Regenbogenstern - Lisa Deyke

Regenbogenstern - Lisa Deyke

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Regenbogenstern - Lisa Deyke episodes

  • 015 Verdrängt und übersehen: die Trauer eines Sternenpapas - Gespräch mit Hannes Pahl - Teil 1
    Im Mai haben wir 2 besondere Tage für Familien: den Muttertag am 10.5.26 und den Vatertag am 14.5.26Im Zusammenhang mit den Sternenkindern stehen oft die Mütter mehr im Vordergrund, deswegen habe ich mich entschieden, das Interview einem Vater zu widmen.Sternenväter werden oftmals weniger gesehen, dabei haben sie auch viele Themen gleichzeitig zu bewältigen: der Schock, dass das Kind tot ist, die Sorge um die Mutter, der Kampf mit eigenen Themen, viele To-Do´s im Außen.Oft reagieren Männer weniger emotional, deswegen denken alle: er ist ok, er ist stark, ihm geht´s gut.Nach einem Todesfall gibt es viel zu organisieren. Da die Frau im Wochenbett ist, muss oft der Mann viel übernehmen und erledigen.Für manche Väter ist das ok: ich habe eine Aufgabe, etwas zu tun.Für manche Väter ist das schon akut nicht ok.Manche Väter merken später: es war nicht ok. Jetzt holen mich das Geschehen und die Trauer ein. Heute ist Hannes Pahl vom Podcast Sternenwege zu Gast im Regenbogenstern-Podcast.Hannes beschreibt sich selbst als Sternenpapa und Podcaster, der das Schweigen der Männer brechen möchte.
    Hannes und seine Frau Nicole haben eine Sternentochter: Louisa Lilly, die 2022 in der 32. SSW still geboren wurde. 2024 folgte Sohn Mats als Regenbogenkind an der Hand.Das Gespräch veröffentliche ich in 2 Teilen.Im Teil 1 erzählt Hannes Lou´s Geschichte und seinen Umgang damit. Schwangerschaft, unerwartete Diagnose, Geburt im Krankenhaus, Erinnerungen, die erste Zeit danach, Kommunikation in Partnerschaft und Umfeld u.v.m.Unser Fokus liegt darauf: wie ging es ihm als Vater eines Sternenkindes? Was hat er gedacht und gefühlt? Was waren seine Aufgaben? Was war herausfordernd? Was war wichtig? Was war gut? Was hat geholfen? Wir wünschen uns, dass unser Gespräch hilft, mehr Verständnis für die Sternenväter zu generieren.

