Pricing Friends

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By Dr. Sebastian VoigtBusinessEntrepreneurshipManagement
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Pricing Friends episodes

  • Skigebiete und Dynamic Pricing mit Philipp Falkner: Was darf ein Skipass kosten – und wer bestimmt den Preis? (#067)

    Philipp Falkner ist Prokurist der Bergbahnen Sölden – einem der größten und innovativsten Skigebiete Österreichs. In dieser Folge spricht er mit Dr. Sebastian Voigt über die Frage, was ein Skipass wirklich kosten darf – und wie sich Preise entlang von Wetter, Nachfrage und Buchungszeitpunkt sinnvoll steuern lassen.


    Die beiden diskutieren, warum Frühbucherpreise mehr Planungssicherheit schaffen, wie mit Hilfe von Smart Pricer ein dynamisches Modell aufgesetzt wurde und weshalb es ein Fehler ist, im Frühjahr mit Rabatten zu locken. Philipp beschreibt, wie Webshopdaten, Hotelbuchungen und Tourismusverband helfen, Auslastungen frühzeitig zu planen und wie die Verbindung von Skipass, Therme und Frühstück im Hotel zum echten Preismodell wird.


    Ein zentrales Thema: die Steuerung der Nachfrage. „Wenn wir wenig Nachfrage haben, treibt der Preis nicht so schnell. Wenn wir viel Nachfrage haben, wie zu Weihnachten oder Ostern, steigt er deutlich schneller – das bringt uns Planungssicherheit“, sagt Philipp Falkner.


    Über den Gast:

    Philipp Falkner ist Prokurist der Bergbahnen Sölden und Teil der dritten Generation im Familienunternehmen. Er hat Bauingenieurwesen studiert und war vor seinem Wechsel in den Tourismus als Bauleiter tätig. Seit fast fünf Jahren verantwortet er in Sölden die strategische und kaufmännische Steuerung – von Investitionen über Events bis hin zum Dynamic Pricing.

    39 min
  • Apotheken und Pricing mit Dr. Vivien Karl: Wie setzt man den Preis für ein Premium-Produkt? (#066)

    Ob in Apotheken, Online-Shops oder im Teleshopping – die Preise für Pflegeprodukte variieren stark je nach Vertriebskanal. Doch wie legt man die richtige Preisstrategie für eine neue Premium-Marke fest? Und wie überzeugt man Kund:innen, ein Produkt zu kaufen, das in seiner Kategorie bislang so nicht existierte?


    In dieser Folge spricht Dr. Sebastian Voigt mit Dr. Vivien Karl, Apothekerin, Gründerin und CEO der gleichnamigen Premium-Intimpflegemarke. Ihr Weg führte von der Apotheke über eine virale Höhle der Löwen-Präsenz bis hin zur erfolgreichen Platzierung im Markt. Wie findet man den richtigen Preis für ein Produkt, das es so noch nicht gab? Welche Rolle spielen Vertriebskanäle, Händleraufschläge und Rabatte? Und warum sind Premium-Preise oft die beste Strategie für Nischenprodukte?


    Vivien gibt Einblicke in die Herausforderungen der Preisgestaltung in der Kosmetik- und Gesundheitsbranche, die Mechanismen des Teleshoppings und ihre Learnings aus der Startup-Welt. Die Preisstrategie von Premium-Produkten erfordert ein tiefes Verständnis für Zielgruppen, Margen und Marktpositionierung. Warum eine Intimpflegecreme viermal teurer sein kann als die Konkurrenz und trotzdem funktioniert, welche Unterschiede zwischen Apotheken, Online-Shops und Teleshopping bestehen und welche Rolle Rabattstrategien dabei spielen, sind zentrale Themen dieser Folge. Zudem geht es um den Kontrast zwischen Startups und etablierten Pharmaunternehmen in der Preisgestaltung und die Frage, was beide Seiten voneinander lernen können.


