
Sign up to save your podcasts
Or


Das kennt wohl jeder: Man klickt auf den Link zu einem interessanten Artikel – und kann dann den Text nicht lesen, ohne ein Abo abzuschließen. Selbst wer für guten Journalismus zahlen will, kann sich kaum Zugänge von allen großen Medienhäusern leisten.
Wie schön wäre es, einmal zu zahlen und dafür Artikel von „Zeit“, „Spiegel“, „FAZ“ und der Lokalzeitung zu lesen. Die Idee eines solchen „Spotify für Journalismus“ gibt es schon lange, aber sie ist immer wieder gescheitert.
Swantje Dake war früher als Chefredakteurin einer Regionalzeitung für Digitalthemen zuständig. Vor zwei Jahren hat sie mit ihrem Partner Peter Hornik das Angebot „Unlock“ gegründet. Für 15 Euro im Monat sollen die Nutzer:innen nicht alle, aber viele Artikel von verschiedenen Medienhäusern lesen dürfen. Eine Beta-Version ist schon online, ein paar Nachrichtenagenturen und Verlage sind schon dabei, aber noch fehlen die großen Namen.
In dieser Folge erzählt Swantje, warum viele Zeitungsverlage lieber ihre eigenen Abos verkaufen und warum sie trotzdem an ihre Idee glaubt. Sie erzählt, warum Deutsche weniger für Journalismus zahlen wollen als Menschen in anderen Ländern und wie es ist, wenn der Start-up-Partner gleichzeitig der Lebenspartner ist.
Swantje Dake ist Gründerin und Beraterin für Medienunternehmen. Sie hat bei der „Hamburger Morgenpost“ volontiert, einem Boulevardblatt. Danach war sie sieben Jahre beim Magazin „Stern“, wo sie unter anderem den Newsroom leitete. Bis 2023 war sie schließlich Chefredakteurin Digitales bei der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“.
Annika Schneider ist Redakteurin bei Übermedien und überzeugte Optimistin. Das Radiomachen und Podcasten hat sie als Moderatorin, Autorin und Planerin beim Deutschlandfunk gelernt.
Feedback und Hinweise jederzeit gerne an [email protected] oder über Instagram, BlueSky oder Mastodon.
Übermedien ist das führende Online-Magazin für Medienkritik. Wir sind werbefrei und unabhängig. Wir decken Fehler in der Berichterstattung auf, wir erklären die Hintergründe – und wir zeigen, was daran wichtig ist. Wer also Lust auf guten Journalismus hat, aber Medien nicht einfach alles glauben möchte, abonniert am besten unseren kostenlosen Newsletter. Mehr dazu auf uebermedien.de.
Redaktionelle Abnahme: Lisa Kräher, Musik: Alexander Graf
Eine halbe Million Euro für Journalismus in Sachsen-Anhalt: So viel Geld hat der Podcaster Christian Bollert für sein neues Projekt „Dazwischen“ eingeworben.
Seit März veröffentlichen er und sein Team vom Podcast-Radio detektor.fm jede Woche einen Podcast und einen Newsletter zu einem Schwerpunktthema aus dem Bundesland – in einer Region, in der es eher wenige Medienangebote gibt.
Wichtig ist ihnen dabei, viel in Sachsen-Anhalt unterwegs zu sein und mit Leuten zu sprechen. Die Hosts, Marie Landes und Katja Schmidt, machen keinen Politikjournalismus, sondern recherchieren Themen aus dem Alltag: Warum ist der Krankenstand in Sachsen-Anhalt so hoch? Was tun gegen das Supermarkt-Sterben?
Das Geld dafür kommt vom Media Forward Fund, einem Zusammenschluss von Stiftungen, die Journalismus fördern. An „Dazwischen“ arbeiten zwei Jahre lang neun Menschen, von Redaktionsleitung bis Community Management. Auch Live-Veranstaltungen sind geplant.
Die Förderung läuft bis Ende 2027. Danach will das „Dazwischen“-Team weitermachen, finanziert mit Werbung oder Abos. Drei Monate nach dem Start hatte der Podcast Mitte Juni über 3000 Abos, der Newsletter gut 500.
In anderen Medien geht es gerade viel um die anstehende „Schicksalswahl“ in Sachsen-Anhalt, die Landtagswahl am 6. September. Christian hingegen blickt mit viel Zuversicht auf das Bundesland – das ist in dieser Folge von „Nice & Nötig“ unüberhörbar.
