Pflanzengeschichten - Mein kleiner grüner Kaktus Archive • Cactusblog

Pflanzengeschichten - Mein kleiner grüner Kaktus Archive • Cactusblog

Download on the App Store

Pflanzengeschichten - Mein kleiner grüner Kaktus Archive • Cactusblog episodes

  • CactusPodcast 043 – Im Gewächshaus und drumherum

    CactusPodcast 043 – Im Gewächshaus und drumherum

    18. Juli 2025 · CactusPodcast

    Eine Sammelfolge aus dem Gewächshaus: neue Kakteen-Podcasts, Pflanzenethik, Dornenhilfe, Doppelfolie, Welwitschia – und sieben gestohlene Schildkröten, die wieder nach Hause fanden.

    Nach einer längeren Pause hat sich einiges angestaut. Deshalb geht diese Episode nicht nur ins Gewächshaus, sondern auch ein gutes Stück drumherum: Ulrich entdeckt einen zweiten deutschsprachigen Kakteen-Podcast, denkt über Ethik und Artenschutz nach und erzählt von einem Screenshot, der überraschend teuer wurde.

    Dazu kommen praktische Fragen aus der Gärtnerei: Wie bekommt man feine Dornen aus dem Finger? Warum liegen auf manchen Gewächshausdächern zwei Folien? Was macht Welwitschia mirabilis so außergewöhnlich? Und wie endete die Geschichte der sieben verschwundenen Schildkröten?

    Im Gewächshaus und drumherum

    von Ulrich Haage | CactusPodcast

    https://cactusblog.de/wp-content/uploads/2025/07/CP43-im-gewaechshaus-v2.mp3
    Direkt zu:
    Kapitel
    Geschichten
    Frag den Kaktusgärtner
    Transkript
    Shownotes

    Host und erwähnte Stimmen

    Die Menschen in dieser Folge

    Host

    Ulrich Haage

    Kaktusgärtner, Blogger und Podcaster bei Kakteen-Haage in Erfurt. In dieser Sammelfolge verbindet Ulrich Beobachtungen aus der Podcastwelt mit Technik, Pflanzenwissen und einer ziemlich persönlichen Geschichte aus der Gärtnerei.

    Podcastkollegen

    Lucas und Tobias

    Die Stimmen hinter Im Gewächshaus, einem deutschsprachigen Podcast über Kakteen und andere Sukkulenten. Themen wie Pflanzenethik, Artenschutz und verantwortungsvoller Handel geben Ulrich den Anstoß für diese Folge.

    Kapitel der Episode

    Die Zeitmarken der Audiofassung.

    • 00:00 Da isser wieder – eine Sammelfolge
    • 02:08 „Im Gewächshaus“ – der neue Kakteen-Podcast
    • 05:10 Podcast-Umschau
    • 08:17 Ethik bei Pflanzen
    • 11:53 Verbotene Gewächshausfotos und Abmahnung
    • 14:06 Frag den Kaktusgärtner: Dorn im Finger
    • 16:57 Frage an die Schwarmintelligenz: Pitahaya
    • 18:57 Doppelfolie auf dem Gewächshausdach
    • 27:27 Welwitschia mirabilis
    • 32:43 Die gestohlenen Schildkröten
    • 35:39 Nachtrag: Alle sieben sind wieder da
    • 37:07 Der wilde Ritt im Rückblick
    • 38:31 Ausblick auf Folge 044
    • Kakteen für die Ohren

      Hör den CactusPodcast dort, wo du sowieso hörst.

      Einmal folgen – und neue Episoden erscheinen automatisch in deiner Podcast-App.

      SpotifyIn Spotify folgen
      Apple PodcastsAuf Apple-Geräten hören
      YouTube MusicDen RSS-Podcast hinzufügen

      Weitere Möglichkeiten: Pocket Casts · Deezer · RSS-Feed

      Noch neu bei Podcasts? So funktioniert das Abonnieren.

      Kakteengeschichten · Begleitartikel

      Vom Podcastteich bis zum Gewächshausdach

      Nach längerer Pause ist aus einer einzelnen Idee eine Sammelfolge geworden. Das verbindende Motiv ist das Gewächshaus: als Podcastname, als Ort für Pflanzen und Technik, als Bildmotiv – und als Schauplatz einer Geschichte, die weit über Kakteen hinausführt.

      Ein zweiter deutschsprachiger Kakteen-Podcast

      Mit Im Gewächshaus bekommt der CactusPodcast Gesellschaft. Lucas und Tobias sprechen über Kakteenerde, Bestäubung, Aloe-Hybriden, Baumarktpflanzen und illegale Wildentnahmen. Besonders hängen bleibt ihr Blick auf Nachhaltigkeit, Pflanzenethik und verantwortungsvollen Handel.

      „Mit zwei Podcasts haben wir immerhin eine Verdoppelung geschafft.“
      — Ulrich Haage

      Das ist keine bezahlte Empfehlung. Es ist Freude darüber, dass ein Thema größer wird, sobald mehrere Stimmen darüber sprechen.

      Artenschutz und Pflanzenethik sind nicht dasselbe

      Artenschutz hat klare Regeln und internationale Abkommen. Pflanzenethik beginnt oft früher: bei der Frage, woher eine Pflanze stammt, wie sie vermehrt wurde, warum Seltenheit Preise treibt und welche Folgen das eigene Sammeln haben kann.

      Die jüngere Perspektive von Lucas und Tobias bringt Ulrich dazu, die eigene Haltung neu zu prüfen. Das Ergebnis ist keine fertige Lehrmeinung, sondern eine offene Frage an die Community: Wo beginnt für uns ein fairer Umgang mit Pflanzen?

      „Artenschutz ist nicht gleich Ethik.“
      — Ulrich Haage

      Verbotene Gewächshausfotos

      Ein Screenshot aus dem eigenen Pinterest-Account enthielt ein fremdes Foto eines alten viktorianischen Gewächshauses. Der Screenshot war selbst angefertigt – das darin sichtbare Bild aber nicht. Daraus wurde eine Abmahnung über knapp 400 Euro und eine auf ein Jahr begrenzte Nutzungslizenz.

      Das ursprünglich verwendete Foto kann nach Ablauf dieser Lizenz nicht mehr gezeigt werden. An seiner Stelle steht nun eine eigens für diese Folge geschaffene Gewächshausszene. Die Geschichte bleibt – als ziemlich teure Erinnerung daran, dass auch ein selbst angefertigter Screenshot fremde Bildrechte nicht aushebelt.

      Warum zwei Folien auf dem Gewächshausdach?

      Bei einem Foliengewächshaus liegen die beiden Häute nicht einfach lose übereinander. Ein kleines Gebläse hält zwischen ihnen ein Luftpolster. Diese ruhende Luftschicht verbessert die Wärmedämmung und stabilisiert die Folie gegen Wind.

      Entscheidend sind saubere Befestigung, ein gleichmäßiger niedriger Druck und möglichst dichte Übergänge. Zu wenig Luft lässt die Folien aufeinanderliegen; zu viel Druck belastet Material und Konstruktion. Kondenswasser, Lichtverlust und die spätere Reparierbarkeit gehören ebenfalls zur Planung.

      Das Prinzip ist einfach, die Details sind es nicht: Dachform, Folienqualität, Windlage und vorhandene Lüftungen bestimmen, wie gut die Lösung funktioniert.

      Welwitschia mirabilis – zwei Blätter für ein langes Leben

      Welwitschia mirabilis gehört zu einer sehr alten Entwicklungslinie der Nacktsamer und ist heute die einzige lebende Art ihrer Familie. Nach dem Jugendstadium bildet sie nur zwei dauerhafte Laubblätter. Diese wachsen an ihrer Basis kontinuierlich weiter, während Wind, Sand und Alter die Enden in lange Streifen zerfasern.

      Ihre Heimat ist die Namib. Feuchte Küstenluft und Nebel spielen dort eine wichtige Rolle: Wasser kondensiert an Pflanze und Boden und kann so den Wurzelraum erreichen. Die häufig erzählte Vorstellung, die Pflanze nehme den Nebel hauptsächlich direkt über ihre Blätter auf, gilt dagegen nicht als gut belegt.

      In Kultur ist Welwitschia keine klassische Sukkulente und braucht während des Wachstums regelmäßig Wasser. Gleichzeitig verträgt ihr empfindliches Wurzelsystem grobe Eingriffe schlecht. Das macht sie weniger zu einer Anfängerpflanze als zu einem langfristigen Kulturprojekt.

      Sieben gestohlene Schildkröten

      Anfang Juni 2025 verschwanden sieben Griechische Landschildkröten aus dem Gelände bei Kakteen-Haage. Für ihren über 90-jährigen Halter und früheren Gärtnermeister waren sie langjährige Weggefährten. Die Anteilnahme war entsprechend groß: Menschen aus der Nachbarschaft, Social Media, Polizei und Medien halfen bei der Suche.

      Vier Tiere wurden zunächst kurz vor Mitternacht in einer Einkaufstüte vor dem Tor abgestellt. Drei blieben verschwunden – bis die Polizei auch sie zurückbrachte. Nach dem bekannten Stand waren die Tiere online zum Verkauf angeboten und anhand ihrer markanten Zeichnungen identifiziert worden.

      Nachtrag: Zum Zeitpunkt der Aufnahme waren zunächst vier Schildkröten zurück. Wenig später kamen auch die drei übrigen Tiere wohlbehalten nach Hause. Alle sieben sind wieder vereint.
      Was von dieser Sammelfolge bleibt
      • Gute Podcastnachbarschaft macht ein Nischenthema größer.
      • Artenschutz und Pflanzenethik gehören zusammen, sind aber nicht dasselbe.
      • Ein Screenshot beseitigt keine fremden Bildrechte.
      • Gewächshaustechnik funktioniert nur, wenn Details und Standort mitgedacht werden.
      • Welwitschia zeigt, wie ungewöhnlich ein Pflanzenleben werden kann.
      • Und manchmal endet eine schlimme Geschichte doch noch gut.
      • Wiederkehrende Rubrik

        Frag den Kaktusgärtner

        Zwei Fragen aus dieser Folge – eine praktische Antwort und eine offene Spur für die Schwarmintelligenz.

        Dorn im Finger – was hilft?

        Ein gut sichtbarer Dorn lässt sich meist mit einer sauberen Pinzette greifen. Bei vielen sehr feinen Glochiden kann vorsichtig angedrücktes Klebeband helfen. Ulrich nutzt außerdem einen Bimsstein, um oberflächlich sitzende feine Dornen behutsam abzureiben. Nicht tief schneiden oder in der Haut herumstochern. Bei starker Entzündung, tief sitzenden Fremdkörpern oder Beschwerden am Auge gehört die Sache in medizinische Hände.

        Warum kann Pitahaya den Urin rötlich färben?

        Die kräftigen Betalaine roter Pitahayas können Ausscheidungen vorübergehend rosa oder rot färben. Das ist eine mögliche Erklärung für die überlieferte Geschichte von Soldaten, die nach dem Essen der Früchte glaubten, Blut auszuscheiden. Die genaue historische Quelle der Episode ist jedoch weiterhin offen.

        Frage an die Schwarmintelligenz: Kennst du die Geschichte aus der Zeit um Kolumbus – oder eine belastbare Quelle dafür? Schreib an [email protected].

        Fast-Transkript · redaktionell gekürzt
        Da isser wieder

        Nach längerer Pause meldet sich Ulrich mit einer Sammelfolge zurück. In der Gärtnerei und im Alltag war so viel los, dass der Podcast immer wieder nach hinten rutschte. Inzwischen haben sich mehrere Geschichten angesammelt, die alle mit dem Gewächshaus zu tun haben – manchmal als Ort, manchmal als Bild und manchmal nur als gedanklicher Ausgangspunkt.

        „Im Gewächshaus“ – der Podcast

        Ulrich freut sich über einen weiteren deutschsprachigen Podcast zu Kakteen und anderen Sukkulenten. Lucas und Tobias sprechen über Erde, Bestäubung, Hybriden, Baumarktpflanzen und Pflanzen-Poaching. Die Empfehlung ist keine Werbung, sondern Ausdruck der Freude über eine wachsende Community.

        Podcast-Umschau

        Neben den beiden spezialisierten Formaten gibt es einzelne Podcastfolgen über Kakteen: eine Einschlaffolge auf Grundlage von Wikipedia, Beiträge aus Wissenschafts- und Pflanzenpodcasts und zahlreiche englischsprachige Episoden. Ulrich lädt dazu ein, weitere Funde an das Studio zu schicken.

        Ethik bei Pflanzen

        Der Blick der jüngeren Podcaster auf Nachhaltigkeit, Wildentnahmen und hochpreisige Trendpflanzen beschäftigt Ulrich. Artenschutz kennt rechtliche Kategorien. Ethik fragt zusätzlich nach Verantwortung, Herkunft und den Folgen des eigenen Handelns. Eine fertige Antwort gibt es nicht – aber einen Anlass, die eigene Perspektive zu prüfen.

        Abmahnung für einen Screenshot

        Ein auf Pinterest häufig angeklicktes Foto wurde in einem selbst erstellten Screenshot gezeigt. Weil das darin enthaltene Gewächshausbild von jemand anderem stammte, folgte eine Abmahnung. Nach einigem Schriftwechsel zahlte Ulrich knapp 400 Euro und erhielt eine zeitlich begrenzte Nutzungslizenz. Das Originalbild ist inzwischen entfernt und durch eine eigens geschaffene Szene ersetzt.

        Dorn im Finger

        Für einzelne Dornen liegt die Pinzette nahe. Feine, oberflächliche Glochiden lassen sich manchmal mit Klebeband abnehmen; Ulrich nennt aus seiner Praxis außerdem den Bimsstein. Wichtig ist, die Haut nicht durch unkontrolliertes Stochern zusätzlich zu verletzen.

        Pitahaya und die Schwarmintelligenz

        Ulrich sucht den Ursprung einer Geschichte aus der Zeit um Kolumbus: Soldaten essen Pitahayas und halten die spätere Rotfärbung ihres Urins für ein göttliches Urteil. Der biologische Effekt ist plausibel, die konkrete historische Quelle bleibt jedoch ungeklärt. Hinweise sind ausdrücklich willkommen.

        Zwei Folien und ein Luftpolster

        Auf einem Foliengewächshaus kann eine zweite Dachhaut die Wärmedämmung verbessern. Zwischen den Folien erzeugt ein kleines Gebläse ein gleichmäßiges Luftpolster. Es stabilisiert die Außenhaut und verringert Wärmeverluste – vorausgesetzt, Befestigung, Druck und Anschlüsse passen zur Konstruktion.

        Welwitschia – zwei Blätter

        Welwitschia mirabilis wächst in der Namib und bildet nach ihrer Jugend nur zwei dauerhafte Blätter. Sie wachsen lebenslang an der Basis weiter und fransen unter den Bedingungen der Wüste auf. Sehr alte Exemplare können viele Jahrhunderte überdauern. In Kultur braucht die Pflanze Erfahrung, einen schonenden Umgang mit den Wurzeln und während des Wachstums verlässlich Wasser.

        Die verschwundenen Schildkröten

        Sieben Landschildkröten verschwinden vom Gelände. Die Sorge gilt nicht nur den Tieren, sondern besonders ihrem hochbetagten Halter, für den sie seit vielen Jahren zum Alltag gehören. Nach öffentlicher Suche stehen zunächst vier Tiere in einer Einkaufstüte vor dem Tor.

        Alle sieben wieder da

        Nach der Aufnahme folgt die gute Nachricht: Auch die drei übrigen Schildkröten werden gefunden und von der Polizei zurückgebracht. Nach dem bekannten Stand sollten sie online verkauft werden und konnten anhand ihrer Zeichnungen erkannt werden. Damit endet die Geschichte glücklicher, als es während der Aufnahme zu hoffen war.

        Ausblick auf Folge 044

        Die nächste Episode führt nach Hamburg. Für das Interview hat sich Ulrich Unterstützung von Moderator und Interviewtrainer Markus Tirok geholt. Nach der sehr breit angelegten Sammelfolge soll das nächste Gespräch bewusst anders werden.

        Shownotes:

        CactusPodcast 043 – Im Gewächshaus und drumherum

        Im Gewächshaus – der Podcast
        • Im Gewächshaus – Podcastseite von Lucas und Tobias
        • Im Gewächshaus bei Spotify
        • Copiapoa aus Kultur oder illegale Wildentnahme?
        • Weitere Kakteen im Podcast-Äther
          • Einschlafen mit Wikipedia: Kakteengewächse – die richtige Adresse zur erwähnten Einschlaffolge
          • Samenernte bei der Königin der Nacht – Video aus dem Gewächshaus
          • Spektrum: Nerds at Work – Kaktus trifft Hirn
          • Jane Perrone und der Pflanzenpodcast On The Ledge
          • Welwitschia mirabilis
            • Welwitschia bei Kakteen-Haage – Pflanzenporträt
            • Kew Gardens: Welwitschia mirabilis
            • South African National Biodiversity Institute: Welwitschia mirabilis
            • Die sieben Schildkröten
              • MDR Thüringen: Suche nach den sieben Schildkröten – erhaltener offizieller Beitrag
              • Thüringer Allgemeine: Alle sieben Schildkröten sind zurück
              • Rund um den CactusPodcast
                • Markus Tirok – Unterstützung bei der Vorbereitung von Folge 044
                • Alle Folgen des CactusPodcast
                • CactusPodcast-Community bei Facebook
                • Fragen, Ergänzungen und eigene Kakteengeschichten erreichen das CactusPodcast-Studio unter [email protected].

                  Der Beitrag CactusPodcast 043 – Im Gewächshaus und drumherum erschien zuerst auf Cactusblog.

                  41 min
                • CactusPodcast 042 CactusEvents – Gärtnerweihnacht – der Weihnachtsmarkt auf Gärtnerart
                  CactusPodcast 042 CactusEvents – Erste Gärtnerweihnacht
                  Weihnachtsmarkt nach Gärtnerart
                  Heute ganz flink zusammengeschraubt: Ulrich Haage und Dirk Büttner erzählen von der bevorstehenden Gärtnerweihnacht. Wenn Gärtner sich zusammentun und gemeinsam Weihnachten feiern – und was dabei herauskommt. Schon die Vorbereitung ist eine spannende Kiste – doch hört selbst …
                  CP042 Die erste Thüringer Gärtnerweihnacht - eine Vorbereitung mit Dirk Büttner und Ulrich Haage

                  von Ulrich Haage | CactusPodcast - CactusEvents

                  https://cactusblog.de/wp-content/uploads/2024/12/CP42-Gartnerweihnacht-und-blattgold-fm-1.mp3
                  Bevor ich hier den Sack auch zu mache sage ich
                  Danke fürs zuhören und:
                  ganz herzliche Einladung zur ersten deutschen Gärtnerweihnacht – in Erfurt, bei Kakteen-Haage!
                  Wenn du im Vorfeld noch Fragen zu Veranstaltung hast dann schick mir eine Mail an [email protected], oder in der CactusPodcast-Gruppe.
                  Auch wenn du einen Themenwunsch hast für die nächste Folge.
                  Ich hab zwar auch schon eine Idee, aber ich freu mich noch mehr, von dir zu hören!
                   
                   
                  Und was kommt als nächstes?
                  Sei gespannt!
                  Der Cactuspodcast kommt wieder mit der Episode 043 zum Thema – hast du Wünsche? – wie wäre es mit einer Fragem-Episode – da hat sich schon einiges angesammelt – aber ich freue mich auch über weitere Anregungen von dir!
                   
                  Also – deine Fragen – oder deine Antworten auf meine Fragen – einfach rüberschicken! Und wenn du deine eigene Kakteengeschichte erzählen möchtest – melde dich einfach.
                  • Schick mir eine Mail an [email protected] oder
                  • schreib mir in unserer Facebook-Community https://www.facebook.com/groups/4080401532000332/
                    Wenn du mehr wissen willst – du findest die Shownotes, Fotos und viel mehr ganz einfach unter www.cactuspodcast.de/041
                    Bis zur nächsten Episode – wo wir weiter in der Geschichte schauen.
                    Bleib gesund und mach’s gut!
                     
                    Shownotes:

                    Darüber habe ich erzählt:

                    • Gärtnerweihnacht – www.gaertnerweihnacht.de 
                    • Deutsches Gartenbaumuseum – https://www.gartenbaumuseum.de/
                    • Gartenbau in Thüringen  https://www.gartenbau-in-thueringen.de/ | facebook | instagram
                    • Kräutergärtnerei Valeriana https://valeriana-kraeuter.de/
                    • Erfurter Brunnenkresse https://www.erfurter-brunnenkresse.de/
                    • Thüringer Tannenhof https://thueringer-tannenhof.de/
                    • und da kommt noch mehr …
                    •  
                      Schöne Grüße aus der schon ganz weihnachtlichen Blumenstadt Erfurt
                      Ulrich Haage
                       
                      Wie gefällt dir diese Episode?

                      Ich freue mich auf dein Feedback.

                      • per Mail an [email protected]
                      • in der FB CactusPodcast Community https://www.facebook.com/groups/4080401532000332/
                      • Kommentare direkt hier im cactusblog.de
                      • deine Bewertung auf iTunes – das wäre mir ein inneres Maximal-Blümchenpflücken!
                         
                          
                        Mehr gibt es wie immer in der Facebook CactusPodcast Community. 
                        Welche Themen soll ich mir in den kommenden Episoden vornehmen?
                         
                        Du willst mehr vom CactusPodcast? Das geht ganz einfach:
                        Sogar automatisch: jetzt gleich den CactusPodcast auf iTunes – nein Apple Podcast abonnieren. 
                        Auch diesmal habe ich mir wieder viel Mühe gegeben, die Shownotes mit noch mehr Informationen zu ergänzen.
                         
                        Du willst noch mehr wissen / haben / hören?
                        Service-Links – ich bin Überzeugungstäter!
                        Keine Afilliate Links – ich erhalte keine Provision. 
                         