    Über den Gast:

    Dr. Vivien Karl ist promovierte Apothekerin und Gründerin der gleichnamigen Premium-Intimpflegemarke. Gemeinsam mit ihrer Co-Gründerin Julia entwickelte sie Produkte, die sowohl in Apotheken als auch über digitale Kanäle verkauft werden. Ihre Mission: Intimpflege als selbstverständlichen Teil der Körperpflege etablieren. Bekannt wurde sie unter anderem durch ihren Auftritt bei Höhle der Löwen, wo sie große Aufmerksamkeit für ihre Marke gewann. Mit ihrer Expertise in Pharmazie und Unternehmertum bringt sie eine einzigartige Perspektive auf die Preisgestaltung im Gesundheits- und Kosmetiksektor mit.

    43 min
  • Hospitality und Pricing mit Jens Kindschuh: Warum ist Revenue Management mehr als nur Dynamic Pricing ?(#065)

    Dynamische Preise, Nachfrageprognosen und smarte Algorithmen – die Hotellerie setzt seit Jahrzehnten auf Revenue Management. Doch wie funktioniert das eigentlich? Was bestimmt, ob ein Zimmer 100 oder 300 Euro kostet? Und warum ist der Preis für dasselbe Frühstück nicht immer gleich?


    In dieser Folge spricht Dr. Sebastian Voigt mit Jens Kindschuh, Managing Director bei SMARTments Business, über smarte Preisstrategien in der Hotellerie. Wie lassen sich Hotelzimmer, Frühstück und Stornobedingungen optimal bepreisen? Warum gibt es immer noch starre Corporate Rates? Und welche Rolle spielt KI bei der Umsatzoptimierung?


    Jens berichtet aus über 20 Jahren Erfahrung: Wie verändern moderne Revenue-Management-Systeme die Preisgestaltung? Welche Faktoren steuern die Auslastung in Städten wie Berlin oder Frankfurt? Und warum sind Hotelpreise nicht nur vom Wettbewerb, sondern auch von Stornierungsbedingungen und Buchungskanälen abhängig? Eine Folge über strategisches Pricing, Marktmechanismen und die Frage, was andere Branchen von der Hotellerie lernen können.


    Über den Gast:

    Jens Kinschuh ist Managing Director bei SMARTments Business und seit über 20 Jahren im Revenue Management tätig. Nach seiner Ausbildung zum Hotelfachmann auf Rügen begleitete er als Revenue Manager die Eröffnung von Meliá Berlin. Anschließend war er über ein Jahrzehnt bei Scandic Hotels, zuletzt als Director Commercial Europe (Non-Nordics). Seit Juli 2024 leitet er die Expansion von SMARTments Business.

    1 hr 5 min
  • Schuhe und Pricing mit Sebastian Feuß: Muss Nachhaltigkeit teuer sein, um glaubwürdig zu wirken? (#64)

    Preise bestimmen mehr als nur den Umsatz – sie prägen die Wahrnehmung einer Marke, beeinflussen die Kundenbindung und entscheiden über langfristigen Erfolg. Doch wie setzt man eine Preisstrategie um, die auf Rabatte und Dynamic Pricing verzichtet? Und wie schafft es eine nachhaltige Marke, trotz hoher Produktionskosten wettbewerbsfähig zu bleiben?


    In dieser Folge spricht Dr. Sebastian Voigt mit Sebastian Feuß, Geschäftsführer von Wildling Shoes, über die Kunst der Preisgestaltung ohne Discounts und aggressive Preisstrategien. Wildling setzt auf Direktvertrieb, Preistransparenz und eine enge Kundenbindung – ein Ansatz, der in einer rabattgetriebenen E-Commerce-Welt nicht selbstverständlich ist. Doch funktioniert das wirklich?


    Sebastian Feuß erklärt, wie Wildling seine Preisstrategie entwickelt hat und warum das Unternehmen lange nach dem simplen „Kosten mal Faktor“-Prinzip kalkulierte. Was passierte, als Wildling die Preise im Erwachsenensegment anheben musste? Wie beeinflusst eine starke Community die Akzeptanz von Preiserhöhungen? Und warum kann ein Gruppenrabatt eine clevere Alternative zu klassischen Neukundenrabatten sein?