    Teil 2 des Gesprächs folgt in der nächsten Folge am 15.5.2026 im Regenbogenstern-Podcast.
    1 hr 28 min
  • 014 Respekt und Zeit für Leben und Tod - im Gespräch mit Hebamme und Beerdigungsleiterin Astrid Steinberg
    Am 5. Mai ist der internationale Hebammentag.Ich habe nun schon für 3 Schwangerschaften Hebammenbegleitung genossen und bin sehr dankbar für die Unterstützung.Im allerersten Interview dieses Podcasts ist Astrid Steinberg zu Gast.Sie ist u.a. als freiberufliche Hebamme und ehrenamtliche Beerdigungsleiterin tätig. Das widerspricht sich nicht, denn Leben und Tod gehören zusammen.Wir sprechen über unsere gemeinsamen Erlebnisse und über Astrids langjährige Erfahrungen in der Begleitung von Familien mit Sternenkindern.Besonders wichtig ist es Astrid, dass Sterneneltern mit Respekt begleitet werden und in Ruhe ihre persönlichen Entscheidungen treffen können.Ihre therapeutische Begleitung der Sterneneltern vergleicht Astrid mit der Notfallchirurgie für körperliche Verletzungen: es ist wichtig, dass auch seelische Wunden versorgt werden.Astrid wünscht sich, dass Familien auch den Abschied der Sternenkinder würdevoll gestalten können.
    1 hr 16 min
  • 013 Wer, was, wann, wie, wo, warum und wofür? - Die große Frage nach dem Sinn des Lebens
    Ich habe Postkarten gestaltet: Naturfotos mit Affirmationen.Die gibt es zu erwerben bei der Lichtkreis-Messe am Sa.+So., 11.+12.April 2026 in Wohlsdorf bei Rotenburg (Wümme).Nicht vergessen: Leben und Tod Messe in Bremen am Fr.+Sa., 10.+11.April -> am Freitag können wir uns dort begegnen.So lange der Vorrat reicht, sind die Postkarten auch kostenlos im Rahmen meiner persönlichen Trauerbegleitung mit THEKI erhältlich. Ich philosophiere in dieser Folge über den Sinn des Lebens.Wer, was, wann, wie, wo, warum und wofür?Welchen Sinn hat ein Ereignis in meinem Leben?Welchen Sinn hat mein Leben? Ob ich da bin oder nicht – macht das einen Unterschied?Solche Fragen können in schweren Lebenssituationen auftauchen – z.B. nach einem Schicksalsschlag wie dem Tod eines Sternenkindes. Jeder Mensch hat andere Anschauungen über den Sinn des Lebens allgemein und den Sinn seines eigenen Lebens. Es gibt keinen für alle Menschen allgemein gültigen Sinn und Zweck. Die Definition ist sehr individuell.Vielleicht ganz allgemein: glücklich sein, lieben, Spuren hinterlassen. Braucht man einen Sinn im Leben?Sinn kann uns inneren Halt und Orientierung geben.Sinn ist eine Motivation.Begeisterung gibt uns Energie anzufangen, durchzuhalten, zu vollenden. Sinn ist auch abhängig von deinen persönlichen Werten und kollektiven Werten.Werte sind Ideale, die als erstrebenswert gelten: materiell oder immateriell.Wenn du in dir Gründe für dein Tun findest, hast du eine intrinsische Motivation. Ich lade dich ein, dir Zeit zu nehmen und zu überlegen, was sind deine wichtigsten Werte?Wonach richtest du dein Leben aus?Passt dein aktuelles Leben zu diesen Idealvorstellungen?Du darfst dir auch bewusst machen: Welchem Motiv entspringt der Wert? Ist die Grundlage ein Mangel/ ein Problem? Oder ist es ein gewünschtes Ideal/ ein Ziel? Sinn verändert sich ganz natürlich mehrmals je nach Lebensalter.Die Lebensabschnitte sind wie Kapitel mit verschiedenen Inhalten. Veränderungen in unserem Leben zwingen uns zur Neuorientierung.„Die Umstände sind, wie sie sind. – Wie ist meine Antwort darauf?“Kann ich mich anpassen?Genauso ist es für Sterneneltern: wir waren eingerichtet auf die neue Lebensaufgabe: Eltern sein, Kind versorgen. Wenn das Kind stirbt, entfällt diese Aufgabe. Plötzlich stehen wir vor einem Nichts. Was ist nun der Sinn unseres Daseins? Manche hinterfragen dann radikal alles, was sie tun: z.B. die vorherige berufliche Tätigkeit.Erscheint plötzlich etwas anderes sinnvoller? Die Frage nach dem Sinn des Lebens ist nicht immer so leicht zu beantworten.Unser Gehirn ist eine super Antworten-Finde-Maschine. Wir müssen nur die richtigen Fragen stellen und Geduld haben.Dann können wir in Lebenssituationen geraten – z.B. ein Gespräch – und merken, dass wir uns selbst gut zuhören dürfen. Dieses Jahr ist bei uns manches anders als es vorher normal war.Ich war wieder konfrontiert mit der Sinnfrage: wer was wann wie wo und wofür?Ein paar Wochen später höre mich sagen: „Lukas, ich passe auf dich auf. Das ist momentan meine Haupt-Lebensaufgabe.“ Ich arbeite noch an der Akzeptanz.Und gleichzeitig fiel mir auf: „Nebenbei“ darf ich auch gut für mich sorgen – ich selbst bin wichtig in meinem Leben. Schön und gut, aber Ketzer-Frage: Welchen Sinn soll es haben, dass ein Kind stirbt?Darauf kann ich dir hier keine Antwort geben. Ich glaube, dass jedes Ereignis im Leben einen Grund und einen Zweck hat – individuell ganz unterschiedlich.Ich habe festgestellt, dass alle meine 3 Kinder Botschaften für mich mitgebracht haben. Mit allen konnte ich etwas lernen. Vielleicht war das der Sinn unserer z.T. kurzen gemeinsamen Zeit.Vielleicht helfen unsere Sternenkinder uns, innerlich zu wachsen. Einladung:Stell dir diese Frage: was ist der Sinn meines Lebens?Wer bin ich? Was, wann, wie, wo, warum und wofür bin ich hier auf der Erde?Warte… Hab Geduld… Lass dich überraschen – von deiner eigenen inneren Weisheit.Freu dich auch über kleine Schritte.Wenn dir Inspirationen kommen, schreib sie auf.Wichtig: Bleib flexibel für Veränderungen.