                        Der Beitrag CactusPodcast 042 CactusEvents – Gärtnerweihnacht – der Weihnachtsmarkt auf Gärtnerart erschien zuerst auf Cactusblog.

                        31 min
                      • CactusPodcast 041 – Espostoa lanata: Dynamit und Gartenbaumuseum
                        CactusPodcast 041 – Espostoa lanata: Dynamit und Gartenbaumuseum

                        29. April 2024 · CactusPodcast

                        Was haben Espostoa lanata, Dynamit, Löwenzahnkapern und das Deutsche Gartenbaumuseum miteinander zu tun? Erstaunlich viel. In Teil drei unserer Jubiläumsserie zu 200 Jahren Kakteen-Haage führe ich die Geschichte von Kieselgur und Alfred Nobel nach Erfurt. Dann übernimmt Ulrike Richter die Bühne – mit Kakteenaussaaten, Pflanzenjägern, ihrer eigenen Sammlung und einer Mütze von der Insel Taquile im Titicacasee.

                        Espostoa lanata – Dynamit und Deutsches Gartenbaumuseum

                        von Ulrich Haage mit Ulrike Richter | CactusPodcast – Kakteengeschichte

                        https://cactusblog.de/wp-content/uploads/2024/04/cactuspodcast-041-espostoa-lanata-dynamit-und-deutsches-gartenbaumuseum.mp3

                        Kakteengeschichte · 200 Jahre Kakteen-Haage · Deutsches Gartenbaumuseum

                        Eine Geschichte – und die Rückkehr nach zehn Monaten

                        Bevor es in die Kakteengeschichte geht, gibt es einen kleinen Nachtrag zu CP040: Ich habe die Löwenzahnknospen, über die ich beim Besuch des mexikanischen Botschafters philosophiert hatte, inzwischen selbst eingelegt. Löwenzahnkapern – lecker, bitter, geiler Stoff.

                        Und dann ist da noch die Frage, warum es zehn Monate keine neue Episode gab. Ich war nicht weg. In der Gärtnerei war ohne Unterlass zu tun, ein zweites Podcastprojekt band Energie – und das Leben hatte mich Anfang 2022 aus der Bahn geworfen. Ich stehe wieder auf beiden Füßen, aber manchmal fühlt es sich noch an, als liefe ich durch Teer. Gerade deshalb soll die nächste unerzählte Geschichte jetzt nicht mehr liegen bleiben.

                        Den letzten Anstoß gaben Henry und Jan beim Forumtreffen. Ihre Geschichten darüber, wann und wo sie den CactusPodcast hören, haben mich wieder ans Mikrofon geschubst.

                        Zur vorherigen Jubiläumsfolge CP040

                        Menschen in dieser Folge

                        Host

                        Ulrich Haage

                        Kaktusgärtner aus Erfurt, Gastgeber des CactusPodcast und in dieser Episode Spurensucher zwischen Kakteenerde, Alfred Nobel und Erfurter Gartenbaugeschichte.

                        Gast

                        Ulrike Richter

                        Steht dem Deutschen Gartenbaumuseum vor und bringt einen persönlichen Blick auf Gartenbaugeschichte mit. In dieser Folge verbindet sie Espostoa lanata, Humboldt, Kieselgur, Dynamit und Museum.

                        Kapitel der Episode

                        Die Zeitmarken passen zur veröffentlichten Audiofassung.

                        • 00:00 Espostoa, Löwenzahn und Dynamit
                        • 00:55 Nachtrag: Löwenzahnkapern
                        • 02:12 Warum der Podcast zehn Monate still war
                        • 05:32 Alfred Nobel, Dynamit und Kieselgur
                        • 08:40 Warum das Gartenbaumuseum in Erfurt steht
                        • 15:08 Bühne frei für Ulrike Richter
                        • 16:00 Erste Kakteenaussaaten als Sensation
                        • 19:15 Curt Backeberg und die Pflanzenjäger
                        • 21:18 Fundstücke aus der Sammlung Richter
                        • 23:28 Taquile und die Mütze der strickenden Männer
                        • 25:25 Humboldt und die Geschichte von Espostoa lanata
                        • 30:38 Wuchs, Wolle, Blüten und Verbreitung
                        • 33:40 Musikalischer Abschied
                        • Kakteen für die Ohren

                          Hör den CactusPodcast dort, wo du sowieso hörst.

                          Einmal folgen – und neue Episoden erscheinen automatisch in deiner Podcast-App.

                          SpotifyIn Spotify folgen
                          Apple PodcastsAuf Apple-Geräten hören
                          YouTube MusicDen RSS-Podcast hinzufügen

                          Weitere Möglichkeiten: Pocket Casts · Deezer · RSS-Feed

                          Noch neu bei Podcasts? So funktioniert das Abonnieren.

                          Transkript · redaktionell gekürzt
                          Löwenzahnkapern zum Wiedereinstieg

                          Hey, ich bin Ulrich Haage, ich bin Kaktusgärtner – und heute geht es gleich mehrfach um Geschichte: noch einmal um Löwenzahn, um Sprengstoff und wieder um einen Kaktus.

                          In Teil drei der Jubiläumsserie zu 200 Jahren Kakteen-Haage geht es um Dynamit, Espostoa lanata und Ulrike Richter vom Deutschen Gartenbaumuseum. Das ist nicht ganz zufällig in Erfurt beheimatet.

                          Vorher noch ein Nachtrag zur letzten Episode: Beim Besuch des mexikanischen Botschafters hatte ich darüber philosophiert, wann ich zuletzt Löwenzahn gegessen habe. Inzwischen war ich im Wald und habe Bärlauchblätter, Bärlauchknospen und Löwenzahnknospen mitgebracht. Die Knospen kamen in einen scharfen Gewürzsud. Das Ergebnis: Löwenzahnkapern. Das Rezept steht in den Shownotes.

                          Wo blieb der CactusPodcast?

                          Vielleicht hast du dich in den vergangenen zehn Monaten gefragt: Wo ist die nächste Folge? Kommt der Haage noch einmal wieder?

                          Ja, der ist immer noch da und war eigentlich nie weg. In der Gärtnerei war gefühlt ohne Unterlass zu tun. Daneben gibt es ein anderes Podcastprojekt, in das eine Menge Energie geflossen ist.

                          Und dann gibt es noch einen persönlichen Grund. Das Leben hat mich Anfang 2022 etwas aus der Bahn geworfen. Heute stehe ich wieder auf beiden Füßen. Trotzdem habe ich manchmal das Gefühl, ich laufe wie durch Teer – und dann fällt zeitweise manches vom Tisch, was mir sehr am Herzen liegt. Dazu gehört auch mein geliebter CactusPodcast.

                          So sind einige Geschichten unerzählt geblieben. Damit das nicht so bleibt, geht es jetzt weiter. Danke an alle, die nachgefragt oder mir geschrieben haben. Der letzte Anstoß kam beim Forumtreffen. Besonders Henry und Jan haben mir erzählt, bei welchen Gelegenheiten sie den Podcast hören.

                          Was Alfred Nobel mit Kakteenerde verbindet

                          Dynamit, Kakteenerde und Durchschlagkraft: Ist Ulrike Richter explosiv? Nein. Sie will als Vorständin des Deutschen Gartenbaumuseums etwas bewegen, aber vom Sprengen hat sie mir bisher nichts erzählt.

                          Die Verbindung heißt Kieselgur. Alfred Nobel experimentierte mit dem schwer kontrollierbaren Nitroglycerin. 1864 kamen bei einer Explosion in Heleneborg sein jüngerer Bruder Emil und vier weitere Menschen ums Leben. Nobel stabilisierte das Nitroglycerin schließlich mit Kieselgur und ließ das Gemisch 1867 als Dynamit patentieren.

                          Sein Vermögen aus Patenten und der internationalen Sprengstoffindustrie finanzierte später die Nobelpreise. Unser Kieselgur kommt heute aus Dänemark – und um das klarzustellen: Wir machen damit Kakteenerde, keinen Sprengstoff.

                          Warum das Deutsche Gartenbaumuseum in Erfurt steht

                          Erfurt besitzt eine außergewöhnlich lange Gartenbautradition. Schon Martin Luther bezeichnete die Erfurter als Gärtner des Heiligen Römischen Reiches. Namen wie Benary, J. C. Schmidt, Haage & Schmidt, Chrestensen, Jühlke und Friedrich Adolph Haage stehen für diese Geschichte.

                          Das erste Deutsche Gartenbaumuseum wurde 1949 in Markkleeberg eröffnet. 1956 fiel die Entscheidung, das Museum in der Erfurter Cyriaksburg einzurichten. 1961 öffnete es im Rahmen der Internationalen Gartenbauausstellung der sozialistischen Länder.

                          Nach der Wiedervereinigung war seine Zukunft unsicher. 1995 gründeten der Freistaat Thüringen, die Stadt Erfurt und der Zentralverband Gartenbau die Stiftung Deutsches Gartenbaumuseum. Nach Umbau und Neukonzeption wurde das Museum 2000 wiedereröffnet. Für seinen Erhalt in Erfurt setzten sich viele Menschen ein. Mir sind dabei besonders der damalige ZVG-Präsident Karl Zwermann und der langjährige Thüringer Landwirtschaftsminister Volker Sklenar in Erinnerung geblieben.

                          Ulrike Richter übernimmt die Bühne

                          Ulrike Richter greift ein Bild auf, das Dynamit und Espostoa lanata zusammenbringt. Kaum war Dynamit patentiert, gelang in Erfurt um 1870 eine andere kleine Weltsensation: Aus dem Samen eines Kaktus, den Humboldt 1802 in Peru gesehen hatte, wuchsen in unseren Breiten Pflanzen heran.

                          Dafür brauchte es Wissen, Pioniergeist, Geduld, Frustrationstoleranz und ein systematisches Vorgehen. Ulrike sieht darin eine Verbindung zwischen einer Gärtnerei und einem Museum: Beide sammeln nicht nur Dinge. Sie sammeln Geschichten und bewahren Zusammenhänge.

                          Pflanzenjäger und lebendige Sammlungen

                          Dann kommt Curt Backeberg ins Spiel. Walther Haage hatte ihn als Pflanzensammler beauftragt. Backeberg nannte sich selbst Kakteensammler oder Kaktusjäger, war unter Botanikern nicht unumstritten und verstand es ausgezeichnet, seine Reisen zu inszenieren.

                          Ulrike bringt einen Beitrag aus der Berliner Illustrirten Zeitung von 1937 mit: „Ein romantischer Beruf – der Kakteenjäger“. Die Bilder und Reiseberichte zeigen nicht nur botanische Arbeit, sondern auch, wie aus Pflanzenjagd eine große Erzählung gemacht wurde.

                          Zwei Fundstücke aus der Sammlung Richter

                          Ulrike erzählt, wie sie als Kind mit ihren Eltern in Südamerika unterwegs war. Die Familie sammelte Dinge und Geschichten – eine private Kunst- und Wunderkammer. Bei einer Reise durch die Anden faszinierten sie riesige Kakteen. Eine kleine Erinnerung von damals übergibt sie an das Archiv von Kakteen-Haage.

                          Das zweite Fundstück kommt von der Insel Taquile im Titicacasee. Die Insel faszinierte sie seit ihrer Kindheit, besonders wegen der strickenden Männer. Ihre fein gearbeiteten Mützen zeigen Können, Geduld und Präzision. Eine solche Mütze schenkt Ulrike mir zum Jubiläum – ausdrücklich nicht fürs Archiv, sondern zum Tragen.

                          Die Mütze ist tatsächlich bis heute in Benutzung. Allerdings nur, wenn es richtig kalt ist. Sonst kocht mir darunter der Kopf weg.

                          Humboldt entdeckt einen wolligen Kaktus

                          Im August 1802 reisten Alexander von Humboldt und Aimé Bonpland durch das Huancabamba-Tal im heutigen Peru. Humboldt schrieb von ganzen Kaktuswäldern und notierte einen kandelaberartig verzweigten Säulenkaktus, der durch seine schneeweiße, dichte Behaarung auffiel.

                          Im Feldbuch steht eine kurze Beschreibung unter dem Namen Cactus lanatus, dazu eine schematische Skizze. Herbarmaterial ist nicht erhalten; auch eine später erwähnte Zeichnung gilt als verschollen. Die Notizen bildeten deshalb die Grundlage für die von Karl Sigismund Kunth bearbeitete Beschreibung.

                          1823 erschien die formelle Erstbeschreibung als Cactus lanatus. 1828 wurde daraus Cereus lanatus. Weitere Einordnungen folgten, bis Nathaniel Lord Britton und Joseph Nelson Rose die Art 1920 in die Gattung Espostoa stellten. Dort steht sie bis heute: Espostoa lanata.

                          Um 1870 gelangte die Pflanze durch den Prager Sammler Benedikt Roezl nach Europa und zu Haage nach Erfurt. In den historischen Katalogen lässt sich nachvollziehen, wie sie zeitweise unter anderen Namen geführt wurde. Botanische Namen sind manchmal eben auch eine Reisegeschichte.

                          Wolle, Dornen und nächtliche Blüten

                          Espostoa lanata wächst in Ecuador und Peru und kann am Standort mehrere Meter hoch werden. Die dichte weiße Behaarung verdeckt Rippen und Dornen. Blühfähige Pflanzen bilden seitlich ein wolliges Cephalium, aus dem im Sommer die kurzlebigen nächtlichen Blüten erscheinen.

                          In Kultur wächst die Art langsam, braucht viel Licht und sollte ihrer tropischen Herkunft entsprechend nicht zu kühl stehen. In Peru wurden die Wollhaare des Cephaliums früher als Füllmaterial für Kissen verwendet. Ob daraus auch Mützen entstanden sind, lassen wir offen – bei der Ernte müsste man jedenfalls ziemlich sorgfältig auf die Dornen achten.

                          Danke fürs Zuhören

                          Das war eine etwas längere Episode mit Dynamit, Espostoa lanata, Gartenbaugeschichte und einer sehr warmen Mütze.

                          Wenn du Fragen, Ergänzungen oder einen Themenwunsch hast, schreib mir an [email protected].

                          Mach’s gut, bleib gesund – und bis zur nächsten Geschichte.

                          Shownotes:

                          Darüber habe ich in dieser Folge erzählt – mit ein paar Links zum Weitergucken, Weiterlesen und Weiterhören:

                          Espostoa lanata und Pflanzenforschung
                          • Espostoa lanata bei Plants of the World Online, Kew Science
                          • Beat Leuenberger: Humboldt & Bonpland’s Cactaceae in Paris und Berlin-Dahlem
                          • Espostoa lanata – Übersicht und Literatur
                          • Museum, Dynamit und Kieselgur
                            • Deutsches Gartenbaumuseum – Geschichte, Sammlung und Kontakt
                            • Alfred Nobel – Leben, Dynamit und Nobelpreise
                            • Kieselgur – Entstehung und Verwendung
                            • Aus der Episode
                              • Rezept für eingelegte Löwenzahnkapern
                              • Kakteenforum – das Forumtreffen gab den letzten Anstoß
                              • CP040 – Begegnung der Kulturen: der mexikanische Botschafter bei Kakteen-Haage
                              • CP039 – Bodo Ramelow und Goethe beim Jubiläum
                              • CP038 – Haage am Sächsischen Hof
                              • Kontakt
                                • Menschen im CactusPodcast – wer in den Folgen am Mikrofon sitzt und welche Geschichten dahinterstecken.
                                • CactusPodcast-Community bei Facebook – für Fragen, Ergänzungen und Geschichten aus der Kakteenwelt.
                                • Mail ins Studio – wenn du lieber direkt schreibst.
                                • Der Beitrag CactusPodcast 041 – Espostoa lanata: Dynamit und Gartenbaumuseum erschien zuerst auf Cactusblog.

                                  36 min
                                • CactusPodcast 040 – Kakteengeschichte: Begegnung der Kulturen – Mexikanischer Botschafter in der Kakteengärtnerei
                                  Hoher Besuch: Mexikanischer Botschafter in der Kakteengärtnerei zu Gast​ – Episode 040
                                  Botschafter Francisco Jose Quiroga Fernandes besucht Kakteen-Haage
                                  Ich bin Ulrich Haage und ich bin immer noch ein bisschen aufgeregt.
                                  Warum?
                                  Wir hatten vor zwei Tagen (wieder) hohen Besuch in der Gärtnerei und zwar aus Mexiko.
                                  Ich erzähle dir heute, wer uns besucht hat und warum das etwas besonderes ist für uns, was ich neues erfahren habe über den Umgang mit Kakteen in Mexiko.
                                  Und jetzt geht’s los, viel Spaß bei Episode 40 im CactusPodcast!
                                  Alles VIP bei den Kakteen
                                  Ganz schön viele VIP in letzter Zeit hier!

                                  In der der letzten Episode war der Thüringer Ministerpräsident bei uns zu Gast und nun schon wieder so eine große Nummer!

                                  Aber der Reihe nach. Seit Donnerstag, 25.5. haben wir, also Kakteen-Haage, diplomatischen Kontakt nach Mexiko.
                                  S.E. (Seine Excellenz) Herr Botschafter Francisco Jose Quiroga Fernandes erwies unser Gärtnerei die Ehre seines Besuches.
                                  (Wer uns besucht, das habe ich allerdings erst beim Abschied mitbekommen.)

                                  Und das kam so:
                                  Am vorigen Freitag klingelte das Telefon, eine Dame stellte sich vor als Mitarbeiterin der Botschaft Mexikos in Berlin und erkundigte sich, ob es möglich wäre, dass der Gesandte in der folgenden Woche Kakteen-Haage einen Besuch abstattet.
                                  Natürlich ist das möglich!
                                  Es war nur nicht so einfach, mich mit meiner Freude einigermaßen angemessen zu verhalten.
                                  Ich meine, noch nie war ein Mitglied unserer Familie in Mexiko – und dann kommt das Land hochoffiziell zu uns – was für eine Story!
                                  Mein Verhältnis zu Mexiko ist nicht so ganz einfach. Einerseits – dort sind die meisten Kakteen zu Hause – es ist schon so, wie das Land meiner Träume. Nicht nur meiner Träume, auch der Rest der Familie hat vermutlich ein bisschen sowas wie Sehnsuchtsgefühle.
                                  Und trotzdem war noch niemand von der Haage-Familie dort drüben – auch wenn das mir oft nicht geglaubt wird. Ich treffe häufiger auf Menschen, die sogar ganz konkret wissen, welches Familienmitglied wann in Mexiko gewesen ist und wann. Meist wird mein Großvater Walther Haage dabei zuerst erwähnt. Mein Großvater wäre sehr gern nach Mexiko gereist – aber das war ihm nie vergönnt.
                                  Ich war der erste Haage aus unserer Familie, der es bis nach Amerika geschafft hat. Und für mich hat sich Guatemala nach 20 Jahren DDR schon sehr mexikanisch angefühlt und ich habe dort viele Menschen aus Mexiko getroffen, die Urlaub gemacht haben.
                                  Einige Jahre später war ich mit meiner Schwester Amrey in den USA. In Californien und Arizona sind wir auf den Süd-Highways unterwegs gewesen und haben mehr als einmal einen Blick in Richtung Mexiko geworfen. Aber auch da haben mich die Grenzsicherungsanlagen an die deutsch-deutsche Grenze erinnert und ich hab keinen Gedanken daran verschwendet, diese Grenze mal zu überschreiten.
                                  Auch aus diesem Grund war diese politisch hochoffizielle Kontaktaufnahme für mich etwas ganz Besonderes und ein bisschen unvorstellbar!
                                   
                                  Und dann ist am Donnerstagnachmittag eine große schwarze Limousine mit einem Null-Kennzeichen auf unseren Parkplatz gerollt. Ohne ein Hoheitskennzeichen und ohne Polizei – damit hatte ich aber auch nicht gerechnet.
                                  Ich begrüßte eine Frau und vier Männer in gediegenen schwarzen Anzügen.
                                  Aus der Staatskanzlei hatte ich erfahren: am Vormittag hatte sich die Delegation mit Bodo Ramelow und mit der IHK getroffen und meine Schwester hatte auf den Berliner Kakteentagen eine Einladung ausgesprochen. Dennoch war mir nicht klar, wie wir zu diesem hochkarätigen Besuch gekommen sind. Also hab ich ganz platt nach dem Grund für den Besuch gefragt. Und ich erfuhr: in der Botschaft gibt es ein großes Kakteen-Display, in denen viele verschiedene Kakteen gezeigt werden. Es soll Sinnbild sein für die Vielfalt Mexikos. Ein Teil der Kakteen stammt aus dem Botanischen Garten Berlin und vermutlich wurden einige von den Berliner Kakteenfreunden gestiftet. Das wollte uns der Botschafter zeigen. Und auch das Interesse an einer deutschen Kakteengärtnerei. Im Laufe des Besuchs kam im Nebensatz sehr freundlich und dezent – also diplomatisch – die Frage, ob wir vielleicht auch ein paar Pflanzen stiften würden. Klar machen wir das! Ehrensache!
                                  Und schon waren wir mitten im Gespräch.
                                  CactusPodcast - 040 Kakteengeschichte - Begegnung der Kulturen: Mexikanischer Botschafter in der Kakteengärtnerei

                                  von Ulrich Haage | CactusPodcast - Kakteengeschichte

                                  https://cactusblog.de/wp-content/uploads/2023/06/cactuspodcast-040-kakteengeschichte-mexikanischer-botschafter-besucht-kakteen-haage.mp3
                                  Wieder schwarze Limousine

                                  Und dann ist am Donnerstagnachmittag eine große schwarze Limousine mit einem Null-Kennzeichen auf unseren Parkplatz gerollt. Ohne ein besonderes Hoheitskennzeichen und ohne Polizei.
                                  Damit hatte ich aber auch nicht gerechnet. Ich begrüßte eine Frau und vier Männer in gediegenen schwarzen Anzügen.
                                  Aus der Thüringer Staatskanzlei hatte ich erfahren: am Vormittag hatte sich die Delegation mit Bodo Ramelow und mit der IHK getroffen.
                                  Und meine Schwester hatte auf den Berliner Kakteentagen eine Einladung ausgesprochen. Ich bin mir sicher, es gab außerdem noch einen Freund bei den Berliner Kakteenfreunden, der in Berlin ein wenig Fäden gezogen hatte.

