Recht wissenschaftlich

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Recht wissenschaftlich episodes

  • Folge 9 Teil II | Kirchhof

    Im zweiten Teil der neunten Folge von ,,Recht wissenschaftlich“ betrachten Jan Henrik Klement und Paulina Starski mit ihrem Gast Paul Kirchhof die Parteiendemokratie aus einem ausgewöhnlichen Blickwinkel. Sind die Parteien mehr Hindernis als Wohltat für die Demokratie? Wäre eine Pflicht zur Offenlegung der Koalitionsabsichten ein Mittel, um das Volk als Souverän zu stärken und im Wahlkampf wieder mehr die Suche nach Konsens als das ständige Streiten zu betonen? Danach geht es um eine Lebensfrage von Paul Kirchhof: Wie sähe ein besseres, ein gerechteres, ein einfacheres Steuerrecht aus? Für Kirchhof hängt die Antwort hängt mit der Rolle der Sprache im Recht zusammen. Es gibt für ihn auch über das Steuerrecht hinaus kein wichtigeres Instrument für das Funktionieren des Rechts. Zum Ende macht Kirchhof den jüngeren Juristen Mut: Der Blick zurück auf 75 Jahre Grundgesetz gebe allen Grund, auf eine gute Zukunft zu hoffen.

    1 hr 14 min
  • Folge 9 Teil I | Kirchhof

    Seit annähernd einem halben Jahrhundert prägt Paul Kirchhof als ordentlicher Professor das Öffentliche Recht in Deutschland und Europa. Er ist "der Professor aus Heidelberg" (Gerhard Schröder), beeinflusste als Richter des Bundesverfassungsgerichts das Maastricht-Urteil und viele andere wichtige Entscheidungen, ist bis heute ein Bestsellerautor auf dem juristischen Büchermarkt – und in allem einer der großen Erzähler des modernen Rechts. Da ist es fast logisch, dass bei Kirchhofs Besuch in Freiburg bei Jan Henrik Klement und Paulina Starski gleich zwei Folgen von ,,Recht wissenschaftlich“ entstanden sind. In Teil 1 geht es zunächst um Kirchhofs Studium, seinen Weg in die Wissenschaft und seinen weiteren Werdegang. Immer wieder wird deutlich, was den Menschen Paul Kirchhof angetrieben hat, so z.B. wenn er erzählt, dass ihm im Richteramt das ,,Nachdenken über das bessere Recht“ fehlte und das Steurerrecht zunächst nur seine Eintrittskarte in die Wissenschaft war und dann seine Leidenschaft wurde. Das Gespräch wendet sich dann Kirchhofs Zeit beim Bundesverfassungsgerichts zu. Kirchhof gewährt Einblicke in die Beratungskultur des Gerichts und in seine wichtigsten Fälle. Es wird klar, welch sorgsame und vorrausschauende Feinarbeit den Richtern abverlangt wird, um die mitunter gewaltigen Folgewirkungen eines Urteils aus Karlsruhe zu überblicken und zu kontrollieren. Besonders intensiv diskutieren die drei Professoren am Ende die vom Bundesverfassungsgericht formulierten verfassungsrechtlichen Grenzen der europäischen Integration. ,,Europa ist ein Projekt, das nicht scheitert darf“, so Kirchhof. Für ihr Gelingen brauche es aber Kontrolle und Kritik – und damit spart er auch bei "Recht wissenschaftlich" nicht.

    57 min
  • Folge 8 | Chiusi

    An einem verschneiten Tag im Jahr 1986 führt der Lebensweg die italienische Jurastudentin Tiziana Chiusi erstmals nach Freiburg. Damit beginnt die erzählenswerte Geschichte einer jungen Frau, die über ihre Liebe zum Römischen Recht nach Deutschland findet, sich hier in eine für sie anfangs fremde Rechtsordnung einarbeitet, im Wettbewerb durchsetzt und schließlich zur Professorin für Zivilrecht, Römisches Recht und Europäische Rechtsvergleichung wurde. An einem herbstlichen Tag im Oktober 2024 kommt Chiusi abermals nach Freiburg. Sie ist der Gast der 8. Folge des Podcasts „Recht wissenschaftlich” mit den beiden Freiburger Juraprofessoren Jan Henrik Klement und Paulina Starski. Im Gespräch der drei Wissenschaftler geht es um Chiusis Lebensweg, um die Bedeutung des römischen Rechts für das deutsche Zivilrecht, um den Traum von einem Bundesstaat-Europa, über den Populismus in Italien und Deutschland, um das Verhältnis von Öffentlichem Recht und Privatrecht. Ganz zum Schluss wird der „Loser bachelor” zum Thema - ein Begriff, der von Chiusi in ihrer Rolle als Vorsitzende des Deutschen Juristen-Fakultätentages geprägt wurde und den ihr viele übelgenommen haben. Zum ersten Mal, so sagt Chiusi bei "Recht wissenschaftlich", habe sie in dieser Diskussion einen deutschen Chauvinismus verspürt.

