Pferdeflüsterei TO GO! Für Pferdemenschen mit Herz

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Pferdeflüsterei TO GO! Für Pferdemenschen mit Herz episodes

  • Facts zur Sattelsuche!
    Was es gibt und was bei mir (DOCH NICHT) im Stallschrank gelandet ist

    UPDATE (2022): Mein Sattel zum Zeitpunkt der Podcast Aufnahme war vom Signum Sattelservice - das Modell Lotus. Leider ist auch dieser Sattel immer wiede rgerutscht, weshalb ich ihn zurückgegeben habe.

    Mitterlweile reite ich viel mit Reitpad und nutze einen Sattel mit Gelunterlage für die seltenen Reiteinheiten.

    Ich lasse den Podcast trotzdem Online, weil einige Fakten immer noch korrekt sind und ich denke, dass wir aus der Entwicklung und den Erfahrungen der anderen lernen können.

    Als Sattelgurt habe ich immer noch meinen Filzgurt von Horsegear und Kieffer - beides bekommst du bei uns im Shop

    🚀 Wenn du immer aktuell Uptodate sein willst, lernen willst feiner zu Reiten, eine Trainerin an deiner Seite haben willst, der du immer deine Fragen stellen kannst und eine echte Formel für dich und dein Pferd, dann komm gerne in unseren ReitCLUB auf Skool.

    Wir tauschen uns intensiv aus und du findest unsere grossen Kurse und Schritt-für-Schritt-Programm für eine gute Retausbildung deines Pferdes, gesunderhaltende Lektionen und einen feinen Reitersitz. Mit Erklärungen und Bildern, die WIRKLICH Sinn machen.

    Für ein gesundes Reitpferd an deiner Seite und Training, das ohne Druck, Dominanz oder Gewalt funktioniert.

    ✔️ Im Alltag einfach integrierbar - trotz wenig Zeit - weil snackable und entspannt gestaltet

    ✔️ Schritt für Schritt Anleitungen
    ✔️ Unterstützung auf deinem Weg zu einem sanften Pferdemenschen

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    15 min
  • Wie gefährlich ist Reiten wirklich?
    Tipps für mehr Sicherheit beim Reiten

    5 Punkte für mehr Sicherheit beim Reiten

    Eine kurze Zusammenfassung der Sicherheits-Punkte mit Pferden. Es gibt übrigens unzählige Artikel zu dem Thema und sehr viele Facetten zu dem Thema, die alle grob geschrieben auf fünf Punkte hinauslaufen:

    1. Sorge dafür, dass dein Pferd gut ausgebildet ist

    2. Sei klar, sicher und ruhig in allen Lebenslagen

    3. Du sollest wissen, was du tust und Pferde lesen lernen

    4. Schnapp dir gut sitzende Ausrüstung für dich und dein Pferd

    5. Sorge dafür dass das Pferd artgerecht gehalten wird und das Equipment passt

    6. Die grösste Sicherheit gibt dir aber eine gute und fundierte Ausbildung deines Pferdes und ein Miteinander, das fein und liebevoll ist.

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      11 min
    7. Wie du deinem Pferd das Leben schöner machen kannst
      4 praktische Beispiele für einen freundlichen Umgang mit dem „Nein“ deines Pferdes

      Vier Beispiele für einen fairen Umgang mit dem „Nein“ deines Pferdes:

      1. Thema Hufe: Ich habe mit Balance Pads trainiert und den Huf erst einmal nicht besonders hoch gehoben beim Kratzen. Parallel habe ich immer die gleiche Reihenfolge gewählt, um Erwartbarkeit und Routine zu schaffen, habe genau darauf geachtet bei welchen Beinen es ihr besonders schwer fiel und mich da erstens besonders beeilt und zweitens ein Leckerli gegeben, wenn sie sich bemüht hat. Wenn es geklappt hat, habe ich mich bedankt – wenn es nicht geklappt hat, habe ich einfach neu angesetzt und nicht verärgert reagiert

      2. Thema Bürsten: Ich habe eine spezielle Bürstentechnik entwickelt, nachdem ich verschiedenstes ausprobiert habe. Wie mein „Bürsten-Zen“ genau geht, habe ich dir HIER im Artikel beschrieben. (https://www.pferdefluesterei.de/probleme-mit-pferden-loesen/) Letztlich war das „Trial and Error“, solange bis ich eine Variante gefunden hatte, die ihr das Bürsten wieder angenehm gemacht hat.

      3. Thema Sattel: Da mein Pferd leider einen Sattelzwang hatte, war das eine längere Geschichte, aber auch das habe ich mit viel Geduld, Liebe und Leckerli hinbekommen. Heute darf ich sie in aller Regel ohne Probleme satteln und gurten – wie ich das Schritt für Schritt gemacht habe, kannst du HIER nachlesen (https://www.pferdefluesterei.de/problemtraining-mit-pferden)

      4. Trippeln beim Reiten: Wenn mein Pferd trippelt beim Reiten, sagt sie mir damit Unwohlgefühle an.Da reichen wenige Schritte und ich weiß Bescheid. Entgegen aller Ratschläge steige ich dann ab. Denn der Körper meines Pferde gehört ihr und ich will nicht über ihre Kräfte oder Unwohlsein hinwegtrainieren. Meine Stute hat einfach Tage an denen sie offenbar empfindlicher ist beim Reiten. Das konnten wir zum einen mit einem wirklich gut passenden und dicke gepolsterten Maßsattel enorm verbessern und minimieren. Dazu habe ich verschiedene Gurte ausprobiert, bis ich einen Gurt gefunden habe, mit dem sie sich gerne gurten lässt und auch gerne Reiten lässt. Wenn sie nach einer längeren Reitrunde anfängt zu trippeln, dann steige ich ab. Manchmal ist sie einfach noch nicht „warm“ genug. Als Quarter hat sie sehr feste Muskeln, also gehe ich an solchen Tagen locker eine Stunde spazieren, bevor ich reite. Fast immer ist das dann okay für sie und sie trägt mich mit gespitzten Ohren und freudigem Gesichtsausdruck weiter.

