Radio Radieschen

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Radio Radieschen episodes

  • #Vienna: 24h Betreuung - Ausbeutung im großen Stil
    Amnesty International Österreich hat Anfang Juli einen Bericht veröffentlicht aus dem hervorgeht, dass 24h Betreuer*innen in Österreich im großen Stil ausgebeutet werden. Und das wird momentan rechtlich zugelassen.
    In Österreich pflegen rund 60.000 Betreuerinnen (und wir gendern bewusst nicht, denn der Frauenanteil liegt bei 92 Prozent), v.a. aus Rumänien, Bulgarien und der Slowakei, rund um die Uhr 30.000 Seniorinnen und Senioren. Sie verdienen dabei im Durchschnitt zwischen zwei und drei Euro pro Stunde. Menschenrechte wie das Recht auf angemessene Arbeitsbedingungen, fairen Lohn und soziale Sicherheit seien nicht garantiert und werden sogar regelmäßig missachtet, erzählt Teresa Hatzl. Sie ist zuständig für Anwaltschaft und Forschungsbeauftragte bei Amnesty International Österreich.
    19 min
  • Wissenschaftsradio: Scheitern in der Wissenschaft
    Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Aber darf man in der Wissenschaft noch etwas wagen, ohne die Karriere zu gefährden? Drei ForscherInnen erzählen.
    Ille Gebeshuber war 30 Jahre alt und frischgebackene Doktorin der technischen Wissenschaften, als ihre Haustiere ihren Forschungsgegenstand gefressen haben. Linksdrehende Wiener Unterwasserschnecken aus der Lobau mögen Kieselalgen. Doch anstatt ihre Sachen zu packen und ihren Post-Doc an der Universität von Santa Barbara, Kalifornien gesenkten Hauptes zu verlassen, schaute sie noch einmal genauer hin. Ein paar Kieselalgen hatten ihre Haustiere überlebt. Und diese eigneten sich besser für weitere Untersuchungen. Es ist seitdem Gebeshubers Motto, dass sich aus jeder noch so aussichtslosen Situation etwas gewinnen lässt.
    Allerdings machen es Impact-Punkte, Publikationsdruck und Platzmangel an Universitäten schwer "zufällige" Entdeckungen zu machen oder gar große Risiken einzugehen. Wo ist es möglich? Und wo darf man trotzdem nicht scheitern? Simulationsforscher Niki Popper, Physikerin Ille Gebeshuber und INiTS-CEO Irene Fialka erzählen.
    46 min
  • Start Me Up: Hackingangriff A1 - "Wir werden nie zahlen"
    Über Österreichs größten Telekommunikationsanbieter laufen Notrufe, Medien und Banken. Wie ein Hack daraus fast ein Spionagetool gemacht hat.
    Es ist ein ungeschriebenes Gesetz, dass Hackingangriffe Freitag Nachmittag passieren - und vor Feiertagen. Und so ist es nicht verwunderlich, dass Österreichs größter Telekommunikationsanbieter, A1, einen Hacker zwei Wochen vor Weihnachten 2019 im eigenen System entdeckt. A1 regelt etwa die Übertragung von Notrufnummern, Bankgeschäften und Mediensignalen in Österreich. Wer vollen Zugang zu ihren Systemen hat, kann viel Schaden anrichten. In diesem Fall war der Hacker aber vor allem am Aufbau des Systems interessiert. Wohl, um das Unternehmen als Spionageinstrument für eine andere staatsnahe Organisation vorzubereiten. Wie die A1 gegen den Hackingangriff vorgegangen ist und welche Angriffe Unternehmen in Zukunft erwarten hört ihr in "Start Me Up".
    25 min
  • #Vienna: die letzte Ausfahrt - selbstfahrende Busse in der Seestadt
    Seit 2019 befahren Österreichs erste selbstfahrende Autobusse die Seestadt. Mit diesem Monat endet die Testphase und die Busse werden aus der Seestadt abgezogen. Grund genug eine letzte Ausfahrt zu wagen. Gemeinsam mit der Innovationsmanagerin der Wiener Linien, Susanne Pröstl spricht Reporterin Johanna Hirzberger über die Learning aus dem Projekt.
    Alle die  mehr über die wissenschaftliche und ethische Fragen rund um autonome Fahrzeuge wissen möchten, sollten einen Blick in unseren Podcast "Wissenschaftsradio" wagen. In der Folge “Nie wieder Führerschein: Autonomes Fahren in Wien” spricht Michel Mehle mit Dr.in. Alexandra Millonig vom AIT. Sie erklärt, was autonome Autos auf unseren Straßen für uns bedeuten.
    14 min
  • #Vienna: Wiens ältester Eissalon
    In unserer dritten und letzten Eis-Rundschau haben wir für euch Wiens ältesten Eissalon besucht - den Eissalon am Schwedenplatz. Dieser wird von Silvio Molin Pradel geführt, seine Familie praktiziert bereites seit  1886 die Speiseeiskunst in Wien. Dabei werden die Rezepte von Generation zu Generation weitergegeben. Mittlerweile nennt man sie auch den Eisadel Wiens. Johanna Hirzberger spricht mit dem Familienoberhaupt und Eisbaron Silvio Molin Pradel über die Eisgeschichte Wiens.
    17 min
  • Perspektiven: Feministische Straßenkämpfe - von Graffiti und Protest
