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Herausforderungen in der internationalen Ökumene, reformierte Missbrauchsstudie und Stellungnahmen zu Krieg und Frieden. Rita Famos, Präsidentin der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz, blickt auf ein prall gefülltes aber auch erfülltes Jahr 2025 zurück. Landauf, landab setzt sie sich für eine lebendige Kirchengemeinschaft ein und schätzt den Dialog mit Kirchenmitgliedern genauso wie mit "hohen Tieren". Bei Reflex erzählt sie, worüber sie mit dem Papst gesprochen hat, warum eine Begegnung mit der ukrainischen Botschafterin sie besonders berührte und das Refine Festival eines ihrer Jahreshighlights war. Aussserdem verrät sie, wie es eine katholische Santa Rita Figur auf ihrem Schreibtisch zu einem Ehrenplatz gebracht hat.
Die offenen Kirchen der Schweiz sind sozial engagiert, ziehen mit einem grossen kulturellen und spirituellen Programm Passant:innen, Sinnsuchende und Reisende gleichermassen an. In dieser Episode von Reflex tauschen sich Verena Mühlethaler vom Offenen St. Jakob Zürich und Andrea Meier von der Offenen Kirche Bern aus: Was kann man sich von dieser besonderen Kirchenform abschauen, wo kommt sie an ihre Grenzen? Wie schaffen sie die Balance zwischen Offenheit und Sicherheit, zwischen Bedürfnissen von Menschen am Rand und der harten Realität der Stadt?
Ob in Medizin, zum Lebensanfang bis -ende, Krieg und Frieden, Freiheit und Sicherheit, Menschenrechten, KI oder Migration: Neben Ethikräten und Universitäten beteiligen sich auch die Kirchen mit eigenen ethischen Einschätzungen am Diskurs. Welchen Stellenwert dieses Angebot hat und hatte, erklärt in dieser Folge Prof. Dr. Frank Mathwig, Beauftragter für Ethik der EKS und Mitglied der Nationalen Ethikkommission. Nach über zwei Jahrzehnten bei der EKS geht er bald in Pension. Zusammen mit Stephan Jütte und Host Michèle Graf-Kaiser streift er einmal quer durch die kirchliche Ethik: Warum brauchen die Menschenrechte keine Begründung? Warum schreibt die Ethik keine Gebrauchsanweisungen? Und warum ist das "Wo stehe ich?" manchmal viel wichtiger als das "Wo will ich hin?". Ausserdem verrät der Ethiker, worüber sich seine Kolleginnen und Kollegen in fünf bis zehn Jahren den Kopf zerbrechen werden.
Eine "Frank Mathwig Tribute" Episode mit viel Humor, Überraschungen und klugen Gedanken.
Nicht erst seit der Diskussion um die Konzernverantwortungsinitiative wird die Frage immer wieder laut: Welche Rolle dürfen Religionsgemeinschaft in der Politik einnehmen? Soll, dürfen oder müssen sie sich zu Wort melden? Und in welcher Form und zu welchen Themen? SP-Nationalrat Eric Nussbaumer und EKS-Ratsmitglied Michel Rudin stellen sich der kritischen Diskussion und denken über Chancen und Grenzen für Kirche in der Politik nach.
In dieser Episode von Reflex diskutiert Host Michèle Graf-Kaiser mit Dr. Amélé Ekué und Christoph Ràcz von Mission 21 über die komplexe Beziehung zwischen Mission, Kolonialismus und der heutigen Verantwortung der Organisation. Welche Herausfordeurngen sind mit Dekolonialisierung und der Schaffung einer Lerngemeinschaft verbunden? Welche positiven und negativen Aspekte machten die Mission im 19. und 20. Jh. aus? Die eigene Geschichte muss kritisch hinterfragt werden, um eine gleichwertige Zusammenarbeit mit Partnern im globalen Süden zu fördern.
Take Aways:
Innovation und Exnovation bewegen die Reformierten. Doch wie ist es, wenn man konkret in Innovationsprozessen drinsteckt und Pionierarbeit leistet? Davon erzählen offen und ehrlich Nadine Zurbrügg von der Metalchurch und Matthias Felder vom Bistro Perron 3. Einerseits sind da Hürden, Finanzfragen und Lernprozesse. Anderseits überwiegen aber Freude, echte Begegnungen und das Gefühl, ein Kirche zu sein, die zu den Menschen geht. Die Kantonalkirchen unterstützen dieses Engagement und sind offen. Echt reformiert eben!
Wie lässt sich Jugendarbeit so gestalten, dass auch junge Erwachsene der Kirche nicht den Rücken kehren? Was sind die Bedürfnisse der 15- bis 30-jährigen Reformierten? Diana Abzieher und Eliane Würmli vom Festival Refine diskutieren mit Jugendarbeiter Josua Frehner über authentische Kirche für junge Menschen in Zeiten der Individualisierung und knapper Ressourcen. Wie können wir Kirche für alle Generationen sein? In dieser Episode von Reflex gibt es Antworten und Ideen.
Refine (31.10.-2.11.25 in Zürich) ist das erste Jugendfestival der Reformierten in der Deutschschweiz. Es verspricht drei Tage voller Begegnung, Musik und Inspiration. Unter dem Motto "Alles ist möglich" treffen sich junge Menschen ab der Oberstufe zu Workshops, Party und Spiritualität. Die Ausgabe 2025 organisieren die Kantonalkirchen von Zürich und Schaffhausen.
Tickets sind bis Mitte Oktober erhältlich.
In Zeiten der wehrhaften Neutralität, von erneutem Krieg in Europa und instabilen Weltlagen ist sie wichtiger denn je: Die Armeeseelsorge. Die Tür der Armeeseelsorgenden steht dabei allen Angehörigen der Armee offen. In den Gesprächen geht es um die grossen Fragen, aber manchmal auch ganz praktische Ratschläge - nahe beim Menschen und ergebnisoffen. Als Theologe und Diakon im Fleckentarn erzählen Matthias Inniger und Armin Elser aus ihrem Alltag bei der Truppe und wie die Armeeseelsorge auf die gegenwärtigen Herausforderungen reagiert.
Die EKS engagiert sich für die Armeeseelsorge. Mehr erfahren
Frieden schaffen und erhalten: Wie soll man das inmitten von Kriegen und Krisen anstellen? Hier sind auch Religionen wichtige Ressourcen, die in Friedens- und Versöhnungsprozessen mithelfen. Über Krieg, Frieden und alles dazwischen diskutieren in dieser Ausgabe von Reflex die systematische Theologin Christine Schliesser und der Berufsoffizier und Theologe Dieter Baumann. Sie berichten über ihre Erfahrungen in Südafrika, Ruanda und im Kosovo und beantworten die Frage, ob eine ganz friedvolle Gesellschaft eine Utopie bleibt.
Unsere Literaturtipps:
Was können Kirchen angesichts der Klimakrise tun? Und was heisst es als Christinnen und Christen für den Umweltschutz engagiert zu sein? In dieser Folge von Reflex wenden sich Theologin Mélanie Kern, beim ökumenischen Verein oeku für die Schöpfungszeit zuständig, und Damian Kessi, Beauftragter der EKS, der spirituellen Dimension von Umweltschutz und Klima zu. Aber sie diskutieren auch, warum der Einsatz für Nachhaltigkeit in den Kirchen eine lange Tradition hat. Kopf angsichts der Klimaveränderung in den Sand stecken? Kommt für die beiden nicht in Frage. Realtalk mit Hoffnung und Handeln.
EKS-Publikation: Warum Nachhaltigkeit auch ein Thema für die Kirchen ist
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