      5. 🚀 Wenn du mehr dazu willst, wirklich einsteigen und dein Pferdetraining noch mehr zum Positiven verändern willst, dann komm gerne in meine Horsemindshift Community auf Skool.

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        9 min
      6. Ist Reiten Pferdefreundlich?
        Warum Reiten keine Selbstverständlichkeit ist und wie du es schön für dein Pferd machen kannst

        Meine FAVs beim Reiten:

        Ich LIEBE meine Zügel – hier anschauen

        Dazu mein Reitpad - hier anschauen

        Mein liebster Zaum - hier anschauen

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        13 min
      7. Wenn das Pferd reden darf
        Ein Podcast aus dem Blickwinkel eines Pferdes

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        11 min
      8. Zauberwaffe Bodenarbeit
        Warum sie der perfekte Klebstoff ist, der dich und dein Pferd zusammenhält

        Bodenarbeit ist leider ein oft vernachlässigter Punkt im Pferdealltag, der dir und deinem Pferd aber enorm in allem weiterhelfen kann, was ihr erreichen wollt.

        Deine Ausrüstungsliste für den Einstieg:

        Deswegen verlinke ich dir einfach alles:

        1. Stallhalfter - hier anschauen
        2. Führstrick - hier anschauen
        3. Kappzaum - hier anschauen
        4. Doppellonge - hier anschauen
        5. Longiergurt - hier anschauen
        6. Leckerli - hier anschauen
        7. Knotenloses Knoti - hier anschauen
        8. Zügel - hier anschauen
        9. EIN BILD:

          • Stell dir vor du bist dein Pferd.
          • Jemand sitzt auf deinem Rücken.
          • Du kannst seine Körpersprache weder sehen noch kannst du die Emotionen auf seinem Gesicht lesen.
          • Er sitzt ja auf deinem Rücken.
          • Derjenige spricht eine fremde Sprache.
          • Du verstehst also kein Wort.
          • Und dann sollst du irgendwelche Dinge tun.
          • Du hast aber keine Ahnung, was derjenige eigentlich möchte.
          • Jetzt mal ehrlich: Es würde dir doch wesentlich leichter fallen, wenn derjenige erstmal neben dir laufen und dir alles mit Gesten und Händen und Füßen Schritt für Schritt erklären würde. Dann würdest du doch sicherlich viel besser verstehen, was gemeint ist. Auch wenn derjenige dann wieder auf dir sitzt. Weil du dann ja viel besser weißt, was es bedeutet, wenn die Gerte rechts oder links an deine Schulter tippt oder sich die Hand leicht anhebt.

            Ein BEISPIEL für alle Jungpferdebesitzer: Zügelhilfen vom Boden aus! Kannst du auch immer wieder beim Spazierengehen einbauen und üben:

            Die Regeln sind einfach:

            • Zügel anlegen rechts und öffnen der Zügel links = nach links weichen
            • Zügel anlegen links und öffnen der Zügel nach rechts = nach rechts weichen
            • Leichtes Zupfen der Zügel nach hinten und ein Stimmsignal = Stehen bleiben
            • Leichtes Zupfen der Zügel nach hinten-oben und ein zurücklehnen meines Körpers = Rückwärts gehen
            • Leichtes wackeln mit den Zügeln und ein vorlehnen meines Körpers + Stimmsignal = loslaufen
            • Alles immer erst mit Bodenarbeit

              Zuerst musst du die einzelnen Signale vorbereiten. Dein Pferd muss wissen, was die Stimmsignale bedeuteten, es muss das Rückwärtstreten auf Aufforderung genauso kennen, wie das Anhalten und loslaufen. Auch das Weichen auf ein Anlegen der Gerte am Hals muss es kennen. Dabei liegt die Gerte immer so am Hals bei den vorbereitenden Trainingsrunden, wie später auch der Zügel. Also in einem Winkel zwischen Pferdemaul und Widerrist in etwa. Sie simuliert sozusagen den Zügel.

              Wenn die Basis sitzt, kannst du einen Schritt weitergehen und an den Zügelhilfen vom Boden aus arbeiten – dafür nehme ich momentan den Kappzaum und dann auch manchmal das Halfter, wenn ich nach einem Spaziergang eine kleine Runde trainieren möchte.

              Oh und ganz wichtig vorab – bitte nicht verzweifeln, wenn du erstmal ein Zügel und Gerten und Handkuddelmuddel hast. Das ist einfach ganz schön viel Zeug, dass da koordiniert werden will. Mich hat das erst einmal irre gemacht. Nimm dir also Zeit und fuddel dich, das Pferd und die Zügel immer wieder zwischendurch zurecht.

              1. Nimm die Zügel in die Hände – rechts und links – und die Gerte in die Hand, die sich auf der inneren Seite befindet.

              2. Anfangs verstärkst du das Zügelsignal immer mit den üblichen Signalen, die du schon bei der Bodenarbeit etabliert hast. Zum Beispiel ein Anschnalzen und Tippen der Gerte zum Loslaufen – dazu kommt jetzt noch das dazugehörige Zügelsignal.

              3. Genauso beim Stehen bleiben und Rückwärts gehen.

              4. Wenn du willst dass dein Pferd weicht, dann legst du den Zügel auf der einen Seite an und öffnest auf der anderen Seite. Wenn das noch nicht ausreicht – tippst du ganz leicht mit der Gerte auf der Seite, auf der der Zügel anliegt. So kannst du das Signal verstärken und dein Pferd wird nach und nach verstehen, was du möchtest und was der Zügel bedeutet. Irgendwann wirst du die Gerte nicht mehr brauchen.

