Mitten in Sachsen-Anhalt, nahe Halle an der Saale, verbirgt sich eine der bedeutendsten Fossillagerstätten Europas: das Geiseltal. Vor rund 48 bis 41 Millionen Jahren, im Mitteleozän, herrschte hier ein subtropisches Klima. Heute befinden sich hier ehemalige Braunkohletagebaue, die wiederum zahlreiche Fossilien unter anderem ans Licht brachten. Darunter landlebende Krokodile, flugunfähige Riesenvögel, frühe Primaten und winzige Urpferdchen.
Weltweit einzigartig ist die außergewöhnliche Erhaltung vieler Fossilien. Zahlreiche Funde sind dreidimensional überliefert und bewahren sogar Weichteile, Mageninhalte oder ursprüngliche Farbreste. Gemeinsam mit dem Präparator Michael Stache blicken wir auf diese Detailfülle, die das Geiseltal zu einem Schlüsselfenster in das Klimaoptimum des Eozäns macht und uns Einblicke in Biodiversität, Nahrungsketten und Lebensweisen erlaubt, wie sie sonst kaum möglich sind.
Mehr Information zur Geiseltalsammlung gibt es: https://www.naturkundemuseum.uni-halle.de/sammlungen/geiseltalsammlung/
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©Bildcopyright: Michael Stache