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Im Sommer 2014 überrollten die Banden des "Islamischen Staats" (IS) das Siedlungsgebiet der Minderheit der Jesid*innen im Norden des Irak, nachdem die Truppen, die sie schützen sollten praktisch über Nacht geflohen waren. Männer wurden vielfach sofort erschossen, Frauen und Kinder verschleppt und auf Sklavenmärkten verkauft. Deutschland war erschüttert udn der Bundestag erkannte den Völkermord an den Jesid*innen an. Doch das Gedächtnis ist ein sehr kurzlebiges Gewächs in der Politik.
Im Winter 1941/42 überfiel die Armee des faschistischen Japans die südostasiatischen Inseln Malaya und Indonesien. In einer Art »Blitzkrieg auf Fahrrädern« gelang es ihnen, die ansässige Britische Kolonialherrschaft innerhalb kürzester Zeit zur Aufgabe zu zwingen und die Kontrolle über diese Gebiete abzugeben. Bereits vor der Invasion kämpften kommunistische Guerillakämpfer*innen gegen die Britische Kolonialmacht, nun also gegen die Faschisten.
Mit einer trickreichen Gesetzesvorlage ist es proiranischen Parteien gelungen ein Gesetz verabschiedet zu bekommen, dass das fortschrittliche Familienrecht von 1959 zu großen Teilen aushebelt. Demnach sind für Schiit*innen in Irak auch Ehen erlaubt, die vor einem Geistlichen geschlossen werden. Das bedeutet die Legalisierung von Kinderehen und Nachteile der Frau, insbesondere Verlust des Sorgerechtes für die Kinder nach einer Scheidung und geringere Erbansprüche.
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