              5. Und bitte nicht verzweifeln, wenn du dir wie ein Idiot vorkommen solltest und dich vielleicht fragst, warum du nicht 10 Hände hast. Die Zügel und die Gerte zu koordinieren finde ich wirklich schwierig, das ist am Anfang alles ein bisschen wabbelig und ich muss mich auch öfter neu sortieren. Aber das ist in Ordnung. Mit jedem Mal wird es ein bisschen besser werden. Ich kann es dir versprechen. Weil du dich besser koordinieren kannst und weil dein Pferd immer besser verstehen wird, was du möchtest.

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                9 min
              6. Das eigene Pferd
                Zwei Geschichten und Gedanken zum Thema Pferdekauf

                Nadja kannst du hier auschecken: www.verstehepferde.de

                STICHWORT Haftpflicht - Empfehlung: Haftpflichthelden:

                Reitest du auch mal ohne Sattel? Oder gehst mit Halfter ins Gelände spazieren? Dann habe ich eine supercoole Haftpflicht für dich - denn das alles wird von den wenigsten Mitversichert…Von meiner schon!

                Ich bin ab jetzt "Heldin" bei den Haftpflicht-Helden: supersympathisch, superjung und extrem engagiert: Eine Pferdehaftpflicht, die auch Reiten ohne Sattel und mit Halsring versichert - ist das MEGA oder MEGA?

                Wen einer von euch auch wechseln will (geht ab sofort, die übernehmen die Kündigung bei der alten Versicherung und Vertrag mit Kosten läuft erst ab Ablauf des alten Vertrags) - gebt meinen "Heldencode" an - dann spart ihr Geld beim Jahresbetrag

                HELDENCODE: 3PE86

                und ich auch :-)))))

                https://helden.de/pferdehaftpflicht/

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                50 min
              7. 7 Tage Training! Ich nehme dich mit in meine Woche mit dem Pferd
                Eine Woche konkrete Trainingstipps für dich und dein Pferd

                7 Tage Training: Was du mit deinem Pferd in einer Woche alles machen kannst

                Ich nehme dich einfach Tag für Tag mit in eine Alltagswoche ohne spezielle Besonderheiten. Denn tatsächlich ist jede Woche bei meinem Pferd und mir anders. Manchmal habe ich Trainingsziele, die ich dann kontinuierlicher verfolge, oft bauen wir einfach einen Bewegungsplan, um in Routine zu bleiben und manchmal habe ich einen Plan und kann ihn aber nur zu 60% umsetzen, weil meine Stute einen anderen Plan von unserer gemeinsamen Zeit hat. Da mein Pferd mitsprechen darf, macht sie das auch und erzählt mir immer sehr direkt, wie ihre Stimmung aktuell ist. Danach richtet sich dann auch, was wir machen.

                Ich nehme dich jetzt mit in eine ganz normale klassische „Bewegungswoche“ ohne größere frische Ziele und nehme jeden Tag für dich auf, was mein Pferd und ich an diesem Tag gemacht haben.

                Du bekommst also den Einblick in eine ganz entspannte alltägliche Woche von meinem Pferd und mir, die du dir schnappen, anpassen und verändern kannst, wenn du gerade Inspiration suchst.

                HIER NOCH EINE AUSRÜSTUNGSLISTE mit allem, was du für „meine“ Woche brauchst und danach natürlich supergut ständig verwenden kannst. Vielleicht hast du manches schon - vielleicht nicht. Deswegen verlinke ich dir einfach alles:

                1. Stallhalfter - hier anschauen
                2. Führstrick - hier anschauen
                3. Kappzaum - hier anschauen
                4. Doppellonge - hier anschauen
                5. Longiergurt - hier anschauen
                6. Leckerli - hier anschauen
                7. Knotenloses Knoti - hier anschauen
                8. Zügel - hier anschauen
                9. Balance Pads - hier anschauen
                10. Hier noch der Link zur Schritt für Schritt Anleitung für den Trick „SMILE“:

                  **1 Woche mit dem Pferd

                  **
                  Heute ist Montag - unsere gemeinsame Woche startet und ich protokolliere dir mit.

                  Natürlich gilt auch: Mache nur alles nach soweit du das mit deinem Pferd auch schon beherrschst. Wenn nicht, dann schnapp dir die Übungen und trainiere erst einmal Schritt für Schritt daran und setze sie dann am Stück um.

                  Für jeden einzelnen Tag gilt auch: Für das Hallo, die Fellpflege und das Tschüss nehme ich mir viel Zeit. Ich gehe zu meinem Pferd, begrüße sie indem ich ihr die Hand hinhalte und strecke ihr das Halfter hin. Bleibt sie stehen, ziehe ich den Trainingsplan durch beziehungsweise starte den Trainingsplan. Dreht sie sich weg, gebe ich ihr noch etwas Zeit und frage nochmal. Will sie dann immer noch nicht, mache ich auch einfach mal nur eine Pause.

                  • Zu unserem „Hallo“ findest du hier einen Artikel
                  • Zur „Fellpflege“ findest du HIER einen Part in dem Artikel
                  • Das „Tschüss“ ist nahezu immer verbunden mit ausgiebigem Kratzen und Kraulen, dabei parkt meine Stute sich in aller Regel genau dort ein oder zeigt mit ihrem Maul, wo sie gekratzt werden möchte
                  • Genug mit den allgemeinen Gedanken - jetzt geht es los mit meiner Woche:

                    MONTAG: SPAZIERGANG mit Trainingseffekt! Du brauchst auf jeden Fall ein bisschen Kondition, wenn du meinen Montag nachmachen möchtest oder du setzt dich auf dein Pferd und machst das Ganze vom Sattel aus. Denn ich war heute mit meinem Pferd eine Stunde spazieren. Das klingt soweit nicht wirklich anstrengend, aber ich habe Gangartenwechsel und Tempiwechsel in den Gangarten eingebaut.