                                  Dennoch war mir nicht klar, wie wir zu diesem hochkarätigen Besuch gekommen sind. Also hab ich ganz platt nach dem Grund für den Besuch gefragt.
                                  Und ich erfuhr: in der Botschaft gibt es ein großes Kakteen-Display, in denen viele verschiedene Kakteen gezeigt werden. Es soll Sinnbild sein für die Vielfalt Mexikos. Ein Teil der Kakteen stammt aus dem Botanischen Garten Berlin und vermutlich wurden einige von den Berliner Kakteenfreunden gestiftet. Das wollte uns der Botschafter zeigen. Und auch das Interesse an einer deutschen Kakteengärtnerei.
                                  Im Laufe des Besuchs kam im Nebensatz sehr freundlich und dezent – also diplomatisch – die Frage, ob wir vielleicht auch ein paar Pflanzen stiften würden.
                                  Klar machen wir das! Ehrensache!
                                  Und schon waren wir mitten im Gespräch.

                                  Diplomdeutsch – oder Diplomatendeutsch?

                                  An der Stelle ein Einschub mit etwas Nachhilfe in Sachen Diplomsprache? Diplomatie, also Botschaftsbegriffe.
                                  Ich brauchte die jedenfalls, denn ich hab mich im Kaktusgärtneralltag nicht mit der Frage auseinandergesetzt, was ein Gesandter ist und was der Unterschied zum Botschafter.
                                  Hier kommt der Service-Block, falls du das auch nicht wusstest:

                                  Was ist eigentlich ein Botschafter?

                                  Ein Botschafter ist ein Diplomat und der beamtete oberste Beauftragte eines Staates in einem anderen Land oder bei einer internationalen Organisation. Er wird vom Außenministerium entsandt und ist der persönliche Repräsentant des Staatsoberhauptes seines Landes. (sagt Wikipedia)

                                  Der Botschafter ist der Chef der Botschaft, der Gesandte sein Vertreter. In großen Botschaften gibt es manchmal auch einen ersten und einen zweiten Gesandten. Ganz praktisch: die Anrede für den Botschafter lautet „Excellenz“, der Gesandte hat keine zusätzliche Anrede. Blöd für mich: ich hab mich an den angekündigten Gesandten gehalten und war mir der Sache auch weiter sicher, denn wenn es der Botschafter gewesen wäre, dann hätten ihn seine Mitarbeiter auch mit seinem Titel oder seiner Anrede bedacht. Das kenne ich aus den Ministerien, da erscheint mir die Wortwahl selbst in der dritten Person manchmal sehr historisch: „Herr Minister hat gesagt…“, oder „Frau Ministerin wird am Dienstag um 11 Uhr hier sein …“

                                  In Mexiko sind diese Förmlichkeiten offenbar nicht so wichtig, oder die Menschen in der Delegation waren einfach so klassisch entspannt und locker miteinander unterwegs.
                                  Ich hab mal wieder was gelernt: Sei dir nie zu sicher, mit nichts!

                                  Kakteenessen, Tradition und Löwenzahn im Alltag

                                  Zurück ins Gewächshaus:
                                  Wir sind inzwischen bei den Mutterpflanzen angekommen.
                                  Opuntien! Nopales – in Mexiko werden die gern als Gemüse gegessen – erzählt ein Delegierten und alle nicken eifrig mit besonderem Gesichtsausdruck.
                                  Ja, ich weiß – und erzähle vom Kakteenessen in unserem Gewächshaus – und dass es im Moment schwierig ist Nopalitos als Salat im Glas zu importieren.
                                  Ich überlege, wie ich das einsortiere, welches Gewicht hat der Kaktus als Nahrungsmittel im Alltag in Mexiko? Ich hab Kaktusblätter auf den Märkten im Süden der USA gesehen, auch in den großen Supermärkten in der Gemüseabteilung.
                                  Im Nachgang mache ich mir darüber nochmal Gedanken, wie würde das erzählen? Mir kommt unser heimischer Löwenzahn in den Sinn. Würde ich in Vietnam überraschend über eine Pflanze stolpern, dann könnte ich auch erzählen: „esse ich, schmeckt, wird in Deutschland gern im Salat gegessen.“ Und es wäre wahr. Konkret ist es aber mindestens 30 Jahre her, dass ich meinen letzten Löwenzahnsalat genossen habe. Gut, „Löwenzahnhonig“ haben wir mit den Kindern im Kindergartenalter gemacht, aber auch das ist 10-15 Jahre her.
                                  Ich sammle mich und meine Gedanken mal – auch Löwenzahn wird gegessen und es gibt einige Landwirte, die professionell Löwenzahn anbauen. Ich glaube aber, dass Kakteen in Mexiko und auf der Welt wirtschaftlich eine größere Bedeutung haben, als Löwenzahn. Wie groß die wirtschaftliche Bedeutung für Mexiko ist, das kann ich ja bei meinem ersten Besuch in der Botschaft mal erfragen …

                                  Ich warne vor den feinen, weißen Dornen, den Glochiden an den Opuntien – aber schon hat der schwarze Anzug einen dünnen weißen Streifen auf dem Rücken.
                                  Au weh!
                                  Ich denke an die Ledersitze in der Limousine auf der Rückfahrt nach Berlin. Das wird bestimmt unangenehm.
                                  Manchmal verstehen sie mich vermutlich nicht und sie sind einfach zu höflich, das zu zeigen.
                                  Ich bemühe mich, Geschichten zu erzählen, die auch für Nicht-Kakteen-Spezialisten unterhaltsam sind.

                                  Die nächste Frage hat mich deswegen kurz überrascht:
                                  „Gibt es bei Ihnen auch Peotl?“ – wir schauen gerade die großen Astrophytum Mutterpflanzen an.
                                  Moment – noch ein paar Schritte, dann sind wir bei den Lophophora.

                                  Ja, Peotl haben wir – und ich höre Geschichten vom Heiligen Kaktus aus dem alten Mexiko.
                                  Damals hatten die Kakteen eine ganz besondere Bedeutung – der Kaktus auf dem der Adler mit der Schlange sitzt – das war der Ursprung, dort ist das heutige Mexiko gegründet worden. Das war die Opuntie, die auch heute noch Wappenpflanze Mexikos ist.
                                  Aber auch sonst seien Kakteen heute wieder mehr im Bewusstsein der Bevölkerung in Mexiko.
                                  An der Nationalen Universität und dem zugehörigen Botanischen Garten sind die Kakteen gut vertreten, es gibt verschiedene Forschungsprojekte in denen es auch um die Erhaltung der Kakteenpopulation geht.

                                  Frag den Kaktusgärtner – nein – heute: Frag den Botschafter!

                                  Und das war das Stichwort – damit sind wir von ganz allein in die Rubrik FdK gekommen – heute besser FdB: frag den Botschafter – denn wir haben im Vorfeld ein paar Hörerfragen eingesammelt, die ich jetzt dem Botschafter stellen konnte.

                                  roman (Insta)
                                  Mich würde interessieren welchen Stellenwert Kakteen dort haben, wir hier hegen und pflegen das sie überleben, dort ist es eventuell manchmal so etwas wie Unkraut… 😍🌵🌵🌵

                                  Kakteen sind für die Mexikaner wichtig. Die Pflanzen sind ziemlich tief in die Kultur und Traditionen des Landes eingebettet. Sie sind ein Teil des kulturellen Erbes sind auch Symbol für die Vielfalt von Mexiko.

                                  Das war mir so nicht klar – aber es erklärt die Sache mit dem Kaktus-Display in der Botschaft und den Fakt, das eine so hochkarätige Delegation sich auf den Weg macht, um Kakteen zu besorgen – und das erstaunt mich ziemlich!
                                  Dann ist da noch der Punkt mit den Kakteen in der mexikanischen Küche.

                                  Opuntia zählt in manchen Regionen zu den Grundnahrungsmitteln, die Kakteenblätter oder Nopales oder Tunas (Opuntienfrüchte) oder Pitahaya (Früchte von Selenicereus oder Hylocereus).
                                  Außerdem werden Kakteen in der Volksmedizin für alle möglichen Heilanwendungen eingesetzt.
                                  Übrigens auch Lophophora.

                                  Aure Lia (FB)
                                  Was wird getan, damit die Lophophora in freier Wildbahn erhalten bleibt und wie läuft es bisher?
                                  … und:

                                  philippheidelweizel (insta)
                                  Was für eine tolle Gelegenheit! Vielleicht könnt ihr mal nach Auswilderungsprogrammen bei Kakteen fragen.
                                  Die Fragen passen gut zusammen – deswegen die Antwort im Paket:

                                  Ja. Es gibt verschiedene Renaturierungsprogramme, die von der Regierung angeschoben werden und es gibt Programme aus Privatinitiative.
                                  Und nicht zuletzt zielen verschiedene Forschungsprojekte der Nationalen unabhängigen Universität Mexiko (UNAM) auf die Erforschung und Erhaltung von Kakteen und anderen sukkulenten Pflanzen in verschiedenen Regionen von Mexiko.

                                  Außerdem – und das war eine meiner Fragen: „gibt es viele Gärtner in Mexiko, die die Versorgung mit Kakteen im eigenen Land sichern.“
                                  Die Mitarbeiterin hat diese Aussage etwas relativiert, sie sagte: „zumindest in Mexico D. C. gibt es genügend Kakteen zu kaufen.“

                                  Thomas Paul (FB)
                                  Ich würde mal fragen ob er den Chefgärtner zum Gegenbesuch nach Mexiko einlädt.

                                  Ich war nicht so keck, nach einer Einladung zu fragen – aber ich habe sie bekommen.
                                  Zwar kein Gegenbesuch in Mexiko, aber nach Berlin wurde ich eingeladen – und das finde ich schon abgefahren!

                                  Jetzt ist dir sicher auch aufgefallen: einige der Antworten sind in erster Linie diplomatischer Natur „politisch pauschal positiv“.
                                  Ich habe auch nicht damit gerechnet, dass in der Botschaft in Deutschland Detail-Informationen über Artenschutz-Projekte vorliegen, das wäre definitiv zu viel erwartet, auch wenn der Besuch in der Gärtnerei einige Tage Vorlauf für die Vorbereitung gehabt hätte.

                                  Deswegen möchte ich gern noch eine andere Seite dazu hören.
                                  Mich interessiert: bist du selbst schon mal in Mexiko gewesen, oder kennst jemanden der vor Ort war und etwas zu konkreten Erhaltungsmaßnahmen von Kakteen in Mexiko erzählen kann?
                                  Wie siehst du das?

                                  Vom Sämling zum Kaktus und die Zukunft der Kakteen

                                  Im Gewächshaus sind wir nach den Samenträgern bis zur Aussaat gekommen. Ich glaube die schiere Masse der winzigen Kakteensämlinge waren sehr beeindruckend, denn es kam vom Herrn Wirtschaftsgesandten die erste „technische Frage“.
                                  Wie viele Mitarbeiter arbeiten hier? Die Sämlinge pikiert nur eine Kollegin – aber insgesamt sind wir zwölf, die die gesamte Gärtnerei am Laufen halten.
                                  Ich bin manchmal selbst unsicher, ob das jetzt viel oder wenig ist – für eine normale Gärtnerei wäre es ganz schön viel – und auch die Qualifikation unserer Mitarbeiter macht mich immer wieder stolz!

                                  Bei den Chamaecereus unterhalten wir uns über die Kakteengärtnereien und die momentanen Veränderungen auf dem Markt. Ich erzählen vom selten gewordenen Generationenwechsel bei den Kaktusgärtnern, denn meist ist es einfach Schwund. Das erlebe ich hier in Deutschland, aber auch in anderen Ländern der Erde.
                                  Ich frage, ob wir in Zukunft Kakteen direkt aus mexikanischen Gärtnereien kaufen können. Der Botschafter strahlt und erzählt vom neuen Handelsabkommen und dass das vielleicht auch den Markt für den Handel mit Kakteen erleichtern könnte. Wie das konkret aussehen kann, das weiß ich noch nicht – aber ich bin zuversichtlich.

                                  Wir haben die letzte Etappe unserer kurzen Rundreise durch die Kakteengärtnerei erreicht und stehen jetzt im Museum.
                                  Ich erzähle von den verschiedenen Standorte, an denen die Gärtnerei in Erfurt ansässig gewesen ist, ich erzähle vom Kakteenjäger Fric der im Mexiko Kakteen gesammelt hat und offenbar ist die Sammlung mit Kakteenbriefmarken aus der ganzen Welt ein interessantes Feld.

                                  Den Abschluss des Besuchs ist der Fototermin an der Friedrich Adolph Haage Gedenkplatte.
                                  Daneben gibt es noch den obligatorischen Eintrag ins Gästebuch – und erst dann wird mir bewusst, wer uns besucht hat:
                                  Es steht nämlich unter der Unterschrift:
                                  Francisco Jose Quiroga Fernandes
                                  Botschafter

                                  Bevor ich hier den Sack auch zu mache sage ich Danke fürs zuhören und:
                                   
                                  meine Fragen:
                                  Ich möchte gern deine Sicht hören.
                                  Bist du selbst schon mal in Mexiko gewesen, oder kennst jemanden der vor Ort war.
                                  Kannst du etwas zu konkreten Erhaltungsmaßnahmen von Kakteen in Mexiko erzählen?
                                  Und wie siehst du das, ist die Erhaltung der Kakteen in Mexiko für dich wichtig? 
                                   
                                   
                                  Und was kommt als nächstes?
                                  Der Cactuspodcast kommt wieder mit der Episode 041 zum Thema 200 Jahre Kakteen-Haage.
                                  In der Episode wird es um Dynamit und das Deutsche Gartenbaumuseum gehen. Es wird explosiv mit einem weiteren Kaktus und einem Gast. Ich bekomme eine Mütze – und du darfst auf die Geschichte echt gespannt sein!
                                   
                                  Und wenn du jetzt Fragen hast – oder deine Antworten auf meine Fragen schicken willst – oder vielleicht deine eigene Kakteengeschichte erzählen möchtest – melde dich einfach.
                                  • Schick mir eine Mail an [email protected] oder
                                  • schreib mir in unserer Facebook-Community https://www.facebook.com/groups/4080401532000332/
                                    Wenn du mehr wissen willst – du findest die Shownotes, Fotos und viel mehr ganz einfach unter www.cactuspodcast.de/040
                                    Bis zur nächsten Episode – wo wir weiter in der Geschichte schauen.
                                    Bleib gesund und mach’s gut!
                                     
                                    Shownotes:

                                    Darüber habe ich erzählt:

                                    • Mexikanische Botschaft: https://embamex.sre.gob.mx/alemania
                                    • Botschafter (Wikipedia): https://de.wikipedia.org/wiki/Botschafter 
                                    • UNAM – Nationale Autonome Universität von Mexiko: https://de.wikipedia.org/wiki/Nationale_Autonome_Universit%C3%A4t_von_Mexiko
                                    • Deutsches Gartenbaumuseum – https://www.gartenbaumuseum.de/
                                       
                                      Schöne Grüße aus der Blumenstadt Erfurt
                                      Ulrich Haage mit schicken Grüßen aus der Kakteengärtnerei.
                                       
                                      Wie gefällt dir diese Episode?

                                      Ich freue mich auf dein Feedback.

                                      • per Mail an [email protected]
                                      • in der FB CactusPodcast Community https://www.facebook.com/groups/4080401532000332/
                                      • Kommentare direkt hier im cactusblog.de
                                      • deine Bewertung auf iTunes – das wäre mir ein inneres Maximal-Blümchenpflücken!
                                         
                                          
                                        Mehr gibt es wie immer in der Facebook CactusPodcast Community. 
                                        Welche Themen soll ich mir in den kommenden Episoden vornehmen?
                                         
                                        Du willst mehr vom CactusPodcast? Das geht ganz einfach:
                                        Sogar automatisch: jetzt gleich den CactusPodcast auf iTunes – nein Apple Podcast abonnieren. 
                                        Auch diesmal habe ich mir wieder viel Mühe gegeben, die Shownotes mit noch mehr Informationen zu ergänzen.
                                         
                                        Du willst noch mehr wissen / haben / hören?
                                        Service-Links – ich bin Überzeugungstäter!
                                        Keine Afilliate Links – ich erhalte keine Provision. 
                                         

                                        Der Beitrag CactusPodcast 040 – Kakteengeschichte: Begegnung der Kulturen – Mexikanischer Botschafter in der Kakteengärtnerei erschien zuerst auf Cactusblog.

                                        28 min
                                      • CactusPodcast 039 – Kakteengeschichte: Jubiläum – Bodo Ramelow und Goethe
                                        200 Jahre Kakteen-Haage – Jubiläum Teil 2​ – Episode 039
                                        Goethe, Kaktus und Bodo Ramelow
                                        Hey, ich bin Ulrich Haage, ich bin Kaktusgärtner und bin ziemlich aufgeregt wegen der heutigen Episode – aber das halte ich noch eine Weile aus.
                                        Wir machen heute zweierlei – wir machen Geräusche:
                                        erstens: / Dornengeräusche
                                        zweitens: / Autogeräusche
                                        Nachtrag zur Königin der Nacht aus Episode 038
                                        Eine Geschichte aus dem Botanischen Garten Dresden

                                        Vor den Geräuschen gibt es noch einen Nachtrag zur letzten Episode: die Geschichte vom letzten sächsischen Kaiser und der Königin der Nacht:

                                        Ich war vor einigen Wochen in Dresden. Dort wurde im Botanischen Garten eine zauberhafte Geschichte zur Königin der Nacht erzählt – und die erzählt euch heute kein anderer als René Burkhardt, der mich heute im CactusPodcastStudio besucht:

                                        In den 1960er Jahren kündigten im Sommer die Zeitungen die zu erwartende Blüte der Königin der Nacht an. Am Abend versammelten sich Tausende Besucher vor dem Botanischen Garten, weit mehr, als ins Gewächshaus passen würden.

                                        Um der Situation überhaupt wieder Herr zu werden wurde die Polizei gerufen, die dann „den Verkehr im Garten regelte“. So konnten alle Besucher die seltenen Blüten bewundern.

                                        Und damit herzlich willkommen im CactusPodcast bei Teil zwei der Serie zum Thema 200 Jahre Kakteen-Haage.

                                        Am liebsten würde ich jetzt stoppen und schauen, ob du da draußen tatsächlich heraushören konntest, was sich hinter den Aufnahmen verbirgt – denn das ist ja nicht so einfach, diese Sounds einzufangen.
                                        Aber – die Zeit haben wir nicht, deswegen löse ich das erste Geräusch gleich auf.
                                        Gleich.

                                        CactusPodcast - 03 Kakteengeschichte - Jubiläum - Goethe, Kaktus und Bodo Ramelow

                                        von Ulrich Haage | CactusPodcast - Kakteengeschichte

                                        https://cactusblog.de/wp-content/uploads/2023/04/cactuspodcast-039-kakteengeschichte-jubilaeum-goethe-kaktus-und-bodo-ramelow.mp3
                                        Der Großvater – fast 200 Jahre dabei

                                        Vorher steigen wir aber erstmal ein: uns erwartet heute eine ziemliche Promi-Dichte.
                                        Wir beginnen gleich mal mit dem ältesten noch lebenden Promi: >>ping
                                        DAS ist der GROSSVATER
                                        Damit ist nicht mein Großvater gemeint, also nicht Walther Haage.
                                        Und auch nicht dieser hier:
                                        >> Fagott
                                        Das ist der Fagott-Großvater aus Peter und der Wolf.
                                        DER GROSSVATER ist unser alter schöner Echinocactus grusonii, vielleicht ist er dir ja schon mal in oder vor unserem Gewächshaus begegnet.
                                        Und wenn nicht – auf www.cactuspodcast.de/39 findest du mindestens ein Foto von ihm. Da kannst du ihn in seiner ganzen Pracht anschauen – sogar mit Schärpe!

                                        Warum Schärpe?

                                        Na weil Jubiläum!
                                        Kakteen-Haage feiert 2022 Jubiläum 200 Jahre – und dieser Echinocactus grusonii – heute korrekt übrigens Kroenleinia grusonii – gehört zu dem wenigen, das uns schon über die Jahrhunderte begleitet. Konkret: diese Pflanze ist zum Beispiel schon länger da, als beispielsweise unser altehrwürdiges Geschäftshaus. Das steht erst seit den 1890er Jahren. Und 1890 – damals war die Gärtnerei auch noch am anderen Ende der Stadt – im späteren Neu-Daberstedt angesiedelt.
                                        Wir gehen aber noch weiter zurück in der Geschichte – in die 1820/30er Jahre und wir wechseln auch noch mal den Standort. Zu der Zeit befindet sich die Gärtnerei in der Schmidtstedter Straße – unweit des heutigen Erfurter Hauptbahnhofes.
                                        Wir haben eine recht gute Dokumentation, die zeigt, dass diese Pflanze unsere Gärtnerei schon seit sehr langer Zeit begleitet. Neben dem Foto mit der Schärpe gibt es Fotos, auf denen ich als Kind mit diesem grusonii zu sehen bin, mit meinem Vater in jungen Jahren und auch mit meinem Großvater, mit dem Großvater sozusagen. In welchem Jahr die Pflanze aber nun ganz genau zu uns gekommen ist – das kann ich nicht mit Gewissheit sagen – aber dazu gibt es gleich von meinem prominenten Gast eine spannende Erklärung. Der muß aber erst noch ankommen.

