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UPDATE (2022): Mein Sattel zum Zeitpunkt der Podcast Aufnahme war vom Signum Sattelservice - das Modell Lotus. Leider ist auch dieser Sattel immer wiede rgerutscht, weshalb ich ihn zurückgegeben habe.
Mitterlweile reite ich viel mit Reitpad und nutze einen Sattel mit Gelunterlage für die seltenen Reiteinheiten.
Ich lasse den Podcast trotzdem Online, weil einige Fakten immer noch korrekt sind und ich denke, dass wir aus der Entwicklung und den Erfahrungen der anderen lernen können.
Als Sattelgurt habe ich immer noch meinen Filzgurt von Horsegear und Kieffer - beides bekommst du bei uns im Shop
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Wir tauschen uns intensiv aus und du findest unsere grossen Kurse und Schritt-für-Schritt-Programm für eine gute Retausbildung deines Pferdes, gesunderhaltende Lektionen und einen feinen Reitersitz. Mit Erklärungen und Bildern, die WIRKLICH Sinn machen.
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5 Punkte für mehr Sicherheit beim Reiten
Eine kurze Zusammenfassung der Sicherheits-Punkte mit Pferden. Es gibt übrigens unzählige Artikel zu dem Thema und sehr viele Facetten zu dem Thema, die alle grob geschrieben auf fünf Punkte hinauslaufen:
Sorge dafür, dass dein Pferd gut ausgebildet ist
Sei klar, sicher und ruhig in allen Lebenslagen
Du sollest wissen, was du tust und Pferde lesen lernen
Schnapp dir gut sitzende Ausrüstung für dich und dein Pferd
Sorge dafür dass das Pferd artgerecht gehalten wird und das Equipment passt
Die grösste Sicherheit gibt dir aber eine gute und fundierte Ausbildung deines Pferdes und ein Miteinander, das fein und liebevoll ist.
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Vier Beispiele für einen fairen Umgang mit dem „Nein“ deines Pferdes:
Thema Hufe: Ich habe mit Balance Pads trainiert und den Huf erst einmal nicht besonders hoch gehoben beim Kratzen. Parallel habe ich immer die gleiche Reihenfolge gewählt, um Erwartbarkeit und Routine zu schaffen, habe genau darauf geachtet bei welchen Beinen es ihr besonders schwer fiel und mich da erstens besonders beeilt und zweitens ein Leckerli gegeben, wenn sie sich bemüht hat. Wenn es geklappt hat, habe ich mich bedankt – wenn es nicht geklappt hat, habe ich einfach neu angesetzt und nicht verärgert reagiert
Thema Bürsten: Ich habe eine spezielle Bürstentechnik entwickelt, nachdem ich verschiedenstes ausprobiert habe. Wie mein „Bürsten-Zen“ genau geht, habe ich dir HIER im Artikel beschrieben. (https://www.pferdefluesterei.de/probleme-mit-pferden-loesen/) Letztlich war das „Trial and Error“, solange bis ich eine Variante gefunden hatte, die ihr das Bürsten wieder angenehm gemacht hat.
Thema Sattel: Da mein Pferd leider einen Sattelzwang hatte, war das eine längere Geschichte, aber auch das habe ich mit viel Geduld, Liebe und Leckerli hinbekommen. Heute darf ich sie in aller Regel ohne Probleme satteln und gurten – wie ich das Schritt für Schritt gemacht habe, kannst du HIER nachlesen (https://www.pferdefluesterei.de/problemtraining-mit-pferden)
Trippeln beim Reiten: Wenn mein Pferd trippelt beim Reiten, sagt sie mir damit Unwohlgefühle an.Da reichen wenige Schritte und ich weiß Bescheid. Entgegen aller Ratschläge steige ich dann ab. Denn der Körper meines Pferde gehört ihr und ich will nicht über ihre Kräfte oder Unwohlsein hinwegtrainieren. Meine Stute hat einfach Tage an denen sie offenbar empfindlicher ist beim Reiten. Das konnten wir zum einen mit einem wirklich gut passenden und dicke gepolsterten Maßsattel enorm verbessern und minimieren. Dazu habe ich verschiedene Gurte ausprobiert, bis ich einen Gurt gefunden habe, mit dem sie sich gerne gurten lässt und auch gerne Reiten lässt. Wenn sie nach einer längeren Reitrunde anfängt zu trippeln, dann steige ich ab. Manchmal ist sie einfach noch nicht „warm“ genug. Als Quarter hat sie sehr feste Muskeln, also gehe ich an solchen Tagen locker eine Stunde spazieren, bevor ich reite. Fast immer ist das dann okay für sie und sie trägt mich mit gespitzten Ohren und freudigem Gesichtsausdruck weiter.
