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02.10.2026. An einem warmen Herbstabend haben sich am Wiener Donaukanal viele Menschen zusammengetroffen, um einerseits schwere Themen zu diskutieren und andererseits zu feiern. Krieg, Kulturkämpfe, Pizza, Punk Noir und kratzende Platten stehen auf dem Programm. Solche ungewöhnlichen Kombinationen sind typisch für unsere Veranstaltungsreihe, dem „Salon skug“. Hier bringen wir Konzerte von Wiener Bands und Diskurspanels zusammen. Heute blicken wir auf eine Kooperation mit dem Forschungskreis Phänomenologie der Universität Wien im Central Garden zurück.
Panel mit: Olga Shparaga (Vordenkerin der Massenproteste in Belarus 2020), Burkhard Liebsch (Prof. Dr. i. R., Ruhr-Uni. Bochum), Claudia Ploner (Werkstatt Phänomenologie) und Serhii Forkosh (Kyiv Kreis für Philosophie).
Dazwischen gibt es Live-Aufnahmen von Parole (Punk Noir).
Live-Moderation: Frank Müller-Jödicke und Michael Zangerl
Mehr Infos:
Das Diskurs-Programm von skug ist möglich Dank einer Förderung der ERSTE Stiftung.
Seit dem 1. September 2026 gilt in Österreich ein Kopftuchverbot für Schülerinnen unter 14 Jahren. In der heutigen Sendung diskutieren neue Radiomacherinnen der Mädchenredaktion darüber und erzählen, was sie davon halten.
Die Sendung entstand im Rahmen des „Einführungsworkshops, der zweimal jährlich für Mädchen stattfindet, die zur Redaktion dazustoßen möchten. Dabei probieren sie sich im Studio aus, machen erste Aufnahmen und lernen über Freie Medien, Mädchenrechte und Journalismus.
Viel Spaß beim Zuhören!
Themen: Das Jüdische Museum Wien eröffnet eine neue Ausstellung über Wiener Jüd*innen im Exil unter dem Titel Heimatlos | Gastbeitrag: In Frankreich protestieren Schüler*innen
Sendungskoordination: Stefan Resch
„Heimatlos“
Sie sind der Shoah entkommen. Und dann? Das Jüdische Museum Wien zeichnet die Wege der ab 1938 aus Wien vertriebenen Jüd*innen ins und im Exil nach. Was im Nachhinein von außen oft als Erfolgsgeschichte gesehen wird, ist aus der Perspektive der geflüchteten Wiener*innen eine brutale Entwurzelung, die sie selbst und ihre Nachfahren noch lange beschäftigt. Caitlin Gura hat am Jüdischen Museum Wien eine Ausstellung über die persönlichen Wege ins Exil kuratiert.
Beitragsgestaltung: Stefan Resch
Gastbeitrag: In Frankreich protestieren Schüler*innen
Seit Wochen protestieren in Frankreich Schüler*innen für ihr Bildungssystem. Sie besetzen und blockieren Schulen im ganzen Land, um ihren Forderungen nach besseren Bedingungen und mehr Lehrkräften Nachdruck zu verleihen. Inzwischen hat Premierminister Sebastien Lecornu, 3000 zusätzliche Vertretungslehrkräfte einzustellen, um den exorbitanten Stundenentfall zumindest zumindest abzufedern.
Letzte Woche haben unsere Kolleg*innen vom Freien Sender Kombinat in Hamburg mit dem in Paris lebenden Journalisten Bernard Schmid über die Proteste, ihre Beweggründe und ihre Rezeption gesprochen. Das gesamte Interview kann hier nachgehört werden.
What an inspiring conversation with Frida Robles on Ženergija!
Together, we explored the politics of movement, different forms of resistance, and the radical idea that JOY itself is a form of resistance.
Frida Robles is an artist, writer and curator researching performance in Africa and Latin America, with a focus on memory, place and embodied histories. Her practice combines text, performance and site-specific installation. She is pursuing a PhD in Art History at the University of Applied Arts Vienna and teaches at the University of Vienna’s Institute for Theatre, Film and Media Studies.
At the heart of our conversation was CHOREOPOLITICS OF JOY, curated by Frida — a collective exploration of movement, space, belonging and non-belonging, and the many ways our lives are interconnected.
What does it mean to move politically? Where are we directing our bodies? Which structures can we still move? And what still moves us?
