Pflegedialog - Der Podcast für einen Perspektivwechsel in der Pflege

Pflegedialog - Der Podcast für einen Perspektivwechsel in der Pflege

By Holger Ohm und Christian KarlMedicineHealth & FitnessMental HealthEducation
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Pflegedialog - Der Podcast für einen Perspektivwechsel in der Pflege episodes

  • #101 - PISA in der Pflege – was die schlechtesten Werte aller Zeiten für die Ausbildung bedeuten

    Die PISA-Ergebnisse für Deutschland sind da, und sie fallen schlechter aus als je zuvor. Seit 25 Jahren gibt es diese Studie, und noch nie hat Deutschland so schwach abgeschnitten – im internationalen Vergleich ist es ins unterste Drittel gerutscht. Getestet werden alle fünf Jahre 15-jährige Schülerinnen und Schüler, diesmal in Mathematik, Lesekompetenz, Naturwissenschaften und im computergestützten Problemlösen. Mathematik und Lesen sind weiter gefallen, die Naturwissenschaften liegen etwa auf dem Niveau der letzten Erhebung.

    Christian Karl und Holger Ohm übertragen diese Zahlen auf die Pflege. Denn die Jugendlichen, die hier getestet wurden, stehen in drei bis vier Jahren als Auszubildende in den Einrichtungen. Was bedeutet eine Rechenschwäche, wenn eine dreiprozentige Desinfektionslösung angesetzt werden soll? Was passiert mit einem Lernauftrag, wenn laut Studie nur ein Drittel der Befragten das eigene Lernen überhaupt plant? Und wie sollen Praxisanleiter Grundkompetenzen nachholen, wenn ein Auszubildender in der Generalistik nur einen kleinen Teil seiner Praxiseinsätze im eigenen Betrieb verbringt?

    Die Folge nimmt drei Perspektiven ein: den Ausbildungsbetrieb, den Praxisanleiter und die jungen Menschen, die gerade vor der Berufswahl stehen. Es geht um Basiskompetenzen, um strukturierte Lernbegleitung statt überfordernder Arbeitsaufträge, um digitale Lernhilfen und künstliche Intelligenz – und um eine angstfreie Fehlerkultur, in der Fragen erlaubt sind.

    Eine Folge für Praxisanleiter, Leitungskräfte, Ausbildungsverantwortliche und alle, die junge Menschen in den Pflegeberuf begleiten.

    ShowNotes:

    Pisa Studie: https://www.oecd.org/content/dam/oecd/de/publications/reports/2026/09/pisa-2025-results-volume-i-country-notes_88d1164e/germany_20677961/8a1ce578-de.pdf

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    34 min
  • #100 - Update PNOG: Was die Pflegereform für Angehörige und Pflegebedürftige bedeuten würde

    Das Pflegeneuordnungsgesetzes, kurz PNOG, steht Stand 21. September immer noch als „geplant" auf der Agenda des Bundestags. In Kraft treten soll es zum 1. Januar 2027. Pflegedienste und Pflegeheime hängen seit Mai in der Luft. Doch was würde das Gesetz eigentlich für pflegende Angehörige und für Menschen mit Pflegegrad bedeuten?

    Christian Karl und Holger Ohm holen in dieser Folge nach, was in den bisherigen PNOG-Folgen zu kurz kam: den Blick der Familien. Es geht um die vier geplanten Budgets im ambulanten Bereich, um das Sozialraumbudget von 175 Euro und die Frage, warum mehr Geld auf dem Papier aufs Jahr gesehen weniger bedeuten könnte. Holger Ohm erklärt, was der geplante Wegfall von Verhinderungs- und Kurzzeitpflege als eigene Töpfe für Familien heißen würde, warum die Rentenbeiträge für pflegende Angehörige auf 70 Prozent sinken sollen und weshalb der 75-Prozent-Zuschuss zum Heim-Eigenanteil erst ab dem 55. Monat greifen soll.

