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Immer häufiger begegnen einem Angebote für sogenannte Psychedelic Retreats. Gleichzeitig berichten Medien über vielversprechende Forschung zur substanzgestützten Psychotherapie, und viele Menschen schildern persönliche Erfahrungen mit psychoaktiven Substanzen zur Bewältigung psychischer Belastungen oder zur persönlichen Weiterentwicklung.
Doch wo liegen die Unterschiede zwischen Retreats, Selbstmedikation und einer medizinisch begleiteten Therapie? Welche Chancen zeigen aktuelle Forschungsergebnisse – und wo beginnen die Risiken?
Gemeinsam ordnen wir die aktuellen Entwicklungen wissenschaftlich ein und sprechen darüber, weshalb professionelle Begleitung, eine sorgfältige Vorbereitung und eine strukturierte Integration der Erfahrungen entscheidende Bestandteile eines verantwortungsvollen Umgangs sein können.
Dr. med. Andrea Jungaberle ist ärztliche Psychotherapeutin sowie Fachärztin für Anästhesiologie und Notfallmedizin. Sie ist Mitgründerin der MIND Foundation und Chefärztin der OVID Clinic Berlin. Seit vielen Jahren beschäftigt sie sich mit der therapeutischen Nutzung veränderter Bewusstseinszustände und begleitet Forschung sowie klinische Anwendungen im Bereich der substanzgestützten Psychotherapie.
OVID Clinic Berlin
MIND Foundation
EPISODE-Studie (Psilocybin bei Depressionen)
Immer mehr kommerzielle Anbieter werben mit Retreats, bei denen psychoaktive Substanzen zur Persönlichkeitsentwicklung oder zur Bewältigung psychischer Belastungen eingesetzt werden. Doch nicht jedes Angebot erfüllt medizinische oder therapeutische Qualitätsstandards.
Im Podcast sprechen wir unter anderem darüber:
Manche Menschen berichten, dass ihnen psychoaktive Substanzen kurzfristig helfen, besser mit Stress, Ängsten oder depressiven Verstimmungen umzugehen. Genau hier beginnt jedoch häufig der Übergang zur Selbstmedikation.
Wir sprechen darüber:
Die Forschung zur substanzgestützten Psychotherapie hat in den vergangenen Jahren große Fortschritte gemacht. Doch wie läuft eine solche Behandlung tatsächlich ab?
Im Gespräch erfahrt ihr unter anderem:
Die Partyszene wird zunehmend vielfältiger – auch hinsichtlich des Alters ihrer Besucherinnen und Besucher. Viele Menschen konsumieren auch mit 40, 50 oder 60 Jahren noch Alkohol oder andere psychoaktive Substanzen, sei es auf Festivals, in Clubs oder bei privaten Feiern. Gleichzeitig verändern sich mit zunehmendem Alter Körper, Alltag und häufig auch die Motive für den Konsum.
Im zweiten Teil unseres Formats „Infos vom Infostand“ spricht Manuel darüber, welche Auswirkungen das Älterwerden auf den Konsum psychoaktiver Substanzen haben kann. Dabei geht es um körperliche Veränderungen, mögliche Wechselwirkungen mit Medikamenten und Vorerkrankungen sowie um die Frage, woran sich erkennen lässt, wenn aus gelegentlichem Konsum ein problematisches Konsummuster wird.
Wenn ihr euch beim Thema Konsum unsicher fühlt oder professionelle Unterstützung möchtet, nutzt unsere kostenlose und anonyme Onlineberatung:
Abonniert unseren Podcast und teilt ihn mit Freunden!
Habt Ihr bestimmte Themen-Wünsche, die Euch besonders interessieren? Für Feedback, Fragen und Anregungen schreibt uns gerne unter der Mail-Adresse: [email protected]
Wichtiger Hinweis:
Die Inhalte dieses Podcasts stellen keine Anleitung zum Substanzkonsum dar und sollen nicht zum Konsum motivieren. Sie dienen der Information, der wissenschaftlichen Einordnung und der Selbstreflexion sowie der Förderung eines möglichst risikoarmen Umgangs mit psychoaktiven Substanzen.
Die folgenden Inhalte sollen nicht als Anleitung zum Drogenkonsum verstanden werden oder motivieren. Sie sollen euch zur Selbstreflexion anregen und dienen zur Informationsgewinnung und Weitergabe.
Ja, liebe Hörerinnen und Hörer, herzlich willkommen zu einem neuen Mindzone Podcast mit dem Namen Sauber drauf. Schön, dass ihr eingeschaltet habt und an dem Thema interessiert seid.
In dieser Folge spreche ich mit Frau Dr. Andrea Jungaberle über psychedelika gestützte Therapie.
Hallo Andrea, schön, dass du da bist. Danke für deine Zeit.
Andrea, du bist ärztliche Psychotherapeutin und Fachärztin für Anästhesie und Notfallmedizin. Du bist Mitbegründerin der Mind Foundation und bist Chefärztin der klinischen Partnerorganisation, die Ovid Klinik Berlin.
Der Beitrag Psychedelika und Therapie: Interview mit Dr. med. Andrea Jungaberle – sauberdrauf! Folge 23 – der Mindzone-Podcast erschien zuerst auf sauber drauf! mindzone.info.
In der 22. Folge des MINDZONE-Podcasts „sauberdrauf!“ befassen wir uns mit dem Thema „Cannabis und Psychosen“. Zu Gast sind Dr. med. Sophie Greiner und Ayla Fickler, die gemeinsam im Präventions- und Behandlungsprojekt CaP in Augsburg arbeiten.
Cannabis ist – gerade seit der Teillegalisierung – eine der am häufigsten konsumierten Substanzen unter jungen Menschen. Neben als angenehm empfundenen Wirkungen, kann der Konsum jedoch auch mit ernsthaften Risiken verbunden sein. Eine Cannabis-induzierte Psychose zählt dabei zu den schwerwiegendsten möglichen Folgen.
Doch was genau ist eine Psychose eigentlich? Wie unterscheidet sie sich von Angstzuständen, Panikattacken oder sogenannten „Bad Trips“? Und welche Rolle spielen THC-Gehalt, Konsummuster und individuelle Risikofaktoren? Diesen Fragen gehen wir im Gespräch praxisnah und verständlich nach.
Dr. med. Sophie-Kathrin Greiner ist Oberärztin an der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik der Bezirkskliniken Schwaben am Standort BKH Augsburg.
Ayla Fickler ist Sozialarbeiterin bei Condrobs in Augsburg.
CaP ist ein spezialisiertes Präventions- und Unterstützungsangebot für junge Menschen (18 -30 Jahre ) mit Cannabiskonsum und psychotischem Erleben sowie deren Angehörige.
Jeden Dienstag telefonisch zwischen 10-11 Uhr unter Tel.: 0821-4803138 oder per Mail: [email protected]
Bei akuten psychischen Krisen oder dem Verdacht auf eine drogeninduzierte Psychose gibt es rund um die Uhr Unterstützung beim Krisendienste Bayern:
https://www.krisendienste.bayern
Alternativ könnt ihr euch auch an eine Suchtberatungsstelle oder ein Krankenhaus in eurer Nähe wenden.
In dieser Podcast-Folge sprechen wir mit Alexa direkt vom Mindzone-Infostand über eine Frage, die viele junge Menschen beschäftigt: Ab wann ist Substanzkonsum noch „im Rahmen“ – und wann sollte man genauer hinschauen?
Viele junge Menschen konsumieren auf Partys Alkohol oder andere Substanzen. Der Übergang von gelegentlichem Feiern hin zu problematischem Konsum ist dabei oft fließend. Dieses Gespräch soll helfen, den eigenen Konsum besser einzuordnen, Warnsignale zu erkennen und zu wissen, welche ersten Schritte bei Problemen entlasten können.
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Wichtiger Hinweis:
Die folgenden Inhalte sollen nicht als Anleitung zum Drogenkonsum verstanden werden oder motivieren.
Der Beitrag Cannabis und Psychosen: Interview mit Dr. med. Sophie Greiner u. Ayla Fickler – sauberdrauf! Folge 22 – der Mindzone-Podcast erschien zuerst auf sauber drauf! mindzone.info.
In der 21. Folge des MINDZONE-Podcasts „sauberdrauf!“ ist Dipl. Psychologin Esther Neumeier – Projektleiterin des Forschungsprojekts NEWS – zu Gast. Nach einer kurzen Vorstellung ihrer Person geht es um die Entstehung des Projekts, die wissenschaftlichen Grundlagen sowie um die Frage, warum ein solches System für Prävention, Fachpraxis und Politik unverzichtbar ist.
Weiter beleuchten wir die Erfolge des Projekts, ethische Grundsätze bei der Erhebung wissenschaftlicher Daten und erörtern ganz allgemein den Unterschied von wissenschaftlich erhobenen Daten zu Alltagsbeobachtungen.
In der aktuellen Folge erklärt Mindzone-Peer Jan, was unter Cannabis-Edibles zu verstehen ist, warum sie aktuell wieder stark im Umlauf sind und weshalb es dabei besonders häufig zu Überdosierungen kommt. Wir sprechen über Wirkungsweisen, Risiken und rechtliche Grauzonen. Zudem ordnen wir ein, warum Edibles besondere Herausforderungen für einen reflektierten und risikoarmen Konsum mit sich bringen.
Disclaimer: Die folgenden Inhalte sollen nicht als Anleitung zum Drogenkonsum verstanden werden oder motivieren. Sie sollen euch zur Selbstreflexion anregen und dient zur Informationsgewinnung und Weitergabe.
Liebe Hörerinnen und Hörer, herzlich willkommen zur neuen Podcastfolge des Mein Zorn Podcast Sauber drauf. Jetzt sind wir schon bei Folge 21 angekommen. Euch erwartet wieder eine informative Folge zu Party Drogen und Konsum. Heute habe ich zu Gast Esther Neumayer vom Institut für Therapie Forschung München. Sie leitet die Drogen Beobachtungsstelle der Deutschen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht und ist Projektleitung vom Forschungsprojekt News – Das National Early Warning System.
Herzlich willkommen.
Esther
Schön, dass du da bist und dir Zeit genommen hast. Ich freue mich sehr auf das Gespräch. Im zweiten Teil der Folge erwartet euch wie immer die Infos vom Infostand. Dieses Mal mit Jan und wir werden über das Thema Cannabis Tablets sprechen, weil wir einfach gemerkt haben, dass da ja teilweise noch ein gewisser Aufklärungsbedarf besteht. Wenn euch das Ganze hier gefällt, dann lasst gerne ein Like da.
Sagt euren Freundinnen und Freundinnen Bescheid, dass der Podcast cool ist. Wir freuen uns immer über neue Zuhörende. Und ihr könnt das ganze auch auf Spotify, Apple Music usw anhören. Die Kontaktdaten von Esther findet ihr in der Videobeschreibung und nun steigen, wenn die Folge ein ist. Erzähl uns doch etwas über das News Projekt. Darum soll es heute gehen.
Esther
Esther
Esther
Neue psychiatrische Stoffe.
Esther
Und seit wann machst du das Ganze?
Esther
Esther
Esther
Genau so wie uns.
Esther
Esther
Ja genau, das News Projekt ist ja angebunden ans Institut für Therapie Forschung und da gibt es schon seit 2012 eine Kooperation mit mein Sohn. Wo es dann immer so einen Fragebogen gab, haben wir händisch dann am Infostand ausgeteilt haben und die die Stand Besuchenden konnten quasi ihren Konsum reflektieren und im Gegenzug haben wir quasi Informationen über Ja, was wird in München konsumiert bekommen?
Und das war für uns extrem wertvoll, weil es da einfach sonst nicht so viele Zahlen gab. Genau zu dieser Partyszene und da, wo wir eben sind und wir sind ja Sozialarbeiter und versuchen immer auch nach wissenschaftlichen Standards uns zu orientieren. Aber wenn es keine gibt, dann ist es schwierig. Und deswegen war diese Kooperation so extrem wertvoll, dass es halt überhaupt mal zahlen gab.
Und es ist auch einfach ein Riesenaufwand, solche Zahlen zu erheben und diese Fragebögen wissenschaftlich zu erstellen und auszuwerten. Und so weiter und so fort. Und deswegen waren wir da sehr. Oder sind immer noch sehr dankbar, dass wir da mit euch kooperieren können. Ja, wir auch. Genau. Und und wir wissen jetzt das News Projekt gibt es noch nicht so lang seit 2021.
Wie ist denn da deine Rolle zu verstehen?
Esther
Öffentlichkeitsarbeit.
Esther
Ja, das ist ja schon eine spezielle Arbeit. So was motiviert dich denn am meisten, diese Arbeit zu machen?
Esther
Disclaimer
Liebe Hörerinnen und Hörer, herzlich willkommen zur neuen Podcastfolge des Mein Zorn Podcast Sauber drauf. Jetzt sind wir schon bei Folge 21 angekommen. Euch erwartet wieder eine informative Folge zu Party, Drogen und Konsum. Heute habe ich zu Gast Esther Neumayer vom Institut für Therapie Forschung München. Sie leitet die Drogen Beobachtungsstelle der Deutschen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht und ist Projektleitung vom Forschungsprojekt News Das National Early Warning System.
Herzlich willkommen.
Esther
Schön, dass du da bist und der Zeit genommen hast. Ich freue mich sehr auf das Gespräch. Im zweiten Teil der Folge erwartet euch wie immer die Infos vom Infostand. Dieses Mal mit Jan und wir werden über das Thema Cannabis Tablets sprechen, weil wir einfach gemerkt haben, dass da ja teilweise noch ein gewisser Aufklärungsbedarf besteht. Wenn euch das Ganze hier gefällt, dann lasst gerne ein Like da.
Sagt deinen Freundinnen und Freundinnen Bescheid, dass der Podcast cool ist. Wir freuen uns immer über neue Zuhörende. Und ihr könnt das ganze auch auf Spotify, Apple Music usw anhören. Die Kontaktdaten von Esther findet ihr in der Videobeschreibung und nun steigen, wenn die Folge ein ist. Da erzähl uns doch erst mal etwas über das News Projekt. Darum soll es heute gehen.
Esther
Esther
Esther
Neue psychoaktive Stoffe.
Esther
Und seit wann machst du das ganze?
Esther
Esther
Esther
Genau so wie uns.
Esther
Esther
Ja genau, das News Projekt ist ja angebunden ans Institut für Therapie Forschung und da gibt es schon seit 2012 eine Kooperation mit meinem Sohn. Wo es dann immer so einen Fragebogen gab, hatten wir händisch dann am Infostand ausgeteilt haben und die die Stand Besuchenden konnten quasi ihren Konsum reflektieren und im Gegenzug haben wir quasi Informationen über Ja, was wird in München konsumiert bekommen?
Und das war für uns extrem wertvoll, weil es da einfach sonst nicht so viele Zahlen gab. Genau zu dieser Partyszene und da, wo wir eben sind und wir sind ja Sozialarbeiter und versuchen immer auch nach wissenschaftlichen Standards uns zu orientieren. Aber wenn es keine gibt, dann ist es schwierig. Und deswegen war diese Kooperation so extrem wertvoll, dass es halt überhaupt mal Zahlen gab.
Und es ist auch einfach ein Riesenaufwand, solche Zahlen zu erheben und diese Fragebögen wissenschaftlich zu erstellen und auszuwerten. Und so weiter und so fort. Und deswegen waren wir da sehr. Oder sind immer noch sehr dankbar, dass wir da mit euch kooperieren können. Ja, wir auch. Genau. Und und wir wissen jetzt das News Projekt gibt es noch nicht so lang seit 2021.
Wie ist denn da deine Rolle zu verstehen?
Esther
Öffentlichkeitsarbeit.
Esther
Ja, das ist ja schon eine spezielle Arbeit. So was motiviert dich denn am meisten, diese Arbeit zu machen?
Esther
Esther
Esther
Auch mal bitte, warum wir jetzt gerade so ein schnelleres System brauchen.
Esther
Esther
Esther
Esther
Wie erfahren denn jetzt die Interessierten von den Ergebnissen? Du hast vorhin schon angeschnitten, dass das wir kooperieren. Genau.
Esther
Esther
Esther
Esther
Das ist schon mal auch eine Aussage. Die Transporter, das sind quasi Expertinnen, Befragungen, also Gruppen, wo es dann um ein bestimmtes Thema geht, zum Beispiel Lachgas. Verbreitung in Deutschland. Und dann werden aus verschiedenen Bundesländern Expertinnen befragt, die dann dazu was sagen und was werdet ihr dann aus? Und es eine Möglichkeit wissenschaftlich Daten zu erheben?
Esther
Esther
Ja, und da kombiniert ihr dann verschiedene Möglichkeiten, Daten zu erheben. Also qualitativ bedeutet ja, ich habe Expertinnen, Interviews, also Gespräche sozusagen bekommen da meine Daten. Und quantitativ bedeutet dann ich mach ja Befragungen mit einfach einer Zielgruppe, mit verschiedenen Personen und möglichst möglichst hohe Genauigkeit.
Esther
Möglichst viele Personen. Genau. Und so setzt sich das Ganze dann zusammen.
Esther
Esther
Esther
Die Leute befragen, die auch wirklich Kontakte zu haben und die das konsumieren. Welche Zielgruppe ist das?
Esther
Esther
Esther
Da müsst ihr auf jeden Fall auf ein Netzwerk zurückgreifen.
Esther
Esther
Esther
Esther
Das klingt auf jeden Fall nach einer vielfältigen und abwechslungsreiche Arbeit. Aber jetzt möchte ich mal noch ganz kurz einsteigen in wissenschaftliche Arbeit, weil das ist ja schon euer Kern und es zeichnet euch auch aus, dass diese Daten, die ihr erhebt, auch wirklich belastbar sind und dass die auch nach gewissen Standards erhoben werden. Was unterscheidet denn jetzt wissenschaftlich erhobene Daten von Alltagsbeobachtungen?
Esther
Esther
Esther
Esther
Und ihr seid auch dafür da, um der Politik ja Handlungsempfehlungen zu geben, Teilweise. Oder werdet herangezogen.
Esther
Esther
Evidenz, ganz kurz.
Esther
Esther
Esther
Hersteller wie Wie wird denn jetzt definiert, welche Richtlinien so eine wissenschaftliche Erhebung folgen muss, damit das Ganze ja ethisch korrekt abläuft? Dass alle freiwillig dabei sind? Genau.
Esther
Esther
Esther
Esther
Braucht man eine Rechtsberatung? Wahrscheinlich auch.
Esther
Esther
Esther
Esther
Esther
Na ja, okay, also die Leute haben immer die Autonomie, über ihre Daten selbst zu entscheiden.
Esther
Esther
Okay, danke. Um diesen Faden jetzt hier mal weiter aufrechtzuerhalten. Nennt uns doch mal bitte noch die verschiedenen Puzzleteile der Methodiken von Datenerhebung, die ihr beim News Project benutzt.
Esther
Esther
Esther
Esther
Esther
Esther
Okay, das ist ja dann sehr vielfältig. Auch wieder.
Esther
Esther
Ja, es kommen ja jedes Jahr 25 bis 50 neue Drogen auf den Markt und da kann ich mir vorstellen, dass bei euch da wirklich viel, ja auch viel Traffic ist. Und ihr versucht dann auch, wenn jetzt die eine Person was, was meldet, dann fragt ihr in anderen Bundesländern nach Wie sieht es denn bei euch aus? Ist es bei euch schon angekommen, um einfach auch so so ein Bild zu entwickeln?
Ich finde es spannend. Ich such immer wieder nach einer Liste für neue psychoaktive Stoffe im Internet, aber die gibt es einfach nicht.
Esther
Und das wär halt wirklich mal eine sehr sinnvolle Sache, dass man einfach den aktuellen Stand zu jeder jeweiligen Substanz. Weil meine Aufgabe ist es, die Leute auch dahingehend zu beraten und zu akzeptieren, dass die Menschen auch was weiß ich im TV oder sonst was konsumieren. Und da ist es einfach total wertvoll, wenn man irgendwie auf eine tagesaktuelle Seite gucken könnte, wo einfach drinsteht, was es zu dieser Substanz bekannt, welche Risiken, welche Wechselwirkungen und welche Langzeitfolgen sind bekannt, was ist neu dazugekommen oder so?
Das wäre wirklich sehr wertvoll, aber das wäre ja vielleicht dann auch ein weiterer Faktor über euch, dass ihr so was quasi Ja.
Esther
Esther
Esther
Esther
Esther
Ja, ja, sprechen wir kurz über eure Erfolge und über die Wirkung des News Project. Gibt es schon Beispiele, wo das Frühwarnsystem tatsächlich Entwicklungen sichtbar gemacht hat?
Esther
Esther
Esther
Esther
Und habt ihr da einen nennenswerten Einfluss in die Politik? Also bedient sich die Politik auch schon an diesen Erkenntnissen.
Esther
Esther
Esther
Konkret noch mal ein bisschen spezieller, weil gerne Stadt das und das und das mitbringt und der öffentliche Platz anders gestaltet ist oder so.
Esther
Jetzt kurz noch mal ein Punkt zur Finanzierung eures Projekts. Da hat sich ja jetzt ein bisschen was getan. Der Bundes Drogenbeauftragte Henrik Streck betont immer wieder, wie wichtig so ein Frühwarnsystem ist. Das haben meines Wissens nach die Drogenbeauftragte davor nicht so gemacht. Ähm, es kann auch daran liegen, dass es dieses Frühwarnsystem jetzt einfach noch nicht so lange gibt wie Wie sieht es denn jetzt gerade so bei euch aus?
Wird das News Projekt bestehen bleiben?
Esther
Esther
Esther
Das wär für euch auch noch mal eine bessere Arbeitsgrundlage, wenn ihr sagt, ihr habt jetzt eine längere Projektphase, weil ihr dann auch vorausschauender planen könnt. Einfach auf.
Esther
Genau. Und man kann, auch wenn man jetzt anfängt, irgendwie einen neuen Baustein, dann muss man nicht erst warten, bis man damit anfängt. Wenn die Projektfinanzierung dann wieder sicher ist, weil man sich denkt, sonst arbeite ich vielleicht umsonst, weil das dann doch eingestellt wird oder die Finanzierung nicht da ist. Und so kann man einfach ja denke ich mal, wirksamer auch mehrere Projekte ineinander laufen lassen.
Und das ist auf jeden Fall immer sinnvoll. Also wir merken das auch genau.
Esther
Esther
Esther
Jetzt noch die Frage Was sind denn ganz praktisch die Daten, die ihr abfragt, die wirklich so für die Zielgruppe, die selbst auch die Substanzen konsumiert? Welche Daten sind da so am wichtigsten? Also wenn man sich jetzt so eine also ich stell mir jetzt vor, ich bin jemand, der oder die sich da so eine Auswertung anguckt, worauf gucke ich denn, um selbst für mich da einen Nutzen daraus zu ziehen?
Esther
Diese Szenen drin.
Esther
Esther
Esther
Wird es ja so potentes Objekt.
Esther
Esther
Um was können denn jetzt Fachkräfte, die diesen Podcast hören, noch tun, dass eure Warnungen schneller verbreitet werden?
Esther
Sind, weil.
Esther
Esther
Das ist es ist spannend, dann irgendwie auch rauszufinden, ist es jetzt wirklich nur ein lokales Phänomen oder wird das ja, wird es ein Trend? Also wird sich die Substanz oder diese neue Konsum Form oder ich denke da zum Beispiel so an diese, an diese Liquids mit denen. Also mir war das auch vorher nicht bewusst, dass das der Hauptgrund zum Weg ist, diese hochProzentigen synthetischen Opioide zu konsumieren, dass man die über die übern Weg verdampft.
Und ja, wird sich das dann auf andere Substanzen ausweiten? Wird es normaler und das schon wirklich? Also ja.
Esther
Esther
Esther
Also ich sehe tatsächlich so ein bisschen das Ganze auch mit Sorge, weil diese Onlineshops es einfach Ich denk, die Strafverfolgung kann da nicht viel gegen tun, es wird immer mehr und die Substanzen werden auch meiner Meinung nach gefährlicher und experimenteller, je mehr Substanzen dann auch irgendwie verboten werden. Also ich finde das ist noch mal extremer geworden, dass man wirklich ganz viel Aufklärung stecken muss, habe ich das Gefühl.
Esther
Esther
Esther
Die ersten Leute, die Objektive befrage ist es auf jeden Fall. Aber wenn ich so im Austausch mit den Personen bin, zum Beispiel digitalen Streetworker, dann merke ich ja extrem viele Hürden. Und die Leute, die nehmen lieber das Risiko in Kauf, eine unerforschte Substanz aus dem Internet zu kaufen und die zu konsumieren, als sich zum Beispiel in der Substitution zu begeben oder überhaupt mal ein Beratungsgespräch zu dem Thema in Anspruch zu nehmen.
Und also das ist schon ja, also hochriskant einfach. Da wird mich doch ganz kurz interessieren. Hast du Informationen dazu, wie also ob die Medikamente und und und. Sachen, die in diesen in diesen Shops verkauft werden, ob die eigentlich immer auch so deklariert sind und auch so rein sind, wie das angegeben ist. Das wäre interessant, weil da gibt es nämlich unterschiedliche Aussagen.
Es gibt einmal die Aussage, die erste Charge wird getestet und dann steht da ist zu 100 % Labor geprüft und rein. Und so weiter und dann kommt wird einfach die nächste Charge verkauft und der Text steht immer noch da. Also ist es, Würdest du sagen, es ist ein erweiterter Schwarzmarkt? Diese ganzen Siegel heißt eindeutig ja.
Esther
Esther
Esther
Und es schwierig ist ja auch, dass diese Onlineshops einfach hochprofessionell aussehen und super aufgemacht sind und da dann ein riesiger Text steht, warum das Ding der neueste Scheiß ist und wer sich das alles einpflegen soll und wie.
Esther
Ist. Genau. Und da dahinter finde ich teilweise Informationen zu Substanzen, wo ich überhaupt nichts finde. Ich nicht mal Wikipediaartikel dazu. Aber dieser Shop, der das verkauft, der hat schon mehrere Seiten darüber geschrieben, wie das genau wirkt und wo das andockt und wie das mit der politisiert wird. Und so weiter und so fort. Da denke ich mir auch ja, okay.
Esther
Esther
Esther
Esther
Verschiedene Szenen auf.
Esther
Danke. Ja, da hast du mir wirklich viele Fragen beantwortet. Danke für den Austausch zum Abschluss. Was möchtest du denn unseren Hörerinnen und Hörern noch mit auf den Weg geben? Wir haben meist zuhörende Fachpersonal. Wir haben aber auch zu Hörende, die einfach generell interessiert sind und auch Leute, die auch Substanzen konsumieren.
Esther
Gut. Danke schön. Danke für das tolle Gespräche. Ich pack euch die ganzen Links zu den Sachen, die wir besprochen haben in die Beschreibung und danke für den fundierten Einblick Deine Zeit. Und dann machen wir weiter mit den Infos vom Infostand nach einer kurzen Unterbrechung. Danke. Danke schön, dass du da warst.
Esther
Schau sympathisch.
Disclaimer
Disclaimer
Willkommen zurück zu den Infos vom Infostand. Heute habe ich unseren ehrenamtlichen Jan zu Gast. Hallo Jan, schön, dass du da bist und hier im Büro der Zeit genommen hast, mit mir über Cannabis Asyl zu sprechen. Hallo Patrick, danke dir. Super! Du bist fleißig in unserem Projekt aktiv Unter dem Namen Call Me Jan veröffentlichst du eigene Sticker? Du beteiligst dich in der Tricia Festival Orga und du hast eine eigene Band namens Wired Kimchi.
Genau. Genau so war die Links. Packe ich euch in die Videobeschreibung, dass ihr euch die Sachen auch mal anschauen und anhören könnt. Wir sprechen über Cannabis Natives. Die gibt es ja schon ewig. Das war aus meiner Perspektive eigentlich immer so ein Randphänomen, was man mal ausprobiert hat. Aber die jungen Leute haben lieber mal einen Joint geraucht oder Bong oder sonst wie.
Ja, jetzt hat sich das Ganze aber flächendeckend etabliert und man sieht einfach eine hohe Verfügbarkeit. Also Jan, was genau sind denn Cannabis Natives? Was fällt alles unter diesen Begriff? Ja, also ich denke, das ist recht einfach zu definieren. Es sind alles essbaren Produkte oder auch trinkbar Produkte die THC enthalten oder theoretisch auch andere Cannabis Produkte. Primär geht es aber natürlich um THC, also psychoaktiven Wirkstoff von Cannabis.
Genau. Es können sein Gummibärchen, Schokolade, Gebäck, Getränke, Öle, alles mögliche und in der Regel wird dann das THC vorher in Alkohol oder in Fett gelöst und in die Produkte eingebracht. Als Butter ist so ein ganz klassisches klassischer. Und warum ist das Thema gerade wieder so aktuell? Warum greifen wir es heute im Podcast auf? Na ja, wir hatten ja letztes Jahr die Cannabis Legalisierung.
Ja, 1. April und seitdem ist natürlich die Verfügbarkeit von Cannabis ja massiv gestiegen. Aber es ist auf jeden Fall für viele Leute einfacher geworden, an Cannabis zu kommen. Jetzt und dementsprechend natürlich ist es auch einfacher geworden Cannabis Produkte selbst herzustellen. Zu Hause viel gemacht, hört man auch immer wieder. Und gleichzeitig sind aktuell Onlineshops gestartet, in denen man auch Tablets kaufen kann mit THC.
Da sprechen wir dann noch mal drüber, aber auch mit anderen legalen Alternativen. So was wie THC, V zehn und so andere, ja legale Stoffe, die da in der letzten Zeit auf den Markt gekommen sind. Und auch die gibt es dort als Labels zu kaufen, aber auch seit neuerem reine THC Tablets. Ja wie ist denn da aktuell die rechtliche Lage in Deutschland?
Weil ich eigentlich im Hinterkopf habe, dass man keine Tablets herstellen und verkaufen darf. Bist du da? Absolut. Ja, also genau richtig. Man darf Tablets Deutschland nicht herstellen. Das gilt als die Herstellung von Cannabis Produkten. Tablets sind ein Cannabis Produkt und das darf man nicht einfach so machen. Gleichzeitig darf man sie auf gar keinen Fall auch verkaufen oder kaufen oder gut kaufen ist nicht illegal, aber verkaufen darf man sie nicht.
Ähm, genau deswegen ist es auch sehr interessant. Sage ich mal, dass über solche Online Shops aktuell auch THC, Audible verkauft werden. Da scheint irgendeine rechtliche Grauzone oder jemand ignoriert da das Recht scheint da der Fall zu sein. Ja, die haben das da. Ich habe mir das angeguckt, haben sich selbst so ein Schlupfloch geschaffen, indem sie gesagt haben, das Cannabis Produkt enthält unter 0,2 % THC als Wirkstoff.
Das bedeutet, dieser Audible wiegt sage ich mal fünf Gramm und davon sind dann soundsoviel Milligramm THC enthalten und die deuten das quasi so, als ob das wie so ein CBD Gras zu behandeln wäre, was dann legal wäre. Aber es ist eigentlich rechtlich nicht so, weil man darf ja gar keine Tablets verkaufen. Interessant. Ja, das. Und gleichzeitig muss man sich sagen, wir haben die auch testen lassen.
Wir hatten solche Gummibärchen, die Bayer bestellen konnte und haben dabei raus wollen, dass es sich tatsächlich um reine THC Erlebnis handelt. Also keine THC V oder andere Werte. Und das in den THC Tables. Sechs Milligramm THC pro Gummibärchen waren im Schnitt und es war angegeben mit zehn Milligramm. Also auch an der Stelle vielleicht gleich der Hinweis die Dosierung ist auch da nicht unbedingt verlässlich, kann schwanken, aber es waren definitiv mehr als die, was du jetzt gerade beschrieben hast.
Diese sehr geringe Dosis für CBD Produkte.
Okay, so viel zum rechtlichen. Wie unterscheidet sich denn die Wirkung von adipös im Vergleich zum Rauchen oder Welpen von Cannabis? Ja, das ist ein sehr guter Punkt. Sehr wichtiger Punkt. Die Wirkung beim Essen von THC oder bei der oralen Aufnahme setzt deutlich deutlich später ein. Also man sagt so 30 bis 120 Minuten in Extremfällen. In der Regel sage ich mal so eine Stunde sollte man einrechnen, bis man das wirklich merkt.
Und das natürlich massiv viel länger als bei einem Joint, wo man anzieht und eigentlich nach wenigen Minuten spätestens die volle Wirkung auf jeden Fall vor sich hat und ungefähr einschätzen kann, ob das jetzt genug war oder zu viel etc.. Genau deswegen sind da natürlich auch höhere Risiken, weil man eben eine Dosis zu sich nimmt und dann potenziell noch nichts merkt, vielleicht noch einen Keks ist oder noch ein Gummibärchen und dann aber schlagartig auf einmal viel zu viel konsumiert hat.
Ja, und die Wirkung kann natürlich auch einfach viel länger anhalten als wenn ich es jetzt rauchen würde. Genau, absolut. Also die Wirkung kann auch teilweise bis über sechs Stunden oder so anhalten. Beim Rauchen sagt man in der Regel so drei vier Stunden, also beim Essen ist zum Beispiel auch so das, was ich häufiger gehört habe. Erfahrungswerten, dass Leute irgendwie abends einen Keks gegessen haben und in der Früh aufwachen und immer noch eine Wirkung spüren.
Das ist durchaus zieht sich das länger. Also sollte man auch im Kopf behalten und wir sprechen ja darüber, weils da immer wieder Probleme gibt. Als gelten gelten zwar als so harmlos Deduktion Ansatz, weil man ja nichts raucht oder über die Lunge aufnimmt und deswegen klingt es ja an sich ganz gut, aber es gibt immer wieder Dosierung, Fehler, also Leute, die wirklich dann schwere Angstzustände erleiden oder wirklich wie so ein Schockzustand.
Genau. Und ja, warum tritt denn das so häufig auf? Ja, also da geht eben damit einher, diese Sache, dass man eben bei Audible schwerer sich rantasten kann an die Wirkung wie bei einem Joint zum Beispiel, sondern man muss eben auf einen Schlag die volle Dosis in Anführungszeichen nehmen oder die, die man sich eben verabreicht, und die hat man dann auch in sich.
Und dadurch kann das natürlich zu stark werden, weil eben Tablets teilweise sehr hohe THC Konzentrationen haben können. Also bei professionell hergestellten adipös sage ich mal, die man kaufen kann, gibt es teilweise Dosierungen mit über 100 Milligramm pro Keks oder pro Konsum. Und es macht auch Sinn für Leute, die regelmäßig Cannabis konsumieren, weil die in der Regel eine sehr hohe Toleranz haben und für die sind dann auch solche extrem hohen Dosen durchaus eine normale Konsum Einheit.
Aber für jemanden der unerfahren ist, ist es natürlich um ein vielfaches zu viel, sag ich mal und kann eben sehr sehr leicht passieren, dass man dann so ein viel zu starkes abbekommt. Und wo das ganze noch viel leichter passieren kann, ist eben bei Homage adipös. Also wenn jetzt der Freund Brownies gebacken hat und ungefähr sagen kann vielleicht was da drin ist, dann hat man natürlich keinerlei verlässliche Angabe und weiß nicht wie Verhält sich die Toleranz von dem Freund zu meiner Toleranz?
Also gerade mit so etwas ist natürlich sehr großes Risiko, weil man sich nicht drauf verlassen. Aber wie du auch sagst, mit den Gummibärchen die getestet wurden, da ist ja war ja professionell hergestelltes Gummibärchen aus dem Onlineshop und da hat die Dosis ja auch nicht gestimmt von dem was angegeben war. Also absolut. Und deswegen würde ich auch dringend warnen vor diesen Onlineshops quasi, weil das auf jeden Fall rein von der Dosierung her nicht verlässlich ist, was da verkauft wird.
Also genau da muss man aufpassen. Ja okay, und die Konsumenten sind ja oft auch nicht teilbar. Also man kriegt dann teilweise Gummibärchen und wer kommt auf die Idee, dann ein halbes Gummibärchen zu essen? Genau. Gerade bei den Gummibärchen muss ich sagen, die schmecken auch noch lecker, sehen lecker aus. Eher dazu viel zu essen, was drüber nachdenkt als ein halbes.
Also gerade da finde ich, ist es sehr riskant. Genau was. Wie kann man denn so eine Überdosierung vermeiden? Was würdest du jemandem raten, der das noch nie gemacht hat, oder. Ja, also um da überhaupt mal zu Risikoeinschätzung vornehmen zu können. Also ich sag mal so, wenn man das noch nie gemacht hat, sollte man sich natürlich erst mal überlegen, ob man überhaupt Cannabis konsumieren möchte.
Wenn man sich aber dann dazu entscheidet und sagt ja, ich möchte Adblock konsumieren, sollte man sich auf jeden Fall gewisse Dinge abklopfen. Also ein ganz wichtiger Faktor ist natürlich, wenn man schon irgendwelche psychischen Vorbelastung hat, Ist natürlich grundsätzlich vom Cannabiskonsum abzuraten. Ob jetzt adipös oder rauchen auch natürlich bei Sachen wie in der Schwangerschaft oder auch wenn man andere Substanzen vielleicht schon mal hatte, dann schadet es euch, das nicht zu machen.
Ansonsten wie gesagt, mit niedrigen Dosierungen beginnen. Also eine Empfehlung könnte sein 2,5 Milligramm als Staat Dosis, das ist schon also da sollte wirklich jeder noch halbwegs mit zurechtkommen. Genau. Und eben auch wichtig ist, wenn man adipös hat, die man eben nicht kennt. Ähnlich auch wie man, wie wir das auch bei anderen Substanzen empfehlen, Dass man eben von diesem Label vielleicht erst mal nur 1/4 von dem Brownie ist oder nur 1/8 und einfach mal guckt an einem Abend.
Und wenn man dann merkt, okay, das war super angenehm, dann kann man vielleicht den Rest essen, aber eben nicht gleich das, was einem jemand hinlegt. Auf einmal aufessen. Unbedingt. Was sind denn diese Nebenwirkungen bei einer Überdosierung, die man vermeiden will? Ja, also klassische Cannabis Überdosierung Symptome sind natürlich so was wie Angstzustände, Übelkeit, Kreislaufprobleme werden starke ja verfolgt heiß Gefühl.
So was wird auch häufig bei Leuten auf. Genau das kann sehr unangenehm sein. Man sollte vielleicht werden, dass es keine bekannten Todesfälle mit Cannabis gibt. Das sollte man natürlich im Kopf behalten. Also selbst wenn man jetzt eine extreme Überdosierung hat ist sollte man nicht davon ausgehen, dass das jetzt ja irgendwie tödlich endet oder krasse Schäden verursacht. Aber es wird definitiv unangenehm sein.
Ja, aber man sollte sich auf jeden Fall nicht im Straßenverkehr beteiligen, weil da kann es natürlich dann auch Unfälle geben. Absolut. Okay, so viel jetzt zur Dosierung und Informationen für Menschen, die Überdosierungen vermeiden wollen. Noch mal zurück zum Rechtlichen Ganz kurz Was müsste sich denn deiner Meinung nach ändern, damit adipös die ja konsumiert werden und auch von vielen gewünscht sind, dass sie sicherer und legal konsumiert werden können?
Ja, also ganz klar, dafür bräuchten wir eine Änderung vom KANN vom Konsum Cannabis Gesetz, weil aktuell sind Tablets eben illegal. Die Herstellung ist illegal, das heißt man kann sie aktuell nicht selbst herstellen und der Verkauf auch. Das heißt, ich kann mir auch nicht in irgendwelchen Fachgeschäften einen Tipp mit einer sicheren Dosierung holen. Und das wäre natürlich der wünschenswerte Zustand wäre, dass sich eben ähnlich wie in Kanada in Colorado einfach in eine dispensieren gehen kann, mir dort beliebige Tablets kaufen kann, die neutral verpackt sind, keine Werbung oder keine attraktive Aufmachung für Kinder zum Beispiel auch haben.