    28 min
  • 012 Frieden mit Leben und Tod - Trauer akzeptieren
    Ankündigungo   Leben und Tod Messe Bremen am Fr./Sa., 10./11.4.2026o   Lichtkreismesse Wohlsdorf am Sa./So., 11./12.4.2026 „Du musst die Trauer akzeptieren“, wurde mir nach der Geburt unseres ersten Sternenkindes gesagt.Was ist Trauer?o   Eine natürliche widerkehrende Reaktion nach einem Verlust (psychisch und physisch)o   Eine Krise, keine Krankheito   Ein Prozess – Anpassen auf veränderte Lebenssituation, neu sortieren z.B. im Familiensystemo   Ein Zeichen von Lebendigkeito   Wie eine Bergtouro   Liebeo   Loslasseno   Verbunden seino   Eine Verwandlung / Veränderung Ich wollte die Trauer gar nicht akzeptieren, sondern sie einfach „abgeben“ und mich auf etwas Schönes fokussieren. Aber die Trauer um mein Sternenkind kam täglich. Das fand ich schrecklich, weil ich es als schlecht bewertet habe. Nach einem halben Jahr habe ich verstanden:Akzeptieren = Frieden schließenIch muss nicht für den Rest meines Lebens traurig sein. Ich akzeptiere, dass es ein Ereignis in meinem Leben gab, das mich sehr traurig gemacht hat. Dass es eine Phase gab, in der ich sehr traurig war. Ab diesem Tag war ich nicht mehr jeden Tag traurig. Stell dir einen „emotionalen Rucksack“ vor: gefüllt mit Erinnerungen, Erlebnissen, Eindrücken, Gefühlen, Gedanken.Besonderheit: der Inhalt ist dir unbewusst.Wichtig: Schattenthemen bewusst ans Licht holen. Ein Gefühl will gefühlt werden.Bewusstsein dafür kann helfen, innerlich frei zu werden. Diese innere Arbeit hat positive Auswirkungen auf deine Gesundheit.Exkurs: PsychosomatikKörperteile und Symptome sind Themen zugeordnet.Ein Symptom ist ein Zeichen des Körpers.Ich frage: Lieber Körper, was willst du mir sagen? Wo ist mein Leben nicht in Balance? Die Geburt eines Sternenkindes zeigt: Leben und Tod sind ganz dicht beisammen.Der Tod kann dich konfrontieren mit der Sinnfrage: Was ist der Sinn meines Lebens?Du wirst mit der Zeit eine neue Mission finden.Vergleich: Auch in Natur gibt es eine Zeit des Übergangs, der Verwandlung. Alles Werden und Vergehen ist ein Prozess. Das einzig Beständige im Leben ist die Veränderung. Ideen zum Thema Schuld:o   Würdest du andere verurteilen wie dich selbst?o   „Schuld“ ersetzen mit „Verantwortung“.o   Jeder entscheidet nach aktuell bestem Wissen und bisherigen Erfahrungen. Trauer akzeptieren heißt für mich: Frieden schließen mit Leben und Tod.Und mit allen Ereignissen und Prozessen dazwischen.Trauer ist eine Krise: abgeleitet vom Griechischen crisis bedeutet es „Entscheidung“.Ich kann mich z.B. entschieden, im Hier und Jetzt sein, das wertzuschätzen.Mir hilft die Idee, dass unsere Seele einen Körper annimmt als Vehikel durch dieses Leben: so wie wir als Menschen z.B. ein Auto für eine Reise nutzen. Somit wäre der Tod kein absolutes Ende für mein Sein.Wenn „Frieden mit Leben und Tod“ für dich zu groß klingt, dann mach langsam einen ersten kleinen Schritt, indem du dir wünschst: Ich möchte eines Tages akzeptieren können. 
    33 min
  • 011 Die Kraft der Gemeinschaft - Sterneneltern-Gruppen
    Wenn ein Sternenkind geboren wird, fühlen die Eltern sich oft sehr allein mit ihrem scheinbar seltenen Schicksal.Gemeinschaft und Austausch kann gut tun und unterstützen.Deswegen gibt es in einigen Orten und Städten Gruppen, in denen sich Betroffene austauschen können. Ich erzähle über mögliche Bedenken und die viel zahlreicheren Vorteile z.B. einer offenen Gruppe für Sterneneltern.Der verbindliche Termin bietet Zeit für dein Sternenkind und deine Gefühle und Gedanken.Die Teilnahme ist einzeln oder mit Partner oder anderer Begleitung möglich.„Alles kann, nichts muss.“ Du kannst sprechen oder nur zuhören.Du entscheidest, wie viel du von dir mitteilen möchtest.Du stellst fest: „Ich bin nicht allein, ich bin nicht verrückt.“Du kannst dein eigenes Erleben besser einsortieren und lernst neue Möglichkeiten und andere Sichtweisen kennen. So kannst du lernen mit Trauer umzugehen – von praktischen Tipps bis hin zur emotionalen Bewältigung.Du kannst Mut und Hoffnung schöpfen.Hier hat alles Platz: Weinen und lachen und sprechen und schweigen.Trau dich, ehrliche Worte zu finden.Es wird über nichts geurteilt, hier findest du Respekt und Verständnis.Du wirst eigenmächtig aktiv und fängst an, dein Leben wieder selbst zu gestalten.Sprechen und Weinen können dein Herz erleichtern.Du hast hier Zeit, dein eigenes Befinden wahrzunehmen und dich innerlich zu sortieren.Hier ist Raum für Thema Sternenkind und du kannst dich getragen fühlen.Dein Sternenkind darf präsent sein und du kannst Erinnerungen lebendig erhalten.Es können Bekanntschaften und Freundschaften entstehen. Mancherorts gibt es auch Gruppen für trauernde Geschwister, Folgeschwangerschaft, unerfüllten Kinderwunsch etc.Wichtig: Die Gruppe ist kein Ersatz für professionelle Begleitung. Und ich erzähle von meinen Erfahrungen als Teilnehmerin solcher Sterneneltern-Gruppen und, wie es zur Gründung der Sterneneltern-Gruppe in Rotenburg (Wümme) kam, die nun ihr einjähriges Bestehen feiert.