    Außerdem: höhere Schwellen für die Pflegegrade und Bestandsschutz, Beiträge für Minijobber, mögliche Schließungen von Betreuungsdiensten und die Grundsatzfrage, ob an der richtigen Stelle gespart wird. Und ganz praktisch: Was ist eigentlich meine Pflegekasse?

    Eine Folge für alle, die zu Hause pflegen, einen Pflegegrad haben oder Angehörige beraten.

    ShowNotes:
    • Pflegeneuausrichtungsgesetz (PNOG), Referentenentwurf: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/gesetze-und-verordnungen/detail/pflegeneuordnungsgesetz-pnog
    • Tagesordnung/Agenda des Deutschen Bundestags: https://www.bundestag.de/parlament/plenum/tagesordnungen
    • Aktuelle Beträge zu Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege, Stand heute:
    • https://www.pflege.de/altenpflege/verhinderungspflege/
      https://www.pflege.de/altenpflege/kurzzeitpflege/
    • Statistisches Bundesamt, Daten zur Verweildauer im Pflegeheim: https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Gesundheit/Pflege/_inhalt.html
    • Bisherige Pflegedialog-Folgen zum PNOG mit Blick auf Pflegedienste und Pflegeheime: Folge 86 - https://pflegedialog.podigee.io/89-pflege-neuordnungsgesetz-2026-reform-oder-risiko-fur-die-pflege
    • Sozialen Kanäle:

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      26 min
    • #99 – Demenz ist nicht gleich Demenz – die wichtigsten Formen für Angehörige erklärt

      Demenz ist kein einzelnes Krankheitsbild, sondern ein Oberbegriff für mehr als fünfzig verschiedene Erkrankungen des Gehirns. In dieser Grundlagenfolge nehmen sich Christian Karl und Holger Ohm die Zeit, die wichtigsten Demenzformen zu sortieren und voneinander abzugrenzen – für Angehörige, die gerade zum ersten Mal mit dem Thema konfrontiert sind.

      Holger Ohm erklärt, was die Alzheimer-Demenz von der vaskulären Demenz unterscheidet, warum die Lewy-Körperchen-Demenz oft mit Parkinson verwechselt wird und weshalb er die frontotemporale Demenz in vielen Fällen für die schwerste Form hält. Ebenso wichtig ist die Gegenrichtung: Depression im Alter, Korsakow-Syndrom, Schilddrüsenunterfunktion, Flüssigkeitsmangel oder ein chronischer Vitamin-B12-Mangel können eine Demenz täuschend echt nachahmen, ohne eine zu sein. Christian Karl bringt seine eigene Erfahrung ein, als sein Vater innerhalb kürzester Zeit verwirrt wurde – Auslöser waren Chemotherapie, Bestrahlung und ein Hämatom im Kopf.

      Der zweite Teil der Folge gehört den Angehörigen: Warum Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung in jedes Alter gehören, was Validation im Alltag bedeutet und warum ein gut gemeintes „Das stimmt doch gar nicht" so viel zerstört. Dazu gibt es konkrete Anlaufstellen – von der Deutschen Alzheimer Gesellschaft über Selbsthilfegruppen bis zu den Pflegestützpunkten – und einen Blick auf das neu gegründete Demenznetz Anhalt-Bitterfeld.

      ShowNotes:

      https://demenz-abi.de/
      https://www.deutsche-alzheimer.de/
      https://www.meelo.care/

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      38 min
    • #98 – Individuell statt Schublade: die QPR seit dem 1. Juli

      Seit dem 1. Juli gelten im ambulanten Bereich neue Qualitätsprüfungs-Richtlinien. Holger Ohm hat in den Wochen danach mit drei Kundinnen und Kunden gesprochen, die bereits geprüft wurden: zwei ambulante Dienste in Niedersachsen, einer in Hessen. Das Ergebnis dieser Rückmeldungen ist der Ausgangspunkt dieser Folge – und es fällt sehr unterschiedlich aus.

