abschütteln und zur Sonne, zur Freiheit voranschreiten würden.

    Über die Drogengesetzgebung des Iran – bei Schah und Mullahs relativ ähnlich restriktiv, wobei der Schah neben strengen Strafen gleichzeitig großer Opiumhändler war.

    Leider bleiben die miesen Typen von Regimes – Gefängniswärter, Spitzel, Folterer – oft auch bei einem Regimewechsel relativ unbehelligt, weil das neue Regime sie auch braucht.

    Viele Instanzen der Entscheidungsfindung – eine Autokratie ist der Iran sicher nicht –, der Wächterrat und die Revolutionsgarden, die Pasdaran.

    Zur Außenpolitik des Iran ab Min. 28. Ist sie expansiv/imperialistisch oder defensiv?

    Die Rolle der Revolutionsgarden, der Pasdaran.
    Was heißt eigentlich „Verteidigung“ im politischen und militärischen Sinn?
    Iranische Politik im Unterschied zu Daesh – kein Missionierungs-Gedanke. Auch keine Eroberungsgelüste, sondern nur breit gestreute Bündnisse als Gegenpol zu den Feinden in der arabischen Welt und im Westen. Der dritte Gegner, der „große Teufel“ Sowjetunion hat sich inzwischen erledigt.
    Im Inneren des Iran sind der Zoroastranismus, das Judentum, das Christentum und auch andere Strömungen des Islam als autochtone Religionen anerkannt.

    Das iranische Atomprogramm – weder noch: Sie wollen keine Bombe – nur nicht! – sie wollen aber das Programm auch nicht aufgeben.

    37 min
  • 65. Dead Air with a Viennese Orange Twist

    What is Love?  Dead Air is love and its here to guide you through it.

    with Divorcees, Singing, Ugg boots, Spells and Collectives.

    superstar contributors

    – Comic Joe Bates Click —> here for his award winning podcast.

    – Celebrity Hairdresser Leanne

    – Poet Seamy Keats

    – Agony Aunt Dr Lulu

    – Catfluencer Stevie Catagher

    music

    민요메들리 (Minyo Medley) –  씽씽 SsingSsing

    Goodnight Morton– Radioactive Man

    True Faith – New Order

    Hallelujah – Leanne/Jeff Buckley

    (Keep Feeling) Fascination – Human League

    Harvest Moon – Neil Young

    KFC – Cain Culto ft. Sudan achives

    Entre dos aguas – Paco de Lucia

    I put a spell on you – Nina Simone

    We Should Kiss – Zombie Chang

    reviews

    Chilli, lemon and sugar  – Dr Lulu

    Love a dove dove  – Seamy Keats

    more

    www.deadair.org

     

    58 min
  • Doppelsendung: „Mit der Natur verwurzelt.“ und „This is the way I live – with the heart of a child, but the brains of an adult“

    Folge 4 der Podcast-Staffel: Friedensaktivistinnen – Auf Spurensuche in Wien 

    In dieser vierteiligen Podcast-Staffel möchte ich die vergessene Geschichte Wiens und seiner Friedensfrauen erzählen. Ich lade euch, liebe Hörer*innen, ein, darüber zu reflektieren, welche Lehren wir aus dieser Vergangenheit ziehen können. Verleihen wir verdrängten Friedensideen ein Gehör:

    In der letzten Folge der Podcast-Reihe steht die friedensbewegte und hartnäckige „Grüne“ Freda Meissner-Blau (1927-2015) im Fokus. Sie war eine zentrale Figur der österreichischen Umweltbewegung, frauenpolitisch aktiv und setzte sich für Friedensinitiativen ein.

    Freda war Flüchtende im Dritten Reich. Ein geordnetes Familienleben erlebte sie nur kurz. Ein friedliches Zusammenleben war ihr von jeher wichtig. Die Folge zeichnet Fredas politischen Weg nach und ordnet ihr Wirken in die Geschichte der sozialen Bewegungen Österreichs ein: Sie engagierte sich gegen Atomkraft, unter anderem im Widerstand gegen das Kernkraftwerk Zwentendorf, dessen Bau 1978 per Volksabstimmung verhindert wurde. 1984 war sie Sprecherin im Kampf um die Hainburger Au, wo ein Wasserkraftwerk hätte gebaut werden sollen.