    42 min
  • 010 Kerzen und Kuchen - Geburtstag und Jahrestage eines Sternenkindes
    Der Februar ist mein persönlicher Sternenkind-Trauer-und-Gedenk-Monat.Gleichzeitig ist da mein Ziel: „Jeden Moment genießen!“ Heute spreche ich über mögliche Rituale für den Geburtstag und andere Jahrestage deines Sternenkindes. Ein Sternenkind ist ein Weg mit vielen Stationen: z.B. Schwanger Werden, Schwanger Sein, Diagnose, Kämpfen um das Leben, Geburt, OP, Wochenbett, Beerdigung, errechneter Geburtstermin, Mutterschutz, Start in Alltag und Arbeit, viele persönliche Erlebnisse in der Kommunikation mit anderen…Eine ganze Geschichte, die dich im Herzen prägt und dein weiteres Leben beeinflusst.All diese Ereignisse haben das Potential, besondere Tage zu werden. Jeder trauert anders und hat dabei andere Bedürfnisse: Zeit nehmen, alleine/ gemeinsam, sprechen/ schweigen, Rituale oder nichts… Finde einen Trauerpartner.Frage dich: Welches Ritual kann ich mit wem umsetzen? Wie lange darfst du trauern? Solange du willst! Manche Rituale passen ggf. zu gewissen Phasen im Trauerprozess, andere kannst du beliebig wiederholen.Rituale kannst du jederzeit ändern. (KISS-Methode) Gestalte den Umfang passend zu deinem Leben. Welches Ziel hast du mit einem Ritual?
     Du kannst das Leben feiern, Erfahrungen wertschätzen, zur Ruhe kommen, deinem Sternenkind einen Platz geben uvm.Ein Ritual soll dich emotional unterstützen. Ich nenne nur Ideen.Alles kann, nichts muss. Nichts ist richtig, nichts ist falsch. Du kannst 1 Gedenktag im Jahr festlegen oder mehrere.  Mögliche Rituale für den Geburtstag und andere Jahrestage Der Geburtstag ist für mich ein Tag, um  „das Leben zu feiern“ und dankbar zurückzudenken. Sprechen über das Sternenkind: Namen nennen, Erinnerungen besprechen, aktuelle Gefühle  Geburtstagskuchen backen Geburtstagsdekoration wie für andere Familienmitglieder: Kranz auf Tisch, Luftballons, Girlanden, Blumenstrauß, ... Besuch am Grab („Gärtchen“, „Erdenbettchen“)
    Picknick am GrabGeschenk für das Sternenkind: Blume, Deko, ... Einen Ort besuchen, der rund um die Schwangerschaft bedeutend warWo fühlst du dich wohl? Wo ist der innere Kontakt möglich? Ein schöner AusflugAm Ziel z.B. Blümchen ablegen oder Blütenblätter/ Reis verstreuen, Seifenblasen pustenGegenstand symbolisch für das Sternenkind mit auf ErinnerungsfotosZeichen: Sternenkind ist dabei Blume pflanzen, die in dem Geburtsmonat blühtBaum pflanzen Kerze anzündenFeuer entfachen (bitte sicher gestalten) Etwas kreativ gestalten ohne perfekt-AnspruchEin kleines Schiffchen aus Naturmaterial auf die Reise schicken = Zeichen für LoslassenStein bemalen, Nähen, T-Shirt gestalten, Text schreiben, Lied komponieren, … Singen bzw. musizieren für das SternenkindGeburtstagslied „Viel Glück und viel Segen“ SchreibenDeine Gefühle – egal ob ins Tagebuch oder auf einen Zettel zum VerbrennenBrief ans Sternenkind Erinnerungsstücke (Fotos, Ultraschallbild, Abdrücke, Bilder, Figuren etc.)Platz in deinem zu Hause gestalten für Gedenken – bewusst dort Platz nehmen Fotoalbum gestalten und wieder anschauenZeitreise: Kalender-/ Tagebucheinträge durchlesenKiste mit Erinnerungen aus Versteck holen (Kuscheltier, Kissen, Stein etc.)ErinnerungsschmuckTattoo  Gegenstand streicheln, küssen, auch zur Arbeit bzw. auf Reisen mitnehmenTipp: z.B. Foto oder Ultraschallbild erst digitalisieren und einlaminieren Musik, Film, Podcast Ätherische Öle und Heilsteine Atemübungen, Meditationen, Trommelreisen, Kakaozeremonie Sich etwas Gutes gönnen für Körper, Geist und SeeleMassage, Sauna, …Frühstücksbrunch, Café, …Zeit für seltenes HobbyKonzertDankbarkeitsritual für deinen Körper als das Wunder des LebensMothers Blessingway abwandelnCoachingvorsorglich Termin bei professioneller Begleitung einplanenoffene Gesprächsgruppe z.B. von Sterneneltern-Vereinen (oft monatlich in Präsenz oder online)Gemeinschaftsbeisetzungen wiederholt besuchen Auf „Zeichen“ achten Für Advent und Weihnachten Podcast-Folge 006: Weihnachten mit Sternenkind Welches Datum hat für dich Bedeutung? Was brauchst du an dem Tag für dich? Für Angehörige der Sterneneltern und Mitfühlende:Eine kurze Nachricht an die Sterneneltern schreiben„Wir denken an euch!“ oder „Alles Gute für diesen Tag!“
    45 min
  • 009 Wir sind Eltern
    Sind wir Eltern? Bin ich Mama? Bin ich Papa?
    Nach der Geburt eines Sternenkindes kann das Gefühl entstehen „mit leeren Armen“ da zu stehen.
    Das Kind fehlt. Sind wir jetzt Eltern oder nicht?
    Vielleicht fehlt uns der Mut das zu sagen, weil ohne Kind an der Hand gewisse Erfahrungen fehlen und wir nicht „mitreden“ können über die gewöhnlichen Erfolge und Herausforderungen mit einem Neugeborenen.