Sowas ist ganz wichtig dabei. Genau die absolut verlässliche Inhaltsangabe haben, die auch entsprechend geprüft werden. Und es gibt dann auch es. Auch in Colorado gibt es auch eine maximale THC Grenze pro Konsum. Das heißt, selbst wenn Leute die sehr viel konsumieren, gerne hoch dosierte Tablets möchten, gibt es die in Colorado nicht zu kaufen, was auch okay ist. Wenn man dann sagt, man möchte solche Dosierungen haben, dann muss man eben eine Tafel Schokolade essen oder das schützt eben die Leute, die dann vielleicht bei irgendjemand anderem mit konsumieren.
Und ja dann also es schützt auf jeden Fall vor Überdosierungen, auch absolut genau dadurch verhindert man, dass man so eine völlig utopisch hochdosiert AdBlue bekommt. Genau. Und auch mit den Verpackungen ist eben auch der wichtige Punkt.
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Wichtiger Hinweis:
Der Beitrag NEWS – National Early Warning System: Interview mit Esther Neumeier – sauberdrauf Folge 21 – der Mindzone-Podcast erschien zuerst auf sauber drauf! mindzone.info.
In der 20. Folge des MINDZONE-Podcasts „sauberdrauf!“ ist Kulturhistorikerin Helena Barop zu Gast. Euch erwartet ein aufschlussreiches, einstündiges Gespräch zur Geschichte des Drogenverbots – der Drogenprohibition. Dabei stehen folgende zentrale Fragestellungen im Vordergrund:
Helena Barop ist freie Autorin, Historikerin, Lektorin und Regisseurin. Ihre Doktorarbeit „Mohnblumenkriege – Die globale Drogenpolitik der USA, 1950-1979“ hat viel Beachtung in den Medien gefunden und wurde mit mehreren renommierten Preisen ausgezeichnet. Mit »Der große Rausch« erschien 2023 ihr erstes Sachbuch. Es wurde als bestes Wissenschaftsbuch des Jahres 2024 nominiert und auf den 2. Platz gewählt.
Kontakt:
Generell raten wir vom Substanzkonsum ab! Die folgenden Infos sind zur Risikoreduktion beim Konsum von illegalen Substanzen gedacht. Wir stehen für einen reflektierten Substanzgebrauch, Safer-Use und Harm-Reduction. Ein risikoarmer Konsum sollte immer im Vordergrund stehen.
In unserer aktuellen Folge gibt unser Ehrenamtlicher Marco eine realisistische Einschätzung rund ums Thema Selbstmedikation mit Benzos und vermittelt hilfreiche Harm-Reduction-Strategien.
Was ist stattdessen zu tun?
Falls es einer Person während eines Trips psychisch schlecht geht:
WICHTIG: Falls eine Eigen- oder Fremdgefährdung vorliegt, umgehend Rettungskräfte (Notarzt 112) dazu holen.
Eventuell professionelle Hilfe oder Therapie in Anspruch nehmen. Meldet euch immer gerne, falls ihr Unterstützungsbedarf habt.
Disclaimer
Liebe Hörerinnen und Hörer, herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Mainzer und Podcast sauber drauf. Heute erwartet euch ein informativer Podcast zu Party, Drogen und Konsum und heute haben wir eine ganz besondere Folge. Ich habe die Historikerin, Kulturhistoriker Helena Barock zu Gast. Hallo Helena, Grüß dich.
Hallo. Danke für die Einladung.
Ja, Schön, dass du dabei bist. Ich freue mich total. Ja. Du bist über Zoom zugeschaltet heute, weil du in Freiburg wohnst und wir quasi jetzt mal auf digitalem Weg diesen Podcast aufzeichnen. Aber ich bin hier vor unserem professionellen Gerät. Und ja, wie bin ich darauf gekommen, dich einzuladen? Vielleicht. Interessant. Du hast in einem Kontakt Laden hier in München eine Vorlesung abgehalten oder angeboten und da habe ich zugehört und du hast ein Buch geschrieben.
Der große Rausch, heißt es. Warum Drogen kriminalisiert werden? Eine globale Geschichte vom 19. Jahrhundert bis heute. Und ich fand das Thema super spannend. Also es hat mir deine deine Vorstellung da hat mir einfach total viele Einblicke gegeben, wie warum Drogen kriminalisiert werden, warum die einen legal sind, die anderen nicht. Wie sich dieser Begriff entwickelt hat und so weiter.
Was da auch so politisch abgeht. Und da wollte ich euch Hörerinnen einfach mit reinnehmen, weil es einfach ein extrem extrem spannendes Feld ist. Im zweiten Teil hat der ehrenamtliche Pier Marco gemeinsam mit mir das Thema Selbstmedikation mit Benzos bei schlechten Trips beleuchtet und wir sammeln da auch mal ein bisschen Informationen, wie wir das einschätzen und was es vielleicht für Alternativen gibt.
Bleibt also bitte bis zum Ende dabei und empfiehlt unseren Podcast weiter, wenn es euch gefällt. Nun zu dir, Helena. Du bist gebürtig aus Bonn und lebst mit deiner Familie in Freiburg, von wo du auch zugeschaltet bist. Du bist freie Autorin, Historikerin, Du bist Ghostwriter, Lektorin und auch Regisseurin. Also du bist recht nah. Also es ist eine breites Feld, was du da machst.
Echt spannend. Und du bist auch Doktorin. Und deine Dissertation hast du über die amerikanische Drogen Geschichte geschrieben? Ähm, ja. Und ich habe damals bei dieser Vorlesung von dir quasi gehört, dass eben dein Doktorvater gesagt hat Bleib doch an dem Thema dran, Das war so cool. Und dann bist du auf diesen, dieses diese Buchidee der Große rausgekommen. So. Und wie kamst du allgemein zu dem Thema Drogenpolitik zu beleuchten?
Ja, das ist immer die Stelle, dass ich werde das häufig gefragt und häufig hoffen dann die Fragenden ein bisschen, dass da jetzt eine total spannende und saftige Konsum Geschichte vielleicht bei rauskommt und ein großes, abenteuerliches Leben führen würde. Das ist leider nicht so oder vielleicht auch zum Glück. Ich bin eigentlich ganz zufrieden damit. Ich komme aus einem relativ langweiligen bürgerlichen Hintergrund, in dem Drogen nicht so eine Rolle gespielt haben.
Natürlich haben die Leute getrunken und fanden das ganz normal und geraucht haben sie auch. Aber das, was wir eben als illegale Drogen heute bezeichnen, war sehr weit weg. Und ich habe mich dann später vor allem dafür interessiert während meines Studiums, weil ich gemerkt habe, dass ist einfach ein wahnsinnig breites Thema, dass so viele verschiedene Fragestellungen miteinander in Verbindung bringt.
Das ist ein globales Thema, dass davon muss man die ganze Welt angucken. Es ist ein soziales Thema, ein Wirtschafts Thema, ein Gesundheits Thema. Man muss einfach ganz viele verschiedene historische Bereiche reingucken, um zu verstehen, warum wir so wie wir das tun, mit Drogen umgehen. Und das fand ich einfach total spannend und habe darüber eben meine Masterarbeit geschrieben und bin dann sozusagen darauf hängengeblieben und habe dann irgendwie auch, weil eben, dass diese Resonanz immer so groß war, weil alle irgendwie gesagt haben Hey, krass, das hätte ich nicht gedacht.
Genau so ging es mir auch.
Ich ja gar nicht. Erzähl mal!
Man sagt ja auch, Politiker und Drogenbeauftragte sollten dein Buch Der große Rausch mal gelesen haben. Warum?
Das hat natürlich jetzt nicht ich gesagt, sondern das wurde in irgendeiner Rezension glaube ich mal geschrieben. Und mich freut es total, weil ich glaube tatsächlich, dass dieser historische Blick auf Drogen dabei helfen kann, die Drogenpolitik der Gegenwart und der Zukunft noch mal neu zu denken. Denn es sind durchaus ziemlich viele so alte und ehrlich gesagt häufig falsche Wahrheiten, angebliche Wahrheiten im Umlauf oder Glaubenssätze.
Würde man vielleicht im therapeutischen Umfeld sagen. Glaubenssätze, die wir über Drogen und Drogenkonsum in der breiten Gesellschaft haben, die einfach nicht zutreffen und auf die aber unsere Drogenpolitik immer noch sehr stark aufbaut. Und wenn man sich mal anguckt, wo kommen eigentlich diese Glaubenssätze her und was haben die eigentlich noch mit uns zu tun? Dann kann man eben sehr viel leichter sagen Ach, weißt du was?
Vielleicht sollten wir uns da noch mal neu sortieren und noch mal andere Wege ausprobieren. Und das wäre sozusagen auch mein Wunsch. Und das ist ja auch schon passiert. Also ich bin auch Fan von Herrn Bienert schon eingeladen worden, der hat auch das Buch im Schrank stehen gehabt. So, also das heißt, es ist durchaus irgendwie ein Willen, auch da, diese Argumente aufzunehmen.
Und jetzt schauen wir mal, wie das mit dem neuen Drogenbeauftragte sein wird.
Also total spannend. Ich habe auch angelesen dein Buch und ich finde es wirklich total erhellend. Und jetzt schauen wir uns das ganze Thema mal an Natürlich wollen wir jetzt nicht das Ende vorwegnehmen von deinem Buch, klar, aber wir gehen so ein bisschen rein. Einfach in die Geschichte und wir schauen uns erst mal die Entwicklung der Definition des Wortes Droge an, dann sprechen wir über die Anfänge und Motivationen der Drogen Prohibition in den USA, weil du sagst, es ist ein amerikanisches Thema sozusagen.
Dann schauen wir dieses das Ganze mit Blick auf Cannabis zu uns kam so einfach am Beispiel Cannabis. Und weil es ja auch sehr aktuell ist gerade es wurde ja entkriminalisiert und widmen uns dann abschließend den Fragen der Neuzeit, also wie es jetzt gerade läuft und vielleicht auch, wohin sich aus deiner Sicht so das Ganze noch entwickeln kann oder entwickeln wird.
Vielleicht auch genau. Dann würde ich mal gleich mit der ersten Frage starten Wie kam es denn zur Definition von Drogen?
Ja, gerne. Also da muss man erstmal einmal kurz sagen, dass unser das, was wir als Drogen bezeichnen, das ist ehrlich gesagt so, wie es im Moment verwendet wird, ist dieser Begriff total schwammig. Also da schwirren so verschiedene Sachen im Raum, es gibt irgendwie harte und weiche Drogen, es gibt legale und illegale Drogen und man weiß dann manchmal gar nicht so genau, was ist da eigentlich der Hintergrund?
Gehört da jetzt Alkohol dazu oder nicht? Und ehrlich gesagt, wenn man historisch rangeht, sieht man relativ schnell, dass die Definition gar nicht so kompliziert sein müsste, wie sie uns manchmal vorkommt. Und zwar ursprünglich sind Drogen, Medikamente, die missbraucht werden, das heißt alles, was eigentlich ursprünglich mal als Medikament konzipiert worden war und dann aus irgendeinem Grund zu anderen Zwecken als medizinischen verwendet worden ist, ist eine Droge.
Denn vorher, bevor diese diese Entwicklung stattgefunden hat, dass wir überhaupt über Drogen als ein Problem sprechen? Vorher gab es gar keinen Unterschied zwischen Medikamenten und Drogen. Also ursprünglich zu Beginn des 19. Jahrhunderts, waren Drogen und Medikamente das gleiche und daher kommt auch der Name Droge kommt von Droge warten. Die habe ich bestimmt falsch ausgesprochen. Die trocken Fässer, in denen in der Zeit der Kolonialisierung die Heilpflanzen durch alle Welt geschifft wurden, die getrockneten nämlich.
Also die Droge kommt im Prinzip von trocken und das heißt ursprünglich sind es eins, ist es einfach ein anderes Wort für Medikament. Es gibt keinen Unterschied zwischen Drogerie und Apotheke und das ändert sich dann eben im Laufe des 19. und vor allem des 20. Jahrhunderts, als man erstens anfängt zu sagen Es gibt also den Fall, wo jemand ein Medikament zu den falschen Zwecken verwendet, und dann werden bestimmte Substanzen sozusagen aussortiert, von denen man sagt, für die gibt es gar keine gute medizinische Indikation.
Jeder Konsum dieser Substanz ist sozusagen böse und verboten. Und das ist das, was wir dann eigentlich klassisch als Drogen bezeichnen. Und das Problem ist diese Trennlinie zwischen den guten Drogen, also den Medikamenten und den bösen, verbotenen Drogen, also dem, was wir eigentlich als Drogen heute bezeichnen. Diese Trennlinie ist total beweglich, denn es gibt kein ganz klares Kriterium. Und du hast ja eben schon darauf angesprochen, auf diesen Versuch mal zu definieren, was sind denn heute eigentlich Drogen?
Und man merkt da sehr schnell, es gibt da eben nicht das eine sinnvolle Kriterium, das auf alle Substanzen zutrifft, die wir heute als Drogen bezeichnen, sondern das ist total widersprüchlich. Also weder die Giftigkeit noch das Abhängigkeits Potenzial, noch irgendeine chemische Zusammensetzung, noch irgendwie die zum Beispiel man könnte ja denken ah, Betäubungsmittel, ja, das heißt doch Betäubungsmittelgesetz, also sind die bestimmt alle betäubend.
Auch das stimmt nicht. Also Amphetamine sind nicht betäubend. Und so weiter. Also das ist einfach total widersprüchlich. Der größte Widerspruch besteht darin, dass Alkohol eine der gefährlichsten Drogen ist. Und der ist es eben eigentlich rechtlich bei uns keine Droge, sondern eine legale Substanz, die auch Kulturgut auch verhaftet werden kann. Und das heißt genau das heißt, es ist total widersprüchlich und es ist eben nicht, es hat sich nicht mal jemand hingesetzt und da eine sinnvolle Definition gebaut, sondern es ist ein politischer und vor allem eben historischer Prozess, der über ganz lange Zeit dazu geführt hat, dass manche Substanzen eben in diese Schublade gesteckt wurden.
Der bösen illegalen Drogen.
Ich kann mir auch vorstellen, dass so in der in der westlichen Welt andere Substanzen als Drogen definiert werden als in anderen Teilen der Welt. Zum Beispiel. Also es ist ja politisch und kulturell auch gewachsen, wahrscheinlich, was jetzt gut und was schlecht ist oder was eingesetzt werden darf und was nicht. Und so weiter.
Genau. Genau. Ganz ursprünglich, so wie jedes jede Gesellschaft auch ihr Set an Medikamenten hat, hatte ursprünglich jede Gesellschaft ein Set an sozialen Regeln. Wie man mit diesen Medikamenten umgeht, genauso mit den Rauschmitteln. Jede Gesellschaft hat ihre Rauschmittel und hat dann bestimmte Codes, wie man damit umgehen kann. Also eben, im Westen ist das überwiegend der Alkohol. In muslimischen Ländern ist der Alkohol ja wegen des Verbots im Koran eher verpönt.
Das heißt, da war dann das Haschisch wichtiger als auch zum Teil eben über Jahrhunderte anerkannte Substanz. Dann also, das heißt, es ist kulturell sehr unterschiedlich. Gleichzeitig ist es dann in der Zeit, die ich mir anschaue, also in den letzten Sagen wir mal 150 Jahren ungefähr, dann doch vereinheitlicht worden. Und das liegt jetzt nicht daran, dass sich alle mal gemeinsam zusammengesetzt hätten und überlegt, wie gehen wir damit um?
Sondern es gab sehr stark, da die treibende Kraft Amerika die amerikanischen Diplomaten waren es vor allem, die sich eben darum gekümmert haben, dass die amerikanische Vorstellung von dem, was böse und was gute Drogen sind, sehr stark exportiert worden ist.
Gab es eigentlich mal Phasen, wo Drogen, die jetzt heute als Drogen definiert sind, einfach ganz normal gesellschaftlich genutzt wurden?
Ja, das ist der normale Weg sogar. Also das, was wir heute vielleicht als die ganz klassischen Drogen, die jeder kennt und jede kennt, bezeichnen würden. Also sagen wir mal die großen drei Heroin, Kokain, Cannabis, ja, das sind alles ursprünglich auch mal einfach Medikamente gewesen. Die wurden also bei Cannabis noch mal ein bisschen anders und sie hatten ja die Jahrtausende alte Geschichte.
Aber Heroin und Kokain sind ja chemisch in der Pharmazie hergestellte Substanzen und die sind eben entstanden auf der Suche nach neuen Heilmitteln. Und sie wurden auch am Anfang als Heilmittel eingesetzt, Also eben Heroin, vor allem als Husten, stiller als sozusagen als Schnupfen, Medikament und Kokain, vor allem gegen Heuschnupfen, als Nasenspray oder auch gegen als als Lokalanästhesie kommen. Also das heißt, wenn man sich zum Beispiel den Zahn hat ziehen lassen im späten 19. Jahrhundert hat man sich gefreut, wenn man das nicht ganz ohne Betäubung machen musste, sondern eben mit ein bisschen Kokain, weil das die und das Zahnfleisch so betäuben kann.
Und das heißt, es war sozusagen der normale Weg in dieser Zeit ist es wird ein neuer, eine neue Substanz entdeckt, dann wird die einfach mal auf den Markt geschmissen und dann schaut man, was passiert. Man lernt man langsam, macht ein paar Erfahrungen und denkt Oh, es gibt vielleicht auch so was wie eine Überdosierung. Es gibt vielleicht so was wie eine Abhängigkeit.
Vielleicht sollten wir vorsichtig sein. Meistens passiert dann noch irgendwas anderes. Also meistens gibt es dann noch irgendeine Bevölkerungsgruppe, die zum Beispiel diese Substanzen anwendet und die sowieso marginalisiert ist, die sowieso ausgegrenzt wird. Und das heißt, dann mischt sich meistens auch irgendeine Art von Rassismus in die Geschichte rein und peng hat man plötzlich das Böse, das die große böse Gefahr, die irgendwie von außen die Gesellschaft bedroht.
Und dann gibt es eine Drogen Panik und dann wird eben diese Substanz verboten und wandert in die Schublade der verbotenen Substanzen. Und das passiert immer wieder in ungefähr einem ähnlichen.
Muster von deiner Vorlesung damals noch im Kopf, dass du gesagt hast, ungefähr so lange es nur pflanzliche Substanzen gab, konnte man noch gar nicht so richtig von einem von dem Drogenproblem sprechen. Also dass man wirklich schwerst Abhängige hat, die dann wirklich sich mit dem Drogenkonsum da immer mehr drauf zurückziehen und andere Sachen vernachlässigen. Und so weiter. Und dass man auch von Überdosierungen stirbt.
Kannst du noch mal kurz vielleicht sagen, womit dieses Drogenproblem, also so wie wir es heute kennen, auch womit es begonnen hat?
Genau das ist einmal diese. Diese Voraussetzungen, die du ansprichst, ist natürlich erst mal die chemische. Das heißt ich würde widersprechen. Es gab durchaus auch in Zeiten vor der pharmazeutischen Revolution gab es durchaus natürlich Abhängigkeit. Ja, es gab schon immer Alkoholabhängigkeit, es gab auch Opium, Abhängigkeit, also das heißt, Leute, die eben Opium, in diesem Fall in der Apotheke gekauft haben und davon abhängig waren, auf eine ähnliche Art, wie wir das heute kennen.
Aber dadurch, dass diese Stoffe, diese pflanzlichen Stoffe eben nicht so hoch potent waren, also nicht so hoch konzentriert war, dass Problem noch nicht so sichtbar und noch nicht so intensiv, würde ich sagen. So in ganz groben. Aber wenn man nach China guckt, gab es zum Beispiel wurde Opium geraucht. Auch da gab es im 19. Jahrhundert schon vor diesen ganzen chemischen Entwicklungen durchaus große Abhängigkeits Probleme.
Das heißt, da muss man ein bisschen vorsichtig sein. Aber im Großen und Ganzen dadurch, dass diese Stoffe im 19. Jahrhundert sehr schnell alle hintereinander entwickelt werden und man dann gar nicht so richtig Zeit hat, sich da zu überlegen, was das eigentlich für Stoffe sind, sondern einfach mal guckt, was passiert. Dadurch tritt sozusagen dieses Phänomen plötzlich in der Wahrnehmung der Gesellschaft relativ plötzlich auf und dadurch nimmt es eben zum Ersten Mal überhaupt diese Gestalt an, dass man das Gefühl hat Ah, hier passiert irgendwas.
Und Hintergrund ist auch ein bisschen, dass man vorher immer ganz ausschließlich gedacht hat. Das liegt an den Leuten. Also man hatte vorher irgendwie klar hat man auf dem Schirm, dass es verschiedene Substanzen gibt, aber man hat immer sehr stark die Verantwortung zu den Konsumierenden geschoben. Wenn jemand es nicht geschafft hat, das unter Kontrolle zu halten, seinen Konsum, dann war das immer ein charakterliche Schwäche.
Ja, man hat das als moralisch degenerative, also als gesagt, okay, er hat es halt nicht im Griff, er muss sich mal zusammenreißen. Es ist halt ein schlechter Mensch. So hat man es sozusagen abgefrühstückt und das hat natürlich dazu geführt, dass man dann eher die Leute versucht hat zu disziplinieren und nicht dieses Drogen Phänomen so in den Blick genommen hat.
Wobei natürlich diese Dinge, dieser Hintergrund auch bestehen bleibt. Das kennt man sicherlich auch heute noch, dass im Hintergrund irgendwo diese Vorstellung wabert. Na ja, wenn du irgendwie eine Abhängigkeit Erkrankung hast, dann ist das eigentlich am Ende deine eigene Schuld, weil du es nicht im Griff hast. Und dann muss man aber sagen also abgesehen jetzt von dieser pharmazeutischen Entwicklung, von diesen ganzen neuen, viel potenten Stoffen, sind eben in dieser Zeit noch ein paar andere Sachen passiert, die auch total wichtig sind.
Noch Rassismus habe ich schon geredet, der da irgendwie als Brandbeschleuniger immer eine Rolle spielt. Eine andere, ein anderer Hintergrund ist der christliche Hintergrund in den USA. Also man muss sich vorstellen, in den USA im 19. Jahrhundert, das ist eine ganz andere Gesellschaft als die, die wir heute kennen. Das ist eine Gesellschaft, in der alle sich komplett einig sind, dass Gott die Sache im Griff hat.
Also Christentum ist total dominant. Dieses weiße, vor allem protestantische Christentum, das von Männern natürlich irgendwie in die Welt getragen wird, ist der sozusagen. Das ordnet die Welt der Menschen, und das ist das, wonach die sich richten. Und innerhalb dieses Christentums ist vor allem der protestantischen Variante ist Nüchternheit ein total wichtiger Wert. Ja, das passt sehr gut dazu, dass man eben arbeitsam ist, fleißig ist, dass man sich die persönlichen Gelüste zurückstellt und sich zusammenreißt und irgendwie ganz bescheiden lebt, damit man am Ende dann ins Himmelreich kommt.
Ja, und Ausschweifung, Kontrollverlust, Rausch ist da alles nicht so erwünscht. Überhaupt Genuss hat auch so eine Genuss feindlichkeit, so ein bisschen als Kultur. Und das da, das ist sozusagen der Nährboden, auf dem sich die Leute dann in den USA relativ leicht einig werden. Also vor allem die Leute, die die Gesetze machen, dass Rausch was Schlimmes ist und dass man sich eben gegen Alkohol und gegen Drogen unbedingt verteidigen muss als Staat.
Und das ist der Hintergrund, warum man auf die Idee kommt, wir müssen das verbieten, wir müssen die Leute schützen davor, indem wir das verbieten und indem wir sozusagen den Teufel vor die Tür setzen. Und ohne diesen, ohne dieses Weltbild ist es eigentlich kaum zu verstehen. Und dadurch, dass dann die USA mit dieser Art, mit diesem Hintergrund dann ein international eine sehr dominante Rolle bekommen im Laufe des 20 Jahrhunderts, wird eben diese Vorstellung von Nüchternheit im Prinzip über die internationalen Behörden und Strukturen in alle Welt exportiert.
Da habe ich jetzt was rausgehört. Kannst du vielleicht so einen kurzen Zeitstrahl verbildlichen, wann welche der Haupt Substanz ungefähr verboten wurde? Weil da war ja der Alkohol auch dabei, der auch verboten wurde. Und da kommen wir dann gleich noch einmal dazu, weil jetzt haben wir ja den Alkohol überall.
Genau. Also kleiner kleiner Überblick. Also in den USA geht es los. Was ich gerade erzählt habe, ist im 19 Jahrhundert im Prinzip der Fall, Also dieses Credo, der christliche Hintergrund. Und zunächst ist es jetzt erst mal kein Verbot, sondern erst mal eine Stimmung, ein gesellschaftlicher Kodex eigentlich, wo man sagt okay, das es aber da muss man vorsichtig sein.
Und wie ich eben beschrieben habe, kommen da erst mal diese Wellen. Also es geht los mit Morphium zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Dann geht es weiter in den 60er Jahren mit Kokain und in den 1890 er Jahren mit Heroin. Da kommt jeweils so eine Konsum Welle und danach dann so ein Song, sozusagen ein Kater, ein böses Erwachen, wo man so denkt vorsichtig.
Die allerersten Verbote kommen dann aber für das Rauchen Opium. Das hat mit den Chinesen zu tun, also mit der chinesischen, äh mit den chinesischen Arbeitern, die in den USA die Eisenbahn bauen und das Gold aus den Goldminen holen. Und das da ist das allererste Drogen Verbot der USA von 1975, ausgerechnet in San Francisco. Entschuldigung, 1875 natürlich. Genau. Also 1875 wird in San Francisco das Opium Rauchen verboten.
Und das hat aber vor allem mit der chinesischen Minderheit dort zu tun. Und da kommt man aber so ein bisschen auf den Trichter Ah, vielleicht ist Verbotene eine gute Sache. Dann das erste nationale amerikanische Drogen Verbot, das sich gegen Heroin und gegen Kokain wendet, also die erst mal als Medikamente reguliert, muss man sagen. Das ist dann noch kein Kopf volles Verbot, sondern das sagt erst mal das ist verschreibungspflichtig.
Ja, Heroin musst du dir von deinem Arzt verschreiben lassen, kannst du nicht einfach in der Apotheke kaufen. Und das kommt 1914. Das ist der Harrison Act, das erste große amerikanische Drogen Gesetz. Und ganz kurz danach, nämlich 1919, vier Jahre später, wird der Alkohol verboten in den USA. Das ist die große Prohibition, das große noble Experiment, das so kläglich gescheitert ist.
1933 wird die alkoholfreie Prohibition wieder aufgehoben und bis dahin sind dann aber schon einige Sachen passiert. Also 1922 wird das Heroin verboten, wenn ich mich richtig erinnere. Mag 21 gewesen sein, so 1919 ist. Außerdem hat der Supreme Court entschieden, dass die Das Maintenance Therapie keine nicht erlaubt ist, also dass man sozusagen jemanden, der abhängig ist, jemand jemandem, der abhängig ist, darf man nicht deswegen die Substanz verschreiben.
Nach der Arbeit, von der er abhängig ist, also Substitution.
Substitution quasi.
Jein bzw. Maintenance ist ja, wenn du sozusagen nicht Methadon gibst statt Heroin, sondern wenn du einfach Heroin gibst. Also am Anfang haben sozusagen, also 14 kam das Gesetz, das gesagt hat, Heroin und Kokain sind verboten. Man hatte aber eben 100.000 Abhängige in der Gesellschaft, die jetzt plötzlich alle nicht mehr in der Apotheke ihren Stoff bekommen haben. Und um sich um die zu kümmern, hat dann die Ärzteschaft Kliniken aufgemacht und gesagt Na gut, wenn du also diese Suchterkrankung hast, dann komm zu uns in die Klinik, dann kann ich dir da unter kontrollierten Bedingungen diese Substanz verschreiben.
Und wir gucken mal, wenn die irgendwie helfen können. Ja, gar nicht so dumm. Eigentlich sind wir jetzt heute wieder bei angekommen, ziemlich viele Jahre später. Und das hat aber der Supreme Court, also das amerikanische Verfassungsgericht, dann kassiert und gesagt ne medizinische Indikation ist nicht eine Abhängigkeit, also das gilt nicht, das dürft ihr nicht machen, das das ist raus.
Und damit waren dann eben 1919 zum Ersten Mal die amerikanischen Abhängigen der Arsch, könnte man sagen. Die saßen dann plötzlich da ohne ihren Stoff und waren gezwungen, einen Schwarzmarkt zu organisieren. Und es gab natürlich schon immer Schwarzmarkt. Unternehmer, die das willig gerne für sie gemacht haben, weil da sehr viel Geld.
Ja, was sich spannt sind viele Substanzen wurden ja auch in Europa entdeckt von Pharmafirmen. Wie kam denn das dann, dass in den USA dann die Sachen verboten wurden? War das in Europa überhaupt kein Problem oder hat die Politik da irgendwie langsamer reagiert? Also wie kommt es denn, dass diese Drogenpolitik und diese Prohibition der ganzen Geschichte so eine amerikanische Geschichte ist?
Disclaimer
Das ist, glaube ich, diese kulturelle Hintergrund, den ich eben beschrieben habe. Der Unterschied. Also ja, es wurde durchaus in Europa auch diskutiert. Ja, es gab auch in Europa zum Beispiel Romantiker, die mit großem Bohei ihr Haschisch in ihrem Salon und so weiter konsumiert haben oder Bücher darüber geschrieben haben, wie sie ja Opium nehmen. Und das war, da gab es durchaus auch in Europa Diskussionen darum, ob das nicht irgendwie schwierig und unmoralisch und vielleicht ein bisschen gefährlich und verderblich sein könnte.
Aber das war einfach in Europa. Trotzdem wurde das als Randphänomen wahrgenommen, und es gab sozusagen nicht dieses Panik Potenzial. Die amerikanische Gesellschaft hatte viel stärker schon das Gefühl, also die hatte hatte schon früh ein größeres Talent für Panik. Würde ich jetzt mal so ganz unwissenschaftlich formulieren.
Und deswegen habe ich auch gesagt.
Das gilt ja heute auch noch. Genau sozusagen dieses diese Angst geleitete, Angst geleitete Politik. Das MAG auch mit der Demokratisierung zu tun haben, also die Amerikaner waren ja durchaus deutlich weiter in ihrem Demokratisierungsprozess, als das jetzt die europäischen Gesellschaften zu dieser Zeit waren. Und da war natürlich auch eine andere Art von Demokratie, als wir heute haben. Aber trotzdem gab es vielleicht deswegen schon ein größeres, eine größere Sensibilität für Themen, mit denen man Angstmachen und dann Politik machen kann.
Also das könnte eine Sache sein. Ansonsten glaube ich aber tatsächlich, dieser, dieser, dieser christliche, dieser sehr intensive christliche Hintergrund, der so stark eben eben in der Staatlichkeit verwoben ist und wo es eben nicht diese klare Trennung oder ich meine, bei uns ist ja auch nicht ganz klar die Trennung zwischen Kirche und Staat, aber es gibt sie wenigstens sozusagen als als Idee und als als Ideal.
Zum Beispiel in Frankreich gibt es das ja relativ früh schon. Und genau das heißt, das würde ich sagen, ist der Grund, warum das in den USA losgeht. Und man muss auch fairerweise sagen, die Europäer machen ja dann auch mit, also auch die USA, egal wie mächtig sie sind, hätten ja auch nicht auf diesen internationalen Konferenzen sich durchsetzen können, wenn es nicht auch bei den europäischen Diplomaten welche gegeben hätte, die gesagt hätten Ja, stimmt, irgendwie sehen wir irgendwie ein.
Also das heißt, so ganz gegen den Widerstand aller Welt haben die das nicht gemacht.
Ja, okay, du hast jetzt glaubens motivierte Interessen genannt, um Substanzen auch zu verbieten oder um quasi diesen diesem Rausch vorzubeugen und die Gesellschaft davor zu schützen. Sozusagen gab es auch einfach klare politische Motivationen der USA, jetzt das Ganze in die Welt auch zu tragen. Also so Verhandlungs Geschichten, oder?
Das war sehr vielschichtig, warum die USA das in die Welt getragen haben. Also einmal war da tatsächlich dieses, dieses Sendungsbewusstsein, dieses Gefühl von wir wissen, was das Richtige ist und das tragen wir jetzt mal in die Welt. Und das sagen wir jetzt mal allen. Ja, das war auf jeden Fall ein wichtiger Teil davon. Aber der Beginn der internationalen Drogenpolitik ist eigentlich ein ganz klassisch kolonialer.
Da weiß ich nicht, wie sie jetzt ausholen soll. Um das mal zu erzählen Ist es eigentlich eine.
Stunde Sinn oder.
Eine Zeit, da können wir ein bisschen einsteigen. Genau. Also es war einmal ein Land, das hieß Amerika und das war eine Kolonie ursprünglich mal Die Amerikaner haben sich dann in ihrem Unabhängigkeitskrieg von der britischen Krone losgesagt und waren seitdem sind sie seit Jahrhunderten ultra stolz darauf, dass sie unabhängig sind. Diese Unabhängigkeit und Anti Kolonialismus ist sozusagen der Kern der amerikanischen Identität.
Ups, dann haben Sie aber Ende des 19. Jahrhunderts aus Versehen ein paar Kolonien sich geholt. Die haben dann irgendwie ein bisschen Krieg geführt. Dann haben sie gewonnen und oh je, oh je, Jetzt hatten die USA plötzlich zum Beispiel die Philippinen als Kolonie. Ja, jetzt mussten die natürlich erklären, warum das jetzt zusammenpasst. Passt natürlich vorne und hinten nicht zusammen und wird sich auch nicht ändern und haben aber dann getan, was Kolonialmächte tun.
Nämlich haben versucht zu erklären, warum das jetzt für die Unterworfenen total gut ist, wenn sie die unterworfen haben. Und da kam eben ein Missionar. Also die Missionare sind da häufig beim Kolonialismus sehr stark involviert. Bei dieser Art von Rechtfertigung auch. Und dieser Herr hieß Charles Brant und war Bischof in Manila und hat gesagt Leute, wir befreien die Philippinen vom Opium.
Ja, lange Geschichte, kurz gemacht die Das hat nicht funktioniert. Die haben auf den Philippinen das Opium Rauchen verboten und die Leute haben trotzdem weiter Opium geraucht, weil es sehr leicht zu schmuggeln ist, wenn ein Land aus 7000 Inseln besteht. Und daraufhin hat aber jetzt Bischof Brent nicht gedacht Ja, okay, hat nicht geklappt, kommen wir legalisieren das da so wie es die Spanier vorher auch gemacht hatten, sondern Bischof Trent hat sich gedacht Hey Leute kommen dann, machen das halt und kontrollieren das halt auf der ganzen Welt.
Wär doch nett. Ja, und hat dann an seine Buddys in Washington geschrieben. Er war ganz gut vernetzt und hat dann gesagt Komm lass uns doch mal eine internationale Opium Konferenz einberufen und darüber verhandeln, wie wir den Opium Handel weltweit reglementieren können, damit das nicht mehr so ist, dass das einfach Opium verkauft werden kann in ein Land, in dem es verboten ist.
Und das fanden jetzt wiederum die Briten nicht so witzig. Die Briten haben nämlich ihr Weltreich dadurch finanziert, dass sie indisches Opium aus der einen Kolonie an die Chinesen aus der anderen in die andere quasi Kolonie verkauft haben. Weil die hatten ein Problem, dass die immer so viele chinesische Sachen gekauft haben in Großbritannien. Aber die Chinesen wollten irgendwie nichts kaufen aus Großbritannien dann so, das heißt, die Briten wollten eigentlich ehrlich gesagt überhaupt nicht, dass jetzt jemand international da eingreift in ihr System.
Und dann ging es los. Das heißt, diese ganzen Dinge, die ich grad erzählt haben, haben ja sozusagen mit dir, mit der Moral von Konsum und mit den Konsumierenden überhaupt nichts zu tun, sondern es geht um koloniale Interessen, es geht darum sind die USA mächtiger oder die Briten? Wer darf den Welthandel organisieren? Und das war aber der Beginn der internationalen Opium Politik.
Und da auf diesem ersten Treffen von 1909, wurde auch zum Ersten Mal definiert, was eigentlich Drogen sind. Und diese Definition hat dann das ganze 20. Jahrhundert überdauert.
Ja, das ist ja Wahnsinn zu sehen, was für ein Stellenwert auch so psychoaktive Substanzen schon immer, also schon lange in unserer Gesellschaft gespielt haben. Auch auf der ganzen Welt. Also Wahnsinn!
Genau. Und für das deutsche Kaiserreich kann man ja vielleicht schon mal hier einfügen, weil wir ja auch gleich glaube ich noch über Cannabis reden wollen. Das deutsche Kaiserreich hatte am Anfang überhaupt keine Lust auf diese Art von Reglementierung. Das Kaiserreich war eine Exportnation. Also das heißt, sie haben ganz systematisch, sie hatten eben eine sehr starke Pharmaindustrie. Also viele von diesen Erfindungen, von denen wir gesprochen haben, sind alle immer in deutschen Apotheken und in deutschen Pharma Fabriken passiert.
Und das war ein Geschäftsmodell. Die Deutschen haben wie die Irren zum Beispiel Opium aus der Türkei importiert und weiterverarbeitet zu Morphium und Heroin und das dann in alle Welt exportiert und wahnsinnig viel Geld damit verdient. Wir hatten also nicht so Lust auf Regulierung und haben dann ehrlich gesagt am Anfang, die haben immer jemanden geschickt. Nee, auch so in so einer angespannten Weltlage zu Beginn des 20. Jahrhunderts, da war das schon wichtig, dass man dann da mitmacht und ein bisschen was redet.
Aber die haben das am Ende nicht ratifiziert, diese frühen Abkommen und sind dann erst durch den Ersten Weltkrieg dazu gezwungen worden. Das heißt, Deutschland hat dann den Ersten Weltkrieg verloren. Kennt man ja, musste sozusagen antanzen in Versailles und unterschreiben und hatten gar kein, äh, gar keine Möglichkeit einzuwirken auf dieses Vertragswerk und schwupps war ein Teil dieses Vertragswerks eben die das Abkommen zu den Drogen.
Und dann musste Deutschland zum Ersten Mal in den Zwanzigerjahren eben vor allem erst mal Heroin und Kokain, aber dann eben Ende der 20er auch Cannabis reglementieren, obwohl die Deutschen eigentlich ganz offen gesagt haben Hey, also ja, können wir schon irgendwie machen, aber so richtig ein eigenes Problem haben wir eigentlich nicht mit der Sache.
Aber jetzt wollte ich noch ganz kurz bevor wir in Deutschland einsteigen zu diesem War on Drugs noch mal ganz kurz drüber sprechen. Also das ist ja auch wirklich, wenn man sich so, also wenn man Drogen Geschichte googelt und dann kommt ja der War on Drugs unweigerlich und auch der Name Richard Nixon. Und vielleicht kannst du da ganz kurz erzählen, was es damit auf sich hatte, warum das gemacht wurde und wie das motiviert war.
Weil dann kommen wir nämlich noch mal auf diese marginalisierten Gruppen zu sprechen und das finde ich super spannend, das Thema.
Ja genau, also der War on Drugs. Es gibt, da gibt es manche Leute, die sagen Ach, der ist doch viel älter, der ist doch nicht erst seit den 70er Jahren, sondern eigentlich kann man doch all das, was ich jetzt gerade schon erzählt habe, schon im 19 Jahrhundert oder vielleicht die ersten Verbote da auch schon dazuzählen. Und das hat auch so ein bisschen seine Berechtigung.
Aber das, was wir als War on Drugs bezeichnen, ist genau diese Kampagne von Richard Nixon, die beginnt, wie sagt man immer im Juni 1971, da hält er eben diese wichtige Rede, wo er sagt, dass wir jetzt diesen Drogen, den Krieg erklären müssen. Und der Hintergrund ist vielfältig. Da muss man so ein bisschen unterscheiden zwischen dem, was tatsächlich in der Zeit Drogenkonsum mäßig los war in der amerikanischen Gesellschaft und dem, was Nixon sich versprochen hat von dieser Kampagne.