Christian Bollert ist 1982 geboren und in Potsdam aufgewachsen, seine Familie stammt aus der Altmark. Heute lebt er in Leipzig. Seit Jahren setzt er sich für bessere Berichterstattung über ostdeutsche Bundesländer ein. Seit 2009 ist er Mitgründer und Geschäftsführer des Podcast-Labels detektor.fm. Davor war er unter anderem Nachrichtenredakteur beim MDR und rbb.
Annika Schneider ist Redakteurin bei Übermedien und überzeugte Optimistin. Das Radiomachen und Podcasten hat sie als Moderatorin, Autorin und Planerin beim Deutschlandfunk gelernt.
Feedback und Hinweise jederzeit gerne an [email protected] oder über Instagram, BlueSky oder Mastodon.
Übermedien ist das führende Online-Magazin für Medienkritik. Wir sind werbefrei und unabhängig. Wir decken Fehler in der Berichterstattung auf, wir erklären die Hintergründe – und wir zeigen, was daran wichtig ist. Wer also Lust auf guten Journalismus hat, aber Medien nicht einfach alles glauben möchte, abonniert am besten unseren kostenlosen Newsletter. Mehr dazu auf uebermedien.de.
Redaktionelle Abnahme: Lisa Kräher, Musik: Alexander Graf
Sechs Menschen. Ein Thema. Eine Stunde Zeit. Beim Fragespiel „Eine Stunde reden“ geht es zum Beispiel um die Verkehrswende oder den Krieg in Gaza.
Zu Wort kommen dabei aber nicht Expert:innen, sondern ganz unterschiedliche Menschen. Sie schildern ihre persönlichen Erfahrungen und Meinungen. Es geht dabei nicht ums Überzeugen, sondern ums Zuhören.
Gefilmt oder mitgeschnitten wird bei „Eine Stunde reden“ nichts – und trotzdem ist das Spiel für Journalist:innen interessant, glaubt Erfinderin Ellen Heinrichs.
Die ersten Testrunden, unter anderem beim Hessischen Rundfunk, zeigen, wie viel mehr Sichtweisen auf Themen es gibt als das klassische Pro und Contra. Und dass viele Journalist:innen die Spielrunden zwar gerne moderieren, es ihnen aber erstaunlich schwerfällt, dabei ihre Meinung für sich zu behalten.
In dieser Folge erklärt Ellen die Spielregeln. Sie erzählt, welches kontroverse Thema sie auf die Idee dazu brachte und warum das Entwicklungsteam nachträglich noch Joker-Karten einführen musste, mit denen man andere Mitspieler:innen unterbrechen kann.
Ellen Heinrichs ist Gründerin und Geschäftsführerin des Bonn Institutes und zusätzlich ausgebildete Mediatorin. Vorher arbeitete sie unter anderem sieben Jahre lang bei der Deutschen Welle im Bereich Innovation. Das Bonn Institute setzt sich seit 2023 für zukunftsfähigen Journalismus und konstruktiven Dialog ein, finanziell unterstützt von der Landesregierung NRW. Gesellschafter sind die „Rheinische Post“, RTL Deutschland, die Deutsche Welle und das dänische Constructive Institute.
Annika Schneider ist Redakteurin bei Übermedien und überzeugte Optimistin. Das Radiomachen und Podcasten hat sie als Moderatorin, Autorin und Planerin beim Deutschlandfunk gelernt.
Feedback und Hinweise jederzeit gerne an [email protected] oder über Instagram, BlueSky oder Mastodon.
Übermedien ist das führende Online-Magazin für Medienkritik. Wir sind werbefrei und unabhängig. Wir decken Fehler in der Berichterstattung auf, wir erklären die Hintergründe – und wir zeigen, was daran wichtig ist. Wer also Lust auf guten Journalismus hat, aber Medien nicht einfach alles glauben möchte, abonniert am besten unseren kostenlosen Newsletter. Mehr dazu auf uebermedien.de.
Redaktionelle Abnahme: Lisa Kräher, Musik: Alexander Graf
Welche Geschichten verpassen wir eigentlich, während unsere Nachrichtenseiten voll sind mit Meldungen aus den USA und dem Nahen Osten, Russland und der EU? Was passiert gerade in Laos, dem Sudan oder Venezuela?
Abseits der großen Schlagzeilen recherchiert die Journalistin Sham Jaff jede Woche Themen aus der ganzen Welt, von denen in deutschen Medien selten die Rede ist. Daraus macht sie den Newsletter „What happened last week“ („Was letzte Woche passiert ist“).