                                        Cactus Sounds und Geräusche raten

                                        Echinocactus grusonii – ich bleibe erstmal bei diesem Namen – zählt ohne Zweifel zu den bekanntesten Kakteen überhaupt. Da mag man denken – darüber ist längst alles Spannende erzählt. Bei der Vorbereitung sind mir so viele Aspekte in die Finger gekommen, dass ich mich entschieden habe: dafür gibt es eine eigene Episode. Wenn du sofort mehr wissen möchtest: der Wikipedia-Artikel ist schon extrem informativ.
                                        Die Deutsche Kakteengesellschaft hat die Pflanze 2008 zum Kaktus des Jahres gewählt – eben auch weil sie so bekannt ist.
                                        Die kleine Kaktusmusik, die du in der Episode hören kannst, hat übrigens mein Spontangast Rene Burkhardt eigenhändig auf den Dornen des Großvaters gespielt.
                                        Limousinen-Sound

                                        Hier kommt das zweite Geräusch: Reifen einer Limousine auf Schotter.

                                        Ich hab extra nachgeschaut: meine betagte Daimler B-Klasse ist auch eine Limousine. Und da du die Farbe ohnehin nicht zweifelsfrei raushören konntest, kannst du dir anhand des Abrollgeräusches vermutlich auch beim Hersteller nicht ganz sicher sein, was wir aufgenommen haben. Zum Jubiläum im September 2022 rollten jedenfalls zwei BMW 750 ld xdrive gecleant, mit Blaulicht, Sonderschutz (im Volksmund sagt man gepanzert) und ohne Standarte – und so ein Bolide kommt mit 6 Litern Diesel über die Runden.

                                        Weil ich mich so mit den Autos beschäftigt habe: Bodo Ramelow fährt aber nicht nur den sparsamen 6-Liter-BMW-Boliden. Bei der Recherche zu dieser Episode habe ich ein Video aus seinem ersten Jahr als Thüringer Ministerpräsident gefunden, da ist er als Egon Olsen im Volvo von Erich Honecker unterwegs.
                                        Ramelow im Honecker-Volvo – in der Autobild-Zeitung
                                        … und der ganze Bodo – Egon Olsen Spot als Filmchen auf Facebook

                                        Worüber ich mich etwas gewundert habe: es gibt fast keine Fotos von diesen Dienstfahrzeugen. Ich habe aber in meinem Fundus ein paar Bilder gefunden. 

                                        … so Sorry für so viel Aufmerksamkeit für schnöde Autos – aber es hat einfach Spaß gemacht, all diese Details noch herauszufinden …

                                        und wie steht es denn mit Bodo Ramelow und den Kakteen?

                                        Bodo Ramelow ist im Februar 1956 in Osterholz-Scharmbeck geboren und aufgewachsen. Und hier gibt es eine – weit entfernte  – Verbindung zu den Kakteen: In Osterholz-Scharmbeck war auch Kurt Petersen zu Hause. Er war der 13. Präsident der Deutschen Kakteengesellschaft und ein hervorragender Epi-Kenner. Kurt Petersen war Initiator der EPIG (Interessengemeinschaft Epiphytische Kakteen – www.epig.org ) 

                                        Mit den Kakteen – sagt Bodo Ramelow über sich selbst, hat er kein glückliches Händchen – das überlasse er lieber den Kakteengärtnern.

                                        Das ist uns ganz recht! 

                                         

                                        200 Jahre und Ramelow – ist das normal?

                                        Wenn ich das hier so locker erzähle und es vielleicht so rüberkommt, als würde ich sowas alle Tage machen können – der Schein trügt.
                                        Über die zweihundert Jahre hab ich in der letzten Episode schon erzählt.

                                        Und ja, wir haben in 200 Jahren einige Gäste bei uns begrüßen dürfen. Und wir haben uns auf den Tag und die Gäste vorbereitet. Trotzdem war ich aufgeregt. Aber es gab einen, der war das nicht – und diese kleine Geschichte möchte ich gern vor dem Vergessen bewahren.
                                        Das kam so:
                                        Der MP kam vom Parkplatz und ich begrüßte ihn „am Großvater“. Mein Vater, Hans-Friedrich Haage war derweil neben uns ins Gespräch vertieft und hatte unseren Gast nicht gleich mitbekommen. Und da sein Personengedächtnis nur wenig besser ist als meines, habe ich versucht, ihm bei der Vorstellung eine Brücke zu schlagen.
                                        Ich also:
                                        „Mein Vater.“ >
                                        „Unser Landesvater.“ <
                                        Offensichtlich durchschauten beide mein Ansinnen, es gab jedenfalls ein schallendes Gelächter.
                                        Und meine Schwester hat den Moment für unser Gästebuch festgehalten.

                                        Und was erzählt er denn nun?

                                        Bodo Ramelow spricht über die Begegnung zwischen Friedrich Adolph Haage, dem Großherzog Ernst August von Sachsen Weimar, dem Freiherr Johann Wolfgang von Goethe und der Verbindung zu seinen eigenen Vorfahren, der Familie Fresenius.
                                        Er spricht von Höhen und Tiefen, von der Bundesgartenschau und von dem, was Gärtner durch alle Zeiten hindurch geschaffen haben und heute noch bewegen.

                                        Ich muss das nicht verbergen: Ich schätze unseren Ministerpräsidenten sehr, nicht wegen seiner lobenden Worte für uns – und es ist auch keine parteipolitische Ansicht.
                                        Ich schätze Menschen, die weiter blicken wollen, die aufrecht sind, die Fehler machen können und die auch eingestehen können.
                                        Das ist bei Wolfgang Tiefensee oder bei Bernhard Vogel so, ich denke an Hans-Dietrich Genscher oder Helmut Kohl. Und das ist bei ganz „normalen Menschen“ auch so und ich bin froh, viele solcher „normaler Menschen“ zu meinen Freunden zählen zu dürfen.
                                        Das Bild des Großherzogs, der sich die Jacke auszieht und dem Gärtner zugesellt, daran habe ich mich erinnert, als ich mit eben diesem Bodo Ramelow im letzten Sommer im Harz in der Nähe vom Dreiherrenstein auf einer Borkenkäferfläche Bäume aufgepflanzt habe. Der Fototermin war vorüber, die Kameras eingepackt und die offiziellen Reden gehalten und wir haben zu zweit Bäume gesetzt und dabei geschwitzt – schweigend und ohne Jacke. Das muß ein MP nicht machen.
                                        Aber er kann es tun. Und diese Nahbarkeit – das hat mich bei der Geste von Ernst August auch beeindruckt.
                                        Die da oben – sind auch Menschen.
                                        Der Job ist ein anderer und ich beneide sie nicht darum.

                                        Auf bald – und bleib happy!

                                         
                                        Und was kommt als nächstes?
                                        Das war der zweite Teil zum Kakteen-Haage-Jubiläum, diesmal mit Ministerpräsident Bodo Ramelow und Rene Burkhardt als Gast im Studio.
                                        In der Episode 40 wird es explosiv mit einem weiteren Kaktus und einem Gast. Ich bekomme eine Mütze – und du darfst auf die Geschichte echt gespannt sein!
                                         
                                        Und wenn du jetzt Fragen hast – oder vielleicht deine eigene Kakteengeschichte erzählen möchtest – melde dich einfach.
                                        • Schick mir eine Mail an [email protected] oder
                                        • schreib mir in unserer Facebook-Community https://www.facebook.com/groups/4080401532000332/
                                          Wenn du mehr wissen willst – du findest die Shownotes, Fotos und viel mehr ganz einfach unter www.cactuspodcast.de/038
                                          Bis zur nächsten Episode – wo wir weiter in der Geschichte schauen.
                                          Bleib gesund und mach’s gut!
                                          Shownotes:

                                          Darüber habe ich erzählt:

                                          • Echinocactus grusonii – heute – https://de.wikipedia.org/wiki/Kroenleinia_grusonii
                                          • EPIG – Interessengemeinschaft Epiphytische Kakteen – https://epig.org/ueber-die-epig/
                                          • Deutsche Kakteengesellschaft – https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Kakteen-Gesellschaft
                                          • Thüringer Staatskanzlei über den Besuch von Bodo Ramelow bei Kakteen-Haage – https://www.staatskanzlei-thueringen.de/medienservice/veranstaltungsberichte/detailseite/default-03e2b3e90f
                                          • Ramelow im Volvo – https://www.autobild.de/klassik/artikel/volvo-264-te-kurioses-video-mit-sed-karosse-14708023.html
                                          • und das Egon Olsen Volvo-Video dazu – https://www.facebook.com/watch/?v=337172750270030
                                          • Deutsches Gartenbaumuseum – https://www.gartenbaumuseum.de/
                                             
                                            Stay tuned! 
                                            Schöne Grüße aus der Blumenstadt Erfurt
                                            Ulrich Haage mit schicken Grüßen aus der Kakteengärtnerei.
                                             
                                            Wie gefällt dir diese Episode?

                                            Ich freue mich auf dein Feedback.

                                            • per Mail an [email protected]
                                            • in der FB CactusPodcast Community https://www.facebook.com/groups/4080401532000332/
                                            • Kommentare direkt hier im cactusblog.de
                                            • deine Bewertung auf iTunes – das wäre mir ein inneres Maximal-Blümchenpflücken!
                                               
                                                
                                              Mehr gibt es wie immer in der Facebook CactusPodcast Community. 
                                              Welche Themen soll ich mir in den kommenden Episoden vornehmen?
                                               
                                              Du willst mehr vom CactusPodcast? Das geht ganz einfach:
                                              Sogar automatisch: jetzt gleich den CactusPodcast auf iTunes – nein Apple Podcast abonnieren. 
                                              Auch diesmal habe ich mir wieder viel Mühe gegeben, die Shownotes mit noch mehr Informationen zu ergänzen.
                                               
                                              Du willst noch mehr wissen / haben / hören?
                                              Service-Links – ich bin Überzeugungstäter!
                                              Keine Afilliate Links – ich erhalte keine Provision. 
                                               
                                              … und hier kannst du das Video der Episode direkt anschauen …

                                              Der Beitrag CactusPodcast 039 – Kakteengeschichte: Jubiläum – Bodo Ramelow und Goethe erschien zuerst auf Cactusblog.

                                              20 min
                                            • CactusPodcast 038 – Kakteengeschichte: Jubiläum – Haage am Sächsischen Hof
                                              200 Jahre Kakteen-Haage – Jubiläum Teil 1​ – Episode 038
                                              Seid Ihr wirklich die älteste Kakteengärtnerei der Welt?
                                              „Seid ihr wirklich die älteste Kakteengärtnerei der Welt?“
                                              Das ist eine der häufigsten Frage, die ich beantworte.
                                              Es geht heute um 200 Jahre Kakteengeschichte – nämlich die von Kakteen-Haage.
                                              Wie und warum – und was nicht, das gibt’s heute und in den nächsten Episoden im CactusPodcast.
                                              Wie lassen sich 200 Jahre Kakteen-Geschichte erzählen?
                                              … mit viel Respekt!

                                              Wir starten heute eine Serie mit einem Blick in die Geschichte von Kakteen-Haage – und zum Teil ist das ja auch die Geschichte der Kakteen – mehr als mir das im Alltag bewusst ist.
                                              Ganz ehrlich – genau davor habe ich einen ziemlichen Respekt, denn ich hatte keine Ahnung, wie ich das in eine Episode gepresst bekomme – deswegen wird es jetzt eine kleine Serie. Klar, auch die kann keine 200 Jahre abbilden, aber so bekommst du entspannt ein Gefühl für ein paar Dinge, die in den letzten zwei Jahrhunderten in der Kakteenwelt passiert sind.

                                              Mein ganz persönliches:

                                              Ich sitze allein mit mir und ein paar tausend Kakteen im Gewächshaus und versuche endlich die nächste Episode auf den Weg zu bringen – und es fällt mir nicht so leicht. Und DAS ist mir in letzten zwei Jahren häufiger passiert, als es mir lieb ist – und es gefällt mir nicht. Es ist ein bisschen wie meine Versprechen nicht halten und das ist blöd.
                                              Mein Plan, die Episode 38 rechtzeitig den Weihnachtskakteen zu widmen, ist nicht aufgegangen. Auch die angekündigte Folge 39 ist noch nicht vorbereitet. Es gibt für dieses und für jenes auch plausible Gründe – allein, ich tue mich schwer, das einfach so hinzunehmen. Sowohl Schlumbergera und vielleicht auch die Hintergrundgeschichten aus dem ZDF Fernsehgarten kommen halt eben später. Sorry dafür! Mal wieder alles etwas anders.

                                              Jump

                                              Aber jetzt – wir springen jetzt zurück in der Geschichte. Erstmal nur ein paar Wochen – in den warmen Spätsommer 2022:

                                              CactusPodcast - 038 Kakteengeschichte - Jubiläum - Haage am Sächsischen Hof

                                              von Ulrich Haage | CactusPodcast - Kakteengeschichten

                                              https://cactusblog.de/wp-content/uploads/2023/01/cactuspodcast-038-kakteengeschichte-jubilaeum-haage-am-saechsischen-hof.mp3
                                              200 Jahre Kakteen-Haage
                                              Wir haben am 24. September 2022 gefeiert.
                                              Es war viel weniger pompös als mancher erwartet hat – und zugleich viel größer und schöner, als ich dachte.
                                              Der 24. September war ein ganz normaler Samstag – und trotzdem waren wir alle ziemlich aufgescheucht.
                                              Wir haben uns lange im Vorfeld Gedanken gemacht, wie wir die Feier begehen werden, Ideen haben wir schon Jahre vorher gesammelt – und wie es so ist – dann war es 2021, Corona und in Erfurt verwandelte sich. Es war BUGA in Erfurt – Bundesgartenschau und wir Gärtner hatte mehr als alle Hände voll zu tun. Und plötzlich war schon das Jubiläumsjahr angebrochen – und wir hatten immer noch zu tun.
                                              In unserer Familie kursiert ein Spruch, „Es ist traurig, sich allein zu freuen. Freu dich mit mir!“ Ich hab eben erst gelernt, dass dieser Text von Lessing stammt. Jedenfalls haben wir uns Gäste eingeladen, damit wir nicht allein feiern müssen.
                                              Unsere Gäste waren Wegbegleiter aus nah und fern. Ziemlich aufwändig war es, die Kollegen aus früheren Jahren zu kontaktieren – da sollte man doch in Zeiten von Social Media denken, wir sind alle vernetzt – Pustekuchen! Das war in manchen Fällen eine ziemliche Sucherei – und da bin ich froh, dass meine Mutter immer noch ihr altes Adressbuch führt! Ein echter Schatz!
                                              Aus der langen Gästeliste haben wir neun Redner ausgesucht – die – jeder aus seiner Sicht einen kleinen Blick auf eine ausgewählte Geschichte aus den 200 Jahren werfen wird. Klein – weil jeder Redner hat fünf Minuten Zeit – sonst bleibt ja keine Zeit zum Feiern mehr!
                                              Am Vormittag trudelten frühzeitig die Gäste ein. Unser erster Redner war übrigens der erste Gast, der morgens mit einem riesigen Dahlienstrauß auf dem Parkplatz stand.
                                              Gärtnerei im Jubiläums-Modus
                                              Seit dem letzten Sommer war am Haus die frisch sanierte Gedenktafel für Friedrich Adolph Haage angebracht. Meine Mutter und meine Tochter Maria haben zusätzlich einen Kranz aus Aloe darüber angebracht.
                                              Vor dem Gewächshaus stand festlich geschmückt „Der Großvater“ – unser ältester Echinocactus grusonii. Und im Gewächshaus haben sich die Gäste versammelt.
                                              Und wir springen 200 Jahre zurück in die 1820er Jahre. Das machen wir mit der Hilfe eines leibhaftigen Sachsens. Denn die Kakteengeschichte der Haages begann in Sachsen. Und da beginnt auch die Geschichte der kommerziellen Kakteengärtnerei.
                                              Auf diese Reise begleitet uns Winfried Kaiser, er ist der letzte amtierende Präsident der sächsischen Gärtner gewesen – und nun seit einigen Jahren schon im Ruhestand. Aber so richtig Ruhestand geht bei Gärtnern ja nicht – er ist oft noch in der Familiengärtnerei Kaiser Gartenbau in Weinböhla fleißig – und er hat ein heimliches Faible für Kakteen – das merkt man auch in seiner Rede.
                                              Wir sind jetzt in Sachsen:
                                              Winfried Kaiser: Friedrich Adolph Haages Ausbildung bei Sächsischen Hofgärtner Seidel

                                              Winfried Kaiser ist für mich immer ein besonderer Gärtner – nicht nur, weil er sich als „normaler Gärtner“ für Kakteen interessiert hat. Wann immer wir uns trafen, dann hat er sich intensiv nach den Kakteen erkundigt und immer auch eine eigene kleine Geschichte zu erzählen gehabt – das ist unter den Profigärtnern eher selten. ZVG – der Zentralverband Gartenbau, unsere berufsständische Organisation, dort haben wir uns regelmäßig getroffen, um zu schauen, wie wir gemeinsam das Leben der Gärtner in Deutschland etwas besser machen können.
                                              Seine Heimat Weinböhla ist übrigens auch ein bedeutender gartenbaulicher Standort – auch eine Kakteengärtnerei gab es dort, vielleicht sagt dir der Name Treuheit im Zusammenhang mit winterharten Kakteen etwas.
                                              Und die Familie – oder treffender – die Gärtnerdynastie der Seidels – von denen hast du sicher schon gehört – Kamelien, Schlossgarten Pillnitz – auch hier gibt es eine unheimlich spannende Familiengeschichte zu entdecken.
                                              Gab es zu der Zeit auch schon andere Kakteengärtnerei ?
                                              Ja, auch vor der Gründung von Kakteen-Haage im Jahr 1822 gab es einen Gärtner, der Kakteen zum Verkauf angeboten hat. Ich gehe davon aus, dass es nicht der einzige war. Ich hab in unserem Katalogarchiv auf den ersten Blick acht Kakteen im Schellhase-Katalog aus dem Jahr 1808 gefunden.

                                              Der erste Kakteen-Haage Katalog
                                              Bis der erste Katalog von Friedrich Adolph Haage erscheint, soll es noch einen Moment dauern – und auch da gibt es eine Überraschung: mein Großvater hat mir immer mal ein Dia von einer Kopie von der ersten Haage-Ausgabe mit einer englischen Signatur gezeigt – und so bin ich mein Leben lang davon ausgegangen, wir haben nur ein Bild von einer Kopie in unserem Archiv.
                                              Und dann habe ich bei den Vorbereitungen für das Haage-Buch „Kaktus, Kresse, Kohl“ in einer Kiste mit Unterlagen von meiner Großmutter das Original zutage gefördert. Das ist in dem Kasten wohl unter die Räder gekommen. Und vor wenigen Wochen habe ich sogar den zugehörigen Schutzumschlag entdeckt. Mein Großvater vermerkt darauf den unersetzlichen Wert des Dokuments, das aber für viele Jahrzehnte nicht mehr in seinem Umschlag ruht und beziffert ihn mit 20.000 Reichsmark, das entspricht heute grob 100.000 €. Spannend, was Geschichte für Werte bewegt!
                                               
                                              Und was kommt als nächstes?
                                              Das soll es für den ersten Teil gewesen sein. In der Episode 39 treffen wir auf weitere hochrangige Persönlichkeiten und einen weiteren Kaktus der bei uns – und überhaupt Geschichte schreibt – du darfst gespannt sein.
                                              Wenn du Fragen hast – oder vielleicht deine eigene Kakteengeschichte erzählen möchtest – melde dich einfach.
                                              • Schick mir eine Mail an [email protected] oder
                                              • schreib mir in unserer Facebook-Community https://www.facebook.com/groups/4080401532000332/
                                                Wenn du mehr wissen willst – du findest die Shownotes, Fotos und viel mehr ganz einfach unter www.cactuspodcast.de/038
                                                Bis zur nächsten Episode – wo wir weiter in der Geschichte schauen.
                                                Bleib gesund und mach’s gut!
                                                Shownotes:

                                                Darüber habe ich erzählt:

                                                • ZVG – https://www.derdeutschegartenbau.de/
                                                • Deutsches Gartenbaumuseum – https://www.gartenbaumuseum.de/
                                                • KaktusKochbuch – https://www.kakteen-haage.de/Literatur/Kakteenliteratur/Literatur/KochbuchKaktus-Ulrich-Haage-Ulrich-Manck.html
                                                • Hofgärtner Seidel – https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Heinrich_Seidel
                                                   
                                                  Stay tuned! 
                                                  Schöne Grüße aus der Blumenstadt Erfurt
                                                  Ulrich Haage mit schicken Grüßen aus der Kakteengärtnerei.
                                                   
                                                  Wie gefällt dir diese Episode?

                                                  Ich freue mich auf dein Feedback.

                                                  • per Mail an [email protected]
                                                  • in der FB CactusPodcast Community https://www.facebook.com/groups/4080401532000332/
                                                  • Kommentare direkt hier im cactusblog.de
                                                  • deine Bewertung auf iTunes – das wäre mir ein inneres Maximal-Blümchenpflücken!
                                                     
                                                      
                                                    Mehr gibt es wie immer in der Facebook CactusPodcast Community. 
                                                    Welche Themen soll ich mir in den kommenden Episoden vornehmen?
                                                     
                                                    Du willst mehr vom CactusPodcast? Das geht ganz einfach:
                                                    Sogar automatisch: jetzt gleich den CactusPodcast auf iTunes – nein Apple Podcast abonnieren. 
                                                    Auch diesmal habe ich mir wieder viel Mühe gegeben, die Shownotes mit noch mehr Informationen zu ergänzen.
                                                     
                                                    Du willst noch mehr wissen / haben / hören?
                                                    Service-Links – ich bin Überzeugungstäter!
                                                    Keine Afilliate Links – ich erhalte keine Provision. 
                                                     
                                                    … und hier kannst du das Video der Episode direkt anschauen …

                                                    Der Beitrag CactusPodcast 038 – Kakteengeschichte: Jubiläum – Haage am Sächsischen Hof erschien zuerst auf Cactusblog.