      In Hessen wurde die individuelle Pflege ausdrücklich positiv hervorgehoben, weil die Dokumentation den realen Verhältnissen angepasst war. In Niedersachsen dagegen stand die Evaluation der Expertenstandards so stark im Vordergrund, dass die persönlichen Verhältnisse vor Ort kaum Gewicht bekamen. Für Holger Ohm ist das eine Diskrepanz zur Richtlinie selbst, die die individuellen Verhältnisse ausdrücklich in den Vordergrund stellt.

      Christian Karl und Holger Ohm ordnen ein, was sich konkret geändert hat: die Umstellung vom Schulnotensystem auf eine Buchstabenbewertung, vor allem aber das neue Fachgespräch und die stärkere Berücksichtigung der pflegenden Angehörigen sowie des Gewaltschutzes. Sie sprechen darüber, warum eine Evaluation alle vier Wochen am Bildschirm keine Evaluation ist, wie der Pflegeprozess als Verbindung zwischen Fachwissen und individueller Lebenssituation gedacht ist und was ambulante Dienste jetzt konkret tun können, um im Fachgespräch sicher zu argumentieren.

      Eine Folge für Leitungskräfte, QM-Verantwortliche und Pflegefachkräfte, die wissen wollen, worauf es bei der nächsten Begutachtung wirklich ankommt.

      Shownotes:

      Unterlagen zur Folge: https://kdrive.livento-bildung.online/app/share/3512381/465aaa7c-35c3-445e-a1dc-4db2215e4ed6

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      40 min
    • #97 – Der neue Gesundheitsminister und das ungelöste PNOG

      Ein neuer Gesundheitsminister, ein Gesetzentwurf mitten im parlamentarischen Verfahren und ein Starttermin, der immer näher rückt: In Folge 97 des Pflegedialog Podcast ordnen Christian Karl und Holger Ohm ein, was die Kabinettsumbildung für das Pflegeneuordnungsgesetz bedeutet.

      Carsten Linnemann hat selbst angekündigt, dass er Einarbeitungszeit braucht. Gleichzeitig sollen wesentliche Änderungen des PNOG bereits zum 1. Januar 2027 greifen. Zwischen Aufnahme und Starttermin liegen vier Monate, von denen ein Teil auf die parlamentarische Sommerpause fällt. Die beiden diskutieren, ob dieser Zeitplan realistisch ist, was es bedeutet, wenn die Zahl der Krankenkassen von über 90 auf 10 sinken soll, und warum ausgerechnet dieser Umbau die Pflege trifft: Die Pflegeberatung soll zu einer Pflegebegleitung werden, die über die Krankenkassen koordiniert wird.

      Es geht um die Unruhe, die ein früh veröffentlichter Entwurf an der Basis auslöst, um Betreuungskräfte, die Qualifizierungen aufschieben, und um eine Berufsgruppe, in der bis zu 35 Prozent der Mitarbeitenden in den nächsten fünf Jahren in den Ruhestand gehen. Holger Ohm erklärt, warum er die Chance auf Nachbesserungen für gering hält.

      Im zweiten Teil wird gefeiert: Der Pflegedialog Podcast wird zwei Jahre alt. Die beiden blicken zurück auf über 1,1 Millionen Aufrufe, auf Projekte wie "Brief in die Zukunft" und Meelo und darauf, warum sie das Format bewusst als Hobbyprojekt ohne Werbeeinnahmen führen.

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      31 min
    • #96 – Entlastung mit Struktur
      Tagespflege für Angehörige erklärt

      Tagespflege ist für viele pflegende Angehörige ein Begriff, aber nur wenige wissen genau, was dahintersteckt. In dieser Folge starten Christian Karl und Holger Ohm eine neue Reihe, in der sie die verschiedenen Pflegesettings der Reihe nach erklären. Den Anfang macht die Tagespflege.

