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Als am 26. April 1986 im ukrainischen Kernkraftwerk Tschernobyl ein Reaktorblock explodierte, erfuhr die Öffentlichkeit zunächst nichts davon. Später wurde bekannt: Die Sowjetunion hatte anfangs versucht, die Havarie zu vertuschen.
„Für mich war das ein Einschnitt in meinem politischen Erleben“, sagt der Filmemacher Volker Heise, der die Katastrophe von Tschernobyl die Ereignisse von damals in einem neuen ARD-Dokumentarfilm rekonstruiert.
Ausschließlich mit Archivmaterial erzählt er die Monate vom Unfall bis Ende 1986 nach und arbeitet auch heraus, wie unterschiedlich Berichterstattung und öffentliche Debatte in Ost und West verliefen. Während die DDR-Medien die Katastrophe weitgehend verschwiegen oder herunterspielten, war sie in der Bundesrepublik allgegenwärtig. Doch auch dort beschönigten Politiker die Lage und logen zum Teil vor laufender Kamera.
Warum entscheidet man sich für einen Film ausschließlich aus Archivmaterial? Wie bewältigt man diese Materialfülle – und wie kommt man überhaupt ran? Und welche Parallelen lassen sich zur jüngeren Vergangenheit ziehen, zum Beispiel zur Corona-Zeit? Darüber sprechen Holger Klein und Volker Heise in der neuen Folge „Holger ruft an …“.
Der Gast: Volker Heise ist Autor, Regisseur, Dramaturg, Produzent und Dokumentarfilmer. Bekannt ist er unter anderem für die Serien „Schwarzwaldhaus 1902“, „24h Berlin – Ein Tag im Leben“ oder „Zeit der Helden“. Zuletzt erschien sein Dokumentarfilm „Masterplan – Das Potsdamer Treffen und seine Folgen“. Für seine Arbeiten wurde Heise mehrfach ausgezeichnet.
Der Host:
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Übermedien ist das führende Online-Magazin für Medienkritik. Wir sind werbefrei und unabhängig. Wir decken Fehler in der Berichterstattung auf, wir erklären die Hintergründe – und wir zeigen, was daran wichtig ist. Wer also Lust auf guten Journalismus habt, aber Medien nicht einfach alles glauben möchte, abonniert am besten unseren kostenlosen Newsletter „Der Überblick“. Mehr dazu auf uebermedien.de.
Wenn am Sonntag in Ungarn ein neues Parlament gewählt wird, kann es gut sein, dass dann Schluss ist für Ministerpräsident Viktor Orbán und seine Fidesz-Partei – nach 16 Jahren an der Macht. Aktuelle Umfragen deuten zumindest darauf hin, dass Orbans Herausforderer Péter Magyar und seine konservative, proeuropäische Tisza-Partei Chancen auf einen Wahlsieg haben.
Doch was würde ein Regierungswechsel in Ungarn für die Medienlandschaft bedeuten? Viktor Orbán und seine Partei haben die Medien massiv eingeschränkt – durch Mediengesetze, aber auch durch den gezielten Aufkauf von Zeitungen. Öffentlich-rechtliche Sender und die meisten Verlage sind auf Regierungslinie, unabhängiger Journalismus existiert oft nur noch online, erklärt der Journalist Florian Bayer. Er ist diese Woche zu Gast im Übermedien-Podcast mit Holger Klein.
Wie die Medienpolitik von Orbáns Herausforderer Magyar konkret aussehen würde, sei bislang allerdings unklar, sagt Bayer: „Er verspricht zwar, die Medienfreiheit wiederherzustellen. Allerdings gibt es dazu nur wenige konkrete Anhaltspunkte.“
Welche Hoffnung gibt es für Ungarns Medien? Welche Themen bestimmen den Wahlkampf? Warum zieht Orbáns Regierungspropaganda nicht mehr? Und warum ist auch Magyars Umgang mit Journalisten nicht unproblematisch?