    1986 war Freda Mitbegründerin der Partei „Die Grünen – Die Grüne Alternative“, zog in den Nationalrat ein, als erste weibliche Klubobfrau in der Geschichte Österreichs.

    Im Gespräch mit:

    Rebecca Giesemann ist seit 2023 Archivarin im Grünen Gedächtnis, dem Archiv der Partei „Die Grünen – Die Grüne Alternative“ und der Umweltbewegungen in Österreich. Davor hat sie Wissenschafts- und Technikgeschichte studiert und in verschiedenen Museen Ausstellungen kuratiert.

    Maria Mesner ist Universitätsdozentin für Zeitgeschichte an der Uni Wien, Senior Research Fellow am dortigen Institut für Zeitgeschichte und leitet das Kreisky- und das Johanna Dohnal Archiv. Sie forscht zur Geschlechtergeschichte des 20. Jahrhunderts in Europa und den USA. Ihre jüngste Veröffentlichung ist „Wessen Körper? Wessen Leben? Wessen Recht? Das Abtreibungsverbot und seine Wirkungen in Österreich, Wien (Picus) 2025.“

    Nicolas Pawloff, Sohn von Freda Meissner-Blau. Bruder, Vater, Stiefvater, Großvater, vielleicht auch Freund, der den Glauben an die Menschheit noch immer nicht verloren hat: „Ich will mir an meinem letzten Tag ehrlich in den Spiegel schauen und behaupten können, ich habe mein Bestes gegeben, um eine bessere Welt zu hinterlassen.“

    Stefan, Archivar im Archiv der sozialen Bewegungen, wo er seit vielen Jahren tätig ist. Das Archiv sammelt seit über 25 Jahren Materialien (Zeitschriften, Broschüren und Flugblätter) zu allen möglichen alternativen, parteiunabhängigen Initiativen und Bewegungen in Österreich.

    Mehr Informationen unter:

    https://www.mediathek.at/atom/136CE4C7-18C-0022D-00000518-136C4C37/

    https://www.tagblatt-wienerzeitung.at/nachrichten/politik/oesterreich/415937_Dresden-Inferno-war-mein-Aufruf-zur-Friedensarbeit.html

    https://contextxxi.org/_freda-meissner-blau_.html

    https://archiv-wien.org/

    https://freda.at/kategorie/archiv/

    Alle Podcast-Folgen nachhörbar unter: https://friedensaktivistinnen.projecttac.com/

    Sendungsgestaltung und Foto: Tania Napravnik

    Dieser Beitrag wurde im Rahmen des fjum- Recherche-Wien-Stipendiums gestaltet.

    ________________________________________________________

    „This is the way I live – with the heart of a child, but the brains of an adult“

    [Sendungsübernahme von A Cup of Care – Erstausstrahlung am 27. Oktober 2024, 10:00]

    Growing up as a girl in a nomadic society in rural Kenya, there were many challenges to overcome, but also countless ways to explore resilience and resistance. I met Zeinab Bille Abdullahi at an international conference and was immediately captivated by her infectious laughter, energy, and curiosity.

    At just 12 years old, Zeinab discovered her passion for writing, using poetry and short stories as a canvas to express her imagination and navigate the complexities of her world. Writing became her outlet in an environment that often silenced women’s voices.

    By engaging with other girls, building networks, and speaking out against injustices, Zeinab found a way to empower others – advocating for better laws and supporting girls and women both locally and internationally.

    What a privilege it was to speak with her.

    Sendungsgestaltung: Ute Mayrhofer, A Cup of Care

    Musik:

    Pata Pata – Miriam Makeba

    Firefly – Hiromi

    Voice – Hiromi

    Fotocredits: Damian Patkowski

    56 min
  • Gemeinwohlorientierter Journalismus

    In Zeiten von Finanzierungsschwierigkeiten, Förderkürzungen und eines wachsenden Vertrauensverlusts seitens der Rezipient:innen ist die Zukunft von Medien ein zentrales Thema. Wie gemeinwohlorientierter Journalismus aussehen kann und welche Herausforderungen dieser mit sich bringt, diskutiert ein Panel im Presseclub Concordia.

    Mit:

    Lea Susemichel (an.schläge), Wien
    Helge Fahrnberger (Kobuk), Wien
    Christian Jungwirth (Okto), Wien
    Moderation: Luisa Niemann (VORLAUT Kollektiv)

    Die Veranstaltung fand am 14. Jänner 2026 im Presseclub Concordia statt.

