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Vom Gastarbeiterkind bis zum CFO eines Milliardenkonzerns.
Sami Sagur war der erste und letzte CFO von Schlecker und erlebte den Niedergang des Unternehmens aus nächster Nähe.
Wir sprechen über seinen persönlichen Aufstieg, Bildung, Ehrgeiz und die Frage, warum er schon früh wusste, dass er einmal ins Topmanagement wollte.
Im Zentrum steht natürlich Schlecker: Was lief schief? Warum war das Unternehmen am Ende wieder profitabel und trotzdem insolvent? Hätte man den Konzern retten können – und welche Lehren zieht Sagur heute aus dieser Zeit?
Außerdem geht es um die Zukunft der deutschen Automobilindustrie, hohe Standortkosten, Verlagerung von Produktion ins Ausland, den Wohnungsmarkt und die Frage, ob Leistung und Aufstieg in Deutschland noch ausreichend belohnt werden.
Ein sehr persönliches und zugleich wirtschaftspolitisches Gespräch über Erfolg, Krise und den Standort Deutschland.
Alpay Güner ist in Heilbronn aufgewachsen, hat als Manager in mehreren europäischen Ländern gearbeitet und lebt heute mit seiner Familie in der Türkei.
Mit ihm spreche ich über das Leben zwischen Deutschland und Türkei, über Karriere, Zugehörigkeit und die Frage, wie sich der eigene Blick auf beide Länder verändert, wenn man sie aus unterschiedlichen Perspektiven erlebt.
Es geht um politische Polarisierung in der Türkei, das Verhältnis zur EU, Migration und Sozialstaat in Deutschland, den Islam als Teil der deutschen Gesellschaft und um Alpays persönliche Beobachtungen zur politischen Stimmung unter Deutschtürken.
Zum Schluss wird es sehr persönlich: Was wird sein Sohn einmal als Heimat empfinden? Und warum fühlt sich Alpay heute ein kleines Stück türkischer als noch vor zehn Jahren?
Berlin ist Gabriel Gouriyes Heimat. Er ist dort geboren und aufgewachsen – und kennt die kulturelle Vielfalt der Hauptstadt nicht aus der Theorie, sondern aus seinem Alltag.
In dieser Folge sprechen wir über das veränderte Berliner Stadtbild, Migration und Integration, über jüdisches Leben und Antisemitismus sowie über die Frage, wie eine offene Gesellschaft mit Islamismus und politischer Gewalt umgehen sollte.
Im Mittelpunkt steht auch der islamistisch motivierte Anschlag auf den Berliner CSD im Juli 2026. Gabriel berichtet von einzelnen Reaktionen, die die Tat gutgeheißen hätten. Gleichzeitig warnt er ausdrücklich vor Pauschalisierungen und beschreibt Vielfalt als einen Teil dessen, was Berlin ausmacht.
Wo liegen die Grenzen von Toleranz? Welche Regeln braucht Integration, gerade in einer Großstadt? Und wie kann Berlin offen bleiben, ohne Probleme zu verdrängen?
Ist Europa stark genug für die neue Weltordnung?
Rainer Wieland war mehr als 25 Jahre Mitglied des Europäischen Parlaments und 15 Jahre dessen Vizepräsident. Mit ihm spreche ich über eine Europäische Union, deren altes Geschäftsmodell nicht mehr funktioniert: China als Absatzmarkt, Russland als Energielieferant und Amerika als Garant unserer Sicherheit.
Es geht um die Ukraine und Europas Verteidigungsfähigkeit, um China und die Zukunft unserer Industrie, um Wagniskapital, Technologie und die Frage, warum Europa Innovation häufig stärker reguliert als ermöglicht.
Doch Wieland geht noch einen Schritt weiter: Europa braucht nicht nur wirtschaftliche und militärische Stärke, sondern ein neues Bewusstsein für die Werte, die seine Gesellschaften zusammenhalten – Rechtsstaat, religiöse Toleranz und einen aufgeklärten Patriotismus.
Ein Gespräch über Europas Platz in einer Welt, in der Macht wieder eine größere Rolle spielt.
Was passiert, wenn man beruflich erfolgreich ist – und trotzdem merkt, dass etwas fehlt?
Nach 15 Jahren als selbstständige Unternehmerin entscheidet Shane Ayman, ihr Brautmodengeschäft aufzugeben und ihr Leben neu auszurichten.
Wir sprechen über Selbstverwirklichung, Familie und Frauenbilder, ihren christlichen Glauben und die Frage, warum sie heute bewusster auf ihre innere Stimme hört.
Und wir sprechen über Heimat: Shane ist in Deutschland geboren und aufgewachsen – gleichzeitig empfindet sie eine tiefe Verbindung zum Tur Abdin, der Heimat ihrer aramäischen Vorfahren.
„Deutschland ist meine Heimat. Tur Abdin ist meine Seele.“
Ein persönliches Gespräch über zwei Heimaten, alte Wurzeln, neue Lebenswege – und darüber, welche Werte wirklich zählen.
Siegfried Lorek war über 20 Jahre Polizist, hat selbst Abschiebungen begleitet und ist heute Staatssekretär in Baden-Württemberg.
