Holger ruft an
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Holger ruft an episodes

  • Holger ruft an ... wegen KI-Berichterstattung
    Was ist wirklich dran an der ganzen Aufregung über eine angebliche KI-Apokalypse?

    Seit Monaten wabert eine Angsterzählung durch Medien und geht um die ganze Welt: Wird Künstliche Intelligenz uns alle umbringen?

    Im Juli hackten KI-Agenten ungefragt eine andere Plattform; die Chefs der KI-Unternehmen Anthropic und OpenAI warnten vor dem UN-Sicherheitsrat vor ihrer eigenen Technologie; und ein ehemaliger KI-Forscher von Anthropic behauptete: Bis zum Ende des Jahrzehnts könne Künstliche Intelligenz die Menschheit auslöschen.

    Gleichzeitig hält der Chef des europäischen KI-Konzerns Mistral deren drastische Warnungen nur für eine Scheindebatte. Wer hat denn jetzt recht? Und wohin führt uns die Debatte über eine angebliche KI-Apokalypse überhaupt?

    Eva Wolfangel recherchiert seit mehr als zehn Jahren zu Künstlicher Intelligenz und sieht die mediale Debatte aktuell sehr geprägt von den Narrativen der führenden KI‑Unternehmen. Diese würden die Angsterzählung vor allem zu Marketingzwecken nutzen und vorgeben, dass ihre Systeme zu mächtig seien, um sie aufzuhalten. „Das ist falsch“, sagt Wolfangel im Übermedien-Podcast, „natürlich können wir sie aufhalten.“

    Trotzdem sieht Wolfangel auch große Probleme:

    „Wenn die KI-Konzerne so weitermachen, werden ihre Systeme irgendwann eine kritische Infrastruktur hacken oder etwas anderes zerstören, das tatsächlich wichtig ist für unser Leben. Aber das ist eben nicht unausweichlich. (…) Man kann das auch einfach verbieten.“

    Wie können Medien die eigentlichen Probleme von KI besser vermitteln? Welches andere Narrativ verbreiten Medien häufig unhinterfragt über Künstliche Intelligenz? Und warum wird die Technologie oft so vermenschlicht dargestellt? Darüber sprechen Holger Klein und Eva Wolfangel in der neuen Folge „Holger ruft an…“.

    Die Gesprächspartnerin

    Eva Wolfangel ist Journalistin, Autorin, Speakerin und Moderatorin. Sie schreibt und spricht über Themen wie Künstliche Intelligenz, virtuelle Realität und Cybersecurity, unter anderem bei der „Zeit“ und beim Deutschlandfunk. Für ihre Arbeit erhielt sie 2020 den Deutschen Reporter:innenpreis.

    Der Host:

    Holger Klein ist Podcaster und ehemaliger Hörfunkmoderator. Seit 2021 ruft er für Übermedien jede Woche bei Leuten aus der Medienbranche an, um mit ihnen über aktuelle Medienthemen und ihre Hintergründe zu sprechen.

    Links:

    • „Niemand fragt: Wozu brauchen wir diese Technologie überhaupt?“ („Zeit“-Interview von Eva Wolfangel)
    • „Der Nutzer will mich abschalten? ‚Das ist Mord‘, denkt der KI-Agent“ („Zeit“-Bericht von Eva Wolfangel)
    • „Human in the loop: Am Ende schaut noch ein Mensch drauf – aber wie?“ (Übermedien)
    • „Was bringt es, dass KI-Inhalte ab jetzt gekennzeichnet werden müssen?“ (Podcast von Übermedien)
    • Über Übermedien

      Übermedien ist das führende Online-Magazin für Medienkritik. Wir sind werbefrei und unabhängig. Wir decken Fehler in der Berichterstattung auf, wir erklären die Hintergründe – und wir zeigen, was daran wichtig ist. Wer also Lust auf guten Journalismus habt, aber Medien nicht einfach alles glauben möchte, abonniert am besten unseren kostenlosen Newsletter „Der Überblick“. Mehr dazu auf uebermedien.de.

      37 min
    • Holger ruft an ... wegen Comedy
      Wie einflussreich ist Comedy?

      Vor zwei Wochen wurde bekannt, dass das „ZDF Magazin Royale“ mit Jan Böhmermann im Dezember zum letzten Mal ausgestrahlt wird. Seitdem wird viel in das Ende der Sendung hineininterpretiert. Klar ist jedenfalls: Mit seiner Mischung aus Unterhaltung und investigativer Recherche hat Böhmermann in den vergangenen Jahren viele Debatten geprägt – auch wenn es immer wieder Kritik an den Sendungen gab.

