Quotenmeter
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Quotenmeter episodes

  • «German Crime Story: Gefesselt»-Review
    Überraschend lange hat es gedauert, bis auch im Land der Krimi-Fans das True Crime Format umgesetzt wurde, doch mit «Gefesselt» könnten die Macher sogleich über das Ziel hinausgeschossen sein.
    «German Crime Story: Gefesselt» ist eine Serie, die inszenatorisch problemlos mit internationalen Formaten auf einer Ebene steht. Für die erzählte Geschichte vermag allerdings nie der Funke überzuspringen, die stetig präsente Unbehaglichkeit passt zwar zur Hauptfigur und deren Taten, erzeugt aber insgesamt genau das Gegenteil von Unterhaltung.
    4 min
  • «Inside Job»-Review

    Kurz und schmerzlos wurde verkündet: Das war es. Die Fans sind enttäuscht und verdammen Netflix. Dabei war ein Ende absehbar, denn ein echter Hit ist die Serie nie gewesen.

    10 min
  • Ausgabe 698: RTL hat das Potenzial von Gruner + Jahr nicht erkannt (10.02.2023)
    Rund 1.000 Mitarbeiter sollen die Bertelsmann-Tochter demnächst verlassen. Das ist ein krasses Missmanagement.
    Bertelsmann-Chef Thomas Rabe hat die Fusion zwischen dem Fernsehangebot von RTL und dem Zeitschriftenverlag Gruner + Jahr mächtig verbockt. Als Kopf des Unternehmens ist es ihm nicht gelungen, eine gemeinsame Philosophie zu vermitteln und die Marken miteinander zu kombinieren. Er lässt auf sein Missmanagement Taten folgen und das ist ein krasser Stellenabbau.
    Es ist wirklich verwunderlich, dass man im Hause RTL mit den Gruner +Jahr-Marken so stiefmütterlich umging. «Chefkoch TV» war eine lieblos zusammengewürfelte Kochshow, die mit diesen Zutaten nur scheitern konnte. «Gala» hebt sich am Samstag ebenfalls nicht ab. Zahlreiche Chancen lässt man liegen: Nach [[Die Höhle der Löwen]] könnte ein «Business Punk» die Deals analysieren, neue Produkte vorstellen und erklären, woran die Verträge scheiterten. Eine Fernsehversion von „Beef“ könnte eine kleine Talkshow werden, in der gemeinsam unter Männern gegrillt wird. Und wenn sich RTL schon dem älteren Publikum widmet, wieso gibt es kein «Landlust» am Sonntagnachmittag?
    Rabe ist seit einem Jahr auch RTL-Chef und bestimmt damit maßgeblich die Entscheidungen der Sendergruppe. Veit-Luca Roth und Fabian Riedner sind wirklich entsetzt, wie man so viel Potenzial liegen lassen kann. Bestes Beispiel ist der lineare Fernsehsender GEO, der einfach ein gewürfeltes Programm anbietet. Keine Sendung passt zum Vorgängerprogramm, das ist wirklich schlecht umgesetzt.
    41 min
  • Ausgabe 697: Der Markt ist im Wandel (03.02.2023)
    Bei Quotenmeter.FM stehen die zahlreichen Veränderungen der Networks und Streamingdienste im Vordergrund.
    In der vergangenen Woche teilte der Fernsehsender NBC mit, dass die Sony
    -Pictures-Television-Serie «The Blacklist» nach der zehnten Staffel eingestellt wird. Die Autoren haben also noch genügend Zeit, dass sie die Handlung zu einem guten Ende führen können. Solche Entscheidungen sind zwar nicht ganz neu, waren aber in der Vergangenheit eher selten.
    Noch vor einigen Jahren gehörten die Upfronts, die Mitte Mai stattfanden, zu den spannendsten Wochen im Jahr. Die fünf Fernsehstationen veröffentlichten an fünf Tagen das Line-Up für den Herbst. Doch das Entertainment-Business verändert sich: Serien werden zu Streaming-Titeln und deshalb will man dem Zuschauer abgeschlossene Enden präsentieren.
    Auf der anderen Seite versuchen die Streaming-Giganten wie Hulu und Netflix das Portfolio mit zahlreichen Miniserien wie «Inventing Anna» oder «The Dropout» aufzustocken. Selbst bei großangelegten Projekten wie «1899» von Baran bo Odar zog man trotz hohen Investitionen den Stecker, im Gespräch mit Fabian Riedner teilte Veit-Luca Roth mit, dass die Serie am Ende sehr zäh war. Man munkelt in der Branche, dass es schlussendlich die sehr hohe Abbruchrate war, die der Serie das Genick brach.