Darüber sprechen Holger Klein und Florian Bayer in der neuen Folge „Holger ruft an…“.
Der Gesprächspartner: Florian Bayer ist freier Journalist in Wien mit Schwerpunkt Politik und Zivilgesellschaft. Als Korrespondent, unter anderem für die „taz“ und das „Luxemburger Wort“, berichtet er aus Österreich und seinen östlichen Nachbarländern.
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Gast: Thomas Schnedler (Netzwerk Recherche)
Seit rund drei Jahren gibt es in der Region um die thüringische Kleinstadt Greiz keine gedruckte Lokalzeitung mehr. Die Zustellung der Ausgaben sei im ländlichen Raum einfach zu teuer, hatte die Funke-Mediengruppe argumentiert, die dort die „Ostthüringer Zeitung“ (OTZ) herausgibt – und erklärte die Gegend zur „Modellregion für die Digitalisierung“. Seitdem kann man die OTZ nur noch als digitale Ausgabe abonnieren. Rund die Hälfte der 300 betroffenen Abonnenten ging diesen Schritt allerdings nicht mit.
Thomas Schnedler und Malte Werner haben für „Netzwerk Recherche“ untersucht, was eine solche Umstellung für die Menschen vor Ort bedeutet – und wer die Lücken füllt, die der Rückzug des Lokaljournalismus in solchen Regionen hinterlässt. Was sie im Dialog mit den Bürger:innen vor Ort erfahren haben, verdeutlicht die bisweilen paradoxen Herausforderungen der Lokalzeitungen: Denn während sich viele mehr lokale Recherchen und Hintergründe wünschen, sind offenbar zu wenige bereit, dafür auch zu zahlen.
Zudem scheinen viele keinen Unterschied zu machen zwischen einer unabhängigen Redaktion und Amtsblättern, Anzeigenblättern und pseudojournalistischen Portalen, die oft parteipolitische oder geschäftliche Interessen verfolgen. „Es macht etwas mit dem Gemeinwesen vor Ort, wenn solche Stimmen in den Diskurs eingreifen“, sagt Schnedler im Gespräch mit Podcast-Host Holger Klein.
Ist das lokaljournalistische Angebot aber vielleicht einfach nicht attraktiv genug für viele Menschen? Ist es überhaupt möglich, die Bedürfnisse älterer Leser und junger Zielgruppen in ein Blatt zu packen? Und welche Möglichkeiten gibt es, den Journalismus in ländlichen Regionen wieder zu stärken? Darüber spricht Holger Klein mit Thomas Schnedler in der neuen Ausgabe von „Holger ruft an“.
Der Gesprächspartner: Thomas Schnedler ist Co-Geschäftsführer von Netzwerk Recherche. Er hat dort den Arbeitsschwerpunkt zum Lokaljournalismus mitaufgebaut und leitet zudem das Grow Greenhouse, das Zentrum für gemeinnützigen Journalismus und Medienvielfalt.
Der Host:
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Gast: Jonathan Sachse (Redaktionsnetzwerk Deutschland)
Am vergangenen Donnerstag veröffentlichte der „Spiegel“ eine Titelgeschichte, die seitdem Schlagzeilen und Debatten bestimmt. Es geht dabei um schwerwiegende Vorwürfe der digitalen sexualisierten Gewalt von Schauspielerin Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen. Ulmen hat sich auf Anfrage des „Spiegels“ nicht dazu geäußert, sein Medienanwalt Christian Schertz hat nach Veröffentlichung aber verlauten lassen, dass „unwahre Tatsachen verbreitet würden“. Zudem handele es sich um „unzulässige Verdachtsberichterstattung“.
Belege hat Schertz für diese Behauptung bislang nicht geliefert. Aber obwohl man sich in den Redaktionen ziemlich einig scheint, dass die „Spiegel“-Geschichte eine beeindruckende Fülle an Belegmaterial für die Vorwürfe präsentiert, berichteten viele Medien zunächst nur sehr zurückhaltend oder gar nicht über die Recherche.