      Doch steht dieses Genre nun vor einem Wendepunkt – oder gar vor dem Aus? Mit Abgesängen will sich der Journalist Jens-Christian Rabe jedenfalls zurückhalten: „Diese Nachrufe kommen zu früh.“ Rabe beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Thema Comedy und ist diese Woche zu Gast im Übermedien-Podcast. Einen Wendepunkt sieht er an anderer Stelle: im Aufkommen einer rechten Comedy, die sich vor allem das linksliberale Milieu vorknöpfe – anders als linke Comedy, die vorwiegend Machtkritik üben.

      „Comedy ist zu so etwas wie einer leitenden Kunst unserer Gegenwart geworden“, sagt Rabe. In seinem Buch „Komisch – Satire, Comedy und der Ernst der Lage“, das kürzlich bei Suhrkamp erschienen ist, beschäftigt er sich damit, warum Comedy und Satire so beliebt und einflussreich geworden sind – und was sich in Zeiten von Populisten wie Donald Trump geändert hat.

      Was ist eigentlich gute Comedy? Wo hat investigative Comedy ihren Ursprung? Und warum hält er Jan Böhmermanns Begründung, er wolle noch einmal etwas anderes machen, für nicht ganz einleuchtend? Darüber spricht Holger Klein mit Jens Christian Rabe in der neuen Folge „Holger ruft an …“.

      Der Host:

      Holger Klein ist Podcaster und ehemaliger Hörfunkmoderator. Seit 2021 ruft er für Übermedien jede Woche bei Leuten aus der Medienbranche an, um mit ihnen über aktuelle Medienthemen und ihre Hintergründe zu sprechen.

      Links:

      • „Völlig absurd“: Christian Schertz‘ Kritik am „ZDF Magazin Royale“ (Übermedien)
      • Podcast „Deutschland 3000“ mit Jan Böhmermann über das Ende seiner Sendung
      • „Komisch – Satire, Comedy und der Ernst der Lage“ – Buch von Jens-Christian Rabe
      • „The Daily Show“ mit Jon Stewart
      • „Last Week Tonight“ mit John Oliver
      • Über Übermedien

        Übermedien ist das führende Online-Magazin für Medienkritik. Wir sind werbefrei und unabhängig. Wir decken Fehler in der Berichterstattung auf, wir erklären die Hintergründe – und wir zeigen, was daran wichtig ist. Wer also Lust auf guten Journalismus habt, aber Medien nicht einfach alles glauben möchte, abonniert am besten unseren kostenlosen Newsletter „Der Überblick“. Mehr dazu auf uebermedien.de.

        26 min
      • Holger ruft an ... wegen Sachsen-Anhalt
        Wirkt sich die politische Zäsur in Sachsen-Anhalt auch auf die Wahlabend-Sendungen aus?

        Es sei eine „relativ gut schnorrende Sendungsmaschine“ gewesen, sagt Johannes Schneider. Der Kulturjournalist und Redakteur der Wochenzeitung „Die Zeit“ hat sich am Wahlabend die Berichterstattung von ARD und ZDF über die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt angesehen. Seine Kritik: Es seien Sendungen gewesen, „in denen die AfD sehr stark normalisiert wurde“. An verschiedenen Stellen, sagt Schneider, hätte er lieber „ein widerständigeres Fernsehen gesehen“. Doch die Kollegen seien sehr in der Deckung geblieben.

        Er wolle dafür niemandem die Schuld geben. Die Position des Medienkritikers sei immer auch bequem, findet Schneider. Er sei sich dessen bewusst, wie anspruchsvoll es sei, solche Gesprächsrunden zu leiten, Interviews zu führen, gerade live im Fernsehen.

        Über eine Stelle aber wunderte er sich besonders: Als AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund offen die ARD angriff. Das sei die Chance gewesen für den Moderator, selbst zum Protagonisten zu werden, sich zu wehren. Stattdessen sei der einfach schnell übergegangen zur nächsten Frage – als sei das alles ganz normal.

        Wie war der Wahlabend insgesamt? Haben die TV-Journalisten versagt? Hätten sie stärker eingreifen müssen? Und: Ist es grundsätzlich veraltet, wie Politiker nach solchen politischen Ereignissen interviewt werden? Darüber spricht unser Podcast-Host Holger Klein mit Johannes Schneider in der neuesten Folge von „Holger ruft an …“.

