Schwarz hören - Petra Schwarz im Gespräch mit Prominenten über Leben und Tod

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Schwarz hören - Petra Schwarz im Gespräch mit Prominenten über Leben und Tod episodes

  • Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Monika Ehrhardt-Lakomy über Leben und Tod

    Sie ist Schriftstellerin und die Frau, die das Erbe von Reinhard „Lacky“ Lakomy heftig lebendig hält: Monika Ehrhardt-Lakomy. Zusammen mit ihrem Mann hat sie von 1978 bis 1991 sämtliche Kinderrevuen im Friedrichstadtpalast in Berlin geschrieben und 1980 das Hörspielmusical „Der Traumzauberbaum“ – von ihr liebevoll „Traumzaubi“ genannt – geschaffen. Mittlerweile gibt es vier Stücke, in denen der „Traumzauberbaum“ eine Rolle spielt.

    Inzwischen sind es vier Generationen, die dieses „Universum“ aus „Geschichtenliedern“ kennt – auch im Westen Deutschlands, obwohl der „… ja nicht aufhören kann, zu siegen.“ Moni erzählt von ihren Erfahrungen mit den Lakomy-Werken in ganz Deutschland – aktuell beispielsweise eine außergewöhnliche Schul-Inszenierung in Tirschenreuth (Bayern) – und in Kuba. „El árbol de sueños mágicos“ heißt der "Traumzauberbaum" auf der Karibik-Insel und wurde vor Ort gemeinsam mit dem Berliner Liedermacher Tobias Thiele produziert.

    Monika hat „Maurer“ gelernt und kann es tatsächlich, wie in ihrem Haus am Rande Berlins zu sehen ist. Danach hat sie an der Staatlichen Ballettschule Berlin Bühnentanz und später Kulturwissenschaften studiert. Aber das Schreiben war schon immer ihre Leidenschaft und also hat sie es zum Beruf gemacht. Sie hat Texte für Theaterstücke, Musicals, große Shows und insgesamt 15 Alben geschrieben.

    Monika Ehrhardt-Lakomy ist 1947 in Thüringen geboren und dort auch aufgewachsen. Warum arbeitet sie mit 76 noch? „Ohne könnte ich nicht.“ kommt sofort als Antwort. Als ich sie im Frühsommer 2024 in Berlin-Blankenburg – anlässlich der „Rede meines Lebens“ – besuchte, haben wir natürlich übers Leben gesprochen. Die Idee, die eigene Rede aufzuschreiben, aufzunehmen und dann abzuspielen, findet sie gut; betont aber: „Ich habe noch nicht fertig gelebt. Ich brauche noch eine Weile.“

    Ja, und was den Tod betrifft, sagt sie: „Ich scheu mich nicht vor dem Tod, weil ich weiß: Der kommt sowieso. Ich brauche bis dahin aber noch den 48-Stunden-Tag, weil ich so viele Pläne habe.“ Dementsprechend will sie 101 werden, obwohl sie selbst bereits Erfahrungen mit dem Sterben hat.

    „Lacky“ ist 2013 in ihren Armen zu Hause gestorben, scheint aber noch immer da zu sein: Wenn Moni einen kompetenten Gesprächspartner braucht, dann ist es bis heute „Lacky“, mit dem sie in der Küche redet …

    Im Podcast erzählt Moni sehr offen über die letzten Wochen mit „Lacky“ und darüber, wie sie es geschafft hat, genau d i e Grabstelle („Mittellage“) zu kriegen, die ihr Mann seit 2013 hat … und wo sie selbst dann auch „liegen“ wird. Und zu guter Letzt erfahren wir noch, welche Musik auf der Beerdigung von Monika Ehrhardt erklingen wird …

    31 min
  • Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Dieter "Maschine" Birr über Leben und Tod

    1944 geboren, hat „Maschine“ gerade einen runden Geburtstag gefeiert: der Sänger, Gitarrist und Komponist Dieter „Maschine“ Birr. Warum man ihn „Maschine“ nennt, erfahren wir hier in einem launigen Gespräch aus „berufenem Mund“. Darin kommen wir gleich zu Beginn aufs Alter zu sprechen, das er mit Humor nimmt. Denn: „Nach dem Tod hat man ja keine Möglichkeit mehr, zu lachen. Deshalb sollte man das vorher machen.“ und etwas drastisch ergänzt „Maschine“: „Der Tod kann mich mal am Arsch lecken.“

