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In klaren Nächten spannt sich ein blasses, schimmerndes Band über den ganzen Himmel, und seit den frühesten Zeiten haben Menschen darin mehr gesehen als nur Licht. In dieser Schlafreise folgen wir dem alten Bild der Milchstraße als Weg der Seelen, als leuchtender Pfad, auf dem die Verstorbenen ihre letzte Reise antreten. Wir wandern von den Vorstellungen der nordischen und römischen Welt über den zarten Vogelweg der baltischen Völker bis zu den Seelenpfaden der Völker Nordamerikas mit ihren Lagerfeuern am Himmel, zu den Maya Mittelamerikas und zum Himmelsfluss Ostasiens. Und wir entdecken, wie unser heutiges Wissen der alten Ahnung recht gibt, dass wir aus dem Stoff der Sterne gemacht sind. Eine ruhige, tröstliche Reise zum Einschlafen und Loslassen.
Quellen
Krupp, E. C. (1991). Beyond the blue horizon: Myths and legends of the sun, moon, stars, and planets. Oxford University Press.
Gibbon, W. B. (1964). Asiatic parallels in North American star lore: Milky Way, pleiades, orion. The Journal of American Folklore, 77(305), 236–250.
Miller, D. S., & Miller, C. (1998). Stars of the first people: Native American star myths and constellations. Pruett Publishing.
Ridpath, I. (2018). Star tales (2. Aufl.). Lutterworth Press.
Wo endet die Welt? Für die Menschen der Antike gab es eine Antwort: in Thule. In dieser Folge reisen wir mit dem griechischen Entdecker Pytheas von Massalia in den mysteriösen Norden – dorthin, wo die Sonne im Sommer nicht untergeht, das Meer gefriert und die Zivilisation aufhört. Wir verfolgen, wie aus einem Reisebericht ein Mythos wurde, der die abendländische Vorstellungswelt über zweitausend Jahre prägte – und fragen, was uns dieser mythische Rand der Welt heute noch sagen kann.
Themen dieser Folge:
Quellen & weiterführende Literatur:
Weitere Schlafreise Reihen:
Schlafreisedurchdas Periodensystem der Elemente
Schlafreisedurchdie Natur
Schlafreisedurchvergessene Welten
Schlafreisedurchdas Universum
Englische Reihen:
SleepJourneythrough Lost Worlds
Weitere Wissenreise Reihen:
Wissensreisedurchdie Psychologie
Wissensreisedurchdie Länder der Erde
Wissensreisedurchdie Urzeit
Wissensreisedurchdie Geschichte
Hinweis: Die Vertonung ist KI unterstützt. Das Skript an sich wurde von uns ohne KI erstellt. Die neuen Folgen von Schlafreise durch das Universum und der Psychologie sind komplett ohne produziert.
Über der ruhenden Welt spannt sich ein Bogen aus Feuer und Farben: Bifröst, die schimmernde Brücke der nordischen Mythologie, die Midgard, die Welt der Menschen, mit Asgard, dem Reich der Götter, verbindet. In dieser Schlafreise sinken wir sanft in die alte Welt der Edda und des isländischen Gelehrten Snorri Sturluson. Wir lernen den wachsamen Heimdall kennen, den Hüter der Brücke, der das Gras wachsen hört und über eine schlafende Welt wacht, und sein gellendes Gjallarhorn. Wir folgen den Göttern auf ihren täglichen Ritten und blicken behutsam auf Ragnarök, jenen fernen Tag, an dem die feurigen Söhne Muspells über den zitternden Bogen jagen und die Brücke unter ihnen zerbirst. Und wir spüren dem tröstlichen Gedanken nach, dass auf jedes Ende ein neuer Anfang folgt. Eine ruhige Reise zum Einschlafen und Loslassen.
Quellen
Sturluson, S. (2017). Die Edda des Snorri Sturluson (A. Häny, Übers.). Manesse. (Original ca. 1220)
Krause, A. (2004). Die Götter- und Heldenlieder der Älteren Edda. Reclam.
Simek, R. (2006). Lexikon der germanischen Mythologie (3. Aufl.). Kröner.
Lindow, J. (2001). Norse mythology: A guide to the gods, heroes, rituals, and beliefs. Oxford University Press.
