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Der Boden unter unseren Füßen welcher nicht versiegelt ist, wird immer weniger und mit ihm verschwindet nicht nur die Lebensgrundlage für uns Menschen, sondern auch vieler Tiere und Pflanzen. Man denke nur an den gravierenden Insektenschwund in den letzten Jahren. Besonders artenreiche Lebensräume in unserer Landschaft sind – man vermutet es nicht sofort – extensiv genutzte Streuobstwiesen. Sie sind von unschätzbarem Wert für die Biodiversität und können, je nach Lage und Bodentyp, bis zu 5000 Tier und Pflanzenarten beherbergen. Zum Lebensraum Streuobstwiesen erfahren sie mehr im Interview mit Josef Limberger im ersten Teil der Sendung. Er hat sich in einem eigenen Buch diesem Thema gewidmet.
Beitrag 1: Streuobstwiesen – Inseln der Vielfalt (Interview mit Josef Limberger)
Wie viel Grünraum brauchen wir? Mit dieser Fragestellung tourt Uli Böker, Raumordnungssprecherin der Grünen derzeit durch Oberösterreich. Im Interview mit planetarium spricht sie über die wertvolle Ressource Boden, seine Funktion und über die neue Raumordnungsnovelle die von der Oö. Landeskoalition vorgelegt wurde.
Beitrag 2: Wie viel Grünraum brauchen wir?- Interview mit Uli Böker
Links zur Sendung:
Herbstzeit ist bekanntlich auch Mostzeit. Auf den vielen Obstbäumen hiesiger Streuobstwiesen reifen die Früchte heran, fallen zu Boden und werden im Anschluss zum traditionellen regionalen Getränk, dem Most, verarbeitet. Einer der sich der Vielfalt und der Einzigartigkeit der Streuobstbäume näher gewidmet hat ist Josef Limberger. Er ist Bildhauer, Maler, Naturfotograf und Autor des Buches „Streuobstwiesen -Inseln der Vielfalt“ das 2019 im Freya Verlag erschienen ist. Als „Seele der Landschaft“ bezeichnet er darin die Wiesen mit ihren markanten Hochstammbäumen. Aber er greift noch viele weitere Aspekte dieses Kulturgutes auf: ihre Wichtigkeit als Lebensraum für Tiere und Pflanzen, ihr Einfluss auf viele Traditionen angefangen vom Handwerksberufen im Zusammenhang mit Obstverarbeitung, über Malereien bis hin zu den typischen Mostverkostungen im Herbst.
Hören sie im Folgenden ein Interview mit Josef Limberger, Obmann des Oö. Naturschutzbundes, über Streuobstwiesen und ihre Wichtigkeit für den Erhalt unserer Artenvielfalt.
Buch: Streuobstwiesen – Inseln der Vielfalt, Josef Limberger, Freya Verlag, 2019
Die Coronavirus-Pandemie hat uns fest im Griff. Nach einer kurzen Besserung der Infektionszahlen, sind wir jetzt erneut mit einem Anstieg in Oberösterreich konfrontiert.
In dieser Sendung widmen wir uns zwei Aspekten der Corona – Pandemie: Im ersten Beitrag handelt es sich um ein Interview mit dem Historiker Martin Wassermair über das Phänomen der sozialen Kontrolle in Corona-Zeiten, über die Hörigkeit der Österreicher und Österreicherinnen, Gouvernementalität und über die vermeintliche „Tradition des Vernaderns“ in Österreich.
Im Zweiten Beitrag reflektieren wir im Gespräch mit Amel Andessner, Psychotherapeutin in Ausbildung unter Supervision und Jugendcoach, über Therapie und Beratung in Zeiten eines Lockdowns.
Beitrag 1: Über soziale Kontrolle in Corona-Zeiten – Interview mit Historiker Martin Wassermair
Die Corona-Pandemie hat unsere Welt und unsere Lebensweise verändert. Nach den ersten kleinen Lockerungen des Shutdown in Österreich (Anfang Mai) habe ich ein Gespräch mit Amel Andessner, Psychotherapeutin in Ausbildung unter Supervision und Jugendcoach, über ihre Arbeit während der Krisenzeit geführt. Wie arbeitet man als Therapeutin in Zeiten einer Pandemie mit Ausgangsbeschränkungen? Wie gestalten sich therapeutische Gespräche über Videotelefonie? Was löst wochenlange, gesetzlich verordnete Isolation bei psychisch Kranken Menschen aus? Welche Vor- und Nachteile gibt es bei Homeoffice? Ist die „Krise eine Chance“ oder ist dieser Ausspruch eher als zynischer Kommentar zu sehen? Ein Stimmungsbild zu einer außergewöhnlichen Zeit.
