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Gladiatoren waren einstmals die Stars der Arena - vergleichbar mit heutigen Fußballstars wie Messi oder Ronaldo. Ihre Kampfkunst begeisterte die Römer vor 1800 Jahren - auch im antiken Augusta Treverorum, dem heutigen Trier. Doch wer riskierte damals sein Leben in diesen Kämpfen? Und was wissen wir heute über die antiken Brot und Spiele? Das wissen zwei Experten der Gladiatorenschule Trier, die im Trierer Amphitheater noch heute die antike Kampfkunst pflegt - wenn auch deutlich weniger blutrünstig als zu Zeiten der Römer.
Unsere Interviewpartner sind der Trierer Archäologe Florian Tanz sowie Uli Wagner, Chef der Trierer Gladiatorenschule. Sie ist nach eigenen Angaben die größte in Deutschland. Der Verein trainiert in der Arena des Amphitheaters in Trier, wo einstmals zu antiken Zeiten bis zu 18.000 Menschen Platz fanden. Das antike Bauwerk ist Teil des Trierer Unesco-Welterbes und kann besichtigt werden. Wir waren bei einem Training der Schule dabei, den Artikel mit vielen Fotos könnt ihr auf unserer Homepage abrufen.
Das Römische Reich dominierte ab dem 1. Jahrhundert vor Christus große Teile Europas, Nordafrikas und des Nahen Ostens. Straßen durchzogen dieses Imperium, dessen Einwohner in Städten lebten, die zwecks Unterhaltung des Volkes auch mit Rennbahn, Theater und Arena ausgestattet waren. In Trier, das im 4. Jahrhundert nach Christus zeitweilig Residenz der westeuropäischen Kaiser war, bot ein Amphitheater etwa Gladiatorenkämpfe dar. Die Arena war Teil des antiken Befestigungsgürtels und diente nach dem Untergang Roms als Steinbruch. Heute können ihre Ruinen besichtigt werden.
Mehr zur römischen Epoche Triers und seinem antiken Welterbe könnt ihr auf volksfreund.de in unserer Fotostrecke bestaunen. Und weitere Ereignisse aus der römischen Vergangenheit unserer Region hört ihr hier im Porta-Podcast und auf www.volksfreund.de/porta
Unser Podcast "Porta - Das Tor zur Geschichte" erscheint alle zwei Wochen. Gerne könnt ihr uns empfehlen oder unsere Folgen teilen. Und wenn ihr Fragen oder Anregungen habt: Schreibt uns eine Mail an [email protected]
Text: mc, Redaktion: Johanna Heckeley, Miguel Castro, Alexander Wittlings
Wir sind zurück mit einer brandneuen Staffel unseres History-Podcasts!
Ab dem 31. August hört ihr wieder alle zwei Wochen neue Folgen zur Geschichte unserer Region - überall wo es Podcasts gibt. Zum Start der zweiten Staffel geht es gleich 2000 Jahre zurück zu einem blutigen Spektakel, das damals die Menschen im Römischen Reich begeisterte: Lernt mit uns neues über die Gladiatorenkämpfe, die auch im Trierer Amphitheater stattgefunden haben, und warum diese sogar heute noch dort stattfinden. Schaltet ein!
Die Romika in Gusterath war für Jahrzehnte eine der bekanntesten Schuhmarken Deutschlands. Doch das Unternehmen birgt eine düstere Vergangenheit zur Zeit des Nazi-Regimes. In unserem Podcast erzählen wir die Geschichte einer jüdischen Schuhfabrik, die ins Visier der Nazis geriet.
Zu Gast ist in dieser Folge der Autor Heinz Ganz-Ohlig, der mit seinem Buch "Romika - eine jüdische Fabrik" die Diskussion um die Entstehungsgeschichte der Romika neu entfacht hat.
Damit ist auch das Ende der ersten Staffel "Porta - das Tor zur Geschichte" erreicht. Seid mit dabei, wenn wir nach der Pause neue, spannenden Geschichten aus der Region Trier aufgreifen. Danke fürs Zuhören und bis bald!
