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Sachgrundaktivismus feiert Jubiläum! 50 Folgen, fast 3 Staffeln und zahlreiche interessante Gespräche mit Wissenschaftler*innen aus den unterschiedlichsten Fachbereichen. Als hätte das Forschungsministerium es geahnt, hat das BMFTR am 28. Juli ein Pressestatement veröffentlicht, in dem der aktuelle Vorschlag (aka Referentenentwurf) des WissZeitVG nun offiziell in den Ring (aka das Gesetzgebungsverfahren) entlassen wird. Meine heutige Gästin Kristin Eichhorn und ich sind natürlich vorbereitet und haben uns bereits vor einigen Wochen mit diesem Entwurf beschäftigt. Wenn ihr also inzwischen verständlicherweise nicht mehr durchblickt oder nochmal kompakt zusammengefasst bekommen wollt, was diese Reform - würde sie so durchkommen - für die Wissenschaft bedeutet, dann seid ihr hier genau richtig!
Aber wir belassen es nicht bei politischer Bürokratie und verstaubten Verstopfungsargumenten. Denn es sind nicht nur 50 Folgen Sachgrundaktivismus, sondern auch 5 Jahre #IchBinHanna. Das nehme ich zum Anlass, mit Kristin über Wissenschaftsaktivismus zu sprechen. Welche Erfolge kann #IchBinHanna vorweisen - und welche Niederschläge? Wieso kommt es vermehrt zu Frust gegenüber der aktivistischen Form von #IchBinHanna? Müssen wir radikaler werden?
All das und vieles mehr diskutieren wir in der 50. Jubiläumsfolge Sachgrundaktivismus! Viel Spaß beim Hören!
Hier findet ihr Kristin Eichhorn:
Website Uni: https://www.ilw.uni-stuttgart.de/institut/team/Eichhorn/
Website #IchBinHanna: https://ichbinhanna.wordpress.com/
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Vielen Dank an die großartigen Aktivistinnen Kristin und Jennifer, die meine Wissenschaftskommunikation unterstützen!
Systemische Kritik und individuelle Betroffenheit auszutarieren, ist im Kontext von #IchBinHanna wahrlich nicht immer leicht. Ab wann schaden wir dem gemeinsamen Ziel damit, dass wir über unsere Überstunden sprechen? Müssen wir aushalten, dass unsere Geschichten von anderen problematisiert werden? Ab wann überschattet Systemkritik die Menschen dahinter?
In dieser Folge von Sachgrundaktivismus stelle ich Fragen. Denn Antworten - die habe ich noch nicht gefunden. Versteht diese Folge nicht als Bezug zu aktuellen Diskussionen, insbesondere nicht auf Social Media, vielmehr beschäftige ich mich mit Themen, die mich schon ziemlich lange umtreiben. Falls ihr Fragen oder vielleicht sogar Antworten habt, schreibt sie mir gern! Und jetzt: viel Spaß beim Hören!
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2026 - und es wandeln Faschisten auf deutschen Campussen. Ja, richtig gelesen: mit dem Hype der LLMs (Large Language Models), allen voran ChatGPT und Claude, lassen wir Technologien von rechtsextremen Akteuren (bewusst männliche Form) in unsere Vorlesungssäle und Seminarräume, in unsere Köpfe und Diskussionen. Elon Musk und Sam Altman - sie wissen jetzt, welchen Aufsatz du zuletzt publiziert hast und nutzen diesen für das Training ihrer neusten KI-Modelle. Millionen, wenn nicht sogar Milliarden, an Steuergeldern fließen in KI-Förderprojekte und Universitäten berufen "KI-Professuren", um in der Forschungslandschaft nicht unterzugehen. Aber ist das alles wirklich so sinnvoll? Müssen wir da "mithalten" oder besiegeln wir unseren akademischen Ruin? Darüber und über viele weitere Fragen spreche ich in dieser Folge mit meiner Kollegin Sabrina Mittermeier. Viel Spaß beim Hören!
Hier findet ihr Sabrina:
Uni-Homepage: https://www.uni-kassel.de/fb05/fachgruppen-und-institute/geschichte/fachgebiete/geschichte-grossbritanniens-und-nordamerikas/team/dr-sabrina-mittermeier.html
Linktree: https://linktr.ee/sabrinamittermeier
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Die ZEIT hat die NSDAP-Mitgliedskarten bereitgestellt und es gibt ordentlich Wirbel darum aus der Wissenschaftscommunity. Neben zahlreichen Einordnungen wird Kritik laut an der Machart, der (Unter-)Komplexität sowie der (Un-)Sichtbarmachung der zugrundeliegenden Archivarbeit. Ich möchte, basierend auf der Datenbank, in dieser Folge über den Wert und Nutzen von WissKomm sprechen und darüber, wieso ich die ZEIT-Datenbank trotz aller Kritik für wertvoll halte. Viel Spaß beim hören!
Zum Buch von Susanne Siegert: https://shop.autorenwelt.de/products/gedenken-neu-denken-von-susanne-siegert?
Zum Bundesarchiv: https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/personen-und-familienforschung/personenbezogene-unterlagen-militaerischer-herkunft/#c51243
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Das Mittelalter gilt allgemein als altertümlich, patriarchal, gewalttätig und - längst vergangen. Auch ich bin mit dieser Kombination an Vorurteilen ins Studium gegangen und musste schnell feststellen, dass diese Epoche doch deutlich bunter (und ja, auch friedvoller) gewesen ist, als ich es aus Filmen oder Computerspielen kannte. Heute versuche ich, als Teil der mediävistischen Fachdisziplin, Studierende für das Mittelalter zu begeistern und vor allem klarzumachen, was wir noch heute aus dieser vermeintlich längst “überholten” Zeit lernen können.