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Meine FAVs beim Reiten:
Ich LIEBE meine Zügel – hier anschauen
Dazu mein Reitpad - hier anschauen
Mein liebster Zaum - hier anschauen
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Bodenarbeit ist leider ein oft vernachlässigter Punkt im Pferdealltag, der dir und deinem Pferd aber enorm in allem weiterhelfen kann, was ihr erreichen wollt.
Deine Ausrüstungsliste für den Einstieg:
EIN BILD:
Jetzt mal ehrlich: Es würde dir doch wesentlich leichter fallen, wenn derjenige erstmal neben dir laufen und dir alles mit Gesten und Händen und Füßen Schritt für Schritt erklären würde. Dann würdest du doch sicherlich viel besser verstehen, was gemeint ist. Auch wenn derjenige dann wieder auf dir sitzt. Weil du dann ja viel besser weißt, was es bedeutet, wenn die Gerte rechts oder links an deine Schulter tippt oder sich die Hand leicht anhebt.
Die Regeln sind einfach:
Alles immer erst mit Bodenarbeit
Zuerst musst du die einzelnen Signale vorbereiten. Dein Pferd muss wissen, was die Stimmsignale bedeuteten, es muss das Rückwärtstreten auf Aufforderung genauso kennen, wie das Anhalten und loslaufen. Auch das Weichen auf ein Anlegen der Gerte am Hals muss es kennen. Dabei liegt die Gerte immer so am Hals bei den vorbereitenden Trainingsrunden, wie später auch der Zügel. Also in einem Winkel zwischen Pferdemaul und Widerrist in etwa. Sie simuliert sozusagen den Zügel.
Wenn die Basis sitzt, kannst du einen Schritt weitergehen und an den Zügelhilfen vom Boden aus arbeiten – dafür nehme ich momentan den Kappzaum und dann auch manchmal das Halfter, wenn ich nach einem Spaziergang eine kleine Runde trainieren möchte.
Oh und ganz wichtig vorab – bitte nicht verzweifeln, wenn du erstmal ein Zügel und Gerten und Handkuddelmuddel hast. Das ist einfach ganz schön viel Zeug, dass da koordiniert werden will. Mich hat das erst einmal irre gemacht. Nimm dir also Zeit und fuddel dich, das Pferd und die Zügel immer wieder zwischendurch zurecht.
Nimm die Zügel in die Hände – rechts und links – und die Gerte in die Hand, die sich auf der inneren Seite befindet.
Anfangs verstärkst du das Zügelsignal immer mit den üblichen Signalen, die du schon bei der Bodenarbeit etabliert hast. Zum Beispiel ein Anschnalzen und Tippen der Gerte zum Loslaufen – dazu kommt jetzt noch das dazugehörige Zügelsignal.
Genauso beim Stehen bleiben und Rückwärts gehen.
Wenn du willst dass dein Pferd weicht, dann legst du den Zügel auf der einen Seite an und öffnest auf der anderen Seite. Wenn das noch nicht ausreicht – tippst du ganz leicht mit der Gerte auf der Seite, auf der der Zügel anliegt. So kannst du das Signal verstärken und dein Pferd wird nach und nach verstehen, was du möchtest und was der Zügel bedeutet. Irgendwann wirst du die Gerte nicht mehr brauchen.
Und bitte nicht verzweifeln, wenn du dir wie ein Idiot vorkommen solltest und dich vielleicht fragst, warum du nicht 10 Hände hast. Die Zügel und die Gerte zu koordinieren finde ich wirklich schwierig, das ist am Anfang alles ein bisschen wabbelig und ich muss mich auch öfter neu sortieren. Aber das ist in Ordnung. Mit jedem Mal wird es ein bisschen besser werden. Ich kann es dir versprechen. Weil du dich besser koordinieren kannst und weil dein Pferd immer besser verstehen wird, was du möchtest.
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Nadja kannst du hier auschecken: www.verstehepferde.de
STICHWORT Haftpflicht - Empfehlung: Haftpflichthelden:
Reitest du auch mal ohne Sattel? Oder gehst mit Halfter ins Gelände spazieren? Dann habe ich eine supercoole Haftpflicht für dich - denn das alles wird von den wenigsten Mitversichert…Von meiner schon!