Und da erzähle ich vielleicht erst mal ein bisschen was von dem, was los war. Und zwar ist die Situation eine grob so Es gibt seit den 60er Jahren in den USA die Gegenkultur also die Hippies und die Studentenbewegung, die Vietnam Proteste. Es gibt eine riesengroße gesellschaftliche Bewegung, die Bürgerrechtler, die sich für die Gleichberechtigung der Afroamerikanerinnen einsetzen, also ganz viele Leute sagen So geht es nicht weiter, Wir wollen diese Gesellschaft neu organisieren.
Und Drogen geraten rein in diese Kulturkämpfe. Denn es gibt natürlich nicht nur diese Leute, sondern es gibt auch die Leute, die sagen Nein, um Gottes willen, wir lassen alles, wie es war. Ja, und in diesen Kulturkampf hinein geraten die Drogen auch, weil eben die die Studenten, aber vor allem die Hippies, Drogen als Protest Signal verwenden. Und da geht es vor allem um Cannabis und ein bisschen auch um die psychedelischen Drogen.
Das heißt, die Hippies sagen Guck mal, ätsch, ich mach, was ich will, ich mache mir meine eigene Utopie. Ich kann irgendwie, ich denke an ein neues Leben und das mache ich eben zum Teil auch mit Drogen. Und das hat sehr stark die Eltern geärgert. Es hat also sehr gut funktioniert, diese Protestaktionen und hat aber auch dazu geführt, dass sie sich sehr angreifbar gemacht haben.
Denn anders als freie Liebe und Haare nicht waschen und bunte Klamotten anziehen, sind halt Drogen tatsächlich schon verboten gewesen und waren etwas, womit man sozusagen, wenn man diesen Leuten irgendwie in die Parade fahren wollte, dann konnte man das durch die Drogen Gesetze ganz gut machen. Das ist der eine kulturelle Hintergrund, der politisch wichtige.
Disclaimer
Der andere ist, dass es in der gleichen Zeit und vollkommen ohne Verbindung zu dieser Sie sind 60er Jahren Kulturen gab es eine Heroin Krise. Also es gab eine York in den Ghettos, das nannte man damals so natürlich in Anführungszeichen, also in den innerstädtischen Stadtvierteln, in denen Afroamerikaner in den lebten, gab es eine wahnsinnige Armutsgrenze, eine Krise der Arbeitslosigkeit.
Das hatte verschiedene Hintergründe, hatte aber eben auch viel damit zu tun, dass diese Menschen total ausgegrenzt waren und eben nicht, weil wählen konnten, wo sie wohnen, eben nicht arbeiten konnten, was sie wollten. Eben nicht einfach bildungsfern, Biografien haben konnten, also wahnsinnig benachteiligt waren. Und in diesen Stadtvierteln gab es jetzt gerade eine eine wahnsinnige Heroin Epidemie. Ja, und da war man sich einig in diesen konservativen Kreisen, dass die ausschließlich an dem Satz, dass die Leute selber dran schuld sind.
Also das hatten wir eben auch schon mal, die Leute sind natürlich selber schuld an ihrer, an ihrem ganzen Elend, an ihrer Armut, weil sie ja Drogen nehmen. Hätten sie ja nicht machen müssen und andersherum. Die progressives, also die andere politische Seite würde natürlich sagen Nein, den Leuten geht es schlecht und deswegen konsumieren sie diese Drogen, weil sie gar nichts anderes haben, um sich irgendwie den Tag zu überstehen.
Und das ist so, was früher, also solche Strömungen früher auch schon gab.
Und genau das war im Prinzip die klassische Debatte war damals schon intakt und das hat zum Ersten Mal aber so ganz krass diese Bilder produziert von von urbanen Drogenkrieg, von der urbanen Drogen Krise in Verbindung mit Heroin. Also das, was auch bis heute eigentlich unsere Vorstellung oder nicht unsere, sondern die die allgemeine Vorstellung davon, was eigentlich Drogen sind, die geht relativ stark zurück auf dieses Bild von einem sogenannten Junkie, der da auf der Straße liegt, mit seiner Nadel im Arm und vollkommen verelendet ist und nichts mehr besitzt und die Leute beklaut, sich nicht wäscht.
Also mich würde es eigentlich fast gar nicht alles wiederholen, weil es natürlich Unsinn ist und wahnsinnig stigmatisiert. Aber da ist es, da kommt dieses Bild her und es ist eben sehr stark rassistisch aufgeladen, denn es sind Afroamerikanerinnen, die das betrifft. Ja, und jetzt kommt also Nixon, Das heißt, wir haben auf der einen Seite die Hippies und die Studenten, wir haben auf der anderen Seite diese ausgeschlossene, afroamerikanische, vollkommen vernachlässigte Minderheit mit ihrer Heroin Krise.
Und dann kommt Nixon an die Macht. Ja, der wird 68. Ja, noch 68. Wird er gewählt, 69 kommt er ins Amt, und der verspricht Law and order. Er verspricht, wieder aufzuräumen und die Leute von der Straße zu holen, die da so viel Ärger machen. Und das macht er sehr geschickt, indem er eben die Drogen ganz vorne hinstellt. Denn wenn man Nixon sagt, Ich gehe hart gegen Drogen vor, dann können alle sich aussuchen, was er damit meint.
Dann hat man so ein gemeinsames Feindbild.
Ja, na ja, also es ist vor allem diese Methode, also diese Hunde Pfeifen Methode, wo wirklich die Leute unterschiedliche Sachen hören. Also jemand, der in der Stadt wohnt und Angst hat vor Kriminalität, der hört ah, der geht voll gegen diese Beschaffungskriminalität vor. Ein Rassist im Amerika Süden, der die Bürgerrechte, die sind die neuen Bürgerrechte wieder abschaffen will, der hört Drogen, der geht gegen die Afroamerikaner vor.
Und jemand, der genervt ist von den Hippies, der hört ah, der geht gegen die Hippies vor. Das heißt, er musste all diese Dinge nicht sagen, weil sie schon nicht mehr ganz so pc sind, sondern er sagt einfach Ich mach was gegen die Drogen und alle verstehen, was sie wollen. Es ist super für.
Die Gesellschaft, sind sicher.
Super raffiniert und jetzt ist das auch nicht der erste, der das macht und auch nicht der letzte. Also ich würde mal behaupten, es gibt in der CDU CSU durchaus Leute, die etwas ganz ähnliches machen und denen es auch nicht tatsächlich um Drogenkonsum geht. Wenn sie was auch immer für Sachen fordern. Finger weg von Cannabis. Sie, das heißt diese diese Law and Order, dieses ich greife durch und sorge für Ordnung.
Das ist der Hintergrund, warum Nixon da auf die Straße geht und das ganz lustige ist, Nixon hat normalerweise weiß man ja dann nicht, wenn so was passiert, ob der es wirklich ernst gemeint hat oder ob er es wirklich getan hat, einfach aus populistischen Gründen, um Leute zu überzeugen, dass sie ihn wählen sollen. Und bei Nixon ist das Schöne Nixon hat seine ganzen Gespräche, seine ganzen Beratungsgespräche im Oval Office alle selber ausgezeichnet, um später seine Memoiren zu schreiben, und musste dann diese Tapes später alle aufgeben.
Und die sind jetzt alle archiviert. Und man kann sich jetzt als Historikerin alle anhören ist total spannend, weil man normalerweise eben diesen ungeschönten Blick auf die tatsächlichen Motivationen normalerweise nicht hat. Und bei Nixon hat man die und deswegen kann man da ganz klar sehen Nixon wollte niemandem helfen, sondern nur sich selbst. Dem war alles im Vordergrund. Der hat zwar schon irgendwie hatte er den tiefen Glaubenssatz, kam auch aus einer protestantischen Familie.
Er hatte schon den tiefen Glaubenssatz, dass das Drogen und Rausch irgendwie böse sind. Aber der hat jetzt nicht das Gefühl, ich rette mal die Welt, sondern er hat eben gesagt das funktioniert. Und dann hat er eben den War on Drugs vom Zaun gebrochen und wirklich wahnsinnig Ressourcen investiert, vor allem in das, was wir Supply Control nennen, also in Strafverfolgung, in Polizei, in dem Versuch, die Grenzen dicht zu machen, in internationale Drogenpolitik, also auch Intervention Zonen in anderen Ländern, wo man Felder zerstört und gegen Schmuggel vorgeht und usw, Also all diese Dinge hat er wahnsinnig gepusht, sehr viel Geld reingesteckt und Spoiler in der Art ein Effekt hat es nicht geklappt?
Ja, es hat, er hat wirklich. Man kann sagen, mit allem was er hatte auf dieses, auf dieses Problem gefeuert. Und es hat wenn überhaupt dazu geführt, dass die Zahlen noch weiter gestiegen sind. Also man kann überhaupt.
Er heftigste mafiöse Strukturen entstanden sind und mittlerweile sind ja fast ganze Länder verloren, sage ich mal, also die nicht mehr in der Demokratie leben, sondern wo einfach Drogenkartelle die Macht übernommen haben.
Genau das ist der internationale Aspekt davon. Also es gab vorher eigentlich relativ gut funktionierendes Supply Chain, also Lieferketten, die den amerikanischen Drogenmarkt beliefert haben. Vor allem eine eine wichtige Lieferkette war die Lieferkette von der Türkei über Frankreich nach Amerika kennt man. Als French Connection gibt es auch einen Kinofilm dazu und der Vorteil war, dass in der Türkei der Opiumanbau legal war, also in der Türkei wurde und wird auch bis heute Opium angebaut für die legalen Märkte, also für die Arzneimittel Herstellung.
Und von diesen Drogen Bauern, von den Opium Bauern in der Türkei wurde dann eben ein Teil des Opiums nicht an die Pharmafirmen verkauft, sondern an die an die Amerikaner. Und da ist natürlich nicht viel Gewalt in diesem System, sondern das ist einfach. Ist es halt ein illegaler Markt, aber jetzt kein gehaltvoller. Dann haben die Amerikaner aber versucht, eben diese ganzen Lieferketten zu zerschlagen, mit dem Effekt, dass eben dieser Markt sich immer weiter zurückgezogen hat in immer unwägbare Gelände.
Also der Gipfel ist dann eben Afghanistan, wo wirklich niemand irgendeine Kontrolle hat über diese Berge. Und das andere, was passiert ist, dass eben die Gewalt immer größer wird und die Katalogisierung stattfindet, So nennt man das, dass halt einfach derjenige, der am besten Korruption kann und der am meisten Gewalt ausübt, ist am Ende derjenige, der den Markt unter Kontrolle bringen kann.
Und das ist natürlich ein Anreizsystem. Das ist natürlich wahnsinnig schlimm, weil das führt dazu, dass einfach manche Staaten komplett ausgehöhlt werden von dieser Drogen Ökonomie. Ja, und wir sind ehrlicherweise diejenige, die das finanziert, weil wir natürlich jeden Euro, den wir investieren, in Kokain als Gesellschaft, der fließt direkt in diese, in diese Geldbeutel und resultiert dann in hunderttausenden Toten am anderen Ende der Welt.
Ja, natürlich. Aber klar ist auch, dass wenn jetzt Europa sagen würde, wir wir koksen nicht mehr, dann würden die halt versuchen, sich auf Dauer auf dem anderen Ende der Welt irgendwo einen Markt zu suchen. Also es ist halt schon auch ja.
Markt suchen ist schwierig, also ich glaube die Antwort wäre nicht, dass man nicht mehr kokst, sondern die Antwort. Also das wäre natürlich toll, wenn man gucken würde, dass man Menschen davor bewahrt, in eine Abhängigkeit zu kommen, denn das ist was Schreckliches. Aber es ist einfach ehrlich gesagt unrealistisch. Man kann. Es ist halt noch keine liberale Gesellschaft gegeben, die da, die es geschafft hat, mit welchen Mitteln auch immer, ihre Leute davon abzuhalten, Drogen zu konsumieren.
Und der Schritt wäre meiner Ansicht nach nicht, dass wir jetzt mal versuchen, ob uns nicht doch was einfällt, wie wir das schaffen. Denn die Erfahrung zeigt das einzige, was da funktioniert, ist Terror. Also das funktioniert ja. Autoritäre Systeme, in denen man wirklich erschossen wird, wenn man irgendwas nimmt. Das funktioniert als Abschreckung, aber alles andere, also wenn man einen liberalen Rechtsstaat will, dann wird man damit leben müssen, dass Menschen Drogen konsumieren.
Und die meisten tun das ja auch, ohne dass ihr Leben deswegen komplett den Bach runtergeht. Und deswegen wäre sinnvoll meiner Ansicht nach, dass man sagt na ja, wir sehen jetzt mal, wir haben jetzt wirklich Jahrzehnte lang versucht, dieses Problem anders zu lösen. Es hat nicht funktioniert. Wie wär’s denn, wenn wir dem mal Rechnung tragen? Wir gucken uns mal an Welche sind denn die Drogen, die wir wahrscheinlich wirklich einfach nicht loswerden?
Und dann machen wir mal einen Fair Trade Markt. Dann sagen wir mal okay, wie können wir denn die Bauern, die das sowieso anbauen, und die Leute, die das sowieso verkaufen, Wie können wir denn das in die Legalität holen, anstatt es eben diesen Drogenkartellen zu überlassen? Denn dann wird plötzlich eine Sache draus, wo Länder im globalen Süden tatsächlich Profit schlagen können aus unseren Konsum Verhältnissen.
Ja, und wo wir natürlich, dann kriegen wir auch so Sachen wie Qualitätskontrolle. Ja, dann braucht man kein Druck Checking mehr, wenn man sozusagen eine lief, eine kontrollierte Lieferkette hätte, wo man weiß, was drin ist. Und ich weiß, das ist sehr weit weg von dem, was politisch machbar wäre, aber es wäre rational gar nicht so abwegig.
Die Idee schon, aber ich kann mir vorstellen, dass da mittlerweile so starke Strukturen in diesen Mafia Kreisen sind. Und in diesen, in diesem illegalen Handel wurde auch kein Steuern zahlen musste usw dass es da sicher, wenn man mit so einer Idee ankommt und es anfängt, dass es da sicher ordentlich Gegenwind geben wird.
Also bei den bei der Mafia.
Ja zum Beispiel, da ja.
Schon.
Schon auch Strukturen gibt, die das aufrechterhalten wollen.
Ja klar, aber es also da, das sieht man natürlich nicht als alleine hin, da müsste man schon in die internationale Drogen Ordnung wieder. Na da bin ich jetzt mal Charles Brand und würde auch mal groß denken, aber das ist ja nichts aber die haben ja Erfahrungen damit, was passiert, wenn wir eine Prohibition wieder abschaffen. Es gibt ja die Alkohol Prohibition in den USA, die auch ein Riesengeschäft.
Da gab es auch riesengroße Mafiastrukturen, die davon profitiert haben. Und die sind ehrlich gesagt eingegangen, denn habe ich ja auch schon gesagt, ein großer Teil dieser der macht dieser Leute besteht ja im Geld und wenn man ihnen einfach das Geld nicht mehr gibt, ja, wenn die Leute ihr Kokain Geld nicht mehr ihrem Dealer geben, sondern in der Apotheke ausgeben.
Jetzt mal ganz wie so ein Visionär gesprochen, dann haben die einfach diese Macht nicht mehr. Dann können die in ihrem Zimmer sitzen und weinen, aber dann haben die einfach nicht die Möglichkeit das durchzusetzen. Und also so, so eine Prohibition rückgängig zu machen und wieder ins Licht zu holen und einfach einen legalen Markt aufzubauen, das ist nicht unmöglich. Und dann muss man auch dazu sagen die Konsumierenden stehen auch nicht auf den Schwarzmarkt.
Ich meine, das wissen Leute, die Hacking machen. Ja, aber das sehen wir auch. Zum Beispiel Vielleicht erinnert sich noch jemand dran, wie man vor ein paar Jahren alles, was man im Internet angucken wollte, illegal streamen musste. Und sobald es die Möglichkeit gab, dafür Geld zu bezahlen, haben sich alle gefreut und haben es gemacht und niemand hat Bock darauf.
Das heißt, die meisten Leute wollen eigentlich gerne raus aus diesem Schwarzmarkt und raus aus den Gefahren, die damit verbunden sind und sind auch bereit, dafür Geld zu bezahlen. Plus Prohibition ist ja nicht billig, also das führt ja nicht dazu, sondern im Gegenteil, je schlimmer was verboten ist, desto mehr steigt der Preis und die Marge, die die Organisationen machen.
Und das ist ja, was man jetzt schon sieht bei Cannabis in Deutschland, dass dadurch, dass eben jetzt da eine Konkurrenz entstanden ist, die Preise runtergehen und sich das sozusagen dafür für die illegalen Unternehmer nicht mehr so sehr lohnt. Und das heißt, jede Art von Legalisierung ist eine echte Konkurrenz für die illegalen Unternehmer.
Jetzt hattest du gesagt, 1920 ungefähr wurde Cannabis in Deutschland verboten. Wenn ich dir richtig zugehört habe, wurde Cannabis in Deutschland vor diesem Verbot kulturell genutzt?
Ja, es gab durchaus ein bisschen Cannabiskonsum. Es war kein. Es war nicht als Problem wahrgenommen, das ist ganz klar. Es gab im 19. Jahrhundert diesen Club der 80er in Paris. Diese Poeten kennt man vielleicht, die da so ein bisschen Cannabis nehmen und so auf der Ebene der Avantgarde, die irgendwie irgendwelche Künstlerinnen, die sich denken Oh, also vor allem Künstler leider, die sich denken Oh, ich versuch’s mal, was da passiert.
So, das gab es schon, aber es gab es einfach nicht als Massenphänomen. Also das ist das gleiche wie beim Morphium. Morphium gibt es auch ein paar, es gibt immer ein paar Ärztinnen oder in der Zeit leider noch nur Ärzte, die den Schrank, also nur die Schlüssel zum Medizinschrank haben und auch benutzen. Das heißt, es gibt da so kleine Gruppen, aber das ist, das ist nicht in den Hunderttausenden und auch nicht in den Zehntausenden, sondern eher so in 10000, also von der Größenordnung her.
Und das schwankt dann so ein bisschen. Also nach dem Krieg gibt es dann mal ein bisschen mehr Morphin Listen, also zum Beispiel nach dem Ersten Weltkrieg steigt das Problem natürlich an, aber es gibt eben das ist das Wichtige in Deutschland, also sowohl in der BRD als auch in der DDR, kein Drogenproblem, wie wir das heute kennen. Bis in die 60er 70er Jahre hinein.
Also da ist es, fängt das eigentlich erst in den 70er oder so richtig erst an in den 80er Jahren, dass in der Bundesrepublik man das Problem bekommt zu sagen okay, und unsere Gesellschaft wird den Bach runtergehen, weil jetzt plötzlich alle anfangen, Drogen zu nehmen.
Ja, der Film Christiane F. Zweier Kinder vom Bahnhof Zoo war da ja sicher erwähnenswert, weil da auf einmal die Gesellschaft wachgerüttelt wurde und gemerkt hat was Da gibt es 14-jährige die Heroin nehmen.
Genau, und das ist eins der eins der Bücher, die am meisten Schaden angerichtet haben, würde ich sagen in unserer Drogenpolitik. Dieser Christiane F. Film ist ja ursprünglich ein Buch gewesen, also Christiane F. Ist dieses Mädchen, das dann als junge Frau irgendwie zwei Glaube Stern Reporter waren’s, denen sie da ihre Geschichte erzählt und? Die haben dann ein Buch draus gemacht, und es ist ein wahnsinniger Bestseller geworden und dann 500 Mal verfilmt worden.
Und dann ist sie noch 1000 Talkshows gewesen und so, und das passiert Ende der 80er Jahre, als es eben zum Ersten Mal in Deutschland auch so nennt sich so eine Subkultur gebildet hat. In den großen Städten, die aus diesem, äh, hassen leben besteht im Prinzip also eine Subkultur von Menschen, die Full Time Konsum betreiben, die wirklich ihr ganzes Leben um diesen Konsum herum organisieren und die ja vor allem und das ist das Wichtige, die ja einfach keine Hilfe bekommen, sondern die komplett dafür selber verantwortlich gemacht werden, die kriminalisiert werden und die es gibt zwar schon so was wie Entzugs, Kliniken und Programme, aber es gibt halt eigentlich noch keine wirklich funktionierende Therapieform.
Es gibt auch gar keine Offenheit dafür, dass man diesen Menschen überhaupt helfen will, sondern man will vor allem in erster Linie die Gesellschaft denen schützen und die irgendwie aus dem Verkehr ziehen. Und das ist wahnsinnig. Es bricht einem das Herz, wenn man diese Quellen liest. Also wenn man da diese Spiegelartikel aus dieser Zeit über Menschen, die an einer Überdosis gestorben sind und dann werden die einfach komplett entmenschlicht und gar nicht als Opfer wahrgenommen, sondern eigentlich als Täter, obwohl sie komplett kaputt gemacht worden sind von der Prohibition und der Ausgrenzung.
Das ist wirklich schrecklich. Und da hat eben dieses diese Geschichte von von Christiane F. Eine ganz, ganz wichtige Bedeutung gehabt. Denn Christiane F. Das, was vereint ja alle Ängste, die man haben kann, als Mutter in sich. Na, das ist ein unschuldiges Mädchen. Das hätte schon nicht funktioniert, wenn es ein Junge gewesen wäre. Aber es ist ein Mädchen, und die rutscht ab.
Also genau in dem Alter, wo man ja sinnvollerweise irgendwann mal die Kontrolle über seine Kinder verliert, nämlich mit ungefähr 13 Jahren, rutscht die komplett ab und macht eine sogenannte Drogenkarriere und verliert komplett die Kontrolle und geht dann eben auf den Strich. Also das heißt sozusagen die absolute Horrorvorstellung von ihrer Mutter. Und die Geschichte wird ja so erzählt, dass sozusagen, dass das so eine Art von Eigendynamik ist, wo man gar keinen Einfluss darauf nehmen kann, Also die Mutter nicht, aber auch das Kind nicht, sondern sozusagen diese Droge, also vor allem eben Heroin steht da im Vordergrund, wird wahrgenommen als etwas, das einen sozusagen reinzieht, ohne dass man irgendeinen Einfluss darauf hat.
Und das Mag so gewesen sein für diese eine Frau. Ja, das Mag sich so angefühlt haben und ich will das überhaupt nicht kleinreden, dass es natürlich Biografien gibt, in denen so eine Dynamik entsteht. Aber es sah ebenso aus wie okay, wir müssen dafür sorgen, dass niemand jemals auch nur eine Berührung mit irgendwas hat. Dann geht es noch los mit der Einstiegsdroge.
Das heißt, diese Linie wird von Heroin bis zu Cannabis weiter verlängert und sobald jemand irgendwie eingestiegen ist, dann kommt dieser ab. Dieses Abrutschen, diese schiefe Bahn und diese Karriere, über die man keine Kontrolle hat. Und das entspricht sozusagen überhaupt nicht den empirischen Erfahrungen.
Und dieser Gedanke ist ja immer noch in der Gesellschaft teilweise vertreten. Oder auch, dass das nur was mit Willen zu tun hat, nicht mehr zu konsumieren. Und das ist wirklich, wirklich sehr spannend. Die ganzen Sachen, die du jetzt hier anbringst, die, die sehe ich teilweise auch noch heute so in der Beratung und auch in Gesprächen mit Angehörigen oder mit mit auch ein bisschen älteren Personen, die sich Sorgen machen und die das auch nicht verstehen können, wie in welcher Lebenswelt sich Personen, die konsumieren befinden.
Und das ist auch irgendwie so eine Abgrenzung gibt zwischen Ja, es gibt auch Leute, die das wirklich nur zum Spaß machen und es auch dann wieder bleiben lassen und ganz normal ihrem Job nachgehen. Und so weiter. Ich wollte jetzt noch mal ganz kurz auf Deutschland noch mal zu sprechen. Kommt es, dass wir da so ein bisschen den Bogen spannen?
Cannabis wurde ja jetzt teilweise legalisiert, nachdem es davor ja also bestimmt 100 Jahre lang verboten war. Und gibt es da schon? Gibt es da ähnliche Beispiele, dass irgendwie eine Substanz verboten wurde und dann eine gewisse Zeit später dann doch wieder, also entkriminalisiert wurde oder einfach wieder anders reguliert wurde? Also gibt es, gibt es. Also ich find es schon.
Das Paradebeispiel wäre Alkohol in der Ukraine.
Also wie in Deutschland, so dass Alkohol verboten war und dann wieder freigegeben wurde.
Nee, in Deutschland nicht. Das ist eine amerikanische Sache, denn die Amerikaner haben Alkohol verboten und andere sind eben damit übel auf die Nase gefallen. Das hat überhaupt nicht funktioniert und dann haben sie eben das wieder aufgegeben. An andere Substanzen. Soweit sind wir noch nicht. Nee, also in Deutschland ist das ist Cannabis der erste Schritt. Und deswegen finde ich diesen Wendepunkt auch so wichtig, dass man sozusagen bisher war der Weg andersrum.
Also wenn man, wenn man Leuten vom BKA zuhört, die darüber reden, wie man so mit neuen illegalen Substanzen umgehen muss, dann hat kennt das immer eine Richtung. Also es wird immer so schnell wie möglich alles mögliche verboten und die Polizei kommt ja gar nicht hinterher bei der da, weil die so schnell, so leichtsinnig, so eine chemische Zusammensetzung wieder ändern lässt.
Aber das heißt, dass es wie so ein Fliegen Papier, dass immer mehr fliegen, also immer mehr Drogen sozusagen anlockt. Und wenn die einmal kleben, dann sind die da dran. Hängt auch damit zusammen, dass dieser Mechanismus eben nicht dafür gedacht ist, dass man die Sachen noch mal wieder anguckt, sondern es gibt eben international auch einen Mechanismus, um die Substanzen auf diese Liste drauf zu kriegen.
Aber es gibt jetzt nicht ein Gremium, das alle paar Jahre sich hinsetzt, mal guckt, ob das alles eigentlich noch aktuell ist oder ob man auch mal wieder was unternehmen könnte.
Und es ist aus deiner Perspektive denkbar, dass sich das auch auf andere Substanzen in Deutschland jetzt abfärbt, so wie das mit Cannabis läuft. Also man sieht ja zum Beispiel LSD, Psychedelika, teilweise MDMA sind so Geschichten, die auch schon sag ich mal medizinischer Nutzen nachgewiesen, nachgewiesen oder nachgesagt wird und wo sich das Ganze so ein bisschen aufbricht. In der Schweiz gibt es Ketamin, Nasenspray gegen Depressionen.
Und so weiter. Ist ja auch ne Party Droge, aber auch ein medizinisches Mittel. Also glaubst in Deutschland könnte das auch irgendwie sich so entwickeln?
Ja, das glaube ich. Aber ich bin immer optimistischer als andere. Ich glaube, dass es gerade in diesem, also in diesem Bereich, dem therapeutischen Nutzen von psychedelischen Substanzen da ist auf jeden Fall total Bewegung drinnen. Und da ist ja auch die wissenschaftliche Evidenz immer klarer, dass sich das unter Kontrolle bringen lässt auf eine Art, und da gibt es ja auch jetzt schon in den USA und in anderen Ländern und in der Schweiz.
Und auch in Deutschland gibt es ja da Vorläufer, Experimente, die das, also Pilotprojekte, die das erproben und erforschen, und die zeigen ja da, wenn man die Abwägung macht zwischen dem Nutzen und den potenziellen Gefahren, dann ist das auf jeden Fall eine Sache, die sich lohnt. Und ich glaube, dass es da jetzt im Moment sind. Die Leute, die da schon pushen, vielleicht so ein bisschen stiller geworden, weil jetzt gerade der Backlash läuft.
Also so würde ich das einordnen. Wir sind jetzt gerade mit dieser, mit der seit der Wahl oder seit dem Wahlkampf in einer Phase, wo wir sozusagen die Aufbruchsstimmung der Ampelkoalition jetzt eher mal so ein bisschen wieder als Gesellschaft kritisch hinterfragen, wo viele Leute sagen Siehst du, das hat überhaupt nicht funktioniert. Und gleichzeitig sieht man ja dann, es wird auch heißer gekocht als gegessen.
Also irgendwie waren da am Anfang die Stimmen ganz laut und es gab ganz viel Empörung. Und jetzt im Koalitionsvertrag ist ja zum Beispiel gar nicht mehr geplant, dieses Cannabis Gesetz wieder zurückzunehmen und ich würde mal vermuten, dass das bleibt. Also ich glaube nicht, dass sie das jetzt im Herbst zurücknehmen und ich glaube, dass sozusagen dieser Gewöhnungseffekt schon läuft.
Das Gute ist, dass wir gerade nicht so viel drüber reden. Wir reden jetzt gerade über andere Sachen, wir reden über Trump. Wir haben im Wahlkampf schrecklicher Weise ganz viel über Migranten geredet, über Migrantinnen, aber eben zum Glück nicht über Drogen. Es hätte auch passieren können und da hat sozusagen die Drogen Legalisierung hat Glück gehabt, was das jetzt nicht das die Kuh war, die durchs Dorf getrieben wurde.
Und ich glaube das ist es gibt ja so Konjunkturen, es gibt einfach Momente, in denen das, in denen da so eine Aufbruchsstimmung plötzlich da ist. Und dann gibt es wieder Momente, wo wieder Angst kommt. Und da muss man jetzt mal kurz ein bisschen Geduld haben, denn diese Angst ist ja berechtigt. Also wir haben ja gerade von Christiane erst gesprochen und den Leuten, die das noch im Kopf haben.
Und das ist ja nicht zufällig so, weil die Leute Blödsinn, sondern den wurde das jetzt seit Jahrzehnten in den Kopf geballert. In jedem blöden Krimi, in jedem blöden Zeitungsartikel.
Immer dieses Narrativ zu bringen, das Böse und die Drogen. Und ja.
Und diese Angst, ja, die kriegt man, wenn man die mal 30 Jahre in die Köpfe rein gehämmert hat. Kriegt man die dann nicht über den 1. April wieder aus den Köpfen raus, sondern die Leute müssen jetzt ein bisschen Zeit haben, dass sie das die Erfahrung machen, dass sich gar nichts verändert durch die Legalisierung an der Gesellschaft. Ja, das ist einfach den Konsum nicht verändert und dass es den Konsum aber sicherer macht.
Und dann kann so eine so ein bisschen, so eine Entspannung eintreten. Und das würde ich sagen, ist auch die mittelfristige Prognose. Ich würde glauben, dass sich da, dass die Evidenz sich sehr langsam, aber doch stetig durchsetzt und dass eben doch inzwischen alle einig sind, dass der War on Drugs, so wie er geführt wurde, nicht funktioniert, der bringt einfach nichts.
Der, der schützt niemanden und der führt nicht dazu, dass irgendjemand keine Drogen nimmt. Und das ist rational. So eindeutig, dass es ja auch kaum Expertinnen auf dem Feld gibt, die das irgendwie anders sehen. Es gibt eigentlich niemanden, der da praktisch oder wissenschaftlich mit befasst ist, der sagen würde Ja, Prohibition ist die einzige Lösung. Gibt es nicht und ich glaube schon.
In Lauf der nächsten Jahre oder Jahrzehnte wird sich das langsam durchsetzen. Und vielleicht gibt es dann irgendwann so ein Moment, wo man denkt so, hey, was sind Sie und warum hat man das noch mal so gemacht? Also muss dann wirklich fast so geräuschlos implodiert.
Na schön, war ja auch, wenn diese verschiedenen Säulen, die es so gibt, also die Repression, die Schadens Minimierung der die medizinische Hilfe von Abhängigen, dann die Prävention und auch so die die staatliche Kontrolle. Und so weiter. Wenn das alles so einen gleichen Stellenwert hätte. Aber diese Repression ist ja wirklich das, was wirklich ganz vorne reingestellt wird. Jetzt vielen Dank.
Ich muss jetzt langsam zu einem Ende kommen, Es ist superspannend, wir haben total viele Sachen schon geklärt und ich bin wirklich war sehr aufschlussreich. Vielen Dank für die Informationen.
Ja, total.
Ja, also diese Auseinandersetzung mit diesen historischen Zusammenhängen, die lassen mir auf jeden Fall vieles in einem klareren Licht erscheinen, womit wir es heute einfach auch zu tun haben und geben auch ein bisschen Argumente für Gespräche finde ich also wirklich, wirklich super. Was möchtest du denn jetzt? Möchtest du noch etwas ergänzen, was dir wichtig ist zu sagen? Und was möchtest du unseren Hörerinnen und Hörern abschließend mit auf den Weg geben?
Ja, also ich kann total dazu ermuntern, in diese Gespräche reinzugehen. Das kann manchmal ein bisschen Überwindung kosten, wenn man auf jemanden trifft, der oder die damit so nah mit so einer überkommenen Wahrheit daherkommt. Aber ich kann einladen Die allermeisten Leute, die sozusagen gegen Drogen sind, böse halt, lass die Finger davon. Die allermeisten Leute, die das sagen, haben wirklich keine Ahnung.
Die haben meistens keinen lebensweltlichen Bezug dazu. Und es lohnt sich mega, da in die Gespräche reinzugehen. Ich geb mir auf Instagram Mühe, das auch so ein bisschen handlich, also habe ich auf jeden Fall vor, da diese Argumente noch mal so ein bisschen handlicher zur Verfügung zu stellen, dass man wirklich so ein bisschen das Gefühl hat so yeah, okay, wenn das jemand sagt, dann sage ich beim nächsten Mal das und das.
Ja, das kann ich anbieten. Ansonsten habe ich schon öfter gehört, dass Leute mein Buch verschenken. Tatsächlich an Eltern, an Lehrer, an Leute, wo man so merkt okay, ich würde eigentlich dieses Gespräch gerne mal führen. Ich würde zum Beispiel eigentlich meiner Mutter gerne mal erzählen, dass ich eigentlich seit 20 Jahren kiffe, aber irgendwie traue ich mich nicht. Und da ist mein Buch manchmal so ein bisschen als Eis Breaker ganz gut, weil dann kommt auf einmal die Mutter und sagt Ja, aber wusstest du eigentlich, dass das alles gar nicht so schlimm ist, wie ich immer gedacht hat?
Eine schöne Grundlage, über die man sprechen kann.
Und dann hat man das so ein bisschen ausgelagert und dann muss man nicht immer derjenige sein, der die Argumente bringt, sondern kann das sozusagen mir überlassen und dem Buch und hat so ein bisschen das kann ich, das kann ich empfehlen und ansonsten Geduld haben. Hoffnung haben, sich um sich kümmern, gut gucken, dass man eben nicht sich verletzt und in Gefahr bringt mit dem eigenen Konsum.
Dass man es immer wieder reflektiert. Wo stehe ich grad? Wo kann ich mir Hilfe holen? Immer wieder sich fragen Brauche ich eigentlich grad Hilfe und dann auch die annehmen? Das ist glaube ich, einer der größten Hemmnisse dafür, dass Leute irgendwie sich nicht trauen, sich Hilfe zu holen. Und ja, danke, danke an alle, die diese Hilfe zur Verfügung stellen.
Kommt da gerne auf uns zu. Wir sind ja gut vernetzt und können nach individuellen Bedürfnissen oder auch Problemlagen da auf jeden Fall beratend unterstützen, wo man sich dann hin wendet. Genau. Ja, vielen Dank Helena für das tolle Gespräch. War wirklich sehr toll. Ich bin happy.
Ja cool. Freut mich auch total.
Dann wir leben weiter geht’s mit den Infos vom Infostand nach einer kurzen Pause und bleib.
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Willkommen zurück zu den Infos vom Infostand. Nun habe ich unseren ehrenamtlichen Pier Marco zu Gast. Hallo Marco, Grüße Ich.
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Schön, dass du da bist und dir Zeit genommen hast in mein Büro und dass du auch dich in diesem Podcast verewigt. Freut mich sehr. Du bist fleißig bei uns aktiv, Du gehst gerne auf Veranstaltungen, machst Care Arbeit und begleitest dort Menschen mit negativen Trip Erlebnissen. Und außerdem bist du Krankenpfleger für Psychiatrie. Genau. Und ja, heute sprechen wir darüber, warum Benzodiazepine als Selbstmedikation?
Ja, quasi als Trieb Killer Fraglich. Und wir haben auch Risiko ärmere Alternativen dabei. Danke, dass du dich da eingelesen hast und dein Wissen teilst. Wenn ihr auch noch Infos dazu habt oder so, schreibt uns gerne genau. Warum betrachten wir denn allgemein diesen Trend, dass Menschen Menschen einfach um Ängste zu unterdrücken oder besser mit Trieb Erlebnissen oder so klar zu kommen?
Warum betrachten wir es als kritisch?
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Und bei dem Xanax ist es ja so, dass es in Deutschland gar nicht verschrieben wird, sondern es gibt es eigentlich nur über den Schwarzmarkt. Und da sind dann auch Stoffe drin, die eigentlich vielleicht gar noch gar nicht so gut erforscht sind wie floral Porzellan oder so was. Und wir haben Schwarzmarkt mit keinerlei Qualitätskontrollen und es gibt einfach auch extrem viele Präparate und Dosierungen und es gibt diese.
Und so weiter.
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Und extreme Enthemmung. Und so weiter. Und man weiß auch nie genau, was die Leute da vorher auch konsumiert haben. Ja genau, und der Visiten das so auf Veranstaltungen aus. Wie sieht da so die Praxis aus, wenn da so Benzos genommen werden?
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Und jede Person verträgt ja auch so ein Bett so anders.
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Also des wann werden jetzt so eine Medikamenten Gabe bei so einem negativen Trip wirklich unausweichlich? Was würdest du da sagen?
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Und wie äußert sich jetzt so ein negativer Tripp? Also du hast ja schon so ein paar Sachen angesprochen, aber das geht ja schon früher los, sag ich mal!
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Hat und auch, dass es wieder weggeht, oder?
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Also wir raten strikt von so einer Selbstmedikation ab. Das muss begleitet werden. Und was tut man denn statt einer Selbstmedikation.
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Genau. Also nix auf Festivals einfach nur nehmen, weil es gerade da ist oder weil es jemand am Start hat, sondern wirklich gut reflektieren, ob das jetzt gerade passt und ob man auch überhaupt weiß, wie viel da drin ist. Und. Wir sagen ja solche Sachen. Also Benzodiazepine sollen nur von medizinischem Fachpersonal gegeben werden. Warum?
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Wie kann ich denn jetzt einer Person helfen, wenn die einen akuten schlechten Trip hat und irgendwie Ängste kriegt usw Was kann ich denn tun, anstatt Medikamente zu geben?
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Danke. Okay, dann haben wir schon einige Informationen gesammelt. Was kann man denn jetzt persönlich für sich tun, wenn man so ein Erlebnis hatte und das durchgestanden hat, um das irgendwie für sich selber zu sorgen, um das bestmöglich zu verarbeiten und auch so zu verarbeiten, dass man da nicht nachhaltig irgendwie ein Trauma von trägt, wie ja.
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Danke. Was magst du denn abschließend den Hörerinnen mit auf den Weg geben?
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Danke. Super.
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Ich pack euch noch ein paar weiterführende Links in die Shownotes und wir machen auf jeden Fall weiter mit dem Podcast. Die nächste Folge ist schon in Planung und wird auch wieder super spannend. Lasst gerne ein Like, da gefällt uns weiter und danke fürs Zuhören. Danke Marco, Tschüss!
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Wichtiger Hinweis:
Der Beitrag Geschichte des Drogenverbots – Interview mit Helena Barop – sauberdrauf Folge 20 – der Mindzone-Podcast erschien zuerst auf sauber drauf! mindzone.info.
In der 19. Folge des MINDZONE-Podcasts „sauberdrauf!“ ist Sabine Dohme (Beraterin bei ANAD Versorgungszentrum Essstörungen in München) zu Gast. Nach einer kurzen Vorstellung von Sabine und der ANAD-Einrichtung bekommt Ihr umfassende Informationen rund ums Thema Essstörungen.