    Das Kind wäre das Ziel deiner Liebe. Hier ein nüchterner Vergleich: Du hast ein Auto, mit dem du täglich zur Arbeit fährst. Wenn du den Job kündigst, nicht mehr zur Arbeit fährst, würdest du nicht sagen: ich bin kein Autofahrer mehr.
    Denken wir an Eltern, die ihr Kind später verlieren: nach einigen Jahren… Würden wir dann sagen, sie sind keine Eltern mehr?
    Der Tod holt zwar Menschen aus unserem sichtbaren und greifbaren Leben, aber kann uns nicht unsere Erfahrungen rauben.

    Ein wissenschaftlicher Fakt: fetaler Mikrochimärismus
    Durch die Plazenta versorgt die Mutter ihr Kind im Bauch über das Blut mit Nährstoffen. Auf diesem Weg wandern wissenschaftlich nachgewiesen Zellen der Mutter in den Körpers des Babys, aber auch Zellen des Babys in den Körper der Mutter. So bleiben Mutter und Kind auf DNA-Ebene ein Leben lang verbunden.

    Wann fängt denn das Eltern-Sein an? Emotional schon mit dem Wunsch nach einem Kind.
    Spätestens mit der Zeugung sind wir Eltern! Frau = Mama, Mann = Papa 
    Spätestens ab der Zeugung tragen wir Verantwortung als Eltern.
    Physische Verpflichtungen hören mit einer kleinen Geburt oder stillen Geburt auf, aber die Liebe ist noch da.