Ich bin ab jetzt "Heldin" bei den Haftpflicht-Helden: supersympathisch, superjung und extrem engagiert: Eine Pferdehaftpflicht, die auch Reiten ohne Sattel und mit Halsring versichert - ist das MEGA oder MEGA?
Wen einer von euch auch wechseln will (geht ab sofort, die übernehmen die Kündigung bei der alten Versicherung und Vertrag mit Kosten läuft erst ab Ablauf des alten Vertrags) - gebt meinen "Heldencode" an - dann spart ihr Geld beim Jahresbetrag
HELDENCODE: 3PE86
und ich auch :-)))))
https://helden.de/pferdehaftpflicht/
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7 Tage Training: Was du mit deinem Pferd in einer Woche alles machen kannst
Ich nehme dich einfach Tag für Tag mit in eine Alltagswoche ohne spezielle Besonderheiten. Denn tatsächlich ist jede Woche bei meinem Pferd und mir anders. Manchmal habe ich Trainingsziele, die ich dann kontinuierlicher verfolge, oft bauen wir einfach einen Bewegungsplan, um in Routine zu bleiben und manchmal habe ich einen Plan und kann ihn aber nur zu 60% umsetzen, weil meine Stute einen anderen Plan von unserer gemeinsamen Zeit hat. Da mein Pferd mitsprechen darf, macht sie das auch und erzählt mir immer sehr direkt, wie ihre Stimmung aktuell ist. Danach richtet sich dann auch, was wir machen.
Ich nehme dich jetzt mit in eine ganz normale klassische „Bewegungswoche“ ohne größere frische Ziele und nehme jeden Tag für dich auf, was mein Pferd und ich an diesem Tag gemacht haben.
Du bekommst also den Einblick in eine ganz entspannte alltägliche Woche von meinem Pferd und mir, die du dir schnappen, anpassen und verändern kannst, wenn du gerade Inspiration suchst.
HIER NOCH EINE AUSRÜSTUNGSLISTE mit allem, was du für „meine“ Woche brauchst und danach natürlich supergut ständig verwenden kannst. Vielleicht hast du manches schon - vielleicht nicht. Deswegen verlinke ich dir einfach alles:
Hier noch der Link zur Schritt für Schritt Anleitung für den Trick „SMILE“:
**1 Woche mit dem Pferd
Natürlich gilt auch: Mache nur alles nach soweit du das mit deinem Pferd auch schon beherrschst. Wenn nicht, dann schnapp dir die Übungen und trainiere erst einmal Schritt für Schritt daran und setze sie dann am Stück um.
Für jeden einzelnen Tag gilt auch: Für das Hallo, die Fellpflege und das Tschüss nehme ich mir viel Zeit. Ich gehe zu meinem Pferd, begrüße sie indem ich ihr die Hand hinhalte und strecke ihr das Halfter hin. Bleibt sie stehen, ziehe ich den Trainingsplan durch beziehungsweise starte den Trainingsplan. Dreht sie sich weg, gebe ich ihr noch etwas Zeit und frage nochmal. Will sie dann immer noch nicht, mache ich auch einfach mal nur eine Pause.
Genug mit den allgemeinen Gedanken - jetzt geht es los mit meiner Woche:
MONTAG: SPAZIERGANG mit Trainingseffekt! Du brauchst auf jeden Fall ein bisschen Kondition, wenn du meinen Montag nachmachen möchtest oder du setzt dich auf dein Pferd und machst das Ganze vom Sattel aus. Denn ich war heute mit meinem Pferd eine Stunde spazieren. Das klingt soweit nicht wirklich anstrengend, aber ich habe Gangartenwechsel und Tempiwechsel in den Gangarten eingebaut.
Wir sind also in die Natur spazieren gegangen:
DIENSTAG: SPAZIERGANG in KOMBINATION MIT PLATZARBEIT
Ich gehe unglaublich gerne spazieren, um mein Pferd aufzuwärmen. Das macht uns beiden deutlich mehr Spaß als uns im Platz 10 Minuten auf der Spur zu bewegen. Wir werden dabei frischer und zufriedener. Dafür habe ich verschiedene „Runden“ - die ich je nach Zeit und Dauer des Spaziergangs nehme.
MITTWOCH: BALANCE PADS und POWERWALK
DONNERSTAG: DOPPELLONGE? ….war zumindest der Plan
Ich weiß nicht, ob du das auch kennst, aber mein Pferd hat bestimmte Uhrzeiten in ihrem Tagesplan, die sie besonders gerne für das Training reserviert. Komme ich zu anderen Uhrzeiten, kann es sein, dass ich nicht so begeistert begrüßt werde. Heute kam ich erst später zum Pferd.