    Die Folge beleuchtet auch, wie sich Inflation, steigende Rohstoffkosten und Wettbewerbsdruck auf nachhaltige Marken auswirken. Lässt sich mit konsequenter Preistreue gegen die Dynamik des Marktes bestehen? Welche Rolle spielen psychologische Preisgrenzen, Preistests und Marktanalysen? Und was passiert, wenn ein Unternehmen wie Wildling sich gegen die gängigen Mechanismen des Online-Handels stellt?


    Außerdem geht es um innovative Pricing-Ansätze für die Zukunft: Ist ein Kreislaufmodell mit Reparatur- und Secondhand-Angeboten wirtschaftlich tragfähig? Und wie können nachhaltige Marken langfristig bestehen, ohne sich Rabattschlachten und Preiskriegen anzupassen?


    Über den Gast:

    Sebastian Feuß ist seit 2019 Geschäftsführer von Wildling Shoes und verantwortet dort die zentralen Unternehmensbereiche. Zuvor war er Berater bei McKinsey mit Fokus auf Konsumgüter und nachhaltige Geschäftsmodelle sowie Visiting Researcher bei Zalando. Neben seiner Tätigkeit bei Wildling ist er Business Angel und unterstützt nachhaltige Startups mit seiner Expertise in der Skalierung und Restrukturierung von Unternehmen.

    46 min
  • KI und Pricing mit Mina Saidze: Wie beeinflussen Algorithmen unsere Preise – und wo ziehen wir die Grenze? (#063)

    Ob personalisierte Rabatte, dynamische Preisgestaltung oder algorithmisch optimierte Abo-Modelle – künstliche Intelligenz verändert die Art, wie Preise entstehen. Doch wer kontrolliert die Algorithmen? Und was passiert, wenn KI nicht nur optimiert, sondern Marktmechanismen verzerrt?


    In dieser Folge spricht Dr. Sebastian Voigt mit Mina Saidze, Expertin für KI-Governance und Gründerin von Inclusive Tech, über die Chancen und Risiken von Algorithmus getriebenem Pricing. Wie sehr beeinflussen datengetriebene Modelle unsere Kaufentscheidungen? Wo endet Effizienz – und wo beginnt Manipulation? Und wie können Unternehmen sicherstellen, dass KI nicht nur profitabel, sondern auch fair bleibt?


    Mina betont: „Algorithmen sind nie neutral – sie verstärken das, was wir ihnen beibringen. Wenn wir nicht bewusst gegensteuern, entstehen Verzerrungen, die Märkte und Kund:innen benachteiligen.“Doch wie lässt sich künstliche Intelligenz regulieren, ohne Innovation auszubremsen? In der Folge lernt Ihr, warum KI der Gamechanger für Pricing ist, inwiefern Regulierungen dies beeinflussen und warum Vertrauen in algorithmische Entscheidungen essenziell ist.


    Über den Gast:

    Mina Saidze ist Gründerin von Inclusive Tech, Europas erster Initiative für KI-Ethik und Diversität in der Tech-Branche. Sie verantwortet die ESG Strategy & Data bei Axel Springer und setzt sich für den verantwortungsvollen Einsatz von KI in Unternehmen ein. Als Forbes 30 Under 30 und Capital Top 40 under 40 wurde sie für ihre Arbeit im Bereich KI-Governance und Regulierung ausgezeichnet. Ihr Buch „FairTech: Digitalisierung für eine gerechte Gesellschaft neu denken“ zählt zu den wichtigsten Publikationen im Bereich Tech-Ethik. Als gefragte Speakerin und Beraterin arbeitet sie mit Unternehmen, politischen Institutionen und Medien zusammen, um das Bewusstsein für algorithmische Fairness und nachhaltige Technologie zu schärfen.

    1 hr 1 min
  • NGOs und Pricing mit Larissa Probst und Björn Lampe: Warum müssen Non-Profits in Fundraising investieren? (#062)

    Spenden helfen, verändern Leben und sind essenziell für eine funktionierende Zivilgesellschaft – doch sie folgen auch bestimmten wirtschaftlichen Mustern. Warum spenden Menschen, wann fühlen sie sich angesprochen und welche Herausforderungen haben Organisationen dabei, sich nachhaltig zu finanzieren? In dieser Folge von hy Pricing Friends spricht Dr. Sebastian Voigt mit Larissa Probst, Geschäftsführerin des Deutschen Fundraising-Verbands, und Björn Lampe, Vorstand der gut.org gAG, über die Balance zwischen gesellschaftlicher Wirkung und wirtschaftlicher Stabilität.