    43 min
  • Ausgabe 696: VOX: Früher und heute (27.01.2023)
    Der Podcast von Quotenmeter wirft einen Blick auf die aufregendsten Jahre des Senders.
    Wie sieht das Programm von VOX in zehn oder zwanzig Jahren aus? Wenn es nach VOX-Unterhaltungschefin Kirsten Petersen, die unter anderem «Let’s Dance» in ihrer Vita vorweisen kann, geht, dann wird sich auch in Zukunft wenig ändern. Die Fernsehstation setzt seit Jahren auf ihre altbekannten Marken.
    Wie viel «Die Höhle der Löwen» verträgt der Fernsehzuschauer aktuell noch? Die früheren Erfolgszeiten sind vorbei und neue Formate fruchten aktuell nicht. Die dreiteilige Reportage-Reihe «Zum Schwarzwälder Hirsch», in der «Schmeckt nicht, gibt’s nicht»-Star Tim Mälzer mit an Down-Syndrom erkrankten Menschen kochte, war beispielsweise nur mittelmäßig. Inhaltlich konnte der neue «First Dates»-Ableger nicht punkten.
    Bei VOX hat man sich allerdings erfolgreiche Sendergesichter aufgebaut: In der Daytime kommentieren «Mein Kind, dein Kind»-Zuschauer seit Jahren das Geschehen, die Mallorca-Auswanderer gehören zur Sammlung des Senders und mit «Ab ins Bett!»-Akteuren kann man zahlreiche Formate besetzten. Das hört sich unterm Strich an, als wäre VOX verhältnismäßig gut aufgestellt. Herzlichen Glückwunsch zum 30. Geburtstag!
    45 min
  • Ausgabe 695: Dschungelcamp: Business as usual (20.01.2023)
    Seit dem 13. Januar 2023 sind Sonja Zietlow und Jan Köppen wieder im australischen Outback unterwegs.
    Die Rückkehr stand an: «Ich bin ein Star – Holt mich hier raus» ist im Jahr 2023 wieder im australischen Dschungel angekommen. In Pandemiejahr 2021 sendete man aus der Gemeinde Hürth, vor zwölf Monaten bewohnte man das südafrikanische Camp, in dem die australische Version gedreht wird. Jetzt ist man wieder zurück und die Zuschauer freuen sich.
    Allerdings hält sich die Begeisterung zunehmend in Grenzen, denn die Reichweiten sind weiterhin im Sinkflug. Noch vor drei Jahren waren bis zu sechs Millionen Menschen dabei, die aktuellen Werte unterbieten die bisherigen Tiefstwerte – mit Ausnahme der Container-Show aus dem Jahr 2021.
    Veit-Luca Roth und Fabian Riedner haben sich einige Episoden von «Ich bin ein Star – Holt mich hier raus» angeschaut und ziehen ein Zwischenfazit. Für sie werden die zahlreichen Teilnehmer in stereotypische Charaktere eingeteilt, die zu funktionieren zu haben. Unter anderem glauben die beiden, dass Papis Loveday und Lucas Cordalis Chancen auf die Krone haben.
    42 min
  • Ausgabe 694: Die Preiserhöhung von DAZN (13.01.2023)
    Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert. Was ist in Bezug auf den Sportstreamer an dieser These dran?
    Als Netflix vor knapp sechs Jahren auf dem deutschen Markt startete, war die Euphorie groß. Die englische Premier League, zahlreiche amerikanische Sportarten und ein paar außergewöhnliche Ligen gab es für einen sehr günstigen Preis von nur zehn Euro. Sky Deutschland mit seinem Tarifdschungel und hohen Preisen war damals sehr unbeliebt.
    Doch dann holte sich Sky die Premier League zurück, der Aufschrei war zunächst groß. Doch inzwischen haben zahlreiche Fans ein Abo abgeschlossen. Bei DAZN bekommt man zwar weiterhin Spitzensport wie fast die komplette Champions League und die Freitags- und Sonntagsspiele der Bundesliga, dennoch waren die Fans zunehmend unglücklich.
    Mit jeder Preiserhöhung wuchs der Unmut der Fans. Viele wissen: Für zehn Euro ist ein solches Angebot nicht finanzierbar, aber gleich drei Preiserhöhungen in eineinhalb Jahren ist schon ziemlich dreist. Die Kunden sollen künftig 40 Euro pro Monat bezahlen, wenn sie das komplette Angebot nutzen wollen. Veit-Luca Roth und Fabian Riedner haben sich diese Sache genauer angeschaut.
    44 min
  • Ausgabe 693: Die neuen ProSiebenSat.1-News (06.01.2023)
    In dieser Woche stehen die neuen Nachrichten der Sendergruppe aus Unterföhring im Fokus.