Ich habe den Longiergurt, den Kappzaum und die Longen bereitgelegt und bin zu meiner Stute. Ihr Kopf ging hoch, sie hat mich begrüßt…ich denke noch: Cool! Hebe das Halfter hoch und sie dreht sich einen Schritt weg. Ich senke wieder das Halfter, sie kommt her. Ich hebe das Halfter wieder. Sie dreht sich zwei Schritte weg. Okay, das war deutlich!
An dieser Stelle muss ich sagen: wenn du ein Pferd haben willst, das mit dir kommuniziert und wenn du einen Dialog mit deinem Pferd haben möchtest, musst du damit leben, dass auch dein Pferd manchmal spricht und etwas anderes sagt als du vielleicht an diesem tag hören willst.
Zurück zum Donnerstag. Mein Pferd hat also gesagt: Gerade nicht, ich will lieber etwas anderes machen.
Deswegen mache ich den Donnerstagsplan kurz: Ich habe das Halfter über meine Schulter gehängt, mich neben mein Pferd gestellt, den Popo gekratzt, die Schulter gekratzt und bin dann wieder gegangen.
FREITAG: DOPPELLONGE?
Ich habe den Longiergurt, den Kappzaum und die Longen bereitgelegt und bin zu meiner Stute. Ihr Kopf ging hoch, sie hat mich begrüßt…ich denke: Cool! Ich hebe das Halfter und sie bleibt freundlich neben mir stehen. Yess! Heute bekomme ich ein JA!
SAMSTAG: HEUTE WILL ICH NICHTS TAG
Ich versuche immer mindestens einen Tag pro Woche einfach nichts zu wollen und nur mit meinem Pferd zu sein. Bevor mein Pferd so dick war, wie leider aktuell, habe ich auch locker zwei Tage so eingeschoben. Diese Woche ist das auch so, weil sie am Donnerstag so deutlich eine Pause wollte.
Damit ich aber nicht immer mit einem Halfter und dem Trainingswunsch komme, sondern einfach auch mal nur der Partner bin, der chillt und herumsteht, gibt es trotzdem einen „Nichts-Tun-Tag“.
Wie sieht das aus?
SONNTAG: Hoffentlich SPIELTAG!
Zwischendurch nutze ich gerne den leeren Reitplatz zur Freiarbeit. Das kann ich aber NIE planen, weil ich vorher NIE weiß, ob der Platz wirklich leer und frei ist. Freiarbeit ist bei uns keine richtige Dressur, sondern eher ein Spiel oder eine Kommunikation in Verbindung mit ein bisschen Freiheitsdressur.
Deswegen ist mein Plan B: Kondition und Ausdauer an der Longe! Das sähe dann so aus, dass ich mit Madame 15 Minuten Schritt an jeder Hand auf dem Platz trainiere. Anschließend 10 Minuten Trab an jeder Hand. Anschließend mindestens 5-10 Minuten Galopp an jeder Hand - danach noch eine kleine 10 Minuten Spaziergangsrunde im Schritt zum abkühlen. Während des Longierend würde ich sie immer wieder bitten nicht auf die innere Schulter zu fallen und die Hinterhand schön aktiv nach vorne zu heben. Das klappt mehr oder weniger gut ;-) Wir sind noch in einem Prozess.
Aber zurück zum Sonntag. Ich habe Glück - der Reitplatz ist leer. Ich schnappe mir also das Pferd, das heute brummelnd Richtung Gatter läuft. Der Kuscheltag war definitiv eine gute „Trainingseinheit“ ;-)
Wenn du übrigens wissen willst, wie ich Pferden das „Smile“ beibringen, dann findest du auf der Pferdeflüsterei eine SCHRITT FÜR SCHRITT ANLEITUNG - das verlinke ich dir in den Shownotes.
So! Das war unsere Woche - immer schön für dich mitrecordet. Jede Woche ist anders, aber so oder so ähnlich laufen ganz normale alltägliche Trainingswochen bei uns ab. Da ist viel Bodenarbeit dabei, weil ich meine Stute ja erst diesen Sommer richtig angeritten habe. Wir reiten maximal zweimal pro Woche. Aber das meiste davon kannst du auch reitend umsetzen.
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Wenn ich ein bestimmtes Ziel habe, dann gehe ich strukturiert vor und versuche natürlich eine gute Balance aus Wiederholung und Herausforderung zu finden, damit mein Pferd weder überfordert noch unterfordert wird. Pferde lieben Gewohnheiten und Wiederholung, um Routinen zu entwickeln. Gleichzeitig langweilen sie sich irgendwann, wenn du nichts Neues hinzufügst.