Wenn sie selbst Nachrichtenmeldungen lese, habe sie das Gefühl, viele Orte auf der Welt gar nicht zu verstehen, sagt Sham. In ihren Recherchen nähert sie sich Ländern nicht nur über Analysen und Statistiken, sondern über den Alltag der Menschen dort. Sie schreibt zum Beispiel über Menstruationsurlaub in Kenia, kasachischen Pop und eine ungewöhnliche Öl-Insel vor der iranischen Küste.
Den Newsletter gibt es seit 2014, geschrieben ist er in bewusst einfachem Englisch und mit feiner Ironie. Abonniert haben ihn Sham zufolge über 25.000 Menschen in mehr als 100 Ländern. Sie verdient damit auch Geld: Für eine längere Version können die Leser ein Abo abschließen.
Nice und nötig ist das, weil Stereotype zum Beispiel über „das Leben in Afrika“ immer noch allgegenwärtig sind, auch in Medien. Wer Shams Newsletter liest, merkt erst, wie sehr die meisten Medienberichte aus der Sicht Europas und der USA auf die Welt blicken.
In dieser Folge von „Nice & Nötig“ erzählt Sham, wie sie beim Schreiben Stereotype vermeidet und was Musik-Charts ihr über ein Land verraten. Außerdem erklärt sie, warum Redaktionen sie regelmäßig als Expertin zum Sudan anfragen, obwohl sie noch nie dort war.
Sham Jaff ist Journalistin, Podcasterin und Medienunternehmerin in Berlin. Sie ist in Kurdistan geboren und in Nürnberg aufgewachsen. 2021 gewann sie für den Podcast „190290 – Ein Jahr nach Hanau“ einen Grimme Online Award. Jaff schreibt und skriptet außerdem für den „ZDF heute journal“-Podcast und ist Teil vom Podcast „Die Wochendämmerung“ (mit Holger Klein). 2026 gründete Sham außerdem die redaktionelle Plattform „Gishty“ – das Wort stammt aus der kurdischen Sprache Sorani und bedeutet „universell“. Dort will sie Journalismus über Asien, Afrika und die Amerikas zusammenbringen. Seit April 2026 ist sie als Fellow am Reuters Institute for the Study of Journalism der Universität Oxford.
Annika Schneider ist Redakteurin bei Übermedien und überzeugte Optimistin. Das Radiomachen und Podcasten hat sie als Moderatorin, Autorin und Planerin beim Deutschlandfunk gelernt.
Feedback und Hinweise jederzeit gerne an [email protected] oder über Instagram, BlueSky oder Mastodon.
Übermedien ist das führende Online-Magazin für Medienkritik. Wir sind werbefrei und unabhängig. Wir decken Fehler in der Berichterstattung auf, wir erklären die Hintergründe – und wir zeigen, was daran wichtig ist. Wer also Lust auf guten Journalismus habt, aber Medien nicht einfach alles glauben möchte, abonniert am besten unseren kostenlosen Newsletter. Mehr dazu auf uebermedien.de.
Redaktionelle Abnahme: Lisa Kräher, Musik: Alexander Graf
Bevor die Hosts vom Politik-Podcast „Lage der Nation“ ein Thema in ihren Podcast aufnehmen, muss ein wichtiger Punkt erfüllt sein: Sie wollen bis ins Letzte verstanden haben, worüber sie reden. Eigentlich sollte das ja für alle Journalist:innen gelten. Aber in der schnellen, tagesaktuellen Berichterstattung ist das oft gar nicht möglich.
Philip Banse hat das als Hauptstadt-Korrespondent im Deutschlandradio selbst erlebt. Vor zehn Jahren hat er deswegen mit der „Lage der Nation“ einen eigenen Politik-Podcast gegründet, zusammen mit dem promovierten Juristen Ulf Buermeyer. Jede Woche reden die beiden anderthalb bis zwei Stunden über aktuelle politische Themen – genug Zeit, um auch mal eine halbe Stunde lang einen einzigen Gesetzesentwurf zu analysieren.
Diese Liebe zu komplexen Details trifft einen Nerv: „Die Lage“ gehört zu den beliebtesten Politik-Podcasts in Deutschland und füllt bei Live-Shows große Hallen. Der Podcast kommt laut Machern auf bis zu zwei Millionen Downloads pro Monat. Er finanziert sich über Werbung, Spenden, Mitgliedschaften und Live-Veranstaltungen.