    Das Medienunternehmen ProSiebenSat.1 Media SE hat in seinen Nachrichtenbereich investiert und produziert seit ein paar Wochen seine Nachrichten selbst. Die Fernsehzuschauer bekommen die Nachrichten mit dem Neujahr zu sehen, vermutlich im Mai sollen die Eigenproduktionen auch optisch in einer einheitlichen Form auftreten.
    Es ist allerdings nicht wirklich nachvollziehbar, warum die Verantwortlichen der Sendergruppe für rund 30 Minuten pro Tag so viel Geld in die Hand nehmen und dieses Budget nicht etwa in den Kauf neuer Serien investieren, um die jeweils zehn gleichen Serien, die seit Jahren bei Kabel Eins und ProSieben abgespult werden, nicht etwa zu ersetzen.
    Veit-Luca Roth und Fabian Riedner haben sich die neuen «Sat.1 Nachrichten», «Newstime» und «Kabel Eins News» angeschaut. Sie können ProSiebenSat.1 keine handwerklichen Fehler vorwerfen, teilweise wird auch die Auswahl der Nachrichten gelobt. Allerdings stellt sich die Frage, warum man so ein hohes Budget in mittelmäßige Informationsprogramme investiert. Für dieses Angebot hätte man durchaus weiterhin die Nachrichten von Welt beziehen können.
    40 min
  • Ausgabe 692: Ein später Jahresrückblick (31.12.2022)
    René Günther und Fabian Riedner blicken auf das erste Halbjahr des Jahres 2022 zurück.
    Jahresanfang bedeutet in der deutschen Medienlandschaft auch immer: «Ich bin ein Star – Holt mich hier raus». Vermutlich dachte Janina Youssefian, dass in Südafrika andere Regeln herrschen als im australischen Outback. Nachdem die Australier das RTL- und ITV-Camp aufsuchten, pilgerte das Kölner-Team in der Kruger-Nationalpark.
    Hier herrschte dicke Luft zwischen den zahlreichen Teilnehmern. Unter anderem zwischen Youssefian und Linda Nobat. Die Verantwortlichen der Produktion warfen die Streiterin raus, da sie Nobat rassistische Beschimpfungen an den Kopf schmiss. Im Gegensatz zu anderen skandalträchtigen Formaten wie «Das Sommerhaus der Stars – Kampf der Promipaare» oder «Promis unter Palmen» wurde diese Aussage aber nicht alkoholisiert getätigt.
    Außerdem blicken René Günther und Fabian Riedner zurück auf die Screenforce Days, bei denen die Fernsehsender ihr Programm für die nächsten Wochen bekannt gaben. Warner Bros. Discovery startete völlig überraschend seinen Streamingdienst discovery+ in Deutschland und ProSieben kündigte mit der Sendung «Local Heroes» das Ende des Filmlabels «Blockbuster» am Sonntag an. Die Factual-TV-Show überlebte allerdings nur eine Folge.
    38 min
  • Ausgabe 691: Der Podcast über Boris Becker (24.12.2022)
    Nach acht Monaten im Gefängnis war der ehemalige Wimbledon-Sieger bei Sat.1 zu Gast. Die Zuschauerzahlen waren mau.
    Mit Superlativen konnte Steven Gätjen am Dienstagabend nicht übertreiben. Man habe sich den bekanntesten Gefängnisinsassen Deutschlands ins Studio geholt. Die Rede ist von Boris Becker, der aus Großbritannien aufgrund der Überbelegung der Gefängniszellen nach Deutschland abgeschoben wurde. Obwohl Sat.1 einen riesigen Aufriss um Boris Becker machte, schalteten nur 1,55 Millionen Menschen ein. Selbst die neun Jahre alten «Rosenheim-Cops» holten am Nachmittag genau doppelt so viele Zuschauer.
    Die Quotenmeter-Redakteure Veit-Luca Roth und Fabian Riedner haben sich große Teile des Interviews, das im «Zervakis & Opdenhövel. Live.»-Studio aufgezeichnet wurde, angeschaut. Schon der Start der Sendung war melodramatisch, denn man besuchte Becker vor seiner Freilassung im Gefängnis. Gätjen erklärte den Zuschauern, dass die Kamera nicht zugelassen sei – obwohl das so in jedem Gefängnis der Welt gehandhabt wird.
    Im Zwiegespräch kamen Becker mehrfach die Tränen. Roth und Riedner debattieren, warum der ehemalige Wimbledon-Sieger überhaupt ins Fernsehen ging. Sind das nur die rund 400.000 Pfund Gage, die man nach Informationen von „Bild“ bezahlt? Oder hat Boris Becker wirklich eine größere Geschichte zu erzählen?
    50 min

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