Jonathan Sachse kann das sehr gut nachvollziehen. Er leitet beim Redaktionsnetzwerk Deutschland die Investigation und hat in einem Text erklärt, warum seine Redaktion erst mit einiger Verzögerung über den Fall berichtete. Denn im Falle einer sogenannten Verdachtsberichterstattung müssten auch andere Medien besondere Maßstäbe anlegen. Sachse meint: „Jede Redaktion muss die Vorwürfe eigenständig prüfen. Zudem muss dem Objekt der Berichterstattung, in diesem Fall Christian Ulmen, Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben werden.“
Aber was genau heißt eigentlich „eigenständig prüfen“ und wie weit reicht dieser Anspruch? Wird jede Berichterstattung über eine Verdachtsberichterstattung unweigerlich auch zu einer solchen? Und war die mediale Zurückhaltung in diesem Fall womöglich größer als bei früheren Recherchen zu vergleichbaren Fällen? Darüber spricht Host Holger Klein in dieser Folge unseres Podcasts „Holger ruft an“.
Der Gesprächspartner:
Der Host:
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Vergangene Woche machte der „Spiegel“ transparent, dass er versehentlich KI-generiertes Bildmaterial in seiner Berichterstattung über den Iran verwendet hatte. Die Redaktion erkannte das erst, als es zu spät war – nachdem die Bilder veröffentlicht worden waren.
Ähnlich war es mit einem KI-generierten Video eines angeblichen ICE-Einsatzes in den USA, das in einem Beitrag des „heute journal“ im ZDF landete. Und im Januar druckten mehrere Zeitungen KI-manipulierte Fotos von der angeblichen Gefangennahme des venezolanischen Machthabers Maduro.
Wie können sich Redaktionen gegen diese Gefahr wappnen? Darüber spricht Holger Klein diese Woche mit Anika Gruner. Ihr Start-up hat eine Software entwickelt, die Redaktionen dabei helfen soll, KI-manipulierte und KI-generierte Fotos und Videos zu erkennen. Das Team unterstützte auch den „Spiegel“ bei der Identifizierung der KI-Fakes aus Iran.
Wie gehen sie dabei vor? Wie problembewusst erlebt sie Redaktionen? Und warum wird es selbst für geschulte Augen immer schwieriger, KI-Fakes zu erkennen? Darüber sprechen Holger Klein und Anika Gruner in der neuen Folge von „Holger ruft an…“.
Die Gesprächspartnerin:
Der Host:
Manipulierte Fotos in Berichten zu Iran entdeckt („Spiegel“)
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Gast: Tech-Journalist Sebastian Meineck (Netzpolitik)
Es gibt so einiges, was Sebastian Meineck an der aktuellen Diskussion um ein Social-Media-Verbot für junge Menschen stört: „Das ist eine plumpe Debatte, oft völlig losgelöst von fachlich fundierten Positionen“, sagt der Tech-Journalist von „Netzpolitik“ im Gespräch mit Podcast-Host Holger Klein.
Daran hätten allerdings auch die Medien ihren Anteil. „Die Berichterstattung folgt häufig einem starren Schema“, bemängelt Meineck. Es werde suggeriert, dass sich zwei starre Lager gegenüberstünden, Befürworter und Gegner eines Verbots. So würde ein komplexes Thema auf eine binäre Frage verengt: Social-Media-Verbot, ja oder nein?
In dieser neuen Folge von „Holger ruft an“ spricht Meineck daher über die vielfältigen Positionen dazwischen. So gebe es bereits Ansätze auf EU-Ebene, konkrete schädliche Funktionen wie das süchtig machende Design von sozialen Medien zu regulieren, ohne gleich ein komplettes Angebot für eine große Bevölkerungsgruppe zu verbieten. Außerdem erklärt er, welchen entscheidenden Aspekt viele Meinungsumfragen zu dem Thema vernachlässigen, warum auch erwachsene Menschen von so einem Verbot betroffen wären, und weshalb Sicherheitsbedenken nicht nur etwas für „Datenschutz-Feinschmecker“ sind.