        Der Host:

        Holger Klein ist Podcaster und ehemaliger Hörfunkmoderator. Seit 2021 ruft er für Übermedien jede Woche bei Leuten aus der Medienbranche an, um mit ihnen über aktuelle Medienthemen und ihre Hintergründe zu sprechen.

        Links:

        • Wer nicht für uns ist, der wurde wohl manipuliert („Zeit“)
        • „Die im Osten“ – Kommentar zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2021 (Übermedien)
        • Wie berichtet man über die AfD, wenn sie den eigenen Arbeitgeber abschaffen will? (Übermedien-Podcast)
        • Interview mit Chefredakteur aus Sachsen-Anhalt: „Ich ärgere mich heute noch, dass ich damals nicht einfach mit den Menschen geredet habe“ (Übermedien)
        • Und jetzt schalten wir live zu unseren Korrespondenten vor Ort, wo nichts passiert (Übermedien)
        • 21 min
        • Holger ruft an ... wegen der Flut in Nepal und Tibet
          Warum erfahren wir so wenig über die Flutkatastrophe in Tibet?

          Aus Nepal sah man zerstörte Dörfer, hörte Interviews mit Betroffenen, sah die Bergung der Leichen. Und aus Tibet? Auch dort hatte die Flut katastrophale Auswirkungen. Doch unabhängige Bilder aus der von China kontrollierten Region gibt es nicht. Der chinesische Staat zensiert alles, was nicht seinem Wunschbild entspricht.

          Lea Sahay berichtet seit zehn Jahren aus China, aktuell für die „Süddeutsche Zeitung“. Im Podcast sagt sie:

          „Das ist wirklich wie ein Naturgesetz, dass wir nicht nach Tibet dürfen. Das ist das Erste und das Letzte, was man über unsere Berichterstattung wissen sollte, und trotzdem ist es überhaupt nicht präsent.“

          Das Ziel Chinas: nicht die Kontrolle verlieren über das, was von dort erzählt wird. Auch von der Sturzflut lässt die Regierung nur die Bilder zu, die sie selbst von der Region zeichnen möchte. Im Podcast beschreibt Sahay Rettungsvideos mit pathetisch unterlegter Musik und Interviews mit einem Rettungshund. Aufnahmen von der Zerstörung des Grenzpostens zwischen Nepal und Tibet, die auf sozialen Plattformen geteilt wurden, sind hingegen allesamt verschwunden.

          Wie wehrt sich Chinas Bevölkerung gegen die Zensur? Wie kommt Sahay trotz allem an Informationen? Und was passiert, wenn sie mal wieder vom chinesischen Außenministerium vorgeladen wird? Darüber sprechen Holger Klein und Lea Sahay in der neuen Folge „Holger ruft an…“.

          Die Gesprächspartnerin

          Lea Sahay ist China-Korrespondentin der „Süddeutschen Zeitung“ und berichtet aus Peking über die chinesische Politik und Gesellschaft. Von 2016 bis 2018 arbeitete sie in Shanghai für die „Wirtschaftswoche“. Sie ist Moderatorin des SZ-Podcasts „China und wir“, Autorin von „Das Ende des chinesischen Traums“ (2024) und Mitautorin von „Richtig recherchieren“ (2026). Als Vorstandsvorsitzende des Vereins journalists.network setzt sie sich für die Förderung der Auslandsberichterstattung und junger Journalisten ein.

          Der Host:

          Holger Klein ist Podcaster und ehemaliger Hörfunkmoderator. Seit 2021 ruft er für Übermedien jede Woche bei Leuten aus der Medienbranche an, um mit ihnen über aktuelle Medienthemen und ihre Hintergründe zu sprechen.

          Links:

          • Chinas Macht und Nepals Ohnmacht („Süddeutsche Zeitung“)
          • „Handelsblatt“ und FAZ: Geld verdienen mit chinesischen Propaganda-Anzeigen (Übermedien)
          • Texten, was zur These passt? Der „Spiegel“ und das Taiwan-Video (Übermedien)
          • Weitere problematische China-Dokumentation zurückgezogen (Übermedien)
          • Privat: Den Blick auf die Realität in Taiwan richten, nicht auf Chinas Propaganda (Übermedien)
          • Über Übermedien

            Übermedien ist das führende Online-Magazin für Medienkritik. Wir sind werbefrei und unabhängig. Wir decken Fehler in der Berichterstattung auf, wir erklären die Hintergründe – und wir zeigen, was daran wichtig ist. Wer also Lust auf guten Journalismus habt, aber Medien nicht einfach alles glauben möchte, abonniert am besten unseren kostenlosen Newsletter „Der Überblick“. Mehr dazu auf uebermedien.de.