Dafür gebe ich dir noch ein praktisches Beispiel.
Für das Trainingsbeispiel diese Woche brauchst du NUR: 1 Stallhalfter - 1 Führstrick und eine Gerte.
Hier sind die beiden Schätzchen:
Das „grob beschriebene“ Vorgehen:
Hier ist ein Beispiel für das Schrittweise erarbeiten - je nachdem wie clever dein Pferd und wie präzise deine Erklärungen sind, kann das Stunden, Tage oder Wochen dauern ;-) Gehe immer nur einen Schritt weiter, wenn der vorhergehende Schritt gut und routiniert klappt.
Dann bist du genau zwischen Unterforderung und Überforderung und förderst dein Pferd.
Rückwärts gehen vom Boden aus
Mein heißer Tipp: Starte alles neue immer vom Boden aus. Wenn du eine neue Aufgabe hast - auch wenn sie später reitehrlich umgesetzt werden soll - ist es superhilfreich, wenn du das Ganze vom Boden aus startest. Denn da sieht dein Pferd deine Körpersprache und kann viel leichter verstehen, was du ihm beibringen willst.
Was bedeutet das für meine Woche: Wenn ich so eine Trainingsidee haben, dann baue ich sie an jede normale „Bewegungsrunde“ an oder mit ein und an den ersten Tagen mache ich auch nur das und sonst nichts anderes. Dann kann ein „Training“ auch mal nur 5 Minuten dauern, wenn das Pferd toll reagiert. Denn Lernen lebt von der Wiederholung und Routine. Motivation und Neugier lebt von der Abwechslung. Wenn du beides kombinierst, hast du gute Chancen auf ein freudig mitarbeitendes Pferd.
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Das Rezept: Wenn wir mehr geben, bekommen wir mehr zurück.
Seitdem ich Erwartungen beiseite gelegt habe und meinen Pferden viel mehr so oft ich kann die pure Freude zeige - die sie mir allein durch ihre Anwesenheit bereiten - bekomme ich mehr Brummeln, Schnauben und ein zugewandtes Ohr als je zuvor.
Seitdem ich meinen Pferden und mir mehr Gelassenheit schenke wenn wir zusammen sind, bekomme ich mehr Aufmerksamkeit zurück.
Seitdem ich meinem Pferd das gute Gefühl schenke, das ich weiß, was ich tue, bekomme ich mehr Vertrauen und Sicherheit zurück.
Das Rezept lautet also:
✔️ Vertrauen gegen Vertrauen
Ich könnte diese Liste ewig weiterführen.
Was ich damit sagen will: Wenn wir unseren Pferden positive Gefühle, Souveränität und Geduld schenken, schenken sie uns das, was wir uns letztlich von ihnen wünschen: Vertrauen, Motivation, Sicherheit und Bindung.
Da gilt dann erst einmal Ursachensuche statt Symptombekämpfung und je nach Ursache auch mal "Tonfall gegen Tonfall" – also so wie dein Pferd mit dir redet, kannst du ruhig auch mit deinem Pferd reden – aber ohne Wut und Frust.
Ich weiß, dass ist schwer manchmal – aber Wut und Frust bringen euch nicht weiter. Ich meine damit einfach nur, dass du das alles mit Gelassenheit und einem Lächeln tun kannst, statt mit einem Stirnrunzeln oder einem strengen Blick. Das hilft ungemein.
Und dass du deinem Pferd auch ab und an seinen Willen schenken darfst – dann wenn es gerade zum Beispiel eine Pause braucht oder einen besonders unruhigen Tag hat. Dann kannst du deinem Pferd zuhören, ihm in die Augen sehen und zum Beispiel deine Pläne für den Tag ändern.
💖 Du schenkst dem Pferd damit die Gewissheit, dass es sich auf dich verlassen kann. Dass du nichts verlangst, was es nicht leisten kann – sei es in diesem Moment oder an diesem Tag. Dass du seine Bedürfnisse im Blick hast. Und dafür wird dein Pferd dir nach und nach auch seine Motivation und Freude schenken.
Manchmal kannst du deinem Pferd auch Regeln schenken oder Fürsorge im Training. Weil du zum Beispiel die gymnastizierenden Übungen einforderst, auch wenn es sie anfangs schwer findet. In kleinen Schritten, Stück für Stück. Weil es dann nach und nach merken wird, wie gut diese Übungen seinem Körper tun.
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