    Natürlich möchte man nicht unbedingt jedem Unbekannten als erstes vom Sternenkind erzählen. Aber: Je mehr wir über einen Mitmenschen wissen, desto achtsamer und einfühlsamer können wir auf ihn eingehen.

    Vielleicht sagen wir auch nicht, dass wir Eltern wären, um uns vor unserem Schmerz zu schützen? Um nicht zu spüren, dass uns das Kind fehlt?
    Idee: Worte verbinden wir mit Werten, wir bewerten. Wir könnten das Wort „Eltern“ statt mit Mangel und Schmerz mit Fülle und positiven Gefühlen verbinden.
    Eltern Sein ist ein Geschenk. Schwanger bzw. froher Erwartung gewesen zu sein ist eine Gnade.
    Wenn du es dir zutraust und einen sicheren Rahmen hast (ggf. in Begleitung einer anderen Person), lade ich dich ein, in dieses Wort hinein zu spüren und die damit verbundenen schönen Gefühle wahrzunehmen.
    Leg die Hände auf dein Herz und sage laut: Ich bin Mama. Oder: Ich bin Papa.
    Vielleicht spürst du Liebe und Verbundenheit, Dankbarkeit und Stolz im Herzen?

    Das Schönste am Eltern Sein ist die bedingungslose Liebe. Faszinierend, dass wir jemanden vermissen können, den/die wir gar nicht kannten.

    Um zu realisieren „Wir sind Eltern“, kann es helfen, dem Sternenkind einen Platz im Leben zu geben.
    -        Wenn möglich natürliche Geburt
    -        Name, gesetzliche Regularien zur Eintragung
    -        Sprechen über das Kind und die Erfahrungen 
    -        Zeit nehmen für Trauerprozess
    -        Beerdigung (etwas selbst gestalten)
    -        Rituale: täglich oder an Jahrestagen
    -        zu Hause Bereich schaffen für Erinnerungen
    -        uvm. 