      Holger Ohm ordnet zunächst die Zahlen ein: Aus rund 2.000 Einrichtungen mit 35.000 bis 40.000 Plätzen im Jahr 2010 sind inzwischen 7.184 Anbieter mit etwa 120.000 Plätzen geworden. Die Pflegestärkungsgesetze haben diesen Ausbau angestoßen, weil pflegende Angehörige Alternativen zwischen häuslicher Pflege und Pflegeheim brauchten.

      Die Folge klärt die Grundlagen: Was ist Tagespflege überhaupt, wie grenzt sie sich von ambulanter und vollstationärer Pflege ab, und warum läuft sie unter dem Begriff teilstationär? Ausführlich geht es um die Finanzierung. Die Pflegekasse übernimmt Pflege, Betreuung und Fahrtkosten, der Eigenanteil deckt Unterkunft, Verpflegung und Investitionskosten. Holger Ohm nennt konkrete Durchschnittszahlen pro Tag und die Leistungsbeträge je Pflegegrad.

      Dazu kommen die Themen, die im Alltag entscheiden: feste Rituale und Tagesstrukturen, gerade für Menschen mit Demenz. Die Frage, wann Tagespflege nicht das richtige Angebot ist. Die Wirtschaftlichkeit der Einrichtungen und warum Kapazität der häufigste Ablehnungsgrund ist. Und zum Schluss ein klarer Fahrplan für Angehörige: Beratung, Checkliste, Besichtigung, Probetag.

      Shownotes:

      Erwähnte Downloads: https://kdrive.livento-bildung.online/app/share/3512381/fdcf22b1-9acf-4666-abdf-ca0bb2c5b1a8

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      24 min
    • #95 – Zwischen Rente und Grundsicherung: Wer zahlt den Heimplatz?

      Ein Heimplatz kostet im Bundesdurchschnitt 3.364 Euro im Monat. Zwischen 2.700 Euro und 3.700 Euro reicht die Spanne je nach Bundesland – Bremen liegt an der Spitze, Sachsen-Anhalt am unteren Ende. Aber woraus setzen sich diese Heimkosten eigentlich zusammen? Und warum bleibt am Ende trotz Zuschüssen eine Lücke von rund 1.800 Euro?

      In Folge 95 nehmen Holger Ohm und Christian Karl die Kostenstruktur einer vollstationären Pflegeeinrichtung auseinander: Unterkunft und Verpflegung, Investitionskosten und der einrichtungseinheitliche Eigenanteil, kurz EEE. Sie erklären, was alles im EEE steckt – Grundpflege, Behandlungspflege, Betreuung und die Ausbildungsumlage – und warum dieser Anteil ab Pflegegrad 2 für alle Bewohner gleich hoch ist.

      Ein zentraler Punkt der Folge: Der gestaffelte Zuschlag von 15, 30, 50 und 75 Prozent wird in der Öffentlichkeit regelmäßig falsch dargestellt. Er bezieht sich ausschließlich auf den EEE, nicht auf die gesamten Heimkosten. Holger Ohm rechnet vor, was das konkret bedeutet.

      Dazu kommen die Kostentreiber aus Sicht der Einrichtung: Personalkosten, Energiekosten, explodierende Investitionskosten und die Reduktion von Heimplätzen durch die Abschaffung der Doppelzimmer. Und die Perspektive der Mitarbeitenden, die diese Gespräche führen müssen, ohne selbst ausreichend informiert zu sein.

      Zum Schluss geht es um die Lösung: das persönliche Beratungsgespräch mit individuellem Rechenbeispiel, ein Leitfaden für Mitarbeitende und ein sauber hinterlegter QM-Prozess für die Antragstellung.