Weitere Schlafreise Reihen:
Einschlafen mit Natur
Schlafreise durch vergessene Welten
Schlafreise durch das Universum
Schlafreise durch Mythen und Legenden
Englische Reihen:
Sleep Journey through Lost Worlds
Weitere Wissenreise Reihen:
Wissensreise durch das Periodensystem der Elemente
Wissensreise durch die Psychologie
Wissensreise durch die Länder der Erde
Wissensreise durch die Urzeit
Wissensreise durch die Geschichte
Hinweis: Die Vertonung ist KI unterstützt. Die neuen Folgen von Schlafreise durch das Universum, durch die Natur, durch die Geschichte und Länder der Erde sind komplett ohne produziert.
Er ist das größte Manuskript des europäischen Mittelalters: fast einen Meter hoch, fünfundsiebzig Kilogramm schwer, geschaffen von einer einzigen Hand. In dieser Folge reist du in ein verschwundenes böhmisches Kloster, in dem vor rund achthundert Jahren ein Mönch begann, ein ganzes Universum aus Wissen auf Pergament zu bannen. Der Codex Gigas enthält die gesamte lateinische Bibel, dazu Chroniken, medizinische Schriften und Beschwörungsformeln, und auf einer einzelnen Seite jenes düstere Teufelsbild, das dem Buch seinen zweiten Namen gab: die Teufelsbibel.Wir folgen der Legende vom eingemauerten Mönch und seinem Pakt mit dem Bösen, und wir stellen ihr die viel bewegendere Wahrheit gegenüber: zwei bis drei Jahrzehnte stiller, geduldiger Arbeit eines einzelnen Menschen. Von Podlažice über den Prager Hof Kaiser Rudolfs des Zweiten bis zur Plünderung im Dreißigjährigen Krieg und dem Sturz aus einem brennenden Fenster in Stockholm, wo der Riese bis heute ruht. Eine ruhige Reise über die Zerbrechlichkeit und die erstaunliche Beständigkeit menschlichen Wissens.QuellenKungliga biblioteket. (o. J.). Codex Gigas – The Devil's Bible. Nationalbibliothek Schwedens. https://www.kb.seBoldan, K., & Uhlíř, Z. (2007). The most famous manuscript of the National Library of the Czech Republic: The Codex Gigas – The Devil's Bible. Národní knihovna České republiky.Clemens, R., & Graham, T. (2007). Introduction to manuscript studies. Cornell University Press.de Hamel, C. (2016). Meetings with remarkable manuscripts. Penguin Books.
Weitere Schlafreise Reihen:
Schlafreise durch die Natur
Schlafreise durch vergessene Welten
Schlafreise durch das Universum
Schlafreise durch Mythen und Legenden
Englische Reihen:
Sleep Journey through Lost Worlds
Weitere Wissenreise Reihen:
Wissensreise durch das Periodensystem der Elemente
Wissensreise durch die Psychologie
Wissensreise durch die Länder der Erde
Wissensreise durch die Urzeit
Wissensreise durch die Geschichte
Hinweis: Die Vertonung ist KI unterstützt. Die neuen Folgen von Schlafreise durch das Universum sind komplett ohne produziert.
Ein Baum, dessen Wurzeln in die Unterwelt reichen und dessen Krone den Himmel berührt: Dieses Bild finden wir bei fast allen Völkern der Erde. Diese Folge nimmt dich mit auf eine ruhige Reise durch die Weltenbäume vieler Kulturen. Wir begegnen der gewaltigen Esche Yggdrasil der nordischen Mythen, dem heiligen Baum Mesopotamiens, dem Lebensbaum des Gartens Eden und dem Schamanenbaum Sibiriens, über den die Seele zwischen den Himmeln wandert. Wir reisen zum kreuzförmigen Weltenbaum der Maya, zum Sonnenbaum Fusang im alten China, zum Samenbaum der persischen Überlieferung und zum umgekehrten Baum Indiens, dessen Wurzeln im Göttlichen liegen. Was verbindet all diese Vorstellungen, über Kontinente und Jahrtausende hinweg? Und was können sie uns heute noch über unseren Platz in einer zusammenhängenden, verletzlichen Welt sagen? Eine Einladung zum Loslassen, Staunen und ruhigen Einschlafen.QuellenCook, R. (1988). The tree of life: Image for the cosmos. Thames & Hudson.Eliade, M. (1998). Schamanismus und archaische Ekstasetechnik (I. Köck, Übers.). Suhrkamp. (Original erschienen 1951)Simek, R. (2006). Lexikon der germanischen Mythologie (3. Aufl.). Kröner.Miller, M., & Taube, K. (1993). An illustrated dictionary of the gods and symbols of ancient Mexico and the Maya. Thames & Hudson.
