
Sign up to save your podcasts
Or


Vergangene Woche erbeuteten Hacker mehr als 420.000 E-Mails aus AfD-Postfächern und stellten sie frei verfügbar ins Internet. Ein wahrer Goldschatz für Journalisten und alle, die mehr über interne Vorgänge der in Teilen rechtsextremen Partei erfahren wollen. Aber darf man einfach so in illegal beschafften Mails recherchieren und berichten, was man darin entdeckt hat?
Valerie Höhne ist Hauptstadt-Redakteurin der „Süddeutschen Zeitung“ und Teil des Rechercheteams, das sich mit den AfD‑Files beschäftigt. Obwohl sie bis jetzt noch nicht die Smoking Gun gefunden hätten, sei der Blick in das Innenleben der AfD unheimlich interessant, sagt Höhne im Übermedien-Podcast.
Dass Journalisten über die geleakten Daten berichten dürfen, ist für sie klar:
„Es ist ja nicht so, dass wir Klarnamen oder Telefonnummern von Privatpersonen veröffentlichen würden. Wir stellen dar, was wir glauben, was relevant ist für die deutsche Öffentlichkeit. Über diese Partei, die in weiten Teilen gesichert rechtsextrem ist und die zum ersten Mal seit 1945 in diesem Land Regierungsmacht übernehmen könnte.“
Würden sich Journalisten auch so sehr auf die Files stürzen, wenn sie von einer anderen Partei kämen? Wie recherchiert man überhaupt in einem derart großen Datenberg? Und verspürt Höhne Druck, nun auch wirklich etwas Relevantes darin finden zu müssen? Darüber spricht sie mit unserem Podcast-Host Holger Klein in der neuen Folge von „Holger ruft an …“.
Die Gesprächspartnerin
Der Host:
Links:
Übermedien ist das führende Online-Magazin für Medienkritik. Wir sind werbefrei und unabhängig. Wir decken Fehler in der Berichterstattung auf, wir erklären die Hintergründe – und wir zeigen, was daran wichtig ist. Wer also Lust auf guten Journalismus habt, aber Medien nicht einfach alles glauben möchte, abonniert am besten unseren kostenlosen Newsletter „Der Überblick“. Mehr dazu auf uebermedien.de.
Die Ausschreitungen in Frankreich sind seit Tagen großes Thema. Medien warnen, dass die gewaltvollen Proteste am 31. Oktober auch nach Deutschland kommen könnten. Damit würden Journalisten eben nicht zur Deeskalation beitragen, findet der Protestforscher Jannis Grimm von der Freien Universität Berlin: „Wenn alle erwarten, dass es knallen wird, dann knallt es auch.“
Wenn Medien über Proteste berichten, fokussieren sie sich oft auf Gewalt und Radikalisierung, kritisiert Grimm. Nichts sei für Journalisten so langweilig wie eine friedliche Marschdemo mit Schildern.
Der Protestforscher wünscht sich, dass Journalisten häufiger mit den Protestierenden selbst sprechen. Außerdem beobachtet er, dass sich das Interesse von Journalisten an wissenschaftlicher Expertise je nach Thema stark unterscheidet. Zu den Protesten in Frankreich bekomme er gerade sehr viele Interviewanfragen. Im Vergleich dazu werde er zu den Hochschul- und Solidaritätsprotesten mit Palästina sehr viel weniger angefragt. Gerade zu linken und linksprogressiven Bewegungen im Inland würden Redaktionen selten Protestforscher befragen.
Wer stattdessen zu Interviews eingeladen wird, warum Redaktionen gerade bei den Demonstrationen zu Nahost-Themen zurückhaltend sind und was er in Interviews gerne viel öfter gefragt werden würde, erzählt Jannis Grimm in dieser Folge von „Holger ruft an“.
Der Gesprächspartner
Der Host:
Links:
Übermedien ist das führende Online-Magazin für Medienkritik. Wir sind werbefrei und unabhängig. Wir decken Fehler in der Berichterstattung auf, wir erklären die Hintergründe – und wir zeigen, was daran wichtig ist. Wer also Lust auf guten Journalismus habt, aber Medien nicht einfach alles glauben möchte, abonniert am besten unseren kostenlosen Newsletter „Der Überblick“. Mehr dazu auf uebermedien.de.