      ShowNotes:
      Checkliste und Einrichtungsauswahl: https://kdrive.livento-bildung.online/app/share/3512381/fdcf22b1-9acf-4666-abdf-ca0bb2c5b1a8
      Finanzierung und Leistungen
      • Pflegeheimat – „Tagespflege 2026: Kosten, Leistungen & Pflegegrad“ – übersichtliche Darstellung von Kosten, Leistungsbeträgen, Eigenanteilen und Kombinationsmöglichkeiten:pflegeheimat24

      • https://pflegeheimat24.de/glossar/pflegeleistungen/tagespflege-2026/

      • Lebenshilfe24 – „Tagespflege – Welche Kosten und wie finanzieren?“ – erklärt das separate Budget, Kostenübernahme und den Unterschied zu Pflegegeld:lebenshilfe24

      • https://www.lebenshilfe24.de/pflegelexikon/t/tagespflege

      • DMRZ – „Alles zur Tagespflege – und wie Sie sie abrechnen können“ – praxisorientierter Überblick zu Abrechnung, Finanzierung und Pflegekasse:dmrz

      • https://www.dmrz.de/wissen/ratgeber/tagespflege

      • Seniorenwegweiser – „Tagespflege“ (mit Pflegegrad-Beträgen) – zeigt die Budgets je Pflegegrad und erklärt die Grundsätze der Kostenübernahme:seniorenwegweiser-nok

      • https://www.seniorenwegweiser-nok.de/informationen/pflegeversicherung-finanzierung/158-tagespflege.html

        Teilstationäre Tages- oder Nachtpflege: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/pflege/online-ratgeber-pflege/leistungen-der-pflegeversicherung/teilstationaere-pflege

        Entlastung, Gemeinschaft und Kontext
        • Diakoneo – „Tagespflege als Entlastung für Angehörige“ – beschreibt die psychische und zeitliche Entlastung sowie die Bedeutung von Gemeinschaft und Struktur:diakoneo

        • https://www.diakoneo.de/magazin/magazin-senioren/tagespflege-als-entlastung-fuer-angehoerige

        • Pflege.de – „Tagespflege & Nachtpflege“ – übersichtliche Erklärung von Leistungen, Voraussetzungen, Kosten und Vorteile für Angehörige:pflege

        • https://www.pflege.de/pflegekasse-pflegefinanzierung/pflegeleistungen/tagespflege-nachtpflege/

        • Anbosa Homecare – „Ambulante und teilstationäre Pflege – einfach erklärt“ – anschaulicher Vergleich ambulant vs. teilstationär mit Alltagsbeispielen:anbosa-homecare

        • https://anbosa-homecare.de/ambulante-und-teilstationaere-pflege-einfach-erklaert/

          Sozialen Kanäle:

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          34 min
        • #94 –Steile These: Kontrolle ist das beste Führungsinstrument

          Christian und Holger lassen die Katze direkt aus dem Sack: Es ist völliger Quatsch. In dieser Folge nehmen die beiden die steile These auseinander und schauen differenziert hin: Wo endet verantwortungsvolles Hinschauen, wo beginnt Überwachung? Warum ist die Pflege-Visite keine Mitarbeiterkontrolle, sondern ein Werkzeug für bessere Abläufe? Und weshalb entscheidet die Kommunikation im Onboarding darüber, ob eine Begleitung als Unterstützung oder als Misstrauen ankommt?

          Es geht um psychologische Sicherheit und die Angst, Fehler zu machen. Um Software im ambulanten Dienst, deren Routenplanung und Standortübermittlung schnell als Überwachung empfunden wird. Und um eine wahre Geschichte aus einem Pflegedienst mit rund 25 Mitarbeitenden, in dem eingeschaltetes Standort-Tracking einen Mordsaufstand auslöste – und die überraschend einfache Lösung: Ehrlichkeit ermöglichen statt überwachen.

          Dazu gibt es konkrete Werkzeuge: die 3-W-Feedbackregel (Wahrnehmung, Wirkung, Wunsch), der Tipp, vor jedem Feedback um Erlaubnis zu fragen, und klare Ratschläge für Mitarbeitende, die sich kontrolliert fühlen, ebenso wie für Führungskräfte, die ihrer Verantwortung gerecht werden müssen. Eine Folge über Vertrauen, Transparenz und die Frage, wie moderne Führung in der Pflege wirklich gelingt.

