Wie ist es, wenn man seinem Gegenüber ins Gesicht schaut, aber nur eine verschwommene Silhouette erkennt? In meiner ersten Folge breche ich mein größtes Tabu und spreche völlig ungeschönt über meine unheilbare Augenkrankheit.
Willkommen bei der allerersten Episode. Ich nehme euch mit in meine persönliche "Schicht 3" – die Zeit in der Nacht, wenn das Hamsterrad aus Beruf und Familienalltag stillsteht und man endlich die Maske ablegen kann. Jahrelang habe ich genau das nicht getan. Ich lebe mit der juvenilen Makuladegeneration, einer Erbkrankheit, die mir nur noch 15 Prozent meiner Sehkraft lässt.
Trotzdem habe ich in der Schule, in der Ausbildung und im Job den perfekten Mitarbeiter gespielt und meine Sehbehinderung panisch verschwiegen. Ich erzähle euch von absurden Situationen im Restaurant, der ständigen Angst, aufzufliegen, und warum mich Leute auf der Straße oft für total arrogant halten, obwohl ich sie schlichtweg nicht erkenne.
Es ist an der Zeit, dieses Vorzeige-Tablett zur Seite zu schieben und Klartext zu reden.
In dieser Folge hörst du:
Die unsichtbare Krankheit: Was es bedeutet, mit juveniler Makuladegeneration zu leben.
Der fatale Tunnelblick: Warum ich meine Diagnose jahrelang selbst vor engsten Kollegen verheimlicht habe.
Arroganz vs. Blindheit: Wie fehlende Mimik im Alltag zu krassen Missverständnissen führt.
Schicht 3: Warum nachts, wenn alle schlafen, die wahre Reflexion beginnt.
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