In deutschen Medien ist vor allem dann über den Kongo zu lesen, wenn eine Ebola-Epidemie ausgebrochen ist oder Rebellengruppen neue Orte einnehmen. Wie die Menschen ihren Alltag unter dieser Besatzung bewältigen, ist für deutsche Redaktionen weniger relevant. Dabei ist es auch wichtig, diese Geschichten zu erzählen, findet die Journalistin Judith Raupp, die seit 15 Jahren im Ostkongo lebt. Allerdings sei es nicht leicht, Redaktionen von Geschichten abseits von Kämpfen und Krankheit zu überzeugen.
Im Podcast mit Holger Klein erzählt Judith Raupp, dass sie es den Menschen im Kongo schuldig sei, ein realistisches mediales Bild zu zeichnen. Das entspreche aber nicht immer den thematischen Erwartungen deutscher Redaktionen. „Ich merke immer wieder, dass es eine gewisse Vorstellung gibt, wie Afrika zu sein hätte“, sagt Raupp. Wenn ein Themenvorschlag „auch nur unterschwellig diesen Vorstellungen entspricht“, habe man es als freie Journalistin leichter mit einem Pitch „als wenn man den Vorstellungen nicht entspricht“.
Über welche Geschichten aus dem Kongo würde Judith Raupp gerne öfter schreiben? Setzen Medien zu selten eigene Auslandsthemen? Und warum sollten sich deutsche Leser eigentlich für das weit entfernte Kongo interessieren? Darüber sprechen Holger Klein und Judith Raupp in der neuen Folge „Holger ruft an…“.
Die Gesprächspartnerin
Judith Raupp kündigte 2010 bei der Süddeutschen Zeitung, um als Medientrainerin im Ostkongo JournalistInnen auszubilden. Sie arbeitet zudem als freie Reporterin in Goma u.a. für die SZ, die „Zeit“, den Deutschlandfunk und die NZZ und berichtet über den Alltag im Krieg. Das Trainer-Team, das sie für den Radioverband in der Provinz Nord-Kivu ausbildete, erhielt 2022 den Johann-Philipp-Palm-Preis für Meinungs- und Pressefreiheit. Derzeit ist sie auf Lesetour in Deutschland, um ihr Buch „Morgen gehe ich einkaufen, falls der Markt noch steht“, vorzustellen.
Der Host:
Links:
Übermedien ist das führende Online-Magazin für Medienkritik. Wir sind werbefrei und unabhängig. Wir decken Fehler in der Berichterstattung auf, wir erklären die Hintergründe – und wir zeigen, was daran wichtig ist. Wer also Lust auf guten Journalismus habt, aber Medien nicht einfach alles glauben möchte, abonniert am besten unseren kostenlosen Newsletter „Der Überblick“. Mehr dazu auf uebermedien.de.
Seit Monaten wabert eine Angsterzählung durch Medien und geht um die ganze Welt: Wird Künstliche Intelligenz uns alle umbringen?
Im Juli hackten KI-Agenten ungefragt eine andere Plattform; die Chefs der KI-Unternehmen Anthropic und OpenAI warnten vor dem UN-Sicherheitsrat vor ihrer eigenen Technologie; und ein ehemaliger KI-Forscher von Anthropic behauptete: Bis zum Ende des Jahrzehnts könne Künstliche Intelligenz die Menschheit auslöschen.
Gleichzeitig hält der Chef des europäischen KI-Konzerns Mistral deren drastische Warnungen nur für eine Scheindebatte. Wer hat denn jetzt recht? Und wohin führt uns die Debatte über eine angebliche KI-Apokalypse überhaupt?
Eva Wolfangel recherchiert seit mehr als zehn Jahren zu Künstlicher Intelligenz und sieht die mediale Debatte aktuell sehr geprägt von den Narrativen der führenden KI‑Unternehmen. Diese würden die Angsterzählung vor allem zu Marketingzwecken nutzen und vorgeben, dass ihre Systeme zu mächtig seien, um sie aufzuhalten. „Das ist falsch“, sagt Wolfangel im Übermedien-Podcast, „natürlich können wir sie aufhalten.“
Trotzdem sieht Wolfangel auch große Probleme:
„Wenn die KI-Konzerne so weitermachen, werden ihre Systeme irgendwann eine kritische Infrastruktur hacken oder etwas anderes zerstören, das tatsächlich wichtig ist für unser Leben. Aber das ist eben nicht unausweichlich. (…) Man kann das auch einfach verbieten.“
Wie können Medien die eigentlichen Probleme von KI besser vermitteln? Welches andere Narrativ verbreiten Medien häufig unhinterfragt über Künstliche Intelligenz? Und warum wird die Technologie oft so vermenschlicht dargestellt? Darüber sprechen Holger Klein und Eva Wolfangel in der neuen Folge „Holger ruft an…“.
Die Gesprächspartnerin