Themen zu ordnen und zu verstehen, helfe ihm dabei, mit den vielen negativen Meldungen und Krisen in der Welt umzugehen, sagt Philip Banse. Ihr Podcast sei „Gesprächstherapie“ – auch für die Hörerinnen und Hörer.
Philip Banse ist Journalist und war viele Jahre Reporter im Hauptstadtstudio des Deutschlandradios. Er hat Geschichte, Politik und Russisch in Hamburg studiert. Schon 2005 startete er mit Freunden den Podcast „Küchenstudio“ und gründete später ein eigenes Podcast-Label. Thematisch beschäftigt Philip sich vor allem mit den Auswirkungen der Digitalisierung, kümmert sich aber auch um Umwelt- und Bildungsthemen.
Annika Schneider ist Redakteurin bei Übermedien und überzeugte Optimistin. Das Radiomachen und Podcasten hat sie als Moderatorin, Autorin und Planerin beim Deutschlandfunk gelernt.
Feedback und Hinweise jederzeit gerne an [email protected] oder über Instagram, BlueSky oder Mastodon.
Übermedien ist das führende Online-Magazin für Medienkritik. Wir sind werbefrei und unabhängig. Wir decken Fehler in der Berichterstattung auf, wir erklären die Hintergründe – und wir zeigen, was daran wichtig ist. Wer also Lust auf guten Journalismus habt, aber Medien nicht einfach alles glauben möchte, abonniert am besten unseren kostenlosen Newsletter. Mehr dazu auf uebermedien.de.
Redaktionelle Abnahme: Lisa Kräher, Musik: Alexander Graf
Wie reden Rechtsextreme, wenn sie unter sich sind? Um das herauszufinden, hat die Reporterin Angelique Geray sich undercover in rechtsextreme Jugendgruppen eingeschlichen. Getarnt als Pflegekraft Isabell war sie bei Treffen, Konzerten und Seminaren dabei. Immer mit dem Risiko, entdeckt zu werden.
Ihre Recherche trug dazu bei, dass jetzt eine mutmaßliche Terrorgruppe vor dem Oberlandesgericht Hamburg steht. Die Mitglieder der so genannten „Letzten Verteidigungswelle“ sind zwischen 15 und 21 Jahre alt und sollen unter anderem einen Anschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft geplant haben.
Einer der Hauptverdächtigen hat Rache geschworen gegen Angelique, die „Verräterin“. Trotzdem hat sie ihre Recherche mit echtem Namen und Foto veröffentlicht. Sie will sich nicht einschüchtern lassen – auch, weil sie weiß, dass ein großes Medienhaus hinter ihr steht.
In dieser Folge von „Nice & Nötig“ erzählt Angelique, wie sie das Vertrauen der Gruppen gewann, ohne zur Mittäterin zu werden, und warum solche investigativen Recherchen gerade jetzt wichtig sind.
Nice und nötig ist das, weil viele Medienberichte über Rechtsextremismus eher allgemein vor den Gefahren warnen. In ihrer Recherche wird klar, was diese menschenfeindliche Ideologie konkret bedeutet – und was wir dagegen tun können.
Angelique Geray ist Investigativjournalistin bei RTL. Die 33-Jährige war als Reporterin schon im Irak, in Iran, in der Ukraine und in Kongo unterwegs. Volontiert hat sie bei der Axel-Springer-Akademie, später war sie Chefreporterin bei „Bild TV“. Im April ist ihr erstes Buch erschienen: „Undercover unter Nazis. Als Frau im Herz der rechtsextremen Szene“.
Annika Schneider ist Redakteurin bei Übermedien und überzeugte Optimistin. Das Radiomachen und Podcasten hat sie als Moderatorin, Autorin und Planerin beim Deutschlandfunk gelernt.
Feedback und Hinweise jederzeit gerne an [email protected] oder über Instagram, BlueSky oder Mastodon.
Übermedien ist das führende Online-Magazin für Medienkritik. Wir sind werbefrei und unabhängig. Wir decken Fehler in der Berichterstattung auf, wir erklären die Hintergründe – und wir zeigen, was daran wichtig ist. Wer also Lust auf guten Journalismus habt, aber Medien nicht einfach alles glauben möchte, abonniert am besten unseren kostenlosen Newsletter. Mehr dazu auf uebermedien.de.