    „Um Spenden zu generieren, braucht es Aufmerksamkeit, qualifizierte Mitarbeitende und Strukturen, die sicherstellen, dass das Geld auch wirklich ankommt. All das erhöht zwar den Overhead, sorgt aber auch für einen größeren Kuchen – also mehr Menschen, die spenden, und einen wachsenden Spendenmarkt, statt nur innerhalb eines begrenzten Budgets zu konkurrieren.“ Darüber sprechen Larissa Probst und Björn Lampe in dieser Folge. Wie schaffen NGOs es, langfristige Unterstützung zu sichern? Was macht eine erfolgreiche Fundraising-Strategie wirklich aus? Und wie können Organisationen Vertrauen aufbauen, wenn gleichzeitig steigende Kosten sie zu unternehmerischem Denken zwingen? Eine Folge über neue Finanzierungsmodelle, den schmalen Grat zwischen Wirtschaftlichkeit und Gemeinwohl – und darüber, was wir aus unseren eigenen Spendengewohnheiten lernen können.


    Über die Gäste:

    Larissa Probst ist Geschäftsführerin des Deutschen Fundraising-Verbands, der sich für die Professionalisierung und Weiterentwicklung des gemeinnützigen Sektors einsetzt. Sie beschäftigt sich mit den Herausforderungen, vor denen NGOs in einem zunehmend wettbewerbsorientierten Umfeld stehen, und setzt sich für faire und nachhaltige Fundraising-Strategien ein.


    Björn Lampe ist Vorstand der gut.org gAG und verantwortet unter anderem betterplace.org, Deutschlands größte Online-Spendenplattform. Seit über 20 Jahren ist er im Non-Profit-Sektor tätig und bringt umfassende Erfahrung im digitalen Fundraising mit.



    1 hr 2 min
  • Impact und Pricing mit Ulrike Hinrichs: Wo liegt im Beteiligungskapital die Balance zwischen Rendite und Verantwortung?(#061)

    Beteiligungskapital ist für viele Unternehmen Wachstumstreiber. Doch welche Rolle spielt es wirklich für Märkte, Wettbewerb und Preisbildung? In dieser Folge spricht Dr. Sebastian Voigt mit Ulrike Hinrichs, Vorstandssprecherin des BVK, über die Mechanismen hinter Unternehmensbeteiligungen, den Wandel im Investitionsklima und die Bedeutung von Pricing in Transaktionen. Was macht ein Unternehmen für Investoren attraktiv? Welche Faktoren bestimmen den Einstiegspreis? Und welche langfristigen Auswirkungen hat Beteiligungskapital auf Wettbewerb und Investitionsentscheidungen?


    Neben klassischen Renditezielen gewinnt Impact Investing immer mehr an Bedeutung. „Wir merken, dass nahezu alle Fonds mittlerweile auch in den Impact-Bereich gehen“, sagt Ulrike Hinrichs. Doch der Markt steckt in einer Krise: Investitionen sind stark zurückgegangen, und Deutschland hat ein Exit-Problem – erfolgreiche Börsengänge bleiben selten, viele Unternehmen weichen in die USA aus. Welche politischen und wirtschaftlichen Maßnahmen können das ändern? Und warum gelten Beteiligungsfonds hierzulande oft noch als Fremdkörper im Markt?


    Über den Gast: 

    Ulrike Hinrichs ist Vorstandssprecherin des Bundesverbands Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) und seit 2011 geschäftsführendes Vorstandsmitglied. Zuvor war sie Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie Büroleiterin der Staatsministerin im Auswärtigen Amt. Ihre Karriere begann sie als Journalistin bei ARD und ZDF. Neben ihrer Arbeit im BVK engagiert sie sich als Beiratsmitglied bei KfW Capital und dem Verband Deutscher Bürgschaftsbanken.