            47 min
          • Holger ruft an … wegen Landtagswahl in Sachsen-Anhalt
            Wie berichtet man über die AfD, wenn sie den eigenen Arbeitgeber abschaffen will?

            Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September steht kurz bevor. Für den MDR, der über das Bundesland berichtet, steht in diesem Jahr mehr auf dem Spiel als sonst: Stellt die AfD die Regierung, will sie den MDR „als erste Amtshandlung“ abschaffen – so steht es in ihrem Wahlprogramm. Das wäre theoretisch auch möglich. Kündigt die AfD direkt nach den Wahlen den MDR-Staatsvertrag, dürfte der ab 2029 nicht mehr in Sachsen-Anhalt senden. Wie denken darüber die Journalisten, die dort für den MDR arbeiten?

            Lars Frohmüller ist freier Journalist und berichtet für den MDR in Magdeburg über die Landtagswahl und die AfD. Im Podcast sagt er: „Was bringt es mir, wenn ich jetzt in Panik verfalle und auf irgendeinen Tag hinarbeite, an dem mir dann der Stecker gezogen wird?“ Er versuche, sich „so gut es geht zu entspannen“. Trotzdem habe er Nächte, in denen er deswegen schlecht einschlafe.

            Inwiefern hat sich seine Arbeit rund um Landtagswahlen in den vergangenen Jahren verändert? Wie gehen AfD-Mitglieder mit ihm um? Und wie ist sonst so die Stimmung im MDR, der derzeit viele Kürzungen beschließt? Darüber sprechen Holger Klein und Lars Frohmüller in der neuen Folge „Holger ruft an…“.

            Der Gesprächspartner:

            Lars Frohmüller arbeitet als freier Journalist und berichtet für das MDR-Landesfunkhaus in Magdeburg über die Landtagswahl, die AfD und Rechtsextremismus. Er ist außerdem Mitglied im MDR‑Freienrat.

            Der Host:

            Holger Klein ist Podcaster und ehemaliger Hörfunkmoderator. Seit 2021 ruft er für Übermedien jede Woche bei Leuten aus der Medienbranche an, um mit ihnen über aktuelle Medienthemen und ihre Hintergründe zu sprechen.

            Links:

            • AfD will Rundfunkstaatsvertrag kündigen – Was dann mit dem MDR passieren würde (MDR)
            • Interview mit Chefredakteur aus Sachsen-Anhalt: „Ich ärgere mich heute noch, dass ich damals nicht einfach mit den Menschen geredet habe“ (Übermedien)
            • Neuer Regionalpodcast „Dazwischen“: „Wenn das in Sachsen-Anhalt funktioniert, dann kann es überall funktionieren“ (Übermedien)
            • Investigativ-Kürzungen beim MDR: Wer braucht schon Recherche? (Übermedien)
            • Über Übermedien

              Übermedien ist das führende Online-Magazin für Medienkritik. Wir sind werbefrei und unabhängig. Wir decken Fehler in der Berichterstattung auf, wir erklären die Hintergründe – und wir zeigen, was daran wichtig ist. Wer also Lust auf guten Journalismus habt, aber Medien nicht einfach alles glauben möchte, abonniert am besten unseren kostenlosen Newsletter „Der Überblick“. Mehr dazu auf uebermedien.de.

              23 min
            • Holger ruft an ... wegen Sportlerinterviews
              Warum sind Sportlerinterviews immer so nichtssagend?

              „Woran hat es jelegen?“ Diese Floskel steht für inhaltsleere Interviews mit Athleten, die sie TV-Journalisten direkt nach dem Wettkampf geben. Wirklich spannende Einblicke gewähren solche Gespräche selten. Erfrischend anders lief es aber bei der Leichtathletik-EM in Birmingham. Dort sprachen Sportler überraschend ehrlich und emotional ins Mikrofon. Manche Athleten beschwerten sich im Nachhinein auch über zu kritische Fragen. Stellt sich die Frage: Was sollen diese Sportlerinterviews eigentlich?