Alle zwei Wochen gibt es eine neue Folge von "Porta - das Tor zur Geschichte". Ein Podcast des Trierischen Volksfreunds. Noch mehr Infos zum Thema gibt es auf volksfreund.de/porta
Fragen oder Anregungen zum Podcast? Schreibt uns an [email protected]
Redaktion: Johanna Heckeley
Franz von Sickingen (1481-1523) war ein Mitglied des Ritterstandes an der Schwelle vom Übergang des Mittelalters zur Neuzeit. Der in der Pfalz beheimatete Ritter wird in dieser Epoche bekannt durch seine Fehden im südwestdeutschen Raum. Höhepunkt und Fall seiner Macht ist der Angriff auf das Kurfürstentum Trier. Ein Jahr später, am 7. Mai 1523, stirbt Franz von Sickingen.
Wir fassen zusammen, wer dieser Ritter war, welche Erfolge er mit seinen Fehden erzielte - und warum der letzte Angriff auch zu seinem Tod führen sollte (mc).
Und weitere Infos, Bilder zu Franz von Sickingen und seine Zeit sowie Verweise auf weiterführende Bücher zum Ritter findet ihr auf volksfreund.de/porta
Moderation: Alexander Wittlings und Miguel Castro,
Redaktion: Miguel Castro/volksfreund.de
Wenn Menschen fliehen, dann ist das nicht nur ein heutiges Phänomen: Vor 200 Jahren löst die französische Revolution eine Fluchtbewegung aus, tausende "emigrieren" ins Ausland - darunter nicht nur Adelige und Priester, sondern auch Bauern und Handwerker. Auch in der grenznahen Stadt Trier an der Mosel kommen damals Flüchtlinge aus dem Nachbarland an. Wie ist es ihnen hier ergangen? Konnten sie bleiben? Der Historiker Jort Blazejewski aus Trier hat hierzu geforscht - und sich mit uns zum Thema unterhalten.
Alle zwei Wochen gibt es eine neue Folge von "Porta - das Tor zur Geschichte". Ein Podcast des Trierischen Volksfreunds. Noch mehr Infos zum Thema gibt es auf volksfreund.de/porta
Fragen oder Anregungen zum Podcast? Schreibt uns an [email protected]
Redaktion: Johanna Heckeley
Das alte Römertor Porta Nigra ist UNESCO-Welterbe und das Wahrzeichen Triers. Aber wie hat die Porta den Untergang des römischen Imperiums und das Mittelalter überdauert, während von vielen anderen Bauwerken kaum noch ein Stein übrig geblieben ist? In dieser Folge von Porta-Basiswissen sprechen wir darüber, zu welchem Zweck die Porta Nigra gebaut wurde, warum sie über Jahrhunderte eine Kirche war und warum sie bis heute so gut erhalten blieb.
Alle zwei Wochen gibt es eine neue Folge von "Porta - das Tor zur Geschichte". Ein Podcast des Trierischen Volksfreunds. Noch mehr Infos zum Thema gibt es auf volksfreund.de/porta
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Die junge Adelheid von Besselich (geboren ca. 1445, gestorben 1525) heiratet einen Raufbold, verärgert einen Trierer Erzbischof und hilft, reich geworden, mit ihrem Geld den Armen der Stadt: Im Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit muss die Tochter eines angesehenen Bürgers der Stadt Trier um ihre Reputation und ihr Erbe kämpfen.
Trier ist damals der Hauptort des gleichnamigen Kurstaats - eines weltlichen Territoriums entlang der Mosel unter der Herrschaft von Erzbischöfen. Die geistlichen Machtpolitiker spielen in der damaligen Zeit eine wichtige Rolle als einer von sieben Kurfürsten im mittelalterlichen Deutschland, denn diese sind die Königsmacher des Reiches. Vor 500 Jahren ist Trier, einst römische Kaiserresidenz, allerdings eine vergleichsweise kleine Stadt mit etwa 10.000 Einwohnern. Frömmigkeit und Reliquienkult sind verbreitet, doch die Region ist damals noch verschont von größeren kriegerischen Ereignissen oder Hexenverfolgungen.
Was Adelheid in dieser Zeit alles bewegte, wieso der mächtige Turm der St,-Gangolf-Kirche in Trier im Zentrum bis heute an sie erinnert, und sie die Heilig-Rock-Wallfahrt, ein historisches Großereignis, vor rund 500 Jahren erlebte, erklärt Josefine Wittenbecher im Gespräch mit unseren Moderatoren: Die Autorin aus Wittlich hat einen Roman über die Mäzenin der Moselstadt verfasst und sich mit ihrer Lebensgeschichte auseinandergesetzt.