    Fast im selben Atemzug erzählt er von seinem Fanclub, der „Auf das Leben“ – nach einem Lied von ihm – heißt. Auch der Award, dem ihn Sony gerade fürs Lebenswerk – „… mit mehr als 70 Single-Produktionen, 80 Veröffentlichungen auf LP, Musikkassette, CD und 20 DVDs erreichte er eine Auflage von über 25 Millionen Bild- und Tonträgern und zählt damit zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Künstlern …“ – verliehen hat, heißt „Life Time Award“.

    Von 1969 bis zum Ende der Band 2016 war er Frontmann der „Puhdys“, die sich 1989 schon einmal aufgelöst hatten, um dann ab 1992 aber höchst erfolgreich weiterzumachen. Die erste „Maschine“-Solo-LP erschien 1986, wozu Petra eine ganz persönliche Geschichte in diesem Podcast erzählt … Apropos Solo: Im März 2024 ist „Maschines“ neueste CD „Mein Weg“ erschienen und ein Buch dazu gibt es auch mit dem Titel: „Was bisher geschah“.

    Im April 2024 habe ich „Maschine“ in seinem Haus in Neuenhagen bei Berlin besucht und wir haben – wie es sich für diesen Podcast gehört – übers Leben geredet; u.a. darüber, dass er „eine Eule“ ist, inwiefern eine Musikschule wichtig ist, um Berufsmusiker zu sein und dass er nunmehr 80 Jahre lang „ohne größere Vorfälle“ gelebt hat. Was den Tod betrifft, behauptet er: „Ich rede nicht gern über den Tod.“, um dann doch ganz schön viel darüber zu sprechen. Auch darüber, wer seine Trauerrede halten soll und wie es war, als er die Trauerrede für seine Mutter oder für „Lord Ulli“ von den Lords gehalten hat. Sein Fazit: „Ich hab‘ keine Angst vorm Tod, aber ich freue mich auch nicht darauf.“

    26 min
  • Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Bodo Ramelow über Leben und Tod

    Der Ministerpräsident Thüringens wurde 1956 in Niedersachsen als Sohn einer studierten Hauswirtschaftsleiterin und seines Vaters, der aus einer alten Kaufmannsfamilie stammt, geboren. Nach dem frühen Tod seines Vaters zog die Familie zunächst nach Rheinhessen und dann an die Lahn zwischen Marburg und Gießen. Warum er Hochdeutsch spricht, Platt ganz gut versteht und nur ein bisschen sprechen kann, erklärt Bodo Ramelow in diesem Podcast.

    Er ist gelernter Einzelhandelskaufmann und hat 1977 die Fachhochschulreife an der Fachoberschule Marburg erworben. Seit 1981 war er Gewerkschaftssekretär in Mittelhessen und von 1990 bis 1999 Landesvorsitzender der Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen (HBV) in Thüringen.

    1999 wurde Bodo Ramelow Mitglied der PDS, später DIE LINKE. Er saß mehrere Legislaturen im Thüringer Landtag und war von 2005 bis 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages. Seit 2014 ist er – mit einer Unterbrechung von 6 Wochen – Ministerpräsident in Thüringen.

    Als solchen habe ich ihn 2016 als Moderatorin eines „Tourismus-Dialogs“ in Berlin persönlich kennengelernt, woraus entstanden ist, dass er mich im selben Jahr mehrere Stunden durch Erfurt geführt hat. Dabei habe ich viel über meine Heimatstadt gelernt und erlebt, dass er ein sehr nahbarer Ministerpräsident ist, mit dem man – auch bei einem privaten Spaziergang – Zeit braucht. Warum? Das erfährt man im Podcast.