Through art, performances, lectures and workshops, Choreopolitics of Joy brings these questions to life, inviting us to rethink how we move together, resist together and create spaces for joy.
Featuring André Lepecki, Antonio Monroy, Iris Omari Ansong, MITABA-Trio, Neo Matloga, Rabbya Naseer, Rawan Almukhtar, Tania Libertad Ávila, Tonny Africa, William Matlala and Yi-um Collective.
October 16 & 22 | FLUCC Vienna
Find more information on the FLUCC website or Frida’s Instagram page.
Because resistance is not only about what we fight against, but also about what we create, share and celebrate together.
Listen to Ženergija:
Follow: FB | IG @radiozenergija
Ženergija exists through your support.
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#Ženergija #FridaRobles #ChoreopoliticsOfJoy #JoyIsPolitical #PerformanceArt
Aktivist:innen dokumentieren immer wieder Langstrecken-Tierexporte mit grausamsten Begleitumständen.
Nun wurden sogar Tiertransporte per Flugzeug dokumentiert. Wie kann so etwas gerechtfertigt werden?
Sometimes all it takes is a red balloon, someone stopping in their tracks, or an artist suddenly appearing in the middle of the street — and just like that, the world looks different for a moment.
At the Pflasterspektakel festival in Linz, public space becomes a playground. Clowns, dancers, and performers encounter people who were simply passing by. Some stop and watch, some laugh, and some join in. And sometimes, something happens that no one could have planned.
A Cup of Care follows these small moments: moments of play, imagination, and the courage to embrace the unknown. We meet artists from Argentina and other parts of the world and discover how a street can become a stage, strangers can connect, and a fleeting moment can turn into a story we share.
A programme about what can happen when everyday life briefly falls out of step.
The artists and collectives featured in this episode are:
La BIUP — through walkabout performances and non-verbal theatre, they disrupt the rhythm of everyday life and set our perceptions in motion.
Cía. Demian — using clowning, mime, and imagination, Damián Costa tells stories of flying, dreaming, and the power of imagination.
Joshua Monten — whose dance piece “Linearity”, performed by two dancers with colourful adhesive tape, transforms lines into a shared space.
And The Great Mimic Boy — who observes and imitates people, transforming public space through movement, play, and wonder.
Four different artistic approaches — and one question that connects them all: What happens when we truly encounter one another?
Link to the German broadcast: https://cba.media/794437
In unserer Oktober Sendung geht es um Sichtbarkeit: um queeres Leben in Wien und um die Frage, was Kunst in politisch bewegten Zeiten leisten kann.
Ende September wurde in der Wiener Buchhandlung Faktory die Anthologie „Vienna Vibes“ präsentiert. Das Buch versammelt Texte queerer Menschen, die in Wien leben. Sie schreiben in verschiedenen Sprachen über Zugehörigkeit, Alltag und Community. Initiatorin und Co-Herausgeberin Iketina Danso, bekannt als JG Danso, erzählt von der Entstehung des Buches und vom Abend der Präsentation.
Von September 2026 bis Jänner 2027 zeigt das Foto Arsenal Wien zwei Ausstellungen – „We Are Here“ von Zanele Muholi (Südafrika) und „As Our Hearts Bow“ von Eric Asamoah (Österreich/Ghana) – über Identität, Erinnerung und Repräsentation. Im Gespräch erzählen die beiden von ihrer Arbeit und davon, was Kunst bewirken kann, während rechte Politik weltweit an Boden gewinnt.
Beide Beiträge stammen von freshVibes Mitbegründer simon INOU und sind Übernahmen von JOSÉPHINE – Antirassismus im Radio.
Dazu gibt es Musik vom afrikanischen Kontinent und aus der afrikanischen Diaspora.
HUMAN RIGHTS TALK: Kopftuchverbot an Schulen – Schutz oder Einschränkung der Selbstbestimmung?