              Christian Spiller ist Leiter des Sportressorts bei der „Zeit“ und sagt:

              „Sport lebt eben nicht nur von Leistung, sondern auch von Emotionen, von großen Gefühlen. Und da gibt es natürlich keine bessere Gelegenheit, als diese unmittelbar nach einem Rennen oder Wettkampf oder Spiel abzugreifen.“

              Trotzdem findet auch Spiller, dass der inhaltliche Wert der Interviews „oft überschaubar“ sei. Bei kritischen Fragen müssten Sportreporter die richtige Balance finden. Die Interviews bei der Leichtathletik-EM fand er aber im Gegensatz zu den Athleten eher zu unkritisch.

              Welche Interviews haben bei der Leichtathletik-EM für Aufsehen gesorgt? Wieso geben Fußballer meist so langweilige Antworten? Und wie könnte man das ändern? Darüber sprechen Holger Klein und Christian Spiller in der neuen Folge „Holger ruft an…“.

              Der Gesprächspartner

              Christian Spiller leitet das Sportressort der „Zeit“. Er war Host des Fußball-Podcasts „Kicken kann er“ und ist Autor des Buchs „Der Fluch der Megaclubs“.

              Der Host:

              Holger Klein ist Podcaster und ehemaliger Hörfunkmoderator. Seit 2021 ruft er für Übermedien jede Woche bei Leuten aus der Medienbranche an, um mit ihnen über aktuelle Medienthemen und ihre Hintergründe zu sprechen.

              Links:

              • Die Mikrofon-Europameister („Zeit“)
              • Leichtathletik-Stars rechnen mit ARD-Moderatoren ab – Duo reagiert („Kölner Stadt-Anzeiger“)
              • Schaut der Sportjournalismus beim Thema Doping zu oft weg? (Übermedien-Podcast)
              • Nach dem Spiel ist vor der Pressekonferenz: Wenn ein Ritual zur Zumutung wird (Übermedien)
              • Über Übermedien

                Übermedien ist das führende Online-Magazin für Medienkritik. Wir sind werbefrei und unabhängig. Wir decken Fehler in der Berichterstattung auf, wir erklären die Hintergründe – und wir zeigen, was daran wichtig ist. Wer also Lust auf guten Journalismus habt, aber Medien nicht einfach alles glauben möchte, abonniert am besten unseren kostenlosen Newsletter „Der Überblick“. Mehr dazu auf uebermedien.de.

                25 min
              • Holger ruft an ... wegen Klima-Desinformation
                Wie entlarvt man Klima-Unsinn in rechtsalternativen Medien?

                Rechtsalternative Portale wie der „Deutschland-Kurier“ oder „Tichys Einblick“ verbreiten seit einigen Jahren verstärkt Klimaskepsis und Klima-Desinformationen, die über soziale Medien sehr viele Menschen erreichen.

                Dadurch entstehe eine Art Parallelwelt mit klimaskeptischen Portalen, die immer die gleichen unseriösen Experten zitieren oder Studien verzerrend und selektiv wiedergeben. Das sagt der Medienethiker Luis Paulitsch. Er hat Klima-Beiträge von rechtsalternativen Medien untersucht, zu denen einschlägige Redaktionen Faktenchecks veröffentlicht haben.

                Gefunden hat er Texte, die falsche Behauptungen zu Solarstrom verbreiten oder angebliche Dürren durch Windparks voraussagen. Das Problem: Nicht alle Beiträge seien offensichtliche Falschmeldungen.

                „Was wir immer beobachten können – und das macht Klima-Desinformation auch so effektiv – ist, dass nicht einfach eine plumpe Falschmeldung ohne Quellen gebracht wird. Sondern sehr häufig beruft man sich auf ein vermeintliches Forschungsinstitut. Und wenn man sich aber dann diese Studien ansieht, sieht man, dass das sehr häufig Paper sind, die auf keinerlei wissenschaftlichen Standards beruhen.“

                Für die Nutzer ist das oft schwer zu erkennen. Besonders dann, wenn zwar Studien seriöser Forschungsinstitute etwa aus China zitiert werden – nur eben falsch.

                Wie kann man die Strategien rechtsalternativer Medien entlarven? Welcher Lobby-Verein taucht immer wieder in klimaskeptischen Beiträgen auf? Und was könnte auch der Klimajournalismus etablierter Medien besser machen? Darüber sprechen Holger Klein und Luis Paulitsch in der neuen Folge „Holger ruft an…“.