                                                    23 min
                                                  • CactusPodcast 034 – Artenschutz: Kakteen, Kriminelle, Anwälte
                                                    Sind Kakteen und ihre Pflege immer anständige und rechtschaffende Bürger? – Episode 034
                                                    Von den Braven, Kriminellen und Anwälten – heute räumen wir mal mit ein paar Vorurteilen auf
                                                    Die Fragen von Frederik Wietbrok haben mich schon oft ins länger nachdenken gebracht. 
                                                    Diesmal ist gleich eine ganze Episode daraus geworden.
                                                    Es geht um die Frage: alles rechtens bei den Kakteen? – wenigstens ganz grob.
                                                     
                                                    Kakteen – Kriminelle – Anwälte
                                                    CactusPodcast eine Folge für Rechtsanwälte?
                                                    Das war zumindest mein Arbeitstitel – aber bei der Vorbereitung wurde mir sehr schnell klar: Die Anregung kam zwar von einem Anwalt, aber die Antworten sind auch für jeden normalen Kakteensammler ganz spannend.
                                                     
                                                    Außerdem starten wir noch mit einem Hinweis auf ein Interview in den Bienengesprächen, bei dem es auch um rechtliche Veränderungen im Saatgutbereich und beim Pflanzenpass geht. 
                                                    In diesem Sinne – stürzen wir uns mal ins Getümmel …
                                                    CP034 Artenschutz - Kakteen, Kriminelle, Anwälte

                                                    von Ulrich Haage | CactusPodcast - Artenschutz

                                                    https://cactusblog.de/wp-content/uploads/2022/02/CactusPodcast-034-Artenschutz-Kakteen-Kriminelle-Anwalte.mp3
                                                    Fragen in dieser Episode – Artenschutz – Kakteen, Kriminelle, Anwälte
                                                    Diesmal gibt’s kein vollständiges Transkript der Episode – aber die Fragen und die kurz zusammengefassten Antworten.

                                                    Maestro,
                                                    uns stellen sich einige Fragen, über deren gelegentliche Beantwortung, soweit die Zeit und der Schlaf das zulässt, wir uns sehr freuen würden.

                                                    Gibt es Rechtsanwälte, die auf den Bereich Pflanzenrecht, Kakteenrecht spezialisiert sind ? Gibt es sowas überhaupt? Ich habe in meinen juristischen Verlagen und Datenbanken da eher nichts zu gefunden.

                                                    Nein, Anwälte, die auf „Gärtnerbedarf“ spezialisiert sind kenne ich auch nicht. Vielleicht gibt es am Niederrhein, im Alten Land oder in Rain am Lech, – also dort wo viele Gartenbaubetriebe konzentriert sind – tatsächlich auch Fachanwälte, die sich ganz speziell auf Gärtnerbelange eingestellt haben.

                                                    Und Ja: ich kenne spezielle Anwälte für den Bereich Artenschutz, die sind meist in Regierungsstellen als Justiziare tätig und kümmern sich um die Umsetzung der Artenschutzgesetze.
                                                    Wenn ich als Bürger in dem Bereich in „eine Situation“ käme, dann würde ich mich wohl nach einem Anwalt für Verwaltungsrecht umsehen.

                                                    Sind Kakteen, Zimmerpflanzen, Pflanzen allgemein ein paradiesischer Ort und Zustand, um den es keinen Streit und schon gar keine Rechtsstreitigkeiten gibt? Da fehlt mir als Anwalt allerdings die Fantasie zu.

                                                    Ja, ein bisschen scheint es fast so. Vielleicht sind wir Gärtner ein Völkchen, das in der Lage ist, Einigung zu erreichen. Vermutlich ist es aber eher der Fall, dass ich im Moment in erster Linie von mir spreche – mir liegen Streitereien nicht so.

                                                    Ich träume ja als Anwalt immer noch davon jeden Online Kakteenverkäufer auf Ebay OHNE EU Pflanzenpass abzumahnen. Böse Anwälte…:)

                                                    Wenn ich das richtig verstanden habe, gilt die EU Pflanzenpasspflicht ja auch für Onlinehandel, also Ebay und zwar auch für Nicht-Unternehmer. Wobei ich da bislang wenig bis gar nichts zu gehört habe. Sicher bin ich mir da auch nicht. Und viele Ebay Verkäufer schließen den EU Pflanzenpass ja auch einfach aus… Ja ist denn das überhaupt möglich ? Wenn die Pflicht dazu besteht, dann garantiert nicht.

                                                    Ich gehe jetzt auf dünnes Eis – ich erzähle hier von meinem Verständnis – ich kann und will hier keine Rechtsberatung leisten:
                                                    Der Pflanzenpass ist im Fernabsatz grundsätzlich nötig – ja!
                                                    Aber: ich glaube, bis zur Umsetzung ist es noch ein längerer Weg. Ich habe Zweifel, dass die Pflanzenschutzdienste überhaupt die Man-Power haben, um die dafür nötigen Neuanmeldungen zu verarbeiten – geschweige denn zu kontrollieren?
                                                    Der Gesetzgeber ist da immer etwas schneller als die Umsetzung möglich ist – und an der Stelle braucht es immer etwas Zeit, bis sich das zurecht geruckelt hat. Und ich gehe davon aus, dass es – wenigstens temporär – sowas wie eine Bagatellgrenze gibt, also „kleine Fische“ um die sich im Moment noch keiner kümmert. Die Frage nach den erwähnten Ebay-Händlern habe ich die Pflanzenpass-Kommission auch schon gefragt. Ich war mir danach nicht so sicher, ob man dieses Thema vorher überhaupt auf dem Schirm hatte.

                                                    Warum ist es trotzdem nötig, genau hinzuschauen? Klar, es gibt immer schwarze Schafe, denen es auf die Füße zu treten gilt. Aber um die wirklich sicher herauszufischen, braucht es ein gerütteltes Maß an Fachwissen, die erkennt man leider eben nicht an der Farbe.

                                                    Und hier kommt mein Appell an Anwälte – aus bitterer eigener Erfahrung: bitte hört auf, Menschen, Unternehmen pauschal abzumahnen.
                                                    Das kann schnell eine Tätigkeit sein, in der Menschen in bittere Not gebracht werden können.

                                                     
                                                     
                                                    Kakteen – wenn schon keine Anwälte –
                                                    Gibt es kriminelle Fälle, oder wenigstens Rechtsprobleme?
                                                    Gibt’s solche Sachen wie
                                                    • Mangelhafter Kaktus?
                                                    • Patentierte Sorten?
                                                    • Ausfuhrprobleme?
                                                    • Einfuhrprobleme?
                                                      Oder gibt’s dann einfach ein Pflanzenschutzzeugnis und fertig? Wendet man sich da frühzeitig an den Zoll?
                                                      Gibt’s da Bücher, die das erläutern? Oder einen besonderen Vordruck?
                                                      Ja, solche Sachen gibt es – ich habe viele Fehler gemacht und sehr viel dabei gelernt. Es ist trotzdem jedes Mal wieder neu. Ich habe gelernt – entweder du hältst dir eine Dauerinfusion Verwaltungsrecht, damit du wirklich immer auf dem aktuellen Stand bist – oder du bereitest dich vor und arbeitest mit den Behörden zusammen. Und manchmal habe ich zum Beispiel beim Zoll die Erfahrung gemacht, dass die nicht immer die Peilung haben. Andererseits – wie soll ein Zöllner den sich ständig verändernden Katalog der Vorschriften für alle Wirtschaftsgüter, die importiert werden, im Kopf haben? Und Pflanzensendungen zählen da zu seltenen Gästen, das merke ich jedes Mal. Selbst Speditionen mit Fachkompetenz in dem Bereich sind rar gesät. In Büchern gibt es dazu nichts zu finden – und die Webseiten, die helfen sollen, sind so komplex wie die Situation selbst. Wenn ein Kunde auf Jamaika einen Kaktus bestellen möchte, dann ist es auch für uns jedes Mal aufs neue eine Odyssee, bis wir eine halbwegs aktuelle und verlässliche Information haben und wissen, welche Dokumente müssen für die gewünschten Pflanzen in dieses Land beantragt werden. Und ob die Landesbehörden das dann auch noch so sehen – das steht auf einem anderen Blatt.
                                                      Alles in Bewegung sozusagen.
                                                       
                                                       
                                                       
                                                       
                                                      Kakteenjäger – sind das Kriminelle?
                                                      Ich lese gerade Kakteenjagd von Curt Backeberg. Herrlich wie der den Fric in einer Hafenspelunke kennenlernt. Da war der Hamburger Hafen noch voller Abenteuer.
                                                      Mein neuer Berufswunsch nach dem Anwalt ist Kakteenjäger.
                                                      • was dürfte man jetzt eigentlich in Amerika / Südamerika mitnehmen? Dürfte man da jetzt eine Samenkapsel mitnehmen? Ein Opuntia Ohr ? Oder kommt man dann gleich ins Trumps Abschiebeknast? Zumal ja wohl auch viele Bestände durch diese *Wilderei* gefährdet sind, wenn ich das richtig verfolge.
                                                      • Und da kommt der Bezug auf den Anfang. Was unterscheidet die Reisen von Curt Backeberg von der heutigen *Wilderei*? Also bis auf das die Zeiten anders sind und es heutzutage CITES gibt um wohl genau das zu verhindern…
                                                      • wenn ich durch Sizilien fahre, auf meinem Weg zu Al Capone und da von dem Straßenunkraut, sprich Opuntia ein Ohr oder eine Samenkapsel mitnehme, macht es das besser?
                                                      • Das sind wirklich herrliche Geschichten! Die kann ich nur empfehlen. Die Bücher von Backeberg gibt es heute immer noch antiquarisch – und ich überlege gerade, wer wen im Schreibstil beeinflusst haben könnte, denn auch mein Großvater hatte die Gabe, selbst seinen eher wissenschaftlich orientierten Büchern einen Hauch von Karl-May-Abenteuerduft mitzugeben.
                                                        Mitnehmen ist ganz einfach: verboten! Und zwar alle Pflanzenteile, also egal ob Pflanze, ein Ohr, eine Frucht oder nur ein paar Korn Samen, selbst Pollen oder totes Kaktusholz unterliegen den CITES-Bestimmungen.
                                                        Für Italien ist das im Grunde ebenso gültig. Allerdings gibt es keine Nachweispflicht und keine Grenzkontrollen. Und da wir im Segen eines Wirtschaftsraumes leben, können wir in der Praxis, ohne behelligt zu werden, das Opuntien-Ohr von Capone an die Alster fahren – solange wir die EU dabei nicht verlassen. Der Seeweg kann dabei also schon wieder Probleme bergen.
                                                         
                                                        Die Kakteenwelt früher – Mord und Totschlag?
                                                        Wie war das eigentlich so mit der Entdeckung der Kakteenwelt? Auftragsmorde?
                                                        Wann ging das eigentlich los? Mit Kolumbus? Ich stell mir das schon ziemlich räubermäßig vor. Schiff vollmachen und ab damit nach Europa. Als Gärtner seit 1685 habt ihr da ja bestimmt auch Erkenntnisse…
                                                        Gibt es das heute eigentlich noch? Oder ist die Kakteenwelt vermessen und alles bekannt? Ich hab von Bekannten gehört, die sind seit fast 20 Jahren einmal jährlich in Südamerika.
                                                        • Was sagt CITES dazu?
                                                        • Was darf man eigentlich noch ?
                                                        • Dürfte ich Amerika Pflanzen mitnehmen, oder Samen?
                                                        • oder alles nur angucken, aber nicht anfassen ?
                                                        • Bei all den Abenteuergeschichten – nein, von einem Auftragsmord habe ich noch nicht gehört.
                                                          Fric war in den USA inhaftiert – allerdings nicht wegen der Kakteen, sondern wegen angeblicher kommunistischer Umtriebe – das war in der damaligen Zeit aber wohl nicht ungewöhnlich.
                                                          Zu Zeiten vor und von Kolumbus waren die kulturellen Unterschiede ein wichtiges Thema. Zur Zeit der Azteken bin ich mir bis heute nicht sicher, wessen Kultur nun fortschrittlicher gewesen ist. Schauen wir nach Amerika einige Generationen später, da konnte es schonmal passieren, dass ein Reisender sich im Wilden Westen in heiliges Land, auf dem die Kakteen wuchsen, verlief und hat dieses Sakrileg mit seinem Leben bezahlt. Es war eine wilde Zeit, damals. Manchmal habe ich den Eindruck – allzu viel hat sich bis heute nicht verändert.
                                                           
                                                          Die ersten Kakteen kamen schon vor Kolumbus nach Europa. Zumindest belegen dies sehr frühe Abbildungen. Wirtschaftlich gab es da aber wenig Bedarf, denn die Möglichkeiten, die Pflanzen auch am Leben zu halten, die gab es erst später an königlichen Höfen, mit Orangerien. Damit das „Schiff vollmachen“ – das gab es eigentlich nur bei Nutzpflanzen und auch das fand erst etwas später statt.
                                                          Und später – alles rechtens?
                                                          Nein – kriminelle Energie ist bis heute noch in den Menschen. Eine große Zahl von geräuberten Copiapoa ist erst im vergangenen Jahr in Italien „aufgegrifffen“ worden, zwei Jahre zuvor zeigte mir ein Zöllner Bilder von uralten Ariocarpus – und es ist wohl noch nicht das Ende der Story.
                                                          Wenn ich hier immer über andere berichte – auch meine Vorfahren haben Kakteen aus Mexiko oder Texas importiert – solange bis Krieg und später der eiserne Vorhang uns abgeschottet haben. Zu dieser Zeit – und nach meinem Empfinden noch bis in die 1990er Jahre hinein – war das Verständnis zum Thema Artenschutz ziemlich unterschiedlich bei den Menschen. Und wenn ich heute erfahre, dass eine Regierung geschützte Tiere zur Jagd freigibt, um Finanzlöcher damit zu stopfen, dann ist das bitter.
                                                           
                                                          Wie machst du das?
                                                          Zählst du zu den „guten Pflanzensammlern“? 
                                                          Oder hast du auch schon mal im Treppenhaus einen Steckling stibitzt, oder im botanischen Garten eine Samenkapsel gemopst?
                                                           
                                                          Schreib mir, was du magst! Per Mail an [email protected] 
                                                           
                                                          Stay tuned! 
                                                          Schöne Grüße aus der Blumenstadt Erfurt
                                                          Ulrich Haage mit schicken Grüßen aus der Kakteengärtnerei.
                                                           
                                                          Shownotes:

                                                          Darüber habe ich erzählt:

                                                          • Bundesamt für Naturschutz
                                                          • CITES.org 
                                                          • Wie gefällt dir diese Episode?

                                                            Ich freue mich auf dein Feedback.

                                                            • per Mail an [email protected]
                                                            • in der FB CactusPodcast Community https://www.facebook.com/groups/4080401532000332/
                                                            • Kommentare direkt hier im cactusblog.de
                                                            • deine Bewertung auf iTunes – das wäre mir ein inneres Maximal-Blümchenpflücken!
                                                               
                                                                
                                                              Mehr gibt es wie immer in der Facebook CactusPodcast Community. 
                                                              Welche Themen soll ich mir in den kommenden Episoden vornehmen?
                                                               
                                                              Du willst mehr vom CactusPodcast? Das geht ganz einfach:
                                                              Sogar automatisch: jetzt gleich den CactusPodcast auf iTunes – nein Apple Podcast abonnieren. 
                                                              Auch diesmal habe ich mir wieder viel Mühe gegeben, die Shownotes mit noch mehr Informationen zu ergänzen.
                                                               
                                                              Du willst noch mehr wissen / haben / hören?
                                                              Service-Links – ich bin Überzeugungstäter!
                                                              Keine Afilliate Links – ich erhalte keine Provision. 
                                                               
                                                              Interviews im CactusPodcast:
                                                              • CP005 – Emily Cox – Mrs Echeveria
                                                              • CP012 – Lothar Bodingbauer über Kakteenerde – Teil 1
                                                              • CP013 – Lothar Bodingbauer über Kakteenerde – Teil 2
                                                              • CP021 – Georg Schwarz über Kunststofftöpfe für Kakteen
                                                              • CP023 – Melanie Öhlenbach fragt zum Thema Aloe vera
                                                              • CP031 – Bundesgartenschau in Erfurt – mit Oberbürgermeister Andreas Bausewein und BUGA Chefin Kathrin Weiß
                                                              • CP033 – Mit dem Auto Kakteen platt fahren – Forza Horizon 5 – das Racing Game – Interview mit Wasted Journalist Jan Bojaryn
                                                              • noch mehr Interviews im restlichen Äther:
                                                                • 10/2017 – Ulrich Haage zu Gast in Bienengespräche 31 bei Lothar Bodingbauer – Thema: Kakteen, Kakteengeschichte, Kakteen-Haage und Erfurt – mit über 5 Stunden Laufzeit einer der ganz dicken Episoden
                                                                • 11/2021 – Ulrich Haage zu Gast im On the ledge Podcast von Jane Perrone – Thema: Kakteen und der ganze Rest 
                                                                • 01/2022 – Ulrich Haage zu Gast in Bienengespräche 75 von Lothar Bodingbauer – Thema: Saatgut und Vielfalt und die Einschränkungen durch die EU Pflanzenschutzverordnung
                                                                •  

                                                                  Der Beitrag CactusPodcast 034 – Artenschutz: Kakteen, Kriminelle, Anwälte erschien zuerst auf Cactusblog.

                                                                  48 min
                                                                • CactusPodcast 033 – Kakteengeschichten: Forza Horizon 5 – Autogames in Mexiko – wir fahren die Kakteen platt
                                                                  Auto-Racing-Game – wenn du in der Wüste durch die Kakteen fährst – Episode 033
                                                                  Ein Game, das schön aussieht – aber nichts für Kakteenliebhaber!
                                                                  Im November 2021 erscheint das Auto-Racing-Game Forza Horizon 5.
                                                                  Die Handlung: du steuerst dein Auto durch Mexiko. Journalist Jan Bojaryn ist von der Detailtreue der Bilder, insbesondere auch der dargestellten Kakteen begeistert. Er wollte von mir wissen, wie ich das sehe – und was eigentlich wirklich passiert, wenn du mit dem Auto gegen einen Kaktus fährst.
                                                                  Ich würde zwar auf solch eine Idee nicht kommen – aber ein schönes Gespräch ist es dennoch geworden. Und ein paar eigene Geschichten gibt es noch dazu.
                                                                   
                                                                   
                                                                  Forza Horizon 5 – eine schlimme Geschichte!
                                                                  Heute gibt’s schlimme Geschichte – ganz schlimm! Wenigstens für den Kaktusgärtner.
                                                                  Heute geht richtig was kaputt. Ich nehme dich mit in ein Interview – und zwar für ein neues Gaming Magazin. Und es geht um ein Spiel mit Autos und Kakteen.
                                                                  Außerdem ist es nicht mehr lang bis Weihnachten – und dazu habe ich eine passende Frage von Florian bekommen – und da geht’s um Weihnachtskakteen. Florian hat sich Videos auf YouTube angeschaut und war sich danach nicht mehr sicher, was er jetzt glauben soll. Deswegen hat er bei uns nachgefragt, wie die Profis Schlumbergera bewurzeln. Die Antwort gibt’s gleich in „Frag den Kaktusgärtner“
                                                                  Was man als Kaktusgärtner alles so tut.
                                                                  Ende November. Vor ein paar Tagen hatte ich eine recht spezielle Anfrage.
                                                                  Jan Bojaryn, Journalist ist dabei einen Artikel zu schreiben. Sowas machen Journalisten. Er schreibt aber für ein Magazin, dass es noch nicht gibt, wenigstens noch nicht. Das ist seltener – und das macht das Interview gleich ein bisschen konspirativ und wir dürfen auch das eine oder andere nicht beim Namen nennen. Das war aber kein Problem.
                                                                  Und dann ging es natürlich um Kakteen: du fährst mit dem Auto durch Mexiko und dabei kommt dir der eine oder andere Kaktus vor den Kühler…
                                                                  An der Stelle kommt bei Jan richtig Begeisterung auf. Die Spielemacher sind für die Vorbereitungen nämlich extra nach Mexiko geflogen und haben Wüste, Straßen, Kakteen dokumentiert, damit das Spiel für den Spieler möglichst echt wirkt.
                                                                  Klar, wir Kakteenleute finden da natürlich sofort diverse Haare in der Suppe – aber für uns ist das Spiel ja nicht gemacht.
                                                                  Wer sich in Sachen Games auskennt: wir unterhalten uns über Forza Horizon 5, ein Arcaderennspiel das im November 21 erschienen ist.
                                                                  Was Jan an dem Spiel besonders ins Auge gefallen ist – und deswegen hat er sich bei mir gemeldet: da ist eine wirklich tolle virtuelle Kakteen-Landschaft entstanden – und die wirkt ganz schön nah an der Realität. Dort brettert der Spieler  durch die Wüste und hämmert Kakteen um, macht alles platt, was dort herumsteht.
                                                                  Nicht so witzig?
                                                                  Komm einfach mal mit – vielleicht erzähle ich nach dem Interview mal meine eigene kleine Wüstenstory …
                                                                   
                                                                  Noch ein technischer Hinweis: bei der Aufzeichnung gab es ein paar Probleme – deswegen ist die Tonqualität ein bisschen besonders – sorry dafür.
                                                                  Aber jetzt springen wir einfach ins Interview mit Jan.
                                                                  CP033 Kakteengeschichten - Kakteen platt machen in Forza Horizon 5

                                                                  von Ulrich Haage | CactusPodcast - Kakteengeschichten

                                                                  https://cactusblog.de/wp-content/uploads/2022/02/CactusPodcast-033-Kakteengeschichten-Forza-Horizon-5-Kakteen-platt-fahren.mp3
                                                                  Text zum Interview
                                                                  Unser Interview gibt es nur im Podcast in voller Länge zu hören – oder inzwischen online in der Zeitschrift Wasted zu lesen.
                                                                  >> „Dann wächst kein Gras mehr“ – Forza in den Augen eines Kaktusexperten
                                                                  Link: https://wasted.de/2021/11/dann-waechst-kein-gras-mehr-forza-in-den-augen-eines-kaktusexperten/

                                                                  Wenn du mehr dazu wissen möchtest – oder die Idee des Spiels für dich ganz furchtbar ist – schreib deinen Kommentar hier oder schick mir eine Nachricht an [email protected].

