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Viele HealthTech-Startups treten mit einer klaren Vision und großem Veränderungswillen an. Trotzdem gelingt es nur wenigen, ihre Lösung dauerhaft in die Versorgung zu bringen.
Liegt das wirklich an der Technologie oder fehlt es häufig an Verständnis für die Strukturen des Gesundheitssystems?
Darüber sprechen Peter und Matthias in dieser Folge von Rocketing Healthcare mit Dr. Renate Müller, Gründerin und geschäftsführenden Gesellschafterin von tranSektoris – Leadership in Healthcare.
Links zur Episode
Zwischen Veränderungswillen und Systemfähigkeit
Startups wollen bestehende Prozesse neu denken. Gleichzeitig treffen sie auf ein Gesundheitssystem mit gewachsenen Zuständigkeiten, unterschiedlichen Interessen, komplexen Finanzierungswegen und regulatorischen Anforderungen.
Für Renate Müller liegt genau darin eine der größten Herausforderungen: Eine Innovation braucht nicht nur Leidenschaft, sondern auch Anschlussfähigkeit.
Gründerinnen und Gründer müssen verstehen, wie Krankenkassen, Leistungserbringer, Industrie, Regulatorik sowie Patientinnen und Patienten denken und handeln. Erst dann können sie erkennen, an welcher Stelle ihre Lösung tatsächlich in die Versorgung passt.
Die entscheidende Gratwanderung lautet: Wie wird ein Startup systemfähig, ohne dabei seinen Veränderungsanspruch zu verlieren?
Viele Kontakte sind noch kein belastbares Netzwerk
Renate Müller grenzt im Gespräch klassisches Networking deutlich von echter Zusammenarbeit ab.
Ein großes LinkedIn-Netzwerk oder gelegentliche Gespräche bei Veranstaltungen reichen nicht aus. Wertvoll werden Beziehungen erst, wenn Menschen bereit sind, auch unangenehme Wahrheiten auszusprechen, unterschiedliche Interessen auszuhalten und gemeinsam an konkreten Problemen zu arbeiten.
Dabei müssen die Beteiligten nicht in allen Fragen übereinstimmen. Entscheidend ist, ein gemeinsames Ziel zu identifizieren, an dem sie trotz ihrer unterschiedlichen Perspektiven arbeiten können.
Veränderung beginnt im Kleinen
Statt sofort das gesamte Gesundheitssystem verändern zu wollen, empfiehlt Renate Müller einen pragmatischeren Einstieg: einen konkreten Anwendungsfall, eine klar beschriebene Problemstellung und die dafür relevanten Akteure.
An einem solchen Fall lässt sich gemeinsam untersuchen:
So kann Vertrauen Schritt für Schritt entstehen und aus einem ersten Austausch möglicherweise ein gemeinsames Projekt werden.
Das tranSektoris Impact Programm
Mit dem Impact Programm schafft tranSektoris einen geschützten Raum für sektorübergreifendes Lernen und Co-Creation.
In kleinen Gruppen besuchen die Teilnehmenden unterschiedliche Akteure des Gesundheitssystems. Dazu gehören unter anderem Krankenkassen, Leistungserbringer, Industrie und regulatorische Institutionen.
Im Mittelpunkt stehen nicht klassische Vorträge, sondern Einblicke in die Praxis, offene Gespräche und die gemeinsame Arbeit an komplexen Fragestellungen. Die Teilnehmenden sollen nicht nur Wissen aufnehmen, sondern als Mitgestaltende eigene Perspektiven und Erfahrungen einbringen.
Für ausgewählte Personengruppen – darunter auch Start-ups – bietet tranSektoris unter bestimmten Voraussetzungen personengebundene Stipendien an. Besonders relevant ist das Programm für Unternehmen, die bereits näher am Markt sind, ihr Produkt aber noch an Erkenntnisse aus der Versorgung anpassen können.
Aktuelle Teilnahmebedingungen, Termine und Bewerbungsfristen finden sich auf der Website von tranSektoris.
