Interpreten: Dominik Wagner, Christoph Wimmer, Herbert
Mit gerade einmal Mitte 20 ist Dominik Wagner
Stipendiat der Anne-Sophie Mutter Stiftung und ECHO Klassik Gewinner, 2022
wurde er zudem mit dem Opus Klassik als Nachwuchskünstler des Jahres
ausgezeichnet. Zudem ist er Preisträger bei nahezu allen Kontrabasswettbewerben,
wie dem Internationalen Musikwettbewerb der ARD und dem Eurovision Young
Musicians Wettbewerb. Und seit heuer ist er außerdem Professor an der
Hochschule für Musik Würzburg. Auf radio klassik Stephansdom ist er wieder
einmal mit einer CD der Woche vertreten, ganz zu Recht, meint Michael Gmasz.
Geben Sie es zu liebe Hörerinnen und
Hörer, Sie haben sich beim Anblick einer Kontrabassistin oder eines
Kontrabassisten in der Straßenbahn, beim Einkaufen oder anderen öffentlichen
Situationen schon einmal gedacht „Hättst halt was Gscheits gelernt!“, „Piccolo
Flöte wäre leichter gewesen!“ Vielleicht haben Sie es ja sogar im Scherz
gesagt. All das hat Dominik Wagner zur Genüge gehört und trotzdem ist es für
ihn nie wirklich infrage gekommen, etwas anderes zu machen, als Kontrabass zu
spielen. So verwundert es kaum, dass er auch mit seiner neuen CD die „Faszination
Kontrabassklang“ besonders hervorheben und feiern will. Und das tut er u.a.
gemeinsam mit Kollegen wie Christoph Wimmer und Herbert Mayr, Solo-Kontrabassisten
der Wiener Philharmoniker, und José Trigo, stv. Solo-Kontrabassist des
Bruckners Locus iste oder Freddie
Mercurys Bohemian Rhapsody für vier Kontrabässe? Geht! Dazu Barbers Adagio für
Streicher und der 2. Satz aus der „Neuen Welt“ von Dvořák, geht sogar super! Solistisches
für Violine bzw. Violoncello von Johann Sebastian Bach für Solo-Kontrabass
bearbeitet, geht sowieso. Und zu guter Letzt der Rock-Klassiker The Final Countdown
von Joey Tempest, Sänger der schwedischen Band Europe? Das geht nicht nur, das
fetzt. Viel abwechslungsreicher lässt sich die Faszination Kontrabassklang
nicht abbilden. Viel virtuoser und besser übrigens auch nicht! (mg)