Was passiert, wenn aus spontanen Anfragen echte Dialoge entstehen? In dieser Folge geht es um die nächsten entscheidenden Schritte im PECS-Prozess: Phase V und Phase VI – und damit um den Übergang vom Reagieren zum eigenständigen Mitteilen.
In Phase V steht das Anfragen im Fokus – diesmal jedoch als Antwort auf eine Frage. Obwohl viele PECS-Nutzer*innen die Frage „Was möchtest du?“ bereits unzählige Male gehört haben, wird sie hier bewusst und systematisch aufgebaut. Ziel ist es, die Fähigkeit zu entwickeln, gezielt auf sprachliche Impulse zu reagieren – eine wichtige Grundlage für den nächsten Entwicklungsschritt.
Denn Phase VI geht noch weiter: Hier beginnt das Kommentieren. Statt nur Bedürfnisse zu äußern, lernen PECS-Nutzer*innen, ihre Umwelt zu beschreiben, Gedanken zu teilen und Erlebtes mitzuteilen. Genau das ist ein zentraler Baustein für soziale Interaktion und echte Teilhabe – in der Schule, im Alltag und darüber hinaus.
Gleichzeitig wird deutlich, warum gerade dieser Schritt für viele Menschen im Autismus-Spektrum besonders herausfordernd ist. Kommentieren erfordert andere kommunikative Fähigkeiten als das reine Anfragen – und braucht gezielte Unterstützung, Geduld und ein tiefes Verständnis für individuelle Lernwege.
In der Folge wird praxisnah beleuchtet, wie dieser Übergang gelingen kann, warum er so bedeutsam ist und welche Rolle strukturierte Anleitung dabei spielt. Abschließend wird ein wichtiger Gedanke hervorgehoben: Phase VI ist kein Endpunkt. Sie markiert vielmehr den Beginn einer neuen Phase, in der Lehrende und Bezugspersonen über alle notwendigen Strategien verfügen, um Kommunikation weiter auszubauen, zu differenzieren und nachhaltig zu fördern.
Eine Folge für alle, die PECS als dynamischen Prozess verstehen – und Kommunikation nicht nur ermöglichen, sondern weiterentwickeln möchten.
🎧 Jetzt reinhören und entdecken, wie aus Antworten echte Gespräche entstehen.