    Als er später auch mit dem Springer-Chef Mathias Döpfner durch Erfurt gelaufen ist, hat Bodo Ramelow ChatGPT in der Praxis kennengelernt: als beeindruckend, denn KI kann – trotz ethischer Fragen – im Alltag helfen, wie Ramelow beispielhaft erklärt. Und: KI ist beängstigend, wenn z.B. Manipulationen politische Prozesse stark beeinflussen – wie den Brexit … Bodo Ramelow will trotzdem „… mit einer Fröhlichkeit und Gelassenheit weiter Politik machen.“

    Anfang Mai 2024 habe ich Bodo Ramelow – anlässlich der „Rede meines Lebens“ https://lebendig-reden.de/rede-meines-lebens/ – in der Staatskanzlei in Erfurt besucht und wir haben übers Leben – u.a. neue Formen des Miteinanders von Jung und Alt auf dem Land mit der Option „Muskel-Hypothek“ gesprochen und – wie es sich für diesen Podcast gehört – über den Tod. Damit hatte er ganz real schon als Elfjähriger zu tun, als sein Vater in seinen Armen starb. „Ein Ur-Erlebnis“, wie Ramelow es nennt. Und: „Ich habe mich wieder und wieder mit der Frage Leben und Tod auseinandersetzen müssen“. Beide Söhne hatten Krebs …

    Nicht zuletzt spielt auch der Amoklauf am „Gutenberg-Gymnasium“ 2002 in Erfurt in seinem Leben noch heute eine Rolle. Bodo Ramelow betont: „Der Tod ist keine Frage von Lebensalter. Es ist eine Frage von Einstellung und der Normalität." Und auch zum selbstbestimmten Sterben bezieht er klar Position.

    30 min
  • Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Angelika "Lütte" Mann über Leben und Tod

    1949 als Tochter eines (Klassik-begeisterten) Arztes und einer Krankenschwester in Berlin geboren, war ihr die Musik sozusagen in die Wiege gelegt. Mittlerweile steht sie seit 55 Jahren als Sängerin und Schauspielerin auf der Bühne. In ihrer 2013 erschienenen Autobiografie „Was treibt mich nur“ beschreibt sie ihr Leben und – sobald Zeit ist – steht das nächste Buch an.

    Entdeckt wurde „die Lütte“ von Klaus Lenz (Bigband) und bekannt v.a. an der Seite von Reinhard „Lacky“ Lakomy (Traumzauberbaum). Nach ihrer Ausreise in den Westen Mitte der 80er Jahre gab sie in der „Dreigroschenoper“ über Jahre die Lucy in Berlin, Hamburg, Köln und auch im Ausland.

    Seit 2010 spielt sie die Rolle der Hausfrau Doris Bertram in der Trilogie „Heiße Zeiten“ und ist mit dieser Produktion seitdem erfolgreich in Deutschland, der Schweiz, in Österreich und Luxemburg auf Tournee – obwohl sie 2022 die Diagnose Brustkrebs bekam.

    Auch ihre Tochter Ulrike Weidemüller, die „die Lütte“ auch öffentlich liebevoll „Kindschwein“ nennt, ist Sängerin und aktuell mit Alphaville weltweit unterwegs.

    Im Frühjahr 2024 habe ich die Lütte – anlässlich der „Rede meines Lebens“ – in ihrer Wohnung besucht. Wir haben in der Küche gesessen und übers Leben und – wie sich das für diesen Podcast gehört – den Tod gesprochen. Damit geht sie offensiv um und hat ihren Kollegen – typisch „Lütte“ – gesagt: „Wenn ich auf der Bühne umfalle: Bevor ihr den Arzt holt, bitte die Presse 😊.“ Und: „Sterben möchte ich mit einem blöden Spruch auf den Lippen.“

    Ja, und welche Musik erklingt dann in der Trauerfeier? Lasst euch überraschen!

    24 min
  • Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit STOPPOK über Leben und Tod

    1956 in Hamburg geboren, ging es für STOPPOK als Schulkind ins Ruhrgebiet und dann für viele Jahre nach Bayern, um jetzt – wegen der Liebe – wieder in seiner Heimatstadt Hamburg zu leben.