                    Wir sind also in die Natur spazieren gegangen:

                    1. Für diese Runde brauchst du ein Stallhalfter, eine Gerte und einen Führstrick - mehr nicht. Die Gerte ist nicht zum „Schlagen“ da, sondern als Verlängerung deines Armes. So kannst du deine Körpersprache verdeutlichen, wenn du Tempiwechsel möchtest.
                    2. Etwa 10 Minuten Schritt zum ersten Aufwärmen
                    3. In den folgenden 10 Minuten habe ich meine Stute gebeten mit mir abwechselnd einen schnellen, einen sehr schnellen und dann wieder einen langsamen und noch langsameren Schritt zu gehen - diese Tempiwechsel habe ich immer nach ein paar Schritten variiert.
                    4. Das ist nicht nur gut für die Lockerung, sondern auch für die Kommunikation. Mein Pferd soll dabei nämlich immer so mitlaufen, dass ich die ganze Zeit in etwa auf Schulterhöhe des Pferdes bin. <— das ist meine favorisierte Führposition
                    5. Dann bin ich 10 Minuten in den Trab gegangen - ein lockerer langsamer Trab an der Hand.
                    6. Anschließend gab es 5 Minuten Schritt zum Durchatmen - für mich ;-) Nicht für das Pferd..sie hätte weiterlaufen können
                    7. Dann sind wir weitere 10 Minuten im Trab gelaufen - diesmal allerdings wieder mit Tempiwechseln - genau wie im Schritt
                    8. Anschließend gab es wieder 5 Minuten Schrittpause für mich
                    9. Jetzt wurde es rasant - meine Stute ist aus dem Schritt an der Hand angaloppiert und mit mir ein paar Minuten im Galopp an der Hand gelaufen - das bedeutet aber, dass ich eher Rennen als Joggen muss schnauf Ich klinge dann immer wie eine Dampflokomotive, die auf dem letzten Loch pfeift ;-)
                    10. Zum Schluss sind wir noch 5 bis 10 Minuten in einem flotten, aber gemütlichen Schritt nach Hause gegangen
                    11. DIENSTAG: SPAZIERGANG in KOMBINATION MIT PLATZARBEIT

                      Ich gehe unglaublich gerne spazieren, um mein Pferd aufzuwärmen. Das macht uns beiden deutlich mehr Spaß als uns im Platz 10 Minuten auf der Spur zu bewegen. Wir werden dabei frischer und zufriedener. Dafür habe ich verschiedene „Runden“ - die ich je nach Zeit und Dauer des Spaziergangs nehme.

                      1. Für diese Runde brauchst du einen Kappzaum - im Idealfall hat er einen Halfterring, dann kannst du switchen. Ansonsten kannst du erst das Stallhalfter für den Spaziergang nehmen und dann am Platz umschnallen.
                      2. Wir sind die kleine Spazierrunde gegangen zum Aufwärmen - das sind etwa 25 Minuten - das Ganze in einem flotten Schritt. Ab und an musste ich meine Stute mit einem Fingerzeig oder einem leisen Schnalzen darum bitten etwas flotter zu laufen. Außerdem habe ich ihr an ihrer Lieblingsgrasstelle 5 Minuten Grasen gegönnt.
                      3. Dafür bleibe ich stehen und zeige dann Richtung Boden - damit weiß meine Stute (meistens), wann grasen angesagt ist und wann nicht. Denn ich möchte, dass mein Pferd auswärts grasen darf, aber ich möchte auch nicht bei jedem Grasstück diskutieren müssen
                      4. Auf dem Platz durfte meine Stute noch auf jeder Hand etwa 10 Minuten traben - ich bitte sie dabei immer wieder nicht auf die innere Schulter zu fallen (das ist ihre Spezialität), frage immer wieder Stellung an (das ist so gar nicht ihre Spezialität) und bitte sie durch ein Schnalzen oder einen Fingerzeig beim Abfußen des inneren hinteren Beines etwas mehr unterzutreten. Lässt sie den Kopf „fallen“ oder wird locker im Rücken lobe ich sie wie BOLLE. Ich weiß nicht, welche Baustelle dein Pferd hat. Meine Stute ist ein klassischer Quarter mit sehr festen Muskeln, kurzem Rücken, dickem Muskelpopo und kurzem Hals. Alles was mit Gymnastizierung zu tun hat, fällt ihr unglaublich schwer.
                      5. For the Record: Ich laufe dabei immer mit. Ich stehe selten in der Mitte und longiere an der langen Leine.
                      6. Zum Schluss sind wir heute noch an das Lieblingsthema von uns beiden….noooot! Die Gymnastizierung. Wir haben sie ja schon ein bisschen an der langen Leine im Trab gestartet. Dabei habe ich mir angeschaut, wie locker und biegsam meine Stute heute laufen konnte. Es giiiiing so - entsprechend passe ich meine Vorstellungen und Wünsche in Sachen Gymnastizierung an und bin an solchen Tagen schon mit weniger „schönen“ Biegungen happy.
                      7. Schritt 1: Eine lange Bahn Schulterherein! Wir machen 3-4 einigermaßen schöne Schritte im Schulterherein und laufen dann wieder 2-3 Schritte locker geradeaus. Dann wieder 3-4 schöne Schritte Schulterherein. Einmal die lange Bahn entlang.
                      8. Schritt 2: Die kurze Bahn lasse ich mein Pferd an schlechten Tagen einfach locker am losgelassenen „Handarbeitsseilchen“ laufen - an sehr guten Tage frage ich ein bisschen Stellung an.
                      9. Schritt 3: Eine lange Bahn Kruppeherein! Wir machen 3-4 einigermaßen schöne Schritte im Kruppeherein und laufen dann wieder 2-3 Schritte locker geradeaus. Dann wieder 3-4 schöne Schritte Kruppeherein. Einmal die lange Bahn entlang.
                      10. Schritt 4: Die kurze Bahn lasse ich mein Pferd an schlechten Tagen einfach locker am losgelassenen „Handarbeitsseilchen“ laufen - an sehr guten Tage frage ich ein bisschen Stellung an.
                      11. Oft würde ich mich dann noch an einer Traversale probieren, aber weil heute ein schlechterer Tag war, wiederhole ich meine Badennummer noch 1-2x so und lasse es damit gut sein.
                      12. MITTWOCH: BALANCE PADS und POWERWALK