Sabine ist pädagogische Fachkraft und Mediengestalterin. Sie ist verantwortlich für das Projekt „ANAD – digitales Streetwork“ und die Öffentlichkeitsarbeit beim ANAD Versorgungszentrum Essstörungen des AWO Bezirksverband OBB. e.V.. ANAD ist in München eine wichtige Anlaufstelle für Menschen mit Essstörungen und deren Angehörige: https://www.anad.de
Das Podcast-Gespräch behandelt nachfolgende Themen:
Basiswissen zu folgenden Ausprägungen von Essstörungen. Die Übergänge zwischen den Erkrankungen können fließend sein und jede Essstörung ist individuell zu betrachten:
Social Media und Essstörungen:
Essstörungen und Drogen:
Verschiedenes:
Hilfsangebote und weiterführende Infos:
Generell raten wir vom Substanzkonsum ab! Die folgenden Infos sind zur Risikoreduktion beim Konsum von illegalen Substanzen gedacht. Wir stehen für einen reflektierten Substanzgebrauch, Safer-Use und Harm-Reduction. Ein risikoarmer Konsum sollte immer im Vordergrund stehen.
In unserer aktuellen Folge berichtet unsere Ehrenamtliche Laura über Konsummotive aus dem Nachtleben und vermittelt hilfreiche Reflexionsstrategien speziell für Nightlife-Worker:innen.
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Wichtiger Hinweis:
Die folgenden Inhalte sollen nicht als Anleitung zum Drogenkonsum verstanden werden oder motivieren. Sie sollen euch zur Selbstreflexion anregen und dient zur Informationsgewinnung und Weitergabe. Hallo ihr Lieben, herzlich willkommen zu einer neuen Folge des meint so ein Podcast sauber drauf. Euch erwartet wieder eine Stunde Wissenswertes zu Party, Drogen und Konsum. Heute haben wir Sabine von Anat zu Besuch. Hallo Sabine, schön, dass du da bist.
Hallo Patrick, vielen Dank für die Einladung. Toll. Danke, dass du dir Zeit nimmst und deine wertvolle Expertise hier einfließen lässt, dein Projekt erklärst und vielleicht möchte ich am Anfang noch kurz eine Triggerwarnung aussprechen. Wir sprechen heute über Essstörungen und die Folgen. Und das kann doch auch belastend sein. Und bitte achtet auf euch! Stoppt lieber, wenn es euch zu viel wird.
Oder sprecht mit jemandem über das, was ihr gehört habt. Sonst meldet euch auch immer gerne bei uns. In der zweiten Hälfte des Podcast wird eine ehrenamtliche Person von uns ein weiteres Thema beleuchten. Es wird also super spannend und informativ. Bleibt dran, empfehlt den Podcast weiter und lasst gerne auf Spotify, Apple Music und sonst wo ein leichter Wenn euch das ganze gefällt.
Nun zu dir zurück, Sabine Du bist pädagogische Fachkraft und Mediengestalter und bist verantwortlich für das Projekt Anna und das digitale Streetworker, über das wir uns auch kennengelernt haben. Du bist verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit bei dem Versorgungs Zentrum für Essstörungen der Arbeiterwohlfahrt Bezirksverband Oberbayern. Ja, wir bemühen uns heute ganz kompliziert. Genau. Jetzt ist aber alles gesagt. Wo du angehöre, wo du eingegliedert bist.
Du bist schon lange bei dem Projekt dabei und wir haben uns eben durch das digitale Streetworker kennengelernt, was auch ein super spannendes Feld ist. Was machst du beim digitalen Streetworker? Genau? Na ja, beim digitalen Streetworker ist eigentlich ähnlich zu sehen wie das herkömmliche Streetworker, das man kennt aus von der Straße. Der Unterschied ist, dass ich mich in den im sozialen Raum, also in den digitalen Medien rum tummelt, mich da umschaue und was auch ganz, ganz essenziell ist.
Ich biete dort meine Beratung an oder ich biete dort meine Hilfe und Unterstützung an in Form von Beratung. Wir kehren also sozusagen den Beratungstermin Vorgang um. Normalerweise kommen die Betroffenen zu uns in die Beratung, in unsere Online Beratung Anwalt Dialog. Und nun mache ich mich sozusagen in den sozialen Medien auf und spüre Betroffene oder wo Ich denke, da sind vielleicht schon ein bisschen gestörtes Essverhalten auf, um dann meine Hilfe anzubieten.
Aber was ich natürlich auch mache ich bediene ja alle unsere sozialen Medien. Ich informiere über das Thema Essstörungen. Also ein ganz großes Anliegen ist, dass ich gerne im Fokus der Gesellschaft haben möchte, dass es dort ankommt, weil es betrifft eigentlich die ganzen, also sämtliches Geschlecht und vor allen Dingen auch alle Altersgruppen. Danke. Ja, zum Einstieg würde ich gerne einiges über dein Projekt erfahren oder über eure Institutionen.
Was bedeutet denn Anat Anat? Es kommt aus Amerika und ich habe es mir aufgeschrieben, weil ich es auch immer wieder vergesse und komischerweise gar nicht so oft gefragt wird. Also Anat bedeutet Anorexia nervosa, Associate Disorder. Also das ist zurückzuführen erst mal auf die Anorexie und dann die ganzen morbiden Störungen, also begleitende Störungen, weil wir heute wissen, dass sie Essstörungen, also alle Essstörungen, nicht alleine da sind, sondern oft eine begleitende Stimmungsbild haben.
Wie sag ich jetzt mal Angststörung, Borderline, Depression etc.. Ihr definiert euch als Versorgungszentrum. Ihr sitzt an der Hochstraße, Haltestelle Kochstraße und was ist denn da genau euer Auftrag? Also ich muss vielleicht so ein bisschen in die Vergangenheit gehen. Wir sind jetzt seit 40 Jahren unterwegs in puncto Essstörung. Angefangen hat das alles durch eine Dame, Barbara Schindler, die in der Zwischenzeit verstorben ist, deren Sohn was ganz ungewöhnlich ist, der ganz schwere Magersucht hatte.
Und die hat eine Selbsthilfegruppe gegründet und hat dann den Diplompsychologe Andreas Schnebel an seiner Seite, an ihrer Seite gehabt. Also wir haben erst mal eine Selbsthilfegruppe, dann haben wir eine Beratungsstelle und von der Beratungsstelle ging es dann weiter in intensiv therapeutisch Wohngruppen und noch in viele andere Projekte. Da ist zu nennen zum Beispiel unsere Online Beratung Dialog, die kostenfrei und anonym ist.
Und dann eben als neuestes Projekt jetzt seit eineinhalb Jahren, dass digitale Streetworker sehr spannend, das heißt, ihr bietet einfach wirklich breit gefächert für Menschen, die eine Essstörung haben, Angebote an, die die Personen so abholen, dass ihnen auch geholfen werden kann. Die eine Person kann vielleicht durch einfache Tipps im Internet und sich einlesen, einfach eine Verhaltensänderung bewirken und andere brauchen tatsächlich dann eine wirklich eine Wohngruppe, wo sie tagtäglich betreut werden und wo sie aus dieser akuten Phase rauskommen und dann stabilisiert werden oder ihnen geholfen wird, sich zu stabilisieren.
Das ist spannend. Also wir fangen schon viel früher an, weil wir natürlich auch Präventionsarbeit an Schulen machen, auch in Kindergärten. Wir machen Eltern Workshops, wir machen Multiplikatoren, Ausbildung, also wir sind ganz, ganz breit aufgestellt. Spannend, cool. Und eure ganzen Angebote sind kostenlos. Wie wird das finanziert? Na ja, also unsere Beratungsangebote sind kostenlos. Die Wohn angebote werden natürlich und da hängt es von der Altersgruppe ab, in welchem auch in welchem intensiven Setting wir uns bewegen, haben wir verschiedene Kostenträger.
Das sind auf der einen Seite der Bezirk, aber dann ist es das Jugendamt, dann sind es natürlich die Krankenkassen. Und so weiter so, Sonder Projekte wie zum Beispiel das digitale Streetworker sind auch aus besonderen Fördertöpfen. Das weißt du ja auch, weil wir ja zusammen in diesem Projekt arbeiten. Insgesamt sind wir sechs Einrichtungen im Bereich Sucht und wir werden im Moment finanziert und hoffentlich auch weiter finanziert vom Bayerischen Ministerium für Gesundheit und Pflege.
Ja, ja, okay, interessant. Ja, wir werden auch. Unser Projekt wird auch so finanziert. Genau. Du hast von wir geredet. Wie setzt sich denn euer Team zusammen? Der Bund. Also wir haben insgesamt derzeit 68, Nein, wir haben sogar über 70 Mitarbeiterinnen. Da, weil wir natürlich auch wenn wir im Kinder und Jugendbereich sind und von Wohnprojekten sprechen, haben wir natürlich auch eine 365 Tage, 24 Stunden Betreuung.
Also deswegen haben wir auch Kolleginnen und Kollegen, die im Nachtdienst und im Wochenend Dienst arbeiten, hauptsächlich arbeiten bei uns Pädagoginnen und Pädagogen, Ergotherapeuten, Erzieherinnen etc.. Dann haben wir natürlich auch eine Verwaltung da, wo ganz liebe Kolleginnen sind, die so das Herzstück bilden, die also so alles zusammenhalten. Ich glaube, dass das so eine Position in den sozialen Einrichtungen ist, die oft völlig unterschätzt wird.
Und ich kann sie nicht hoch genug loben. Ja, und dann haben wir unseren Projektpartner oder unseren Kooperationspartner Terra Team. Der bietet für uns die Psychotherapie und die Ernährungs Therapie in den Wohngruppen an oder? Spannend. Genau. Ja und? Also wie sieht es denn mit eurer Zielgruppe aus? Welche Personen können sich an euch wenden und habt ihr irgendwie eine Altersgrenze oder genau der?
Also in erster Linie alle unsere Beratungsangebote, also Anhalt Dialog, oder? Ich bin meinem Projekt Digitales Duisburg. Da gibt es keine Altersgruppe, da gibt es auch keine Geschlechts Gruppe, da kann sich jeder bei uns melden. Ganz wichtig ist auch Eltern. Also wenn ich über die Essstörung spreche, muss ich einmal ganz deutlich sagen dürfen wir die Eltern nicht vernachlässigen. Und das ist mir ein ganz, ganz großes Anliegen.
Aber es können auch sich Multiplikatoren melden. Also zum Beispiel eine Lehrerin, die bei einer Schülerin das Gefühl hat, sie stellt es gestörtes Verhalten fest. Und da kann sie sich einfach bei uns bei Anna Dialog melden und mal hören Was kann ich tun? Habt ihr eine Empfehlung? Und dann haben wir natürlich die Wohn Angebote. Da kann ich jetzt mal einfach sagen, die Range geht von zwölf Jahren bis zu circa 55 unser ehemaliger therapeutischer Leiter, der hatte auch eine Patientin, die 85 war.
Also daran sieht man mal wirklich wie das begleitet. Die Essstörung ist permanent da und ist in jeder Altersgruppe da. Das ist ganz, ganz wichtig zu verstehen. Und wir haben insgesamt vier Wohngruppen, die nach Alter und nach Intensität der Behandlung gestaffelt sind. Und welche Therapieformen können da helfen? Na ja, also man sagt dann immer mal die normale Verhaltenstherapie, dann haben wir Gruppentherapie.
Ganz, ganz wichtig ist bei uns die Ernährungs Therapie. Also ich möchte mal sagen, wenn jetzt eine oder mal kurz erklären eine Bewohnerin kommt zu uns hat, wird bei uns aufgenommen, dann bekommt die Pest Bezugspersonen. Also die bekommt eine eigene Pädagogin, die sich um sie kümmert. Die bekommt eine Ernährungs Therapeutin, die sich um sie kümmert und genauso eine Psychotherapeutin.
Natürlich kann das mal durch Urlaub oder Krankheit wechseln, aber im Prinzip hat bei uns jetzt sage ich mal durchschnittlich jede Pädagogin ungefähr fünf Bewohnerinnen. Da ist das spannend. Und bei wie viel Personen, die ihr, die sich an euch wenden, ist denn so eine stationäre Behandlung überhaupt nötig? Also ist es oft. Also ich muss jetzt mal unter Wir sind eine Wohngruppe.
Wenn ich jetzt von der klassischen Behandlungs Kette bei der Essstörung ausgehe, ich möchte es mal an einem Beispiel festhalten. Also du hast jetzt zum Beispiel eine 13-jährige Tochter und merkst, dass die einen sozialen Rückzug hat, dass die mit dem Essen struggle. Und so weiter. Und du besprichst mit deiner Partnerin. Hm, kann da sein, dass da irgendwas im Argen ist?
Dann wäre jetzt oder du hast die Vermutung, da könnte was mit der Essstörung sein. Dann wäre jetzt zum Beispiel der erste Weg zum Kinderarzt zu gehen und gleichzeitig bei uns in der Beratung anzurufen. Deine Vermutung zu äußern. Und so weiter. Und dann geht es weiter. Was machen wir? Ist jetzt zum Beispiel eine Beratung schon mal ausreichend? Ist der Bedarf so groß oder das Kind schon?
Oder schon so weit fortgeschritten in einer Essstörung, dass schon eine normale ambulante Psychotherapie nicht mehr greift oder zu wenig Unterstützung ist? Dann muss man auch auf einmal über einen Klinikaufenthalt nachdenken und erst nach dem Klinikaufenthalt Aufenthalt gehen dann die Kinder und Jugendlichen und auch Erwachsene zu uns in die Wohngruppe. Also wir haben die Beratung, wir haben die Klinik und dann haben wir die Wohngruppe.
Das wäre so diese klassische Behandlungs Kette von der man. Okay, ja, vielen Dank, das ist wirklich spannend. Ich habe da jetzt so ein bisschen herausgehört, dass es vielleicht Sinn macht, sich früher als später an euch zu wenden oder bei einem Verdacht auf eine Essstörung zu reagieren. Warum sollte man sich lieber früher als später an euch wenden? Also da sehr, sehr gut zugehört haben.
Also man sagt immer ganz pauschal um so früher eine Essstörung erkannt wird, umso leichter ist sie zu behandeln. Schwierig wird es, wenn sich das über Jahre, manchmal sogar Jahrzehnte manisch manifestiert. Also das Beispiel, das Sie vorhin gebracht hat von der älteren Dame, die hat ihr ganzes Leben lang schon eine Essstörung, die wird nie mehr aus der Essstörung rauskommen.
Man kann immer nur unterstützend dazu beitragen oder ihr zur Seite stehen und das Schlimmste vielleicht verhindern. Wichtig ist, dass wenn erst so eine Anfangsphase eines gestörten Verhaltens da ist, dann kann man mit einer Psychotherapie, mit einer Beratung, mit dem richtigen Verhalten der Eltern gegenüber den Kindern viel, viel machen. Und deswegen ist es so wichtig aufzuklären. Wie läuft denn ein Erstkontakt bei euch in der Einrichtung ab?
Wenn jetzt jemand diesen Podcast hört und vielleicht irgendwie hellhörig wird, dass wir einfach ein bisschen Einblick geben, was Kinder erwartet, Ja auch relativ einfach. Also es gibt einmal die Möglichkeit, mit mir Kontakt über unsere sozialen Netzwerke. Ich nehme an, die wissen ja wahrscheinlich auch dann später ja im Futter und mitteilen, dann gibt es die Möglichkeit unter www Anhaltspunkte sich mal über unsere Einrichtung zu informieren.
Dann ist natürlich wie schon erwähnt Anwalt Dialog oder Ehe ist eine Anlaufstelle und dann kann man einfach mal bei uns anrufen. Also die schon vorhin erwähnten Damen aus der Verwaltung, die hören erst mal zu und sagen dann oder geben dann weiter und dann landet man bei uns in der Abteilung. Also da haben wir insgesamt drei Damen, die sich darum kümmern und die fragen erst mal ab Wie ist der Stand, Wo bin ich?
Bin ich gerade in der Klinik? Wann werde ich entlassen? Was ist meine Diagnose etc.? Also das ist schon mal so, dann muss ich natürlich verschiedene Fragebögen ausfüllen und dann geht es darum, ist die Betroffene oder auch der Betroffene ein ein Klient, den wir aufnehmen können. Und dafür gibt es dann bei uns die sogenannten Vorgespräche, die finden einmal die Woche statt.
Da kommen dann die Interessierten zu uns. Dann lernen sie unsere Konzepte kennen, die werden ihnen vorgestellt. Dann gibt es einen Weg Rundgang. Minderjährige dürfen natürlich ihre Eltern mitnehmen. Auch die dürfen sich die Wohngruppe anschauen. Das teilen wir meistens. Also die Jugendlichen gehen meistens mit einer Bewohnerin, weil da ganz andere Fragen auftauchen. Und die Eltern gehen meistens mit einer Pädagogin mit.
Genau. Und anschließend? Das ist leider ein bisschen längerer Prozess. Deswegen dauert es ein bisschen, bis ich fertig erklärter. Und anschließend findet noch ein kurzes Gespräch mit einer Psychotherapeutin statt, um die einfach abzuchecken, ob die eine Behandlungs Motivation hat, was ein ganz wichtiger Punkt ist oder ob eine akute Suizidalität vorliegt. Oder vielleicht kommen wir später auch noch dann ein Drogen oder Alkoholmissbrauch vorliegt.
Okay, danke, das war ein spannender Einblick und ich pack euch die Kontaktmöglichkeiten zu Anna und zu Sabine. Auf jeden Fall in die Shownotes. Und das klingt ja schon nach einem ganz schön. Ja, nach einem anspruchsvollen Feld, sage ich mal, weil du von auch von Suizidalität und von anderen Erkrankungen usw gesprochen hast. Und ja, ich würde jetzt mal übergehen, dass wir einfach mal die grundlegenden Begrifflichkeiten zum Feld der Essstörungen klären, einfach um wirklich einen basalen Einblick zu gewähren, wie das Ganze zu verstehen ist.
Wir schauen uns danach vielleicht noch das Thema Social Media und Influencer an, Auch Aufklärungsbedarf besteht. Und weil hier gerade sehr viel passiert und wir gehen noch ganz kurz zu Appetitzügler Substanzen ein, um das auch mit unserem Drogen Podcast zu verknüpfen, weil da gibt es auch vielleicht Sachen zu wissen. Genau und der zur Eingangsfrage zu unserem Hauptteil jetzt Wie sind denn diese Essstörungen definiert?
Du sagst, es ist keine keine Sucht im klassischen Sinne, sondern es. Also Essstörungen sind schwere psychosomatische Erkrankungen, deren Kennzeichnung die Beschäftigung mit Essen, Ernährung, Gewicht, Körper ausmacht. Ja, das mal so als Einstieg. Okay. Und wie bemerken denn jetzt Personen, die da mit diesen Punkten irgendwie ein Problem haben, dass es sich schon um eine Störung handelt? Was können denn erste Anzeichen sein?
Na ja, erste Anzeichen ist immer die übermäßige Entschuldigung, die übermäßige Beschäftigung mit Essen oder mit meinem Aussehen oder mit dem Gewicht, das Gefühl, nicht genug zu sein. Also stellen dann auch Eltern fest, eben, dass so ein sozialer Rückzug anfängt bei ihren Kindern, dass sie mit ihrem Gewicht wackeln. Und das sind so diese ersten Anzeichen, die man hat. Okay.
Gibt es da Erkenntnisse, warum manche Menschen dann wirklich so eine Störung entwickeln oder warum die das Essen als Ventil nehmen und andere Menschen davon überhaupt nicht betroffen sind? Na ja, es gibt unterschiedliche Faktoren. Also wir sprechen immer von diesen, von diesen vier Faktoren. Das sind einmal die soziokulturellen Faktoren, da kommen wir sicher mit den Social Media Kanälen und mit Instagram.
Und so weiter. Dann ist es auch diese familiäre Disposition. Also wie geht die Familie mit dem Thema Essstörung? Gibt es schon Essstörungen in der Familie? Dann ist denn auch die persönlichen Faktoren wie ist mein Selbstwertgefühl, fühle ich? Bin ich derzeit gemobbt, Bin ich unzufrieden etc.. Und dann haben wir und es ist heute ein ganz, ganz großer Faktor die biologischen Faktoren, weil man heute einfach weiß, dass Hormone eine große Rolle spielen in der Entstehung von Essstörungen.
Also ist es auch ein Feld, das immer mehr aufpoppt. Das ist sehr spannend. Danke. Und oft sind die Betroffenen ja ins Soziale eingebunden. Und wie reagiert dann das Umfeld von Betroffenen? Wenn dann so eine, so ein Verdacht da entsteht oder bekannt werden da ist oder ja man schon irgendwie mitbekommt, die Person hat da ein Problem, aber redet noch nicht drüber.
Das ist immer ein sehr, sehr schleichender, ein sehr schleichender Prozess, weil wenn ich heute zum Beispiel ein Mädchen habe, das ganz leichtem Übergewicht ist und die fängt dann plötzlich ab an abzunehmen, dann wird die erst mal bejubelt und dann wird gesagt Oh toll, und du hast abgenommen und es steht dir ja super. Und so weiter. Also was passiert?
Ich bekomme eine positive Verstärkung und das ist was, was ich kontrollieren kann. Ich kann mein Essen kontrollieren. Also ich kann sagen, wenn ich mein Essen reduziere, ist die Schlussfolgerung, dass ich Komplimente bekomme und dann bin ich schon dabei und steige sozusagen in die Essstörung ein. Und dann kann es ganz, ganz schnell gehen. Das heißt, dass ich anfange, mir Lebensmittel vorzuenthalten, dass ich anfange, Kalorien zu zählen, dass ich anfange, Extremsport zu machen.
Und wenn ich das feststelle, und wenn ich dann, wie vorhin schon auch gesagt habe, als Elternteil zum Beispiel den sozialen Rückzug erkenne, dann würde ich anfangen, mir Gedanken zu machen. Also einmal, dass ich mir Hilfe hole und frage Wie spreche ich mein Kind an? Und dann die Empfehlung bekomme, vorsichtig anzusprechen, also zu sagen Ich habe das Gefühl, du ziehst dich ein bisschen zurück, ich habe das Gefühl, du hast ein Problem.
Wollen wir da mal drüber sprechen? Ganz schlechter Rat ist, Druck auszuüben. Vor allen Dingen auch, Druck mit Essen auszuüben. Also so ein Satz Wenn du jetzt nicht ist, dann darfst du aber heute nicht ins Kino gehen oder so, Das wäre ein ganz schlechter Ratgeber. Essen sollte immer positiv belegt sein. Vielen Dank. Was machen? Na ja, wir sollten überhaupt wieder zurückkommen.
Zu sagen, dass Essen einfach, also auch Kommunikation bedeutet. Und Essen ist Spaß als Kultur und Kultur. Genau. Man trifft sich beim Essen und das war ja schon immer. Also selbst die Steinzeitmenschen haben sich zum Essen am Lagerfeuer getroffen und da wurde einfach kommuniziert und Austausch fand statt. Wie würdest du dir denn wünschen, dass die Gesellschaft damit umgeht, wenn jetzt?
Wie also soll man das einfach gar nicht thematisieren oder? Na ja, die Frage ist halt immer, wie thematisieren wir aussehen? Also warum müssen wir eigentlich auf Äußerlichkeiten thematisieren? Es ist ja nicht lieber, dass ich dir sage Mensch, du hast tolle Arbeit gemacht oder ist es dir lieber, dass ich dir sage Oh, dein Bizeps ist aber um ein Zentimeter größer geworden?
Also wir müssen einfach die Werteskala wieder ein bisschen verschieben, also die Werteskala von dem, von der, vom Essen, vom Aussehen und dem Erscheinungsbild. Weder wirklich zurück in die wichtigen Werte, in die wichtigen Gesellschaft. Werte. Ja, danke. Okay, so viel zu diesem Einstieg. Jetzt würde ich gerne auf die einzelnen Krankheitsbilder ja zu sprechen kommen. Anorexie ja nervosa ist das Krankheitsbild, was grundlegend ist, glaube ich.
Weil euer Therapiezentrum heißt ja auch so, sozusagen. Also so verstehe ich das so ein bisschen, dass das, also die Magersucht, wirklich so, ja das grundlegende Ding ist. Na ja, die Magersucht ist natürlich sehr auffällig und das war natürlich der Fokus vor vielen, vielen Jahren und Jahrzehnten. Jetzt sprechen wir natürlich auch noch über andere Essstörungen. Also die Magersucht hat einfach eine eine große Sterblichkeit.
Und unter allen psychischen oder psychosomatischen Erkrankungen ist sie einfach an erster Stelle. Die Behandlung ist ja sehr aufwendig und vor allen Dingen schon im frühen Alter und hauptsächlich Frauen. Womit handeln Betroffene zu kämpfen? Du sprichst auf die auf die Neben Symptom Symptomatik an, was dann? Ja so auch was was, was geht in den Personen vor? Wie kann man sich das vorstellen, dass da so ein Mechanismus losgeht, dass man lieber verhungert als ja so zu werden?
Also das ist ja Wahnsinn. Hungern als Erfolg. Also es ist wirklich so und es ist eben auch mit diesem Satz ist doch mal und stell dich nicht so an! Und so weiter. Hat überhaupt nichts mehr zu tun, sondern das ist eine innere Sperre, die man hat. Also das ist die Angst vor Lebensmitteln, also wenn ich mit einer Magersüchtigen spreche, die weiß alles über Kalorien, die weiß alles, was sie essen kann.
Wenn ich dich jetzt frage, kannst du mir sagen was hat mir Kalorien, eine grüne oder eine rote Paprika? Kannst du es mir sagen? Soll ich die rote? In dem Fall hast du recht. Aber du hast es geraten. Die Rote hängt länger am A. Ist ja okay, oder? Na gut, dann war das jetzt ein schlechtes Beispiel. Aber du hast recht.
Die Rote hat mehr. Also, was esse ich? Ich esse eher eine Grüne, weil dann spar ich mir, ich weiß jetzt die Zahl nicht, aber dann spare ich mir vielleicht 15 Kalorien oder fünf Kalorien. Also es hat halt immer damit zu tun, dass ich etwas beherrschen will. Ja, also Kontrolle, Kontrolle ist es genau ganz groß, die Kontrolle. Also ich möchte etwas beherrschen.
Und wenn mir alles auseinanderbricht, wenn ich in meinem Bett die Schule nicht mehr beherrsche, wenn ich Probleme mit meinen Eltern habe, wenn ich gemobbt werde undsoweiter. Und was kann ich beherrschen? Es ist etwas, das ich täglich machen muss, auch. Und ich glaube, das ist auch wirklich das Perplexen oder das Schwierige. Das ist ja nicht, was ist, was ich mir erst organisieren muss oder was für sich, sondern es ist ja wie wie der Toilettengang, das muss man täglich machen und da so eine Kontrolle auszuüben, also oder so eine, so einen Zwang, damit zu verbinden kann schon.
Also das kann ich, stell ich mir total schlimm vor. Na ja, ich möcht weitergehen, sondern wir haben ja es mit einer Sucht oder mit einer Sucht ähnlichen Erkrankung zu tun, wo eigentlich das Thema Essen, was uns ja am Leben erhält, ja der Trigger ist. Also wenn ich jetzt mit mit Drogensucht oder mit Substanz Abhängige so vergleiche Alkohol. Und so weiter.
Ich muss kein Bier trinken, um zu überleben, aber ich muss essen, um zu überleben. Also das ist schon eine ganz, ganz perfide Sache. Okay, jetzt gibt es noch weitere. Möchtest du zur Magersucht noch was sagen? Gab es da noch was? Du, Da kommen wir sicher auch wieder drauf zurück. Wenn man das Thema Social Media haben, dann werden wir bestimmt auch über die Magersucht sprechen können.
Aber ich glaube, das ist auch schon genug bekannt. Jetzt kommen wir noch auf ein paar weitere Punkte zu sprechen, also die Bulimie Bulimie nervosa. Dann gibt es Attacken mit Kontrollverlust, Binge Eating, Essstörung auch genannt. Dann Übergewicht allgemein. Ja, und dann gibt es noch Orthodoxie. Ja, genau. Was möchtest du wissen? Ja, ich möchte gern wissen, wie sich eine Bulimie äußert.
Also eine Bulimie äußert sich also man sagt bei der Bulimie auch immer die geheime Erkrankung, die sich so ein bisschen natürlich auch im Dunklen abspielt. Ich esse mit dir ganz normal und gehe hinterher aufs Klo und steck mir den Finger in den Hals oder andere Dinge in den Hals, um das, was ich mit dir gegessen habe, zu erbrechen.
Das gleiche gilt natürlich dann auch für Abführmittel etc. aber ich kann dir ein Beispiel erzählen. Ich war vor ein paar Jahren bei einer Veranstaltung. Es gab saß ein Mädchen bei mir am Tisch oder eine junge Frau bei mir am Tisch und es gab also tolles Buffet und die hat also fast nichts gegessen. Und dann kam ein gigantisches Nachspeisen Befehl, tolle Sachen und ich habe es so drauf gefreut.
Das junge, die junge Frau geht auch zum zum Nachspeisen Buffet und kommt zurück mit einem ganz ganz ganz kleinen Tellerchen, wo ein ganz ganz ganz ganz kleine Nachspeise drauf war. Und plötzlich ging sie wieder und von jedem Mal, wie sie gegangen ist, kam es mit einem größeren Teller und einer größeren Portion Nachspeise zurück. Also ich gehe auch immer gerne öfters zum Buffet, aber du hast gesehen, dass sie die Kontrolle verloren hat, dass der da halb so groß war, dass sie die Kontrolle verloren hat.
Und was macht sie, nachdem sie also wirklich, würde ich sagen, viele, viele, viele, viele Kalorien in sich reingestopft hat, verschwinde sie plötzlich und bleibt länger weg und kommt dann wieder zurück. Haare gemacht, gestylt, Lippenstift nachgezogen und es der Zufall war, das eine Bekannte von mir auch auf der Toilette war und gehört hat wie sie sich übergeben hat und kam dann zu mir zum Tisch zurück und sagte dann ja, das war davor war.
Also das ist so klassisch, Also ich esse, ich esse und dann treffe ich gegen regulierende Maßnahmen. Und eine Bulimie kann zum Beispiel auch mit der Magersucht zusammenhängen. Also wir haben, das ist ganz wichtig, auch zu verstehen, dass es also auch Unterschiede zwischen dass es also auch Überlappungen. Also es kann auch mal sein, dass ein amerikanisches Mädchen sich mal übergibt.
Es kann auch sein, dass ich von der Anorexie in die Magersucht oder von der Binge Eating in die Bulimie also da ist es alles, da ist alles möglich. Du sprichst jetzt immer von Mädchen und jungen Frauen. Es sind auch Männer betroffen. Ja, also Mann, also ich sag jetzt mal so zahlen die sich ja gerade geht es ja auch durch die Presse.
Die KKH hat ja eine neue Studie rausgebracht, aber das ist die kaufmännische Krankenkasse, da kann man nachlesen. Also ich kann sagen, ich kann da ganz kurze Zahl nennen, dass unter Jugendlichen besonders jungen Mädchen im Alter von zwölf, ich glaube 16 oder 17 Jahren um 50 % die Essstörung gestiegen sind. Und das macht natürlich gerade einen großen Aufruhr. Ansonsten kann man so diese gängigen Zahlen, kann man immer sagen, unter 1000 Jugendlichen haben zehn junge Mädchen in der Magersucht, oder Und ein junger Mann, also 18 junge Mädchen, kommt ein junger Mann also da geht es vielleicht dann auch eher um andere Süchte, um andere Körperwahrnehmung.
Dann spricht man von dem Adonis Komplex. Vielleicht kommen wir da später noch drauf. Ja, auch dieser übermäßige Sport und wie ich gerade sage, so Adonis und Adonis Komplex. Also das sind dann die Themen. Interessant. Okay, und dann danke für das Beispiel. Auch das war sehr eindrücklich, würde ich sagen, um zu verstehen. Also für Menschen, die nicht davon betroffen sind, dass die einfach verstehen, was da für Mechanismen auch losgehen.
Und ich möchte vielleicht noch ganz kurz eins dazu sagen zur Bulimie. Das ist also auch nicht nur einmal am Tag übergeben, sondern das ist also mehrfach am Tag übergeben. Also das ist jetzt nicht oder einmal die Woche, sondern das ist dann schon, das kann schon auch mal zehn Mal sein. Also das muss man schon auch mal in der Intensität begreifen.
Das kann ja auch wahrscheinlich für den Körper total schlecht sein, den wir natürlich dann auch bei den Themen also jetzt gerade Bulimie wird oft von Zahnärzten festgestellt, weil natürlich diese permanente Magensäure die Zähne kaputt gehen. Dann ist das Beispiel das also auch zum Beispiel beim Erbrechen dann die Finger entzündet sind und also ganz, ganz, ganz, ganz verrückte Dinge, dass es klingt.
Ja, dann gibt es eine Binge Eating Störung. Wie wie äußert sich denn das? Das klingt auch nach einem Kontrollverlust. Exakt. Ja, ich brauche ja gar nichts mehr sagen. Ja, also bei der Wind Binge Eating Störung geht es natürlich darum, dass es Phasen sind. Also ich habe Phasen des normalen Essens und dann habe ich Phasen von den sogenannten S Anfällen, also die, die ich habe, mal mit einer Klientin, mit der habe ich mal auch ein kleines Interview geführt und die hat eine Binge Eating Störungen, habe ich sie gefragt, wie muss ich mir das vorstellen?
Und dann sagt sie Sie ist in einem und sie ist in einem Zustand. Also sie bekommt, sie geht vorher einkaufen. Das kann ein ganz normaler Einkauf sein, dass sie sich vielleicht nur fürs Abendessen, Nudeln und Soße kaufen möchte. Und plötzlich fängt sie an einzukaufen, einzukaufen, Chips einzukaufen, und zwar oft gekennzeichnet durch hohe Kalorien. Lebensmittel also da, wo man sich die Lebensmittel, die man sich verbietet, Nutella, Chips etc..
Und dann sitze ich zu Hause und dann fange ich das alles in mich rein zu stopfen, möchte ich sagen. Der Unterschied zur Bulimie zu Bulimie ist dann, dass ich keine gegen reguliere rinden Maßnahmen habe. Ja, und auch dafür gilt das kann in einer Woche drei mal stattfinden, das kann auch drei Wochen mal gar nicht stattfinden und dann zwei essentielle hintereinander.
Also auch dafür gibt es keine Zahl. Also das ist von Betroffene zu Betroffene und von Situation zu Situation. Wir sagen ja immer, ist es eine Form der Emotions Regulierung. Und wenn Stress da ist, dann kommt so ein Anfall. Das gleiche trifft aber auch für die Bulimie zu. Dann kommt vielleicht so ein Übergeben, Essen und übergeben. Also es hat immer die Essstörung was mit mit Emotionen zu tun.
Okay, und auch vielleicht mit einem Belohnungs Effekt. Ich kann mir vorstellen, wenn man so eine Menge Zucker in sich rein stopft, dann geht es ja voll ab. Also genau das ist natürlich als Belohnung das gönne ich mir jetzt. Und so weiter. Also das ist alles eine Mischung aus Ich darf nicht, ich gönne mir, ich, will ich ganz viel und ich muss mich satt lieben.
Ich esse mich, weil ich nicht mich nicht geliebt fühle, esse ich mich satt und dessen so Die Themen, die da eine Rolle spielen, wahnsinnig großen Respekt an alle, die so was durchmachen. Wahnsinn. Ich kann mir vorstellen, wenn man so eine Störung hat, dann kann es auch zu Übergewicht Gewicht führen. Oder reagiert da jeder Körper so ein bisschen anders, dass es quasi dann vielleicht auch Herz Kreislauf Erkrankungen gibt, wenn man das nicht behandelt?
Und ja, das vielleicht dann auch mit übermäßigem Sport ausgeglichen wird. Oder wie kann man sich das vorstellen? Das ist genau das, was ich auch vorhin, dass jeder Mensch ein bisschen anders, oder? Genau. Also bei der Binge Eating Störung, so sagt man, ist natürlich ein zentrales Kennzeichen, ein Übergewicht. Das sind dann Herzrhythmusstörungen. Das ist dann zum Beispiel Entwicklung von Diabetes, aber nicht Binge Eating.
Störung heißt aber auch nicht, dass man unbedingt Übergewicht haben muss. Also das ist kein hundertProzentiges Erkennungsmerkmal, weil so wie ich gesagt habe, können ja auch diese S Anfälle, die verlaufen ja in Kurven, also kann dann wieder normales Gewicht oder vielleicht auch eine kleine Tendenz zu reduzierter Kalorien Aufnahme. Und dann kommt dieser Typ wieder, wo ich 11S an eine Gesamtzahl habe.
Spannend. Okay, wie definiert sich denn Übergewicht? Also jetzt so eine problematische Geschichte. Also da gibt und wie, wie, wie, wie wir? Wie also wann ist es behandlungsbedürftig und wie oft wenden sich deswegen an euch? Also da müsste ich jetzt Statistiken einholen, die ich jetzt vom Gefühl her also ich bin der Meinung oder wir stellen fest, dass die Binge Eating Störung natürlich immer präsenter wird, aber das stellen wir auch bei der Orthodoxie fest.
Wer kommt da auch nochmal drauf sprechen danach? Genau das ist so eine Sache, die wir öfters feststellen. Und jetzt sagt mir doch bitte noch mal wie war deine Frage, wann wann krankhaftes Übergewicht losgeht und wie oft er es erlebt, dass sich Menschen dann euch auch an euch wenden. Also krankhaftes Übergewicht. Es gibt ja so diese BMI Einteilung was Index Body Mass Index und da sprechen wir 28 30 BMI, da geht dann schon das extreme Übergewicht.
Du spielst an auf Adipositas, wobei also Adipositas, keine klassische Essstörung und läuft auch nicht unter den Essstörungen, sondern als Erkrankung. Ja, also das muss man auch noch differenzieren. Also wir in unserem Kontext sprechen nicht von Adipositas, also nicht die Person leidet an Adipositas, sondern da sprechen wir von der Binge Eating Störung. Adipositas bedeutet auch, dass der Körper Stoffwechsel Probleme hat und dass man aufgenommene Nahrung einfach viel schlechter verstoffwechselt und da viel mehr aufgenommen wird und man da dann kommt dann Hormone mit diesem Whisky rein fetten und.
Also ich glaube, das wäre jetzt ein bisschen zu weit, wenn wir da einsteigen. Das muss man dann auch wissenschaftlich begleiten. Also das ist natürlich klar. Ein Zusammenspiel, was ich schon gesagt habe biologische Ursachen für eine Essstörung. Da spielen natürlich die Hormone eine ganz, ganz große Rolle. Wir sehen das dann auch wieder im Social Media, weil da heißt dann Du hast ein Cortisol Gesicht oder dein Cortisol ist zu groß und deswegen kannst du nicht abnehmen.
Also das sind dann die Schlagworte, Aber vielleicht kommen wir da noch mal drauf. Okay. Jetzt noch zur Orthodoxie und dann sprechen wir über Social Media. Genauer Orthodoxie ist ja auch, also denke ich mal auch so ein Hype auch hängt auch mit Social Media zusammen, Da gibt es ja ganz viele Kanäle. Orthodoxie Was bedeutet es also? Orthodoxie ist die Fixierung auf gesundes Essen, also ganz, ganz extrem, dass ich also wirklich sage, ich kann jetzt nicht mehr Pizza essen gehen, sondern ich darf nur noch dahin gehen, wo das Essen clean, fein, schön und auch möglichst, sage ich jetzt mal schön präsentiert.
Also angenommen, du würdest jetzt, heute zu mir sagen Du Sabine, jetzt haben wir ein tollen Podcast gemacht, Komm, lass uns doch mal schnell um die Ecke gehen und wir gehen zum Essen zum Italiener. Ja, und weil’s so schön war, nehmen wir unsere Kollegen noch mit. Und so weiter. Und alle Kollegen sind einverstanden. Und bei mir geht es los und ich mache Rat.
Da hat Radfahrer der Rat da was? Italiener? Was könnte ich denn da essen? Pizza geht nicht, Nudeln geht nicht. Der Salat. Ist der Salat mit dem richtigen Öl angemacht und ist es auch der richtige Salat? Und dann fange ich an zu suchen und zu sagen Ach Mensch, du Patrick, dahinten ist doch das Restaurant XY und du und da ist toll.
Und dann Ich rufe dich alle Kollegen an, die den Gang hier lang! Ich sage zu allen Du, wir gehen nicht hier zum Italiener, sondern wir gehen jetzt in das Restaurant XY. Da gibt es ganz tolles Essen und ganz super und Kindern und so weiter. Das ist so ein typisches Kennzeichen von Orthodoxie. Das ist es. Klingt ja auch nach einem Zwang, auch nicht.
