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Hasskommentare gehören für viele im Internet zum Alltag. Manche ziehen sich deshalb aus Diskussionen zurück, aus Sorge vor Anfeindungen oder weil sie keine Lust mehr darauf haben. Was macht das mit unserer digitalen Öffentlichkeit?
Judith Bühler von der ZHAW spricht über Hate Speech, toxische Kommunikation und Counterspeech. Im Projekt «Social Influencer:in» wurde untersucht, wie man Hass im Netz begegnen kann. Dabei geht es etwa um Perspektivwechsel, positive Geschichten über abgewertete Gruppen und die Frage, wie wir miteinander diskutieren. Und was kann man selbst tun, wenn man einen Hasskommentar liest? Man muss nicht unbedingt antworten. Einen Kommentar zu melden oder eine gute Gegenrede zu liken, ist ebenfalls eine Möglichkeit.
Am Ende geht es um die Frage, wie ein demokratisches Internet aussehen kann, in dem wir uns auch dann miteinander auseinandersetzen können, wenn wir unterschiedlicher Meinung sind.
In der Folge erwähnt:
Kurzdokumentation des Projekts "Social Influencer:in"
Carolin Emcke: Gegen den Hass
Schampar digital, Folge 2: Stop Hate Speech. Mit Algorithmen gegen Hass im Netz, mit Karsten Donnay
Mehr Informationen: www.dizh.ch
Welche Nachrichten wir sehen und welche Meinungen uns erreichen, wird zunehmend auch von Algorithmen beeinflusst. Abraham Bernstein, Professor für Informatik und Direktor der Digital Society Initiative (DSI) an der Universität Zürich, spricht über Künstliche Intelligenz (KI) und Demokratie, Empfehlungssysteme und KI-generierte Inhalte. Im Gespräch geht es auch darum, was es bedeutet, sich auf KI zu verlassen und warum das nicht dasselbe ist wie Vertrauen.
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Digitale Werkzeuge wie Chatbots gehören für viele Studierende längst zum Alltag. Sie helfen dabei, Texte zusammenzufassen, Ideen zu strukturieren oder komplexe Inhalte aufzubereiten. Gleichzeitig verändern sie, wie gelernt und geprüft wird.
Charlotte Axelsson, Leiterin des Zentrums Digital Learning an der PH Zürich, findet, dass Hochschulen diese Entwicklung nicht nur begleiten, sondern mitgestalten sollen. Im Gespräch mit Frank Richter spricht sie darüber, warum Lernprozesse wichtiger werden als Endergebnisse, wie sich Prüfungsformen verändern könnten und warum Bildung auch künftig vom Austausch zwischen Menschen lebt.
Mehr Informationen https://www.dizh.uzh.ch/2026/08/19/lernen-im-futur-bildung-zwischen-technologie-und-reflexion/
Auf einer Intensivstation müssen Ärzt:innen und Pflegefachpersonen in kurzer Zeit viele Informationen verarbeiten und wichtige Entscheidungen treffen. Annina Gähwiler (ZHdK) forscht am Digital Health Design Living Lab daran, wie digitale Werkzeuge sie dabei unterstützen können. Im Gespräch erklärt sie, warum gutes Design im Spital mehr ist als eine ansprechende Benutzeroberfläche, welche Rolle KI heute schon spielt und weshalb die Verantwortung auch in Zukunft beim Menschen bleiben soll.
Mehr Informationen zu dieser Folge
Mehr Informationen zu IC-DATIM
Video zu Projektprozess IC-DATIM
Digital Health Design Living Lab
SNF AIEM Projekt: KI in der Notfallmedizin
Google Maps zeigt dir den schnellsten Weg, ChatGPT beantwortet deine Fragen, die Sprachnachricht erspart dir das Tippen. Praktisch und ein bisschen unheimlich: Deine Datenspuren ergeben zusammen ein genaueres Profil, als du vielleicht preisgeben möchtest. Anika Hannemann von der ZHAW forscht zu Datenschutz und KI und erklärt, warum Geodaten und Stimmdaten zu den sensibelsten Informationen gehören, wie aus harmlosen Einzeldaten ein Profil entsteht und was das Privacy Paradox damit zu tun hat.