                Der Gesprächspartner:

                Luis Paulitsch ist Jurist und Medienethiker aus Wien. Er war über viele Jahre Referent des Österreichischen Presserats und arbeitet seit 2024 für die Datum Stiftung für Journalismus und Demokratie. Paulitsch publiziert regelmäßig in Fachzeitschriften zu den Themen journalistische Ethik, Propaganda und Desinformation. Im Sommer 2025 erschien sein erstes Buch über „Alternative Medien“ bei Springer VS.

                Der Host:

                Holger Klein ist Podcaster und ehemaliger Hörfunkmoderator. Seit 2021 ruft er für Übermedien jede Woche bei Leuten aus der Medienbranche an, um mit ihnen über aktuelle Medienthemen und ihre Hintergründe zu sprechen.

                Links:

                • Klimaskepsis durch Alternativmedien (Aufsatz von Luis Paulitsch)
                • Wo bleibt der mediale Druck auf Politiker, sich zur Klimakrise zu äußern? (Übermedien)
                • Klimastudien verschwinden, die Schlagzeilen dazu nicht (Übermedien)
                • Recherche mit Schatten: Die WamS und die „Klimalobby“ (Übermedien)
                • „Wir malen kein Horrorszenario an die Wand, sondern zeigen Lösungen“ (Übermedien)
                • Über Übermedien

                  Übermedien ist das führende Online-Magazin für Medienkritik. Wir sind werbefrei und unabhängig. Wir decken Fehler in der Berichterstattung auf, wir erklären die Hintergründe – und wir zeigen, was daran wichtig ist. Wer also Lust auf guten Journalismus habt, aber Medien nicht einfach alles glauben möchte, abonniert am besten unseren kostenlosen Newsletter „Der Überblick“. Mehr dazu auf uebermedien.de.

                  21 min
                • Holger ruft an ... wegen KI-Verordnung
                  Was bringt es, dass KI-Inhalte ab jetzt gekennzeichnet werden müssen?

                  Gast: Maria Pawelec, Medienethikerin

                  Ist das Foto oder Video, das ich gerade in den sozialen Medien gesehen habe, ein Deepfake? Hat ein Mensch den Text auf dem Nachrichtenportal geschrieben – oder doch ein Chatbot? Und ist die Stimme beim Anruf im Kundencenter echt oder nicht? Seitdem KI zum Alltag gehört, gehört auch das Gefühl dazu, dass wir uns nicht mehr sicher sein können, was wir sehen, hören und lesen.

                  Eine neue EU-Verordnung, die am 2. August in Kraft trat, soll das ändern. Sie ist Teil des sogenannten AI Acts. Der soll Nutzer vor Desinformation schützen und dafür sorgen, dass Menschen Informationen im Netz mehr vertrauen. Die Verordnung sieht unter anderem vor, dass KI-generierte Inhalte als solche gekennzeichnet werden müssen – die private Nutzung ist davon ausgenommen.

                  Doch wie erfolgversprechend sind KI-Labels eigentlich?

                  Maria Pawelec forscht an der Universität Tübingen zu Deepfakes und Medienethik. Im Übermedien-Podcast mit Holger Klein sagt sie: „Die KI-Verordnung und die Kennzeichnungspflicht werden nicht alle unsere Probleme lösen, die durch Deepfakes entstanden sind.“ Auch nicht den generellen Vertrauensverlust in Medien, sagt sie. Kennzeichnungen, so Pawelec, könnten sogar dazu führen, dass Menschen noch skeptischer werden.

                  Was genau schreibt die neue EU-Verordnung bei der Erstellung und Verbreitung von KI-Inhalten vor? Wer ist davon betroffen? Wer überprüft das alles? Und wie leicht lässt sich die Kennzeichnungspflicht umgehen? Darüber sprechen Holger Klein und Maria Pawelec in der neuen Folge von „Holger ruft an …“.

                  Die Gesprächspartnerin:

                  Maria Pawelec ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Internationalen Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW) der Universität Tübingen. Die Politikwissenschaftlerin forscht seit 2020 zu den ethischen, politischen und gesellschaftlichen Implikationen von Deepfakes und den Chancen ihrer Regulierung.

                  Der Host:

                  Holger Klein ist Podcaster und ehemaliger Hörfunkmoderator. Seit 2021 ruft er für Übermedien jede Woche bei Leuten aus der Medienbranche an, um mit ihnen über aktuelle Medienthemen und ihre Hintergründe zu sprechen.