                                                                  Ich fand das tatsächlich ganz spannend – das war so ein bisschen wie in eine andere Welt eintauchen.
                                                                  Und ich war nach den ganzen Geschichten auch neugierig und wollte jetzt auch mal Bilder dazu sehen. Ich hab ein Video auf YouTube gefunden, in dem die Story erzählt wird – und auch fast keine Kakteen draufgehen. Doch, ich glaube ein Agavenfeld, vermutlich eine Tequila-Plantage kommt darin vor. Also kein Herzensbrecher für Kakteenfans. Ich hab das Video für dich hier verlinkt.
                                                                  Frag den Kaktusgärtner
                                                                  Bevor ich die versprochene Geschichte, die ich selbst erlebt habe erzähle, kümmern wir uns erstmal um die Rubrik – „Frag den Kaktusgärtner“.
                                                                  Die Vorgeschichte von Florian hab ich ja schon erzählt – es geht um die Frage:
                                                                  Wie kann ich Schlumbergera bewurzeln – mich würde mal interessieren wie das der Profi macht.
                                                                  Und es geht um das klassische Phänomen, was du vermutlich von YouTube auch kennst: Du suchst eine Antwort auf deine Frage – und du bekommst mindestens drei Antworten – und die meisten sind widersprüchlich, oder dein gesunder Menschenverstand meldet ernsthafte Zweifel an.
                                                                  Mir ist das jedenfalls schon häufig so gegangen – deswegen habe ich erstmal zurückgefragt, was denn die Techniken der Youtuber sind und worin sie sich unterscheiden.
                                                                   
                                                                  Was empfehlen denn die Youtuber bei Schlumbergera?
                                                                  Der eine verwendet halt einzelne Blattglieder der andere zwei bis drei zusammenhängende.
                                                                  Einer steckt sie direkt in die Erde, der andere bewurzelt sie im Wasser und der dritte Fall nutzt Wurzelaktivator und steckt dann auch direkt in die Erde.
                                                                  Außerdem schwört jeder auf ein anderes Substrat. Von Kakteenerde über Aussaaterde bis hin zu Blumenerde.  Und die ist aus meiner Sicht ja dann schon zu stark gedüngt und ist deswegen für das Wurzelwachstum nicht so gut.
                                                                  Wenigstens würde ich es so beurteilen. Ich habe vor 5 Jahren im GaLaBau gelernt. Und ich kann mir weiß Gott nicht vorstellen dass das der Profi das genauso kompliziert macht wie diese Youtuber.
                                                                  Schlumbergera bewurzeln – das läuft bei uns in der Kakteengärtnerei so:
                                                                  Wir machen Stecklinge mit drei Gliedern, die wir in lockere Kakteenerde stecken. Es geht aber auch anderes Substrat – wichtig ist: es sollte nicht gedüngt sein.
                                                                  Die Bewurzelung in Wasser ist natürlich auch möglich – aber aus Profi-Sicht ist ein Wechsel des Mediums immer ein Rückschlag für die Pflanze, deswegen stecken wir direkt in Erde.
                                                                   
                                                                  Das ist schon der ganze Zauber.
                                                                  Und: wer mit anderen Methoden gute Erfahrungen gemacht hat – alles fein.
                                                                  Hilfreich beim Bewurzeln sind erhöhte Luftfeuchte und mäßige Wärme von unten – das unterstützt die Wurzelbildung.
                                                                  Am Ende: kompliziert ist selten hilfreich – einfach mal machen und Erfahrungen sammeln. Besonders zu Anfang ist weniger einfach mehr.
                                                                  Nur Mut!
                                                                  Kaktus platt machen – ist das der ganze Spielinhalt?
                                                                  Meine Kaktusgärtnerfragen an Jan Bojaryn
                                                                  Ich habe Jan noch mit ein paar Kaktusgärtner-Fragen gelöchert.
                                                                   
                                                                  1. Ich wollte wissen, ob man die Landschaft auch genauer anschauen kann und auch mal vom Gas runtergehen.
                                                                    Ja! Man kann:
                                                                    Langsam fahren ist erlaubt! Das komplette Spiel bleibt auf der offenen Landkarte. Ist ein Rennen vorbei, steht das Auto einfach hinter der Ziellinie und kann frei losfahren. Auf den Straßen und auch abseits davon warten viele Entdeckungen. Es gibt etwa Oldtimer, die in Scheunen vor sich hin rosten, und die nach dem Fund generalüberholt im Fuhrpark der Spieler landen.
                                                                    Als Einladung verstehe ich auch den neuen, besonders einfachen Schwierigkeitsgrad „Tourist“. Und über Einstellungen zur Barrierefreiheit lässt sich sogar die komplette Geschwindigkeit des Spiels herunterregeln. Außerdem gibt es einen Fotomodus.
                                                                     
                                                                    1. Wenn ich das richtig gesehen habe, dann bringt mir jeder Kaktus den ich umniete Punkte aufs Konto. Richtig?
                                                                       
                                                                      Spieler werden tatsächlich ermuntert, Kakteen umzufahren. Erstens gibt es Punkte für gefährliche Fahrmanöver, und eines heißt „Kräschtus“. Zweitens gibt es ein Achievement, also eine Art Fleißkärtchen, wenn Spieler insgesamt 500 Kakteen umgefahren haben. Von dem Ziel bin sogar ich nach meinen Recherchen noch weit entfernt.
                                                                       
                                                                      1. Ich hätte das Spiel gern nochmal selbst aus der Nähe angeschaut und hab überlegt wie ich das anstellen kann. Dann hatte ich die Idee meinen Sohn zu bitten, mal ein paar Runden durch die Wüste zu drehen. So ganz einfach wie ich mir das vorgestellt hatte ist es aber nicht. Aber – falls du jetzt neugierig geworden bist, ich habe die Infos von Jan bekommen, dann kann ich das auch weitergeben.
                                                                        Erhältlich ist aktuell nur die teure „Premium Edition“ des Spiels mit Zusatzinhalten, die man nicht unbedingt braucht. Die Standardversion erscheint aber schon am 9. November. Das Spiel läuft auf der Xbox (One, Series X/S) oder Windows-PCs.
                                                                        Der beste Weg, es auszuprobieren, ohne mindestens 60 Euro zu bezahlen, ist der Gamepass. Das ist eine Art Netflix-Abo für Spiele. Grundsätzlich kostet es 10 bis 13 Euro pro Monat, aber Neueinsteiger können drei Monate für 1 Euro spielen. Mit einer schnellen Internetverbindung lassen sich die Spiele sogar streamen, dann laufen sie ohne Installation auch auf schwächeren Laptops.
                                                                        Link zum Gamepass
                                                                         
                                                                        Wirklich immer nur Kakteen umfahren?
                                                                        Und die Antwort auf die Eingangsfrage habe ich selbst herausgefunden: Es geht in dem Spiel keinesfalls nur darum, die Kakteen umzufahren. Das ist nur eine Aufgabe von gefühlten 500.
                                                                         
                                                                        Wie ist das jetzt bei dir?
                                                                        Findest du bereits den Gedanken furchtbar, gegen einen virtuellen Kaktus zu fahren?
                                                                        Oder hast du jetzt auch Bock bekommen, mal selbst mit dem Auto durch die Wüste zu fahren?
                                                                        Ich bin bei der Recherche übrigens noch auf weitere Games gestoßen, bei denen Kakteen eine Rolle spielen.
                                                                        • Flippin Kaktus auf xbox: https://www.xboxdynasty.de/news/flippin-kaktus/stachliger-2d-action-plattformer-erscheint-fuer-xbox/
                                                                        • Kakteen Standorte killen in Fortnite: https://www.eurogamer.de/articles/fortnite-zerstoere-verschiedene-typen-von-kakteen-fundorte
                                                                          Zurück in die Realität.
                                                                          Kakteen-Leute schaffen es heute regelmäßig, die Kakteen in ihrer Heimat zu besuchen. Dort ist das Auto allerdings ein wichtiges Transportmittel und kein Renninstrument – und um die Kakteen zu finden, werden oft lange und mühsame Strecken zu Fuß zurückgelegt. Das liest sich in den Reisebeschreibungen meist ganz locker. Ich glaube aber, dazu gehört echt Kondition und ich habe großen Respekt vor den Männern und Frauen, die oft in glühender Hitze oder auch eisiger Kälte unterwegs sind.
                                                                           
                                                                          Echte Kakteen in der echten Wüste
                                                                          Meine eigenen Erlebnisse in Echt sind nicht so anstrengend und sicher auch nicht so spektakulär gewesen – aber es geht da auch um eine echte Wüste – mit echten Kakteen.
                                                                          Die Anza Borrego Desert in Kalifornien ist relativ leicht zu erreichen und das letzte Mal habe ich neben den allgegenwärtigen Opuntien auch spannendere Gattungen gefunden: unter anderem Ferocactus, Fouquiria und Yuccas. Ich war allerdings immer noch in gut erschlossenen Gebieten unterwegs – dementsprechend bin ich nicht über irgendwelche seltenen Sachen gestolpert.
                                                                          Aber dafür hat mich eine Schlange erschreckt. Zuerst hab ich noch gedacht, wer hat denn hier ein Stück Gartenschlauch verloren, bis ich dann geschnallt habe: da guckt dich eine Schlange an. Sofort waren da die ganzen gruseligen Geschichten im Kopf: Springt die mich gleich an? Ist die giftig? Wie viele Meter davon sind noch im Gebüsch versteckt?
                                                                           

                                                                          Eine Schlange lauert im Gebüsch

                                                                          Ich hab ein Foto gemacht und auf Facebook hochgeladen und ich war echt platt: ein paar Minuten später schrieb mir Ralf Holzheu aus Thüringen: „die ist ungefährlich, mach dir keine Sorgen.“ Hat die Schlange sich auch gesagt und ist wieder verschwunden.
                                                                          Aber das war jetzt gar keine Autogeschichte. Ich bin mit einem freundlichen und schlichten Mietwagen durch die Wüste gefahren – und vermutlich hat mir meine Erfahrung als Traktorist da gute Dienste geleistet – ich hab zum Glück immer rechtzeitig bemerkt, wenn die Piste nicht mehr trägt und musste keinen der freundlichen Abschlepper in Anspruch nehmen und hab trotzdem eine ganze Menge Natur in mich aufsaugen können.
                                                                           
                                                                          Neuseeland – cross Country
                                                                          Ein Erlebnis, das dem Spiel tatsächlich etwas nahe kommt, das ist mir am anderen Ende der Welt widerfahren, und zwar in Neuseeland. Ich habe meine Tochter dort besucht, die damals im Norden des Landes lebte. Ich hatte eine Verabredung für den nächsten Tag um neun in einer Stadt knapp 600 Kilometer weiter im Süden. Für die Fahrt hatte ich einen ganzen Tag Zeit und einen Mietwagen. Das war ein Ford und der sah aus wie die typischen Hausfrauen-Autos. Nur der Motor hatte ganz schön Bass.
                                                                          Ich dachte mir: sechs Stunden Highway und dann bist du schon angekommen. Da mach ich doch lieber einen Abstecher ans Meer und fahre ein Stück auf den kleinen Straßen an der Küste entlang.
                                                                          Hab ich gemacht, das war idyllisch, das Meer wild und um 14 Uhr sagt das Navi: du solltest jetzt besser umkehren!
                                                                          Ich hab aber ganz genau gesehen: da ist eine Straße, die führt die ganze Strecke die Küste entlang.
                                                                          Also bin ich weitergefahren. Die Straße wurde immer schmaler, dann war der Asphalt zu Ende und irgendwann hatte das Handy keinen Empfang mehr.
                                                                           
                                                                          Ich bin irgendwo im Nirgendwo
                                                                          Umkehren war längst keine Alternative mehr, dafür war ich schon zu lange unterwegs. Ich hatte auf der Karte gesehen, dass es endlose Stichstraßen gibt, die zu den Farmen im Landesinneren führen und dort enden. Abbiegen machte also auch keinen Sinn.
                                                                          Was ich auf dem Schotter der Straße begriffen habe: mein biederes Hausfrauenauto war wohl eher ein Wolf im Schafspelz.
                                                                          Mir sagte der Name Ford Falcon nichts. Das war auch kein Wunder, der wurde damals nur noch in Australien gebaut und hatte echte Rennqualitäten. Es war ein Ford Falcon XR6 mit 333 PS. Einmal zu viel Gas und ich stand quer auf der Piste.
                                                                          Ich hab mich tierisch erschreckt, als plötzlich eine Frau hinter einer Kurve auf der Straße lief. Irgendwo im Nirgendwo. Sie wollte zum Meer und nicht mit mir mitkommen. Als nächstes erschreckten mich noch ein Schaf, sowas wie ein Emu und dann erlebte ich einen wunderbaren Sonnenuntergang über dem Meer.
                                                                          Und dann war es dunkel auf meiner Schotterpiste. Das mit der Gas-Dosierung wurde jetzt noch wichtiger. Gegen elf tauchten in der Dunkelheit plötzlich kleine gelbe Augen auf. Racoons oder Skunks – Roadkill – das fehlte mir noch. Ich hatte schon keine Ahnung, was der Schotter mit dem Unterboden veranstaltet – wenn ich jetzt noch so ein armes Tier erwische!
                                                                          Es wurde immer später und ich hatte immer noch keine Peilung wo ich überhaupt bin.
                                                                          Endlich, kurz nach Mitternacht meldete sich das Handy wieder – und auch das Navi hatte nun wieder eine Idee wo es weitergeht. Noch etwa zwei Stunden bis zum Ziel.
                                                                          Das war Autoabenteuer und es ist mir bis heute eine ganz besondere Erinnerung.
                                                                           
                                                                          Apropos Erinnerung:
                                                                          Noch ganz kurz der Hinweis auf ein für mich ganz besonderes Interview mit Jane Perrone auf ihrem Podcast On the ledge. – der Link:
                                                                          https://www.janeperrone.com/on-the-ledge/german-cactus-ulrich-haage
                                                                           
                                                                          Und jetzt reichts für heute!
                                                                          Falls wir uns nicht mehr hören: frohe Weihnachten, oder ein glückliches neues Jahr, frohe Ostern – wann immer du das hörst!
                                                                          Die nächste Episode kommt – und ich hab noch keine Ahnung, was das Thema wird – aber ich freu mich schon drauf!

                                                                          Und schreib mir, was du magst – ob du das Thema heute eher furchtbar, oder spannend findest!

                                                                          Schick mir eine Mail an [email protected] – oder siehe unten …

                                                                           
                                                                          Stay tuned! 
                                                                          Schöne Grüße aus der Blumenstadt Erfurt
                                                                          Ulrich Haage,
                                                                          mit schicken Grüßen aus der Kakteengärtnerei.
                                                                           
                                                                          Shownotes:

                                                                          Darüber habe ich erzählt:

                                                                          • Hier kannst du das Interview in Wasted lesen: „Dann wächst kein Gras mehr“ – Forza in den Augen eines Kaktusexperten – der vollständige Artikel ist aktuell leider hinter einer Bezahlschranke
                                                                          • Link zum Gamepass – falls du es selbst probieren willst
                                                                          • Flippin Kaktus auf xbox: https://www.xboxdynasty.de/news/flippin-kaktus/stachliger-2d-action-plattformer-erscheint-fuer-xbox/
                                                                          • Kakteen Standorte killen in Fortnite: https://www.eurogamer.de/articles/fortnite-zerstoere-verschiedene-typen-von-kakteen-fundorte
                                                                             
                                                                            Wie gefällt dir diese Episode?

                                                                            Ich freue mich auf dein Feedback.

                                                                            • per Mail an [email protected]
                                                                            • in der FB CactusPodcast Community https://www.facebook.com/groups/4080401532000332/
                                                                            • Kommentare direkt hier im cactusblog.de
                                                                            • deine Bewertung auf iTunes – das wäre mir ein inneres Maximal-Blümchenpflücken!
                                                                               
                                                                                
                                                                              Mehr gibt es wie immer in der Facebook CactusPodcast Community. 
                                                                              Welche Themen soll ich mir in den kommenden Episoden vornehmen?
                                                                               
                                                                              Du willst mehr vom CactusPodcast? Das geht ganz einfach:
                                                                              Sogar automatisch: jetzt gleich den CactusPodcast auf iTunes – nein Apple Podcast abonnieren. 
                                                                              Auch diesmal habe ich mir wieder viel Mühe gegeben, die Shownotes mit noch mehr Informationen zu ergänzen.
                                                                               
                                                                              Du willst noch mehr wissen / haben / hören?
                                                                              Service-Links – ich bin Überzeugungstäter!
                                                                              Keine Afilliate Links – ich erhalte keine Provision. 
                                                                               
                                                                              Interviews im CactusPodcast:
                                                                              • CP005 – Emily Cox – Mrs Echeveria
                                                                              • CP012 – Lothar Bodingbauer über Kakteenerde – Teil 1
                                                                              • CP013 – Lothar Bodingbauer über Kakteenerde – Teil 2
                                                                              • CP021 – Georg Schwarz über Kunststofftöpfe für Kakteen
                                                                              • CP023 – Melanie Öhlenbach fragt zum Thema Aloe vera
                                                                              • CP031 – Bundesgartenschau in Erfurt – mit Oberbürgermeister Andreas Bausewein und BUGA Chefin Kathrin Weiß
                                                                              • CP033 – Mit dem Auto Kakteen platt fahren – Forza Horizon 5 – das Racing Game – Interview mit Wasted Journalist Jan Bojaryn
                                                                              • noch mehr Interviews im restlichen Äther:
                                                                                • 10/2017 – Ulrich Haage zu Gast in Bienengespräche 31 bei Lothar Bodingbauer – Thema: Kakteen, Kakteengeschichte, Kakteen-Haage und Erfurt – mit über 5 Stunden Laufzeit einer der ganz dicken Episoden
                                                                                • 11/2021 – Ulrich Haage zu Gast im On the ledge Podcast von Jane Perrone – Thema: Kakteen und der ganze Rest 
                                                                                • 01/2022 – Ulrich Haage zu Gast in Bienengespräche 75 von Lothar Bodingbauer – Thema: Saatgut und Vielfalt und die Einschränkungen durch die EU Pflanzenschutzverordnung
                                                                                •  

                                                                                  Der Beitrag CactusPodcast 033 – Kakteengeschichten: Forza Horizon 5 – Autogames in Mexiko – wir fahren die Kakteen platt erschien zuerst auf Cactusblog.

                                                                                  49 min
                                                                                • CactusPodcast 032 – Kakteenpflege: Epicactus – Blattkakteen-Pflege im Herbst auf der BUGA Erfurt 2021

                                                                                  Epicactus Pflege – was Blattkakteen im Herbst brauchen – Episode 032
                                                                                  Blattkakteen Pflege ganz leicht. Hier kommen die wichtigsten Arbeiten im Herbst, damit die Epis gut auf den Winter vorbereitet sind
                                                                                  Nach einem schönen, langen Sommer sind die Blattkakteen gewachsen und vielleicht ein bisschen aus der Form geraten. Was jetzt im Herbst dran ist, darum geht’s in dieser Episode im CactusPodcast.
                                                                                   
                                                                                   
                                                                                  Epicactus pflegen – eine ganze Sammlung
                                                                                  Ich war in den allerletzten BUGA-Tagen im EGAPark. Mit einer ganzen Epi-Sammlung und einem Mikrofon. Dort habe ich mich darum gekümmert, dass die Pflanzen nach einem Sommer im Freien gut für den Winter vorbereitet sind.
                                                                                  Eigentlich war diese „Mobil-Episode“ ganz „roh“ geplant, so wie ich sie aufgenommen habe – und so ursprünglich sollte sie auch bleiben.
                                                                                  Aber dann wurde mir klar – falls du genau jetzt Lust hast, deinen Pflanzen noch eine Wellness-Kur zu spendieren, dann hilft es dir, noch ein paar wichtige Punkte zur Vorbereitung zu haben – denn Fragen sind an den zwei Tagen im EGAPark wirklich reichlich gestellt worden. Die wichtigsten will ich hier gleich mit beantworten.
                                                                                  CP032 Kakteenpflege - Blattkakteen Epicactus-Pflege im Herbst

                                                                                  von Ulrich Haage | CactusPodcast - Kakteenpflege

                                                                                  https://cactusblog.de/wp-content/uploads/2021/10/CactusPodcast-032-Epicactuspflege-im-Herbst.mp3
                                                                                  Blattkakteen – Epiphyllum – Epicactus – was ist das eigentlich?

                                                                                  „Wie heißen diese Pflanzen eigentlich?“

                                                                                  Mit Blattkakteen sind nicht Opuntien gemeint und Schlumbergera – jein mit e – das ist ein bisschen kompliziert.
                                                                                  „Blattkakteen“ ist für mich ein nicht wissenschaftlicher Sammelbegriff für alle epiphytischen – also auf Bäumen wachsenden – Kakteen.

                                                                                  Wer gehört alles zu den Blattkakteen?

                                                                                  • am bekanntesten ist die Königin der Nacht – Selenicereus grandiflorus
                                                                                  • die Pitahaya oder Drachenfrucht
                                                                                  • Epiphyllum blühen nachts im Regenwald
                                                                                  • Gliederkakteen, wie Oster- oder Weihnachtskaktus (Rhipsalidopsis, Schlumbergera)
                                                                                  • Epicactus – sind Hybriden, die inzwischen nicht mehr weiß blühen, wie ihre Vorfahren, sondern Blüten in fast allen denkbaren Farben und Farbkombinationen bringen – Und um die geht es heute
                                                                                  • Epicactus-Pflege – die Vorbereitung
                                                                                    Werkzeug und Arbeitsmaterial bereitlegen (lernt man als Gärtner):
                                                                                    • mobiler Topftisch
                                                                                    • frische Epi-Erde
                                                                                    • Alternativ dazu das Epi-Erde-Notfallrezept – danach bin ich auch an den zwei Tagen auf der BUGA häufig gefragt worden. Das geht ganz einfach: nimm gute handelsübliche Orchideenerde (75 %) plus Blumenerde (25 %).
                                                                                    • Schaufel für die Erde (ich hab immer welche in verschiedenen Größen dabei)
                                                                                    • Töpfe in passendem Format
                                                                                    • eine solide und scharfe Gartenschere (gute Qualität – bitte immer nachschleifen und regelmäßig ölen – lernt man als Gärtner automatisch), notfalls hilft ein scharfes Messer
                                                                                    • Bambusstäbe in passender Länge und Stärke
                                                                                    • Blumendraht

                                                                                      Und was benutzt du zur Epi-Pflege? Fällt dir noch was ein, das fehlt? Lass es mich wissen! 