Zur Person: Mag.a Amel Andessner, Psychotherapeutin in Ausbildung unter Supervision
In den letzten Wochen sind im Zuge der Corona-Krise und den damit einhergehenden Verordnungen tausende Anzeigen bei der Polizei eingegangen. Ende April waren es laut Innenminister Karl Nehammer rund 30.000 Anzeigen, die die Polizei erstattete und 3.600 Organstrafmandate, die sie ausstellte. In den Medien aber auch beispielsweise in Presseaussendungen von politischen Parteien liest man immer öfter vom Denunzieren, vom Vernadern, Begriffe wie Blockwart-Mentalität oder Polizeistaat werden in dem Zusammenhang verwendet. Nur, werden diese Begriffe „passend“ verwendet? Was sind die Gründe warum besorgte Bürger und Bürgerinnen schlussendlich wirklich zum Hörer greifen und Regelverstöße melden? Sind sie wirklich alle Schnüffler, Vernaderer und Spitzel im Dienste der guten Sache?
Im Interview spricht Historiker Martin Wassermair über das Phänomen der sozialen Kontrolle in Corona-Zeiten, über die Hörigkeit der Österreicher und Österreicherinnen, Gouvernementalität und über die vermeintliche „Tradition des Vernaderns“ in Österreich.
Zur Person: Martin Wassermair ist Historiker, Politikwissenschafter und Publizist
Hinweise:
https://www.parlament.gv.at/PAKT/AKT/SCHLTHEM/SCHLAG/J2020/079Innenausschuss.shtml
https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/corona-krise-ist-deutschland-wirklich-durchsetzt-von-meldewuetigen-hobbypolizisten-a-73d0e5bb-9ed5-4bf7-b83f-22a9e9313ef5
https://nzzas.nzz.ch/international/oesterreich-bevoelkerung-beugt-sich-dem-staatswillen-ld.1550287?reduced=true
44 Langzeitarbeitslose haben über einen Zeitraum von 18 Monaten ein Grundeinkommen in Höhe ihres AMS-Bezugs zuzüglich einer Leistung der bedarfsorientierten Mindestsicherung erhalten. Franz Schandl hat das Projekt „Sinnvoll tätig sein“ begleitet und berichtet über die erstaunlichen Ergebnisse – die u.a in dem Buch „Sinnvoll tätig sein – Wirkungen eines Grundeinkommens“ dokumentiert wurden. Dr. Franz Schandl ist Historiker und Publizist.
Buch: Sinnvoll tätig sein – Wirkungen eines Grundeinkommens, ÖGB Verlag, Beiträge von: Nikolaus Dimmel; Karl Nimmervoll; Franz Schandl; Peter Pantucek u.a
Willkommen zu einer neuen Ausgabe von plantetarium, in der wir uns, abseits des Themas Corona-Pandemie, dass unseren Tag ohnehin schon mehr als genug ausfüllt, zwei erfrischenden gesellschaftspolitischen Themen zuwenden.
1) Wirkungen eines Grundeinkommens
Zur Person: Dr. Franz Schandl , Historiker und Publizist. Geb. 1960 in Heidenreichstein, lebt in Wien.
Link zum Buch
2) Erdkrötenwanderung in Wilhering
Zur Person: Doris Eisenriegler ist Gemeinderätin in Wilhering und Breitenfurt und Obfrau Der Grünen – Generation plus
Über Gewalt an älteren Menschen zu sprechen ist in der Regel ein Tabuthema, da es eigentlich nicht vorstellbar ist, dass ältere Menschen dieser überhaupt ausgesetzt sind. Nur selten und in extremen Fällen gelangen Beispiele an die Öffentlichkeit. Aber, Gewalt ist allgegenwärtig, tritt in unterschiedlichsten Formen auf und kann jeden Menschen betreffen. Um die Öffentlichkeit und die Politik mehr für das Thema zu sensibilisieren wurde 2006 von den Vereinten Nation (UN) sogar der „Welttag gegen Diskriminierung und Misshandlung älterer Menschen“ – ausgerufen. Dieser findet seither jährlich am 15. Juni statt.