Der Gesprächspartner:
Der Host:
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Zwei Lokalzeitungen – eine Redaktion. Darauf läuft es in Köln wohl gerade hinaus. Denn vergangene Woche wurde bekannt, dass die „Kölnische Rundschau“ vom DuMont-Verlag übernommen wird. Die Lokalzeitung wird also künftig im selben Haus produziert wie ihr einstiges Konkurrenzblatt, der „Kölner Stadt-Anzeiger“.
Der Verlag betont zwar, dass das die „Rundschau“ eine „eigenständige publizistische Marke“ bleiben soll. Doch von Journalistenverbänden kommt Kritik. Die „Kölnische Rundschau“ werde damit zur „Mogelpackung nach dem Modell Zombie-Zeitung“, sagte Andrea Hansen, Landesvorsitzende des Deutschen Journalistenverbands in Nordrhein-Westfalen. Zombie-Zeitung nennt man Publikationen, die nach außen zwar eigenständig wirken, aber nach Zusammenlegung ihre Inhalte von anderen Redaktionen beziehen.
„Es passt leider in die Zeit. Die Verlage nennen das 'Konsolidierung', in Wirklichkeit ist es 'Fusionitis' auf dem Zeitungsmarkt“, sagt der Medienjournalist Steffen Grimberg, der diese Woche zu Gast im Übermedien-Podcast ist. Selbst Großstädte wie Köln, wo es bislang noch üblich war, dass es mindestens zwei konkurrierende Angebote gab, würden so nach und nach zu Einzeitungskreisen werden.
Warum ist das ein Problem? Was passiert jetzt mit den Mitarbeitern der „Kölnischen Rundschau“? In welcher Stadt gibt es eigentlich noch mehr als eine Lokalzeitung? Und könnte die Politik auch etwas tun, um die Vielfalt des Lokaljournalismus zu retten? Darüber sprechen Holger Klein und Steffen Grimberg in der neuen Folge „Holger ruft an…“.
**Der Gesprächspartner: **
**Der Host: **
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Was Presse und Brauereien verbindet – Kolumne von Steffen Grimberg in der „taz“
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Korrekturhinweis: In einer früheren Version dieses Podcasts ging unser Gast auf ein nichtkommerzielles Radioprojekt im sächsischen Weißwasser ein. Das Projekt, das von der dortigen Landesmedienanstalt gefördert wurde, wurde jedoch Ende 2025 eingestellt. Wir haben die Passage nachträglich entfernt.
„Es ist immer ein Ritt auf der Rasierklinge“, sagt Erkan Arıkan über die Arbeit als Journalist in der Türkei. Der Leiter der türkischen Redaktion der Deutschen Welle (DW) ist in dieser Woche zu Gast im Übermedien-Podcast und spricht dort über die Festnahme seines Mitarbeiters Alican Uludağ.
Uludağ wird unter anderem vorgeworfen, in sozialen Medien staatliche Institutionen der Türkei herabgewürdigt und irreführende Informationen verbreitet zu haben. Für Arıkan sind das vorgeschobene Gründe. Er vermutet, dass die eigentliche Ursache für die Festnahme Uludağs Recherchen über den neuen türkischen Justizminister sein könnten.
Seit Jahren rangiert die Türkei auf den hinteren Plätzen der internationalen Pressefreiheits-Rankings. Sie zählt zu den Ländern mit den meisten inhaftierten Journalisten weltweit. Wie hat sich die Lage in den vergangenen Jahren verändert? Was bedeutet das für die Arbeit von Medien? Und gibt es Hoffnung, dass sich irgendwann etwas ändert? Darüber spricht Holger Klein mit Erkan Arıkan in der neuen Folge „Holger ruft an…“.