In dieser Folge erfährst du
Key Takeaways
Über die Gästin
Dr. Renate Müller ist Gründerin und geschäftsführende Gesellschafterin von tranSektoris – Leadership in Healthcare. Mit unterschiedlichen Dialog-, Entwicklungs- und Beratungsformaten fördert tranSektoris die sektorübergreifende Zusammenarbeit und bringt Menschen aus verschiedenen Bereichen des Gesundheitssystems zusammen.
Renate Müller studierte Medizin und Geisteswissenschaften. Die Verbindung unterschiedlicher Perspektiven und die Frage, wie daraus konkrete Veränderungen in der Gesundheitsversorgung entstehen können, ziehen sich als roter Faden durch ihre Arbeit.
Noch mehr Rocketing Healthcare?
Dokumentation gehört zum Klinikalltag. Sie kostet aber Zeit und entsteht häufig noch manuell in verschiedenen Systemen. Was wäre, wenn sie stattdessen automatisch während des eigentlichen Arbeitsprozesses erfolgen würde?
In dieser Folge von Rocketing Healthcare spricht Matthias mit Christopher Fromm, Co-Founder und CEO von Medinexify. Das Unternehmen entwickelt eine digitale Lösung für das Medikationsmanagement in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen.
Links aus der Folge
-> Medinexify: https://www.medinexify.ai/
Wenn Dokumentation zum Nebenprodukt wird
Die zentrale Idee hinter Medinexify: Pflegekräfte sollen Medikationsentnahmen nicht nachträglich in einem zusätzlichen System erfassen müssen.
Nach der Anmeldung am Medikamentenschrank können Mitarbeitende einen Patienten auswählen. Eine LED-Anzeige unterstützt bei der Auswahl des vorgesehenen Medikaments, während Sensoren die Entnahme registrieren und automatisch der jeweiligen Person und dem Patienten zuordnen.
So soll aus einem bislang häufig manuellen Vorgang ein nachvollziehbarer digitaler Datenpunkt entstehen.
Vom einzelnen Schrank zum digitalen Medikationsprozess
In vielen Einrichtungen verteilen sich Informationen über Medikamente, Bestände, Temperaturen und Patienten auf unterschiedliche Anwendungen. Manuelle Übertragungen und Medienbrüche erschweren dabei eine durchgängige Sicht auf den Medikationsprozess.
Medinexify möchte diese Informationen in einer webbasierten Plattform zusammenführen. Das langfristige Ziel ist ein digitaler Closed Loop vom Wareneingang über Apotheke und Station bis zum Patientenbett.
Dabei gilt: Die automatische Erfassung einer Entnahme ist ein wichtiger Baustein – aber noch nicht automatisch der vollständige Nachweis der tatsächlichen Verabreichung.
Warum Digitalisierung modular beginnen muss
Christopher betont im Gespräch, dass sich Prozesse nicht nur zwischen verschiedenen Krankenhäusern unterscheiden. Selbst innerhalb einer Einrichtung können einzelne Stationen sehr unterschiedlich arbeiten.
Deshalb setzt Medinexify auf Hospitationen, eine modulare Einführung und offene Schnittstellen zu bestehenden Krankenhausinformations- und ERP-Systemen. Einrichtungen sollen nicht ihre gesamte Infrastruktur auf einmal ersetzen müssen, sondern an dem Punkt beginnen können, an dem der größte praktische Nutzen entsteht.
Auch Schulung und Akzeptanz spielen dabei eine zentrale Rolle: E-Learning-Angebote und ein Train-the-Trainer-Ansatz sollen Beschäftigte frühzeitig in die Einführung einbeziehen.
Hardware und Software als gemeinsames System
Das Geschäftsmodell kombiniert Software-as-a-Service mit Hardware-as-a-Service. Einrichtungen können entweder neue intelligente Medikamentenschränke einsetzen oder vorhandene Schränke mit Sensorik nachrüsten.
Diese Retrofit-Option kann die Einstiegshürde senken und ermöglicht es, bestehende Infrastruktur weiterzuverwenden.