Redaktion: Lisa Kräher, Musik: Alexander Graf
Ergänzung am 22. Mai: Nachdem wir diese Podcast-Folge veröffentlicht haben, hat die „Süddeutsche Zeitung“ sich kritisch mit der Recherche von Angelique Geray auseinandergesetzt. Grundlage für den Text von Stefan Niggemeier ist ein Vermerk des Bundeskriminalamts vom Mai 2025. Demnach zitiert das BKA in diesem Vermerk mehrere Textnachrichten von Angelique Geray in rechtsextremen Chatgruppen und will damit belegen, dass die Journalistin bei ihrer Recherche ihre Rolle als reine Beobachterin verlassen hat. Die Gratwanderung bei Undercover-Recherchen zwischen Beobachtung und aktiver Teilnahme thematisieren wir auch im Podcast. Um abschließend zu bewerten, ob die Recherche Grenzen überschritten hat, reichen ein BKA-Vermerk und einzelne Chatnachrichten nicht aus – dafür müssten die Nachrichten im kompletten Kontext vorliegen. Strafrechtlich wirft die Staatsanwaltschaft Angelique Geray kein Fehlverhalten vor. Im Prozess gegen die Rechtsextremen, die sie begleitet hat, wird sie als Zeugin geführt.
Warum tun sich Redaktionen oft so schwer damit, Fehler einzuräumen? Und bei Kritik auch mal zu sagen: Sorry, das ist nicht optimal gelaufen?
Felix Rohrbeck glaubt: Wenn Redaktionen öfter erklären würden, wie es zu Fehlern kommt, würden mehr Menschen den Medien wieder mehr vertrauen. Er hat ein Selbstexperiment gewagt: Auf einer Bühne an der Hamburger Reeperbahn hat er öffentlich davon berichtet, was er als Journalist schon falsch gemacht hat und heute bereut.
In dieser Folge von „Nice & Nötig“ geht es nicht um Rechtschreibfehler oder falsche Jahreszahlen, sondern um größere Schnitzer im Journalismus: Unausgewogenheit, Voreingenommenheit, Falschinformationen – und wie ein selbstkritischer Umgang damit aussehen könnte.
Felix Rohrbeck ist freier Wirtschaftsjournalist. In einem Fellowship beim Media Lab Bayern hat er sich ein halbes Jahr lang mit der Fehlerkultur im Journalismus beschäftigt. Er war an den Recherchen zu den Cum-Ex-Files beteiligt, damals noch als Redakteur bei der „Zeit“. Später gründete er zusammen mit Kolleg:innen das Journalismus-Start-up Flip und war bis Ende 2024 dort Chefredakteur. Er hat Volkswirtschaftslehre und Kommunikationswissenschaften studiert und ein Volontariat beim NDR absolviert.
Annika Schneider ist Redakteurin bei Übermedien und überzeugte Optimistin. Das Radiomachen und Podcasten hat sie als Moderatorin, Autorin und Planerin beim Deutschlandfunk gelernt.
Feedback und Hinweise jederzeit gerne an [email protected] oder über Instagram, BlueSky oder Mastodon.
Übermedien ist das führende Online-Magazin für Medienkritik. Wir sind werbefrei und unabhängig. Wir decken Fehler in der Berichterstattung auf, wir erklären die Hintergründe – und wir zeigen, was daran wichtig ist. Wer also Lust auf guten Journalismus habt, aber Medien nicht einfach alles glauben möchte, abonniert am besten unseren kostenlosen Newsletter. Mehr dazu auf uebermedien.de.
Redaktion: Lisa Kräher, Musik: Alexander Graf
Was wissen Journalisten über die Alltagsprobleme ihrer Leserinnen und Leser? Viele Menschen in Deutschland ärgern sich zum Beispiel über Müll auf den Straßen. Nicht nur, weil das unschön aussieht, sondern auch, weil sie damit viel größere Themen verbinden.
Herausgefunden hat das die „Zeit“-Journalistin Alisa Schellenberg. Zusammen mit ihren Kolleginnen und Kollegen hat sie im Projekt Plan D Menschen nach ihren Problemen gefragt – und danach, welche Lösungen ihnen dazu einfallen. Aus den Antworten ist ein großes Online-Verzeichnis entstanden, mit Tausenden Problemen, aber auch einer Reihe von Lösungsvorschlägen. Alisa ist außerdem quer durch Deutschland gefahren, um zu verstehen, was Menschen gerade bewegt.