    Euer Kind hat eure Herzen berührt.
    Euer Kind hat etwas bewegt auf dieser Erde.
    Euer Kind ist Teil eurer Lebensgeschichte.
    Euer Kind ist energetisch Teil eurer Familie. Manche Eltern spüren Verbindung im Herzen.

    Gleiches gilt für Tanten und Onkel, Omas und Opas und insbesondere Geschwisterkinder.
    Es ist wertvoll, wenn ihr in der Familie offen über das Sternenkind sprechen könnt.
    Unser „3. erstes Kind“ weiß um seine Sternengeschwister: wir nennen ihre Namen täglich.
    Es ist ganz normal. Der Tod ist nicht schlimm, aber schon „schade“. Und Lukas fragt nach dem „Warum“?

    Ich glaube an spirituelle Philosophien.
    Wir sind eine Seele, die einen Körper annimmt für dieses Leben. Im Vorfeld schmieden wir unseren Lebensplan und treffen Absprachen mit anderen Seelen. In welcher Konstellation wollen wir uns begegnen und welche Erfahrungen wollen wir erleben?
    Kurzgefasst: Mit der Zeugung wird geistig ein Tor geöffnet und die Kinderseele eingeladen.

    Ich erzähle eine Geschichte, die mir geholfen hat, als unser 1. Sternenkind geboren wurde.
    Gott und ein Engel wählen aus, welche Kinderseele zu welchem Elternpaar geschickt wird.
    „Diese Eltern können bis in den Himmel lieben…“