    Seit 50 Jahren steht der Multiinstrumentalist, Rockmusiker und Filmmusik-Komponist auf der Bühne, hat diverse Preise (u.a. den Deutschen Kleinkunstpreis) in der Tasche und gerade sein 20. Album namens „Teufelsküche“ veröffentlicht. Darauf: Songs u.a. mit Alin Coen, Olli Schulz und Cäthe.

    Der Song „Vom Tod kein Wort“ – aktuell in der „Liederbestenliste“ auf Platz 1 – war für mich Anlass, mit STOPPOK für diesen Podcast zu sprechen und also landen wir auch ziemlich schnell beim Tod. STOPPOK hat damit kein Problem: „Indem du darüber nachdenkst, dass irgendwann mal Schicht ist, nimmts du das Leben natürlich ganz anders und intensiver wahr.“ sagt er. Und findet die wunderbare Zeile im Song: „Solange wir da sind, ist er nicht da. Und wenn er dann da ist, sind wir nicht mehr da-da-da“ 😊 Im Podcast erklärt er diesen Schluss …

    „Für mich ist die Bühne der sicherste Ort auf der Welt.“ sagt er und Tausende singen in seinen Konzerten jede Zeile aller seiner Songs mit. Na, fast alle – in jedem Falle Songs wie: „Dumpfbacke“ oder „Learning by Burning“.

    2022 hatte er einen Herzinfarkt, den er zunächst gar nicht ernst genommen hat. Mit nunmehr drei Stents geht er wieder auf Tour: Gleich 2023 gab er eine 35 Tage Solo-Tour und 2024 war er im Frühjahr mit Band unterwegs; u.a. im Kesselhaus in der Kulturbrauerei in Berlin-Prenzlauer Berg. Dort habe ich ihn – anlässlich der „Rede meines Lebens“ – vor seinem Konzert getroffen und wir haben übers Leben und – natürlich – über den Tod gesprochen. Soviel ist klar: Auf seiner Beerdigung wird kein STOPPOK-Song erklingen; „denkbar“ ist aber „Fairytale of New York“ von The Pogues …

    Hier kommt die 106. Episode meines Podcasts "Schwarz hören" mit STOPPOK.

    20 min
  • Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Laura Liebeskind über Leben und Tod

    Die Schauspielerin, Sängerin und Multi-Instrumentalistin „… zog aus, das Fürchten zu verlernen“. Sie spricht sechs Sprachen und kann – mit nicht einmal 40 – auf eine beachtliche Karriere verweisen. Viel hat sie – die in Berlin, Wien, Glasgow und Nancy Tanz, Gesang und Schauspiel sowie Politikwissenschaft und Philosophie studierte – Ihren Eltern zu verdanken. Ihre Mutter (Künstlerin) und der Vater (Ingenieur) haben sie zu Zielstrebigkeit erzogen und ermuntert, das zu tun, was sie will.

    Als Kind wurde sie in der Schule oft gemobbt und nicht selten als Streberin bezeichnet. „Ja, ich kann sehr zielstrebig sein.“ betont sie in diesem Podcast. So hat sie es u.a. geschafft, festes Ensemblemitglied des Theaters der jungen Welt in ihrer Heimatstadt Leipzig zu sein oder als Conferencieuse, Sängerin und Lufttuch-Akrobatin am Krystallpalast Varieté engagiert zu werden.

    Ganz aktuell (20.April 2024) steht das Record Release-Konzert des neuen Albums im Kupfersaal in Leipzig an, das Laura seit Monaten auch durch die schrittweise Veröffentlichung der Songs (mit aufwändig produzierten Videos) vorbereitet. Philosophen haben es ihr lange schon angetan und so heißt das neue Werk „Dionysos“ – der griechische Gott des Weines und des (teilweise auch orgiastischen) Feierns. Los geht’s gleich mit „Dionyna“ …

    Ja, und gerade schreibt Laura Liebeskind fast alle Song-Texte und komponiert/produziert einen Teil der Songs für die nächste „Young Show“ des Berliner Friedrichstadtpalastes im Herbst 2024. Das Thema darf noch nicht verraten werden. So viel aber: Laura hat das, worüber sie schreibt, schon selbst erlebt. Sie war lange ziemlich krank, brauchte viel Zeit, um herauszufinden, was es ist und weiß nun schon seit ein paar Jahren gut damit umzugehen. U.a. läuft sie oft 30 Tausend Schritte pro Tag.