          23 min
        • #93 – Zwischen PNOG-Sorgen und Jubiläum: Pflegedialog wird zwei
          In dieser Folge des Pflegedialog Podcasts sprechen Christian und Holger über die jüngste Kabinettsumbildung und den Wechsel an der Spitze des Gesundheitsministeriums: Auf die bisherige Gesundheitsministerin Frau Warken folgt Karsten Linnemann, Diplomkaufmann und promovierter Volkswirt, der selbst einräumt, sich erst in die Materie einarbeiten zu müssen. Was bedeutet dieser Wechsel für das geplante PNOG, das sich noch im parlamentarischen Prozess befindet und dessen wesentliche Änderungen zum 01.01.2027 in Kraft treten sollen?
          Die beiden ordnen ein, warum ein so enger Zeitplan Risiken birgt, was die geplante Umstrukturierung der Krankenkassen von über 90 auf 10 für die Pflegeberatung und die künftige Pflegebegleitung bedeuten könnte und weshalb die vielen offenen Fragen bereits jetzt für Unruhe bei Trägern und Betreuungskräften sorgen. Themen sind außerdem der Fachkräftemangel in der Betreuung, die Debatte um eine solidarische Versorgung und der Rücktritt von Jens Spahn.
          Im zweiten Teil wird gefeiert: Der Podcast besteht seit rund zwei Jahren. Christian und Holger blicken zurück auf über 1,1 Millionen Aufrufe, spannende Gäste und Projekte aus der Community – und erklären, warum Pflegedialog bewusst ein Hobbyprojekt bleibt. Ehrliche Einschätzungen statt Influencer-Hochglanz.
          ShowNotes:
          https://pflegedialog.podigee.io/91-gesundheitsreform
          https://pflegedialog.podigee.io/89-pflege-neuordnungsgesetz-2026-reform-oder-risiko-fur-die-pflege
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          29 min
        • #92 – Memories Ever Long: Wie Meelo Biografiearbeit nach Hause bringt

          Was, wenn Erinnerungen zum wichtigsten Werkzeug in der Pflege werden?

          In dieser Folge des Pflegedialogs sprechen Christian und Holger mit Elodie und Magdalena vom Start-up Meelo – kurz für „Memories Ever Long". Ihr Projekt: eine Erinnerungsbox für Menschen mit Demenz. Angehörige sammeln, strukturieren und besprechen Erinnerungen über eine App – abgespielt werden sie über haptische Erinnerungsscheiben, die wie kleine Bilderrahmen auf eine Audiobox gelegt werden. Ergänzt um Musik, vertraute Klänge (Audio-Cues) und biografische Leitfragen entsteht so Aktivierung für das häusliche Umfeld – dort, wo der Großteil aller Demenzbetroffenen tatsächlich gepflegt wird.

          Elodie erzählt, wie aus ihrem Masterstudium die Idee entstand, Magdalena teilt ihre persönliche Erfahrung mit ihrem an Parkinson und Demenz erkrankten Opa. Holger bringt Beispiele aus der Praxis mit: vom „Blindflug" ohne Biografiewissen über den Berglehrer, dessen Talent drei Monate lang niemand kannte, bis zur Frage, warum moderne Sensortechnik für Demenzbetroffene oft genau das Falsche ist.

          Außerdem: Wie aus der Biografiearbeit Pflegebriefings für Einrichtungen entstehen können – und wie du Meelo in der aktuellen Pilotphase als Testerfamilie oder Einrichtung unterstützen kannst.

          Eine Folge über Erinnerungen, Aktivierung und Technik, die sich an Menschen anpasst – nicht umgekehrt.

          ShowNotes:

          Meelo Webseite: https://www.meelo.care/

          Meelo Box testen: https://tally.so/r/lblbyo

          Instagram Meelo: https://www.instagram.com/meelo.care?utm_source=ig_web_button_share_sheet&igsh=ZDNlZDc0MzIxNw==

          Sozialen Kanäle:

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          32 min

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