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Das Jahr 2025 geht zu Ende und Susi Peter und Anna von Rath blicken zurück auf die 2. Podcaststaffel, poco.lit.s Veranstaltungen und Veröffentlichungen sowie ihr eigenes Lesejahr. Die Podcaststaffel, die Erfahrungen bei der Arbeit für poco.lit. und die politischen Entwicklungen zeigen, dass es für die Kulturbranche in Deutschland nicht so gut aussieht. In Irland hingegen läuft Vieles besser und wie schön wäre es, davon zu lernen? Es geht Susi und Anna auch um Hoffnungen und Wünsche für 2026.
Nerd Girl Magic von Simoné Goldschmidt-Lechner
Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den perfekten Staat von Annett Gröschner, Peggy Mädler und Wenke Seemann
Open Water von Caleb Azumah Nelson
Übertretung/Trespasse von Louise Kennedy (übersetzt von Claudia Glenewinkel und Hans-Christian Oeser)
Foster von Claire Keegan
The nerves and their endings: Essays on crisis and response von Jessica Gaitàn Johanesson
Der brennende Garten von V.V. Ganeshananthan (übersetzt von Sophie Zeitz)
Butter von Asako Yuzuki (übersetzt von Ursula Gräfe)
Der Herbst ist Buchpreissaison. Wir haben euch vor kurzen auf Instagram gefragt, ob ihr Buchpreise verfolgt und welche das sind. Haben sie Einfluss, auf das, was es auf euren Lesestapel schafft? Anna und Susi schaffen sich einen Überblick über eure genannten Preise und nehmen dann den Booker Prize und den Deutschen Buchpreis etwas genauer unter die Lupe.
Wie setzt sich eigentlich so eine Jury zusammen? Ist der Auswahlprozess zur Short- und Longlist nachvollziehbar? Warum sind Buchpreise wichtig für Autor*innen und finden wir es richtig ein besten Buch zu benennen?
Am Ende empfehlen wir euch Bücher passend zur Preissaison. Susi empfiehlt von der Booker Prize Longlist “Love Forms” von Claire Adam und “The South” von Tash Aw und Anna hat sich von den Longlist des Deutsche Buchpreises Nava Ebrahimis “Und Federn überall” herausgepickt.
Dejla Jassim lebt in Freiburg und arbeitet seit fünf Jahren in Vollzeit als freie Literaturübersetzerin. Im Gespräch mit Anna von Rath erzählt sie, wie sie ihren ersten Auftrag bekommen hat, was ihr gut gefällt an dem Beruf und wie sie davon leben kann. Obwohl Dejla optimistisch ist, könnten die Bedingungen für Übersetzer*innen – insbesondere für BIPOC und marginalisierte Personen – besser sein, daher setzt sie sich dafür ein, diese Stimmen zu fördern.
Zum Schluss empfiehlt Dejla den Essayband Violent Phenomena – 21 Essays on Translation, herausgegeben von Kavita Bhanot und Jeremy Tiang.
As an exception, this podcast episode is in English. It is actually the recording of our last event, “A radicle reaching for home in the earth: collaborative nature writing.” We hear from two members of the fieldnotes collective, Jessica J. Lee and Nina Mingya Powles, about their recent publication “This too is a glistening”.
Jessica J. Lee is an award-winning author and environmental historian. She is the author of three books of nature writing, Turning (2017), Two Trees Make a Forest (2019), and Dispersals (2024), and the children’s book A Garden Called Home (2024). She is also co-editor of the essay collection Dog Hearted (2023), and founding editor of The Willowherb Review. She currently lives in Berlin.
Nina Mingya Powles is an Aotearoa New Zealand writer and poet living in London. She is the author of several poetry collections and pamphlets, including Slipstitch (2024), Magnolia 木蘭(2020), Tiny Moons (2020) and the award-winning collection of essays, Small Bodies of Water (2021). She writes a monthly substack on food and memory called Crispy Noodles.
The event was part of the minor cosmopolitan intervention, organised by the Research Training Group minor cosmopolitanisms of the University of Potsdam. It was hosted by Spore Initiative in Berlin.
Zahlreiche Schriftsteller*innen halten der Buchbranche in ihren Romanen den Spiegel vor und befassen sich dabei mit unterschiedlichen Fragen: Für welche Leser*innen werden Bücher gemacht? Wer darf über was schreiben? Mangelt es der Literaturbranche an Diversität? Oder auch: Ist sie rassistisch?
In dieser Folge sprechen Anna und Susi über Erasure von Percival Everett (oder Ausradiert in deutscher Übersetzung, Übersetzer*in unbekannt), The Other Black Girl von Zakiya Dalila Harris (gleicher Titel in der deutschen Übersetzung von Heike Schlatterer), und Yellowface von R.F. Kuang, (ebenfalls gleicher Titel in der deutschen Übersetzung von Jasmin Humburg).