    Anlässlich der „Rede meines Lebens“ - https://lebendig-reden.de/rede-meines-lebens/ - habe ich mich mit Laura Liebeskind im Frühjahr 2024 in Berlin getroffen und wir haben übers Leben gesprochen und – wie es sich für diesen Podcast gehört – auch über den Tod. Schon jetzt beschäftigt sie sich damit, indem sie Trauer-Reden hält und mit einem Team gerade die Idee „Schöner Sterben“ ausbaut. Dabei ist es ihr wichtig, auch humorvoll heranzugehen …

    Hier kommt die 105. Episode meines Podcasts „Schwarz hören“ mit Laura Liebeskind.

    28 min
  • Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Dr. Cordelia Koch über Leben und Tod

    „Meet a Koch“ oder „Kochen mit Koch“ – deshalb das Foto vor der überdimensionierten Gabel – ist eine Möglichkeit für PankowerInnen, mit ihrer Bezirksbürgermeisterin in Kontakt zu kommen: Man kann seine Bürgermeisterin einladen und sie kocht für die Gastgeber und deren Gäste. „Ich mache das sehr gern. Nur keine Scheu.“ betont sie.

    Bevor Cordelia Koch, aufgewachsen in Hessen, nach Berlin zog, lebte und arbeitete die studierte Rechtswissenschaftlerin, die u.a. zehn Jahre lang als Juristin an der Freien Universität Berlin arbeitete, im Libanon. Nach einem Praktikum, promovierte sie 2007 dort über „Konkordanz-Demokratie“ – diese wird übrigens auch in den Berliner Bezirken gelebt, wie die Bürgermeisterin des größten Berliner Bezirks (420 000 EinwohnerInnen) im Podcast erklärt.

    Hier erfährt man auch, was eine „Kommunala“ ist und dass genau das – eben Kommunalpolitik, die ganz konkrete Entscheidungen zu treffen hat – so viel Spaß macht. Übrigens: Auch die Pankower BündnisGrünen sind "auf den Podcast gekommen“, wie Cordelia Koch sagt: „Ein Pod Grünes“ gibt Einblicke in das grüne Leben im Bezirk.

    Zwei der wichtigsten Themen der BündnisGrünen sind natürlich: Klimawandel und Verkehr. Sie selbst fährt – auch – Auto, setze sich aber heftig für mehr ÖPNV ein. Ja, und da sie auch das Ressort Kultur im Bezirk leitet, ist es nur zu normal, dass sie Schirmherrin des „Weißenseer Kultursommer“ im September 2024 ist.

    Anlässlich der „Rede meines Lebens“ - https://lebendig-reden.de/rede-meines-lebens/ - habe ich Cordelia Koch im Frühjahr 2024 in ihrer Wohnung in Berlin-Pankow getroffen und wir haben übers Leben gesprochen und – wie es sich für diesen Podcast gehört – auch über den Tod. Auf die Frage, ob für sie die „Rede meines Lebens“ in Frage kommt, hat Cordelia Koch die klare Antwort: „Nein.“ Warum? Sie erfahren es in diesem Podcast. Und auch, welcher Song bei ihrer Abschiedsfeier erklingen wird …

    Hier kommt die 104. Episode meines Podcasts „Schwarz hören“ mit Dr. Cordelia Koch.

    26 min
  • Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Sigrid Grajek über Leben und Tod

    Am „Internationalen Frauentag“ spreche ich mit einer außergewöhnlichen Frau 😊, denn der Weg der 1963 geborenen Sigrid Grajek war in keiner Weise ein geradliniger. „Immer wieder auch chaotisch.“ sagt sie selbst.