Ja, also das hat natürlich auch was damit zu tun, dass ich mich natürlich fit, schön, es ist ja auch immer Essen hat ja auch was mit Schönheit zu tun etc. Also das ist so und das ist, wenn die Person eine Pizza essen will, dann würde sie sich extrem schlecht fühlen. Die würde sie gar nicht essen. Okay, also der wird es in eine richtige Anne oder junges Mädchen, dass Orthodoxie hat.
Die würde da, die würde auch nicht mitgehen. Dann würde sie wahrscheinlich krank werden oder würde sagen Oh, ich hab heute weiß ich meine Periode bekommen, deswegen habe ich so Bauchweh. Ich kann nur ein Wasser trinken oder oder wie auch immer. Das wäre dann so das Thema. Was kann denn helfen in dem frühen Stadium diese Blockade aufzubrechen? Weil also ich sehe das immer so, ganz oft so ein bisschen schwarz weiß denken und dass dieses Extreme in eine Richtung und ich kann mir vorstellen, also ich habe zum Beispiel mal mit einem Arzt gesprochen und der hat gemeint, man kann sich 60 Tage im Jahr auch mal was Ungesundes gönnen, zum Beispiel Bier zum Essen oder was ich
nicht wüsste. Keine Ahnung. Also. Ja, also es ist immer so und man wird dann trotzdem alt und wird wahrscheinlich keine Herz Kreislauf Erkrankungen bekommen. Also es ist das Leben ist nicht nur so schwarz weiß zu sehen, sondern der Körper verpackt ja auch viel. Und wie komme ich denn aus dieser psychischen Komponente raus? Und bringt eine Person, die da vielleicht betroffen ist?
Oder wo ich schon vielleicht Tendenzen spüre, liebevoll auf einen Weg, dass sie aus diesem Schwarz Weiß Denken rauskommt? Gibt es da Techniken, Taktik? Also wir müssen als erstes mal aufhören in dieses Schubladen denken. Das ist gut, das ist schlecht. Es ist nur ein bisschen gut und das ist überhaupt nicht gut, sondern wir müssen einfach wieder so ein bisschen zu unseren Instinkten zurückkommen.
Was tut uns gut? Also danke. Ich meine, wenn wir jetzt hier sitzen würden und eine Flasche Wein oder zwei Flaschen Wein trinken würden, dann würden wir aufstehen und dann irgendwann mal feststellen. Und das hat uns aber jetzt nicht so gut getan. Jetzt hat man den Vorteil, wenn man jung ist, dann verknüpft man das noch ein bisschen besser, aber umso älter es wird.
Also wir sind früher feiern gegangen und am nächsten oder und dann direkt von der Feierei in die Schule. Also da wäre überhaupt gar kein dran denken mehr. Wenn ich heute auf eine Party gehe und nicht trinke und ich rauche selbst, dann brauche ich zwei Tage, bis ich mich erhole von der Party. Aber jetzt angenommen, deine Partnerin würde jetzt diese Tendenzen aufzeigen, dann wäre wieder das Gleiche, was ich eingangs gesagt habe, Frage Hol dir Hilfe.
Also ich würde in einer Beratung anrufen und ich würde da sagen, ich stelle das und das und das bei meiner Freundin fest. Kannst du mir Tipps geben? Wie soll ich mich verhalten? Ich habe zum Beispiel. Auf Gute Frage müssen Sie auch in Foren unterwegs einem jungen Mann bei so einen Notizzettel gemacht, wie er zum Beispiel ein Gespräch mit seiner Freundin vorbereiten?
Wie kann er sie ansprechen? Was kann er ihr sagen? Und ganz wichtig als Partner die Schönheit des Aussehen Figur nicht in den Vordergrund stellen und vor allen Dingen auch nicht deine Figur und dein Aussehen, sondern du liebst deine Partnerin, weil du sie toll findest, weil sie empathisch ist, weil sie dir vielleicht auch ein Kind geschenkt hat. Also sie muss ja einen Körper haben, um dies überhaupt machen zu können und sie muss auch einen Körper haben, um ein Kind zu ernähren.
Und das ist sind ja alles positive Aspekte und ist es dann wichtig, ob irgendwo eine Bauch Falte ist oder nicht? Also zu sagen morgens, wenn sie aufsteht und verwurzelt ist und verpennt ist zu sagen und genau deswegen liebe ich dich, weil du so toll aus haben wieder Ich mach’s, wenn du verwurzelt und verpennt aussiehst. Was könnte denn junge Menschen stärken, dass sie auf so Kommentare von außen nicht so stark reagieren, dass sie dann das Gefühl haben, sie müssen sich verändern, anders aussehen oder sich selbst regulieren?
Weil es gibt ja auch Menschen, denen sagt man ja, du hast ein dicken Bauch und die sagen Ja mei, ich trinkgeld gern Bier und es gern Würstel. Also ähm, also warum sind da genau junge Frauen betroffen und was würde die Person stärken? Na ja, junge Frauen sind betroffen, weil natürlich Frauen wissen, dass Schönheit Figur eine große Rolle spielen.
Also wir sehen ja heute in den sozialen Medien, wie wichtig es ist, dass eine Frau alles belegen muss. Also sie muss jung sein, sie muss schön sein, sie muss die perfekte Mutter sein, nebenbei noch ein bisschen arbeiten, dann kommt der Mann nach, da soll sie dann die tolle Frau sein, vielleicht auch noch Geliebte undsoweiter. Also alles das muss untergebracht werden.
Das ist ein gesellschaftliches Problem. Frauen orientieren sich nach wie vor am Patriarchat, also an den Männern. Und ein junges oder ein kleines Kind stellt schon fest, wenn, wenn der Vater sich hingezogen fühlt zu schönen Frauen oder Kommentare macht. Boah, die hat aber einen tollen Hintern oder schau mal, wie super die das macht. Und so weiter. Dann merken das kleine Mädchen und es ist natürlich auch so was wie Geschlechter Erziehung.
Also Mädchen müssen immer schick und adrett sein, dürfen nicht im Dreck spielen. Also es sind so ganz, ganz, ganz, ganz viele Kleinigkeiten, wo wir anfangen müssen etwas zu verändern, dass auch Mädchen auch irgendwie nicht so viel zugetraut wird, auch und soweit also selbst wirksam zu sein. Und solche Sachen spielen da wahrscheinlich auch mit eine Rolle. Ich sage immer das Beste ist Mädchen Selbstbewusstsein stärken.
Wo sind wirklich ihre Leidenschaften? Und wenn sie gerne im Dreck Spielzeuge im Dreck spielen? Und ich finde immer ganz schlimm, wenn sie dann alle schön sein müssen und vor allen Dingen die Mütter, dann ihr Bedürfnis ein Püppchen zu generieren, auch die Väter. Um Gotteswillen, ich möchte jetzt die Väter nicht ausnehmen. Ein Püppchen zu kurz zu zu generieren finde ich ganz ganz schwierig.
Man sieht es ganz stark in Hollywood bei den entsprechenden Schauspielerinnen. Wenn dann die Kinder schon in irgendwelchen Armani Klamotten rumlaufen, denke ich mir Summer super oder irgendwelche Schönheitswettbewerbe mitmachen müssen oder dass man Geld mit seinem Kind verdient, es als Model quasi wie Model. Ja genau. Also da muss einfach. Da müssen wir überlegen, wo will die Gesellschaft hin? Wollen wir das überhaupt noch?
Und was wollen wir dagegen tun? Und das aktuelle Schönheitsideal? Das verändert sich ja immer so ein bisschen. Das ist so quasi man ist total schlank, sportlich und sieht gesund aus und das strahlt schon aus, dass man immer die Kontrolle für sich behält und dass man in seinen Tag ganz viel Gesundes und Sportliches und noch Arbeit und alles Mögliche mit reinpacken.
Was machen die Leute das wahrscheinlich dann, wenn ich abends auf der Couch sitzt und Tatort gucke. Die laufen dann nachts rum oder haben da eher ihr Trainingsgerät im Keller oder Da muss man ja teilweise schon, denke ich, mehrere Stunden am Tag aufbringen, um überhaupt dieses Schönheitsideal zu halten. Und ich glaube auch, dass die Überwindung immer in so Phasen, wo man nicht so Bock hat sich zu bewegen, dass das wahrscheinlich den Unterschied macht, oder?
Na ja, immer die Frage Was will ich? Jetzt sind wir bei der Social Media Präsenz. Was will ich damit erreichen? Hast du einen Social Media Kanal, um deinen Freunden zu zeigen? Schau mal her, Ich bin im Park, oder Heute war ich Skifahren. Oder ich sitze auch nur mal, ich sitze auch nur mal faul auf dem Sofa. Das ist das eine.
Habe ich auch das Interesse, folge ich Leuten, die auf er auf Instagram oder Facebook und Co sind. Also was ist der Hintergedanke? Heute haben natürlich Influencerin jetzt immer beim Thema ganz, ganz großen Einfluss einen ganz, ganz großen gesellschaftlichen Einfluss. Und in meinen Augen und ich möchte es auch so deutlich sagen, also ein ganz, ganz großen toxischen Einfluss. Ja, und ich habe das Gefühl, diese Influencerin, die für solche Schönheitsideale so stark werden, die reproduzieren auch so ein bisschen diesen gesellschaftlichen, dieses Schönheitsideal und machen eigentlich was, was für sie selber gar nicht so gesund ist, aber stellen das so hin, als ob das so gut wäre.
Also wir müssen mal verstehen. Ich glaube, wir haben jetzt seit seit 20 25 Jahren haben wir Smartphones und seit 15 Jahren gibt gibt es Instagram. Und ich glaube, mit der Einführung von Instagram haben wir die Büchse der Pandora geöffnet. Also gerade was auch Essstörungen und mentale Gesundheit angeht. Also das sind meine Erfahrungen, die ich gemacht. Ich muss immer ganz deutlich dazu sagen, dass das natürlich sehr persönliche Erfahrungen sind, die ich da gemacht habe, weil im Moment ich auch niemand anders kenne, der als digital Streetworker im Bereich Erziehung unterwegs sind.
Also ich kann hier von meinen Erfahrungen, andere haben vielleicht andere Erfahrungen, aber ich muss schon sagen, dieses Konstrukt der Influencerin, die sich da gerade im Beauty, Sportbereich und in der mentalen Gesundheit etabliert hat, das ist sehr schwer toxisch. Es sind die Influencerin, betiteln sich als Expertinnen auf ihren Gebiet. Also auch zum Thema Essstörung sind ganz viele unterwegs und meinen, sie hätten den Weg gefunden, aus einer Essstörung rauszukommen.
Vielleicht hat die eine oder andere Essstörung Influencer Rinnen, die die sogenannten Recovery Kanäle haben. Vielleicht hat die auch ihren Weg gefunden. Mag sein, das will ich gar nicht bestreiten. Aber wenn sie ihren Weg gefunden hat, dann heißt der nicht, dass für 100.000 andere Mädchen oder Jugendliche das auch der Weg ist. Und dann muss man einfach auch sehen, dass da eine ganz große Marketingstrategie und Gelddruckmaschine am Werk ist.
Also glaube ich, die bewerben ja auch Produkte, die dann gekauft werden müssen und Sportgeräte und irgendwelche Coachings und was weiß ich. Also das ist ja wirklich so eine Strategie quasi, sich seine Zielgruppe zu schaffen und die dann mit Sachen zu versorgen, die man ihnen verkaufte. Genau, Die schaffen sich mit ihrem eigenen Aussehen ihre Zielgruppe. Kein Mensch hinterfragt, wie dieses Aussehen zustande kommt.
Kein Mensch fragt wie, was als Vorarbeit geleistet wird. Kein Mensch frägt, ob diese Influencerin selbst eine schwere psychische Erkrankung doch vielleicht negative Sachen sind, die man auf diesen Bildern und Videos nicht sieht. Das ist dann eben das ist eben dann die Frage und kein Mensch sieht das, wenn eine Influencerin eine große Anzahl an Followern hat, auch Agenturen haben, die dahinter stehen.
Also du fragst dich gerade, wo ist denn die Zeit und die schneiden nicht mehr selber, die betiteln nicht mehr selber, die machen die Untertitel nicht mehr selber, sondern da sind Agenturen dran, die vorschlagen, was gemacht werden soll und dann ein richtiges Geschäftsmodell ist. So, also man muss sich ein bisschen so vorstellen wie jetzt sage ich mal eine Mode Kampagne.
Und da werden natürlich dann diese Algorithmen von Instagram, wie oft poste ich, wie oft mache ich was damit? Ich meine Zielgruppe auch vergrößere? Und weiter Wen hole ich mir noch als Kollaborateur mit rein? Ist da wahrscheinlich auch einfach total durchgeplant oder ist alles geplant? Also du brauchst nicht denken, selbst wenn ein Post gemacht wird. Oh, spontan. Ich komme gerade aus dem Bett, da ist nicht spontan, der wäre von dir und vielleicht sogar spontan.
Und dann überlegen wir uns, ob wir den überhaupt zeigen. Aber es wäre natürlich von Größe, wenn wir ihn zeigen würden, weil dann würden wir das Signal geben Guckt, wir schauen alle so verwurzelt und verpennt aus, aber bei denen ist es nicht so, wie gesagt. Also es ist eine Gelddruckmaschine. Die Influencerin, also ich möchte die Männer auch nicht ausnehmen, verdienen wahnsinnig viel Geld.
Die propagieren Lifestyle Produkte abnehmen Produkte, die sehr fraglich sind auch. Zum Beispiel propagieren sie Essens Regeln wie kein Zucker und dann aber dafür Ersatzprodukte. Und so weiter. Und natürlich dann anbieten, die sich dann natürlich anbieten. Ich möchte zum Beispiel sagen, dass gerade in der Beauty und Sport Szene eine Influencerin, die die ungefähr 500000 bis 1 Millionen Follower hat, für einen Post zwischen zwei und 10.000 € verdient.
Und die hauen am Tag nicht einen Post raus, sondern die hauen 5678 Posts raus und dann sind sie noch auf Instagram. Also sind sie auf Instagram, Facebook und auf Ticktack. Also und dann vielleicht noch eine YouTube Story. Und so weiter. Das klingt für mich tatsächlich. Also ich will jetzt nicht alle über einen Kamm scheren, aber es klingt für mich so ein bisschen mit den Ängsten der Leuten Geld verdienen.
Das ist so ein bisschen ja, also so dahin gehen, wo die Leute irgendwie eine Kontrolle haben wollen und da Sachen anbieten und damit dann Geld verdienen. Na ja, auch so was, so was Künstliches hervorrufen, was eigentlich gar nicht braucht und dafür dann Antworten geben. So können sie das Problem schaffen, auch, oder? Na ja, also immer was, was künstliches vorspielen.
Also du darfst ja immer nicht vergessen, die Spieler, die spielen uns etwas vor und so muss man es auch wirklich sagen, um uns als Ware, also die Follower zu bekommen. Und jetzt hab selbst ich die am Tag vier sechs Stunden auf den Social Medien unterwegs ist ein Problem mich abzugrenzen. Als würde ich aber sagen ich bin eine gestandene Frau.
Und so weiter. Also ich bin fein mit mir, aber stelle plötzlich fest Oh, vielleicht sollte ich doch mal diese Creme ausprobieren oder vielleicht sollte ich doch mal das den Zucker Ersatz nehmen. Und so weiter. Und wir müssen einfach nur im Hinterkopf halten. Und das ist mir ganz ganz wichtig. Diese Influencerin, die sind nicht an dir oder an mir oder an, äh an einem 12-jährigen Mädchen oder einer 25-jährigen Frau interessiert, sondern die sind nur daran interessiert, Geld zu verdienen.
Sind die sich ihrer Verantwortung bewusst? Was da passiert, was sie für ein Einfluss haben, was da kaputtgehen kann. Also jetzt bin ich mal ganz ketzerisch Wenn Sie wüssten, was Sie oder wenn Sie zulassen würden, darüber nach zu denken, was für eine Verantwortung Sie gesellschaftlich gerade für unsere Jugendlichen und jungen Erwachsenen haben, dann wäre es hoch fahrlässig, was sie da machen.
Ich will sagen ja, muss aber immer vorsichtig sein, weil ich ja nicht in der Influencerin drin stecke. Der Aber ich sehe natürlich viel und ich verfolge Influencerin, wo ich dir sagen kann, dass ich anhand ihrer Posts feststellen kann, was der nächste Werbepartner ist. Also da findet eine Vorbereitung statt und wenn du dich damit beschäftigst und du hast doch vorhin die Vernetzung angesprochen, das geben wir jetzt mal nur Deutschen Raum, Nehmen wir jetzt mal ein Da hast du die Influencerin gerade in der Beauty Sport Szene.
Und so weiter. Die sind alle miteinander vernetzt und wenn die eine postet, dann liegt immer die Agentur, das macht die nicht selber, Dann liegt die Agentur dann und dann liegt sie da und so und schon gehen die Algorithmen und alles, was dazu kommt. Und ich kriege dann Nachricht, weil mein Algorithmus weiß ja schon, bevor ich weiß, was mich interessiert.
Ich kriege dann Nachricht, wer wieder neu gepostet hat und alles positiv und alles wunderbar und schön. Also so funktioniert dieser Mechanismus. Und da, der kratzt auch die eine Krähe der anderen das Auge nicht auf. Okay, vielen Dank. Das sind ja auch echt spannende, spannende Mechanismen und ich bin gespannt, wie sich das noch entwickeln wird. Also ich habe mir wie du sagst, erst 15 Jahre alt.
Also da wird noch einiges passiert, noch einiges passieren und ich komme wieder darauf zurück, dass wir gesellschaftlich überlegen wollen, wo wir hinwollen. Also es ganz, ganz wichtig, die noch mal ganz kurz so Instagram oder die Social Media Kanäle wir haben denen 15 Jahre die Tür offen gelassen, ohne dass wir in irgendeiner Weise dokumentiert oder reglementiert haben. Das geht auch weiter, auch was Werbung Ich habe immer wieder Influencer reden, die auch keine Werbung kennzeichnen, obwohl es Werbung ist.
Sei es, dass sie in irgendeinem schönen Hotel sitzen und über das Hotel sprechen und schon sind wir eigentlich in der Werbung und ich werde immer gesagt, dass ich so, so harsch darüber spreche. Und dann habe ich gesagt Ja, und wenn ich die erste bin, die das tut, dann soll es so sein. Meine Schultern sind breit und ich trage das.
Irgendwann muss man was sagen. Also ich glaube, reguliert wird. Es ist, ähm. Ich hoffe, das kommt. Da kommen noch ein paar mehr. Okay, jetzt zu unserem abschließenden Thema noch Essstörungen und Drogen wollte ich einfach nur kurz mal anschneiden, weil ich hier in der Arbeit bei meinem Sohn schon erlebt habe, dass der Personen am Infostand haben, die ja vor allem zu so appetitzügler Substanzen greifen wie Amphetaminen zum Beispiel.
Da muss man einfach, wenn man das regelmäßig konsumiert, kann man das sein Essen sein. Also ich sag mal sein Hungergefühl so reduzieren, dass man gar keinen Hunger mehr hat, so nur noch wirklich zum wenn man kurz vorm vor dass einem schwarz vor Augen wird, dann noch mal Zucker zu sich nimmt. Und da gibt es auch Nikotin. Ich habe zum Beispiel selbst meine Tabak Entwöhnung kurz gemacht und saß neben einer, die dann gesagt hat, sie wird nie ganz zum Rauchen aufhören, weil da würde sie ja zunehmen.
Ja, also diese das sind wahrscheinlich verschiedene Sachen, die da wieder zusammenspielen und Zwänge, oder? Keine Ahnung. Die Person hatte schon COPD und, war schon total krank vom Rauchen und hat gesagt bevor sie da diese zehn Kilo zunimmt Ja, aber das ist doch weiter so allein. Ja, da siehst du ja, dass das Beispiel. Also ein besseres Beispiel kannst du doch gar nicht mehr geben, dass ich sage, ich nehme es in Kauf zu sterben, und zwar einen furchtbaren Tod.
Wenn ich an einer Lunge Erkrankung sterbe, dann ersticke ich. Also das ist wirklich. Die Lunge füllt sich mit Wasser und irgendwann ersticke ich, bevor ich fünf Kilo zunehme. Also da, das ist doch kein Verhältnis. Finde ich auch nicht. Na ja, okay. Und wie oft er fährst du das Personen da so eine so eine Mischung haben oder das wirklich so paar die Drogen auch dazu nutzen um ihren Hunger zu regulieren?
Das merke ich besonders, wenn ich als digitale Streetworker unterwegs bin. Ich muss ein bisschen differenzieren. Bei uns in den Wohngruppen ist Alkoholmissbrauch ein Kündigungsgrund. Also die Klientinnen unterschreiben einen Vertrag, dass sie keine Drogen und keinen Alkohol nehmen. Rauchen verbieten wir nicht, Rauchen verbieten wir allerdings der Einrichtung. Also die müssen dann auf den Balkon gehen oder vor die Tür gehen.
Und wenn eine Klientin beim Drogenmissbrauch beim Drogen oder Alkoholmissbrauch in einer Einrichtung erwischt wird, also heißt wir trinken Drogen und und Alkohol, dann ist das ein sofortiger Kündigungsgrund. Und es geht dann auch ganz schnell. Ja, ich er Was ich in den sozialen Medien erlebe, ist natürlich klar, was du sagst Nikotin, weil Nikotin reduziert natürlich das Hungergefühl etc.. Ich habe selber erlebt, ich habe geraucht, habe aufgehört.
Natürlich habe ich zugenommen. Das gleiche gilt auch für out, für Alkohol. Substanzen sind natürlich auch immer als da, um Gefühle wieder zu regulieren. Da habe ich zum Beispiel einen Anfall gehabt und habe mich übergeben. Mein schlechtes Gewissen etc.. Das sind die Dinge dann. Natürlich erfährt man auch gerade aus der Modebranche, was sich Kate Moss das Beispiel mit Kokain undsoweiter.
Also das stelle ich fest, Ich merke es eben, wie ich schon gesagt habe, in den sozialen Medien viel, viel stärker. Und auch da berate ich dann und gebe Tipps, eventuell eben auch einem Projektpartner aus unserem gemeinsamen Projekt, dass ich sagt Melde dich mal da. Na ja, da habe ich ein paar Hilfsangebote gesammelt. Ja, die Sub besprechen wir gleich noch.
Ja, okay, jetzt noch die Frage Wie ist deine Einschätzung? Sind Menschen, die Party Drogen auch missbrauchen oder öfter konsumieren? Sind die eher gefährdet, eine Essstörung zu entwickeln? Man sagt immer, dass wenn er Essstörungen hat oder wer drogensüchtig ist, natürlich auch eher eine Essstörung bekommt oder umgekehrt. Also das ist schon zu erkennen. Und natürlich würde ich sagen, ist es eine Szene, die Partyszene, wo es natürlich auch ganz stark um Aussehen geht, um Körper etc. Und wenn ich da mal drin bin in dieser Szene, ist natürlich auch der Griff zu Alkohol oder anderen Drogen nötig.
Nicht weit die Techno Influencerin, die sehen auch alle aus, super toll aus und super Haut und ganz schlank und voll. Immer am Feiern und immer am Start. Und so weiter. Und also muss man sich halt auch überlegen, wie können die diesen Pegel, diesen ich bin gut drauf. Also wie ich schon gesagt habe, ich gehe auf eine Party, bin einen Abend gut drauf und dann brauche ich drei Tage um mich wieder zu erholen und liege wie sagt eine Freundin von immer liegt sie wieder in esse ich sozusagen um mich zu erholen.
Ein ganz wichtiges Thema ist natürlich dann auch die Männer und und und die Social Media Kanäle oder die Drogen. Da sprechen wir dann natürlich von Muskelaufbau, Präparaten etc. Und das ist also auch noch mal eine ganz, ganz enorme Gelddruckmaschine. Das würde auch noch mal einen ganzen Podcast füllen. Wahrscheinlich. Da können wir dann gerne nochmal. Aber da muss ich dann wahrscheinlich auch noch ein bisschen nachlesen und da gibt es da Hilfsangebote.
Also so zur Bodybuilder Szene. Und so weiter. Weil das kann ja auch einfach wirklich krankhaft werden und auch total ungesund sein. Na ja, offenbar gibt es, da gibt es ja so einen Hilfebedarf überhaupt. Also würde es schon geben. Ich habe letztens, ich weiß ja, in welcher Sendung das war, habe ich einen Body ehemaligen Bodybuilder gesehen. Ich glaube, es war im Nachtcafe.
Das ist ja auch auf SWR oder irgendwie so ist es ja so eine, so eine Talkshow, und der hat von seinem Erleben erzählt als Bodybuilder. Und der ist bei einer Bodybuilder Veranstaltung zusammengebrochen. Der hat sie also ordentlich aufgepumpt, hat natürlich seine Ernährung eingestellt. Die trinken ja dann fast kein Wasser mehr, nur noch Eiweiß und ich glaube die letzten 14 Tage vorher überhaupt nichts mehr.
Und der ist dann auch zusammengebrochen und hat dann gemerkt, wie perfide eigentlich das ist, was er da macht und was er seinem Körper antut. Ob es eine spezielle Beratungsstelle für Bodybuilder gibt, kann ich dir nicht sagen, Müsste man recherchieren, aber wenn es sich um Essen geht und um Körperwahrnehmung Stoffwechselstörung Ich hatte vorhin schon mal dieser Adonis Komplex, dann kann er sich auch immer eine Beratungsstelle für Essstörungen denken.
Danke. Okay, jetzt habe ich noch eine letzte Frage, bevor wir die Hilfsangebote durchsprechen. Es gibt so eine Abnehmen Spritze, die heißt Olympic. Die haben wir auch in unserem Kontext hier mit den Drogen ja nahegelegt bekommen, oder? Also das ist quasi so ein neues Ding, dass man quasi eine Spritze bekommt und die nimmt einem den Hunger sozusagen. Also das kann ich mir vorstellen, dass ihr da wahrscheinlich bei den Essstörungen eine Überlappung mit dem Thema habt.
Und anscheinend funktioniert das auch bei manchen Süchten, also dass man wirklich eine Abhängigkeit von irgendwas hat und dann einfach dieses Grafing, dieser Suchtdruck, das zu konsumieren durch diese Spritze weggeht. Ist es in deiner Beratungspraxis schon mal Thema gewesen? Es ist in meiner Beratungspraxis Thema und wer sich schön, wenn man Pillen hätten und zehn verschiedene hin und wieder lösen zehn verschiedene Mal.
Die einfache Lösung setzt sich einmal rein und alles ist wunderbar. Wär doch einfach toll. Also erst Musik macht natürlich extrem die Runde, weil es als erstes mal ganz einfach klingt. Also ich nehme die Spritze. Man muss dazu sagen, ich glaube, es ist jetzt auch schon für Aufklärung darüber gemacht worden. Es ist eigentlich eine Spritze, die für Diabetiker gemacht wurde.
Ging ja dann auch durch die Presse, dass eigentlich die Diabetiker die Spritze überhaupt nicht mehr bekamen, weil andere Personen Lifestyle, also Personen aus dem Lifestyle, sich diese Spritze besorgt haben, um abzunehmen. Also man spricht gerade in Hollywood vor den Oscars oder Golden Globes, dass dann diese Spritze wird. Wir haben ein Beispiel und jetzt sage ich auch mal einen Namen Oliver Pocher.
Der hat sich in einer Sendung eine Spritze gesetzt, hat jetzt auch über die Social Media Kanäle kundgetan, dass er diese Spritze nimmt, um 15 Kilo abzunehmen. Und es wäre doch gar nicht verwerflich. Ja, und da muss ich sagen, das grenzt für mich schon ein bisschen an Körperverletzung also oder Aufruf zu Körperverletzung. Auch sehr schwere Nebenwirkungen. Also man muss auch verstehen, dass man eigentlich diese Spritze dauerhaft nehmen muss, um im im neuen Gewicht zu bleiben.
Wir sprechen über Übelkeit, wir sprechen über Erbrechen, über Durchfall etc. etc.. Also man weiß über die Spätfolgen, die da auch kommen. Wenn ich ohne einen Bedarf zu haben. Also ich spreche immer von Personen, die keinen Bedarf haben, also kein Diabetes haben, vielleicht nur fünf Kilo Übergewicht oder meinen Übergewicht zu haben. Na, viele haben es ja gar nicht und nehmen es trotzdem.
Also Familie Geissen zum Beispiel, es jetzt auch im Fernsehen bekannt ist, da haben Sie und er jetzt beide diese Spritzen genommen und stellen sich so hin und tun so Ach, ist doch gar kein Problem. Also einmal kostet es viel, Das darf ich auch nicht vergessen. Ich könnte es mir gar nicht leisten. Und dann habe ich eben ganz, ganz starke Nebenwirkungen.
Okay, ja, Wahnsinn. Und das ist ja echt ganz schön krass. Also das ist wie wo die Essstörung. Also wir finden gar keinen Anfang und kein Ende, weil es so wie ich es ja Anfang gesagt habe, wir gehen durchs, durch alle Geschlechter durch, wir gehen durch alle Altersgruppen durch. Also wir haben noch gar nicht über Frauen in der Menopause gesprochen, Das ist ja was ganz was Neues.
Also. Ja, wo ist denn jetzt eine Grenze, wo eine Zwangsbehandlung zustande kommt, Also wo es wirklich schon um selbst verletzendes Verhalten geht und wo man quasi eingreifen muss. Ich hatte gehofft, dass ich um diese Frage herumkommen. Nein, also selbst verletzendes Verhalten ist ja schon wieder was anderes. Aber da sind wir ja beim Borderline etc.. Also ich muss sagen, wenn wir von Jugendlichen und Essstörungen, also ich möchte es bei der Essstörung bleiben, wenn wir von Jugendlichen und Essstörung sprechen, dann haben natürlich immer die Eltern die Verantwortung und die Eltern können auch auf eine Behandlung bestehen.
Wenn wir von über 18-jährigen sprechen, wird es ganz, ganz schwierig. Ja, das ist irgendwie so gleich zu setzen, wie wenn jetzt unsere Eltern anfangen, Demenz zu haben, wann können wir sie als geschäftsfähig bezeichnen? Dann muss man erst, muss man also auch vor Gericht etc. Also das ist schwierig. Also wenn ich jemand, wenn jemand unbedingt nicht essen möchte, dann kann ich ihn eigentlich schon fast nicht daran hindern.
Man kann dann ja eine Zwangseinweisung machen. Das wird sicher auch in dem einen oder anderen Fall passieren, vor allen Dingen, wenn dann vielleicht auch noch andere Menschen dadurch geschädigt werden. Aber es ist auch mit Recht ein sehr, sehr schwieriger Prozess und nicht so einfach zu beantworten, was immer ist. Wenn jetzt jemand zum Beispiel so magersüchtig ist oder wenn jemand jetzt sage ich auch noch Alkoholmissbrauch hat, auf der Straße zusammenbricht, nicht ansprechbar ist, dann kommt er ins Krankenhaus und dann wird er versorgt.
Dann wird er sicher auch, sage ich jetzt, Traubenzucker Lösung bekommen etc. dann sagen die vielleicht auch wir müssen hoch. Kalorie stimmt, der Person irgendetwas zuführen, aber sobald die wieder fit ist, dann hat sie wieder selbst die Kontrolle und kann gehen. Ja und wenn dann nicht der Moment ist, dass ich sage ich habe eine Behandlungs einsicht, es geht mir schlecht, dann passiert es halt wieder und schlimmstenfalls kann es wirklich zum Tod führen.
Okay, na ja, danke dir gerne. Dann die Hilfsangebote. Da ist natürlich eure Stelle, dann gibt es Therapie, Essstörungen, dann gibt es was von der Caritas, Caritas minus Essstörungen, München D Dann gibt es die Beratung, dann gibt es auf unserer Website natürlich ein bisschen oberflächlicher was zu Ernährung und Drogen. Dann gibt es was von der BZgA zu Essstörungen. Hast du noch eine sinnvolle Ergänzung dazu?
So würde ich dann auf jeden Fall in den Shownotes mit aufnehmen. Also eine sinnvolle Ergänzung sind wir sind bestimmt Telefonseelsorge Nummer gegen Kummer ist ist ganz ganz wichtig. Die Arche finde ich ganz wichtig, weil die Arche ja ein Thema ist. Wenn es dann um Suizidalität geht. Und das sind so die Themen, die für mich wichtig sind. Ansonsten kann ich wiederholen Anatomie, Dialog, Punkte, Idee, das ist einfach Beratung und die sind da.
Und Beratung ist auch die erste Präventionsmaßnahmen Information und Beratung. Danke. Okay, ganz herzlichen Dank für diese Super super für diesen super Einblick, für das spannende Gespräch. Habe es sehr genossen und fand es wirklich. Also es regt auf jeden Fall zum Nachdenken an, ein sehr aktuelles Thema Und ja, was möchtest du denn jetzt den Hörerinnen und Hörern noch mit auf den Weg geben?
Also ich hatte es schon gesagt, Also mir liegt am Herzen zu sagen, wir müssen uns überlegen, wie wir gesellschaftlich mit dem Thema Schönheit, Diäten, Sport und weiter umgehen wollen wir übermitteln. Ich möchte noch mal ganz explizit auch Eltern ansprechen. Überlegt, was für Vorbilder ihr euren Kindern geben wollt, mit was für Themen sich eure Kinder beschäftigen sollen. Ist es wirklich?
Sind es wirklich äußerliche Themen oder gibt es nicht was anders, weil Vorbildfunktion ist, gerade was Zerstörung angeht, ganz, ganz wichtig. Und noch abschließend Beratung, Beratung, Beratung. Super. Okay, gut, ihr nun wieder zurück zu unseren Hörerinnen und Hörern. Bleibt gerne dran. Nach einer kurzen Unterbrechung machen wir weiter mit den Infos vom Infostand. Bis dann. Danke Sabine. Gerne. Tschüss Patrick.
Mein Sohn ist der Münchner Szene Projekt, das zum Thema illegale Drogen in der elektronischen Musikszene Information und Unterstützung anbietet. Wir sind erste Anlaufstelle für konsumierende Interessierte, so wie Menschen, die einen Ausstieg suchen. Unter dem Leitgedanken Sauber drauf ist zu verstehen, dass unnötige Schädigungen und Folgeprobleme, die im Zusammenhang mit Drogenkonsum auftreten können, vermieden werden sollen. Substanz Konsum wird als Tatsache angesehen und nicht moralisch bewertet.
In diesem Sinne ist mein Sohn nicht für oder gegen Drogen, sondern bietet Information und Beratung auf Augenhöhe an. Nach dieser kurzen Unterbrechung geht es weiter mit dem Thema Safe House in Hamburg. Im Interview mit unseren ehrenamtlichen Piers Liebe Hörerinnen und Hörer, willkommen zurück! Nun habe ich unsere ehrenamtliche Pier Laura zu Gast. Hallo Laura, dass du da bist. Toll, dass du Zeit hast und was zu diesem Podcast beiträgt und dich hier verewigt.
Hallo, danke ebenfalls für die Einladung. Sind super cool. Heute sprechen wir über das Thema Konsum Reflexion Tipps für Nightlife Worker innen, also Menschen, die im Nachtleben unterwegs sind. Ja, Laura, du bist ganz viel bei meinem Sohn aktiv. Schon länger und am arbeitest auch auf Festivals, machst so psychische Arbeit oder auch Awareness Arbeit und du legst auch auf. Gewöhnliches Stiefmütterchen etc. Da habe ich das Sagen ja, dass du nach dem Fortlaufen nach dem Podcast ein paar mehr Follower Follower Du hast immer wieder Kontakt zu Menschen im Nachtleben, die da viel unterwegs sind, die Arbeiten, die da regelmäßig eingebunden sind.
Und ja, wir haben mal vor kurzem drüber gesprochen, welche Podcast Themen wir denn so beleuchten können und da sind wir gemeinsam immer auf dieses Thema hier gekommen. Ja, es kann halt einfach notwendig und sinnvoll sein, sich mit Themen mit der Thematik von Konsum und Konsum Reflexion auch mal auseinanderzusetzen, wenn man in einem Umfeld ist, wo regelmäßig konsumiert wird.
Definitiv. Ja genau. Und wir sprechen jetzt einfach mal darüber, warum das so ist und welche Tipps wir haben, um den eigenen Konsum und so weiter unter Kontrolle zu behalten. Und der Anteil an Menschen, die leistungssteigernde Substanzen während der Arbeit im Nachtleben konsumieren, ist erwiesenermaßen sehr hoch. Und hier ist natürlich zu sagen, dass wir nicht davon ausgehen, dass alle Menschen dem Nachtleben arbeiten, irgendwelche psychoaktive Substanzen konsumieren, sondern dass es einfach ein paar betrifft.
Genau. Und was macht denn die Besonderheit von einem Job im Nachtleben aus? Also ich würde tatsächlich sagen Abwechslung und auch die Nähe zum Menschen. Ich bin zum Beispiel ein sehr geselliger Mensch und auch sehr sozial. Ich liebe einfach diese pulsierende und freudige Atmosphäre. Wenn Menschen in ihrer Freizeit zusammenkommen und sich für spezielle Themen connecten. In dem Fall ist es jetzt Musik, Kunst, Tanz.
Ja, und das sind halt auch immer ganz außergewöhnliche Situationen, weil zum Beispiel die Gäste oder die Menschen, die diese Events besuchen, die wollen was erleben und sich vergnügen. Und da ist auch ein gewisser Druck auch hintendran, dass man was erleben will und man das geben möchte. Ja, genau. Und welche Beobachtungen machst du denn jetzt in Bezug auf Substanz Konsum, so im Nachtleben?
Ja, also ich denke Beobachtung triffts ziemlich gut, weil ich bin auf jeden Fall eine Person, die gerne aufmerksam das Umfeld beobachtet. Und ja, meine Erfahrungen diesbezüglich sind unterschiedlich. Also zum Beispiel auch was wird konsumiert oder zu welchem Zweck, wie häufig auch wie viel? Es hängt auch ziemlich stark von den Mainzer Menschen ab und ich finde auch, dass Gruppendynamiken definitiv nicht unterschätzt werden sollten.
Ja, Menschen sind einfach soziale Wesen. Es gibt zum Beispiel mal ein Beispiel einen Barkeeper, der quasi alleine die Bar schmeißt über die Nacht. Man schafft es nicht, quasi zwölf Stunden eine Bar zu schmeißen. Das heißt es geht einfach über die körperlichen Grenzen hinaus und da wird dann zum Beispiel gekokst, um die gute Laune und die Energie beizubehalten. Und das verträgt sich nicht gut mit dem Alkohol.
Aber es pusht sich halt gegenseitig und ist deswegen zum Beispiel relativ beliebt. Oder auch ja Festival Aufbau oder Party Auf und Abbau ist auch sehr anstrengend, damit die Leute halt rechtzeitig ihre Arbeit beenden können und dieses ganze Pensum an Arbeit schaffen. Man muss ja auch bedenken, da gibt es Organisationen davor, die feiern mit und dann müssen sie noch abbauen.
Ja, da wird dann Speed konsumiert, da sieht man so leistungssteigernde Substanzen ja total. Aber das ist natürlich nicht bei jedem so, es gibt auch Kollektiv und Arbeitsgruppe, die keinen oder kaum Konsum haben. Und das kommt dann aber auch ein bisschen drauf an, das. Ich würde sagen, dass das teilweise Personen sind, die entweder ihren Konsum stark reflektiert haben oder zum Beispiel auch gucken, wo es einfach nicht passend und angebracht ist zu konsumieren.
Also zum Beispiel auch in der Awareness, in der Psyche muss man einfach für die Besuchenden klar und präsent da sein. Da ist Konsum definitiv fehl am Platz und manchmal habe ich auch so ein bisschen das Gefühl, dass die DJs auch die nüchternsten im Raum sind, aber ich meine Hand ins Feuer lege. Ja, mit dem Titel seien. Da habe ich so ein bisschen die Erfahrung gemacht, dass die DJs, die eigentlich eher einen nüchternen Lebensstil pflegen, auch die sind, die am längsten, sage ich mal, im Business bleiben und vielleicht auch oft weit kommen.