    1 hr 22 min
  • Folge 7 | Möllers
    Die siebente Folge von „Recht wissenschaftlich“ führt uns an die Schnittstelle von Verfassungsrecht und politischer Theorie. Zu Gast ist mit Prof. Dr. Christoph Möllers (HU Berlin) einer der bekanntesten und wirkungsmächtigsten Staatsrechtslehrer der Gegenwart. Die beiden Gastgeber Paulina Starski und Jan Henrik Klement (Universität Freiburg) sprechen mit ihm über die Politisierung der Justiz in den USA, Demokratie und Gewaltenteilung und über den Grundrechtsschutz während der Corona-Pandemie. Möllers spart dabei nicht mit Kritik an Größen des Verfassungsrechts und setzt sich auch mit dem Bundesverfassungsgericht sowie der Rolle der Rechtswissenschaft auseinander. Wie immer bei ”Recht wissenschaftlich” geht es natürlich auch um persönliche Aspekte. Zu seinem Werdegang bemerkt Christoph Möllers, ihm sei schon vor dem Abitur klar gewesen, dass er einmal Professor sein werde – nur noch nicht, für welches Fach.
    1 hr 4 min
  • Folge 6 | Nußberger
    Zur 6. Folge von „Recht wissenschaftlich“ begrüßen Paulina Starski und Jan Henrik Klement Professorin Dr. Dr. h.c. Dr. h.c. Angelika Nußberger in Freiburg. Wir erfahren, welche Umstände sie auf ihren außergewöhnlichen Karriereweg brachten und wie sie zu einer Professorin für Verfassungsrecht, Völkerrecht und Rechtsvergleichung, zur Vizepräsidentin des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) sowie zum Mitglied der Venedig-Kommission wurde. Dabei begann doch alles mit einem Slavistik-Studium und dem Wunsch, Lehrerin zu werden.
    Der Blick fällt dann auf Nußbergers richterliche Tätigkeit am EGMR . Anhand von kontrovers diskutierten Entscheidungen, etwa zum Wahlrecht für Strafgefangene und zu den Klimaseniorinnen, wird deutlich, wie der EGMR im Kraftfeld politischer Entscheidungen und spezifischer Kulturen eines Landes zu rechtlich begründeten Entscheidungen gelangen muss. Besonderheiten prägen aber auch das Innenleben des international besetzen Gerichtshofs und vor allem die geheimen Beratungen der Richter und Richterinnen, in die Nußberger einen spannenden Einblick gibt.
    Doch wie sie selbst sagt: „Es gibt auch ein Leben nach dem Gerichtshof“. Dass dieses nicht weniger spannend ist, wenn man Kinderbücher über Menschenrechte schreibt, sich dem Wiederaufbau von Rechtsstaatlichkeit widmet und zur Vorsitzenden der Deutschen Staatsrechtslehrervereinigung wird, liegt auf der Hand.
    1 hr 9 min
  • Folge 5 | Hoffmann
    Was ist nochmal das Anwartschaftsrecht? Bei der 5. Folge von „Recht wissenschaftlich“ ist mit Professor Jan Felix Hoffmann (Universität Freiburg) zum ersten Mal ein Zivilrechtswissenschaftler zu Gast. Paulina Starski und Jan Henrik Klement müssen anfangs tief in ihrem Gedächtnis wühlen, um ihrem Kollegen die richtigen Fragen stellen zu können. Es entwickelt sich ein munteres rechtswissenschaftliches Gespräch über den Sinn des Trennungs- und Abstraktionsprinzips in rechtsvergleichender Perspektive, über den Unterschied zwischen öffentlichem Recht und Privatrecht, über Didaktik im Hörsaal und manches mehr. Und wer schon immer wissen wollte, was die Rechtswissenschaft eigentlich mit Grillfesten, Hämmern und Nägeln zu tun hat, sollte auch diese Folge des juristischen Podcasts aus der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Freiburg nicht verpassen.
    1 hr 7 min
  • Folge 4 | Miller