    41 min
  • Neurohacking und Pricing mit Mona Ghazi: Wie entscheidet unser Unterbewusstsein, ob wir kaufen oder nicht? (#060)

    Diese Folge ist etwas Besonderes – eine Live-Aufnahme vor Publikum. Dr. Sebastian Voigt spricht mit Mona Ghazi über die Psychologie hinter Preisen. Warum fühlen sich manche Preise wie ein Schnäppchen an, während andere uns innerlich zurückschrecken lassen? Was passiert im Kopf, wenn wir einen Preis sehen? Und wie nutzen Unternehmen genau diese Mechanismen, um Kaufentscheidungen zu beeinflussen?


    Mona erklärt, warum unser Gehirn Preise nicht einfach liest, sondern sofort bewertet: Gefahr oder Geschenk? Deal oder Abzocke? „Das Gehirn entscheidet in Millisekunden: Ist das ein Preis, der mich bedroht? Oder ist das ein Preis, den ich gerne zahle? Unser Unterbewusstsein steuert mehr, als uns bewusst ist – Farben, Formulierungen und Kontext können bestimmen, ob wir zuschlagen oder zögern. Auch PreisFOMO spielt eine Rolle: Die Angst, ein Angebot zu verpassen, weil alle anderen zugreifen.


    Über den Gast:

    Mona Ghazi ist Gründerin des Neuropreneur Institute und Expertin für Neurowissenschaften im Business-Kontext. Bereits mit 14 begann sie ein Studium der Betriebswirtschaftslehre und gründete mit 16 ihr erstes Startup. Mit 18 folgte ihr zweites Unternehmen, Optimo, eine Softwarelösung für den Logistiksektor, das sie mit 21 an einen führenden Logistikkonzern verkaufte. Für ihre unternehmerischen Leistungen wurde sie 2023 als "Newcomerin des Jahres" bei den German Startup Awards ausgezeichnet. Als gefragte Rednerin und Beraterin unterstützt sie Unternehmen dabei, wissenschaftlich fundierte Methoden für nachhaltigen Erfolg zu nutzen. Derzeit promoviert sie im Bereich Neuro-Entrepreneurship und teilt ihr Wissen regelmäßig auf LinkedIn und in ihrem Newsletter.



    38 min
  • Preisvergleich und Pricing mit Albrecht von Sonntag: Wie haben 25 Jahre idealo die Preistransparenz im Wettbewerb geprägt? (#059)

    Wie fair ist der Wettbewerb im Online-Handel? Warum lohnt es sich, Preise langfristig zu beobachten? Und welche versteckten Kosten werden oft nicht eingepreist? Zum ersten Mal mit Live-Publikum aufgenommen, widmet sich diese besondere Folge unseres Pricing Friends Geburtstagsevents dem Gespräch zwischen Dr. Sebastian Voigt und Albrecht von Sonntag, Mitgründer von idealo. Es geht um die Entwicklung des Internet-Urgesteins idealo, den Kampf um Preistransparenz und die Herausforderungen eines digitalen Marktplatzes.


    Albrecht von Sonntag spricht über die Marktmacht von Google Shopping, das eigene Angebote bevorzugt und Händler zwingt, höhere Preise zu setzen, um sichtbar zu bleiben. Er erklärt, warum idealo auf eine neutrale Preis-Reihenfolge setzt und welche Folgen es hat, wenn Händler auf anderen Plattformen Sichtbarkeit erkaufen müssen. Außerdem zeigt er, warum Black Friday nicht immer der beste Kaufzeitpunkt ist. Preise auf idealo sinken monatlich im Schnitt um 1,6 Prozent – oft stärker als kurzfristige Rabatte. Oder wie er es formuliert: „Bei idealo ist jeden Tag Black Friday.“


    Viele Produkte erscheinen günstiger, als sie tatsächlich sind, weil externe Kosten – etwa Umweltfolgen – nicht eingepreist werden. Ein Flug auf die Fidschi-Inseln müsste realistisch 15.000 Euro kosten, wenn man die CO₂-Kosten berücksichtigt – tatsächlich zahlen Verbraucher aber nur einen Bruchteil.


