«Heimat: Der geographisch einheitlich erlebte Raum, mit dem sich der Mensch durch Geburt, Tradition und Lebensweise besonders verbunden fühlt, in dem seine Persönlichkeit massgeblich geprägt wurde.»
Die Videoinstallation setzt sich aus drei Komponenten zusammen: Dem Definierten, dem Erbauten und der Interpretation. Durch das Definierte, den Auszug der Definition des Heimatbegriffs aus dem Duden, soll die Fragestellung der Heimat hervorgehen und dem Betrachter die Paradoxie daran nahe legen. Das Erbaute, eine aus Backsteinen angedeutete Ecksituation, steht in seiner unfertigen Form für den Prozess des Dazwischenseins. Kekic schreibt: „Diese Andeutung zeigt auf, dass ich meine eigene Definition der Heimat, den Zwischenraum, neu definieren muss.“ Die dritte Komponente besteht aus dem Filmportrait eines vierjährigen Mädchens. Das Portrait ermöglicht einen Einblick in das situativ bedingte Verhalten durch die kulturelle Misch-Identität des Kindes. Die einzelnen Kapitel beginnen mit Nahaufnahmen eines Betonmischers. Die Bewegung des Betonmischers dient als Metapher für den Prozess des Zwischenraumes und stellt somit als Projektion eine Verbindung zur Ecksituation her. Durch das Zusammenspiel der drei Komponenten erhält der Betrachter, die Betrachterin einen Einblick in das Gefühl des Dazwischenseins.