                  Links:

                  • Leitlinien der EU-Kommission
                  • Wie Betrüger mit Promigesichtern Fake-Werbung machen (DLF)
                  • ZDF sendet KI-Fake und versucht sich rauszureden
                  • Springers KI-Schleuder „Upday“ schreibt bei der „tagesschau“ ab
                  • Wer schreibt denn da? Ippens undurchsichtige KI-News-Kooperation
                  • Nachprogramm der ARD-Wellen: Und jetzt zum KI-Wetter
                  • Über Übermedien

                    Übermedien ist das führende Online-Magazin für Medienkritik. Wir sind werbefrei und unabhängig. Wir decken Fehler in der Berichterstattung auf, wir erklären die Hintergründe – und wir zeigen, was daran wichtig ist. Wer also Lust auf guten Journalismus habt, aber Medien nicht einfach alles glauben möchte, abonniert am besten unseren kostenlosen Newsletter „Der Überblick“. Mehr dazu auf uebermedien.de.

                    25 min
                  • Holger ruft an … wegen Informationsfreiheitsgesetz
                    Darf der Staat Journalisten bald die Einsicht in Behördenakten verweigern?

                    Ohne das Informationsfreiheitsgesetz (IFG) wäre der Maskendeal des damaligen Gesundheitsministers Jens Spahn wohl nie ans Licht gekommen. Auch nicht die Lobby-Affäre von Philipp Amthor oder das Maut-Desaster um das Unternehmen „Toll Collect“. Denn mit Anfragen nach dem IFG können nicht nur Journalisten, sondern alle Bürger Informationen und Dokumente von Behörden einfordern. Doch aktuelle Pläne der Bundesregierung, das Gesetz zu überarbeiten, sorgen vor allem in der Medienbranche für scharfe Kritik.

                    Der Investigativjournalist Daniel Drepper hat das IFG in den vergangenen Jahren intensiv genutzt. Die geplanten Änderungen hält er für fatal. So sollen Anfragen künftig nur noch „natürliche Personen“ mit „berechtigtem Interesse“ stellen dürfen, der Kostendeckel von 500 Euro pro Anfrage soll wegfallen und sämtliche Namen in den Akten sollen geschwärzt werden.

                    „Wir haben die Befürchtung, dass Journalist*innen möglicherweise sogar komplett ausgeschlossen werden, weil man dann sagt: Ihr habt doch das Landespressegesetz, über das ihr Anfragen stellen könnt. Dann braucht ihr nicht mehr das Informationsfreiheitsgesetz, dann braucht ihr nicht mehr die Originaldokumente.“

                    Wie könnte man das Informationsfreiheitsgesetz tatsächlich sinnvoll überarbeiten? Inwiefern geben die Änderungen den Behörden mehr Macht? Und warum ärgert sich Drepper besonders über das aufgelöste Kostenlimit? Darüber sprechen Holger Klein und Daniel Drepper in der neuen Folge „Holger ruft an …“.

                    Der Gesprächspartner:

                    Daniel Drepper ist Vorsitzender von „Netzwerk Recherche“, dem Verein investigativer Journalist*innen in Deutschland. Er ist seit mehr als 15 Jahren investigativer Reporter und war unter anderem Mitgründer des gemeinnützigen Recherchebüros „Correctiv“ und Leiter der investigativen Kooperation zwischen NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung. Drepper wurde für seine Arbeit unter anderem als „Journalist des Jahres“ und „Chefredakteur des Jahres“ geehrt. Er recherchiert zu Themen von Machtmissbrauch bis Umweltkriminalität und hat zwei Bücher verfasst. 

                    Der Host:

                    Holger Klein ist Podcaster und ehemaliger Hörfunkmoderator. Seit 2021 ruft er für Übermedien jede Woche bei Leuten aus der Medienbranche an, um mit ihnen über aktuelle Medienthemen und ihre Hintergründe zu sprechen.