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Seit Beginn des Schuljahres 2026/27 dürfen Schülerinnen bis zum vollendeten 14. Lebensjahr an Österreichs Schulen kein islamisches Kopftuch mehr tragen. Schulen sind damit gefordert, das neue Verbot umzusetzen – zunächst durch Gespräche mit den betroffenen Schülerinnen und ihren Erziehungsberechtigten. Bei wiederholten Verstößen sind auch Verwaltungsstrafen vorgesehen. Die Bundesregierung versteht die Regelung als Teil eines Schutz- und Integrationskonzepts, das Selbstbestimmung, Gleichberechtigung und Chancengleichheit fördern sowie Mädchen vor familiärem oder sozialem Druck schützen soll. Kritiker:innen sehen darin hingegen einen Eingriff in Religionsfreiheit und Gleichbehandlung und warnen vor der Stigmatisierung muslimischer Mädchen sowie der weiteren Normalisierung von antimuslimischen Vorurteilen und Islamfeindlichkeit. Erste Individualanträge auf Aufhebung des Verbots wurden vom Verfassungsgerichtshof aus Formalgründen zurückgewiesen. Inzwischen liegt eine neue Beschwerde gegen das Gesetz vor.
Kann das Verbot die Selbstbestimmung von Mädchen etwa gegenüber Mitschüler:innen und Eltern stärken oder führt es zu neuen Formen von Ausgrenzung? Welche Erfahrungen machen muslimische Mädchen, ihre Familien und Schulen mit der neuen Regelung? Wie lassen sich Schutzinteressen, Religionsfreiheit, Gleichbehandlung und Kinderrechte miteinander in Einklang bringen? Ein vielfältig besetztes Panel diskutiert die gesellschaftlichen, menschenrechtlichen und verfassungsrechtlichen Dimensionen des Kopftuchverbots sowie seine Auswirkungen auf Schule, Teilhabe und das Zusammenleben in einer pluralistischen Gesellschaft.
Die Human Rights Talks verstehen sich als Plattform für den gesellschaftlichen Diskurs zu aktuellen Themen mit menschenrechtlicher Relevanz. Die Veranstaltungen präsentieren der interessierten Öffentlichkeit hochkarätige Vortragende und analysieren menschenrechtliche Herausforderungen sowie gesellschaftspolitische Strömungen differenziert und mit fachlicher Expertise, zugleich aber auf zugängliche Weise und mit Praxisbezug. Wichtiger Bestandteil des Formats ist neben inhaltlichen Beiträgen die interaktive Publikumsdiskussion.
Begrüßung
Angelika WATZL, Generalsekretärin, Österreichische Liga für Menschenrechte
Moderatorin
Amira AWAD, Selbstständige Moderatorin und Trainerin
Podiumsdiskussion
Publikumsdiskussion
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Rund 600–800 Personen gedachten am 7. Oktober 2026 am Judenplatz in Wien der 1.200 Menschen, die am 7. Oktober 2023 in Israel getötet worden waren und der 83 getöteten Geiseln.
Aufnahme der von den Jüdischen Österreichischen Hochschüler*innen organisierten Gedenkkundgebung.
Die Filmtage zum Recht auf Nahrung „Hunger.Macht.Profite.“ bringen seit 2006 in ganz Österreich kritische Dokumentarfilme über globale Landwirtschaft, Ernährung sowie die politischen und sozialen Bedingungen von Hunger und Verdrängung von Kleinbäuer*innen auf die Kinoleinwände. Gleichzeitig richten sie den Blick auf Menschen und Bewegungen, die sich gegen die Macht des Agrobusiness stellen und für das Menschenrecht auf Nahrung kämpfen.
Im Gespräch mit Agnes Sieben blicken Julia Kocher und Barbara Waschmann, beide im Organisationsteam der Filmtage, auf die diesjährige Jubiläumsausgabe von „Hunger.Macht.Profite.“: Welchen Weg hat das Festival in den vergangenen Jahren zurückgelegt und wo steht es heute? Welche feministischen Perspektiven finden sich in den Filmen der diesjährigen Ausgabe? Und welche Geschichten und Utopien erzählen sie von einer Landwirtschaft und Ernährung, die anders funktionieren könnten?
Das Filmfestival startet am 15. Oktober im Admiralkino in Wien. Anschließend folgen Filmvorführungen in Niederösterreich, der Steiermark, Kärnten, Oberösterreich, Tirol und Vorarlberg.
Im Interview: Julia Kocher (FIAN Österreich) und Barbara Waschmann (normale.at)
Weiterführende Links: https://www.hungermachtprofite.at/
Musik:
Yol – Özlem Bulut
Sendungsgestaltung: Agnes Sieben
Sendungssprache: Deutsch
Fotocredit: wfilm.de
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