Mit ihm spreche ich darüber, warum Abschiebungen in Deutschland so schwierig sind, wie der Staat mit ausreisepflichtigen Straftätern umgehen sollte und weshalb freiwillige Ausreisen manchmal sogar wirtschaftlich sinnvoller sein können als zwangsweise Rückführungen.
Nach den Ereignissen in der spanischen Exklave Ceuta, schauen wir auch nach Europa: auf die Außengrenzen, GEAS, die Zusammenarbeit mit Herkunftsstaaten und die zentrale Frage, wie Migration begrenzt werden kann, ohne Humanität und Rechtsstaatlichkeit aufzugeben.
Ein Gespräch über Migration, Verantwortung und Europas Zusammenhalt.
Tim Breitkreuz gehört zu einer neuen Generation von Politikern. Für ihn ist ein Landtagsmandat kein klassischer Beruf – sondern der Aufbau eines Start-ups: ein Team formen, Vertrauen gewinnen, Prozesse entwickeln und die Menschen direkt erreichen.
Wir sprechen über seinen Weg vom Ehrenamt in den Landtag, warum Politik heute mehr Kommunikation als je zuvor braucht und weshalb Social Media Chancen und Risiken zugleich birgt. Muss ein moderner Abgeordneter heute Creator sein? Warum werden einfache Botschaften im Algorithmus belohnt, während differenzierte Politik oft untergeht? Und wie gelingt es trotzdem, Vertrauen zurückzugewinnen?
Zum Schluss diskutieren wir über Patriotismus, Eigenverantwortung und die Frage, warum die politische Mitte ihre Themen wieder selbstbewusster vertreten muss.
Ein Gespräch über die Zukunft der Demokratie – zwischen Plenarsaal, Podcast und Smartphone.
Katja Dorothea Buck und ich teilen die gleiche Sehnsucht: Frieden für Israel und die Palästinenser. Doch auf dem Weg dorthin unterscheiden sich unsere Perspektiven an vielen Stellen deutlich.
Wir sprechen über den 7. Oktober, die Traumata auf beiden Seiten, den Umgang Deutschlands mit Israel, die BDS-Debatte, Diplomatie und die Frage, warum der öffentliche Diskurs zunehmend schwieriger geworden ist. Dabei geht es nicht darum, den anderen zu überzeugen – sondern darum, einander zuzuhören.
Kann man in Deutschland noch respektvoll über Israel und Palästina diskutieren? Welche Verantwortung trägt Deutschland? Und wie kann Frieden gelingen, ohne die Menschlichkeit aus dem Blick zu verlieren?
Ein Gespräch über Verantwortung, Dialog und die Hoffnung, dass Brücken stärker sein können als Gräben.
Katja Dorothea Buck beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Religion, Politik und den Christen im Nahen Osten. Als Journalistin schaut sie nicht nur auf die großen geopolitischen Linien, sondern vor allem auf die Menschen vor Ort: auf ihre Geschichten, ihre Herausforderungen und ihren Glauben.
Im Zentrum des Gesprächs steht die Frage, ob das Christentum im Nahen Osten eine lebendige Zukunft hat — oder ob aus jahrtausendealter christlicher Präsenz irgendwann nur noch leere Kirchen, Klöster und Erinnerungsorte werden. Buck spricht offen darüber, warum sie sich große Sorgen um die christliche Präsenz macht und warum die „normalen Christen“ — Ärzte, Lehrer, Bäcker, Handwerker, Familien — immer häufiger keinen Grund mehr sehen zu bleiben.
Zugleich geht es um Deutschland, die Kirchen und unsere Verantwortung: Warum ist es so schwer, das Thema Nahostchristen hierzulande sichtbar zu machen? Warum schweigen Kirchen oft, wenn die Lage politisch kompliziert wird? Und warum reicht es nicht, nur einzelne Familien zu unterstützen, sondern christliche Institutionen, Schulen und Gemeinden zu stärken?
Ein Gespräch über Glauben, Fremdheit, Dialog, Religionsfreiheit — und die Frage, warum der Nahe Osten seine Christen braucht.
Carsten Ovens kennt Israel seit Jahrzehnten — als Freund, Beobachter und Brückenbauer. Doch der 7. Oktober hat auch für ihn alles verändert: Israel ist seitdem nicht mehr nur ein Land im Konflikt, sondern eine Gesellschaft im Trauma.
Im Zentrum des Gesprächs steht die Frage, was dieser Tag mit Israel gemacht hat — mit den Familien, mit dem Sicherheitsgefühl, mit dem Vertrauen in Staat und Zukunft. Ovens erklärt, warum der 7. Oktober nicht einfach ein Terrorangriff war, sondern ein tiefer Einschnitt in die israelische Seele. Er selber hat ihn erlebt und darüber ein Buch geschrieben.
Zugleich geht es um Deutschland und Europa: Verstehen wir wirklich, was Israel erlebt hat? Oder reden wir zu schnell über „Verhältnismäßigkeit“, während der Schmerz noch offen ist?
Ein Gespräch über Schock, Verantwortung und die Frage, warum Israels Sicherheit auch uns betrifft.
Links:
Stimmungsbild Israel: https://elnet-deutschland.de/publikation/studie/neues-stimmungsbild-israel-enge-beziehungen/
Buch "Im Morgengrauen: Wie der 7. Oktober Israel veränderte": https://www.hentrichhentrich.de/de/programm/produkt/im_morgengrauen
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