Der Gesprächspartner:
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Wenn sie nicht Journalistin geworden wäre, dann wahrscheinlich Therapeutin, sagt Alexandra Berlin. Irgendwann habe sie gemerkt, dass Menschen ihr gerne Dinge erzählen – und genau nach diesen Geschichten suche sie.
Als Auslandsreporterin des „Spiegel“ ist sie weltweit unterwegs: in den USA, in der Ukraine, in Israel. In ihrem Job reist sie fast ständig. Doch obwohl sie dabei vielen Menschen begegne, sei sie oft ziemlich einsam, erzählt sie diese Woche im Übermedien-Podcast.
In sozialen Medien teilt sie diese und andere Erfahrungen mit ihren Followern. Außerdem erklärt sie dort, wie sie als Journalistin arbeitet. „Mich beunruhigt, wie viele Menschen ein schlechtes Bild von Journalismus haben“, sagt Berlin. Wenn sie ihre Arbeit erklären könne, fühle sie sich weniger hilflos.
Warum braucht es eigentlich Auslandsreporterinnen, wenn es doch Korrespondenten gibt? Wie bereitet sie sich auf ihre Reisen vor? Was entgegnet sie, wenn jemand sagt, sie mache Fallschirmjournalismus – sei also nur kurz vor Ort und reise dann wieder ab? Und kann sie sich vorstellen, diesen Job auch in 30 Jahren noch zu machen? Darüber sprechen Holger Klein und Alexandra Berlin in der neuen Folge von „Holger ruft an…“.
Die Gesprächspartnerin:
Der Host:
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Alexandra Berlin bei Instagram
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Gast: Anja Rützel, TV-Kritikerin
Vor fünf Jahren hatte Ofarim einen Hotelmitarbeiter des Antisemitismus bezichtigt – zu Unrecht, wie sich herausstellte. Ofarim wurde unter anderem wegen Verleumdung und falscher Verdächtigung angeklagt, die Beweislage war erdrückend. Doch zu einem Urteil kam es nicht. Weil Ofarim überraschend einräumte, gelogen zu haben und sich knapp bei dem Hotelmitarbeiter entschuldigte, wurde das Verfahren eingestellt.
Dass RTL Ofarim für das Dschungelcamp verpflichtete und ihm offenbar viel Geld dafür zahlte, sorgte schon vor dem Start der Staffel für reichlich Kritik. Es sei ein „Aufmerksamkeitsknaller“ gewesen, sagt die TV-Kritikerin Anja Rützel im Übermedien-Podcast – und kritisiert RTL für den Umgang mit der ganze Sache, vor allem in der Sendung selbst. Zwar präsentierte RTL einen kurzen „Faktencheck“, aber nur online.
Sie sei entsetzt gewesen von der Moderation, sagt Rützel. Das Format, von ihr eigentlich geschätzt, habe sich stellenweise selbst verraten. Wie viele andere sei auch sie „komplett irritiert, dass man Ofarim so hat davonkommen lassen.“ Der Musiker hatte in Bezug auf den vermeintlichen Antisemitismus-Skandal Dinge behauptet, die nicht stimmen. „Wie kann man das einfach so stehenlassen?“, fragt Rützel. Dem Fernsehpublikum seien Fakten vorenthalten worden. Sie vergleicht es damit, einfach AfD-Politiker in Talkshows zu setzen und dann zu sagen: Die entlarven sich schon selbst – und die Zuschauer können ja mal im Internet nachsehen, was von dem Gesagten wirklich stimmt.
Was genau sie an dieser „Dschungelsamp“-Staffel kritisiert, weshalb der Umgang mit Ofarim ihre Freude an dieser Art Trash-TV und das Format an sich beschädigt hat – und wer am Ende die Gewinner und Verlierer sind, darüber spricht Anja Rützel mit Holger Klein im Übermedien-Podcast „Holger ruft an …“.
Die Gesprächspartnerin:
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