                    Links:

                    • Veröffentlicht die Dokumente! (Übermedien)
                    • Was hat die Klage gegen die Brema gebracht – und wie funktioniert das IFG? (Übermedien)
                    • Schwarz-Rot plant Frontalangriff auf Journalismus und Transparenz („Netzpolitik“)
                    • Pläne der Bundesregierung (Seite 11)
                    • Lars Klingbeil zum IFG (ARD-Sommerinterview)
                    • Über Übermedien

                      Übermedien ist das führende Online-Magazin für Medienkritik. Wir sind werbefrei und unabhängig. Wir decken Fehler in der Berichterstattung auf, wir erklären die Hintergründe – und wir zeigen, was daran wichtig ist. Wer also Lust auf guten Journalismus habt, aber Medien nicht einfach alles glauben möchte, abonniert am besten unseren kostenlosen Newsletter „Der Überblick“. Mehr dazu auf uebermedien.de.

                      22 min
                    • Holger ruft an … wegen Hitzeberichterstattung
                      Wo bleibt der mediale Druck auf Politiker, sich zur Klimakrise zu äußern?

                      Die Hitzerekorde der vergangenen Wochen haben auch die Medien nicht kalt gelassen. Sämtliche Nachrichtenportale waren voll mit Servicemeldungen zur Hitzevermeidung, Wetterwarnungen sowie Texten über mangelnde Klimaanpassung in der Infrastruktur und Ursachen für den Klimawandel. ARD und ZDF zeigten sogar Sondersendungen zur Hitze. Bekommt die Klimakrise jetzt endlich die notwendige Aufmerksamkeit?

                      Vieles in der Berichterstattung sei schon besser geworden, findet der langjährige WDR-Energieexperte Jürgen Döschner. Doch noch immer gebe es strukturelle Probleme. Deshalb hat Döschner vor fünf Jahren das Netzwerk Klimajournalismus gegründet. Er ist dort Redaktionsleiter beim neuen Format „Brandmelder“, das genau diese Probleme aufzeigen will.

                      Im Übermedien-Podcast kritisiert Döschner, dass Medien zwar über die Hitze und ihre Ursachen berichteten, aber viel zu spät Statements von Politikern eingefordert hätten. Auch in Talkshows habe sich kein Politiker Fragen zur Klimapolitik stellen müssen. Döschner sagt: „Der Druck wurde von den Medien nicht aufgebaut.“

                      Wie kann das Klima auch abseits von Hitzewellen Teil der täglichen Berichterstattung werden? Warum braucht es dafür erst eine dramatische Hitzewelle? Und welche Rolle spielt ein womöglich klimamüdes Publikum? Darüber sprechen Holger Klein und Jürgen Döschner in der neuen Folge „Holger ruft an…“.

                      Der Gesprächspartner:

                      Jürgen Döschner arbeitete lange für den WDR. Von 1997 bis 2002 berichtete er für den ARD-Hörfunk aus Moskau, anschließend beschäftigte er sich überwiegend mit den Themengebieten Energiewirtschaft, Klima und investigativen Recherchen. Seit 2023 ist er im Ruhestand. Er gehört zu den Gründer*innen und ist Vorstandsmitglied des Netzwerk Klimajournalismus Deutschland. Aktuell leitet er die Redaktion des "brandmelder".

                      Der Host:

                      Holger Klein ist Podcaster und ehemaliger Hörfunkmoderator. Seit 2021 ruft er für Übermedien jede Woche bei Leuten aus der Medienbranche an, um mit ihnen über aktuelle Medienthemen und ihre Hintergründe zu sprechen.

                      Links:

                      • „Wir malen kein Horrorszenario an die Wand, sondern zeigen Lösungen“ (Übermedien)
                      • Die Klimakrise eskaliert und der Journalismus kommt nicht hinterher (Übermedien)
                      • Was kommt nach dem Katastrophen­journalismus? (Übermedien)
                      • Netzwerk Klimajournalismus
                      • „brandmelder“
                      • Stiller Tod und lautes Schweigen („brandmelder“)
                      • Über Übermedien

                        Übermedien ist das führende Online-Magazin für Medienkritik. Wir sind werbefrei und unabhängig. Wir decken Fehler in der Berichterstattung auf, wir erklären die Hintergründe – und wir zeigen, was daran wichtig ist. Wer also Lust auf guten Journalismus habt, aber Medien nicht einfach alles glauben möchte, abonniert am besten unseren kostenlosen Newsletter „Der Überblick“. Mehr dazu auf uebermedien.de.

                        21 min

                      About Holger ruft an

                      From the publisher's feed

                      Der Übermedien-Podcast, in dem Host Holger Klein jede Woche mit wechselnden Gästen über aktuelle Medienthemen und ihre Hintergründe spricht.

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