Die nächsten Schritte für Medinexify
Im Gespräch berichtet Christopher von einem funktionsfähigen MVP und ersten Proof-of-Concept-Aktivitäten. Zu den nächsten Schritten gehören die Weiterentwicklung des Produkts, die geplante Patentanmeldung und Gespräche über mögliche Refinanzierungs- und Erstattungsmodelle.
Langfristig möchte sich Medinexify als Plattform für digitales Closed-Loop-Medikamentenmanagement etablieren – zunächst im DACH-Raum und perspektivisch auch in weiteren europäischen Gesundheitssystemen.
Key Takeaways
Über den Gast
Christopher Fromm ist Mitgründer und Geschäftsführer der Medinexify GmbH. Das 2025 gegründete Healthtech-Unternehmen aus Grünwald bei München entwickelt digitale Lösungen für das Medikationsmanagement in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Dabei verbindet Medinexify Sensorik, interoperable Software und KI-gestützte Funktionen.
Noch mehr Rocketing Healthcare?*
Ein Messenger lässt sich intuitiv bedienen. Doch reicht das aus, um ihn erfolgreich in einem der größten Universitätsklinika Europas einzuführen?
Zwei Jahre nach dem ersten Gespräch ist Dr. Phillipp Kurtz, Co-Founder und Geschäftsführer von Famedly, erneut bei Rocketing Healthcare zu Gast. Beim damaligen Interview hatte Famedly gerade als erster Anbieter die Zulassung für einen TI-Messenger erhalten. Seitdem hat sich nicht nur der Markt weiterentwickelt. Auch aus dem Messenger-Start-up ist zunehmend ein Anbieter digitaler Kommunikationsinfrastruktur geworden.
Ein Messenger lässt sich intuitiv bedienen. Doch reicht das aus, um ihn erfolgreich in einem der größten Universitätsklinika Europas einzuführen?
Zwei Jahre nach dem ersten Gespräch ist Dr. Phillipp Kurtz, Co-Founder und Geschäftsführer von Famedly, erneut bei Rocketing Healthcare zu Gast. Beim damaligen Interview hatte Famedly gerade als erster Anbieter die Zulassung für einen TI-Messenger erhalten. Seitdem hat sich nicht nur der Markt weiterentwickelt. Auch aus dem Messenger-Start-up ist zunehmend ein Anbieter digitaler Kommunikationsinfrastruktur geworden.
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Vom sicheren Chat zur Prozessinfrastruktur
Der eigentliche Wert eines TI-Messengers liegt für Phillipp nicht allein im Austausch von Nachrichten. Auf der sicheren und interoperablen Kommunikationsstruktur lassen sich digitale Prozesse aufbauen, die bisher durch Telefonate, Faxe und voneinander getrennte Systeme geprägt waren.
So können beispielsweise Terminvereinbarung, vorbereitende Patienteninformationen, medizinische Rückfragen und die Dokumentation in KIS oder PVS miteinander verbunden werden. Strukturierte Daten und der direkte persönliche Austausch müssen dabei nicht länger als getrennte Welten betrachtet werden.
Auch Krankenkassen spielen bei dieser Entwicklung eine wichtige Rolle. Im Gespräch berichtet Phillipp unter anderem darüber, wie Famedly die Backend-Infrastruktur des GesundheitsMessengers der Techniker Krankenkasse unterstützt.
Was Famedly beim Charité-Rollout gelernt hat
Nach einem mehrjährigen Pilotbetrieb wird der TI-Messenger von Famedly seit Anfang 2026 schrittweise über die Standorte und Fachbereiche der Charité ausgerollt. Perspektivisch können bis zu 16.000 Beschäftigte angebunden werden.
Der Pilot hat gezeigt, dass eine vertraute Oberfläche allein nicht genügt. Große Kliniken benötigen differenzierte Rollen- und Berechtigungskonzepte: Wer darf mit wem kommunizieren? Wer muss in bestimmte Chaträume eingebunden sein? Und wer verwaltet Zugänge und Zuständigkeiten?
Ebenso wichtig ist die organisatorische Einführung. Im privaten Alltag nutzen Menschen Messenger selbstverständlich. Im professionellen Kontext entstehen jedoch Unsicherheiten: Welche Informationen dürfen geteilt werden? Welche Regeln gelten? Und welche Konsequenzen kann eine fehlerhafte Nutzung haben?