                        1. Für diese Runde brauchst du Balance Pads, dein Halfter und einen Strick - ich nehme besonders gerne mein knotenloses Knotenhalfter oder mein Sidepullknoti
                        2. Meine Stute darf in regelmäßigen Abständen auf die Balance Pads. Gerade weil sie gestern nicht sooooo biegsam war, gönne ich ihr heute eine Runde auf den Balance Pads. Das sind megageniale TEILE! Wenn du mehr dazu erfahren willst, check mal die älteren Podcasts - weil: da gibts ein Interview miT Anke Recktenwald dazu.
                        3. Wie lange und auf welchem Bein mein Pferd stehen möchte, ändert sich oft von Session zu Session. Ich gehe also erst zum Vorderbein und frage, ob sie das heben möchte. Nein…okay, dann das nächste Vorderbein? Nein! …okay… Dann das Hinterbein? Ja? Ja! Alles klar! Ich stelle also meine Stute auf das Hinterbein und frage jetzt erst noch das andere Hinterbein und dann nochmal beide Vorderbeine. Diesmal sagt sie zum diagonal liegenden Vorderbein „ja“.
                        4. Heute stand sie gute 15 Minuten auf den Pads, mit leicht geschlossenen Augen. Anschließend hat sie abgekaut. Dann ist sie von den Pads runter und hat mich mit ihren schönen Augen angeschaut: Was machen wir jetzt?
                        5. Wir gehen auf einen Powerwalk!
                        6. Was das heißt? Etwa 1,5 Stunden im flotten Schritt durchs Gelände - teilweise reitend, teilweise als Spaziergang neben dem Pferd
                        7. Zweimal bin ich für etwa 15 Minuten auf dem Rücken - allerdings erst nachdem wir uns mindestens 40 Minuten im Schritt warm gemacht haben.
                        8. Auf etwa halber Strecke ist ein wunderschöner Baumstamm, der sich genitalgut zum Aufsteigen eignet - der Reithelm ist am Pad befestigt und das Sidepullknoti hat zwei schöne Ringe für die Zügel.
                        9. Wir standen also kurz - ich habe meine Stute gebeten am Baumstamm einzuparken. Wir mussten das heute zweimal wiederholen, weil sie das im Gelände manchmal noch nicht so sicher macht und dann durfte ich aufsteigen.
                        10. DONNERSTAG: DOPPELLONGE? ….war zumindest der Plan

                          Ich weiß nicht, ob du das auch kennst, aber mein Pferd hat bestimmte Uhrzeiten in ihrem Tagesplan, die sie besonders gerne für das Training reserviert. Komme ich zu anderen Uhrzeiten, kann es sein, dass ich nicht so begeistert begrüßt werde. Heute kam ich erst später zum Pferd.

                          Ich habe den Longiergurt, den Kappzaum und die Longen bereitgelegt und bin zu meiner Stute. Ihr Kopf ging hoch, sie hat mich begrüßt…ich denke noch: Cool! Hebe das Halfter hoch und sie dreht sich einen Schritt weg. Ich senke wieder das Halfter, sie kommt her. Ich hebe das Halfter wieder. Sie dreht sich zwei Schritte weg. Okay, das war deutlich!

                          An dieser Stelle muss ich sagen: wenn du ein Pferd haben willst, das mit dir kommuniziert und wenn du einen Dialog mit deinem Pferd haben möchtest, musst du damit leben, dass auch dein Pferd manchmal spricht und etwas anderes sagt als du vielleicht an diesem tag hören willst.

                          Zurück zum Donnerstag. Mein Pferd hat also gesagt: Gerade nicht, ich will lieber etwas anderes machen.

                          Deswegen mache ich den Donnerstagsplan kurz: Ich habe das Halfter über meine Schulter gehängt, mich neben mein Pferd gestellt, den Popo gekratzt, die Schulter gekratzt und bin dann wieder gegangen.

                          FREITAG: DOPPELLONGE?

                          Ich habe den Longiergurt, den Kappzaum und die Longen bereitgelegt und bin zu meiner Stute. Ihr Kopf ging hoch, sie hat mich begrüßt…ich denke: Cool! Ich hebe das Halfter und sie bleibt freundlich neben mir stehen. Yess! Heute bekomme ich ein JA!

                          1. Du brauchst also einen Longiergurt, einen Kappzaum, und eine Doppellonge
                          2. Heute sind wir direkt auf den Platz - da wir die Doppellonge noch nicht schon seit Jahren praktizieren, wird es eine kurze Einheit
                          3. Ich habe mir vorher in der Mitte der Bahn drei Pylonen in eine Reihe gestellt, außerdem zwei Trabstangen auf der äußeren Hufspur gelegt und ein Gassendreieck auf der anderen Seite des Platzes - warum das alles?
                          4. Die Trabstangen sind klar, oder? Stangenarbeit ist MEGA für den Rücken und hilft meiner etwas steifen Stute dabei die Beine besser zu heben.
                          5. Das Gassendreieck? Das kannst du super zwischendurch nutzen - für Schrittphasen und dein Pferd immer mal wieder drüber schicken und dazwischen Volten gehen lassen
                          6. Die Pylonen sind eine kleine Challenge für unsere „Lenkhilfen“ - ich gehe beispielsweise Schlangenlinien oder bitte meine Stute bei der letzten Pylone die Gangart zu wechseln
                          7. Wir gehen erst 20 Minuten im Schritt - 10 Minuten auf jeder Hand. Alles natürlich an der Doppellonge. Läuft super! Dabei nutzen wir immer mal wieder das Gassendreieck.
                          8. Dann geht es 5 Minuten im Trab auf jeder Hand - die Doppellonge führt an der Außenseite über ihre Kniekehlen zu mir und sie bewegt sich im Kreis um mich herum. Dabei nutzen wir immer mal wieder das Gassendreieck und die Trabstangen. Ich bekomme mehrfach abschnauben! Wohoooo! Eines meiner Lieblingsgeräusche, gerade im Trab. Weil meine Stute sich anfangs ewig im Trab verspannt hat, ist das für mich der 6er im Lotto, das ich das Abschrauben mittlerweile in fast jeder Session bekomme. Aber genug von meiner Freude. Was ist noch wichtig für dich zu wissen: Ich laufe aber viel mit, damit sie nicht zu kleine Kreise machen muss. Weil meine Stute die Leinen manchmal noch ein bisschen Spooky um ihre Kniekehlen findet, machen wir den Handwechsel immer im Schritt.
                          9. Wir gehen noch zwei Runden im Galopp auf jeder Hand. Da muss ich aber immer wieder an den Galopp erinnern heute. Madame Pferd will nicht so recht rennen…
                          10. Zum Schluss nehme ich mir noch 10 Minuten und laufe hinter dem Pferd mit - ich nenne es liebevoll die „Kutscherposition“ - jetzt geht es an die Schlangenlinien an den Pylonen, wir gehen zusammen über das Gassendreieck und nehmen nochmal die Stangen im Trab zwischen durch
                          11. Zum Schluss gehen wir noch 3-4 Runden im Schritt zum abkühlen
                          12. Als Goodie gehts noch 10 Minuten Grasen mit dem Pferd auf einer kleinen Grasfläche neben dem Reitplatz
                          13. SAMSTAG: HEUTE WILL ICH NICHTS TAG