Eva Wolfangel ist Journalistin, Autorin, Speakerin und Moderatorin. Sie schreibt und spricht über Themen wie Künstliche Intelligenz, virtuelle Realität und Cybersecurity, unter anderem bei der „Zeit“ und beim Deutschlandfunk. Für ihre Arbeit erhielt sie 2020 den Deutschen Reporter:innenpreis.
Der Host:
Links:
Übermedien ist das führende Online-Magazin für Medienkritik. Wir sind werbefrei und unabhängig. Wir decken Fehler in der Berichterstattung auf, wir erklären die Hintergründe – und wir zeigen, was daran wichtig ist. Wer also Lust auf guten Journalismus habt, aber Medien nicht einfach alles glauben möchte, abonniert am besten unseren kostenlosen Newsletter „Der Überblick“. Mehr dazu auf uebermedien.de.
Vor zwei Wochen wurde bekannt, dass das „ZDF Magazin Royale“ mit Jan Böhmermann im Dezember zum letzten Mal ausgestrahlt wird. Seitdem wird viel in das Ende der Sendung hineininterpretiert. Klar ist jedenfalls: Mit seiner Mischung aus Unterhaltung und investigativer Recherche hat Böhmermann in den vergangenen Jahren viele Debatten geprägt – auch wenn es immer wieder Kritik an den Sendungen gab.
Doch steht dieses Genre nun vor einem Wendepunkt – oder gar vor dem Aus? Mit Abgesängen will sich der Journalist Jens-Christian Rabe jedenfalls zurückhalten: „Diese Nachrufe kommen zu früh.“ Rabe beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Thema Comedy und ist diese Woche zu Gast im Übermedien-Podcast. Einen Wendepunkt sieht er an anderer Stelle: im Aufkommen einer rechten Comedy, die sich vor allem das linksliberale Milieu vorknöpfe – anders als linke Comedy, die vorwiegend Machtkritik üben.
„Comedy ist zu so etwas wie einer leitenden Kunst unserer Gegenwart geworden“, sagt Rabe. In seinem Buch „Komisch – Satire, Comedy und der Ernst der Lage“, das kürzlich bei Suhrkamp erschienen ist, beschäftigt er sich damit, warum Comedy und Satire so beliebt und einflussreich geworden sind – und was sich in Zeiten von Populisten wie Donald Trump geändert hat.
Was ist eigentlich gute Comedy? Wo hat investigative Comedy ihren Ursprung? Und warum hält er Jan Böhmermanns Begründung, er wolle noch einmal etwas anderes machen, für nicht ganz einleuchtend? Darüber spricht Holger Klein mit Jens Christian Rabe in der neuen Folge „Holger ruft an …“.
Der Host:
Links:
Übermedien ist das führende Online-Magazin für Medienkritik. Wir sind werbefrei und unabhängig. Wir decken Fehler in der Berichterstattung auf, wir erklären die Hintergründe – und wir zeigen, was daran wichtig ist. Wer also Lust auf guten Journalismus habt, aber Medien nicht einfach alles glauben möchte, abonniert am besten unseren kostenlosen Newsletter „Der Überblick“. Mehr dazu auf uebermedien.de.
Es sei eine „relativ gut schnorrende Sendungsmaschine“ gewesen, sagt Johannes Schneider. Der Kulturjournalist und Redakteur der Wochenzeitung „Die Zeit“ hat sich am Wahlabend die Berichterstattung von ARD und ZDF über die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt angesehen. Seine Kritik: Es seien Sendungen gewesen, „in denen die AfD sehr stark normalisiert wurde“. An verschiedenen Stellen, sagt Schneider, hätte er lieber „ein widerständigeres Fernsehen gesehen“. Doch die Kollegen seien sehr in der Deckung geblieben.
Er wolle dafür niemandem die Schuld geben. Die Position des Medienkritikers sei immer auch bequem, findet Schneider. Er sei sich dessen bewusst, wie anspruchsvoll es sei, solche Gesprächsrunden zu leiten, Interviews zu führen, gerade live im Fernsehen.
Über eine Stelle aber wunderte er sich besonders: Als AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund offen die ARD angriff. Das sei die Chance gewesen für den Moderator, selbst zum Protagonisten zu werden, sich zu wehren. Stattdessen sei der einfach schnell übergegangen zur nächsten Frage – als sei das alles ganz normal.
Wie war der Wahlabend insgesamt? Haben die TV-Journalisten versagt? Hätten sie stärker eingreifen müssen? Und: Ist es grundsätzlich veraltet, wie Politiker nach solchen politischen Ereignissen interviewt werden? Darüber spricht unser Podcast-Host Holger Klein mit Johannes Schneider in der neuesten Folge von „Holger ruft an …“.
