Früher war alles einfacher, auch die Theorie. Als ich in heiteren Studententagen die Werke von Michel Foucault entdeckte, war ich von den Erkenntnissen schier überwältigt: Das, was als „unnormal“ oder „wahnsinnig“ gilt, hat direkt mit der Verteilung von Arbeit und der Konstruktion von Normalität zu tun: Die Gesellschaft erschafft den „Wahnsinn“ eben so, wie sie es gerade braucht, genauso wie das, was sie für normal hält.