                            Ich versuche immer mindestens einen Tag pro Woche einfach nichts zu wollen und nur mit meinem Pferd zu sein. Bevor mein Pferd so dick war, wie leider aktuell, habe ich auch locker zwei Tage so eingeschoben. Diese Woche ist das auch so, weil sie am Donnerstag so deutlich eine Pause wollte.

                            Damit ich aber nicht immer mit einem Halfter und dem Trainingswunsch komme, sondern einfach auch mal nur der Partner bin, der chillt und herumsteht, gibt es trotzdem einen „Nichts-Tun-Tag“.

                            Wie sieht das aus?

                            1. Ich gehe zu meinem Pferd
                            2. Ich sage freundlich Hallo
                            3. Ich stelle mich daneben und starre in die Ferne
                            4. Wenn sie gekratzt werden will und einparkt oder mir Stellen zeigt, dann mache ich das
                            5. Wenn sie Fressen will, sitze ich einfach daneben
                            6. Wenn sie herumstehen will, dann stelle ich mich dazu
                            7. Irgendwann gehe entweder ich - weil ich los muss - oder sie, weil sie mit der Herde agieren will
                            8. Fertig!
                            9. SONNTAG: Hoffentlich SPIELTAG!

                              Zwischendurch nutze ich gerne den leeren Reitplatz zur Freiarbeit. Das kann ich aber NIE planen, weil ich vorher NIE weiß, ob der Platz wirklich leer und frei ist. Freiarbeit ist bei uns keine richtige Dressur, sondern eher ein Spiel oder eine Kommunikation in Verbindung mit ein bisschen Freiheitsdressur.

                              Deswegen ist mein Plan B: Kondition und Ausdauer an der Longe! Das sähe dann so aus, dass ich mit Madame 15 Minuten Schritt an jeder Hand auf dem Platz trainiere. Anschließend 10 Minuten Trab an jeder Hand. Anschließend mindestens 5-10 Minuten Galopp an jeder Hand - danach noch eine kleine 10 Minuten Spaziergangsrunde im Schritt zum abkühlen. Während des Longierend würde ich sie immer wieder bitten nicht auf die innere Schulter zu fallen und die Hinterhand schön aktiv nach vorne zu heben. Das klappt mehr oder weniger gut ;-) Wir sind noch in einem Prozess.

                              Aber zurück zum Sonntag. Ich habe Glück - der Reitplatz ist leer. Ich schnappe mir also das Pferd, das heute brummelnd Richtung Gatter läuft. Der Kuscheltag war definitiv eine gute „Trainingseinheit“ ;-)

                              1. Du brauchst dafür dein Pferd, Leckerli und ein bisschen Kommunikationsübung mit deinem Pferd. Wenn du das noch gar nicht gemacht hast, kannst du erst einmal dein Führtraining intensivieren, dann das Ganze auch mal nur mit einem Halsring üben und dann nach und nach auch ohne versuchen
                              2. Mein Pferd und ich gehen auf den Platz und ich schließe das Band. Weil es bei uns sehr dünn ist und wir keinen großen Zaun haben, stelle ich noch drei Pylonen unter das Band, damit mein Pferd den Eingang sieht und nicht für einen Weg hält.
                              3. Ich lasse sie los und schnalze um zu sehen, welche Stimmung sie gerade hat.
                              4. Heute hat sie Energie und läuft erst einmal quiekend und buckelnd los, dann mache ich ein langgezogenes Küsschengeräusch, mache mich kleiner und laufe ein paar Schritte Rückwärts - unser Signal dafür, dass sie herkommen soll. Sie quiekt und bockt weiter… ;-)
                              5. Also springe ich zu ihr und renne mit ihr mit - ich fordere sie zu einem Wettrennen an der langen Seite der Bahn auf und wir „galoppieren“ um die Wette. Rate, wer gewinnt ;-)
                              6. 6.Ich frage sie wieder, ob sie zu mir kommen möchte. Sie schüttelt den Kopf und ich schnalze und springe in die andere Richtung - wir galoppieren wieder um die Wette.
                              7. Sie bleibt stehen und ich gebe ihr das Signal zum Traben - zweifaches Schnalzen schnell hintereinander - und sie trabt drei Runden schön im Kreis um mich herum
                              8. Ich frage wieder ob sie kommen möchte - sie zögert kurz und trabt weiter
                              9. Also darf sie traben…
                              10. Ich mache mich klein und hocke im Sand - irgendwann spitzt sie die Ohren in meine Richtung, schnaubt ab und kommt zu mir
                              11. Leckerli und Lob
                              12. Anschließend fordere ich sie dazu auf im Schritt mit mir zu laufen, stehen zu bleiben und Rückwärts zu gehen. Wieder anzutreten.
                              13. Plötzlich drehe ich mich um und renne in die andere Richtung - sie wendet Quartermäßig rasant und rennt an mir vorbei. Wir Rennen nochmal um die Wette.
                              14. So in etwa geht das noch ein bisschen mit den verschiedenen Gangarten und Signalen - auch ein paar Runden Galopp im Kreis um mich herum und gemeinsame Wege im Schritt um den Platz.
                              15. Zum Schluss stehen wir in der Mitte und ich kraule sie. Sie flehmt und schaut mich an. Ich muss Lachen und gebe ihr ein Leckerli. Flehten = Smiley = Lieblingslektion. Sie fand wohl, dass sie sich ein Leckerli verdient hat ;-)
                              16. Wenn du übrigens wissen willst, wie ich Pferden das „Smile“ beibringen, dann findest du auf der Pferdeflüsterei eine SCHRITT FÜR SCHRITT ANLEITUNG - das verlinke ich dir in den Shownotes.