Der Host:
Links:
Aus Nepal sah man zerstörte Dörfer, hörte Interviews mit Betroffenen, sah die Bergung der Leichen. Und aus Tibet? Auch dort hatte die Flut katastrophale Auswirkungen. Doch unabhängige Bilder aus der von China kontrollierten Region gibt es nicht. Der chinesische Staat zensiert alles, was nicht seinem Wunschbild entspricht.
Lea Sahay berichtet seit zehn Jahren aus China, aktuell für die „Süddeutsche Zeitung“. Im Podcast sagt sie:
„Das ist wirklich wie ein Naturgesetz, dass wir nicht nach Tibet dürfen. Das ist das Erste und das Letzte, was man über unsere Berichterstattung wissen sollte, und trotzdem ist es überhaupt nicht präsent.“
Das Ziel Chinas: nicht die Kontrolle verlieren über das, was von dort erzählt wird. Auch von der Sturzflut lässt die Regierung nur die Bilder zu, die sie selbst von der Region zeichnen möchte. Im Podcast beschreibt Sahay Rettungsvideos mit pathetisch unterlegter Musik und Interviews mit einem Rettungshund. Aufnahmen von der Zerstörung des Grenzpostens zwischen Nepal und Tibet, die auf sozialen Plattformen geteilt wurden, sind hingegen allesamt verschwunden.
Wie wehrt sich Chinas Bevölkerung gegen die Zensur? Wie kommt Sahay trotz allem an Informationen? Und was passiert, wenn sie mal wieder vom chinesischen Außenministerium vorgeladen wird? Darüber sprechen Holger Klein und Lea Sahay in der neuen Folge „Holger ruft an…“.
Die Gesprächspartnerin
Der Host:
Links:
Übermedien ist das führende Online-Magazin für Medienkritik. Wir sind werbefrei und unabhängig. Wir decken Fehler in der Berichterstattung auf, wir erklären die Hintergründe – und wir zeigen, was daran wichtig ist. Wer also Lust auf guten Journalismus habt, aber Medien nicht einfach alles glauben möchte, abonniert am besten unseren kostenlosen Newsletter „Der Überblick“. Mehr dazu auf uebermedien.de.
Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September steht kurz bevor. Für den MDR, der über das Bundesland berichtet, steht in diesem Jahr mehr auf dem Spiel als sonst: Stellt die AfD die Regierung, will sie den MDR „als erste Amtshandlung“ abschaffen – so steht es in ihrem Wahlprogramm. Das wäre theoretisch auch möglich. Kündigt die AfD direkt nach den Wahlen den MDR-Staatsvertrag, dürfte der ab 2029 nicht mehr in Sachsen-Anhalt senden. Wie denken darüber die Journalisten, die dort für den MDR arbeiten?
Lars Frohmüller ist freier Journalist und berichtet für den MDR in Magdeburg über die Landtagswahl und die AfD. Im Podcast sagt er: „Was bringt es mir, wenn ich jetzt in Panik verfalle und auf irgendeinen Tag hinarbeite, an dem mir dann der Stecker gezogen wird?“ Er versuche, sich „so gut es geht zu entspannen“. Trotzdem habe er Nächte, in denen er deswegen schlecht einschlafe.
Inwiefern hat sich seine Arbeit rund um Landtagswahlen in den vergangenen Jahren verändert? Wie gehen AfD-Mitglieder mit ihm um? Und wie ist sonst so die Stimmung im MDR, der derzeit viele Kürzungen beschließt? Darüber sprechen Holger Klein und Lars Frohmüller in der neuen Folge „Holger ruft an…“.
Der Gesprächspartner:
Lars Frohmüller arbeitet als freier Journalist und berichtet für das MDR-Landesfunkhaus in Magdeburg über die Landtagswahl, die AfD und Rechtsextremismus. Er ist außerdem Mitglied im MDR‑Freienrat.
Der Host:
Links:
Übermedien ist das führende Online-Magazin für Medienkritik. Wir sind werbefrei und unabhängig. Wir decken Fehler in der Berichterstattung auf, wir erklären die Hintergründe – und wir zeigen, was daran wichtig ist. Wer also Lust auf guten Journalismus habt, aber Medien nicht einfach alles glauben möchte, abonniert am besten unseren kostenlosen Newsletter „Der Überblick“. Mehr dazu auf uebermedien.de.