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Tief unter unseren Füßen soll ein verborgenes Königreich liegen: Agartha, ein Reich voller Licht und Weisheit, regiert von einem geheimnisvollen König der Welt. Diese Folge nimmt dich mit auf eine ruhige Reise durch die Geschichte dieser Legende. Wir verfolgen, wie aus Edmond Halleys Idee einer hohlen Erde und aus umgedeuteten fernöstlichen Vorstellungen von Shambhala im neunzehnten Jahrhundert der Mythos einer unterirdischen Stadt entstand, geprägt von Autoren wie Saint-Yves d'Alveydre und Ferdynand Ossendowski. Wir fragen behutsam, warum solche Sehnsuchtsorte Menschen bis heute faszinieren, und werfen einen wachen Blick auf die dunklen Seiten ihrer Vereinnahmung. Und schließlich steigen wir hinab in die staunenswerte Wirklichkeit: Kruste, Mantel und ein glühendes Herz aus Eisen, das unser schützendes Magnetfeld webt. Eine Einladung, das Verborgene mit Neugier zu betrachten und auf dem festen Grund der Erde zur Ruhe zu kommen.QuellenGodwin, J. (1996). Arktos: The polar myth in science, symbolism, and Nazi survival. Adventures Unlimited Press.Ossendowski, F. (1922). Beasts, men and gods. E. P. Dutton.Standish, D. (2006). Hollow Earth: The long and curious history of imagining strange lands, fantastical creatures, advanced civilizations, and marvelous machines below the earth's surface. Da Capo Press.Dziewonski, A. M., & Anderson, D. L. (1981). Preliminary reference Earth model. Physics of the Earth and Planetary Interiors, 25(4), 297–356.
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Fast dreitausend Jahre alt und doch so lebendig wie am ersten Tag: Die Odyssee erzählt von Odysseus, dem König von Ithaka, der nach dem Trojanischen Krieg zehn Jahre über ein feindliches Meer irrt, ehe er nach Hause findet. Wir folgen ihm zu den Lotosessern und dem einäugigen Zyklopen Polyphem, hören den Gesang der Sirenen, fahren zwischen Skylla und Charybdis hindurch und steigen mit ihm hinab ins Reich der Toten. Am Ende steht keine glänzende Eroberung, sondern die stille Wiederkehr zu Penelope und einem Ehebett, das um einen lebenden Ölbaum gebaut ist. Diese Folge verbindet die großen Abenteuer des Epos mit dem, was dahinter steht: die homerische Frage, das Gastrecht der Antike, die Kraft der Sehnsucht nach dem vertrauten Ort. Eine ruhige Reise durch einen der ältesten Texte der Menschheit, der in diesem Jahr durch Christopher Nolans neue Verfilmung erneut in aller Munde ist.QuellenHomer. (2010). Die Odyssee (R. Hampe, Übers.). Reclam. (Original entstanden ca. 8. Jh. v. Chr.)Latacz, J. (2003). Homer: Der erste Dichter des Abendlands (4. Aufl.). Artemis & Winkler.Finley, M. I. (1979). Die Welt des Odysseus. Deutscher Taschenbuch Verlag.Schein, S. L. (Hrsg.). (1996). Reading the Odyssey: Selected interpretive essays. Princeton University Press.
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Jenseits des Nordwinds, dort wo Boreas nicht mehr hinreicht, soll ein Land gelegen haben, in dem niemand alt wird und niemand Krieg führt. Zweitausend Jahre lang hat diese Vorstellung die europäische Fantasie beschäftigt, von Pindars tanzenden Menschen mit Lorbeer im Haar bis zu den Opfergaben, die angeblich in Weizenstroh gewickelt nach Delos wanderten.Diese Folge geht der Spur nach: Sie führt zu Herodot, der schon im fünften Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung skeptisch nachfragte, zu einem Tempel, den manche für Stonehenge halten wollten, zu den Bernsteinwegen der Bronzezeit und zu Pytheas von Massalia, der wirklich in ein Meer segelte, das weder fest noch flüssig war, und dafür verlacht wurde.Sie führt aber auch dorthin, wo aus einer Utopie eine Waffe wurde: zu Olof Rudbecks Schweden, zur Thule-Gesellschaft und zur völkischen Erfindung eines nordischen Urvolks. Und schließlich zu den Menschen, die im Norden tatsächlich leben, seit Jahrtausenden, mit einem Wissen über Eis, Kleidung und Kajaks, das keine erfundene Hochkultur je besaß, und mit einer Arktis, die sich derzeit schneller verändert als jede andere Region der Erde.