    Wie die Chanson-Sängerin und Kabarettistin Claire Waldoff (Foto auf dem Foto 😉), anlässlich deren 50. Todestag sie seit 2007 mit ihrem Programm „Claire Waldoff: Ich will aber gerade vom Leben singen“ deutschlandweit gastiert, kommt Sigrid aus dem Ruhrgebiet. In Lünen (Westfalen) geboren, ist sie in schwierigen familiären Verhältnissen aufgewachsen. Den – wie sie es beschreibt – „alkoholgestützten Gewalt-Haushalt mit Depressionshintergrund“ hat sie dann auch schon vor ihrem 18. Geburtstag verlassen.

    Heute bezeichnet sich Sigrid als „gelernte Berlinerin“. Während ihrer Schauspielausbildung hatte sie erstmals mit dem „literarischen Berliner Jargon“ zu tun und beherrscht diesen unverwechselbar. Zu erleben beispielsweise am 24. März 2024 im BKA in Berlin.

    Wenn sie nicht auf Bühnen steht, hält Sigrid Grajek Trauerreden, wozu sie „… wie die Jungfrau zum Kinde gekommen ist“. Ihr langjähriger Bühnenpartner, starb – nachdem er „My way“ gesungen hatte und von der Bühne gegangen war – in der Garderobe. Für ihn hat Sigrid ihre erste Trauerrede gehalten. Ihr Motto: „Die Trauerfeier ist das letzte gemeinsame Fest und das muss schön sein. Und auf einem Fest muss auch gelacht werden.“

    Für ihre eigene Trauerfeier hat sich Sigrid Grajek auch schon Gedanken gemacht, zumal sie – schon mit 12 hatte sie diesen Gedanken – in jedem Fall selbstbestimmt sterben will. Eine enge Freundin hat das jüngst gemacht und Sigrid hat sie dabei begleitet. Derzeit pflegt sie ihre knapp 89jährige Mutter, für die sie nach zwei Schlaganfällen eine lebenswichtige Entscheidung fällen musste …

    Anlässlich der „Rede meines Lebens“ - https://lebendig-reden.de/rede-meines-lebens/ -habe ich Sigrid Grajek in ihrer Wohnung in Berlin-Kreuzberg getroffen und wir haben übers Leben gesprochen und – wie es sich für diesen Podcast gehört – auch über den Tod. „Es tut nicht weh, sich mit der eigenen Endlichkeit zu beschäftigen. Das macht das Leben reicher.“

    30 min
  • Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Andreas Marius Weitersagen über Leben und Tod

    „Das ist doch Westernhagen.“, also: Marius Müller-Westernhagen, hörte er – wenn er auftaucht – immer wieder Leute, ja gar Musiker-Kollegen, sagen. Lange hatte der studierte Gitarrist Andreas Graumnitz nicht „auf dem Schirm“, dass er wie Westernhagen aussieht.

    Dass er schließlich auch noch so singen und auf der Bühne wie Westernhagen entertainen kann und später diese Bühnen-Rolle Andreas Marius Weitersagen entwickeln würde, brauchte auch seine Zeit, wie er im Podcast beschreibt.

    Zunächst betrieb er fast 20 Jahre lang in Weimar, wo er zuvor an der Hochschule für Musik Franz Liszt studiert hatte, eine Musik-Kneipe mit Galerie. Nach seinem Umzug nach Berlin, spielte er in mehr als 150 Vorstellungen in der erfolgreichen Rock-Variety-Show „Forever young“ in der Band im „Wintergarten Varieté“, um im dritten Teil des Abends eben als „Weitersagen“ den Westernhagen zu geben.

    Am 7. März spielt er um 20 Uhr im Bildungs- und Kulturzentrum Peter Edel in Berlin-Weißensee „Weitersagen – DIE Westernhagen-Show“. Grandios war er – nach Shows auch im Ausland, u.a. Irland, Spanien und der Schweiz – jüngst wieder im „Wintergarten Varieté“ erfolgreich – auch mit jungen Artistinnen und einer Tänzerin auf der Bühne, die Andreas Graumnitz damit fördert. So, wie Westernhagen es tut …

    Demnächst kommen unter seinem „bürgerlichen“ Namen Andreas Graumnitz 14 eigene Songs, u.a. „Großes Kino“. Steht die Frage: Wie das Weitersagen-Image loswerden? „Das kommt einem Lotterielos gleich.“ weiß Andreas Graumnitz, hat aber Lust drauf und macht es einfach.