                                                                                      Schreib deinen Kommentar hier oder schick mir eine Nachricht an [email protected].

                                                                                      Epicactus-Pflege im Herbst
                                                                                      Hier kommen die wichtigsten Punkte aus der Episode kurz zusammengefasst:
                                                                                      1. Pflanze checken
                                                                                        • Schädlinge?
                                                                                        • Topf okay? Passt die Pflanze noch zum Topf?
                                                                                        • Erde in Ordnung – gibt es Unkraut?
                                                                                        • Krankheiten / Fäulnis / Schadstellen
                                                                                        • Schädlinge entfernen
                                                                                          • Schnecken, Käfer, Raupen absammeln
                                                                                          • Gelege entfernen
                                                                                          • wichtig: auch an der Topfunterseite nachsehen!
                                                                                          • Topf prüfen
                                                                                            • ist der Topf beschädigt und passt er noch zur Größe der Pflanze?
                                                                                            • wenn nötig Topf entsprechend austauschen
                                                                                            • wichtig: ausreichend dimensionierte Abzugslöcher im Boden, damit das Wasser ablaufen kann
                                                                                            • Erde überprüfen
                                                                                              • ich habe bewusst keine Pflanze umgetopft, aber wenn die Erde sichtbar verbraucht war, oder zu viel Unkraut im Topf, dann habe ich die obere Erdschicht entfernt und frische Epi-Erde aufgebracht
                                                                                              • bei der Gelegenheit ist gleich auch der Unkrautsamen für das nächste Jahr im Kompost verschwunden
                                                                                              • wenn du keine richtige Epi-Erde zu Hand hast – nofalls tut es für den Übergang eine Mischung aus 3/4 Orichideenerde und 1/4 Blumenerde
                                                                                              • Schadstellen an der Pflanze
                                                                                                • wenn Triebe angefressen, gebrochen sind oder verfaulte Stellen haben, werden diese einfach sauber abgeschnitten
                                                                                                • auch zu lange Triebe habe ich entfernt, damit die Pflanze wieder stabil stehen kann
                                                                                                • ich habe keine gefährlichen Winterschädlinge wie Wollläuse mehr gefunden – in dem Fall hätte ich die Pflanze ggf. mit Seifenlauge oder mit Pflanzenschutzmittel behandelt. Die Arbeit haben mir aber die Tiere draußen schon abgenommen
                                                                                                • Töpfe

                                                                                                  Es gibt zwar keine Antwort auf die Frage Kunststoff oder Ton? Aber die Überlegung hilft hier:
                                                                                                  Tontöpfe sind schwerer und sichern einen festen Stand. Magst du eher Kunststofftöpfe? Dann kannst du mit etwas Kies in der Erde den Topf standsicherer machen.

                                                                                                  Vermeide ein allzu wildes Sammelsurium bei den Töpfen. Verwende Töpfe möglichst aus einem Material und in einheitlichen Größenstufen. Das macht die Pflege leichter und es sieht am Ende auch besser aus.

                                                                                                  Nachkontrolle!

                                                                                                  Etwa nach 7-10 Tagen ist eine Nachkontrolle wichtig. Auch wenn ich viele Schnecken abgesammelt habe – oft kommen die kleinen Biester doch noch irgendwoher – deswegen immer nochmal nachschauen!

                                                                                                   

                                                                                                   
                                                                                                  Blattkakteen aufbinden
                                                                                                  Epicactus-Pflege: soll ich meine Pflanzen nun stäben – oder besser nicht

                                                                                                  Ich sehe das An- oder Aufbinden von Pflanzen immer etwas kritisch. Das ging mir auch im Danakil schon so. Ich mag es einfach nicht so gern, wenn Pflanzen stranguliert werden.

                                                                                                  Aber bei dieser Sammlung stand die Frage für mich schon nicht mehr – das hatte der Vorbesitzer schon gemacht – und er hat es sehr gut gemacht! Deswegen hat es mich tatsächlich ein wenig damit versöhnt.

                                                                                                   

                                                                                                  Hier meine fünf Tipps zum Aufbinden von Epicactus-Hybriden:
                                                                                                  1. damit die Pflanzen sicher stehen, verwende solide Bambus-Stäbe für die Halterung, die tief in der Erde stecken
                                                                                                  2. um Schäden an der Pflanze durch den Draht zu vermeiden, verwende hochwertige Materialien – ideal ist ein dickerer Draht mit rauer Gummibeschichtung
                                                                                                  3. No Go´s sind Kabelbinder, billiger Blumendraht mit Papierhülle oder Elektrokabel – in allen Fällen können die Pflanzen ziemlich Schaden nehmen
                                                                                                  4. Triebe nicht zu straff fixieren, sondern ausreichend Luft lassen, damit sie weiter wachsen können – Triebe nicht übereinander binden
                                                                                                  5. zu lange Triebe dürfen abgeschnitten werden – eine kopflastige, kippelnde Pflanze lässt sich so ganz  einfach vermeiden
                                                                                                  6. Bonustipp: wenn ich weiß, dass ich meine Epis aufbinden muss, dann sollte immer ausreichend Material vorrätig sein.

                                                                                                     
                                                                                                    Wie machst du das?
                                                                                                    • Hast du deine Blattkakteen schon winterfertig? 
                                                                                                    • was ist deine Pflegeroutine im Herbst?
                                                                                                    • sind deine Pflanzen aufgebunden – oder müssen die sich alleine gerade halten?
                                                                                                    • Schreib mir, was du magst! Per Mail an [email protected] 
                                                                                                       
                                                                                                      Stay tuned! 
                                                                                                      Schöne Grüße aus der Blumenstadt Erfurt
                                                                                                      Ulrich Haage mit schicken Grüßen aus der Kakteengärtnerei.
                                                                                                       
                                                                                                      Shownotes:

                                                                                                      Darüber habe ich erzählt:

                                                                                                      • Epierde – die Kakteen-Haage Erde für alle Blattkakteen – https://www.kakteen-haage.de/Zubehoer/Erde/Erde/Epiphytenerde-no-04-Erdbox-45-l.html 
                                                                                                      • EGAPark in Erfurt – https://www.egapark-erfurt.de/ 
                                                                                                      • Wie gefällt dir diese Episode?

                                                                                                        Ich freue mich auf dein Feedback.

                                                                                                        • per Mail an [email protected]
                                                                                                        • in der FB CactusPodcast Community https://www.facebook.com/groups/4080401532000332/
                                                                                                        • Kommentare direkt hier im cactusblog.de
                                                                                                        • deine Bewertung auf iTunes – das wäre mir ein inneres Maximal-Blümchenpflücken!
                                                                                                           
                                                                                                            
                                                                                                          Mehr gibt es wie immer in der Facebook CactusPodcast Community. 
                                                                                                          Welche Themen soll ich mir in den kommenden Episoden vornehmen?
                                                                                                           
                                                                                                          Du willst mehr vom CactusPodcast? Das geht ganz einfach:
                                                                                                          Sogar automatisch: jetzt gleich den CactusPodcast auf iTunes – nein Apple Podcast abonnieren. 
                                                                                                          Auch diesmal habe ich mir wieder viel Mühe gegeben, die Shownotes mit noch mehr Informationen zu ergänzen.
                                                                                                           
                                                                                                          Du willst noch mehr wissen / haben / hören?
                                                                                                          Service-Links – ich bin Überzeugungstäter!
                                                                                                          Keine Afilliate Links – ich erhalte keine Provision. 
                                                                                                           
                                                                                                          Interviews im CactusPodcast:
                                                                                                          • CP005 – Emily Cox – Mrs Echeveria
                                                                                                          • CP012 – Lothar Bodingbauer über Kakteenerde – Teil 1
                                                                                                          • CP013 – Lothar Bodingbauer über Kakteenerde – Teil 2
                                                                                                          • CP021 – Georg Schwarz über Kunststofftöpfe für Kakteen
                                                                                                          • CP023 – Melanie Öhlenbach fragt zum Thema Aloe vera
                                                                                                          •  
                                                                                                             

                                                                                                            Der Beitrag CactusPodcast 032 – Kakteenpflege: Epicactus – Blattkakteen-Pflege im Herbst auf der BUGA Erfurt 2021 erschien zuerst auf Cactusblog.

                                                                                                            28 min
                                                                                                          • CactusPodcast 031 – Kakteengeschichten: BUGA Erfurt 2021

                                                                                                            BUGA Erfurt 2021 – die Blumenstadt blüht – Episode 031
                                                                                                            Die Bundesgartenschau in der Blumenstadt Erfurt – Petersberg, EGA-Park, Nördliche Geraaue
                                                                                                            Es ist ein wilder Sommer. Wenn ich nochmal einen Blick auf meinen Statusbericht in der Episode 028 werfe, dann habe ich das diffuse Gefühl: so richtig wird es der Situation nicht gerecht. Aber so ist das Leben – es geht weiter und ist jeden Tag ein wenig anders – und so geht es auch mit meinem Tagebuch immer weiteer – aber es soll ja kein Tagebuch werden, nur so ein bisschen. Und das Thema heute ist die BUGA Erfurt – und dafür wird es höchste Zeit! – Eigentlich.
                                                                                                             
                                                                                                             
                                                                                                            BUGA – Höchste Zeit!
                                                                                                            Warum eigentlich?
                                                                                                            Ein Podcast ist ja wie ein Buch, das liest man auch nie an dem Tag, an dem es geschrieben wurde. Deswegen ist der Podcast ein bisschen aktuell und auch zeitlos.
                                                                                                            Und so bin ich heute mit zwei Missionen unterwegs: ich erzähle dir heute von MEINER BUGA.
                                                                                                            Und weil ich mir das nicht ganz alleine anschauen mag, hab ich mir heute Verstärkung mitgebracht. Es gibt gleich zwei besondere Interviewgäste und deren Blick auf das Gartenschaugeschehen in Erfurt.
                                                                                                            Außerdem habe ich heute eine spezielle Frage im Gepäck für „Frag den Kaktusgärtner“. Pilze beim Kaktus? Wenn neben dem Kaktus plötzlich ein Pilz sprießt – ist das gefährlich? Klären wir.
                                                                                                             
                                                                                                            Die Bundesgartenschau ist in Erfurt – wieder!
                                                                                                            Erfurt ist Blumenstadt, die Haages haben daran tatsächlich einen gewissen Anteil und auf diese Leistung meiner Vorfahren und ihrer Kollegen bin ich ein bisschen stolz. 
                                                                                                            Diesmal soll es aber nicht um die Geschichte aus der Zeit meiner Ururururgroßeltern gehen, sondern wir springen heute nur etwa 30 bis 60 Jahre zurück.
                                                                                                            Mit Anlauf – wir brauchen jetzt von da ein bisschen, bis wir ins BUGA-Zeitalter zurückkommen.
                                                                                                            CP031 Kakteengeschichten - BUGA Erfurt 2021

                                                                                                            von Ulrich Haage | CactusPodcast - Kakteengeschichten

                                                                                                            https://cactusblog.de/wp-content/uploads/2021/09/CactusPodcast-031-buga-erfurt-2021.mp3
                                                                                                            BUGA Erfurt im Überblick
                                                                                                            Die Bundesgartenschau in Erfurt gibt es an zwei Standorten:
                                                                                                            • auf dem Petersberg – genau in der Mitte von Erfurt – direkt gegenüber von Dom und Severikirche.
                                                                                                            • und im EGAPark im Südwesten der Stadt
                                                                                                            • nicht minder wichtig ist die neue Landschaft in der nördlichen Geraaue – hier ist Stadtentwicklung pur passiert – ein echtes Geschenk an die Erfurter und es kostet im Gegensatz zu den ersten Punkten nicht mal Eintritt
                                                                                                            • außer den Standorten in unserer wunderschönen Blumenstadt kannst du noch sage und schreibe 25 Außenstandorte in ganz Thüringen besuchen – Gärten, Schösser, Parks und nicht zu vergessen : Das Rosarium in Sangerhausen – da wurde kurzerhand mal ein Stückchen Sachsen-Anhalt eingemeindet. Die vollständige Liste der Außenstandorte packe ich dir in die Shownotes zur Episode #031
                                                                                                               
                                                                                                              Das wird heute eine große Episode. Eigentlich mehr als genug Material für Zwei – aber ich wollte damit fertig werden und nehme mir deshalb heute in einem Rutsch die beiden Bereiche Petersberg und EGAPark vor.
                                                                                                               
                                                                                                              Der Petersberg wurde in der Vergangenheit als Un-Ort bezeichnet, für viele Erfurter war er auf dem Erfurter Stadtplan teilweise ausradiert.
                                                                                                              Warum? Ganz zu Beginn der Erfurter Stadtgeschichte, Anfang des 12. Jahrhunderts, haben sich am Petersberg Mönche angesiedelt, daraus entwickelte sich ein Kloster mit der großen Kirche St. Peter und Paul. Das Kloster bekam bald auch im militärischen Sinne Bedeutung. Zuerst waren es Bürger und Bauern aus Erfurt und Umgebung, die das befestigte Klostergelände in der Zeit der Bauernkriege (um 1525) besetzten. Im Dreißigjährigen Krieg waren es die schwedische Truppen unter Gustav Adolf. Ab 1665 wurde auf dem Petersberg eine Zitadelle gebaut und seitdem war der Petersberg immer wieder Schauplatz und Spielfeld der Geschichte – und militärisch besetzt. Preußisch, französisch, dann wieder preußisch. Ob das Deutsche Heer und die Reichswehr auf dem Petersberg gesessen haben, weiß ich nicht. Die Wehrmacht, die Kasernierte Volkspolizei und die Nationale Volksarmee – Alle haben ihre Spuren und auch Toten auf und im Berg hinterlassen. Während der DDR Zeit kam auch noch die Stasi dazu.
                                                                                                              In der Summe sind das Einflüsse, die keine Wohlfühlatmosphäre schaffen.
                                                                                                               
                                                                                                              Aber wie war das jetzt mit den gruseligen Gefühlen ob der Stasi direkt hinterm Gartenzaun? Wie habe ich das in den 1980er Jahren erlebt.
                                                                                                              Zum Verständnis nochmal: Erfurt – Thüringen – das war früher DDR. 
                                                                                                              Für mich war der Petersberg in der Schulzeit so etwas wie meine zweite Heimat. In der Zitadelle war das Pionierhaus. Wie erkläre ich das heute, wo es nichts Vergleichbares gibt. Vielleicht ein bisschen wie Pfadfinder, ein wenig subtile Beeinflussung gibt es dort ja auch. Aber darum ging es nicht vordergründig. Wenigstens habe ich als Kind davon nichts bemerkt. Also nicht mehr als in der Christenlehre – um einen Vergleich zu finden.
                                                                                                              Ich war auf dem Petersberg und bin im Verkehrsgarten Fahrrad gefahren. Das hatte nichts mit Kakteen zu tun und mit der Stasi auch nicht. Obwohl ich mir da am Ende nicht mehr so sicher war, denn diese Arbeitsgemeinschaft wurde ja von echten Volkspolizisten geleitet. Aber die waren ganz offenbar genauso ehrlich wie ich sie empfunden habe – in meiner Akte findet sich über die Zeit nix.
                                                                                                              Hatte ich Gruselgefühle, weil ich ein gefühltes Viertel meiner Schulzeit direkt vor den Toren der Stasi verbracht habe? Nein, nicht die Bohne! Möglicherweise war ich auch einfach nur abgehärtet – schließlich bin ich seit meiner Kindheit zweimal täglich an einer massiv bewachten NVA-Kaserne vorbeimarschiert. Die Männer habe ich in erster Linie bedauert. Tag und Nacht stehen und aufpassen, hart gucken. An Feiertage wie Ostern oder Weihnachten haben wir kleine Geschenke hingebracht. Das fand ich immer sehr mutig von meinen Eltern. Der Petersberg war für mich ausschließlich positiv besetzt. Und ganz früher war in der riesigen Defensionskaserne auch noch die Kinder- und Jugendbibliothek untergebracht. Da hab ich mich gewundert, das ich dort über Kakteenbücher von einem Autor gestolpert bin, der genauso hieß wie mein Großvater. Aber Kakteen haben damals für mich noch nicht so die Geige gespielt.
                                                                                                              Aber runtergekommen sah es hier schon aus. So wie in vielen, weniger begangenen Ecken der DDR. Das hab ich noch in Erinnerung. Und den Zusammenhalt.
                                                                                                              Für mich war es auch die Zeit, in der mein Großvater Walther Haage entweder an der Schreibmaschine klapperte oder mit seiner Lupe guckte – die seine Augen so schrecklich groß werden ließen wie die vom Wolf in Rotkäppchen. Mit der Lupe hat er stundenlang Dias begutachtet. Heute weiß ich, wie mühsam es war, diese Bilder aus der halben Welt zusammenzutragen. Das war seine Möglichkeit, einen Eindruck zu bekommen, unter welchen Umständen die Pflanzen am heimatlichen Standort wachsen – denn eine Reise in die Heimat der Kakteen – das blieb für Walther Haage zeitlebens nur ein Traum. Und trotzdem ist es ihm gelungen, so wunderbare Bücher über Kakteen zu schreiben, die noch heute gefragt sind und mit Begeisterung gelesen werden.
                                                                                                               
                                                                                                              Auch für meinen Großvater war Erfurt Blumenstadt und er hat diesen Fakt mit Begeisterung in die Welt getragen. Er war ein glühender Botschafter für seine Heimatstadt und er hat mir – immer nur beiläufig – spannende Geschichten über die Stadt, über Kakteen und über unsere Familie erzählt. So dezent, dass es immer faszinierend war – und rar.
                                                                                                              Überhaupt nicht rar waren dafür die Besucher, die er durch unsere Gärtnerei geführt hat – selbst als sein früherer Betrieb 1972 verstaatlicht worden war. Ich treffe noch heute so viele Menschen, die mit Begeisterung von der Begegnung mit meinem Großvater erzählen … ich gehöre auch dazu!
                                                                                                              Vor wenigen Tagen hat sich einer der damaligen Besucher in der Gärtnerei gemeldet und mir nicht nur die Begegnung mit meinem Großvater mit leuchtenden Augen geschildert, sondern auch, dass ihn Walther Haage nach dem Besuch „sogar in seinem Wagen“ zum Bahnhof gefahren habe. Nach über 50 Jahren kam er dann wieder nach Erfurt um zu schauen, was sich seit der Zeit von Walther Haage geändert hat und ob es in Erfurt noch Kakteen gibt. Mein Vorhaben, ihn wie mein Großvater nach seinem Besuch wieder in meinem Wagen zum Bahnhof zu fahren, ist leider gescheitert. Er war im eigenen Daimler aus München angereist. 
                                                                                                              Ich weiß gar nicht, ob er sich vorher die BUGA angeschaut hat – dahin springe ich jetzt jedenfalls zurück und erzähle, wie mich der Petersberg umgehauen hat.
                                                                                                               
                                                                                                              Es ist ja ein bisschen gemein – wenn du eine Überraschung mit vorbereitest – dann gehörst du zu denen, die dann nicht mehr überrascht werden.
                                                                                                              Ich bin als Präsident der Thüringer Gärtner aber auch einfach so, weil mir das Thema unter den Nägeln brennt, schon seit über zehn Jahren am Thema BUGA dran – Bin in die Planungen involviert und habe Besprechungen, Pressekonferenzen und Baustellenbegehungen hinter mir. Und trotzdem habe ich die ersten Eindrücke vom Petersberg wie die meisten Erfurter über Youtube gesammelt. Ich bin echt dankbar, dass das BUGA-live-Team da so aktiv war und täglich über neue und schöne Details berichtet hat. Und trotzdem, als ich Anfang Mai endlich mit meiner Familie zum ersten Mal auf das fertig gestaltete Petersbergplateau kam, da hat mich die Schönheit fast aus den Latschen gehauen. Die Bepflanzung der Beete, die einfach nur Leichtigkeit verströmten, die Menschen, die genießend auf den Wegen flanierten, quer durch das blaue Band, dass sich bis zur Kirche zog, die außen und innen sanierte Peterskirche, die ich schon in verschiedenen Stadien erlebt hatte, die Defensionskaserne, die mit minimalem Aufwand wieder nutzbar gemacht worden war. Ich hab an dem Tag kaum was gesagt, so voll war ich, mit den ganzen Eindrücken.
                                                                                                              Der Petersberg war für mich an dieser Stelle geheilt.
                                                                                                              BUGA im Interview: OB Andreas Bausewein
                                                                                                              Damit du aber nicht nur meine Eindrücke und Geschichten hörst …
                                                                                                              habe ich mich über den Petersberg mit dem obersten Erfurter unterhalten: unserem Oberbürgermeister Andreas Bausewein – und wir springen hier einfach mal in das Gespräch im Rathaus – und zu Beginn ist es etwas technisch: wie es kam, dass die Festungsanlage heute noch so gut erhalten ist. Die ersten Schritte hat sein Vorgänger, Oberbürgermeister Manfred Ruge in die Wege geleitet …
                                                                                                              Andreas Bausewein erzählt über seine Kindheit auf dem Petersberg, die Beklommenheit, wo heute seine Lieblingsplätze sind, was nach der BUGA bleiben wird und was schon neues geplant ist. Er plaudert locker über das wachsen der BUGA und auch die politischen Hürden die für die BUGA Erfurt überwunden wurden.
                                                                                                               