„Woran hat es jelegen?“ Diese Floskel steht für inhaltsleere Interviews mit Athleten, die sie TV-Journalisten direkt nach dem Wettkampf geben. Wirklich spannende Einblicke gewähren solche Gespräche selten. Erfrischend anders lief es aber bei der Leichtathletik-EM in Birmingham. Dort sprachen Sportler überraschend ehrlich und emotional ins Mikrofon. Manche Athleten beschwerten sich im Nachhinein auch über zu kritische Fragen. Stellt sich die Frage: Was sollen diese Sportlerinterviews eigentlich?
Christian Spiller ist Leiter des Sportressorts bei der „Zeit“ und sagt:
„Sport lebt eben nicht nur von Leistung, sondern auch von Emotionen, von großen Gefühlen. Und da gibt es natürlich keine bessere Gelegenheit, als diese unmittelbar nach einem Rennen oder Wettkampf oder Spiel abzugreifen.“
Trotzdem findet auch Spiller, dass der inhaltliche Wert der Interviews „oft überschaubar“ sei. Bei kritischen Fragen müssten Sportreporter die richtige Balance finden. Die Interviews bei der Leichtathletik-EM fand er aber im Gegensatz zu den Athleten eher zu unkritisch.
Welche Interviews haben bei der Leichtathletik-EM für Aufsehen gesorgt? Wieso geben Fußballer meist so langweilige Antworten? Und wie könnte man das ändern? Darüber sprechen Holger Klein und Christian Spiller in der neuen Folge „Holger ruft an…“.
Der Gesprächspartner
Der Host:
Links:
Übermedien ist das führende Online-Magazin für Medienkritik. Wir sind werbefrei und unabhängig. Wir decken Fehler in der Berichterstattung auf, wir erklären die Hintergründe – und wir zeigen, was daran wichtig ist. Wer also Lust auf guten Journalismus habt, aber Medien nicht einfach alles glauben möchte, abonniert am besten unseren kostenlosen Newsletter „Der Überblick“. Mehr dazu auf uebermedien.de.
Rechtsalternative Portale wie der „Deutschland-Kurier“ oder „Tichys Einblick“ verbreiten seit einigen Jahren verstärkt Klimaskepsis und Klima-Desinformationen, die über soziale Medien sehr viele Menschen erreichen.
Dadurch entstehe eine Art Parallelwelt mit klimaskeptischen Portalen, die immer die gleichen unseriösen Experten zitieren oder Studien verzerrend und selektiv wiedergeben. Das sagt der Medienethiker Luis Paulitsch. Er hat Klima-Beiträge von rechtsalternativen Medien untersucht, zu denen einschlägige Redaktionen Faktenchecks veröffentlicht haben.
Gefunden hat er Texte, die falsche Behauptungen zu Solarstrom verbreiten oder angebliche Dürren durch Windparks voraussagen. Das Problem: Nicht alle Beiträge seien offensichtliche Falschmeldungen.
„Was wir immer beobachten können – und das macht Klima-Desinformation auch so effektiv – ist, dass nicht einfach eine plumpe Falschmeldung ohne Quellen gebracht wird. Sondern sehr häufig beruft man sich auf ein vermeintliches Forschungsinstitut. Und wenn man sich aber dann diese Studien ansieht, sieht man, dass das sehr häufig Paper sind, die auf keinerlei wissenschaftlichen Standards beruhen.“
Für die Nutzer ist das oft schwer zu erkennen. Besonders dann, wenn zwar Studien seriöser Forschungsinstitute etwa aus China zitiert werden – nur eben falsch.
Wie kann man die Strategien rechtsalternativer Medien entlarven? Welcher Lobby-Verein taucht immer wieder in klimaskeptischen Beiträgen auf? Und was könnte auch der Klimajournalismus etablierter Medien besser machen? Darüber sprechen Holger Klein und Luis Paulitsch in der neuen Folge „Holger ruft an…“.
Der Gesprächspartner:
Der Host:
Links:
Übermedien ist das führende Online-Magazin für Medienkritik. Wir sind werbefrei und unabhängig. Wir decken Fehler in der Berichterstattung auf, wir erklären die Hintergründe – und wir zeigen, was daran wichtig ist. Wer also Lust auf guten Journalismus habt, aber Medien nicht einfach alles glauben möchte, abonniert am besten unseren kostenlosen Newsletter „Der Überblick“. Mehr dazu auf uebermedien.de.
From the publisher's feed

9 Listeners

11 Listeners

16 Listeners

222 Listeners

5 Listeners

10 Listeners

33 Listeners

13 Listeners

41 Listeners

56 Listeners

2 Listeners

11 Listeners

6 Listeners

27 Listeners

3 Listeners

1 Listeners