    Bearbeitet von: Selina Berger

    1 hr 18 min
  • Black History Month 2026: Kick-off-Event

    „Back to the Roots“ lautet das Motto des diesjährigen Black History Month. Am 30. Januar 2026 organisierten fresh Magazin, freshVibes und blackaustria.info in der Wiener Hauptbücherei das offizielle Kick-off-Event.

    Initiativen, Vereine und Institutionen aus den Black Communities sowie aus der Mehrheitsgesellschaft stellten ihre Arbeit vor und gaben Einblicke in aktuelle Projekte, Perspektiven und Herausforderungen. Außerdem wurde der vielfältige Veranstaltungskalender für den Black History Month 2026 präsentiert.

    Das Kick-off-Event wurde am 29.01.2026 in der Wiener Hauptbibliothek aufgenommen.

    57 min
  • Stoff -Ein Spitzengeschäft

    Stoff – Ein Spitzengeschäft.

    Ein Film von Anette Baldauf, Joana Adesuwa Reiterer, Chioma Onyenwe, Katharina Weingartner.

     

    Radio UFF stellt den Dokumentarfilm „Stoff – Ein Spitzengeschäft“ vor. Dieser beschäftigt sich mit dem mitunter illegalen Handel von luxuriösen Textilien zwischen der Stadt Lustenau in Vorarlberg und Lagos in Nigeria. Er zeigt auf, wie das Land Vorarlberg seit Jahrhunderten vom transatlantischen Handel profitiert und sein Reichtum auch mit versklavter Arbeit in Verbindung steht.

    In dieser Sendung werden wir genauer auf die enge Handelsbeziehung zwischen Vorarlberg und Nigeria in den 70er Jahren eingehen. Wir beleuchten, welche Rolle Leinen beim transatlantischen Dreieckshandel spielte und wie europazentriert unser Blick auf die Geschichte häufig ist.

    Zu Gast: Mag.a MSc Sabine Kern, Psychodrama-Psychotherapeutin

    Moderation: Marietta Striedner

    1 hr
  • (NOT) EDEN’S GARDEN – Ukraine: eine postdokumentarische Performance

    Interview mit Anastasiia Yakovenko.

    NOT) EDEN’S GARDEN ist eine postdokumentarische Performance, die sich mit Erinnerungskultur und einem tieferen Verständnis von Zeit und Raum, in dem Ukrainer*innen existieren, auseinandersetzt. Sie verwebt gemeinsame Erfahrungen von Schmerz und Freude.

    Nach der Aufführung ist das Publikum zu einer offenen Diskussion eingeladen. Dieser Dialog bietet Raum für Reflexion, Fragen und den Austausch von Gedanken, die durch das Stück angeregt werden.

    Quelle: dschungelwien.at

    Produktion der Sendung und Moderation: Sarah Roland

    Bild: (c) Roman Hnydin

    Link zur Diskussionsrunde am 16.Februar (Kooperation Zavadski):

    https://www.esel.at/de/event/theater-talk-methods-of-documentary-theatre–032Dgwtnp9i6oy5RwBUvXw

    28 min
  • Schlamassel mit Seeblick

    Gärtnerin Toni Schubert macht Familienurlaub im schönen Lunz am See: Wandern, Schwimmen und Karten spielen – so sehen ihre Pläne für zwei arbeitsfreie Sommerwochen aus. Aber dann hört sie von rätselhaften Vorgängen an der Biologischen Station am See, ein Todesfall in der Nachbarschaft sorgt für Unruhe, gefolgt von merkwürdigen Unfällen. Zu allem Überfluss taucht auch noch Franka, die nervige Journalistin, in Lunz auf.

    – Sommerlicher zweiter Soft Crime-Roman der lesbischen Gartenkrimiautorin mit der lesbischen Gärtnereibesitzerin Toni als Hauptfigur, die meistens zu viel zu tun hat als sich ihrem Liebesleben zu widmen.

    Jürgen Ostler spricht mit Barbara Smrzka, die ihren neuen Roman präsentiert und Fragen des Publikums dazu beantwortet.

    Barbara Smrzka: Schlamassel mit Seeblick

    Krimi am Lunzer See. D 2025, 368 S., Broschur

    51 min

About Orange 94.0

From the publisher's feed

ORANGE 94.0 - das freie Radio in Wien