    Über den Gast

    Albrecht von Sonntag hat idealo im Jahr 2000 mitgegründet und war bis 2024 Geschäftsführer der Plattform. Heute begleitet er als Beiratsmitglied die strategische Weiterentwicklung. Ein zentrales Thema für ihn ist fairer Wettbewerb im Online-Handel. Er engagierte sich aktiv in Verfahren gegen Google und setzte sich für die Durchsetzung des Digital Markets Act (DMA) ein, um Wettbewerbsverzerrungen entgegenzuwirken. Vor idealo war er als M&A-Anwalt tätig und bringt umfassende Expertise in E-Commerce und Plattformökonomie mit.



    38 min
  • Freelancing und Pricing mit Sabine Fäth: Wie SCRIBERS[HUB] die Preisgestaltung für kreative Köpfe revolutioniert (#058)

    In dieser Folge spricht Dr. Sebastian Voigt mit Sabine Fäth, Gründerin von ScribersHub, über die Herausforderungen und Chancen im Freelancing-Markt. ScribersHub vermittelt professionelle Texter:innen, Journalist:innen und Autor:innen an Unternehmen und legt besonderen Wert auf Qualität und faire Honorare. Sabine erklärt, warum es entscheidend ist, sich als Freelancer klar zu positionieren, wie man seinen Wert erkennt und welche Hebel es braucht, um Preise durchzusetzen.


    Es geht darum, wie Freelancer  ihren USP definieren und sich von der Masse abheben können. Sabine spricht über die Rolle von Honorarverhandlungen und wie es gelingt, faire Preise zu erzielen, ohne dabei Kompromisse bei der eigenen Expertise einzugehen. Spannend sind auch Sabines Einblicke in die Veränderungen der Content-Branche durch KI: Während sie einerseits neue Effizienzgewinne ermöglicht, stellt sie auch eine Herausforderung dar, wenn es darum geht, den Wert kreativer Arbeit zu vermitteln. Dabei beantwortet sie zentrale Fragen wie: Welche Fehler werden häufig bei der Preisgestaltung gemacht und wie können Freelancer diese vermeiden? Welche Strategien helfen Tagessätze, Projektpreise und Retainer effektiv zu verhandeln? Und warum ist es so wichtig, sich nicht unter Wert zu verkaufen? Sabine teilt ihre persönlichen Erfahrungen und gibt praxisnahe Tipps, die Freelancer dabei unterstützen, ihre Arbeit optimal zu monetarisieren.


    Über den Gast:

    Sabine Fäth ist Journalistin, Netzwerkerin und Gründerin. Seit 2016 ist sie CEO von ScribersHub, einer Vermittlungsplattform für Texter:innen, Autor:innen und Journalist:innen. Ziel ihrer Arbeit ist es, hochwertige Content-Erstellung mit passgenauer Expertise zu verbinden. Zuvor war Sabine über 20 Jahre in der Medienbranche tätig, unter anderem als Chefredakteurin beim Bauer-Verlag, wo sie für Publikationen wie „Tina“, „Bella“ und „Laura“ verantwortlich war. Im Jahreszeiten Verlag leitete sie zudem das Magazin „Für Sie“. Sie hat Anglistik, Hispanistik und BWL studiert und bringt ihre umfassende Erfahrung und Leidenschaft für Inhalte in ihre Arbeit bei ScribersHub ein.



    45 min

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“Pricing Friends” ist ein Interviewformat, in dem Sebastian Voigt mit führenden Unternehmenslenkern und weiteren spannenden Persönlichkeiten über sein Lieblingsthema “Pricing” spricht. Das sind keine "Fachidiotengespräche" – Sebastian und seine Gäste liefern vielfältige Perspektiven und Anekdoten, um das komplexe Thema Pricing auf eine verständliche und unterhaltsame Weise zu präsentieren. Dem "schweren", analytischen Thema Pricing verleiht er eine gewisse Leichtigkeit und adressiert die Hörer informativ und unterhaltend.