    Erst American Football, dann ein Studium der englischen Literatur und schließlich Rechtswissenschaft: Der Lebenslauf des amerikanischen Juraprofessors Russell Miller von der Washington and Lee University in Lexington ist aus deutscher Sicht ungewöhnlich. Noch bemerkenswerter aber ist, dass Miller sich seit vielen Jahren im Schwerpunkt das deutsche Verfassungsrecht erforscht. Wie es dazu kam, welche Menschen ihn faszinierten und welche Themen ihn bewegen, erzählt Miller in der vierten Folge des Podcasts „Recht wissenschaftlich“ im Gespräch mit Paulina Starski und Jan Henrik Klement an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Freiburg. Der Podcast beleuchtet die Unterschiede des Rechtsdenken, die Binnenlogiken des Supreme Court und des Bundesverfassungsgerichts und geht auch auf methodische Besonderheiten bei der Rechtsauslegung auf beiden Seiten des Atlantiks ein. Und was macht eigentlich das deutsche Verwaltungsrecht zum „Verfassungsrecht for the streets“? Tune in!
    1 hr 13 min
  • Folge 3 | Grimm
    Kann eine Habilitationsschrift 38 Jahre dauern? Wie „liest“ man etwas aus dem Grundgesetz, das dort gar nicht steht? Ist Artikel 2 Abs. 1 des Grundgesetzes wirklich ein alles schützendes „Auffanggrundrecht“? In der dritten Folge von „Recht wissenschaftlich“ trifft Jan Henrik Klement – diesmal ausnahmsweise ohne Paulina Starski an seiner Seite – auf den ehemaligen Bundesverfassungsrichter Prof. Dr. Dres. h.c. Dieter Grimm, LL.M., von der Humboldt-Universität zu Berlin. Zum Glück hat Paulina Starski vorgearbeitet und ihren Freiburger Kollegen vorab mit kritischen Fragen ausgestattet…  Herausgekommen ist ein im doppelten Sinne historischer Podcast: Zum einen spricht Professor Grimm über die deutsche Verfassungsgesichte als wichtigen Teil seiner Forschung, andererseits hat er sie in bedeutenden Urteilen des Bundesverfassungsgerichts und seinen Büchern und Aufsätzen selbst mitgestaltet. Doch auch einen Blick nach vorne wagen die beiden Professoren und sprechen über die Zukunft der Rundfunkfreiheit und Gefahren für die Verfassung.
    1 hr 19 min
  • Folge 2 | Michl
    Die zweite Episode des Podcasts ”Recht wissenschaftlich” mit den Gastgebern Professor Dr. Jan Henrik Klement und Professorin Dr. Paulina Starski widmet sich der Verfassungsrechtsgeschichte, der Geschichte des Verfassungsgerichts und insbesondere dem „Recht der Politik“. Als Gast begrüßen sie Juniorprofessor Dr. Fabian Michl aus Leipzig, der im Verlauf des Podcasts als „Geschichtsschreiber des Bundesverfassungsgerichts“ vorgestellt wird. Die Diskussion umfasst verschiedene Themen, darunter das Apothekenurteil und das Phänomen des Sondervotums. Es wird erörtert, warum die Historie der Schutzpflichten-Dogmatik auch als „Ironie der Geschichte“ betrachtet werden kann. In das Recht der Politik vertieft sich die Diskussion vornehmlich im Kontext der Wahlrechtsreform von 2023. Dabei stellt sich der Gast auch der grundlegenden Frage nach der Fairness von Wahlen.
    1 hr 4 min
  • Folge 1 | Poscher
    In der ersten Folge von "Recht wissenschaftlich" sprechen die Gastgeber, Professor Jan Henrik Klement und Professor Paulina Starski, mit Professor Dr. Ralf Poscher, einem Direktor des Max-Planck-Instituts zur Erforschung von Kriminalität, Sicherheit und Recht. Die Diskussion beleuchtet Poschers juristischen Werdegang sowie Themen aus seinen Veröffentlichungen, darunter der polizeirechtliche Gefahrenbegriff und die Grundrechte als Abwehrrechte.
    1 hr 13 min

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Spannende Forschung, aktuelle Rechtsfragen und die persönliche Seite wissenschaftlicher Karrieren: Paulina Starski und Jan Henrik Klement sprechen über alles, was die Rechtswissenschaft bewegt. Die…