Famedly setzt deshalb verstärkt auf strukturierte Rollout-Pläne, Dokumentationen, Key-User-Schulungen und eine enge Begleitung durch das Customer-Success-Team.
Der Markt steht noch am Anfang
Obwohl der TI-Messenger technisch verfügbar ist, sieht Phillipp bei Bekanntheit und tatsächlicher Nutzung weiterhin viel Entwicklungspotenzial. Seine Einschätzung: Der Markt steht aktuell erst bei etwa zwei von zehn möglichen Punkten.
Die entscheidende Aufgabe besteht deshalb nicht allein darin, eine sichere Technologie bereitzustellen. Leistungserbringer, Versicherte und weitere Akteure müssen verstehen, welche konkreten Prozesse damit verbessert werden können.
Vom Gründer zum Manager
Auch Famedly selbst hat sich in den vergangenen zwei Jahren stark verändert. Das Unternehmen hat seinen Vertrieb professionalisiert, das Team vergrößert und die eigene Marktstrategie weiterentwickelt.
Für Phillipp bedeutet dieses Wachstum auch eine neue persönliche Rolle. Führung, Kennzahlen und strategische Entscheidungen nehmen heute deutlich mehr Raum ein als zu Beginn. Gleichzeitig berichtet er, warum operative Sonderthemen weiterhin häufig bei den Gründern landen und welche neuen Herausforderungen mit der Verantwortung für ein wachsendes Unternehmen entstehen.
Darüber hinaus blickt Famedly inzwischen über das Gesundheitswesen hinaus und beschäftigt sich mit sicherer Kommunikation in weiteren Bereichen kritischer Infrastruktur.
Digitale Souveränität braucht europäische Größe
Ein weiterer Schwerpunkt der Folge ist die Frage, wie eine europäische Infrastruktur für sichere digitale Kommunikation entstehen kann.
Für Phillipp bedeutet digitale Souveränität nicht, dass Europa sämtliche Technologien selbst entwickeln muss. Entscheidend ist vielmehr, den gemeinsamen europäischen Markt zu nutzen, um verbindliche Standards, Schnittstellen und Anforderungen durchzusetzen.
Gerade im Gesundheitswesen kann die heutige Fragmentierung dazu führen, dass digitale Lösungen in jedem Land neu entwickelt oder angepasst werden müssen. Gemeinsame europäische Standards könnten deshalb nicht nur den grenzüberschreitenden Datenaustausch verbessern, sondern auch einen attraktiveren Markt für innovative Healthcare-Lösungen schaffen.
Ausblick auf 2028
Bis 2028 hält Phillipp beim TI-Messenger in Deutschland einen Reifegrad von fünf von zehn Punkten für realistisch. Gleichzeitig erwartet er Fortschritte bei europäischen Standards und grenzüberschreitenden Schnittstellen.
Key Takeaways
Über den Gast
Dr. Phillipp Kurtz ist approbierter Arzt, Co-Founder und Geschäftsführer von Famedly. Gemeinsam mit Dr. Niklas Zender gründete er das Unternehmen 2019, um die fragmentierte Kommunikation im Gesundheitswesen zu verbessern. Famedly brachte den ersten von der gematik zugelassenen TI-Messenger auf den Markt und entwickelt eine sichere, interoperable und in bestehende Systeme integrierbare Kommunikationsinfrastruktur.
Veranstaltungshinweis
Famedly und Dr. Phillipp Kurtz sind am 7. und 8. Oktober 2026 beim TI-SUMMIT in der Kongresshalle am Zoo Leipzig vertreten. Phillipp diskutiert dort unter anderem über die Frage, wie KIM und TIM künftig zusammenspielen und eine sektorenübergreifende Kommunikation ermöglichen können.
Noch mehr Rocketing Healthcare?*
Welche Tools helfen beim Aufbau eines Healthtech-Unternehmens? Wie bleibt man über die Entwicklungen in der Pflegebranche informiert? Und welche Netzwerke eröffnen den Zugang zu Kunden, Entscheidern und möglichen Partnern?