    Das Private ist politisch und deshalb machen sie es sichtbar – auf Häuserfassaden, Brücken und am Donaukanal.
    „The coolest girls are the ones who stand up for each other.“ Diese Woche hat Johanna Hirzberger gemeinsam mit Nora Schäffler einige dieser coolen Frauen getroffen.
    Was diese gemeinsam haben? Flora Safari, Femplak und die Rip off Crew gestalten, wenn auch in ganz unterschiedlicher Form, Streetart als Feminismus im öffentlichen Raum.
    Feminismus, der temporär an den Wänden zu sehen ist. Feminismus, der ins Unbewusste geht.
    Feminismus, der länger bleiben soll, als bis zur nächsten Wandsäuberung.
    Und noch nie war Feminismus mehr Thema als jetzt.
    Immer mehr Menschen schließen sich feministischen Gruppierungen und nutzen den öffentlichen Raum um auf gesellschaftliche Probleme wie sexualisierte Gewalt aufmerksam zu machen.
    Aber, kann man den öffentlichen Raum überhaupt in Besitz nehmen? Und wie nahe liegen Straßenkunst, Protest und Aktivismus bei einander?
    Blickt man über den Atlantik nach Südamerika, muss man sagen, sehr nahe. Vor allem die bolivianische Gruppe Mujeres Creando oder das Tanzkollektiv “Baila Capucha Baila” aus Chile, sind für ihre feministische und aktivisite Street Art bekannt. In roten Masken tanzen sie in Chiles Straßen um auf sexualisierte Gewalt gegen Frauen aufmerksam zu machen. Durch das Internet und Soziale Medien gibt es mittlerweile auch in Europa ähnlich Aktionen von feministischen Gruppen. Santiago, New York, Freiburg – auf YouTube finde man auch eine Reihe an Videos in denen Frauen mit schwarzen Augenbinden ein Lied singen und dazu tanzen. El violador eres tu, der Vergewaltiger bist du, singen diese Frauen. Die Performance stammt von der chilenischen Gruppe “Las Tesis” und wurde auch in Wien aufgeführt.
    Viele der einst unpolitischen Künstler*innen in Lateinamerika sind heute Aktivist*innen, die mit ihrer Straßenkunst gegen soziale Ungleichheit und Gewalt gegen Frauen kämpfen.
    Und wie ist das in Wien?
    52 min
  • Start Me Up: "Reparieren, was das Bildungssystem nicht mitgeben konnte"
    Michaela Vorlaufer arbeitet seit 23 Jahren mit Menschen ohne Job. In "Start Me Up" spricht die AMS-Managerin über den Arbeitsmarkt nach Corona.
    In Österreich sind derzeit rund 150.000 Menschen über ein Jahr ohne Job. Michaela Vorlaufer will, dass sie wieder einer Arbeit nachgehen. Je länger Menschen nicht arbeiten, desto schwieriger wird es, wieder einen Job zu bekommen. In "Start Me Up" spricht die stellvertretende Leiterin des AMS Niederösterreich über Vorschläge der Politik und wo Geld besser ausgegeben werden könnte als beim Arbeitsmarktservice.
    47 min
  • TWS: Toni Polster privat, Youtuber Tapakapa und Camo & Krooked im Porträt
    Wolltet ihr schon immer mal wissen, was Toni Polster in seiner Freizeit macht? Oder wer sich hinter dem Youtuber Tapakapa verbirgt? Oder was Camo & Krooked während des Lockdowns gemacht haben? Dann hört doch rein! Willkommen beim Podcast zu unserer Tonwerkstatt-Sendung vom 10. 5. 2021.
    Musik-Credits:
    John Bartmann – Bouncy Gypsy Beats
    Infraroom – Sila
    John Bartmann – Gameshow Brazz
    1 hr 12 min
  • Wissenschaftsradio: "Meine Kollegen wissen, dass ich queer bin"
    Eine Studie in den USA zeigt, dass queere Wissenschafter*innen noch oft diskriminiert werden. Wie sieht das in Österreich aus?
    Wenn Lisa Glaser mit einer Partnerin die Straße hinuntergeht, schaut sie dann und wann über die Schulter. Wie viele Menschen sind hier in der Umgebung? Wäre es besser die Hände jetzt loszulassen? Es sind diese Gedanken, die klar machen, wie wenig normal queer in der Gesellschaft noch ist.
    In ihrer Arbeit am Institut für Physik ist das weitgehend anders. "Meine Kolleg*innen wissen, dass ich queer bin". Allerdings, mit jedem Schritt, den sich ein Mensch vom Bild der Norm im Kopf der Gesellschaft wegbewegt, desto schwieriger wird es. "Jede Kleinigkeit für sich ist kein großes Problem", sagt Glaser. "Aber die Kleinigkeiten summieren sich."
    Wie ist es als queere Wissenschafter*in in Österreich? Ihr hört es im Podcast.
    29 min
  • Femality: Sicherheit & Feminismus
    „Wir müssen unsere Frauen schützen.“ Wovor? Warum?
    Bei uns dreht sich heute alles um Sicherheit, feministische Sicherheitsstudien und Täter*innen. Dazu hat unsere Femality Reporterin Katharina Prochart mit Josefa Maria Stiegler, Politikwissenschaftlerin im Bereich Kritische Sicherheitsforschung/Internationale Politik an der Universität Wien gesprochen.
    22 min

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