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Für wen verstecken wir eigentlich kleine Details in unseren Büchern, und warum? Ostereier, und inwiefern ist die Draisine in „Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel“ so eins, oder künftig das UNO-Spiel in „Meeresdunkel“? Gibt es eigentlich auch unfreiwillige Ostereier? Oder Verabredungen, gemeinsam die gleichen Ostereier in unterschiedlichen Texten zu verstecken? Und wie oft kann man im Frühherbst das Wort Ostereier in einem Podcast unterbringen? Alena und Till sprechen darüber, wie man sich vielleicht auch die Arbeit am Text in dunklen Stunden schöner und leichter machen kann, indem man dem Text etwas Persönliches mitgibt, was vielleicht nur für wenige oder für eine Person oder nur für einen selbst ist, und das zugleich aber auch niemanden ausschließt.
Till steckt in der letzten und vielleicht anstrengendsten Phase seines aktuellen Projekts, darum bittet er Alena um Unterstützung: Wie ist sie bei ihren Endspurts mit dem Thema Erschöpfung umgegangen? Was tun, wenn nichts mehr geht, und wie womöglich sogar umarmen, dass gerade nichts geht? Wir sprechen nicht über chronische Erschöpfungszustände, sondern über zyklisch wiederkehrende Phasen von: Ich kann gerade nicht mehr, muss aber. Wir finden heraus, was uns dabei hilft, wie entlastend es ist, Unterschiede und Eigenarten anzuerkennen, und dass und warum und vor allem wie Nichtstun immer wieder die Lösung sein kann.
Theresa Bäuerlein schreibt in ihrem Newsletter vom 15. Juli 2026 „Du bist nicht faul, wenn du nichts tust“.
Diesmal haben wir einen Gast im Podcast, genauer gesagt eine Expertin: Wir sprechen mit Christiane Lahusen über Kurzgeschichten. Christiane ist Verlegerin und Lektorin, sie hat mit Viktor Hilgemann im Sommer 2025 in Berlin den Lampe Verlag gegründet, der darauf spezialisiert ist, jeweils vier bis fünf Kurzgeschichten zu einem Thema in Einzelbänden im Schuber herauszubringen. Alena hat für den Schuber „Im Bett“ (Frühjahr 2026) und Till für den Schuber „Statt Blumen“ (Herbst 2026) eine Kurzgeschichte geschrieben, deshalb stellen wir uns Fragen wie: Wie und warum sind wir zum Kurzgeschichtenschreiben gekommen? Was ist das Schwierige und was ist das Leichte am Kurzgeschichtengeschreiben? Und Christiane erklärt uns: Woher kommt eigentlich die Kurzgeschichte, warum hat sie es in Deutschland so schwer? Und warum mögen wir alle drei auf unterschiedliche Weise Kurzgeschichten?
CN: Suizid, Krebs, Covid, Long Covid, Diabetes, Verletzungen
Wie, aus welchem Grund und mit welcher Haltung schreiben wir in unseren Romanen eigentlich über Krankheit? Benutzen wir Krankheit als "plot device" oder als "trope", und haben wir deshalb hier und da ein leicht ungutes Gefühl? Ist Krankheit Teil der Persönlichkeit und Geschichte von Figuren, oder gibt es Themen aus diesem Bereich, zu denen wir immer wieder zurückkehren? Warum ist weder bei Alena noch bei Till je eine Person schlimm erkältet, und wie verhindern wir, Krankheit als Metapher zu verwenden?
Extreme Trailer-Stimme: "Zwei Familien. Ein Ferienhaus. Ein Sommer, der tödlich endet." Das ist der Untertitel von Tills neuem Buch "Meeresdunkel", das am 17. April 2026 erscheint. Alena und Till sprechen über den seinen Genre-Wechsel vom Krimi zum Thriller, Familienurlaub auf Mallorca, Perspektiven, gewalttätige nette Männer, Paella, Freude am Schreiben und das Ordnen von Kleiderschränken und Texten.
CN: sexualisierte Gewalt (keine konkreten Schilderungen)
Wir versuchen als eine Frau und ein Mann darüber zu reden, was die „Spiegel“-Recherche über Christian Ulmen mit uns macht: was wir danach unter Frauen und Männern erlebt haben, welche Schlüsse wir daraus ziehen, was es für uns individuell bedeutet aber eben auch für die Menschengruppe, zu der wir jeweils gehören. Wobei wir die Bezeichnungen Frauen und Männer hier in erster Linie für cis Männer einerseits und alle Frauen andererseits verwenden. Und es ist vor allem ein persönliches Gespräch darüber, ob und wie und unter welchen Bedingungen wir als Frauen und Männer überhaupt miteinander auskommen können: eine Zustandsbeschreibung mit kleinen Anteilen von Hoffnung und großen Anteilen von Ratlosigkeit.
Welche Rolle spielt Essen in den Romanen von Alena und Till? Und wie kann man sich durch das Beschreiben von Mahlzeiten das Schreiben vielleicht sogar leichter machen? Wir sprechen darüber, ob und wenn ja wie und warum die Ess-Szene die Sex-Szene ersetzt; wie wir durch das Beschreiben von Essen Geborgenheit und Nähe ausdrücken, und wie Essen Dialogszenen unterstützt. Wir sprechen über versöhnliche Schnittchen, fehlende Paella-Pfannen, vergiftete Wildkräuter und strahlensichere Pasta Alfredo, über intime Döner-Essen und den strategischen Einsatz von Käsestullen bei Lesungen.
Wir feiern den Raketenstart unserer Chartstümerin Alena mit den angemessenen Hitparaden-Formulierungen und wenden uns dann dem harten Boden der Tatsachen zu: dem Anfang eines neuen Schreibvorhabens.
Diese Woche erscheint der neue Roman von Alena, „Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel“, und das feiern wir im Podcast mit einer Menge Fragen: Wie geht’s Alena jetzt? In welcher Reihenfolge kann, darf, soll man die Trilogie lesen, die mit „Junge Frau, am Fenster stehen, Abendlicht, blaues Kleid“ begann? Warum ist der Schluss so toll (die Fragen stammen wie die Shownotes von Till), und könnte es trotzdem eines Tages weitergehen? Welche Rolle hat Alenas Onkel, der Maler Wolfgang Schröder, für Alenas Biografie und ihre Malerei- und Atelier-Prägung gespielt? Wie hat sich Hannah in den letzten Jahren entwickelt? Wie hat Alena die Wiedervereinigung erlebt? Und, schöner Moment für Till, um bei Alenas Antwort endlich wieder einen Aha-Moment im Podcast zu haben: Wie schreibt man Freundschaftsgeschichten?
Welche Rollen spielen eigentlich literarische Trends fürs Schreiben und dafür, was vorm und nach dem Erscheinen mit unseren Büchern passiert? Wir sprechen über den Trend zu langen Titeln, über Farbschnitte und zeitgeschichtliche Jahrzehnte, die endlich wieder Trend werden müssen. Über Familienromane als ältesten Trend der Literaturgeschichte und über die wechselnden Bewertungen von Erfindung und „Authentizität“, mit anderen Worten: endlich wieder über Elena Ferrante. Und ist es eigentlich Fluch oder Segen, wenn man über alte Eltern schreibt und dann feststellt, dass das 2025 und 2026 eh schon Trend ist? Siehe hier:
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