Eine Expertin auf dem Gebiet der Altenarbeit ist Dr.in Margit Scholta. Sie ist Soziologin, Konsulentin für Soziales des Landes OÖ, Ehrenvorsitzende von Pro Senectute Österreich und sie ist zudem auch Mitglied der Expertinnen – und Expertengruppe im Nationalen Qualitätszertifikat für Alten- und Pflegeheime in Österreich.
Dr.in Margit Scholta war am 20. November 2019 im Kepler Salon Linz im Rahmen der Salongespräche der Grünen – Generation plus OÖ zu Gast und hat zum Thema „Gewaltgeneigte Situationen in der Betreuung und Pflege gesprochen“. In der folgenden Stunde hören sie Auszüge aus dem Vortrag.
Im Beitrag erwähnte Literatur:
Links:
Österreichweites Beratungstelefon Gewalt und Alter – 0699/ 112 000 99
Nach dem Bonner Gerontopsychiater Rolf Hirsch versteht man unter „Gewalt eine Handlung oder Drohung, die grundlegende menschliche Bedürfnisse (Wohlbefinden, Überleben, persönliche Identität und Freiheit) beeinträchtigt, einschränkt oder deren Befriedigung verhindert“. Gewalthandlungen sind Menschenrechtsverletzungen – darüber besteht Konsens. Doch auf die Frage, wann und wo Gewalt beginnt, wer Gewalt ausübt, erhalten wir unterschiedliche, oft auch konträre Antworten.
Die Grenzen sind fließend, zu unterscheiden wer Täter, Täterin oder Opfer ist, fällt schwer. Das darf jedoch nicht darüber hinweg täuschen, dass es ein breites Spektrum an Regelungen, Prozessen und Handlungen gibt, durch die Menschen gekränkt, verletzt und geschädigt werden.
Es gibt einen engen Zusammenhang zwischen der personellen (direkte Gewalt) und der strukturellen (indirekte Gewalt) Ebene. Kulturelle Gewalt fördert bzw. unterstützt das Entstehen von direkter (personeller) und indirekter (struktureller) Gewalt.
Um das Tabu „Gewaltgeneigte Situationen in der Betreuung und Pflege“ zu durchbrechen, ist eine intensive Bewusstseinsarbeit erforderlich. Dazu gehört nicht nur die Beschreibung der Formen von Gewalt, sondern auch die Bereitschaft, die strukturellen und kulturellen Ursachen anzuschauen und zu verändern.
Im Vortrag spricht Frau Dr.in Margit Scholta, Soziologin, Konsulentin für Soziales des Landes OÖ, Ehrenvorsitzende von Pro Senectute Österreich und Mitglied der Expertinnen- und Expertengruppe im Nationalen Qualitätszertifikat für Alten- und Pflegeheime in Österreich.
Sie war am 20. November 2019 im Rahmen der Salongespräche der Grünen – Generation plus OO in Linz als Referentin zu Gast.
Diese Ausgabe von planetarium widmet sich dem Thema Lichtverschmutzung. Ein Übermaß an künstlichem Licht wirkt sich negativ auf den Menschen und seine Gesundheit aus. Es beeinflusst Fauna und Flora, bringt Ökosysteme aus dem Gleichgewicht, es versperrt die Sicht auf den Nachthimmel und ist reine Energieverschwendung.
Über Ursachen, Folgen und Handlungsmöglichkeiten im Zusammenhang mit der Vermeidung von künstlichem Außenlicht spricht DI Dr. Martin Donat von der oberösterreichischen Umweltanwaltschaft. Er referierte im Rahmen der Salongespräche#14 – veranstaltet von den Grünen-Generation plus OÖ – im Kepler Salon Linz am 24. Oktober 2019.
Links:
Österreichischer Leitfaden Außenbeleuchtung
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