Umso mehr freut es mich, in dieser Folge mit Sebastian Kubon sprechen zu können. Sebastian ist Mittelalterhistoriker und derzeit KI-Referent am Historischen Institut der LMU München. Sein Fokus liegt unter anderem auf der Verzerrung des Mittelalterbilds von Seiten rechter bis rechtsextremer Bewegungen. Wir sprechen in dieser Folge darüber, wieso der immer noch stark eurozentristische Blick unserer Fachbereiche problematisch ist, welche Motive sich Burschenschaften aus Literatur und Historie zunutze machen und inwiefern das Mittelalter bspw. bei Attentaten des 21. Jahrhunderts eine Rolle spielt. Ihr seht: so “vergangen” klingt das auf einmal gar nicht mehr…
Viel Spaß beim Hören!
Hier findet ihr Sebastian:
https://www.geschichte.uni-muenchen.de/personen/geschaeftsstelle/kubon/index.html
https://www.linkedin.com/in/dr-sebastian-kubon-34aaa0192/
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Anna hat es geschafft - zumindest, wenn man der Logik eines Wissenschaftssystems folgt, das auch im Jahr 2026 noch alles daran setzt, die Habilitation als glorreichen Endpunkt einer akademischen Karriere zu vermarkten. Aber lohnen sich die Entbehrungen, beruflich wie persönlich, am Ende wirklich? Wie sieht die Arbeit einer Professorin tatsächlich aus? Anna Neumaier, RUB-Kollegin und frisch berufene Professorin für Religionswissenschaft, nimmt mich und euch mit in ihren Alltag. Wir sprechen über ihre Forschung irgendwo zwischen TradWifes und nationalsozialistischer Vereinnahmung von Religion und darüber, wie die Ausstiegsplanung aus der Wissenschaft letztendlich doch zur Lebenszeitprofessur geführt hat. Viel Spaß beim Hören!
Hier findet ihr Anna:
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Die Universität Leipzig hat, als eine von vielen, Einsparungen im Personalbereich angekündigt. Davon betroffen sind unter anderem zahlreiche Promovierende. Die aktuellen Entwicklungen werfen die Frage auf, wie es eigentlich um die akademische Zukunft steht. Lohnt sich eine Promotion überhaupt noch? Anhand meiner eigenen Geschichte versuche ich, mich dieser Frage zu nähern, denn eine universelle Antwort kann ich - und das kann ich schonmal spoilern - nicht geben. Viel Spaß beim Hören!
Artikel zu den Einsparungen in Leipzig:
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Über den Einsatz von LLMs in Forschung und Lehre wird seit Jahren hitzig diskutiert. Spätestens seit Musks Übernahme von X und Metas Annäherung an Trumps Politik, hat sich die Debatte noch einmal zugespitzt: welche Verantwortung haben Wissenschaftler*innen? Wie muss Studium im Jahr 2026 aussehen? Und können wir es mit unserem akademischen Beruf vereinbaren, unsere Daten an KI-Bots weiterzugeben? Über all diese Fragen möchte ich - natürlich nur aus persönlicher Perspektive - sprechen. Dabei lege ich den Fokus konkret auf die zunehmende Rechtsgerichtetheit von Chatbots und die daraus resultierende Beeinflussung durch Algorithmen. Viel Spaß beim Hören!
Alle in der Folge verwendeten Quellen:
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Nach der Promotion zu habilitieren, ist für viele Wissenschaftler*innen lange völlig normal gewesen - auch, weil die Professur eine der wenigen unbefristeten Stellen in der Wissenschaft ist. #IchBinHanna hat da einiges verändert und doch erhalte ich immer noch überraschte Reaktionen, wenn ich darüber spreche, dass ich für mich eine Habilitation ausschließe. Deshalb möchte ich in dieser Folge meine Gründe dafür erklären und mit euch gemeinsam über vermeintliche Selbstverständlichkeiten in der Wissenschaft nachdenken. Viel Spaß beim Hören!
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Wenn wir über das WissZeitVG sprechen, stehen Dauerstellen (neben der Professur) im Vordergrund der Debatte. Unbestreitbar ist, dass eine strukturelle Entfristungs-Offensive unerlässlich ist - und doch stellt sich immer wieder die Frage, wie diese Stellenmodelle aussehen sollten. Denn Entfristung allein ist nicht die Lösung…oder? Über diese und viele weitere Punkte spreche ich in dieser Folge mit Verena Minow, (englische) Sprachwissenschaftlerin an der Ruhr-Universität und damit ehemalige Büro-Nachbarin von mir. Als Studienrätin im Hochschuldienst hat sie eine der wenigen unbefristeten Stellen inne und verbringt den Großteil ihrer Arbeitswoche mit grundständiger Lehre. Als verbeamtete Wissenschaftlerin sind die Vorteile ihrer Stelle unbestreitbar, doch ich wollte von ihr mehr über das ganze Bild wissen: was sind die Schattenseiten und die besonderen Belastungen einer solchen (Hochdeputats-)Stelle? Und was müsste sich ändern, damit diese Stellenmodelle in der Breite funktionieren?
Viel Spaß beim Hören!
Hier findet ihr Verena:
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