Und bei den anderen, da ist schon dann die die Kunst wahrscheinlich so gut, dass sie dadurch quasi bekannt werden und dann weitermachen. Und so weiter. Aber ja, ja, es ist halt schön Performances, aber genau da würdest du jetzt sagen, dass da so ein im Nachtleben, so ein gewisser Gruppen du hast die Gruppendynamik schon angesprochen, so ein gewisser Konsumzwang auch, manchmal herrscht, um also in so bestimmten Bubbles.
Ja, ich würd schon definitiv ja sagen. Es ist schon schwierig, wenn alle um einen herum das machen, als Individuum da stark und konsequent zu bleiben. Und man muss da auch seine Grenzen wahren. Man muss sich vorstellen, es wird ja auch viel geteilt, ausgetauscht und ich habe zum Beispiel auch öfters den Cro den Spruch einfach gehört so ja, komm, dann ziehen wir noch eine und dann bauen wir hier zu ab und ja, natürlich wird niemand gezwungen, dass es in Kollektiven auch eine freiwillige Arbeit.
Aber wenn zum Beispiel Geld gegen Leistung getauscht wird, dann glaube ich, ist das vielleicht auf Gewissen eben noch mal verlockender, auch mit Konsum sich noch mal auf zu pushen und halt seine Leistung dadurch zu steigern. Genau. Würdest du sagen das ist immer so ein Leistungssteigerung Ding oder kann es auch sein, dass die Leute einfach Bock haben auf Substanz irgendwas abzubauen?
Ja, definitiv. Das auch. Also klar, es gibt auch Gruppen, die einfach gerne konsumieren, ja, die dem mehr zugeneigt sind. Und es gibt aber auch manche, die einfach sagen Jetzt bin ich platt. Und eigentlich eigentlich müsste ich jetzt. Na ja, wenn man jetzt länger in so einer Bubble ist und da quasi unter der Woche, hat man seinen 40 Stunden Job und am Wochenende ist man dann immer in seinem Kollektiv oder was weiß ich arbeiten hinter einer Bar noch nebenbei und man eignet sich so ein Konsummuster an, das man dann am Wochenende häufig zu Substanzen greift.
Was für Folgen können sich denn daraus ergeben? Ja, was ihm direkt einfällt, ist natürlich Sucht. Aber da gibt es natürlich auf verschiedenen Ebenen noch Dinge, die passieren kann, als zum Beispiel psychisch, dass man denkt, ohne die Substanzen ja bringe ich nicht die gleiche Leistung oder keine so gute Leistung. Oder man angeblich weniger kreativ oder zum Beispiel das Essen oder weniger ausdauernd ohne das Pepp.
Wie wir es schon angesprochen haben. Aber es kann natürlich auch genau das Gegenteil passieren, dass man unaufmerksam wird, vergesslich, man überschätzt sich auch. Und ja, natürlich nimmt er mit dem Konsum auch das Risiko zu Chancen immer mehr zu auch gefährlich definitiv und physisch. Also auf körperlicher Ebene überschreitet man seine Grenzen. Eventuell schadet durch diese Überarbeitungen, wie beispielsweise in dem Festival auf Abbau sein Muskel Skelett System.
Und ja, Arbeitsunfälle steigern sich durch so was sicher auch. Und ohnehin Substanzen schaden dem Organismus und dem Gewebe im Körper. Also ja, wenn man mal denkt, Verätzungen in Toxikologie, das kann die ganze Bandbreite. Und ja, sozial zum Beispiel. Wenn man darüber nachdenkt, gibt es auch einige Risiken, zum Beispiel, dass man sich zunehmend isoliert und der Freundeskreis sich zum Beispiel auch verändert, hin zu Menschen, die vielleicht zunehmend mehr konsumieren, auch und ja, der Freundeskreis einfach weniger divers.
Auch wird. Und welche Konsum Formen würdest du als besonders problematisch einschätzen? Jetzt so, wenn man jetzt direkt mal an mein Sohn denkt, was wir natürlich immer mitgeben, Safe House haben wir dagegen denke ich natürlich gleich in erster Linie Safe House. Das ist oftmals nicht vorhanden und auch mehr Konsum ist ganz problematisch. Dann hat auch zum Beispiel wieder dieser soziale Aspekt, dass wenn Menschen konsumieren, um sich zugehörig zu fühlen, also zum Beispiel das Gefühl haben, sie haben die Verbundenheit mit ihrer Gruppe verloren, wenn sie selber die einzigen sind, die nüchtern sind und dann zum Beispiel auch nur konsumieren, um sich gut zu fühlen oder um Antrieb zu haben und handeln zu können.
Wie gesagt, kreativ arbeiten zu können. In die Richtung geht zum Beispiel auch Konsum, um so Grenzen zu überschreiten. Also wie gesagt, Erschöpfung oder Lustlosigkeit zu überwinden und ganz klassisch auch wenn der Konsum in den Alltag getragen wird und man sich einfach nicht mehr abgrenzen kann und seinem Körper und seiner Psyche einfach keine Pause mehr geben. Ja, es kann ja auch passieren, dass es dann so Phasen im Sommer zum Beispiel gibt, wo mehrere Festivals hintereinander sind und dann muss man gleich irgendwie nach dem Festival am Montag dann gleich wieder arbeiten und kriegt es dann irgendwie nicht ohne Konsum in den Griff oder so was.
Das passiert schneller, als man gucken kann, aber das ist auf jeden Fall auch wirklich als problematisch einzuschätzen. Da sollte man auf jeden Fall zum Reflektieren anfangen. Genau. Ja, jetzt kommen wir zum Kern. Welche Fragen helfen denn deiner Meinung nach, um das eigene Konsumverhalten zu reflektieren? Also soweit ich weiß, habt ihr zum Thema Konsum Reflexion auch einen richtig tollen Podcast und auch einen super praktischen Flyer, wo man alles ja kompakt nachlesen kann und nachhören.
Und da lohnt sich auf jeden Fall mal reinzuhören, rein zu gucken und sich mit dem Thema noch mal ganz genau zu beschäftigen. Ich denke, was man sich aber immer fragen kann was will ich das jetzt wirklich? Oder auch was erhoffe ich mir jetzt durch diesen Konsum? Und auch eine gute Frage zum Beispiel Was sind die Vorteile, wenn ich es jetzt nicht tue, also nicht zum Beispiel denken, was mache ich also, was hätte ich jetzt davon, wenn ich es tue?
Das ist doch alles ganz. Sondern vielleicht auch mal drüber nachdenken, wenn ich es wirklich nicht tue, was ist denn da der Vorteil für mich? Und ja, zum Beispiel auch bleibe ich in diesem Fall meinen Prinzipien und auch meinen Grenzen, die ich mir eigentlich generell im Leben oder vor der Party gesetzt habe, bleibe ich diesen Prinzipien und Grenzen, Treue.
Und grundsätzlich denke ich, wenn man ambivalent ist und sich nicht sicher ist, dann ist es eigentlich nein. Man soll das nicht machen. Ja, gut, ja, da gibt es dann natürlich nochmal Strategien, um dann auch dabei zu bleiben oder vielleicht einfach die Situation zu verlassen, wenn’s geht, natürlich in der Arbeit ist schwierig. Oder auch Arbeitskolleginnen mit ins Boot holen und sagen Ja, ich habe mir jetzt das Ziel gesetzt, ich möchte während der Arbeit nicht konsumieren.
Bitte respektiert das. Also das gut, dein Umfeld auch mal mit einzubeziehen und dann einfach seinen Weg zu verfolgen und vielleicht auch nicht zu hart zu sich zu sein, wenn es mal nicht klappt irgendwie, sondern einfach dann an seinem Ziel weitermachen und sich überlegen, was waren denn jetzt die Trigger, die dann doch dafür gut dazu geführt haben, dass ich dann doch konsumiert habe oder so was Genau also in unserem Konsum Reflexion steht auch bestimmte Orte.
Und so weiter. Konsum frei halten und da ist es einfach total gut, wenn man eben so Sachen, wo man das zum Beispiel zur Leistungssteigerung nutzt oder wirklich Brettern braucht, um den Job überhaupt machen zu können. Dass ja das vielleicht mal eine Zeit lang macht, aber dann auch irgendwann reflektiert und sich halt anders orientiert, weil das ist halt kein förderlicher Substanz Konsum Definitiv.
Ja genau. Wie oft sollte man sich denn diese Konsum Reflexions Fragen stellen? Und wann ist denn ein guter Zeitpunkt dazu? Ich denke die Fragen kann man sich immer wieder stellen. Also immer wenn man mit Konsum in Berührung kommt, zum Beispiel vor dem Weggehen sich vorbereiten, seine Prinzipien festlegen, zum Beispiel auch und während der Arbeit. Auch wenn man etwas an, also angeboten bekommt, darüber nachdenkt, auch wirklich diese Fragen sich noch mal stellen und natürlich auch danach, so wie es der Abend verlaufen.
Bin ich damit zufrieden? War das jetzt eigentlich nicht unbedingt das, was ich wollte? Genau so, das würde ich mal einschätzen. Was kann man denn jetzt tun, wenn man solche Ambivalenzen, von denen du gesprochen hast, entdeckt? Wenn man sein was kann man denn da machen? Also wie ist es zu bewerten? Also ich denke auf jeden Fall sein Verhalten, was man wahrnimmt, ernst nehmen, das nicht runterspielen, das ist ganz wichtig.
Und auch diese widersprüchlichen Gefühle, die man vielleicht in sich hat, so ja, so schlimm war es nicht. Nee, eigentlich wollte ich nicht. Zum Beispiel so was das auch wirklich ernst nehmen. Das sind wichtige Zeichen und im nächsten Schritt kann man sich natürlich auch realistische Veränderungs Ziele setzen. Zum Beispiel, dass man sagt ich will unter der Woche keinen Alkohol trinken, statt zu trist zu sagen ich trinke nie wieder.
Ja genau. Und außerdem kann es wirklich sinnvoll sein, Wie du bereits gesagt hast, zu identifizieren, warum und wann tritt dieses Verhalten halt auf? Und ja, wie könnte ich in Zukunft darauf reagieren? Vielleicht sich auch Sätze vorlegen, wie man etwas ablehnt, ablehnt und sich das auch wirklich ganz fest vornehmen? Genau. Vielleicht findest du es gut, vorher schon mal so die Situation im Kopf durchspielen und sich dann genau festlegen Was sage ich denn dann?
Ja, ja, genau. Und natürlich auch Unterstützung von außerhalb holen. Das ist auch ein bisschen das, was du gesagt hast. Einerseits, dass man Leute einbezieht, mit in der Situation sind und sagen So, heute möchte ich nicht konsumieren, kannst mich vielleicht dabei unterstützen, aber natürlich auch professioneller, damit eins erziehen. Und ja, Unterstützung von außerhalb holen ist definitiv auch kein Zeichen von Schwäche, sondern ganz im Gegenteil, also positiv und gesundheitsfördernd ist Veränderung.
Anstoßen ist ja auch ein Zeichen von Stärke. Und ja, das funktioniert ganz viel einfacher, wenn man sich Hilfe von holt. Ja genau, Da gibt es zum Beispiel Drogen, Beratungsstellen, die gibt es in jeder größeren und kleineren Stadt. Die gibt es auch online, zum Beispiel andere Online Beratung die Drogenberatung, ja Drogenberatung online, die es anonym sogar und die findet ihr unter folgendem Link Beratung Punkt sauber draufkommen.
Genau. Danke Genau und Sozialarbeiter unterliegen der Schweigepflicht, haben Zeugnisverweigerungsrecht. Also ihr könnt euch dahin wenden und das sind einfach Leute, die wirklich immer wieder damit in Kontakt sind und auch viele Geschichten gehört haben und es einfach auch dann in Kontext setzen können, was ihr da erlebt und euch ganz zielgerichtet Tipps geben könnt, ihr euer Konsum Fehlverhalten beibehalten könnt, wenn ihr happy seid oder wie es verändern könnt.
Genau. Ja, danke Laura. Was möchtest du denn abschließend den Leuten noch mit auf den Weg geben? Auf jeden Fall schütze denke an deine Gesundheit, weil du hast im Endeffekt nur eine. Also wenn sie mal weg ist, dann super. Es ist schade. Gut. Ja, dann bis zum nächsten Mal. Wir machen auf jeden Fall weiter. Und. Ja, viel Spaß. Tschüss.
Danke, aber.
Der Beitrag Essstörungen – Interview mit Sabine Dohme von ANAD – sauberdrauf Folge 19 – der Mindzone-Podcast erschien zuerst auf sauber drauf! mindzone.info.
In der 18. Folge des MINDZONE-Podcasts „sauberdrauf!“ ist Ralf Herrmannstädter (Leiter der Caritas Fachambulanz für junge Suchtkranke in München) zu Gast. Nach einer kurzen Vorstellung von Ralf und seiner Einrichtung bekommt Ihr umfassende Informationen rund ums Thema Sucht und Abhängigkeit.
Die Caritas-Fachambulanz für junge Suchtkranke ist in München eine wichtige Anlaufstelle für Menschen mit problematischem Substanzkonsum: https://www.caritas-suchtambulanz-junge-muenchen.de/de
Ralf Hermannstädter: Diplom-Sozialpädagoge, Suchttherapeut, Leitung Fachambulanz: [email protected]
Das Podcast-Gespräch behandelt nachfolgende Themen:
Definition von Abhängigkeit nach ICD 10: (2 von 6 = Diagnose Abhängigkeit möglich)
Fazit:
Nehmt Hilfe in Anspruch, wenn Ihr unzufrieden mit Eurem Konsum seid und allein keine dauerhafte Veränderung herbeiführen könnt – lieber früher als später!
Generell raten wir vom Substanzkonsum ab! Die nachfolgenden Infos sind für Menschen gedacht, die sich bereits für den Substanzkonsum entschieden haben.
Unser heutiger Gast ist David. Er ist als Mindzone-Peer aktiv und vermittelt Euch hilfreiche Infos und Tipps rund um Thema „Feinwaagen-Nutzung“.
Diese folgenden Infos sind zur Risikoreduktion beim Konsum von illegalen Substanzen gedacht. Wir stehen für einen reflektierten Substanzgebrauch, Safer-Use und Harm-Reduction. Ein risikoarmer Konsum steht dabei immer im Vordergrund. Im folgenden Gespräch gehen wir immer davon aus, dass genau bekannt ist, welche Substanz in welcher Reinheit vorliegt! Nutzt Drug-Checking-Angebote und überprüft Dosierungsempfehlungen aus dem Netz immer mehrfach!
Es gibt drei Methoden, um Substanzen abzumessen:
Warum eine Feinwaage nutzen?
Das musst du beachten, wenn Feinwaagen zum Einsatz kommen:
Sollten Personen hochpotente Substanzen konsumieren, ist es wichtig, sie auf das richtige Abwiegen anzusprechen. Eine kleine Dosisabweichung kann gravierende gesundheitliche Folgen haben!
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Habt Ihr bestimmte Themen-Wünsche, die Euch besonders interessieren? Für Feedback, Fragen und Anregungen schreibt uns gerne unter der Mail-Adresse: [email protected]
Wichtiger Hinweis:
Die folgenden Inhalte sollen nicht als Anleitung zum Drogenkonsum verstanden werden oder motivieren. Sie sollen euch zur Selbstreflexion anregen und dient zur Informationsgewinnung und Weitergabe. Hallo und herzlich willkommen, liebe Hörerinnen und Hörer! Wir sind bei einer neuen Podcastfolge. Das meint so ein Podcast sauber drauf angekommen. Die 18. Folge mittlerweile und in der ersten Hälfte habe ich einen besonderen Gast hier den Leiter der Ambulanz für Junge sucht Kranke in München in der Arnold Straße, Ralf Hermannstädter.
Hallo Ralf, schön, dass du da bist.
Hallo Patrick.
Super. Danke, dass du dir Zeit genommen hast und uns hier Rede und Antwort stehst zu den Fragen, die ich vorbereitet habe. Und das Thema ist Abhängigkeits Erkrankungen und einfach allgemein Wissenswertes dazu. Ich habe ganz viele Fragen vorbereitet, weil das extrem spannend ist und du dann natürlich als Sucht Therapeut und Sozialarbeiter, der diese Einrichtung leitest, einen super Einblick hast und wir da wirklich jetzt hier ein ganz fundiertes Gespräch führen können, bin ich total happy.
Ich werde euch die ganzen Kontaktdaten von Ralf und der Einrichtung auch in die in die Show Notes packen. In die Beschreibung vom Podcast und noch zur zweiten Hälfte des Podcast habe ich unseren ehrenamtlichen David im Gespräch mit dem ich über feine Wagen sprechen, also wie man wirklich hoch potente Substanzen abwägt und warum man das auch tut, um seriös zu gewährleisten.
Aber dazu später mehr nach der Pause. Ja, Party Drogen sollen ja eigentlich für eine gute Stimmung sorgen. Sie sollen zum Spaß da sein und lieber, lieber lässt man den Substanz. Konsum ist klar, dann kann man jegliche Risiken vermeiden. Aber wir wissen ja, dass junge Leute das auf einem auf auf jeden Fall tun. Und so arbeiten wir damit. Und die Substanzen können auch einfach extreme Risiken bergen und Nebenwirkungen hervorrufen in der Kurzzeit Wirkung, aber auch im Langzeit Konsum.
Ja, wenn regelmäßig Substanzen in hohen Dosen auch konsumiert werden und der Körper und der Geist sich daran gewöhnen, dann ja ist es Belohnungssystem immer wieder getriggert und es kann einfach eine Abhängigkeit oder Sucht sagte man früher auch entstehen. Und jede Substanz ist dann natürlich ein bisschen unterschiedlich. Aber genau jetzt erst mal noch zu dir, Ralf Ja, du leitest diese Einrichtung und ich wollte noch fragen.
Genau zu der Ambulanz für junge Suchtkranke, dass wir da mal einsteigen. Warum junge Suchtkranke? Wie unterscheidet sich das oft von anderen Einrichtungen? Zunächst mal vorweg vielen Dank für die Einladung, Patrick. Ich freue mich auf den Podcast und super, dass wir da einen guten Austausch haben. Ja, wie kam es zu dem Namen? Im Grunde ist der ziemlich irreführend, weil unsere Klientel gar nicht so jung ist.
Unbedingt. Wir sind ganz breit aufgestellt, machen sehr viel. Und dieser Name ist entstanden aus der Teilung einer Einrichtung. Das heißt, früher gab es eine Einrichtung, aus der zwei hervorgegangen sind, und die einen haben sich erwachsene Suchtkranke genannt und wir junge Suchtkranke. Die einzige Unterscheidung ist jedoch bei Alkohol, dass wir bis 30 machen und die Kollegen und Kolleginnen ab 30 Alles andere ist im Grunde völlig offen, was die Altersstruktur anbelangt.
Und wir machen ja Alkohol nur ja, ich möchte nicht sagen, nebenher aber auch noch. Und im Grunde haben wir ja ganz, ganz viel, was wir anbieten. Und ja, also junge Suchtkranke deswegen und was wir auch speziell haben, ist ein Angebot für junge Leute mit Jugendrichter Einweisungen. Das heißt, da ist irgendwas passiert, oft im Zusammenhang mit Substanzen, und die werden dann vom Gericht zu uns geschickt, dass wir ein paar Gespräche machen, quasi so als Auflage.
Und da haben wir dann schon die junge Klientel. Und was unterscheidet denn jetzt eine Fach Ambulanz von anderen Suchthilfe Einrichtungen? Die Fachfrau Ambulanz ist im Grunde kein geschützter Begriff, soll aber schon auf ein medizinisches Angebot aufmerksam machen. Das heißt wir behandeln, man kann beraten und wir behandeln. Wir haben Anerkennung von den Kostenträgern, Rentenversicherung, auch Krankenkasse. Wir arbeiten mit einem Arzt zusammen und wir machen Therapie, wo auch Diagnosen gestellt werden.
Und zu weiteren Diagnosen gestellt werden, wo dann richtige Therapie gemacht wird. Mit Einzelgespräch, mit Gruppengespräche, mit regelmäßigen Berichten an die Kostenträger. Genau. Und das ist ein Mittel mit einem anderen Rahmen auch verbunden. Wir haben viel mehr Zeit, wir können uns viel intensiver beschäftigen und wir sind auch speziell ausgebildet. Ich selber auch. Und das ist dann der Unterschied. Und deswegen nennen wir uns Fach Ambulanz.
Und euer Angebot ist komplett kostenlos für die Menschen, die die Hilfe brauchen und in Anspruch nehmen. Ja, also es ist komplett kostenlos. Wir haben eine eine Kleinigkeit, das ist für Angehörige, da haben wir keine Refinanzierung und da verlangen wir einen symbolischen Betrag. 20 € für eine Stunde. Oft ist es dann sogar mehr als eine Stunde, weil wir nicht sagen So, jetzt ist die Zeit um.
Ja, genau. Also das, weil wir natürlich auch Kostendruck haben. Das wird auch nicht besser. Und wir müssen dann ein bisschen schauen, dass wenigstens einigermaßen, da das gedeckelt wird. Ansonsten absolut kostenlos. Jeder kann kommen und muss sich keine Gebühren genau, die Kassen übernehmen das dann überhaupt. Kostenträger ist bei uns der Bezirk für die Beratung. Therapie ist dann nur. Also nicht alle brauchen Therapie.
Es braucht nicht jeder Therapie. Und wenn jemand in den Therapie Status kommt, dann sind zuständig, habe ich erwähnt Krankenkassen und Rentenversicherung. Aber der größte Kostenträger ist der Bezirk. Dann haben wir noch die Regierung von Oberbayern, dann haben wir noch die Stadt, den Landkreis, aber mit Abstand der größte ist der Bezirk Oberbayern. Und ihr behandelt bei Alkohol und genauso allen anderen psychoaktive Substanzen.
Welche Substanzen nehmen denn die Leute so am allermeisten? Oder welche? Welche Probleme seht ihr da am öftesten? Also bei uns sind alle Substanzen wirklich alles. Wir machen alles Stoff gebunden, Stoff, ungebundene Süchte. Kommen wir vielleicht später noch drauf, aber häufigste ist Cannabis. Spannend. Liegt es an der an der eher jüngeren Zielgruppe, oder? Ja, ja, ich denke schon. Also naja, auch das mit der Zielgruppe.
Wir haben in dem Sinne ja nicht eine Zielgruppe, weil wir ja ganz breit aufgestellt sind. Und wir haben nicht eine Zielgruppe. Das könnte natürlich dieser, dieser Name könnte das so quasi dazu führen, dass man das so interpretiert. Aber wir haben nicht die eine Zielgruppe. Aber was wir haben, ist eben das Angebot für die Jugend richterlichen Weisungen. Und da ist ganz häufig Cannabis.
Das war früher natürlich noch viel mehr. Seit Cannabis Teil legalisiert wurde, hat das stark abgenommen. In letzter Zeit ein bisschen wieder mehr Zulauf. Wir haben jetzt keine richtige Erklärung auch dafür. Es kommen jetzt wir. Wir haben so eine spezielle Gruppe auch dafür. Da waren in letzter Zeit wieder mehr, aber das hat auch stark nachgelassen. Trotzdem immer noch Substanz Nummer eins und ihr habt auch Zuweisungen bei MPU Problemen.
Also ihr macht MPU Vorbereitungskurse auch und kann man sich da auch sage ich mal schon freiwillig beraten lassen? Also dass man auf euch zugeht oder muss man da überwiesen werden? Oder wie läuft es bei MPU? Nee, da kann jeder kommen. Überwiesen werden muss man nicht. Es gibt ein Orientierungs Gespräch und während des Gesprächs kann man dann für sich im Endeffekt sehen, wie es weitergeht entscheiden.
Das müsste ich dann auch noch erwähnen. MPU ist keine kostenlose, kein kein kostenloses Angebot. Ja, das ist etwas, da haben wir überhaupt keine Refinanzierung, da verlangen wir einen fairen Kurs, würde ich sagen. Und machen das ganz gut erfolgreich. Ja, und wir haben ja noch ganz viel anderes. Wie ist denn euer Team da so aufgestellt? Also ihr habt verschiedene Sozialarbeiter und Therapeuten und Ärzte, was du gesagt hast, und die haben dann immer so einen eigenen Themenbereich.
Ja, Nein. Ja und nein. Also, wir haben. Ich habe 17 Mitarbeiter sind tatsächlich Damen, Frauen, Mitarbeiterinnen. Deswegen kann ich das so sagen. Und einen Arzt. Einen. Einen Sucht Mediziner. Es sind zwei Psychologinnen, ansonsten Sozialpädagoginnen, viele mit Zusatzausbildung für Therapie. Und manche haben es, haben eine spezielle Stelle, zum Beispiel im Bereich Glücksspiel Sucht, die dann auch finanziert ist. Über die Landesstelle Glücksspiel, Sucht oder Medien Sucht oder Stoff gebundene Süchte.
Aber im Grunde kann bei uns jeder alles, also jeder kann und soll alles können, weil die Stunden auch gesplittet sind. Manche haben in dem Bereich eine halbe Stelle und dann wieder in einem anderen und wir sind ja ganz breit aufgestellt, wir haben, wir haben MPU, wir haben eine Außenstelle in einer Substitution Praxis. Wir haben Außenstellen in der JVA Stadelheim, wir machen alle Süchte, alle Drogen, Stoff gebundene Stoffe gebunden, Glücksspiel.
Wir machen betreutes Wohnen, also aufsuchende Arbeit. Wir machen Angehörigen Beratung, wir machen rauchfrei und bestimmt habe ich irgendwas vergessen. Also im Grunde kann man das gar nicht so splitten, sonst kann man eine Einrichtung nicht führen. Man kann nicht sagen Du machst das. Und dann habe ich aber gerade einen, sage ich mal, es ist in diesem speziellen Bereich gibt es gar keine Interessenten.
Und dann habe ich Leerlauf. Das geht und das funktioniert im Alltag nicht. Das heißt, wenn ich in meinem Bereich jetzt mal Leerlauf hab, da mal was anderes, bis das wieder kommt. Und das gleicht sich dann auf jeden Fall aus. So im Jahresmittel, da gibt es überhaupt kein Thema. Also alles wird bedient, bloß da gibt es keinen Sinn zu sagen, Du machst nur das und jetzt kommt niemand und schaust aus dem Fenster.
Wir haben ja bei den Abhängigkeits Erkrankungen gerade im Gespräch schon unterschieden zwischen stoff gebundenen und stoff ungebundenen Süchten oder Abhängigkeiten. Genau das für die Hörerinnen und Hörer. Da mal so eine Einordnung noch machen, das wir vielleicht kurz erklären. Was ist der Unterschied der Unterschiede oder was sind Gemeinsamkeiten genau? Ja, die Gemeinsamkeiten könnte man sagen. Bei beiden gibt es einen sogenannten Psycho Drogen Effekt.
Das heißt, ich erlebe eine Wirkung, die meine Stimmung und Wahrnehmung verändert. Das ist die Gemeinsamkeit der Unterschiede. Ist Bei dem einen wird ein Stoff zugeführt von außen, der Stoff wird von außen zugeführt. Da gibt es ja eine ganze Palette an Stoffen. Die psychoaktive. Und beim anderen entsteht der Stoff. Durch mein Verhalten, auch das könnte man sagen, ist im Grunde eine Abhängigkeit von Stoff.
Aber dem produzierte Körper selber, in dem ich das Verhalten ausübe. Und der Unterschied ist eben die, die diese Punkt Ich führe nichts zu, sondern ich produziere den Stoff. Und bei jedem Menschen ist es unterschiedlich, wie stark man davon auch abhängig werden kann, egal ob man jetzt selbst das Verhalten macht oder ob man sich von außen was zuführt. Also da gibt es jetzt keine Bewertungen, dass eines harmloser als das andere oder so was ja könnte man, könnte man schon machen.
Es kommt drauf an, also wenn man es ist, es gibt in der Sucht, im Leben vielleicht allgemein, aber gerade auch in der Sucht keine allgemeingültige Antwort. Das ist immer sehr individuell. Und es gibt ja auch jetzt bei den Stoff ungebunden Süchten verschiedene. Alles, was das Belohnungssystem triggert, davon kann man im Grunde süchtig werden. Und das kann alles sein.
Kaufsucht, Medien, Sucht, Essstörungen ganz genau, Essstörungen, Glücksspiel. Und so weiter. Und es ist natürlich in der Konsequenz gibt es einen Unterschied, ob ich süchtig bin aus Social Media oder süchtig bin nach Glücksspiel. Beide Stoffe gebundene Süchte. Bei Glücksspiel ist zum Beispiel die Suizidrate am höchsten von allen Süchten. Das impliziert auch die Stoff gebundenen Süchte. Und es gibt im Grunde nichts, was so schnell, so gründlich die Lebensbasis ruinieren kann wie Glücksspiel zum Beispiel.
Und das ist eine Sucht. Andererseits gibt es natürlich starke Faktoren, Risiken bei Stoff gebundenen Süchten, Überdosierung auch noch mal zum Beispiel Vergiftungen, Vergiftungen, gesundheitliche Auswirkungen, die teilweise irreversibel werden können, Psychosen, Sonstiges Und das habe ich jetzt bei Stoffen ungebundenen Süchten nicht. Deswegen ist die Frage nach dem Risiko immer so ein bisschen schwer zu beantworten, weil es je nach individueller Situation kann das eine oder das andere passieren und für den Betroffenen ist dann immer die das eigene Problem, das eigene Erleben das Schlimmste.
Jeder ist in seiner Lebenswelt drinnen und muss damit irgendwie umgehen und ist natürlich auch immer ultimativ von dem betroffen. Natürlich, genau jetzt gibt es noch eine Unterscheidung zwischen Sucht und Abhängigkeit oder ist es für dich das gleiche? Das würde mich sehr interessieren. Also im Grunde spielt es für mich keine Rolle. Großartig. Ich sehe immer, was ist das Problem?
Ich versuche wenig zu interpretieren, sondern immer zuzuhören und zu hören, was mir gesagt wird. Und natürlich habe ich eine eigene Sicht auf die Dinge und die bringe ich ein. Das ist ja auch Teil meiner Arbeit, aber ich komm nicht mit vorgefassten Meinungen und im Grunde für mich. Ja. Also es gibt schon Unterscheidungen. Man könnte sagen, der Begriff sucht wurde im medizinischen Kontext ersetzt durch Abhängigkeit, auch im Akt und sollte eigentlich das Ablösen.
Man könnte auch sagen, es ist ein Synonym. Es gibt auch verschiedene Interpretationen und es gibt verschiedene Behauptungen, dass sei das, das sei das. Ich behaupte jetzt mal meine eigene, Also das ist meine eigene Interpretation. Man kann abhängig sein, ohne süchtig zu sein und umgekehrt. Man kann süchtig sein, ohne Abhängigkeit zu entwickeln. Also Abhängigkeit bedeutet, ich kann nicht mehr ohne den Stoff körperlich, ich komme nicht mehr klar, auch vielleicht durch medizinische Indikation oder so was.
Zählte auch so was mit rein theoretisch. Also wenn man das genau nimmt, könnte man sagen ja, weil ich kann zum Beispiel abhängig sein von Insulin. Ja, das ist, ich bin abhängig. Aber deswegen bin ich ganz bestimmt nicht süchtig danach. Ich sag euch, ich fiebere dem entgegen. Wann kann ich mir wieder Insulin spritzen? Das ist eine Notwendigkeit, aber ich bin abhängig.
Genau. Und mit der Sucht definierst du, oder mit der Sucht verbindest du quasi so dieses, dieses Verlangen, diesen Drang, diesen Kontrollverlust. Und so weiter. Ja, also das ist ja für mich dann auch Sucht. Ähm, es gibt auch Abhängigkeiten, die nicht zu Sucht führen. Zum Beispiel ganz interessante Beobachtungen, sowohl während der vielen Kriege als auch im sonstigen Kontext in Krankenhäusern.
Dass zum Beispiel Schmerzpatienten die über längere Zeit Opioide, Morphin Sonstiges bekommen haben, abhängig wurden. Aber manche kann man sagen, sind hängengeblieben, diese süchtig geworden. Die wollten das wieder haben, während andere schon Entzugserscheinungen hatten. Aber dann war es vorbei. Die hatten nicht dieses Verlangen danach. Das ist schon interessant. Also man kann sogar abhängig werden, ohne dass es dann zu einer Sucht führt.
Und ich glaube, das ist so die beste Unterscheidung, die Sucht heißt Ich will unbedingt das Mittel. Ja, die Abhängigkeit heißt ich brauche es, aber ich will es nicht unbedingt. Das natürlich ist das eine mit dem anderen oft verbunden. Da gibt es keine Trennschärfe, Nur um die Frage zu beantworten. Das wäre so die Linie, die ich ziehen würde. Okay, danke.
Und jetzt gibt es noch körperliche Abhängigkeit und geistige oder psychische Abhängigkeit. Das ist auch immer eine spannende Geschichte. Würdest du das nach dem Spektrum unterscheiden, also welche Botenstoffe, welche Substanz Gruppen im Gehirn ausschütten? Und dann kann man sagen, bei den zum Beispiel Gabe der Substanzen wie Alkohol oder Benzodiazepine entsteht eine körperliche Abhängigkeit oder kann das von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein?
Oder genau, Eine körperliche Abhängigkeit kann von allem entstehen, was zugeführt wird. Im weitesten Sinne könnte man auch sagen es gibt ja bis zu einem gewissen 0.1 körperliche Abhängigkeit durch Drogen, die ich selber produziere, durch mein Verhalten. Also irgendwann mal ist mein Belohnungssystem konditioniert auf dieses spezielle Verhalten und den speziellen Zugang zur Belohnung. Und wenn ich das nicht mehr habe, dann fehlt das und ich fühle mich entsprechend schlecht.
Ja, genau das hat wirklich körperliche Auswirkungen, auch wenn man das finde ich interessant, weil man sagt ja bei ganz vielen Sachen, ja, das macht nur psychisch abhängig. Da hat man, da denkt man dann quasi dran, Aber das, was du sagst, ist so ein bisschen psychosomatisch auch, oder? Ja, es ist auf jeden Fall ein Unterschied, ob ich von einer Substanz abhängig bin oder von einem Verhalten.
Und die körperlichen Entzugserscheinungen bei einer Verhaltens sucht sind jetzt nicht zu vergleichen mit denen von einer Substanz sucht. Also da ist schon ein wichtiger Unterschied. Aber auch da kann es sein, dass ich schwitze, zum Beispiel, dass ich Unruhe Zustände habe, dass ich schlecht schlafe, dass man sich krank fühlt, dass man sich unwohl fühlt auf jeden Fall und es nicht richtig funktioniert.
Das kann sein. Und es kann sein, dass ich eine Depression entwickle zum Beispiel, die dann wiederum andere Sachen nach sich zieht. Aber es ist jetzt nicht so gravierend im körperlichen Kontext. Bloß die Psyche darf man auch nicht unterschätzen, also die die Psyche eine psychische Abhängigkeit ist jetzt nicht so, ich sag, das ist jetzt so auf die leichte Schulter zu nehmen, besser als das andere oder so was.
Na ja, ja, genau. Ja, also vor allem bei diesen, sage ich mal, diesen Ufern, die in der Partyszene viel konsumiert werden. Da ist so steht so die psychische Abhängigkeit oft im Vordergrund, also dieser diese Verknüpfung auch mit dem Party geschehen, das man dann immer konsumieren will, wenn man auf eine Party geht oder dass man, wenn es dann Freitag wird, schon immer irgendwie das Gefühl bekommt, dass man sich jetzt wieder was organisiert oder dann am Wochenende, auch wenn man mal nicht feiern geht.
Auf Substanzen völlig verloren ist und sich die Zeit, die man da fristen muss, total sinnlos anfühlt. Also das kann schon auch wirklich heftig sein und ich denke, auch bei so jüngeren Leuten stehen auch diese körperlichen Abhängigkeiten nicht ganz so im Vordergrund wie beim älteren Klientel, was vielleicht viel mit Alkohol zu tun hat. Jetzt würde mich mal interessieren, welche Symptome würdest du definieren, wo sich ein Mensch Hilfe holen sollte, der oder die das Gefühl hat, in eine Abhängigkeit zu kommen?
Wie äußert sich das? Da würde ich überhaupt keine Symptome für mich definieren wollen, sondern ich würde jedem raten, der das Gefühl hat, er hat ein Problem und er kommt alleine damit nicht weiter, soll sich Hilfe holen. Also dafür gibt es uns und auch andere. Warum nicht sich helfen lassen, wenn ich merke, etwas tut mir nicht gut und wenn ich merke, ich mache es aber trotzdem und ich krieg das irgendwie nicht hin, da den Ausweg zu finden.
Eigentlich möchte ich, dass dann holt euch Hilfe. Also da sehe ich, ich würde gar nicht sagen, dieses eine Symptom ist es oder das oder das, weil Probleme sehr individuell sind. Es gibt nicht ein Problem und das ist für alle gleich. Ich ich hatte zum Beispiel zwei Clean Türen, also ein Mann, eine Frau, nicht miteinander verheiratet. Da ging es zufälligerweise im Beratungszentrum fast zeitgleich um das Thema Scheidung und für den Mann war das das Ende.
Quasi so, also das hat überhaupt alles keinen Sinn mehr. Und die Frau hat gesagt, jetzt geht das Leben los. Für mich also der die gleiche Situation. Eine Scheidung ruft völlig unterschiedliche Erlebniswelten vor und Bewertungen. Deswegen kann man nicht sagen, dieses eine Symptom ist es und das, das ist bei jedem unterschiedlich. Also der eine kommt mit wenig Geld klar, der andere, wenn er merkt okay, ich habe jetzt nicht mein Mann ein bestimmtes Label, dann ist das für ihn eine Katastrophe.
Und deswegen, also wenn ihr merkt, es gibt ein Problem, ich komme allein da nicht raus, holt euch Hilfe. Genau. Und lieber früher als später. Lieber früher als später. Genau das ist ja keine, keine, kein Zwang. Man kann auch sagen, jedoch nicht. Man kann zu uns zum Beispiel kommen und sich das ansehen. Und wenn man den Eindruck hat, es funktioniert dann gerne, bleiben wir nicht da, dann eben nicht.
Und jederzeit auch wiederkommen. Also auch das ist nicht so ein Versuch und dann ist vorbei, sondern man kann jederzeit wiederkommen, man kann kommen und gehen. Super. Ja, und und wenn das alles in einem normalen Kontext ist und man sagt jetzt ich, ich stelle fest, das ist grad gar nicht so der Weg, dann ist das völlig okay. Wenn man dann sagt ja, jetzt erst mal nicht oder was anderes.
Es ist auf jeden Fall schön von dir zu hören, dass du das man da so wohlwollend auch aufgenommen wird. Weil in der Gesellschaft ist ja einfach Substanz, Konsum und Abhängigkeiten zu entwickeln einfach volles Tabuthema, wo man ja was auch ganz viel mit Scham behaftet ist und wo man sich wirklich dann auch eher zurückzieht. Und die Menschen da wirklich noch keinen, der selbstbewusst Umgang mit haben, weil das einfach nicht so sichtbar ist, auch für andere Menschen und verständlich ist.
Und es ist ja immer noch so in der Gesellschaft, dass man da quasi so abgestempelt wird, dass man da selber dran schuld ist und dass man es halt dann einfach bleiben lassen soll mit dem Konsum, wenn es nicht guttut. Und ja, auf jeden Fall gut, dass du so, dass ihr da so offen seid und dass man sich einfach mal angucken kann.
Und ich glaube ja, da, Was würdest du dir denn wünschen, wie die Gesellschaft mit Abhängigkeits Erkrankungen umgeht? Normal ist es normal, ja was ist normal? Im Grunde nicht so wie es jetzt ist. Wahrscheinlich nicht so wie es jetzt ist, aber da hat sich auch schon viel getan und viel verbessert im Vergleich zu früher. Auch das was du erwähnt hast, so dieses die sind ja willensschwach oder Hör auf mit dem Scheiß.
So, diese Geschichten, das ist es mittlerweile schon, glaube ich. Im Bewusstsein differenzierter. Es gibt ja auch mehr Möglichkeiten, sich quasi zu informieren. Und es gibt ja richtige YouTube Channels, wo Leute, die entweder aktuell oder früher mit dem Thema sucht, in irgendeiner Form konfrontiert worden, ganz erfolgreich, die diese Formate quasi auch senden. Und das ist schon ein anderes Bewusstsein.