                                So! Das war unsere Woche - immer schön für dich mitrecordet. Jede Woche ist anders, aber so oder so ähnlich laufen ganz normale alltägliche Trainingswochen bei uns ab. Da ist viel Bodenarbeit dabei, weil ich meine Stute ja erst diesen Sommer richtig angeritten habe. Wir reiten maximal zweimal pro Woche. Aber das meiste davon kannst du auch reitend umsetzen.

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                                34 min
                              17. Strukturiertes Lernen mit dem Pferd: So gehts!
                                Wie du mit Geduld und Liebe neue Aufgaben mit deinem Pferd erarbeiten kannst

                                Wenn ich ein bestimmtes Ziel habe, dann gehe ich strukturiert vor und versuche natürlich eine gute Balance aus Wiederholung und Herausforderung zu finden, damit mein Pferd weder überfordert noch unterfordert wird. Pferde lieben Gewohnheiten und Wiederholung, um Routinen zu entwickeln. Gleichzeitig langweilen sie sich irgendwann, wenn du nichts Neues hinzufügst.

                                Dafür gebe ich dir noch ein praktisches Beispiel.

                                Für das Trainingsbeispiel diese Woche brauchst du NUR: 1 Stallhalfter - 1 Führstrick und eine Gerte.

                                Hier sind die beiden Schätzchen:

                                1. Stallhalfter - hier entdecken
                                2. Führstrick - hier entdecken
                                3. Das „grob beschriebene“ Vorgehen:

                                  1. Ich wärme mein Pferd mit einem Spaziergang auf
                                  2. Wenn ich reiten will, gehe ich mit Sattel spazieren und setze mich erst nach 10-30 Minuten Schritt auf den Rücken - das gilt im Winter zu 100%, im Sommer variiert die Dauer je nach Geschmeidigkeit meines Pferdes
                                  3. Dann gehe ich auf den Platz oder trainiere die Übung im Gelände - je nachdem was ich erarbeiten möchte
                                  4. Dann überlege ich mir das Ziel genau
                                  5. Ich mache mir vorher Gedanken, wie ich die zu erlernende Aufgabe in möglichst kleine Schritte herunterbrennen kann
                                  6. Ich bleibe mehrere Tage - mit kleinen Pausen für den Lerneffekt - an genau dieser Aufgabe dran
                                  7. Hier ist ein Beispiel für das Schrittweise erarbeiten - je nachdem wie clever dein Pferd und wie präzise deine Erklärungen sind, kann das Stunden, Tage oder Wochen dauern ;-) Gehe immer nur einen Schritt weiter, wenn der vorhergehende Schritt gut und routiniert klappt.

                                    Dann bist du genau zwischen Unterforderung und Überforderung und förderst dein Pferd.

                                    Rückwärts gehen vom Boden aus

                                    Mein heißer Tipp: Starte alles neue immer vom Boden aus. Wenn du eine neue Aufgabe hast - auch wenn sie später reitehrlich umgesetzt werden soll - ist es superhilfreich, wenn du das Ganze vom Boden aus startest. Denn da sieht dein Pferd deine Körpersprache und kann viel leichter verstehen, was du ihm beibringen willst.

                                    1. Ich stelle mich parallel neben mein Pferd und zeige meinem Pferd durch meine Körpersprache, was ich möchte: Ich ziehe den Bauchnabel ein und stelle mir vor wie ich an einem Faden leicht nach hinten gezogen werde
                                    2. Reagiert das Pferd nicht, dann gehe ich einen Schritt rückwärts
                                    3. Reagiert es nicht wedele ich leicht mit der Gerte vor der Nase
                                    4. Reagiert es darauf nicht zupfe ich am Strick - aber Richtung Brustmitte, damit ich das Pferd nicht ungewollt „zur Seite ziehe“
                                    5. Sobald das Pferd auch nur den Gedanken nach hinten denkt - du siehst es an seiner Muskelspannung und vielleicht auch einer leichten minimalen Gewichtsverlagerung nach hinten - lobe ich es mit Leckerli und meinem Leckerliwort „Keks“
                                    6. Sobald das Pferd versteht, dass es auf diese Körperbewegung und Gewichtsverlagerung meinerseits rückwärts soll, füge ich der Übung noch ein Signalwort hinzu, das ich mit dem Übungsschritt verbinde - im falle von Rückwärts nehme ich „ZU-RÜCK“ und verlagere mein Gewicht natürlich noch mit - gebe dem Pferd alle Hilfe in der gleichen Reihenfolge wie vorher, falls es auf die reine Gewichtsverlagerung noch nicht reagiert
                                    7. Auch hier gilt wieder: Sobald das Pferd auch nur mit einer Gewichtsverlagerung - also der richtigen Idee - reagiert, lobe ich es, gebe ein Leckerli und mache eine Pause
                                    8. Wenn das gut klappt, will ich nicht mehr nur die Gewichtsverlagerung, sondern den ganzen Schritt usw.
                                    9. Irgendwann belohne ich nicht mehr nur den ersten Schritt, sondern erst den zweiten Schritt, dann den dritten Schritt usw.
                                    10. Und schon hast du ein schönes Rückwärts - das du dann in Sattel über dein „Signalwort“ mitnehmen kannst.
                                    11. Wobei du auch da wieder mit deinen Hilfen von „vorne“ starten musst und anfangs die reine Gewichtsverlagerung belohnen musst - aber es wird schneller gehen, weil dein Pferd die Übung an sich schon kennt.
                                    12. Was bedeutet das für meine Woche: Wenn ich so eine Trainingsidee haben, dann baue ich sie an jede normale „Bewegungsrunde“ an oder mit ein und an den ersten Tagen mache ich auch nur das und sonst nichts anderes. Dann kann ein „Training“ auch mal nur 5 Minuten dauern, wenn das Pferd toll reagiert. Denn Lernen lebt von der Wiederholung und Routine. Motivation und Neugier lebt von der Abwechslung. Wenn du beides kombinierst, hast du gute Chancen auf ein freudig mitarbeitendes Pferd.

