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Gespräch mit Dr. Annemarie Fenzl, Stephansdom-Expertin und frühere Wiener Diözesanarchivarin
Gespräch mit Dr. Günter Geyer, Aufsichtsratsvorsitzender der Wiener Städtischen Versicherung und Obmann des Vereins „Unser Stephansdom“
Gespräch mit Dr. Annemarie Fenzl, Stephansdom-Expertin und frühere Wiener Diözesanarchivarin
Über 30 Jahre lang war Gerhard Tschugguel-Tramin Generalsekretär der Katholischen Medien Akademie. Etliche Generationen von Journalistinnen und Journalisten hat er geprägt und geformt, darunter auch viele aus der Wortredaktion von „radio klassik Stephansdom“. Seine Bücherstube in Horn übergab er in andere Hände. Nun ist er im „Unruhe“-Stand, denn Gerhard Tschugguel-Tramin widmet sich nun dem Masterstudium „Religion-Kultur-Religiosität“. Und er hat Zeit nun viele Bücher zu lesen.
Gedanken zum Evangelium von Kardinal Christoph Schönborn, am 27. Februar 2022.
Lukas 6,39-45
Wovon das Herz voll ist, davon spricht der Mund. Dieses Wort Jesu ist zum Sprichwort geworden, wie so manche andere Worte Jesu. Im heutigen Evangelium sind es gleich vier weitere. Sie gehören längst zu unserem kulturellen Erbe. Offensichtlich haben sich Worte Jesu schon früh in das Gedächtnis der Menschen eingeprägt. Jesus war ein Meister des Wortes, der Sprache.
In der aktuellen Folge befasst sich Golli Marboe und sein Team mit der Mediensituation in Slowenien.
Golli Marboe informiert in der aktuellen Ausgabe von Continent über die Mediensituation in Albanien.
In der zweiten Ausgabe stehen "alte" Mozart-Aufnahmen mit der Wiener Akademie unter Martin Haselböck im Mittelpunkt. Darunter (heute seltene) Aufnahmen mit Bernarda Fink und dem jungen Thomas Hampson. Ein Teil davon ist für das Mozartjahr 1991 entstanden.
Gedanken zum Evangelium von Kardinal Christoph Schönborn, am 20. Februar 2022.
Lukas 6, 27-38
Es ist eine Steilvorlage, wie sie nicht steiler sein kann: „Liebt eure Feinde!“ Ist das nicht widernatürlich? Unsere Natur funktioniert doch ganz anders. Allen Lebewesen ist der Selbsterhaltungstrieb angeboren. Was immer mich bedroht, löst Angst und Abwehr aus. So ist es in der Tierwelt, selbst in der Welt der Pflanzen.
Gestern fand im Theater an der Wien endlich die verschobene Premiere von Leoš Janáčeks Oper „Jenůfa“ statt. Der radio klassik Stephansdom Opernexperte Richard Schmitz berichtet.
An diesem Abend war die Neugier zweifach gegeben. Einerseits war da die Frage: Wie gelingt Nina Stemme der Übergang ins Charakterfach ? Andererseits: Was bringt die Regie von Lotte de Beer? Sie wird ja ab Herbst die Geschicke der Wiener Volksoper leiten. Vorweg sei verraten: Das Publikum jubelte sowohl Nina Stemme als auch Lotte de Beer und ihrem Team ausgiebig zu.
Das Theater an der Wien spielt die Brünner Fassung aus dem Jahr 1908. Das ist gut so. Unsere Hörgewohnheiten haben sich geändert. Wir brauchen keine romantisch-harmonische Glättung mehr. „Jenůfa“ ist nicht zu Unrecht eine Tschechische Nationaloper, auch wenn sie eigentlich Mährisch ist. Aber diese Unterscheidung ist ohnehin verloren gegangen. Diese Oper ist eine der bedeutendsten des 20. Jahrhunderts. Das brachten das RSO Wien und der Arnold Schoenberg Chor prächtig zur Geltung. Dirigent Marc Albrecht hat Janáčeks Musik dramatisch und sensibel interpretiert. Die Feinheiten der Instrumentierung, das Violinsolo und die Bläser-Attacken wurden genau herausmodelliert. Nina Stemme hat den schwierigen Charakter der Kostolnička, der Küsterin, mit vollem stimmlichen Einsatz gestaltet. Das war wirklich ein gelungener Übergang in das Charakterfach. Die Küsterin diesmal nicht als Altersrollle. Erfreulicherweise wird Nina Stemme aber auch weiterhin in ihrem angestammten Repertoire zu hören sein. Svetlana Aksenova bestand neben dieser Urgewalt bravourös. Ihre Jenůfa zeigt die Entwicklung von der leichtlebigen jungen Frau zu einer gereiften Liebenden. Den beiden Liebhabern macht es Janáček nicht leicht. Sie haben kaum Gelegenheit zu stimmlicher Bravour. Pavol Breslik ist der überhebliche, egoistische Števa und Pavel Černoch der anfangs unterdrückte brutale, am Ende hingebend liebender Laca. Großmutter Stařenka war bei Hanna Schwarz gut aufgehoben. Das übrige Ensemble war bestens disponiert. Da gab es keine Schwachstelle.
Doch nun zur Regie von Lotte de Beer. Sie stellt das Stück in eine Rahmenhandlung. Die Küsterin träumt im Gefängnis die Handlung. Spätestens am Schluss der Oper wird dieser Trick zum Ereignis. Jenůfa verzeiht ihrer Stiefmutter den Kindesmord bei einem Besuch im Gefängnis. Auch das Erwachen der Liebe zu Laca danach wirkt viel logischer und nachvollziehbarer. Bisher war man immer etwas überrumpelt von diesen Entschlüssen vor versammelter Hochzeitsgesellschaft. Das wirkte immer aufgesetzt. Diese Inszenierung ist ein schönes Versprechen für die Volksoper und ein gelungener Abschied vom Theater an der Wien, bevor es renoviert wird.
Wertnote: 9,0/10 Punkten
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