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Vom C64 bis zum KI-Assistenten: Technologie im Klassenzimmer hat eine lange Geschichte und ein bekanntes Muster. Wir sprechen mit Michael Geiss von der PH Zürich über Begeisterung und Ernüchterung, über die strukturelle Abhängigkeit von Tech-Konzernen und über die wichtige Frage: Was sollen Kinder lernen, wenn sich die Welt schneller verändert als der Lehrplan?
Michael Geiss ist Leiter des Forschungszentrums Bildung und Digitaler Wandel und Professor für Erziehungswissenschaft an der PH Zürich.
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KI-generierte Bilder zeigen makellose Haut, schlanke Körper, ewige Jugend und das in einer Masse und Geschwindigkeit, die bisher unvorstellbar war.
Schönheitsideale gab es schon immer, aber heute werden sie nicht mehr von Magazinen oder Filmstudios gesetzt, sondern von Algorithmen. Was das mit unserem Selbstbild macht, untersucht Charlotte Tumescheit, Mathematikerin und ehemalige Postdoc-der Universität Zürich, jetzt Forscherin beim Idiap Research Institute. Im Gespräch erklärt sie, warum Bildgeneratoren automatisch unrealistische Körper erzeugen, und warum uns das Wissen darum kaum schützt.
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Tilly Norwood, die erste KI-generierte Schauspielerin sorgte für Schlagzeilen. Aber ist sie wirklich eine Bedrohung für echte Schauspieler:innen? Regisseur und Dozent Manu Hendry erklärt, warum KI-Schauspieler:innen niemand braucht, wo KI im Film trotzdem sinnvoll ist und warum gute Geschichten immer menschliche Komponenten brauchen.
Themen
Wo KI heute schon sinnvoll eingesetzt wird (Spoiler: nicht bei Schauspieler:innen)
Warum Storytelling und Empathie unersetzbar bleiben
Arbeitsrechte: Wie schützen wir Kleinverdiener:innen vor Ausbeutung?
Wie Netflix vom Premiumanbieter zum "Everything Streamer" wurde
Was "AI-Slop" bedeutet und warum 2026 das Jahr der Slopacolypse wird
Mehr Informationen:
Was macht einen Podcast wirklich hörenswert? In dieser besonderen Episode begrüssen wir erstmals zwei Gäste und sprechen über das, was wir selbst machen: Podcasts. Pascal Streule (ZHAW) und Eric Andreae (ZHdK) haben gemeinsam mit einem interdisziplinären Team und der Produktionsfirma Podcastschmiede 30 deutschsprachige Podcasts wissenschaftlich analysiert und so das Handbuch «Designing Podcasts» entwickelt.
In dieser Episode erfährst du, warum Laberpodcasts funktionieren, welche drei Grundtypen es gibt und wie parasoziale Beziehungen zu Hosts entstehen. Wir sprechen über das Multitasking-Modell beim Podcast-Hören, die ideale Episodenlänge und werfen einen Blick in die Zukunft mit Video-Podcasts und KI.
Themen
Die drei Podcast-Grundtypen: Story, Talk und Factual
Warum auch Laberpodcasts eine Dramaturgie haben
Parasoziale Beziehungen: Die Bindung zu Podcast-Hosts
Das Multitasking-Modell: Welcher Podcast passt zu welcher Tätigkeit?
Erfolgsfaktoren: Länge, Authentizität und Nischenfindung
Zukunft: Video-Podcasts und KI-generierte Inhalte
Das Handbuch "Designing Podcast" für den deutschsprachigen Raum
Weiterführende Links
Ausführliche Shownotes
Download Handbuch «Designing Podcasts»
Viele Studien behaupten, dass ChatGPT beim Lernen hilft. Doch wie solide ist diese Forschung wirklich?
Mehr Informationen
Ausführliche Shownotes zur Episode
LinkedIn-Beitrag von Joshua Weidlich, der methodische Schwächen in aktuellen Studien zu ChatGPT thematisiert
Die Kritik bezieht sich auf die Studie von Deng et al.: Does ChatGPT enhance student learning? A systematic review and meta-analysis of experimental studies
Eine methodenkritische Analyse, die zeigt, warum viele Studien zu ChatGPT-Effekten vorschnell zu positiven Ergebnissen kommen. Paper von Weidlich et. al.: ChatGPT in Education: An Effect in Search of a Cause
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