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                                    13. Feiner TRainieren und neu starten
                                      Wie du einen Neuanfang mit deinem Pferd starten kannst

                                      Das Rezept: Wenn wir mehr geben, bekommen wir mehr zurück.

                                      Seitdem ich Erwartungen beiseite gelegt habe und meinen Pferden viel mehr so oft ich kann die pure Freude zeige - die sie mir allein durch ihre Anwesenheit bereiten - bekomme ich mehr Brummeln, Schnauben und ein zugewandtes Ohr als je zuvor.

                                      Seitdem ich meinen Pferden und mir mehr Gelassenheit schenke wenn wir zusammen sind, bekomme ich mehr Aufmerksamkeit zurück.

                                      Seitdem ich meinem Pferd das gute Gefühl schenke, das ich weiß, was ich tue, bekomme ich mehr Vertrauen und Sicherheit zurück.

                                      Das Rezept lautet also:

                                      ✔️ Vertrauen gegen Vertrauen

                                      ✔️ Sicherheit gegen Sicherheit
                                      ✔️ Gelassenheit gegen Gelassenheit
                                      ✔️ Freude gegen Freude
                                      ✔️ Motivation gegen Motivation
                                      ✔️ Fokus gegen Fokus

                                      Ich könnte diese Liste ewig weiterführen.

                                      Was ich damit sagen will: Wenn wir unseren Pferden positive Gefühle, Souveränität und Geduld schenken, schenken sie uns das, was wir uns letztlich von ihnen wünschen: Vertrauen, Motivation, Sicherheit und Bindung.

                                      Ich meine damit nicht, dass dein Pferd rempeln und schubsen oder beißen darf oder dass dein Pferd ständig weglaufen und bocken darf oder dass du nicht auch mal etwas von deinem Pferd fordern oder “Nein” sagen darfst.

                                      Da gilt dann erst einmal Ursachensuche statt Symptombekämpfung und je nach Ursache auch mal "Tonfall gegen Tonfall" – also so wie dein Pferd mit dir redet, kannst du ruhig auch mit deinem Pferd reden – aber ohne Wut und Frust.

                                      Ich weiß, dass ist schwer manchmal – aber Wut und Frust bringen euch nicht weiter. Ich meine damit einfach nur, dass du das alles mit Gelassenheit und einem Lächeln tun kannst, statt mit einem Stirnrunzeln oder einem strengen Blick. Das hilft ungemein.

                                      Und dass du deinem Pferd auch ab und an seinen Willen schenken darfst – dann wenn es gerade zum Beispiel eine Pause braucht oder einen besonders unruhigen Tag hat. Dann kannst du deinem Pferd zuhören, ihm in die Augen sehen und zum Beispiel deine Pläne für den Tag ändern.

                                      💖 Du schenkst dem Pferd damit die Gewissheit, dass es sich auf dich verlassen kann. Dass du nichts verlangst, was es nicht leisten kann – sei es in diesem Moment oder an diesem Tag. Dass du seine Bedürfnisse im Blick hast. Und dafür wird dein Pferd dir nach und nach auch seine Motivation und Freude schenken.

                                      Manchmal kannst du deinem Pferd auch Regeln schenken oder Fürsorge im Training. Weil du zum Beispiel die gymnastizierenden Übungen einforderst, auch wenn es sie anfangs schwer findet. In kleinen Schritten, Stück für Stück. Weil es dann nach und nach merken wird, wie gut diese Übungen seinem Körper tun.

                                      🚀 Wenn du wirklich in das Thema einsteigen und dein Pferdetraining noch mehr zum Positiven verändern willst, dann komm gerne in meine Horsemindshift Community auf Skool.

                                      Wir reden in der Tiefe miteinander, tauschen uns intensiver aus und du findest meine grossen Kurse und mein Schritt-für-Schritt-Programm, das ich seit Jahren meinen Kursteilnehmer beibringe für eine gute Beziehung und ein schönes Fundament mit ihrem Pferd - egal ob es um Pferde Verstehen, Pferdeverhalten, Training, Reiten, Bodenarbeit oder artgerechte Fütterung geht.

                                      Für ein gesundes und glückliches Pferd an deiner Seite und Training, das ohne Druck, Dominanz oder Gewalt funktioniert.

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                                      10 min

                                    About Pferdeflüsterei TO GO! Für Pferdemenschen mit Herz

                                    From the publisher's feed

                                    Weil wir wollen, dass dein Pferd dich wie verrückt liebt erfährst du hier alles über einen feinen und fairen Weg mit deinem Pferd. Wir zeigen dir, wie du lernen kannst dein Pferd besser zu verstehen…

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