QuellenBridgman, T. P. (2005). Hyperboreans: Myth and history in Celtic-Hellenic contacts. Routledge.Cunliffe, B. (2001). The extraordinary voyage of Pytheas the Greek. Penguin.Godwin, J. (1993). Arktos: The polar myth in science, symbolism, and Nazi survival. Thames & Hudson.Rantanen, M., Karpechko, A. Y., Lipponen, A., Nordling, K., Hyvärinen, O., Ruosteenoja, K., Vihma, T., & Laaksonen, A. (2022). The Arctic has warmed nearly four times faster than the globe since 1979. Communications Earth & Environment, 3(168). https://doi.org/10.1038/s43247-022-00498-3Quellenqualität: Rantanen und Kolleginnen ist eine begutachtete Fachpublikation und die belastbarste Grundlage für die Aussagen zur arktischen Verstärkung. Bridgman und Cunliffe sind wissenschaftliche Monografien etablierter Verlage. Godwin ist populärwissenschaftlich und stellenweise essayistisch, für die Rezeptionsgeschichte des Polarmythos aber ein nützlicher Überblick; die Aussagen zur Thule-Gesellschaft sollten mit historischer Fachliteratur zum völkischen Milieu abgeglichen werden.
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In dieser Folge begeben wir uns auf eine ruhige, wissenschaftlich fundierte Reise zur Regenbogenschlange, einer der zentralen Schöpfergestalten der australischen Traumzeit. Wir sprechen darüber, was die Traumzeit als Weltbild der Aboriginal-Völker Australiens eigentlich bedeutet, über die enorme sprachliche und kulturelle Vielfalt hinter diesem Begriff und über die außergewöhnlich alten Felsmalereien in der Region Arnhemland, die zu den ältesten religiösen Bildmotiven der Menschheit zählen könnten. Im Zentrum steht die Erzählung von der Regenbogenschlange als Formerin der Landschaft, ihre Verbindung zu Wasserlöchern, Monsun und Regenzeit sowie ihre ambivalente Rolle als Beschützerin und zugleich strenge Hüterin heiliger Gesetze. Wir werfen außerdem einen Blick auf reale australische Schlangenarten und fossile Riesenschlangen als mögliche Inspirationsquellen, auf das faszinierende Songline-System als mündliches Navigationssystem und auf aktuelle Forschungsergebnisse, die zeigen, dass manche Traumzeit-Erzählungen offenbar reale geologische Ereignisse wie den Meeresspiegelanstieg nach der letzten Eiszeit bewahrt haben. Zum Abschluss geht es um den rechtlichen Schutz heiliger Stätten im modernen Australien und um die zeitlose Verbindung zwischen Mythos, Wasser und Naturschutz.
Quellen und weiterführende Literatur:
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In dieser Folge begeben wir uns auf eine ruhige, wissenschaftlich fundierte Reise zu Yggdrasil, dem Weltenbaum der nordischen Mythologie. Ausgehend von den mittelalterlichen Quellen der Poetischen Edda und der Prosa-Edda Snorri Sturlusons erkunden wir, wie sich die alten Nordeuropäerinnen und Nordeuropäer den Aufbau des Kosmos vorstellten: eine gewaltige Esche, deren drei Wurzeln zu den heiligen Brunnen Urðarbrunnr, Mímisbrunnr und Hvergelmir reichen, und in deren Ästen und Wurzeln sich neun Welten verteilen, von Asgard über Midgard bis Helheim. Wir sprechen über die Bedeutung des Namens Yggdrasil im Zusammenhang mit Odins Selbstopfer, über die Rolle der Nornen und der Zahl neun, über die Tierwesen des Baumes wie den Drachen Níðhöggr und das Eichhörnchen Ratatoskr, über die Rolle des Baumes beim Weltuntergang Ragnarök sowie über archäologische und historische Hinweise auf reale Kultbäume, etwa den Bericht Adam von Bremens über den heiligen Baum von Uppsala und den Oseberg-Teppich. Ein Blick auf vergleichbare Weltenbaum-Vorstellungen in anderen Kulturen wie dem Ceiba-Baum der Maya und dem Baum des Lebens der Kabbala sowie auf die reale Biologie und aktuelle Gefährdung der Esche durch das Eschentriebsterben rundet die Folge ab und verbindet die alte Mythologie mit einer sanften Erinnerung an den Wert unserer natürlichen Umwelt.
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