    Ihr habt nicht „nur“ ein Sternenkind.
    Euer Kind hat eure Herzen berührt.
    Euer Kind hat etwas bewegt auf dieser Erde.
    Euer Kind ist Teil eurer Lebensgeschichte.
    Euer Kind ist energetisch Teil eurer Familie.
    Ihr seid Eltern. Du bist Mama. Du bist Papa.
    Darüber dürft ihr euch freuen. Und ihr dürft traurig sein.
    30 min
  • 008 Was passiert im Trauerprozess?
    Heute etwas Theorie zu den Emotionen im Trauerprozess, denn das kann helfen, die eigenen Gefühle und Gedanken einzusortieren. Als unser 1. Sternenkind Laurina 2018 geboren wurde, hab ich mich gefragt, ob ich verrückt werde? So viele Gefühle und Gedanken waren gleichzeitig präsent.Es gibt zahlreiche Trauermodelle, die sich bemühen Aspekte und Aufgaben der Trauer zu benennen.Zwei Modelle möchte ich heute vorstellen. Trauermodell mit 5 Phasen nach Elisabeth Kübler-RossLeugnen – Wut – Verhandeln – Depression – Akzeptanz Integrations- und Trauermodell bei prä- und perinatalem Kindstod nach Birgit RutzBildhafte Darstellung als Blume – Aspekte der Trauer sind BlütenblätterAnerkennen – Integrieren – Fühlen – Verstehen – Die Liebe bleibt – Liebe schenken Trauer dürfen wir als Prozess verstehen.In der Akutphase ist das Leben ist voll mit dem Verlust. Danach entstehen irgendwann wieder mehr Kapazitäten und mehr Raum für anderes.Trauer kommt in Wellen. Für andere sind deine Empfindungen nicht nachvollziehbar, denn niemand fühlt das Gleiche wie du.Am meisten helfen wir uns mit zuhören und da sein. Ein „Ge-fühl“ will gefühlt werden, es heißt nicht „Geh-weg“. Ein Gefühl braucht Beachtung. Das ist der 1. Schritt zur Heilung.Es ist auch interessant zu fragen: Was steckt hinter dem Gefühl? Den Trauerprozess können wir uns als gepflasterten Weg vorstellen: Jedes Gefühl kann ein Stein des Weges sein und ist wichtiger Teil, um uns voran zu bringen.
    20 min
  • 007 Neue Perspektiven finden
    Die Zeit „zwischen den Jahren“ ist eine gute Möglichkeit, das vergangene Jahr zu reflektieren und sich innerlich auf das neue Jahr vorzubereiten.Besonders nach dem Verlust eines Sternenkindes kannst du vieles in deinem Leben überdenken und dich neu ausrichten.Wer bin ich? Was will ich?Sowohl für dich selbst: Was brauche ich? Als auch für die Welt: Was kann ich geben?Vielleicht brauchst du Zeit für dich? Wiedereinstieg in deinen Beruf? Arbeitszeit reduzieren? Oder möchtest etwas anderes neu anfangen? Mehr Zeit für deine Familie und Freunde?Oder kannst du dich in einem Ehrenamt engagieren?Vielleicht setzt du dir ein Ziel á la „nur heute“ oder einmal im Monat… Eine neue Perspektive kannst du auch finden, indem du dein Denken änderst.Kennst du Sätze wie: „Ich bin überfordert“, und: „Das ist unmöglich zu schaffen“?Stattdessen kannst du fragen: „Wie kann ich das schaffen?“ „Was brauche ich?“Das Umdenken kannst du üben: „Im Moment sehe ich noch nicht die Lösung, aber ich finde einen Weg.“Damit orientierst du dich nicht mehr an Grenzen des Problems, sondern legst den Fokus auf Lösungen. Unser Gehirn ist ein wundervolles Werkzeug: Wenn wir die richtigen Fragen stellen, kann es ganz hilfreiche Antworten liefern.Unsere Gefühle in Herz und Körper beeinflussen wir auch mit unserer Aufmerksamkeit.Du kannst wählen, worauf du deinen Fokus setzt. Diese Entscheidung kannst du in jeder Sekunde neu treffen.Ein positives Mindset hilft Herausforderungen zu meistern. Um vom Mangeldenken umzuschalten auf Gedanken der Fülle, hilft es, bewusst in die Dankbarkeit zu gehen.Überlege gerne mal, wofür du in deinem Leben dankbar sein kannst. Nimm gerne mal eine andere Perspektive ein: ändere den Blickwinkel.Sieh dir dein Leben wie ein Theaterstück an. Werde der Regisseur.Oder nimm die „Adlerperspektive“ ein: aus der Distanz von oben kannst du die Situation anders einschätzen und bekommst mehr Weitblick für weitere Optionen.
    31 min
  • 006 Weihnachten mit Sternenkind
    Weihnachten ist das Fest der Familie. Umso mehr kann sich der Verlust einer geliebten Person, besonders deines Sternenkindes bemerkbar machen.
    Möchtest du ein Ritual, um die Lücke zu zeigen oder um Verbindung im Herzen zu schaffen?
    Es gibt kein "Richtig" oder "Falsch"?
    Ein Ritual hat nur so viel Wert, wie du es fühlst. Und Rituale dürfen sich im Laufe der Zeit ändern.
    Vielleicht ist aber deine Zeit auch schon voll mit Weihnachtsritualen und du hast gerade keinen Bedarf an Ritualen für das Sternenkind. Finde einen Weg, der für dich und deine Familie gut ist.
    Hier findest du ein paar Ideen für Rituale:
    Das Grab besuchen und etwas dort ablegen, z.B. einen Zweig von deinem Weihnachtsbaum...
    Baumschmuck und andere Dekorationselemente gestalten... 
    Adventskalender und Adventsgeschichten...
    Wie kannst du das Weihnachtsfest gestalten?
    Möchtest du alleine sein oder in Gesellschaft?
    Triggern dich z.B. bestimmte Lieder?
    Sprich am besten vorher mit anderen über "Exitstrategien".
    Und noch ein Gedanke zu Weihnachten:
    Wir feiern die Geburt Jesu Christi, obwohl wir das dramatische Ende kennen. Und doch konzentrieren wir uns auf das Wunder und die Freude. Vielleicht ist Weihnachten ein guter Anlass, die Freude auch wieder in dein Leben einziehen zu lassen?
    28 min

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