    Anlässlich der „Rede meines Lebens“ - https://lebendig-reden.de/rede-meines-lebens/ - habe ich Andreas Marius Weitersagen in Berlin getroffen und wir haben übers Leben – z.B. über sein Alter, das er lange nirgendwo erwähnt hat – geredet; und – wie es sich für diesen Podcast gehört – auch über den Tod. Wir erfahren was eine „Heimbürgin“ in Sachsen ist … und dass sich „Weitersagen“ eher einen Abschied vorstellen kann, wie er in den USA oft zelebriert wird: mit Musik von den Blues Brothers zum Beispiel … oder am besten live mit Musikern seiner Band 🙂

    Hier kommt die 102. Episode meines Podcasts „Schwarz hören“ mit Andreas Marius Weitersagen.

    20 min
  • Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Stefan Lasch über Leben und Tod

    Der Radio-Profi und Musiker hat seine Liebe zum Radio – vor allem zum Hörspiel, wie er betont – schon als Kind entdeckt. Und mittlerweile hat Stefan Lasch mehr als 50 Jahre lang Radio „auf dem Buckel“. Er fasst es so zusammen: „Vom analogen Staatsrundfunk zum digitalen Bürgerradio“.

    1950 in Sachsen geboren und dort auch aufgewachsen, hat Stefan Lasch zunächst zwei Semester Kontrabass an der Musikhochschule in Dresden studiert und ist danach zum Tonmeister/Tonregie-Studium nach Berlin an die Musikhochschule Hanns Eisler“ gewechselt. Der Mann kann also kompetent einschätzen, wie Musikproduktion „damals“ lief und heute – da die Digitalisierung Vieles ermöglicht – läuft …

    Er hat in namhaften Jazz-Bands Bass gespielt, war Bandleader einiger Formationen und hat u.a. mit Ruth Hohmann und dem Jazz-Collegium Berlin zusammengearbeitet. Heute pflegt er eine „Hassliebe zum Kontrabass“, die er künstlerisch in außergewöhnlichen Fotografien namens „BassFascination“ ausdrückt. Im Podcast geht es u.a. um einen „flotten Dreier“ 🙂

    Gerade hat Stefan Lasch sein Buch „DT64 Podiumdiskothek, Coverland, 50 Jahre Radio“ veröffentlicht – durchaus mit „Sichten“ über die Zeit von Beginn des „Jugendstudios DT64“ an und dann insbesondere über die 80er Jahre, die bisher so noch nicht zu lesen waren … und wozu es eine live-Veranstaltung im „Bildungs- und Kulturzentrum Peter Edel“ am 8. März 2024 um 19 Uhr gibt.

    Anlässlich der „Rede meines Lebens“ (https://lebendig-reden.de/rede-meines-lebens/) – zu der mich übrigens der Gründer von DT64 angeregt hat – habe ich mich mit Stefan Lasch im Februar 2024 im „Bildungs- und Kulturzentrum Peter Edel“ in Berlin-Weißensee getroffen und wir haben übers Leben geredet; u.a. was er heute bei „Radio T“ in seiner Heimat Sachsen macht und – wie es sich für diesen Podcast gehört – auch über den Tod. Er hat keine Angst davor und freut sich schon darauf, sich das – auch musikalische – Geschehen, z.B. von seinem Lieblingskomponisten Cole Porter, irgendwann „von oben“ anzuschauen . Bis dahin ist seine Lebens-Maxime: „Lieber kurz und knackig als lang und langweilig.“

    Hier kommt die 101. Episode meines Podcasts „Schwarz hören“ mit Stefan Lasch.

    22 min

About Schwarz hören - Petra Schwarz im Gespräch mit Prominenten über Leben und Tod

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"Schwarz hören" - Gespräche über Leben und Tod mit (mehr oder weniger) Prominenten. Warum? Der Podcast gibt Anregungen, über das eigene Leben nachzudenken und für den eigenen Abschied "vorzubauen".…