Aber es ist immer noch so, wie du sagst, dass es so einen Makel hat, so ja irgendwie selber schuld. Genau. Schwarze Persönlichkeit, oder? Ja, genau. Also ein bisschen könnte man sagen selber schuld. Damit kann ich bis zum Teil mitgehen. Aber es ist so einfach ist es oft nicht. Kann ich auch gleich noch was dazu sagen. Und mir wäre am liebsten, wenn das so noch normaler behandelt werden würde, weil es normal ist und weil viele von denen ich Ich habe ja so das Privileg, dass ich in alle Gesellschaftsschichten reinschauen darf.
All das finde ich auch so was Privileg und überall und bei allen gibt es das und jeder hat zumindest im Bekannten oder Verwandtenkreis Beispiele und trotzdem ist es so wie das sind die anderen. Ist es aber nicht. Es sind nicht die anderen. Und wenn man mal, also wenn man ehrlich ist, also auch ich würde sagen, so meint mein Umgang zum Beispiel mit bestimmten Sachen wie Medien ist es auch nicht der beste.
Also ich denke auch da könnte ich ein gesünderes Verhalten an den Tag legen und es ist bringt nichts. Bzw. Es ist ein bisschen Doppelmoral dann auf andere herabzusehen und genau das implementiert. Ich selber bin da besser oder weiter und häufig ist das nicht so! Ja genau. Ja, jeder Mensch ist ja auch potenziell von unkontrollierbar im Verhalten möglicherweise betroffen, wenn bestimmte Faktoren das begünstigen, dass eben ja so einer, also eine Abhängigkeit in den Vordergrund tritt oder sich manifestiert.
Was für Punkte würdest du denn definieren, die begünstigen, dass ein Mensch in so eine, in so eine Sucht Spirale sagt man ja rein kommt? Vielleicht um es ganz kurz zu erklären eine Sucht, eine Spirale ist quasi ich führe mir was zu oder ich habe ein bestimmtes Verhalten des schüttet Dopamin oder bestimmte Botenstoffe im Belohnungssystem aus. Dann gibt es so ein Heim, also ein gutes Gefühl.
Nach dem guten Gefühl ist eigentlich ein Mangel dann dieser Botenstoffe da. Das führt dann bei der einen Person, die noch nicht abhängig ist, vielleicht zu einem Kater und später dann aber ja eben zu depressiven Zuständen, zu Entzug Symptomen. Und da ist dann die Möglichkeit natürlich, die Substanz wieder zuzuführen. Das ist so die Sucht Spirale genau. Und wenn man dann eben die Substanz immer wieder zuführt, dann ist man eigentlich ja man selbst und es geht einem gut, wenn man auf diese Substanz ist.
Und in der Zwischenzeit hat man oft einfach so depressive Symptome. Auch das ist es, was wir so erleben. Genau. Und ja, was dann? Was sind denn Punkte? Also ich denke da so an drei Was sind Punkte, die so begünstigen oder Faktoren, von denen abhängig ist, ob man in eine Sucht Spirale kommt oder nicht. Die drei sind aus Sucht Dreieck.
Das ist genau das haben wir die Zufälle noch nicht gesehen. Jetzt, dass ich dir da gerade hinter das aber geschoben, wo ich drauf hinaus will hinauswill. Genau das ist ja tatsächlich auch aus fachlicher Sicht sind das Faktoren. Das Ganze ist ein Modell, das bildet nicht die Wirklichkeit ab. Aber es versucht sie zu erklären. Das beruht auf den drei Säulen Persönlichkeit, Umwelt und Droge und wenn in allen drei Bereichen bestimmte Faktoren zusammenkommen, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit der Entwicklung.
Eine Sucht. Aber es gibt keine Garantie. Es kann sein, dass in allen drei Bereichen viele Faktoren zusammenkommen, und ich werde trotzdem nicht süchtig. Es kann sein, dass in allen drei Bereichen wenig oder gar nichts und ich werde trotzdem irgendwie süchtig. Na ja, gar nichts geht nicht. Das heißt, im Bereich Droge muss was passieren, sonst werde ich nicht süchtig.
Aber es gibt da keine allgemeingültige Regel. Bloß, sagen wir mal, im Bereich fangen wir an mit Umwelt. Es gibt zum Beispiel in Deutschland sage ich mal eine ganz hohe Akzeptanz für Alkohol bzw fast schon Druck, sozialen Druck Alkohol zu konsumieren. Das ist in anderen Ländern nicht so und das wird ganz anders bewertet. Oft. Und es gibt auch Länder, wo Alkohol gegen ganz viele Regeln, auch religiöse Regeln verstößt.
Und da ist natürlich die Wahrscheinlichkeit eine Alkoholabhängigkeit zu entwickeln viel geringer. Dann gibt es Gesellschaften mit sage ich mal so viel Konkurrenz und wie das Ganze von außen betrachtet wird, das spielt alles eine Rolle. Also wie ist quasi gibt es ein restriktives Milieu, gewissermaßen ein Korrektiv in der Gesellschaft? Dann haben wir den Bereich Persönlichkeit, da spielen ganz viele Faktoren eine Rolle.
Wie geht es mir gesundheitlich? Gibt es eine Prädisposition für Süchte? Waren meine Vorfahren süchtig? Oft hat es also eine ganz lange Historie. Kann ja genetisch auch weitergegeben werden. Ja, das kann genetisch. Genau das ist die genetische Disposition. Oder auch das Lernen am Modell. Wenn man quasi von jemandem großgezogen wurde, der oder die Dann Abhängigkeits Erkrankung hat und ich lernte es als Kind, wie die Person eben mit Problemen umgeht oder mit der Substanz auch dann die Substanz zuzuführen, um Probleme zu unterdrücken, dann lerne ich das natürlich.
Mein Kind saugte alles auf. Genau. Ja, das sind Faktoren. Frühkindliche Erfahrungen, Vernachlässigung, Missbrauch, Krankheiten zum Beispiel. Ein Schmerzpatienten wird natürlich mit Schmerzmittel in unserem Gesundheitssystem früher oder später in Berührung kommen. Das sind so Sachen, wenn ich immer Schmerzen habe, wenn ich depressiv bin, wenn ich Ängste habe, wenn ich von Hause aus schüchtern bin und und und. Da gibt es jede Menge medizinische Faktoren, die eine Rolle spielen.
Und was ich noch cool entspannend find, sind so Bewältigungsstrategien. Das finde ich immer einen total wichtigen Punkt, weil ich das oft erlebt habe, dass Menschen, die wirklich früher ganz viel Party Drogen konsumiert haben, auch und so richtig tief drin waren. Wenn die dann in ihrer Phase, wo sie ja, sage ich mal, den Konsum reduzieren wollen oder das wieder wieder die die Kontrolle bekommen wollen, dann sehe ich ganz oft, dass die Leute dann Sport machen.
Die greifen dann auf Dinge zurück, die sie früher auch gemacht haben. Und wenn man da ganz viele Anhaltspunkte hat, auf die man zurückgreifen kann, um eben das Belohnungssystem zu füttern, um auch die Zeit gut rum zu bringen, dann ist es von der Persönlichkeitsstruktur auf jeden Fall hilfreich, wenn da schon früher auch mal ein Grundstein gelegt würde, dass man sich über verschiedene Wege glücklich machen kann, sozusagen.
Ja, und dann haben wir in den letzten zehn letzten Punkt, dass wir die Droge selbst das Wichtigste ist Die Droge muss bei mir etwas Positives auslösen, sonst besteht die Gefahr, dass ich süchtig wird. Geht gegen Null, es sei denn, ich wird gezwungen, sie zu konsumieren. Aber dann werde ich eher abhängig als süchtig. Das heißt, die Wirkung muss mir zusagen, erlebe ich alles Mögliche.
Manche sagen, Cannabis ist meine Droge, manche sagen Cannabis komme ich gar nicht klar. Ja, so oder LSD oder sonstiges. Die sagen einmal nie wieder. Ich denke über uns rauchen. Wenn man so die erste Zigarette raucht, dann wird einem schwindlig. Man kriegt Nikotin, Kokain wird schlecht, man muss das quasi so inhalieren, dass man schon so macht, damit man es überhaupt, dass der Körper das überhaupt aufnimmt.
Und dann werden Leute so schlimm Nikotin abhängig, die dann echt sagen Meine Persönlichkeit funktioniert ohne Rauchen gar nicht mehr, weil das eben bestimmte Punkte dann eben erfüllt. Ja, das ist also wirklich, also da ist dann irgendwann mal mit dem Rauchen passiert es dann eben, dass eine Abhängigkeit entsteht. Aber auch da, wenn die, wenn die Wirkung mir überhaupt nicht taugt, dann werde ich auch Entzugserscheinungen haben.
Aber dann fällt es viel leichter, davon wieder wegzukommen. Und andere andere Punkte sind wie gebrauche ich das, wie häufig, in welcher Dosierung sind Abstände dazwischen? Und so weiter. Also das sind dann sind wir schon bei den Tipps, die wir auch immer weitergeben. Genau. Also das sind so Faktoren. Das heißt, wenn ich häufig hart konsumiere, viel zu mir nehme, keine Pausen dazwischen, dass und wenn die Droge mir zusagt, dann ist die Wahrscheinlichkeit höher.
Und wenn in allen diesen drei Säulen man im Modell sind es dann oft so Kreise und in der Mitte überschneiden die sich. Und wenn da viele Faktoren sind, die sich überschneiden, also viele Punkte in diese Überschneidung, dann ist die Wahrscheinlichkeit einfach höher, dass man eine Sucht entwickelt. Danke. Das erklärt auch, dass das eben nicht nur mit einem schwachen Willen oder einer schlechten Persönlichkeit zu tun hat oder was weiß ich, was da immer gesagt wird, sondern wenn das Umfeld nicht passt oder ja, wenn die Substanz einfach die falsche ist, von der man abhängig wird, dann kann es ab einem gewissen Punkt einfach so extrem schwierig werden, dass Menschen da einfach selber nicht mehr rauskommen.
Ja, also auch zu diesem Punkt mit schwache Persönlichkeit. Und so weiter. Also so einfach ist es nicht. Ich weiß, dass du das nicht so meinst, aber so einfach ist es nicht. Das wird auch gerne mal so von außen interpretiert. Genau. Es ist ganz, ganz häufig so, dass jemand, der abhängig wird, versucht irgendwie klar zu kommen und das ein Mittel ist, um irgendwie klar zu kommen.
Es ist nicht standardmäßig so, ich nehme Party, Drogen und dann lande ich Narben. Kann passieren, wenn man nicht aufpasst, dass man abhängig wird. Aber wenn jemand richtig süchtig, kann es ganz häufig sind Sachen im Hintergrund ja, die ich auch erwähnt habe heftige Traumata, heftige Traumata, psychische Erkrankungen und psychische Erkrankungen, Angststörungen, posttraumatische Belastungsstörung, Selbstmedikation, dann oft gewissermaßen Depressionen, schlimme Kindheitserfahrungen, Vernachlässigung, schlechte Vorbilder.
Und so weiter. Und jeder, der der Meinung ist, die sind selber schuld für Es ist, wenn man das Gleiche mitgemacht hätte und auch so sage ich mal vielleicht einen Freundeskreis war, wo dann plötzlich etwas ist, das man Zugang bekommt zu Stoffen, wo man meint, das funktioniert für mich. Ich habe plötzlich das Gefühl, ich komme klar mit mir selber, dann sind die Substanzen Mittel zum Zweck, um klar zu kommen, oder?
Genau. Und irgendwann kommt man nicht mehr davon weg. Ja und? Und dann ist es durchaus nicht so abwegig, dass ich selber vielleicht den gleichen Weg gegangen wäre, so dass Wissen bekommt man eben auch nur durch Gespräche mit Menschen, die das erlebt haben und dass das wirklich so eine ganz große Barriere auch in der Gesellschaft und da brauchts finde ich viel mehr Diskurs oder auch Einblicke oder das, was du sagst mit diesen Podcasts und auch mit YouTube Videos, wo Menschen, die abhängig waren, dann erzählen Ja, das müssen die Leute natürlich auch wollen, also die, die sage ich mal nicht abhängig sind.
Sich darüber zu informieren und damit auseinanderzusetzen, machen ja auch ganz viele einfach nicht. Vielleicht auch zum Selbstschutz, weil sie damit sagen Nee, nee, damit habe ich gar nichts zu tun, weil das natürlich auch so ein so ein Damoklesschwert ist oder so eine ganz große Angst, dass man mal von irgendetwas abhängig wird. Und ich glaube aber, je mehr man sich auch damit befasst, ist man dann später, wenn mal ein Schicksalsschlag kommen sollte oder sich irgendwas im Leben verändert, ist man dann vielleicht auch gerüstet, da das vielleicht so eine Abhängigkeit dann nicht entsteht oder dass man dann gewisse Fehler nicht macht, die dann eben zu so einer Abhängigkeit führen?
Ja, jetzt noch vielleicht. Ihr berate doch Angehörige, was ich total spannend finde. Wie sollten denn Angehörige oder Freunde von Menschen mit Suchtproblem damit umgehen? Das ist mal so die erste Frage. Genau. Authentisch, auf jeden Fall authentisch. Und es ist häufig. Es ist häufig so bei Angehörigen, dass die sehr lange sehr viel mitmachen in dem Glauben und in der Hoffnung, das wird schon.
Und wenn ich nur lang genug durchhalte und irgendwelche Schwierigkeiten aus dem Weg räume, dann wird das schon, weil der die hat mir das ja versprochen. So, und das führt dann oft dazu, dass die Angehörigen selber gewissermaßen in diese, in dieses Muster Sucht eingebunden sind. Man spricht da auch gerne von Abhängigkeit, dass sie da dieses Muster auch bedienen und aufrechterhalten, indem sie vermeiden, dass die Betroffenen die Konsequenzen in vollem Ausmaß spüren.
Was wichtig ist für die Entscheidung zum Ausstieg. Ich muss merken, das ist nicht so toll. Wenn jemand mir alle Steine aus dem Weg räumt, dann komme ich nicht an den Punkt. Und also was ich häufig erlebe, ist dann, dass zum Beispiel die Frau anruft in der Arbeit oder man ist krank. Dabei hat er einen Kater oder oder ist betrunken oder kommt vom Koks runter und ja und die die decken das, die schützen, die Betroffenen eben in der Hoffnung wird dann schon werden.
Aber wenn eine Abhängigkeit besteht, wird es nicht. Und wichtig ist authentisch sein, auf sich schauen, die eigenen Grenzen beachten. Ganz wichtig besucht Sucht ist von Haus aus etwas Grenzenloses. Da gibt es keine Grenze. Also da gibt es nicht so ein gesundes Maß. Es ist ohne Grenze und ohne ohne Limit. So und deswegen auf die eigenen Grenzen achten, ganz wichtig und sich nicht irgendwie abbringen lassen von der eigenen Wahrnehmung.
Der Süchtige sind Meister darin, irgendwelche Geschichten zu erfinden, zu verkaufen. Und da sind Gehirn, das so dahin zu drehen, dass es irgendwie alle anderen schuld waren oder dass doch nicht so schlimm war. Und es gibt immer den schlimmeren Konsumierenden usw ich kenne das genau genau. Ja, also zumindest für die haben Süchtige ganz, ganz viele Strategien, um dem Gegenüber irgendwie weiß zu machen.
Das ist alles ganz anders und das habe ich im Griff. Und ist alles nicht so schlimm. Und was hast du? Das Problem liegt bei dir und es gibt einen Spruch in der Sucht Arbeit. Den habe ich im Studium gelernt und ist hundertProzentig wahr. Sucht und Lüge gehört zusammen. Sucht und Lüge gehört zusammen. Das ist einfach so und da muss man einfach als Angehöriger sehr, sehr vorsichtig sein und sehr bei der Wahrheit bleiben und auch selber für sich nicht anfangen.
Irgendwie vielleicht mit gleichen Mitteln zu arbeiten. Also möglichst ehrlich sein, möglichst transparent sein und wenn nötig konsequent ist nicht immer so einfach, weil es Leute betrifft, die man liebt, in der Regel weil der Mensch ist. Ja, das ich glaube helfen ist, glaube ich angeboren beim Menschen, dass man aufeinander achtet und jemandem hilft, dem es nicht gut geht. Und dann ist es aber, wie du sagst, vielleicht manchmal Hilfe am falschen Punkt.
Also das ist ja total paradox. Man soll die Leute eigentlich, die dann so eine Abhängigkeit haben, ihre Konsequenzen spüren lassen und das schließt das Helfen dann sozusagen aus. Und es ist total schwierig, glaube ich. Ja, das schließt das Helfen, die die Definition von Helfen, so müsste man das sagen, ist eine andere, weil das, was hier, was ich glaube, was hilft, gar nicht hilft, weil das ja irgendwo auch verkehrte Welt ist.
Im Endeffekt müsste ich den den Betroffenen ein gewisses Maß an Leid zumuten, damit sie da rauskommen, Weil ich kann nicht aus einer Sucht rauskommen, ohne dass ich einen Preis zahlt. Das ist erst mal nicht schön. Es ist auch nicht schön in der Sucht zu sein, aber so ein Ausstieg ist etwas, das schwierig ist, gerade wenn ich Entzugserscheinungen habe oder sonstiges und wenn ich mich damit auseinandersetzen muss und sehen, okay, ich bin süchtig, das ist nicht leicht, aber da muss man durch.
Und das ist dann im Endeffekt, wenn ich das zumute, ist das eine Hilfe. Aber erst mal ist es verbunden mit mit Konflikten, mit Leid und das das widerspricht zudem dem Empfinden von Helfen. Ja. Jetzt ist noch spannend, wie sich eine Person, die nicht in der Abhängigkeit ist oder die das noch nicht erlebt hat, wie sie sich vorstellen kann, wie so eine Abhängigkeit sich anfühlt.
Aber ich glaube, dazu gucken wir uns einfach mal die Kriterien vom ICD zehn an, oder ich habe da die sechs Kriterien mal gesammelt und würde diesen mal nur ganz kurz vorstellen. Also der ICD zehn ist ein Diagnose Tool, was Ärzte und Psychotherapeuten nutzen, um Diagnosen stellen zu können, damit dann eben eine von der Kasse bezahlte Behandlung auch möglich ist.
Wir finden es halt so aus unserer Stand Arbeit hier ganz spannend, weil da sind so ein paar Punkte drin, die man bei so einer Konsum reflexion also um zu gucken bin ich also wie, wie stehe ich zu einer Substanz oder ist das schon ein Gefahrenpotenzial? Da kann man diese Punkte auch ganz gut heranziehen. Man sagt, wenn 2/6 der folgenden Punkte mit Ja beantwortet werden, dann spricht man von einer Abhängigkeits Erkrankung und die Punkte sind ein starker Wunsch oder Zwang, die Substanz zu konsumieren.
Der nächste Punkt verminderte Kontroll Fähigkeit bezüglich des Beginns der Menge und der Beendigung der Einnahme körperlicher Entzug Symptome ist der nächste Punkt dann eine Toleranz Entwicklung, also ein Verlust bei der gleichen Dosis. Oder man hat dann eine Dosis Steigerung. Dann der nächste Punkt wäre ein erhöhter Zeitaufwand, um die Substanz zu beschaffen, sich von den Folgen zu erholen. Und in der Zeit vernachlässigt man dann auch andere Interessen und ein fortgesetzter Konsum trotz Folgeschäden.
Ja, na ja, welcher dieser Punkte definiert für dich jetzt die Schwelle zwischen noch missbräuchlicher Konsum? Das ist ja, so sagt man, die Vorstufe zur Abhängigkeit, die natürlich auch schon gefährlich ist und wo auch schon viel passiert von der Gesundheit, vom Sozialen. Und so weiter. Aber da zählen zum Beispiel so Überdosierungen, häufige Überdosierung schon mit rein. Genau. Was? Was macht denn für dich diese Schwelle aus?
Du hast gesagt, ich soll einen Punkt rauspicken und dann würde ich sagen was heißt und würde ich sagen, das ist dann ganz klar Entzugserscheinungen. Ja, das ist so, das ist so, da ist man drüber. Was sind denn der Unterschied zwischen einem Kater und Entzugserscheinungen? Ja, also ein Kater, Wie merkt das eine Person, wenn er das merkt? Die Person, die weiß dann schon ganz bestimmt die, die weiß den Unterschied.
Der Kater ist im Grunde eine Abwehrreaktion des Körpers auf eine Vergiftung und das Signal ist Macht das nicht mehr. Und da auch häufig so die Schlussfolgerung, die man daraus zieht, ist da Ich trink nie wieder oder bis zum nächsten Mal der also die Entzugserscheinungen sind ein Signal, Ich brauch das unbedingt und ich will das. Aha. Also das heißt, beim einen ist es so lass beim anderen ist es so, dass du das hier bekommst.
Und das ist, das ist der Unterschied. Und es ist dann ein ganz starker Drang, das zuzuführen, während beim anderen so ein ganz starker Drang ist, das nie mehr anzufassen. Deswegen sollte man das Konter besser auch bleiben lassen, oder ich ich glaube, es bringt doch nichts. Ich glaube, das ist eh so eine, so eine Urban legend Konter. Wie sollte man bleiben lassen?
Ja, ich meine persönlich ja, führt zu nichts. Naja, man wärmt halt den Rausch quasi einfach wieder auf und verhindert, dass diese Entzugserscheinungen auch in gewisser Weise entstehen. Quasi am nächsten Vormittag dann weiter trinken, so, bevor der Kater richtig einsetzt. Ja, also ja, genau das verzögert das Ganze nur Genau. Und wir hatten ja die Frage, wie man sich so eine Abhängigkeit vorstellen kann.
Also wie würdest du jetzt einer Person, die nicht abhängig ist, erklären, wie sich zum Beispiel ihr Partner oder ihre Partnerin fühlt? Dazu müsste ich ja selber abhängig sein, um das wirklich erklären zu können. Ich hab früher mal geraucht und ich bin abhängig von Koffein und habe dann immer wieder auch Phasen, wo ich das lasse. Jetzt aktuell seit Silvester verzichte ich komplett auf.
Zucker also jetzt in purer Form, wenn irgendwo drin ist Reinkarnationen, Kette oder was das nicht. Das heißt, da könnte ich etwas erklären, aber das ist keine Erklärung, die irgendwie sage ich mal eins zu eins angewendet werden kann, weil es Unterschiede gibt. Es ist ein Unterschied, ob ich abhängig bin von Koffein oder von Alkohol oder von Alkohol oder von Heroin.
Das ist ein das sind eklatante Unterschiede. Die Entzugs symptome sind einfach andere, die ziehen sich nicht so lang bei Koffein und auch so und auch der Drang und auch wird das ganze Drumherum, das ist das hier und da liegen Welten dazwischen. Und trotzdem sind beide, sagen wir mal, wenn man so sagt Kaffee und Heroin. Beide sind abhängig und trotzdem ist es man kann nicht sagen Ach, du fühlst sich bestimmt so wie ich, wenn ich keinen Kaffee trink.
Nein, ich fühle mich ganz anders, wie wenn du keinen Kaffee trinkt. So, und deswegen ist es schwer. Aber Sagen wir mal, wenn man mal so das Was? Was? Jetzt reden wir mal von Alkoholsucht, von Heroinsucht usw. Wie fühlt sich ein abhängiger, ein Abhängiger fühlt sich immer getrieben. Er fühlt sich immer getrieben, weil er immer sicherstellen muss, dass der Stoff verfügbar ist.
Deswegen ist es auch gut, dass es zum Beispiel Substitution gibt. Das erleichtert vieles und führt nicht mehr zu diesem Druck. Unbedingt beschaffen zu müssen und dann egal was zu tun, um an diese noch zu kommen. Das ist so, das ist gut, aber das wäre so etwas. Und dann quasi im Grunde ab einem bestimmten Level, ist es es fängt an mit einem guten Gefühl, das ich wieder haben möchte.
Ähm, du hast ja die Diagnose Kriterien aufgezählt. Davon war eine Toleranz Entwicklung, das heißt ich entwickle eine gewisse Toleranz gegenüber dem Stoff und das bedeutet, ich brauche immer mehr davon, um die gleiche Wirkung zu erzielen. Die Rezeptoren im Gehirn werden abgebaut und werden stumpfer. Je mehr ich konsumiere und der Körper produziert davon weniger. Das ist im Rahmen der Homöostase.
Der Körper stellt das Gleichgewicht her. Ich brauch immer mehr, um die gleiche Wirkung zu erzielen und irgendwann bleibt die Wirkung aus und irgendwann ist es so, dass ich mich viel mehr schlecht fühl, weil der Stoff nicht da ist als dieser kurze Moment, wenn es einfährt. Und ich sage ja, jetzt bin ich erlöst. Und diese Erlösung ist ja oft auch nur das Beenden der Entzugserscheinungen.
Ja, also ein Opioid wirkt immer, das ist auch so eine Illusion. Oder sagen wir mal so ein Mythos, dass irgendwann bin ich nur noch normal bin. Ich konsumiere, das haben mir viele bestätigt. So ist es nicht. Es fährt schon noch ein, aber es lohnt sich nicht mehr. In der Rechnung. Es ist viel mehr Qual. Also diese kurze Moment und es ist im Grunde nur ich denk ich denk zu, ich denk zu und ich muss immer mehr zudecken.
Und bei Alkohol ist es noch schlimmer, weil das so giftig ist. Das ist ja so giftig, dass ich quasi ständig mit körperlichen Reaktionen auch zu tun habe, diesen ganzen und das ganze Gift abzubauen, Krankheiten entwickle. Und so weiter. Und mit Alkohol gibt es dann irgendwann auch diesen Punkt des der Euphorie überhaupt nicht mehr. Da ist es dann wirklich nur so ich funktioniere und ich versuche dieses, dass es mir immer schlechter geht mit noch mehr trinken und dadurch geht es mir noch mehr schlecht und es geht nur noch bergab.
Also so fühlt sich ein Süchtiger, der hat das Gefühl, er kommt da nicht mehr raus und der hat gewissermaßen so einen Deal mit dem Teufel eingegangen. Da kann man sagen ja, und es ist dann oft so die Sehnsucht nach Erlösung und aber keine kein Gefühl für die Wie schaffe ich das und was ist die Perspektive? Wie komme ich da raus?
Ich habe noch eine weitere Frage Erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, eine Abhängigkeit zu entwickeln, wenn man nicht Konsum betreibt? Würde ich mit einem Ja beantworten. Der Grund ist Es gibt Wechselwirkungen. Es gibt Wirkungen, die sich gegenseitig verstärken. Und es gibt im Gehirn, im Belohnungssystem keine klare Zuordnung. Das heißt im Endeffekt gibt es verschiedene Wege, wie ich Belohnung herstellen kann im Gehirn.
Es gibt nicht nur einen Weg. Und wenn ich mische, dann verbaue ich mir so ein bisschen die Möglichkeit, dass ich sehr gut Auf diesem Weg geht es nicht, aber es gibt noch einen anderen. Das heißt Ich leere mein Belohnungssystem gewissermaßen aus. Na ja, und die Wahrscheinlichkeit ist auf jeden Fall höher. Beim Konsum. Am unwahrscheinlichsten ist es, wenn ich überhaupt nicht konsumiere.
Ja, und wie ist es mit dem Aufnahme weg? Wenn ich jetzt was oral konsumiere, dann dauert es 20 bis 40 Minuten bis es blutet. Und wenn ich was rauche, ist es ja sofort da. Aber das macht auch was, oder es macht auf jeden Fall was. Also die Die Zeitspanne von Handlung bis zur Wirkung ist wichtig. Das heißt, ich habe sofort das Gefühl von Belohnung und diese Verknüpfung bleibt dann auch.
Im Grunde ist dann die Handlung unmittelbar verknüpft mit der Wirkung und das ist auf jeden Fall ein wichtiger Faktor. Danke, danke. Das war sehr spannend. Wenn wir jetzt vom Aufhören sprechen als nächsten über Punkt sage ich mal für unser Gespräch noch, welche Stellschrauben muss ich denn ziehen, damit ich meinen Konsum nachhaltig einstellen oder reduzieren kann? So aus deiner Suchttherapie Blickrichtung Was empfiehlst du den Leuten?
Das Wichtigste ist, eine Entscheidung zu treffen. Es bringt nichts zu sagen Ja, das wäre ja jetzt ganz nett, aber eigentlich möchte ich es gar nicht und mal schauen, was rauskommt. Also wenn ich möchte, dass sich etwas verändert, dann muss ich mich dafür entscheiden. Dann muss ich an den Punkt kommen zu sagen So, Ende. Egal was, egal was es kostet nur Meter Watt und dann das tun, was nötig ist.
Das ist das Wichtigste. Und auch im therapeutischen Prozess der wichtigste Punkt, an denen ich versuche, mit meiner Klientel zu kommen Eine Entscheidung. Du Sagst nur Meter Watt. Oft ist ja das soziale Umfeld zu verändern. Einer der Tipps, die man gibt oder? Es ist einfach extrem schwierig, in einem Freundeskreis, der konsumiert, aufzuhören mit der ganzen Geschichte. Und der Mensch ist ein soziales Wesen und den ganzen Freundeskreis, den man sich über Jahre auch aufgebaut hat, zu verlassen, Kontakte abzubrechen, das klar zu kommunizieren und dann auch zu merken, dass vielleicht gar keine gemeinsame Basis da ist, obwohl man das Gefühl hatte, das waren meine Freunde, kann schon ganz schön hart sein.
Gibt es da irgendwie Tipps, um diesen Freundeskreis nicht verlassen zu müssen und es trotzdem nachhaltig zu schaffen, den Konsum einzustellen? Komplett oder? Ja, noch mal kurz zu vorher, Das spielt da auch gut rein. Was du gerade winters bei dieser Frage nach dem Was erleichtert den Ausstieg? Es gibt einen Begriff aus der aus der Therapie. Der nennt sich Stimulus Kontrolle.
Das heißt, ich müsste so nach und nach sehen. Was ist überhaupt, was sind die Auslöser für meinen Konsum? Die müsste ich erst mal identifizieren und dann versuchen, den Stimulus, den Auslöser, den Reiz zu kontrollieren, zu sehen, Was löst das aus? Wie kann ich das vermeiden oder minimieren? Und eine Möglichkeit, diesen Stimulus zu minimieren ist Ich bewege mich nicht in den Kreisen, wo konsumiert wird.
Das ist ein ganz, ganz wichtiger Punkt und das ist natürlich nicht leicht. Wenn ich zum Beispiel an Menschen denke, die im Nachtleben arbeiten, die immer damit konfrontiert sind, während ihrer ganzen Arbeitszeit, dass Menschen trinken, das ist ja, man kann nicht sagen wechselt den Job. Oder doch? Da kann man sagen, man kann alles haben, gibt es keine Möglichkeiten, den Job weiter beizubehalten und irgendwie selber seinen Konsum einzustellen, wenn man mal abhängig war.
Doch auch das gibt es. Es ist nur extrem schwierig, es ist extrem schwierig und es funktioniert eher selten. Auch da es funktioniert. Ich hatte auch mal einen Klienten, der ganz bewusst dann auch in einer Wirtschaft gearbeitet hat. Er hat gesagt also diese, dieser Kontrast hat ihm geholfen, das war ein Mann, also hat ihm geholfen und für ihn hat das funktioniert, auch über längere Zeit.
Ich hatte dann später noch mal Kontakt in einem anderen Kontext, da hat das funktioniert. Ich habe aber auch ganz viele andere, viel, viel, viel mehr andere Beispiele. So von dem Klienten, der meinte, er müsse sich jetzt konfrontieren und geht in den Aldi. Das war der Aldi. Ich hoffe das ist keine Werbung, also ein ein Discounter Firewall und stellt sich da vor Schnaps illegal und hat mir das ganz stolz erzählt.
Ja, das war ganz toll. Ich stand da. Er sagt Bitte nicht, bitte nicht. Warum? Warum dieses Risiko eingehen? Und der war dann genau mit einem Schnaps nicht viel danach extrem rückfällig. Also richtig, der, der wurde dann quasi. Der ist aus der Einrichtung raus. Das war eine stationäre Einrichtung. Und dann gab es noch Kontakt und der wurde dann im Endeffekt in in seiner früheren Wohnung, die er zusammen mit einem Mann mit seinem Vater hatte, dann irgendwie total wieder richtig, richtig tief drin im Endeffekt dann angetroffen und kam dann wieder.
Aber am Ja. Ja und und zur Frage wie wie kann man den Freundeskreis behalten? Ich habe auch häufig erfahren bzw dann eben wurde mir mitgeteilt, dass wenn man eine Sucht entwickelt hat, dass sie diese Freundschaften je nachdem bei Party Drogen. Mag das anders sein, aber mittlerweile sind Party, Drogen, Benzos, sonstiges oder zumindest ein Teil davon mittlerweile integriert. Und dann reden wir hier von dem gleichen Phänomen und solche Sucht Freundschaften sind dann irgendwann auch nicht mehr richtige Freundschaften bzw es verändert sich die Persönlichkeit, die Prioritäten verändern sich.
Mit zunehmendem Alter geht das oft auch auseinander, von Haus aus. Die Freundeskreise gehen in verschiedene Richtungen. Jeder Mensch entwickelt sich und das ist dann, das ist dann so eine, so eine Sache, dass so dieser diese implizierte Verlust ich verliere da ganz viel häufig dann nur noch eine Illusion ist und man nicht so viel verliert. Aber sagen wir mal, wenn ich wirklich etwas verlieren würde und das möchte ich, also das gibt es ganz bestimmt, kann das sein, dass das der Preis ist?
Ja, und oder oder zumindest für eine gewisse Zeit. Also es kann sein, es gibt auch Leute, die wirklich die Stadt wechseln, weil sie sagen, da ist verbrannte Erde, da kann ich nicht mehr sein. Alles erinnert mich, alles triggert mich. Die Leute animieren mich zum Konsum aus den verschiedensten Gründen. Und das ist für mich, der ich kann da. Und die wechseln wirklich so komplett die Lebenswelt.
Und deswegen Ich habe kein Patentrezept dafür zu sagen, ich bleibe im gleichen Freundeskreis oder in einer Arbeit, wo ich immer konfrontiert bin. Da würde ich eher sagen vielleicht Prioritäten setzen und schauen, dass ich erst mal klarkomme und nicht so viel auf einmal möchte. Danke. Spannend finde ich noch so eine Belohnungs Erwartung, also dass es auch schützend ein Faktor sein kann.
Zum Beispiel 50 % der Zeit, die man in einen Club geht und feiern geht, einfach nüchtern zu bleiben. Dass man diese Koppelung an den Club und den Substanz Konsum, dass das nicht ein, dass man dem vorbeugt, der sozusagen das hilft. Ich würde sagen, das hilft. Wenn du mit 5 % meinst. Ich bin einmal komplett nüchtern und einmal komplett nüchtern und einmal denkt ja, also ich, wenn man 50 % sagt, drei Stunden bin ich nüchtern und dann weine ich genau dann würde ich sagen, ist das auf jeden Fall eine wichtige Erfahrung.
Danke. Das ist differenziert aus der und und ein wichtiges Biofeedback, dass ich sage ich ich merke, es geht auch ohne und man hat Zugang zum eigenen Belohnungssystem. Und oft ist es so, wie Wie manage ich das so ein bisschen? Und Training auch wahrscheinlich Training. Schlechtes Antrainieren ist wahrscheinlich leichter, als das wieder loszuwerden. Also das Gefühl von Glück oder Unglück entsteht ja durch die Interpretation von Situationen.
Es gibt ja nicht Ich hatte ja das Beispiel mit der Scheidung, das von Hause aus irgendetwas. Es gibt keine Realität in dem Sinne, es gibt immer nur die Betrachtungsweise, die Betrachtungsweise und die Interpretation. Und daraus resultiert ein Biofeedback. Und da kann ich natürlich ganz viel in meiner Interpretation arbeiten und das, was ich zulasse an Freude, wenn ich von Hause aus denke, also langweilig ohne, dann ist es langweilig, ohne, wenn ich das wirklich glaube, wenn ich sage cool Ding, Musik ist cool, was auch immer und cool, dass ich nüchtern bin und mich darüber freue und und das Leben nehmen, wie es kommt und nicht denke.
Das muss jetzt aber hier ganz anders sein und die andere sind so und so und oft ist es ja auch von anderen behauptet, dass es so geil ist und so DJing, das gehört auch dazu, ein bisschen Show auf und deswegen denke ich, ist es eine gute Übung zu sehen, wie funktioniert ich im normalen Kontext und kann ich da auch ein Maß an Vergnügen?
Darum geht es ja dann auch. Und Freiheit rausziehen ohne Mund. Ich behaupte ganz klar ja. Und auf Dauer ist das die viel bessere Strategie, Weil das Leben besteht nicht nur aus Party, Drogen, sondern aus ganz vielen Alltagssituationen. Und wenn man gelernt hat, möglichst in irgendeiner Form Bewertungs Muster zu finden, die zuträglich sind, dann kann man die immer haben.
Also ganz klares Ja, spannend. Vielen Dank. Jetzt kommen wir zum Ende. Aber ich habe noch zwei Fragen. Ich möchte bei der ersten Frage noch mal zum Anfang zurückkommen. Du meintest ihr behandelt oder ihr geratet am meisten Menschen mit Cannabis Abhängigkeiten. Jetzt gibt es ja gerade diese Online Apotheken, wo man sich hoch potentes Cannabis in einer super Qualität ganz easy nach Hause bestellen kann.
Und wir haben jetzt gerade Ende Februar 2025 also wir haben jetzt bald ein Jahr Cannabis Entkriminalisierung. Siehst du einen Anstieg von Problemen in Bezug auf Cannabis? Es gibt da noch keine so offiziellen Zahlen oder so was wie wie Wie ist es bei euch? Probleme müsste man definieren. Na ja, da haben wir ja schon gesagt, dass das immer individuell ist.
Aber wir wissen ja, es gibt auf jeden Fall genau dieses Phänomen, das du erwähnt hast, dass wir beobachten das wirklich über so Online Apotheken, dass man nicht mal gesehen wird. Mittlerweile ist ganz normales und ganz leicht. Ich viel einen Fragebogen aus und stelle mir noch selbst eine Diagnose, gewissermaßen. Und ich kann natürlich googlen. Was sind gute Antworten? Das ist alles kein Problem.
Ich Ich habe Schmerzen, ich schlaf schlecht. Ich habe wenig Appetit, was weiß ich. Und dann schon fühle ich die Kriterien. Und dann Natürlich Brauchst du Cannabis? Selbstverständlich. Hier, zahle mal hier die Gebühr und dann kriegst du das wissenschaftlich und ärztlich verordnet nach Hause. Das ist natürlich im Grunde, könnte man sagen, dealen. Ja, wieso nichts anderes. Das heißt, ich verkaufe die Du da, ich verkauf Stoff und kriegst dafür.
Und das ist aber, was ich auch beobachte bzw. Was mir mitgeteilt wird ist, dass ja die Nachfrage auch so ein bisschen gestiegen ist und das Angebot teurer geworden ist. Das kann nur zusammenhängen mit Angebot und Nachfrage, das heißt das Cannabis kostet mehr. Ja interessant, interessant. Und weil eigentlich ist es ja eine Strategie, auch wenn man von der staatlichen Abgabe irgendwann mal spricht.
Diese zweite Säule kam ja leider nie, dass es lizensierte Fachgeschäfte gibt und da ist ja ein Punkt, dass man das Produkt so günstig anbietet, dass man quasi dem Schwarzmarkt Konkurrenz macht oder dass der Staat das Cannabis so zu so einem günstigen Preis abgibt, dass die Leute auch sagen Ja, dann kaufe ich halt lieber da das gute Produkt, was Qualitätssicherung durchlaufen hat und was halt einfach auch günstiger ist.
Aber interessant, dass du sagst, die Preise steigen. Okay, das wird mir berichtet. Ja, diese Säule vom Preis, das ist immer Angebot und Nachfrage. Der Schwarzmarkt wird ja nicht verschwinden, nur weil der Staat sagt so, jetzt ist das legal. Das heißt, der Stoff muss irgendwo herkommen. Momentan. Wir haben zum Beispiel eine Kooperation mit einem Cannabis Club, aber der Club selber existiert ja in der Form nicht.