Als Vielleser*innen lieben wir Buchhandlungen. Aber wer in einer Buchhandlungen arbeitet, verdient nicht gerade besonders gut, und vor allem unabhängige Buchhandlungen haben oft große Existenzsorgen oder müssen aufgrund von äußerem Druck sogar schließen. In dieser Folge spricht Anna von Rath mit Sarah Lutzemann von der kohsie Diversitybuchhandlung in Halle und Johanna Hopp vom queerfeministischen glitch bookstore in München. Mit diesen Buchhandlungen woll(t)en sie Dinge anders machen und erzählen uns davon: Wie sieht eine Diversitybuchhandlung aus und warum musste kohsie schließen? Wie lässt sich ein Buchladen kollektiv betreiben und kann er ein antikapitalistischer Ort sein?
Zum Schluss gibt es drei Buchempfehlungen. Sarah Lutzemann empfiehlt: Afrika ist kein Land von Dipo Faloyin (übersetzt von Jessica Agoku) und When the Reckoning Comes von LaTanya McQueen. Johanna Hopp empfiehlt: Im Park der prächtigen Schwestern von Camila Sosa Villada (übersetzt von Svenja Becker).
Susi spricht mit Simoné Goldschmidt-Lechner über die Verlagswelt, das Leben als Autorin und ihr neuestes Buch Nerd Girl Magic. Wer kann Schriftsteller*in werden und davon leben? Welche Vor- und Nachteile hat es in einem Indie-Verlag zu veröffentlichen? Haben bestimmte Themen eine größere Chance veröffentlicht zu werden? Und wie divers ist eigentlich die Nerd-Culture? Über das und vieles mehr sprechen die beiden.
Simoné ist es noch wichtig zu ergänzen, dass die allermeisten Stipendien bislang auf ihre Bedürfnisse eingegangen sind und viele Programme sich mittlerweile stark bemühen, Stipendien inklusiver zu gestalten
Zum Schluss empfiehlt Simoné Goldschmidt-Lechner drei Bücher:
Delicious Monsters von Liselle Sambury
Blood at the Root von LaDarrion Williams
Bom Boy von Yewande Omotoso
Der poco.lit. Podcast startet in die 2. Staffel, in der wir fragen: Wie frei ist die Kulturszene? Wer kann unter den aktuellen gesellschaftspolitischen Bedingungen überhaupt künstlerisch tätig sein? Dazu werden wir uns mit Schriftsteller*innen, Übersetzer*innen, Kollektiven und Vereinen austauschen. Aber wir beginnen mit uns selbst: Wie kann poco.lit. Literaturprojekte umsetzen? Susi und Anna nehmen euch in diesem Gespräch mit hinter die Kulissen und sprechen über Fördermittel und Kooperationen, was sie ermöglichen und was schwierig an ihnen ist. Der Fokus liegt dabei auf poco.lit.s erstem Projekt, der Green Library Reihe, aus der wir euch auch ein Buch vorstellen.
Zum Schluss gibt es zwei Buchempfehlungen von uns. Susi empfiehlt: Fragrant Palm Leaves von Thich Nhat Hanh. Anna empfiehlt: Tu sueño imperios han sido von Autor Álvaro Enrigue, deutsche Übersetzung von Carsten Regling, Von Königreichen hast du geträumt.
Bevor wir mit der zweiten Staffel des poco.lit. Podcasts starten, widmen wir uns in dieser Folge unserer Lesepraxis: Was lesen wir eigentlich? Wie suchen wir Bücher aus? Was begeistert uns? Um diese Fragen zu beantworten, stellen Susi und Anna jeweils drei Bücher vor, die sie in den ersten drei Monaten in 2025 gelesen haben. Bei Susi lag der Schwerpunkt auf irischer Literatur, sie hat Doireann Ní Ghríofa, Kerri Ní Dochartaigh und Louise Kennedy gelesen. Annas Auswahl beinhaltete Jennifer Neal, Maryam Aras und Melina Borčak und es ging viel um Migration und (schöne und diskriminierungskritische) Sprache.
Im Gespräch zeichnet sich ab, dass biografische Verbindungen zu den Themen oder Schauplätzen von Büchern dafür sorgen, dass wir sie lesen wollen. Wir lesen aber teilweise auch gezielt für pocolit.com, was öffentliche Bibliotheken so hergeben oder Freund*innen uns empfehlen.
Es gibt (noch) wenige Romane über den deutschen Kolonialismus, aber Mirrianne Mahns Issa ist einer davon. In dieser Folge sprechen wir mit der Künstlerin und Aktivistin Mirrianne Mahn über ihr literarisches Debüt, ihre Liebe für die deutsche Sprache, ihre Archiv-Recherche und die politischen Dimensionen des Schreibens.
Zum Schluss empfehlen wir noch unsere Lieblingsbücher aus 2024.
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