                                                                                                              Worüber haben wir noch nicht gesprochen?
                                                                                                              • Gartenschätze im Festungsgraben
                                                                                                                • die Gärtner geben sich viel Mühe, damit alles schick aussieht
                                                                                                                • hier kannst du Tee probieren, der gleich aus dem Beet zwei Schritte weiter geerntet wurde
                                                                                                                • der Weg dorthin macht am meisten Spaß, wenn du die Rutschen durch die duftenden Kräuter in den Festungsgraben benutzt (die sind nur noch bis zum Ende der BUGA da!)
                                                                                                                • vor der Rutsche gibt es übrigens nicht nur ganz tolle Gartenmöglichkeiten zu entdecken – im Container gibt es auch Crepes und Kuchen zum Kaffee – und die Mannschaft hat definitiv die coolsten Sprüche der BUGA drauf
                                                                                                                • von den Gartenschätzen kommst du direkt in den KreativGarten
                                                                                                                  • dort kannst du chillen, spielen, etwas trinken und es gibt richtig leckere Burger!
                                                                                                                  • die Ravelins und Bastionen sind nicht immer zugänglich – aber wenn – dann entdeckt man echte Biotope, wenn man sich durch die schmalen Treppen nach oben gefunden hat – halte die Augen offen!
                                                                                                                  • hier und da entdeckst du diverse Dome – also Kugelbauten rund um den Festungsgraben
                                                                                                                  • auf der großen Wiese im Festungsgraben gibt es die große Bühne mit Konzerten und vielen anderen Veranstaltungen
                                                                                                                  • hinter den Wänden sind übrigens Horchgänge versteckt – man kann unterirdisch hinter der Festungsmauer fast den ganzen Petersberg unterwandern
                                                                                                                  • in der Nähe der Bühne ist auch das Vinarium. Dort gibt es Wein – übrigens auch alkoholfreien – und einen speziellen Weinberg, an dem die Winzer den Rebschnitt trainieren
                                                                                                                  • zurück aufs Plateau kommst du am besten durch die Poterne mit Pilzen – guck vorher mal nach oben, dort hängt das prunkvolle Wappen von Kaiser Wilhelm
                                                                                                                  • Defensionskaserne mit Hofladen mit einem wirklich genialen Sortiment von allem, was Thüringen ausmacht
                                                                                                                  • und Gastronomie – Blick bei einem Glas Wein auf die Stadt (Geheimtipp mit dem Feierabendticket)
                                                                                                                    • probieren solltest du die BUGAPerle an der Grillhütte auf dem Plateau
                                                                                                                    • Peterskirche inside – Stiftung Thüringer Schlösser und Burgen – aber auch einfach so toll
                                                                                                                    • vor der Kirche: Wasserspielplatz mit begeisterten Kindern – denen könnte ich stundenlang zuschauen
                                                                                                                    • Outdoorkirche (nicht Küche!) mit Andachten und Gottesdiensten verschiedener Religionen und der kleine aber feine Klostergarten
                                                                                                                    • Ausgrabungsstätte – eine riesige Buddelkiste – hier waren vor gar nicht langer Zeit noch die Archäologen am Start – und vermutlich haben sie das eine oder andere vergessen mitzunehmen
                                                                                                                    • und: wer nicht so viel Zeit hat – der Petersberg geht auch in schnell
                                                                                                                      Frag den Kaktusgärtner
                                                                                                                      Der Pilz im Topf beim Kaktus – Gefahr oder essbar?
                                                                                                                      Gerhard schreibt:
                                                                                                                      einen Besuch auf der BUGA mit Freunden haben wir selbstverständlich mit einem Besuch der Gewächshäuser von Kakteen Haage verbunden. Als wir wieder zuhause ankamen, staunte ich nicht schlecht, als ich in einem Grundbeet unseres Kakteenhauses mehrere große Pilze zwischen den Kakteen entdeckte. Das Grundbeet habe ich vor ca. 3 Jahren angelegt und ca. 25 cm tief mit Haage Kakteenerde gefüllt. Schaden diese Pilze den Pflanzen und was kann ich dagegen tun?
                                                                                                                      Ich war einige Tage im Urlaub – meistens im Wald und bin dort laufend über ganz viele Pilze gestolpert. Und so richtig lassen mich die Kakteen auch im Urlaub nicht los – deswegen habe ich mich zufällig mit genau dieser Frage befasst.
                                                                                                                      Um die wichtige Antwort vorweg zu nehmen: wenn im Beet oder auch im Topf die Pilze sprießen – keine Panik – die schaden den Kakteen nicht.
                                                                                                                      In der Erde – auch in unserer Kakteenerde leben unzählige Pilze. Auf Planet Wissen gibt es einen schönen Überblick, wie viele Lebewesen – darunter auch die Pilze – im Boden unterwegs sind. Dort wird die Zahl von 25 Tonnen pro Hektar Bodenfläche genannt. Dort geht es allerdings um Waldboden und nicht um Kakteenerde. Ich gehe da von weniger aus. (Link in den Shownotes)
                                                                                                                      sie sind aber ein guter Anzeiger für die Situation in Ihrem Kakteenbeet.
                                                                                                                      Pilze entwickeln sich bei Feuchtigkeit und mit Humus.
                                                                                                                      Feuchtigkeit: wer im Sommer für einige Tage verreist, der wird vielleicht vorher noch schnell seinen Pflanzen etwas mehr Wasser als sonst geben. Manchmal reicht das schon, um Pilzen ausreichend Feuchtigkeit zum wachsen zu geben.
                                                                                                                      Die Aussage „Hochwertige Blumenerde enthält wenig Torf, Pilze wachsen also hier seltener.“ halte ich für gewagt, denn der Torf wird ersetzt und der Ersatz sind oft Rinden- oder Holzschnitzel oder ähnliches organisches Material. Und auch das wird über kurz oder lang genauso gern von Pilzen zersetzt. [Zitat: Auch hochwertige Blumenerde ist vor Pilzbefall nicht sicher]
                                                                                                                      Auch in unserer Kakteenerde ist Torf enthalten – aber seit einiger Zeit haben wir begonnen, den Torf teilweise zu ersetzen, allerdings ist die Wahrscheinlichkeit nicht so groß, dass ein Myzel nach drei Jahren erwacht – aber nicht unmöglich!
                                                                                                                      Gute Chancen haben Pilze hingegen auf handelsüblichen Rindenmulch der in vielen Erden verwendet wird.
                                                                                                                      In beiden Fällen droht aber keine Gefahr. Du kannst die Pilze einfach entfernen. Wichtig ist, wenn Pilze gewachsen sind, dann war es feucht – also Beet oder Töpfe für einige Tage abtrocknen lassen, ggf. noch die Oberfläche etwas auflockern. Diese Pilze schaden den Kakteen nicht.
                                                                                                                      Aber: Menschen mit empfindlichen Atemwege und Allergiker können auf die Sporen der Pilze reagieren.
                                                                                                                       
                                                                                                                      Ich bin übrigens nicht alleine mit den Pilzen, im Urlaub habe ich unterwegs eine Episode On the ledge mit Jane Perrone gehört – und just auch da ging es um die Pilze in den Töpfen von Zimmerpflanzen – hier geht’s zur Episode: https://www.janeperrone.com/on-the-ledge/2019/11/8/episode-116-hippeastrums
                                                                                                                      Die Bundesgartenschau ist in Erfurt – wieder!
                                                                                                                      Die ersten Vorläufer der Gartenschauen hat es in Erfurt schon vor etwa 180 Jahren, die erste Deutsche Land- und Gartenbauausstellung fand 1865 statt, also vor 156 Jahren.  Und
                                                                                                                      eigentlich könnten wir in diesem Jahr eigentlich 60 Jahre Egapark feiern – ein bisschen ist das ja auch passiert – und wenn du es so sehen möchtest – sogar volle Kanne – die BUGA ist doch eine einzige Gartenparty.
                                                                                                                      Aber: die Geschichte will ich heute nicht vertiefen – das finde ich so spannend, darum kümmere ich mich nochmal genauer in einer eigenen Episode. 
                                                                                                                       
                                                                                                                       
                                                                                                                      Betten beziehen – das war die Antwort gleich mehrerer BUGA Mitarbeiterinnen auf die Frage: Was machen Sie eigentlich nach einer knackigen BUGA Woche?
                                                                                                                      Dazu solltest Du wissen:
                                                                                                                      So ein BUGA Jahr, das hat es echt in sich! Für mich sieht es im Grunde so aus, wie ein halbes Jahr Festival begleiten – früh raus zum vorbereiten und abends lange on und danach wieder klar Schiff machen, denn am nächsten Morgen geht’s ja weiter – und zwar ohne Wochenende. Klar sind da viele Hände im Spiel, um diese Mammut-Aufgabe zu schaffen, aber Fakt ist: vom nine-to-five Job sind BUGALeute weit entfernt. Das beginnt ganz oben bei der BUGA-Chefin Katrin Weiß.
                                                                                                                      Wenn ich auf der BUGA unterwegs war, dann habe ich sie fast jedes mal irgendwo getroffen. Entweder mit einer VIP Führung oder lachend im Gespräch mit Besuchern, oder mit ihrer Familie privat. Diese Frau lebt ihren Job. Und nicht nur den – sie ist ja außerdem noch die Chefin des EGA-Parks und die amtierende Direktorin des Deutschen Gartenbaumuseums. Und das ist das Stichwort – denn dort habe ich Kathrin Weiß getroffen, m Kanonenhof im Deutschen Gartenbaumuseum im Erfurter EGAPark – mitten im BUGA-Gelände:
                                                                                                                       
                                                                                                                       
                                                                                                                      Kathrin Weiß
                                                                                                                      • Kakteen – das sind bis heute Pflanzen, die viele Menschen lieber aus sicherer Entfernung anschauen…
                                                                                                                      • Sie haben als BUGA Chefin schon viele Führungen durch das Wüstenhaus hinter sich. Bei der ersten mit Bodo Ramelow durfte ich schon dabei sein. In der letzten Woche war Bundespräsident Steinmeier auf der BUGA, war er auch im Danakil?
                                                                                                                      • Einer meiner Lieblings Orte ist ja das Wadi, durch das man gehen muß, um dann die große Weite der Wüste entdecken zu können. Welche anderen großen Namen und wie viele ganz normale Menschen sind hier schon hindurchgewandert?
                                                                                                                      • Sie sind im Moment Hüterin von – wie viele Millionen Pflanzen gibt es eigentlich auf dem BUGA Erfurt Gelände etwa? Und wie viele Gärtner sorgen dafür, dass die Pflanzen immer Tip-Top aussehen?
                                                                                                                      • Zurück zu den Kakteen: im Wüstenhaus werden ja ganz viele Geschichten über die Pflanzen erzählt, welche hat Sie am meisten überrascht?
                                                                                                                      • Im Interview haben Sie vor einem Jahr gesagt: „Wenn wir uns im Juli 2021 wieder treffen würden, dann wäre die Buga Erfurt fast zur Hälfte vorbei. Was würden Sie mir dann gern berichten wollen?
                                                                                                                        „Ich würde gern erzählen, dass unsere Kooperationspartner, die mit uns die Gartenschau vorbereiten, begeistert vom Gelände sind. Und ich möchte schon in viele zufriedene Gesichter gesehen haben. Die Gäste sollen nach einem Tag auf der Buga Erfurt sagen, dass sie bald wiederkommen und Freunde sowie Familie mitbringen.“
                                                                                                                        Noch mehr Details über das Wachsen und Werden hat Kathrin Weiß im Interview auf mdr Kultur im Juni zum Bergfest erzählt – hör mal rein!
                                                                                                                         
                                                                                                                        BUGA – Nachtrag
                                                                                                                        Um die BUGA-Geschichten rund zu machen, noch ein Nachtrag zum Petersberg
                                                                                                                        • ich hab ja schon erzählt, ich bin im Verkehrsgarten als Schüler mit dem Fahrrad herumgefahren – was mir in Erinnerung kam: ich habe hier meinen ersten Titel in meinem Leben geholt: ich war DDR-Meister im Fahrradgeschicklichkeitsfahren 🙂 Das war echt cool!
                                                                                                                          Und damals wusste ich noch nix vom Titel meines Ururgroßvaters Ferdinand Haage, der ja Weltmeister auf dem Hochrad gewesen ist. Das durfte ich im vergangenen Sommer auf der Erfurter Radrennbahn auch mal probieren – echt knifflig! (hier kannst du sehen wie ich auf dem Hochrad herumfahre – MDR Mediathek)
                                                                                                                          Und – damals war ich zum ersten Mal in der riesigen Peterskirche, die damals in der DDR ein Papierlager war. Wir haben dort unsere Fahrräder um die Wette repariert.
                                                                                                                        • mein zweiter Besuch war vor etwa 15 Jahren. Damals haben wir den Zwischenboden angeschaut, den es heute nicht mehr gibt – das war damals eine Turnhalle im Obergeschoss und wir hatten überlegt, hier die Premiere vom KaktusKochbuch stattfinden zu lassen. 
                                                                                                                        • wer übrigens wissen möchte, wie trostlos es auf der Baustelle etwa ein Jahr vor der BUGA Erfurt auf dem Petersberg aussah, der kann das auf Google Maps noch sehen, dort sind nämlich noch die Baustellenbilder zu sehen – obwohl, trostlos ist eigentlich falsch, da war richtig fett Verkehr! Ich hatte das Glück, immer mal wieder gucken zu dürfen, wie es sich entwickelt und ich kenne das eine oder andere Problem, das gelöst werden musste, damit es heute so ein wunderbarer Platz geworden ist.
                                                                                                                           
                                                                                                                          Und noch ein bisschen Hintergrund zum EGAPark 
                                                                                                                          • viele Menschen aus dem Osten kennen das Gelände noch als die iga. Der Hintergrund: im Jahr 1961 wurde in Erfurt die erste internationale Gartenschau der sozialistischen Länder eröffnet. Die Planung dafür hatte der Landschaftsarchitekt Reinhold Lingner gemacht.
                                                                                                                          • Die Geschichte des egaParks hat schon lange vor dem zweiten Weltkrieg begonnen, genauer hat es bereits 1885 begonnen. Der Festungskommandeur August von Hedemann, damals auch Mitbegründer des Erfurter Gartenbauvereins und des Stadtverschönerungsvereins, hatte sich dafür eingesetzt, dass die ehemalige Citadelle Cyriaksburg für die Erfurter nutzbar gemacht wird. Dazu wurden als erstes Anpflanzungen begonnen. In den 1950er Jahren entstand der Erfurter Kulturpark. In den Anfängen gab es sogar eine Park-Eisenbahn, der Blumenexpress mit dem man auf 1600 Metern Gleis durch die Beete gefahren wurde. 
                                                                                                                          • die Ausstellungen zogen in guten Jahren bis zu 3,5 Millionen Besucher an – und für viele Erfurter war es schon damals „ihre iga“
                                                                                                                          • schon vor der Wende begann der Lack zu blättern. Mit der Wende wurde die iga in EGA für Erfurter Gartenbauausstellung umbenannt und die Erhaltung des inzwischen 57 Hektar großen Geländes wurde schwieriger. Ein Teil wurde als Messe, ein anderer als Landesfunkhaus ausgegliedert.
                                                                                                                          • mit der Entscheidung Richtung BUGA Erfurt 2010 wurde das Gelände Schritt für Schritt saniert, aufgewertet und strahlt heute in neuem Glanz.
                                                                                                                            … und heute?
                                                                                                                            was bleibt eigentlich von der BUGA Erfurt? Diese Frage habe ich in letzter Zeit immer häufiger gestellt bekommen. Kathrin Weiß übrigens auch, ich hab sie gestern nochmal getroffen. 
                                                                                                                             
                                                                                                                            Um die Kakteen hier auch nochmal in den Fokus zu bringen – auch wenn manches nach der BUGA Erfurt ab Oktober 2021 zurückgebaut wird – die Kakteen im BUGA-Gelände bleiben uns definitiv komplett erhalten. Wer es also bis jetzt noch nicht auf die BUGA in Erfurt geschafft hat, Kakteen gibt es auch danach zu erleben. Und im Danakil Klimazonenhaus wachsen die Pflanzen und haben noch viel Platz nach oben.
                                                                                                                            Wenn du dich jetzt fragst, warum ich darüber noch gar nichts erzählt habe – das Danakil Wüstenhaus bekommt seine ganz eigene Episode – ob das tatsächlich gleich die nächste wird, dass weiß ich noch nicht. In jedem Fall darfst du darauf schon gespannt sein.
                                                                                                                             
                                                                                                                             
                                                                                                                            Und jetzt?
                                                                                                                            Was mich im Moment sehr bewegt – diese Episode wird wohl selbst nach dem Schnitt mehr als die Stundenmarke knacken. Wo ist für dich das Maß des erträglichen? Ist eine Stunde zu lang, sollen es lieber nur 20 Minuten sein?
                                                                                                                            Und: warst du schon auf der BUGA Erfurt? Was hat dir besonders gefallen?
                                                                                                                            Schreib mir was du magst! Per Mail an [email protected] 
                                                                                                                             
                                                                                                                            Bis dahin alles Gute, bleibe gesund und vielleicht magst du auch mal BUGA-Luft in Erfurt schnuppern!
                                                                                                                             
                                                                                                                            Stay tuned! 
                                                                                                                            Schöne Grüße aus der Blumenstadt Erfurt
                                                                                                                            Ich bin Ulrich Haage und schicke Grüße aus der Kakteengärtnerei.
                                                                                                                             
                                                                                                                            Shownotes:

                                                                                                                            darüber habe ich erzählt:

                                                                                                                            • Wikipedia Bundesgartenschau – https://de.wikipedia.org/wiki/Bundesgartenschau
                                                                                                                            • Liste der 25 Außenstandorte der BUGA 2021 – https://www.buga2021.de/pb/buga/home/gartenschau/aussenstandorte
                                                                                                                            • Kathrin Weiß im Interview mit Thomas Bille mdr Kultur trifft (12. Juni 2021) – https://www.mdr.de/kultur/podcast/trifft/kathrin-weiss-buga-erfurt-gespraech-100.html
                                                                                                                            • Planet Wissen – wer und was im Boden lebt – Pilze und mehr – https://www.planet-wissen.de/natur/umwelt/lebendiger_boden/bodenleben-100.html
                                                                                                                            • Pilze im Topf – Mushrooms growing in the pot – Jane Perrone – https://www.janeperrone.com/on-the-ledge/2019/11/8/episode-116-hippeastrums
                                                                                                                            • Deutsches Gartenbaumuseum – https://www.gartenbaumuseum.de/
                                                                                                                            • Petersberg auf Google Maps
                                                                                                                            • KaktusKochbuch – https://www.kakteen-haage.de/Literatur/Kakteenliteratur/Literatur/KochbuchKaktus-Ulrich-Haage-Ulrich-Manck.html
                                                                                                                            • Haage auf der Erfurter Radrennbahn – https://www.mdr.de/video/mdr-videos/reportagen-dokus/video-von-der-rolle-die-legendaere-radrennbahn-andreasried-ad-100.html
                                                                                                                            • Bundesgartenschau 2021 – BUGA Erfurt 2021
                                                                                                                            • Veranstaltungen und Termine

                                                                                                                              mdr Gartem – im Danakil Klimazonenhaus
                                                                                                                              30.9.2021 – Wie topfe ich große Epicactus-Hybriden um? Live vor dem Glashaus (Nähe Danakil)
                                                                                                                              10.10.2021 – fuminanter Abschluß der BUGA in Erfurt

                                                                                                                               
                                                                                                                              … und wie immer freu ich mich auf dein Feedback.
                                                                                                                              • per Mail an [email protected]
                                                                                                                              • in der FB CactusPodcast Community https://www.facebook.com/groups/4080401532000332/
                                                                                                                              • Kommentare direkt hier im cactusblog.de
                                                                                                                              • deine Bewertung auf iTunes – das wäre mir ein inneres Maximal-Blümchenpflücken!
                                                                                                                                 
                                                                                                                                  
                                                                                                                                Mehr gibt es wie immer in der Facebook CactusPodcast Community. 
                                                                                                                                Welche Themen soll ich mir in den kommenden Episoden vornehmen?
                                                                                                                                 
                                                                                                                                Du willst mehr vom CactusPodcast? Das geht ganz einfach:
                                                                                                                                Sogar automatisch: jetzt gleich den CactusPodcast auf iTunes – nein Apple Podcast abonnieren. 
                                                                                                                                Auch diesmal habe ich mir wieder viel Mühe gegeben, die Shownotes mit noch mehr Informationen zu ergänzen.
                                                                                                                                 
                                                                                                                                Du willst noch mehr wissen / haben / hören?
                                                                                                                                Service-Links – ich bin Überzeugungstäter!
                                                                                                                                Keine Afilliate Links – ich erhalte keine Provision. 
                                                                                                                                 
                                                                                                                                Interviews im CactusPodcast:
                                                                                                                                • CP005 – Emily Cox – Mrs Echeveria
                                                                                                                                • CP012 – Lothar Bodingbauer über Kakteenerde – Teil 1
                                                                                                                                • CP013 – Lothar Bodingbauer über Kakteenerde – Teil 2
                                                                                                                                • CP021 – Georg Schwarz über Kunststofftöpfe für Kakteen
                                                                                                                                • CP023 – Melanie Öhlenbach fragt zum Thema Aloe vera
                                                                                                                                •  
                                                                                                                                   

                                                                                                                                  Der Beitrag CactusPodcast 031 – Kakteengeschichten: BUGA Erfurt 2021 erschien zuerst auf Cactusblog.

                                                                                                                                  1 hr 24 min

                                                                                                                                About Pflanzengeschichten - Mein kleiner grüner Kaktus Archive • Cactusblog

                                                                                                                                From the publisher's feed

                                                                                                                                Aus dem Leben eines Kaktusgärtners