Von Adelheid existiert nur ein einziges Bildnis, zusammen mit ihrem Mann Clas von Zerf (links). Zu finden ist es an einer Säule der Liebfrauenkirche in Trier (Foto: Archiv volksfreund.de). Noch mehr Infos zu Adelheid von Besselich gibt es auf volksfreund.de/porta (mc)
Alle zwei Wochen gibt es eine neue Folge von "Porta - das Tor zur Geschichte", dem Podcast des Trierischen Volksfreunds. Noch mehr Infos zum Thema gibt es auf volksfreund.de/porta
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1848 bricht in Deutschland die Revolution aus. Der Wunsch nach Demokratie in einer Epoche, die von reaktionären Kräften geprägt war, war immer stärker geworden, so auch in der Region Trier.
In dieser Folge begleiten wir Vater und Sohn Valdenaire aus Saarburg in dieser stürmischen Zeit im Kampf um Demokratie und Gerechtigkeit - zusammen mit unserem Volksfreund-Kollegen und Experten Alexander Schumitz.
Alle zwei Wochen gibt es eine neue Folge von "Porta - das Tor zur Geschichte". Ein Podcast des Trierischen Volksfreunds.
Noch mehr Infos zum Thema gibt es auf volksfreund.de
Fragen oder Anregungen zum Podcast? Schreibt uns an [email protected]
In unserer Reihe "Porta - Basiswissen" erklären wir, wie ein Graf vor 1000 Jahren die Fundamente des heutigen Luxemburgs legte - und wieso das Land in Westeuropa bis heute ein Großherzogtum - aber kein Königreich oder Republik ist.
Vor 400 Jahren wurden zehntausende unschuldige Frauen und Männer in verschiedenen Regionen Europas der Hexerei bezichtigt - und wer einmal diesbezüglich unter Verdacht geriet, steckte in ernsten Schwierigkeiten. Die vermeintlichen Hexen und Hexer kamen vor Gericht, wurden gefoltert und in vielen Fällen hingerichtet. Allein im Raum Trier endeten im 16. und 17. Jahrhundert rund 1000 Menschen aufgrund dieses Hexenwahns auf dem Scheiterhaufen - genaue Zahlen sind nur teilweise verfügbar, denn nicht immer liegen die einstigen Gerichtsprotokolle vor.
Zwei von ihnen waren Hans Reuland aus Trier und Elisabeth Laux aus dem Hunsrück. Hans Reuland wurde 1594 als vermeintlicher Hexer zum Tode verurteilt. Auch Elisabeth Laux wurde hingerichtet, im Jahr 1629.
Was dem angesehenen Bürger beziehungsweise der Landfrau vorgeworfen wurde - und wieso überhaupt so viele Menschen der Hexerei bezichtigt und deswegen zum Tode verurteilt wurden, erklärt Historikerin Rita Voltmer. Die Wissenschaftlerin ist an der Universität Trier tätig und hat sich mit dem Thema in mehreren Aufsätzen, Büchern und Ausstellungen, zum Beispiel im Hexenmuseum Grimburg nahe Trier, auseinandergesetzt.
Voltmer ist zudem Vorsitzende der Trierer Friedrich-Spee-Gesellschaft, die das Andenken an den streitbaren Jesuiten und Kämpfer gegen den Hexenwahn pflegt. Spee hatte 1631 mit dem Werk „Cautio Criminalis“ eine fundierte Analyse (anonym) publiziert, die die Verwendung der Folter und deren Aussagekraft für die Hexenprozesse in Frage stellte. Auf deren Website stehen weitere umfangreiche Informationen zum Hexenwahn in der Region und der Schrift von Friedrich Spee: www.friedrich-spee-portal.de. Und weitere Schicksale zur Hexenverfolgung in der Region Trier findet ihr auch auf unserer Website.
(Der zeitgenössische Stich zeigt eine Hexenverbrennung zu Derenburg im Jahre 1555. Foto: picture alliance / dpa/Frm. Text: Miguel Castro/volksfreund.de)
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