In dieser Quicktipp-Folge von Rocketing Healthcare gibt Dr. Fabian Degenhart einen kompakten Einblick in seinen persönlichen Founder-Stack.
Sponsor der Episode:
Daten sichtbar und nutzbar machen
Kundensupport aus der Distanz
Wenn Kunden an unterschiedlichen Standorten betreut werden, sind Remote-Zugriffslösungen wie TeamViewer oder Splashtop besonders hilfreich. Sie ermöglichen den direkten Zugriff auf Kundensysteme, vereinfachen den technischen Support und können unnötige Dienstreisen vermeiden.
Informationsquellen für die Pflegebranche
Um aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Diskussionen in der Pflege zu verfolgen, setzt Fabian insbesondere auf Podcasts und Newsletter. Zu seinen Empfehlungen gehören der Pflege Digital Podcast und PflegeFaktisch Podcast.
Warum lokale Healthcare-Hubs unterschätzt werden
Neben großen Kongressen und Branchenevents empfiehlt Fabian, gezielt nach regionalen Netzwerken zu suchen. Lokale Hubs fördern den persönlichen Austausch und können einen schnellen Zugang zu Entscheidern, potenziellen Kunden und weiteren Unterstützern eröffnen.
Als Wiener Unternehmen nutzt Carechamp unter anderem das Future Health Lab – ein Innovationszentrum, das Akteure aus Gesundheitswesen, Wirtschaft, Wissenschaft, öffentlicher Hand und Zivilgesellschaft zusammenbringt.
Fabians Rat an Healthtech-Gründer
Der Aufbau eines Unternehmens ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Deshalb braucht es aus Fabians Sicht echte Begeisterung für das Problem, eine klare Vision und die Bereitschaft, diese langfristig und konsequent weiterzuentwickeln.
Bei Carechamp war der Plattformgedanke früh der strategische Kern: unterschiedliche Technologien und Systeme so miteinander zu verbinden, dass Pflegekräfte entlastet und die Sicherheit pflegebedürftiger Menschen erhöht werden kann.
Wer noch tiefer in die Entstehung, Technologie und Vision von Carechamp eintauchen möchte, findet die ausführliche Hauptfolge mit Fabian ebenfalls im Rocketing-Healthcare-Feed.
Über den Gast:
Dr. Fabian Degenhart ist COO und Co-Founder von Carechamp. Das Unternehmen entwickelt ein digitales und modulares Pflegeassistenzsystem, das Sensoren, Software und künstliche Intelligenz auf einer Plattform verbindet. Ziel ist es, Pflegekräfte im Arbeitsalltag zu entlasten und die Sicherheit sowie Lebensqualität pflegebedürftiger Menschen zu verbessern.
Links zur Episode:
Noch mehr Rocketing Healthcare?*
Pflegekräfte tragen eine enorme Verantwortung, können aber nicht rund um die Uhr in jedem Zimmer präsent sein. Gleichzeitig beanspruchen Dokumentation, Kontrollgänge und organisatorische Aufgaben einen erheblichen Teil ihres Arbeitsalltags.
Wie kann Technologie hier unterstützen, ohne zusätzliche Komplexität zu erzeugen?
In dieser Folge von Rocketing Healthcare spricht Matthias mit Dr. Fabian Degenhart, COO und Co-Founder von Carechamp. Das österreichische Unternehmen entwickelt ein modulares digitales Pflegeassistenzsystem, das unterschiedliche Sensoren, Rufanlagen, Alarmserver und Pflegedokumentation auf einer Plattform miteinander verbindet.
Werbepartner der Episode:
KEY TAKEAWAYS
Über den Gast der Folge:
Dr. Fabian Degenhart ist COO und Co-Founder von Carechamp. Zuvor verantwortete er als CTO die technische Entwicklung des digitalen Pflegeassistenzsystems.
Vor der Gründung arbeitete er unter anderem mit Sensorik in der Automobilindustrie. Bei Carechamp verbindet er diese technische Erfahrung mit dem Ziel, Pflegekräfte zu entlasten und die Sicherheit von Menschen mit Pflegebedarf zu verbessern.