Das heißt, der ist ja der, der lebt ja nicht. Das ist ja nur auf dem Papier der existiert. Aber da ist jetzt, da passiert ja nichts. Also in Bayern zumindest. Genau. Genau. Und deswegen ist da denke ich mal, die Situation noch relativ unverändert. Nur eben mit dem Unterschied, dass jetzt das Signal ist, es ist jetzt nicht mehr verboten.
Ja, und das führt natürlich auch zu offeneren und nicht unbedingt zu einer Stagnation. Ich denke, auf lange Sicht wird sich das so verhalten wie in anderen Ländern auch, wo das Modell so in ähnlicher Form quasi propagiert wird. Und der Konsum wird nicht großartig steigen. Am Anfang kann man damit rechnen, dass es so zunimmt und dann wird das sich einpendeln auf dem Mars wie vorher mehr oder minder.
Aber das weiß ich alles nicht. Nur das, was mir berichtet wird, ist leichter Zugang über über Online Apotheken oder online Ärzte. Genau. Und steigende preise auf dem schwarzmarkt und teilweise hoch potentes Gras und auch aber quasi in den APO in den Apotheken. Was verschickt wird ist mitunter mal so, mal so, also was von den Apothekern. Das ist teilweise gut oder schlecht, möchte ich nicht sagen, weil ich jetzt nicht sag stark ist gut, das andere schlecht.
Aber die Unterschiede sind teilweise eklatant bei einem und denselben Produkt. Oder meinst du jetzt Unterschiede bei den Sorten? Also ob das dann überhaupt sinnvolle Sorten sind, die du verkaufen? Oder meinst du, die Qualität schwankt total von einem und demselben Produkt? Das meine ich, dass quasi, wenn ich Gras bekomme, das nicht unbedingt Gras ist. Also das ist nicht unbedingt.
Manche sagen, das ist ja voll der Mist und manche sagen ja, das ist ordentlich. Also ich, ich habe jetzt auch recherchiert, weil es für mich nicht relevant ist, wer was verschickt und dann würde ich, wenn ich es wüsste, würde ich es hier bestimmt nicht sagen. Ja, weil ich das ganze Modell fragwürdig finde und niemandem in die Karten spielen möchte.
Aber das ist so, was mir berichtet wird. Ja interessant. Okay, und meine zweite Frage wär, weil cih total gehypt wird und gerade alle davon reden, dass auch in Deutschland einfach noch viel zu wenig getan wird und die Unternehmen das zu wenig nutzen, da ganz viel vorangebracht werden muss. Kali und die sucht Arbeit. Wie wird sich das entwickeln? Also wird irgendwann jetzt einen Sucht Therapeuten ersetzen oder wie?
Wie siehst du das? Niemals, Niemals. Nein, ist nicht möglich, weil eine Maschine nicht die Beziehung ersetzen kann und das Modell und das Vorbild und das Gefühl. Die Maschine gibt Antworten. Und ich bin der Meinung. Gar nicht schlecht. Ich habe dasselbe schon getestet. Also, das sind schon fundierte Antworten. Aber ich brauche im Grunde auch ein Gegenüber und ich brauche jemanden, der schwingt.
Und es gibt Untersuchungen, dass im therapeutischen Kontext die Botschaft nicht die Hauptrolle spielt, sondern der Therapeut und die Beziehung das heißt nehme ich dem das ab? Wie fühle ich mich in seiner Gegenwart? Gibt er mir das Gefühl von Auftrieb, von Zuversicht. Das kann nur ein Gegenüber. Die Maschine kann das nicht. Also ich sag nicht die Antworten. Wie gesagt, die sind fundiert.
Ich hab dasselbe getestet, aber es kann keine, kein Gefühl ersetzen, keine Bindung. Ich habe keine Bindung zu einer Maschine. Und da gibt es natürlich alle möglichen Entwicklungen, dass ich sage, ich habe so, dass die Illusion einer Bindung und ich, im Grunde ich, ich. Es gibt ja auch Leute, die sind mit Puppen verheiratet, das gibt das alles gibt es.
Also ich möchte das gar nicht. Auch bewerten. Nur wenn es im therapeutischen Kontext Die Puppe wird dir wenig Feedback geben, ja oder dich auch nicht ständig motivieren und sich freuen, dass ihr wiederkommst und dass du gesünder ausschaut. Und ja, und was die KI nicht kann, was auch gut ist, ist mal kritisch sein oder auch mal sagen Ja, jetzt komm mal runter, ja oder siegen.
Ich bin ja mit meiner Klientel per se, dass man auch mal sagt das ist es funktioniert so nicht. Jetzt werden und haben sie anders gedacht und das ja. Also die KI ist oft sehr wohlwollend und selten kritisch und manchmal muss man auch kritisch sein. Und manchmal muss man sagen Nee, so nicht, so geht es nicht. Und manchmal muss man auch sagen, das und das.
Im Gesamtkontext der KI ist es egal, ob sie einen Termin verpassen oder nicht. Die weiß auch nicht, was da dranhängt usw. Die gibt vorgefertigte Antworten, die aus dem Internet saugt und die hat nicht den Überblick und die weiß nicht gleichzeitig, wie die Frau oder der Mann oder die Kinder das ganze sehen und kann das in Kontext bringen. Und das wird meiner Meinung nach auch nie möglich sein.
Man kann nicht einen Menschen ersetzen in vielen Bereichen. Also wo ich sag, da ist die KI bei Wissen jetzt schon absolut deutlich besser sogar weil der Mensch auch immer sein subjektives Ding mit reinbringt. Aber eine Beziehung kann eine Beziehung nicht, Maschine nicht ersetzen und Therapie ist Kontakt Sport. Na ja, gut, da. Ja super, dann kommen wir zum Ende.
Vielen Dank für das super spannende Gespräch. Ich konnte total viel mitnehmen und finde es echt immer extrem spannend, über dieses Thema auch zu sprechen. Da gibt es noch viel mehr. Wir haben ja bei manchen Punkten auch nur einige Phänomene angeschnitten. Also man könnte da noch extrem viel drüber reden machen. Wir auch gerne. Und ja, danke Ralf, für das super Gespräch und ihr Hörerinnen und Hörer dürft gerne weiter zuhören.
David wird jetzt gleich was über ihn wagen erzählen, wie man die benutzt. Und ja, Ralf, danke dir. Was möchtest du denn den Leuten noch abschließend mit auf Weg geben? Ja, vielen Dank auch an dich. War mir eine Freude hier zu sein. War auch für mich sehr interessant und ich genieße das immer auch so ab, sei es von meinem Alltag.
Ich bin jetzt nicht so der große Weisheiten mit. Ich würde sagen passt so, wo ich auf schaut genau was sie macht. Seid euch immer bewusst bei dem was ihr macht und achtet auf eure Grenzen und dann wird alles gut. Mein Sohn ist der Münchner Szene Projekt, das zum Thema illegale Drogen in der elektronischen Musikszene Information und Unterstützung anbietet.
Wir sind erste Anlaufstelle für Interessierte, so wie Menschen, die einen Ausstieg suchen. Unter dem Leitgedanken Sauber drauf ist zu verstehen, dass unnötige Schädigungen und Folgeprobleme, die im Zusammenhang mit Drogenkonsum auftreten können, vermieden werden sollen. Substanz Konsum wird als Tatsache angesehen und nicht moralisch bewertet. In diesem Sinne ist also nicht für oder gegen Drogen, sondern bietet Information und Beratung auf Augenhöhe an.
Nach dieser kurzen Unterbrechung geht es weiter mit dem Thema Sei Fuß in Hamlet. Im Interview mit unseren ehrenamtlichen Peers Herzlich willkommen zurück, liebe Hörerinnen und Hörer, Jetzt machen wir weiter mit den Infos vom Infostand. Heute habe ich unseren ehrenamtlichen David dabei. Hallo David, grüß dich! Schön, dass du hier bist, dir die Zeit genommen hast und es freut mich super, dass du dich zum folgenden Thema über feine Waagen eingelesen hast und hier deine dein Wissen teilst.
Du bist Physiker Studierter und kennst dich bei chemischen Sachen bei Substanzen auch super aus und bist wohl die Bereicherung fürs Team. Ja, super, schön, dass du da bist. Ja, danke, Danke uns auch gut, dass ich so als Physiker meine Nische in der sozialen Arbeit gefunden habe. Als Ehrenamtliche beim Verein bist du jetzt Vorstand, habe ich gehört. Ja, ja, da bin ich jetzt Vorstand.
Genau. Das ist sozusagen die Berliner Version von Mein Sohn. Genau. Super. Toll gesagt. Viel Erfolg Erst mal bei der neuen Sache hier. Genau. Und wir starten jetzt. Es geht um fein Wagen. Wir wollen die Informationen sammeln. Wie immer. Zu risikoreich. Reduktion bei illegalen Substanzen. Da steht immer ein genussvolle und natürlich risikoarme Konsum im Vordergrund. Wir gehen beim folgenden Gespräch davon aus, dass ihr immer wisst, welche Substanz vorliegt und in welcher Reinheit und welches Derivat.
Und so weiter. Das ist ganz wichtig. Wenn ihr das nicht wisst, dann wird es schwierig, weil man dann natürlich Fehler bei der beim Abwiegen machen kann und nutzt auf jeden Fall Drug Checking. Es geht. Überprüft. Wenn ihr Dosierungen Empfehlungen im Internet findet, überprüft die immer auf mehreren Seiten. Manche sind ein bisschen subjektiv, auch die man so findet. Am besten sind hier meiner Meinung nach staatlich geförderte Seiten, die wenn Sie Dosierung Empfehlungen rausgeben, dann sind die immer fundiert und ihr werdet da bei Substanzen, die nicht gut erforscht sind, auch keine Dosis Empfehlungen finden.
Überprüft, woher ihr das Wissen habt, wie die Probe zusammengesetzt ist, weil Dealer oft selber ja nicht wirklich wissen, was sie verkaufen und es auch bei Onlineshops jetzt abzeichnet, dass hier oft ja neue Derivate verkauft werden, wo man wirklich noch gar nicht viel drüber weiß und die teilweise extrem überdosiert dosiert sind. Wir haben jetzt hier mit den Zähnen ganz üble Erfahrungen machen müssen mit wirklich einigen Todesfällen in Deutschland und da war das Präparat um ein Vielfaches überdosiert, was da so für den Endkonsumenten vorbereitet wurde.
Also total krass. Also bitte echt Vorsicht, das ganze mit Vorsicht genießen gerade genau allgemein. Also ich gucke auch immer wieder auf die Webseiten und was halt alles neu im Umlauf ist und man merkt relativ schnell, dass die Leute einfach das sind halt Verkäufer, das sind nicht sie haben nicht Pharmazie studiert und der Regel nicht ethisch fragwürdige Grundsätze. So ein bisschen.
Also denen geht es oft einfach darum, ihre Ware an die Leute zu bringen und also ich würde sagen, es ist eine absolute Seltenheit, dass sich Dealer wirklich gut auskennen. Also wenn man da mal irgendwie kritische Fragen stellt am Festival, wenn irgendwie jemand vorbeikommt oder so boah, also die haben keine Ahnung, was sie verkaufen, was meine Erfahrung also ich wüsste nicht eine Person, wo ich gedacht habe, aha, da kennt sich jemand aus.
Und früher war es so, da waren dann Mittel wie Milchzucker oder so was drin. Und heute kann es halt gut passieren, dass man einfach was komplett anderes verkauft bekommt. Die Zeit hat sich schon echt schwer geändert, gerade der selbst im Internet. Das ist oft so ein einer dieser Derivate da. Dann wird dann oft gesagt na ja, das ist wie sagen wir LSD, Amphetamin und da ist dann nur eine kleine chemische Änderung gemacht und die Leute unterschätzen, glaube ich, wenn man das nicht sich auskennt, was eine kleine chemische Änderung bedeuten kann, das kann zu völliger Änderung gehen.
Ja, es gibt keine Ahnung. Der Unterschied zwischen zwei CB und DOB zum Beispiel. Das ist ein Prinzip, ein rein einzelnes Kohlenstoff Kästchen. Also wenn man die Moleküle nebeneinander legt, dann sieht man da gar nicht so auf ersten Blick den Unterschied. In der Wirkung macht das ein Unterschied von 16 Stunden und übelsten Paras und allem möglichen. Also da muss man wirklich aufpassen.
Und wenn man sich da nicht auskennt und dann jemand vorbeikommt, wo man dann ein schönes Verkaufsgespräch macht, dann glaubt man natürlich sofort so Ach ja, ist das gleiche, nur legal. Aber da muss man wirklich, wirklich vorsichtig sein. Organische Chemie, Da können kleinste Änderungen wirklich dramatische Unterschiede hervorrufen. Ja, jetzt sprechen wir heute über die Dosierung von Substanzen, wenn man eben genau weiß, was man da hat.
Und da gibt es drei verschiedene Möglichkeiten. Kannst die mal ganz kurz vorstellen. Ja, also es gibt das klassische Bowling, das ist quasi, dass man halt mit dem Auge so abschätzen. Das ist natürlich am schnellsten und irgendwie auch am bequemsten. Aber ja, es ist extrem fehleranfällig. Also wenn man da, wenn man eine Waage sozusagen hat, dann kann ich das allen nur empfehlen, einmal irgendwie einen Brocken zu wiegen mit dem Auge und dann mit der Waage und den dann wirklich klein zu hacken und ein winziges flüssiges Pulver zu zerteilen und das dann noch mal anzugucken.
Und dieser Brocken da wird viel, viel, viel kleiner vorkommen als dieser Haufen beim Bowling. Also da macht man Fehler, keine Ahnung, da kann man locker mal das Dreifache fälschlicherweise irgendwie abschätzen. Das geht halt bei Sachen einigermaßen gut, wenn man versucht sich heranzutasten, sozusagen. Aber bei Dingen, wo wirklich eine Einzel Dosis die richtige sein muss, ist das absolut fahrlässig, würde ich mal sagen.
Und das hängt davon ab, was man so ein bisschen von dem will. Sage ich immer man ist, wenn man soll. Man sollte sich immer die Frage stellen warum mache ich das jetzt gerade? Und wenn, dann Die Antwort ist so wahr ich will irgendwie keine Ahnung Exzess haben oder irgendwie auch mal was Verbotenes oder was ein bisschen Doofes tun, sozusagen, ist es völlig valide.
Aber es ist gut, sich den Gedanken vorher mal zu machen und dann ist es richtig. Aber die meisten Leute, glaube ich, würden am Ende zustimmen, dass sie einen geilen Abend haben wollen mit ihren Freunden und dann hilft es weder den Freunden noch einem selber, wenn man irgendwie dann tiefer und schwitzend oder ein Blackout irgendwo im Sani Zelt verbringt.
Genau. Dann haben wir noch Voodoo. Metrisch ist zu sehen. Genau das ist die exakte erste Dosierung Möglichkeit, würde ich sagen. Also so was wird auch viel im Labor verwendet. Das ist im Prinzip man nimmt irgendwie eine größere, gut wie bare Menge von der Substanz und löst sie dann meistens Wasser einfach auf. Dann hat man eine große Wassermenge, wo man jetzt weiß, in diesen keine Ahnung Tropfen Tropfen ist nicht so gut, Tropfen sind variabel, aber du kannst Also man macht halt ein Messbecher voll, Was in diesem Messbecher ist, keine Ahnung, ein Gramm einer Substanz und dann kann man mit einer Spritze ohne Kanüle wirklich nur zum Messen der Flüssigkeit kann man dann im Prinzip über Dreisatz
sagen. Na gut, wenn das ganze Gefäß so viel hat, dann ist es eine halbe Spritze. Sind dann keine Ahnung 100 Mikrogramm. Also LSD ist ein Klassiker, der nur damit zu dosieren ist, also eine Waage, mit der man LSD Mengen messen kann. Ja, schwierig. Dann muss man sich gut auskennen und mal sagen wir mal einen größeren Kleinwagen investieren, um da wirklich eine gebrauchte Version von so einer Waage zu bekommen.
Ja, da geht ja beim Aufteilen dann auch wahrscheinlich viel zu viel verloren. Wenn ein Mikrogramm Bereich Arbeit ist. Da macht es dessen was auflösen am meisten Sinn und dann kommt es auf die Bögen drauf und diese Papierbögen zum Beispiel. Genau, und wird dann getrocknet und dann ist es, wenn’s gut gemacht wird, ist es gut, gleichmäßig verteilt und dann haben wir noch die fein Waage, auf die wir heute eingehen wollen?
Genau auf einen Wagen, was würde ich sagen, ist eine Vereinbarung. Alles was bis ein Milligramm ungefähr runter Anzeige hat Milligramm deswegen, weil die meisten psychoaktiven Substanzen ein Milligramm Bereich irgendwie aktiv sind. Wie viel NachKommastellen sind es? 300 Millimeter. So 1000 Kilometer. 1000 Gramm. Genau, und das würde ich sagen, ist unter diesen ganzen Safe House Dingen, die man so als Tipp mitgeben kann, ist das eine der besten und billigsten Dinge, die man überhaupt tun kann.
Es ist ein weites Spektrum und wir müssen irgendwie, man muss da so ein bisschen einen Weg finden, wo man quasi von völliger Verantwortungslosigkeit bis absolut irgendwo so ein Zwischending finden muss. Und ich würde sagen eine Waage, da ist man für 20 € kriegt man dann schon was, was einem da sehr weit in Richtung sicheren oder sichereren Konsum. Genau da sprechen wir gleich noch, welche wir da empfehlen würden.
Aber warum sprechen wir denn überhaupt über das ist die Frage. Na ja, es hat zwei Gründe Gibt es Erstens Substanzen, die einfach sehr lose sensitiv sind. Da kann man vielleicht noch mal drüber reden. Das ist natürlich leider auch jetzt nicht so gut ab. Die aber gerade geringe, also wirklich sehr kleine Mengen einfach. Da ist dann der Fehler, den die Waage bauartbedingt hat, ist dann schon in dem Bereich, wo die Wirkung stark schwankt.
Das ist so das erste und das zweite ist auch bei bekannten Substanzen, wenn man zum Beispiel klassisch in Thema Es ist so, dass ja von anderen Apotheken Produkten kennt man das auch. Man weiß jetzt keine Ahnung wie viel Kopfweh brauche ich um eine IBU 400 zu rechtfertigen oder eine 200 und wofür es so viele eben gerade machen ist.
Für welche Party sind dann 80 Milligramm MDMA sozusagen? Und wenn man jetzt wir Pillen hat oder Teile, dann weiß man nicht, wie viel drin ist. Man weiß auch beim nächsten Mal nicht so hell, dass da letztes Mal Es war ein cooler Abend, dann hätte ich gerne wieder man dann keine Möglichkeiten, also so ein bisschen auch ein Gefühl dafür zu kriegen.
Was bedeutet das dann? Oder wenn dann Leute irgendwie vorschwärmen halbes Gramm vernichtet an einem Wochenende und dann kann man das auch ein bisschen einordnen. Ist das jetzt Angeberei oder das ist es eigentlich ganz wenig? Oder ist das irgendwie was, was ich auch möchte? Dass es verantwortungslos wie, wie, wie stehe ich dazu? Und also da, ein Gefühl dafür zu kriegen, was so eine gängige Dosis ist?
Ja, keine Ahnung. Nudeln, Wasser, Salz. Ich auch nicht irgendwie, sondern irgendwann hat man raus wie viel Nudel was ist, wie viel Salz reingehört, dass das gut schmeckt, sozusagen. Genau. Und deswegen wird man es vielleicht in dieser Form, wenn es so fein dosiert werden muss einfach mal ab. Genau, genau. Und dann kriegt man auch ein Gefühl, auch vielleicht für späteres Fieber so was auch ganz gut, wenn man Waage hat, dann wird man irgendwann sehen.
So hey, das sieht mir jetzt aber einfach ein bisschen zu viel aus und dann nehme ich mal weniger, oder? Keine Ahnung, kümmer Mich mal drum, das klarzustellen. Genau. Und selbst wenn man jetzt selber keine Waage besitzen sollte, dann kennt man vielleicht den Dealer des einen oder die Schülerin seines Vertrauens und kann dann mal dieses Gramm was man da hat auf der Waage angucken und auch mal klein machen und dann kriegt man ein bisschen Gefühl dafür, dass man aber am besten natürlich die Sachen bevor man in den Club geht, sich vorbereiten, die Sachen so abwiegen, dass man das quasi schon griffbereit hat, ist natürlich dann auch die Gefahr, erwischt zu werden, dass irgendwelche Unfälle passieren, weil
man dann irgendwie zu viel erwischt, weil man schon irgendwie berauscht ist oder so, die sind es. Gefahr ist natürlich geringer. Da empfehle ich den Leuten am Strand immer, wenn man dann zu Hause, dass abgewogen wurde, das am besten in so kleine Kapseln einpacken, die gibt es auch in vegan. Das ist das klassische Gelatine. Mittlerweile ist es auch vegan erhältlich um diesen durchsichtig und dann kommt halt das Pulver oder die Krümel da rein und ich empfehle Leuten immer irgendwas Farbiges noch dazu zu tun, dass man dann einfach sehen kann, Müsli oder so was, ein Stück Müsli oder irgendwas Essbares, dass man das auseinanderhalten kann man sich irgendwie noch auf ein Zettel schreiben?
Ja, Himbeere. Es die höhere Dosis. Ja, klingt doof, aber im Prinzip keine Ahnung. Verschwommene Sicht man dann nachts um 4:00 irgendwo auf dem Klo, muss schnell, schnell machen. Und genau. Wenn man dann die Dosis mit der hohen Dosierung für Freunde zum Beispiel verwechselt, ist das auch einfach nicht mehr geil. Und das kann man dann auch verhindern. Und Vitamine sind natürlich auch gut fürs Feiern.
Genau. Und noch ein weiterer Punkt wäre Micro Doping. Da braucht man es eigentlich immer eine Waage oder so, außer man kauft ein Präparat, was schon so ist. Aber wenn man jetzt wirklich bei manchen Substanzen Micro Dosen oder Mini Dosis machen will, auch sich so die kleinste absehbare Wirkungs erzeugende Einheit nehmen will, zum Beispiel von MDMA oder von Ketamin, dann kann man da auf jeden Fall auf eine Waage zurück greifen.
Genau. Man muss auf jeden Fall darauf achten, dass die Waage halt bis ins Milligramm oder eine Anzeige hat, also drei NachKommastellen Gramm Dabei grundsätzlich noch mal die Warnung so wagen. Nur weil die drei NachKommastellen anzeigen, heißt das nicht, dass die auf drei NachKommastellen genau wiegen. Also weil Labor Waagen. Da kommt dann Datenblatt mit, da steht dann drin, wie groß da die Schwankung.
Bei den Billig Wagen steht das natürlich nicht dabei oben, aber bei der Waage, die ich da mal getestet habe, da würde ich sagen sind so plus -2 Milligramm ungefähr. Das heißt wenn man jetzt 80 Milligramm abfüllt, dann könnten das auch irgendwie auch 67 82 sein. Hängt dann von der Substanz ab, ob das sozusagen ein Fehler Bereich ist, der sagen wir mal schlimm oder wünschenswert ist.
Um das wäre jetzt bei so höher so würden denke wir haben dem nicht so schlimm, aber es gibt zum Beispiel zwei CB, das ist so ein bewirkt Bereich irgendwo im Milligramm Bereich, sage ich mal und da kann dieser Messfehler schon auch einen großen Unterschied machen. Also da muss man dann aufpassen, wie benutzt man so eine Waage? Ja, das ist im Prinzip eine sensible Version von normaler Koch Waage.
Da tut man halt keine Kartoffeln drauf, sondern kleine Krümel, also kein großes Gewicht. Trommel drauf. Genau so allgemein Waagen. Die mögen es halt nicht, wenn man mal über den Bereich draufdrücken. Also wenn man sich zu Hause auf die Waage setzt, dann wird die irgendwie auch einen Schaden nehmen, selbst wenn die nicht auseinanderfliegt. Und bei so fein Waagen es eben auch so, die gehen oft bis 50 Milligramm und die sollte man jetzt nicht unnötig irgendwie keine Ahnung was dickes drauf tun sozusagen, weil dann einfach die Mechanik sich beschädigt hat.
Ist ein bisschen sensibel, aber allgemein jetzt kein keine Mimose, die irgendwie sofort kaputtgeht. Bisschen sorgfältig, einfach damit umgehen und er kann auch nicht einfach irgendwo im Rucksack vielleicht rum schmeißen. Temperatur ist auch wichtig, oder? Ja, ja, also ich will das jetzt nicht in meinem gefrorenen Zelt oder irgendwie in der prallen Sonne machen, aber genau allgemein so nach gesundem Menschenverstand kommt da schon relativ weit und keine Ahnung, starker Wind ist blöd.
Das merkt man bei so vielen Waagen tatsächlich, dass der Wind reicht, um diese Waagschale ein bisschen runter zu drücken und dann springt die Anzeige wirklich um einige Milligramm. Also das kann man auch nicht übersehen. Also es ist absolut deutlich, wenn es passiert. Genau wir. Keine Handys, keine magnetischen Sachen in der Nähe. Ich weiß. Ich weiß jetzt nicht, ob Handy schon schlimm genug ist.
Ein Lautsprecher wäre vielleicht jetzt keine so gute Idee das und oft starke Magneten drin. Genau so einfach wie ein sauberer Tisch bin ich und dann passt schon. Genau. Man kann die auch immer wieder mal neu kalibrieren. Muss man jetzt nicht unbedingt. Also im Labor muss man das auf jeden Fall. Also ist halt wieder so ein bisschen wie sicher will ich sein?
Auf das bei den billigen Waagen ist so ein kalibriert Gewicht dabei. Das ist natürlich nur genormt, aber wenn man immer wieder dasselbe kalibriert Gewicht verwendet, dann hat man sozusagen kennt man seine Waage. Aber ja, das ist schon im Bereich von, sagen wir eher praktikabler. Und ja, früher hieß es immer, 0,9 Gramm wiegt eine Kippe. Das war immer so die Referenz, die man drauf gelegt hat.
Zwar noch nie gehört, also ich weiß mit Filter, die ich weiß, diese Worte sind in der Szene bekannt als Kapseln. Ich kann dir das etwas aus dem Labor Eppendorfer Reaktions Gefäße. Das sind diese kleinen Plastik Kapsel mit 1,5 Milliliter in so einem Club Verschluss. Die gibt es auch mit einem drei Verschluss Gewicht nicht, aber diese sind klapp Verschluss.
Die wiegen ziemlich genau ein Gramm, das heißt da kann man so ein bisschen so ein Check machen und wenn das Ding dann 1,5 anzeigt, dann hat man entweder das falsche Epi oder die Waage ist völlig hinüber. Ja genau. Und ein Telefon wiegt null 200 Zigarettenschachtel. Was Sie gucken. Aber natürlich gibt es verschiedene Größen von Zigarettenschachteln. Da muss man auch immer aufpassen.
Kurz drüber sprechen könnte man auch sagen, dass man da mal gucken kann. Aber da kann ich das Gewicht, dass man einfach eine Referenz, auch ärger, um das immer mal wieder zu prüfen, jetzt gibt es noch die Gefahr, dass wenn die Dosis, die man abwiegen will, so klein ist, dass die Waage das nicht erfassen kann, weil die Waage unter einem bestimmten, unter 15 Milligramm vielleicht oder so was würde ich jetzt sagen, also unter 20 oder 30, würde ich sagen, wird es schon schwierig.
Und wie kann man das ausmerzen? Indem man entweder wie vorhin biometrisch dosieren natürlich, das geht sozusagen von der Waage weg. Oder würde man da eine große Menge auflösen? Oder wenn man nur die Waage nutzen will, dann kann so ein bisschen das gleiche Prinzip auch mit nur Pulvern machen. Man kann zum Beispiel eine größere Pulver Menge abwiegen und die dann nach Auge aufteilen.
Das ist eine Möglichkeit, dass wir vorhin gesagt nach Auge aufteilen und nach Auge wiegen es furchtbar. Ist aber ein Unterschied, ob man nach Auge wiegt und gar nichts weiß oder ob man Auge quasi zwei gleiche Häufchen machen muss. Genau das ist immer noch nicht so gut wie eine ordentliche Waage zu verwenden. Aber man kann zweier Haufen, die ähnlich feine Pulver sind, da kann man schon sehen, ob die völlig ungleich sind oder eine andere Möglichkeit, dass man kann sein, sondern seine Substanz auch selbst irgendwie strecken mit Puderzucker oder so, dann hat man wieder eine größere Menge.
Genau, ist dann effektiv eine große Menge ab und weiß dann eben 10 % von meinem Puderzucker zwei Gemisch. Da ist wichtig, dass es gleichmäßig verteilt ist, dass nicht die eine Substanz schwerer ist als die andere und sich das dann irgendwie absetzt oder so was oder es ist nicht klein genug klein gemacht wird. Und die dritte Möglichkeit wäre natürlich noch, wenn man irgendwie so eine als quasi so eins und Schälchen mit mit kalibriert, also quasi dann hat man schon ein gewisses Gewicht auf der Waage und das ist allgemein Waagen wirklich bei bei wirklich ganz kleiner Belastung vielleicht funktionieren.
Genau. Normalerweise hat man immer ein Waage Schälchen das was wiegt. So macht man halt dann was mit drauf. Genau, wenn man es einfach ein Stückchen drunter legen, dass die Waage eigentlich so im Bereich von sagen wir fünf Gramm liegt statt im Bereich von 0,3 Gramm und was auch immer so dünn. Und das nächste ist, wenn man ein bisschen zu wenig drauf ist, immer ein bisschen mehr auf die Waage legen möchte, dann die so, diese kleine Änderung sozusagen, die kann oft nicht gut aufgelöst werden, um was man da macht, Das einfach die komplette Probe noch mal anheben und noch mal drauflegen und das quasi auf null und ein komplettes neu wiegen.
Und das ist dann auf exakt und genau. Gut, danke schön. Das waren ja schon mal sehr wertvolle und fundierte Infos. Ich hoffe, ihr konntet was mitnehmen. Super spannendes. Ich denke, wir haben alle wichtigen Details rund ums Thema Fein Waagen genannt. Solltet ihr mitfeiern, Feiernde beobachten, die bei solchen Substanz Gruppen ja gerne gerne da was ausprobieren, dann redet gerne mit ihnen.
Über das Thema ist es einfach wichtig, dass man da wirklich genau wiegt und dass man auch die Sachen ablegt und dass es nicht zu Überdosierungen kommt. Und dass man auch Safe House Dosen, die man sich auch selbst festlegt oder in sich informiert, dass man die auch einhalten kann. Es hilft dann nichts, man das einfach dann irgendwie per Auge dann solche Zusätze, Substanzen oder so was da aufteilt.
Das ist es kann ganz schön nach hinten losgehen und auch sich darauf verlassen, dass es jemand anders gemacht hat. Ganz so, Ihr habt gesehen, David hat jetzt wirklich 15 Minuten drüber gesprochen, wie man so eine Waage auch gut nutzt. Da kann viel passieren. Also verlasst euch da am besten nicht auf andere. Vor allem bei so potenten Substanzen auf Opioide würde ich sagen und so was.
Also echt Vorsicht! Danke für die interessanten. Wir hoffen, ihr fandet spannend und konntet was mitnehmen. Und was magst du denn den Zuhörenden abschließend mit auf den Weg geben? Es war es eine Viertelstunde geredet über, aber ich möchte mal sagen, es ist wirklich nicht so kompliziert. Man muss es einfach einmal selber gemacht haben und dann ist es kein Rätsel.
Also man muss nicht Physiker sein oder Labor Ausbildung haben, Das ist wirklich ein absolut niedrigschwelliges, günstiges Hilfsmittel, das soviel kostet wie keine Ahnung, ein halbes Gramm von irgendwas und wirklich viel viel extrem ekliges verändern kann. Ich sage den Leuten Versucht euch immer zu überlegen ist, was ihr macht. Ist es, ist es Cola, ist es gefährlich? Ist zumindest, wenn man sich denkt, das ist schon einigermaßen cool, aber sau gefährlich, dann weiß ich nicht.
Keine gute Idee. Ja, vielen Dank. Frohes Feiern an alle Und wir machen weiter. Folgt uns auf Facebook und Instagram und bewirbt unseren Podcast Bei Leuten, die es interessieren könnte, Lasten liegt da auf Spotify und es hilft uns immer sehr. Gebt uns Feedback, wie es euch gefallen hat. Bis bald. Bis bald. Es feiern.
Der Beitrag Sucht und Abhängigkeit – Interview mit Ralf Herrmannstädter – sauberdrauf Folge 18 – der Mindzone-Podcast erschien zuerst auf sauber drauf! mindzone.info.
Nach einer kurzen Einführung in die Grundlagen der Anlaufstelle für „Nächtliches Feiern“ bekommt ihr spannende und hilfreiche Einblicke aus der praktischen Arbeit des Jugend-Streetwork.
ConAction – Streetwork auf der Partymeile ist 2016 entstanden. Der Bedarf entstand nach erhöhtem Feierverkehr in der Münchener Innenstadt nach Schließung der Kultfabrik am Ostbahnhof. Gesprächs- und Unterstützungsangebot von sozialarbeitenden Fach- und Honorarkräften auf freiwilliger Basis, das durchweg positiv und dankbar angenommen wird.
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Generell raten wir vom Substanzkonsum ab! Diese Infos sind für Menschen gedacht, die sich bereits für den Substanzkonsum entschieden haben.
Unser heutiger Gast ist Chloé. Sie ist seit über drei Jahren ehrenamtlich bei Mindzone aktiv.
Folgende Punkte sind zu beachten, wenn man Risiken bei der Dosierung von Partydrogen minimieren möchte:
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Der Beitrag Streetwork auf der Münchener Partymeile – Interview mit Svenja Schüürmann von Condrobs ConAction – sauberdrauf Folge 17 – der Mindzone-Podcast erschien zuerst auf sauber drauf! mindzone.info.
Vorstellung Julian: Er ist Rettungssanitäter und Gründer des Awareness Medical Teams.
Vorstellung Liv: Sie arbeitet im Gesundheitssektor und engagiert sich ehrenamtlich beim Awareness Medical Team.
Das Awareness Medical Team ist ein eingetragener Verein mit Sitz in München. Dessen Ziel ist es, eine sichere und freundliche Umgebung auf Veranstaltungen zu schaffen, so dass jeder Gast sich sicher und willkommen fühlt.
Webseite: www.awarenessmedicalteam.de
Email: [email protected]
Insta: awareness_medical_team
Im Hauptteil wird ein Überblick zu den Besonderheiten von Kinkypartys vermittelt. Awareness-Arbeit spielt hier wegen besonderer Tabuthemen, Macht und Sex und der besonderen Wichtigkeit, Konsens einzufordern und einzuhalten, eine vordergründige Rolle.
Weiter gibt diese Folge einige Einblicke in die Arbeitsweise des Teams, es werden besondere Anforderungen an Awareness-Arbeit auf diesen Partys erklärt. Julian und Liv erzählen auch von Beispielen aus der Praxis.
Abschließend bitten Julian und Liv, sich nicht zu scheuen, das Awareness-Team proaktiv einzubeziehen, sollte mal auf einer Party etwas schief gehen. Das könne allen passieren und nur so könnten sie in Krisensituationen noch besser unterstützend einwirken.
Generell raten wir vom Substanzkonsum ab! Diese Infos sind für Menschen gedacht, die sich bereits für den Substanzkonsum entschieden haben.
Unser heutiger Gast ist Lotte. Sie ist seit über zehn Jahren ehrenamtlich bei Mindzone aktiv und im Bereich Awareness tätig. Hauptberuflich arbeitet sie mit jungen Menschen, die wegen psychischer Erkrankungen in Behandlung sind.
Es wird grundsätzlich zwischen fünf Haupt-Aufnahmewegen unterschieden:
Safer Use Empfehlungen:
Oral: Wirkeintritt i.d.R nach ca. 20-40 Minuten, weniger Kick und weniger suchterzeugend als andere Aufnahmewege, lange Anflutzeit (manchmal bis zu 2 Stunden) und Wirkung abwarten, genau dosieren.
Sollte jemand trotz unerwünschter Auswirkungen Suchtdruck spüren oder Schwierigkeiten haben, den Konsum einzustellen, nehmt Hilfe in Anspruch. Kontaktiert uns unter: https://mindzone.info/beratung/drogenberatung/
Weiterführende Sicher-Feiern-Tipps…
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Habt Ihr bestimmte Themen-Wünsche, die Euch besonders interessieren? Für Feedback, Fragen und Anregungen schreibt uns gerne unter der Mail-Adresse: [email protected]
Wichtiger Hinweis:
Der Beitrag Awareness-Arbeit auf Sexpositive- / Kinky-Parties – Interview mit dem Awareness Medical Team – sauberdrauf Folge 16 – der Mindzone-Podcast erschien zuerst auf sauber drauf! mindzone.info.
Olivia ist in der Caritas-Fachambulanz in Amberg tätig und berät über das Beratungsangebot Resist Jugendliche mit Suchtproblemen zwischen 12 und 18 Jahren sowie deren Angehörige:
Nutze unsere anonyme, vertrauliche Onlineberatung: https://mindzone.info/beratung/drogenberatung/
Die meisten Menschen haben irgendwann einmal mit sexuell übertragbaren Infektionen (STI – Sexuelly Transmitted Infections; auf deutsch Sexuell übertragbare Infektion) zu tun. Weit verbreitet sind z.B. Chlamydien, Genitalherpes, Trichomonaden und Feigwarzen (HPV-Infektionen). Auch Tripper (Gonnorrhö) und Syphilis kommen heute wieder häufiger vor. Die möglichen Folgen reichen von lästigem Jucken bis hin zur lebensbedrohlichen Erkrankung.
Viele Gesundheitsämter und Aidshilfen bieten anonyme Tests auf Geschlechtskrankheiten an. Die meisten Angebote sind kostenlos! Auch beim Hausarzt sind Tests auf Geschlechtskrankheiten möglich.
Wendet Euch bei Fragen oder Unsicherheiten an: https://subonline.org/beratung/praevention-und-test/ oder https://www.iwwit.de/geschlechtskrankheiten/testen-lassen
Weiterführende Infos zum Thema „Geschlechtskrankheiten – STI“ findet ihr auch auf der MINDZONE-Homepage: https://mindzone.info/gesundheit/geschlechtskrankheiten/
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Wichtiger Hinweis:
Hier findet ihr ein Transkript der Folge zum nachlesen.
Der Beitrag Cannabis im Jugendalter: Interview mit Jugendsuchtberaterin Olivia Mantwill – sauberdrauf Folge 15 – der Mindzone-Podcast erschien zuerst auf sauber drauf! mindzone.info.
In der 14. Folge des MINDZONE-Podcasts „sauberdrauf!“ spricht Patrick mit Luzia Beer. Sie ist als sog. „Nachtmoderatorin“ bei der Fachstelle MoNa – Moderation der Nacht in München tätig.
https://www.muenchen.de/verkehr/frauen-nacht-taxis-fuer-muenchen-infos-zum-gutscheinsystem
https://frauennotruf-muenchen.de/erste-hilfe-informationen-fuer-betroffene/
Luzias Kontaktdaten:
https://www.instagram.com/mona.muenchen
Viele Partygängerinnen und Partygänger gehen beim nasalen Konsum, dem „Sniefen / Ziehen“, nachlässig mit ihrer Gesundheit um. Dabei können gesundheitliche Probleme entstehen. Nachfolgend haben wir bewährte Safer-Use-Strategien zu dieser speziellen Konsumform für euch zusammengefasst. Substanzkonsum soll Spaß machen und das Leben nicht nachhaltig negativ beeinträchtigen.
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Wichtiger Hinweis:
Die Inhalte dieses Podcasts sollen nicht als Anleitung zum Drogenkonsum verstanden werden oder motivieren. Sie sollen zur Selbstreflexion anregen und dienen der Informationsgewinnung und Informationsweitergabe.
Der Beitrag Interview mit Luzia Beer – Fachstelle MoNa (Moderation der Nacht) – sauberdrauf Folge 14 – der Mindzone-Podcast erschien zuerst auf sauber drauf! mindzone.info.
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