Links zur Episode:
Noch mehr Rocketing Healthcare?*
Viele Gesundheitsanwendungen sammeln immer mehr Daten. Doch was passiert, wenn schlechte Scores, komplexe Dashboards und ständige Selbstoptimierung Menschen zusätzlich belasten?
In dieser Folge von Rocketing Healthcare spricht Matthias mit Maike Schidler-Augustynak, Gründerin und CEO von Kraftwächter. Ihre zentrale Überzeugung: Gesundheitsdaten entfalten ihren Wert erst dann, wenn Menschen verstehen, was sie für ihren Alltag bedeuten und welcher nächste Schritt für sie gerade machbar ist.
Maike arbeitet seit rund 20 Jahren im Healthcare-Produktmanagement und hat unter anderem Erfahrungen in den Bereichen Frauengesundheit, Pharma und Gesundheitskommunikation gesammelt. Ihre eigene Geschichte mit anhaltender Erschöpfung und einer Autoimmunerkrankung brachte sie schließlich zur Gründung von Kraftwächter.
Im Zentrum ihres Angebots steht eine App, die Menschen dabei unterstützen soll, ihre Energie und persönliche Muster besser zu verstehen. Kurze Check-ins zu Schlaf, Stress, Stimmung und Tagesform werden mit individuellen Impulsen verbunden. Dabei setzt Kraftwächter bewusst auf ein reizreduziertes Design, kleine Schritte und Orientierung statt Leistungslogik.
Maike erklärt, weshalb umfangreiche Gesundheitsdaten und Wearable-Scores gerade bei erschöpften Menschen auch demotivierend wirken können. Statt immer mehr Werte anzuzeigen, möchte sie mit Kraftwächter drei Fragen beantworten: Was ist passiert? Welche Zusammenhänge könnten eine Rolle spielen? Und was könnte jetzt ein sinnvoller nächster Schritt sein?
Außerdem sprechen wir darüber, wo KI in der Gesundheitsversorgung einen echten Mehrwert bieten kann. Maike sieht sie vor allem als Begleitung zwischen Arztterminen oder Coachings: Sie kann dabei helfen, persönliche Muster sichtbar zu machen, Informationen einzuordnen und kleine Impulse in den Alltag zu bringen. Ärzte oder Coaches soll sie ausdrücklich nicht ersetzen.
Ein weiterer Schwerpunkt der Folge ist Maikes Gründungsweg. Mithilfe von Vibe Coding und KI-Tools entwickelte sie innerhalb weniger Monate die App, ein Webportal und die Website von Kraftwächter. Gleichzeitig zeigt ihre Erfahrung, warum gerade im Healthcare-Bereich eine klare Produktvision, fachliche Kompetenz und das Bewusstsein für regulatorische Grenzen unverzichtbar bleiben.
Zum Abschluss geht es um die nächsten Entwicklungsschritte: die weitere Validierung der Datenmodelle, den Aufbau einer Community und die Öffnung des Webportals für Ärzte, Coaches und andere Healthcare Professionals.
LINKS zur Folge:
KEY TAKEAWAYS
Über die Gästin
Maike Schidler-Augustynak ist Gründerin und CEO von Kraftwächter. Zuvor arbeitete sie rund 20 Jahre im Healthcare-Produktmanagement, unter anderem in den Bereichen Pharma und Frauengesundheit. Zusätzlich absolvierte sie eine Ausbildung zum zertifizierten Health Coach im Bereich funktionelle Gesundheit.
Mit Kraftwächter entwickelt sie eine digitale und persönliche Begleitung für Menschen mit anhaltender Erschöpfung. Die Anwendung verbindet kurze Check-ins, die Einordnung individueller Muster und alltagstaugliche Impulse.
Noch mehr Rocketing Healthcare?*
HINWEIS
Die im Podcast besprochenen Inhalte dienen der Information und ersetzen keine medizinische Diagnose oder Behandlung. Bei akuten oder anhaltenden Beschwerden sollte medizinisches Fachpersonal hinzugezogen werden.
Machtmissbrauch, Grenzüberschreitungen und strukturelle Abhängigkeiten gehören zu den schwierigsten Themen im medizinischen Arbeitsalltag. In dieser Sonderepisode sprechen RAin Prof. Dr. Julia Gokel von der Kanzlei LYCK+PÄTZOLD healthcare.recht und Dr. med. Ira Stolll, Ärztin und Gründerin von myScribe, über die aktuellen Vorwürfe von Übergriffen und Machtmissbrauch in der Medizin.
Aus ärztlicher und juristischer Perspektive diskutieren die Gästinnen, warum ausgeprägte Hierarchien in Kliniken dazu führen können, dass junge Ärzt:innen und Medizinstudierende Missstände nicht ansprechen. Ein zentraler Faktor ist die Abhängigkeit von Vorgesetzten: OP-Einteilungen, Dienste, Weiterbildung und beruflicher Aufstieg können von wenigen Personen beeinflusst werden. Dadurch entsteht die Angst, durch Widerspruch oder Beschwerden die eigene Karriere zu gefährden.
Links zur Episode:
Julia auf Linkedin -> https://www.linkedin.com/in/prof-dr-julia-gokel-ll-m-28a310125/
Webseite Lyck+Pätzold healthcare.recht -> https://www.medizinanwaelte.de
Blog -> https://medizinrecht-blog.de
Ira auf Linkedin -> https://www.linkedin.com/in/dr-med-ira-stoll
Webseite von myScribe -> https://www.myscribe.de/
Tipps aus der Folge:
Noch mehr Rocketing Healthcare?
In dieser Quick-Tip-Folge des Rocketing Healthcare Podcasts spricht Constanze Büchner, Founderin und CEO von CrewLinQ, über praktische Tipps und Erfahrungen für Gründerinnen und Gründer im Healthcare- und Pflegebereich.
Neben ihrer Rolle als CEO engagiert sich Constanze als Landessprecherin für Brandenburg beim Startup-Verband sowie als Vorständin von Care for Innovation. Der Verein richtet sich an Startups, die digitale Lösungen für die Pflege entwickeln, und bietet ihnen insbesondere Sichtbarkeit und Möglichkeiten zum Austausch. Gleichzeitig können Pflegeeinrichtungen über das Netzwerk Lösungen für konkrete Herausforderungen und Pain Points kennenlernen.
Sponsor der Episode:
Links zur Folge:
Webseite von CrewLinQ -> https://www.crewlinq.com
Tipps aus der Episode
Noch mehr Rocketing Healthcare?*
Wie lassen sich kurzfristige Personalausfälle in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen schneller und mit weniger Belastung für die Beschäftigten auffangen?
In dieser Episode des Rocketing Healthcare Podcasts spricht Constanze Büchner, Gründerin und CEO von CrewLinQ, über ihren ungewöhnlichen Weg vom Operngesang und Kulturmanagement in die Healthcare- und Startup-Welt. Die Idee für CrewLinQ entstand aus ihrer persönlichen Beobachtung, wie eine befreundete Krankenpflegerin regelmäßig zum Einspringen aufgefordert wurde und schließlich in ein Burnout geriet. Für Constanze Büchner wurde dadurch ein strukturelles Problem in der Personaleinsatzplanung sichtbar.
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Webseite von CrewLinQ -> https://www.crewlinq.com
Tipps aus der Episode
Noch mehr Rocketing Healthcare?*
Wie können Gründerinnen und Gründer leistungsfähig bleiben, ohne die eigene Gesundheit aus dem Blick zu verlieren? In dieser Quick-Win-Episode spricht goodscare-Gründerin und CEO Janneke Lupp über die Routinen, Werkzeuge und Denkweisen, die sie in ihrem unternehmerischen Alltag unterstützen.
goodscare entwickelt ein Point-of-Care-Diagnostikgerät als B2B-Lösung. Das Minilabor soll Blutwerte und Biomarker innerhalb von Sekunden digital für Endkonsumentinnen und Endkonsumenten verfügbar machen.
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Tipps aus der Episode
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