In „Nice & Nötig“, dem Podcast für gute Ideen von Übermedien, geht es um Menschen, die etwas richtig Gutes auf die Beine stellen – für bessere Medien, für besseren Journalismus und letztlich für uns alle. In dieser Folge sprechen wir über Journalist:innen, die sich nicht als allwissende Welterklärer verstehen, sondern erst einmal zuhören – und dabei einen ganz neuen Blick auf Deutschland gewinnen.
Alisa Schellenberg arbeitet bei der „Zeit“ als Redakteurin im Politischen Feuilleton, einem Online-Ressort. Außerdem ist sie Projektredakteurin für Plan D. Sie hat in London und Berlin Politik und Kommunikation studiert und eine Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule (DJS) abgeschlossen.
Annika Schneider ist Redakteurin bei Übermedien und überzeugte Optimistin. Das Radiomachen und Podcasten hat sie als Moderatorin, Autorin und Planerin beim Deutschlandfunk gelernt.
Feedback und Hinweise jederzeit gerne an [email protected] oder über Instagram, BlueSky oder Mastodon.
Übermedien ist das führende Online-Magazin für Medienkritik. Wir sind werbefrei und unabhängig. Wir decken Fehler in der Berichterstattung auf, wir erklären die Hintergründe – und wir zeigen, was daran wichtig ist. Wer also Lust auf guten Journalismus habt, aber Medien nicht einfach alles glauben möchte, abonniert am besten unseren kostenlosen Newsletter. Mehr dazu auf uebermedien.de.
Redaktion: Lisa Kräher, Musik: Alexander Graf
Machen Medienberichte über die Klimakrise Sie auch oft hoffnungslos? Es geht um Naturkatastrophen. Rekordtemperaturen. Klimakonferenzen. Dann wieder Naturkatastrophen.
Beim Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag läuft es anders. Statt Katastrophen-Szenarien auszumalen, zeigen die Reporter:innen lieber, was die Schleswig-Holsteiner vor Ort konkret gegen die Klimakrise unternehmen.
Miriam Richter organisiert die Klimaberichterstattung im Verlag. In ihren Auswertungen sieht sie, dass Klima-Texte von Leserinnen und Lesern gerne und oft geklickt werden.
In dieser Folge von „Nice & Nötig“ geht es nicht um Klimagipfel und große Politik, sondern um die vielen Menschen, die im Lokalen zum Klimaschutz beitragen – zum Beispiel mit Photovoltaik auf ihrem Reetdach.
Miriam Richter ist Redakteurin für Entwicklungsprojekte beim Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag (sh:z), der zur Mediengruppe NOZ/mh:n gehört. Sie kam 2011 für ein duales Studium in den Verlag und arbeitete dort später im Community Management. Inzwischen kümmert sie sich schwerpunktmäßig um die Klimaberichterstattung. Sie ist außerdem dieses Jahr Mitglied der Jury des Nachhaltigkeitspreises des Landes Schleswig-Holstein.
Annika Schneider ist Redakteurin bei Übermedien und überzeugte Optimistin. Das Radiomachen und Podcasten hat sie als Moderatorin, Autorin und Planerin beim Deutschlandfunk gelernt.
Übermedien ist das führende Online-Magazin für Medienkritik. Wir sind werbefrei und unabhängig. Wir decken Fehler in der Berichterstattung auf, wir erklären die Hintergründe – und wir zeigen, was daran wichtig ist. Wer also Lust auf guten Journalismus habt, aber Medien nicht einfach alles glauben möchte, abonniert am besten unseren kostenlosen Newsletter. Mehr dazu auf uebermedien.de.
Redaktion: Lisa Kräher, Musik: Alexander Graf
Für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zahlen wir alle. Aber wie schaffen es die Sender, auch Programm für alle zu machen? Laura Bohné glaubt: Dafür müssen Redaktionen anders aufgestellt sein.
Sie holt mit einem Talente-Programm Menschen in den Bayerischen Rundfunk, die andere Erfahrungen mitbringen als die meisten Journalist:innen. Die Teilnehmenden kommen aus nicht-akademischen Elternhäusern, haben Brüche im Lebenslauf oder zu wenig Geld, um die üblichen schlecht bezahlten Praktika zu absolvieren.
Aber wie fragt man solche Merkmale in einem Bewerbungsgespräch ab? Und wie realistisch ist es, dass ein paar Nachwuchstalente in einem traditionsreichen Sender wie dem BR wirklich etwas verändern?
In dieser Folge von "Nice & Nötig" geht es nicht um die schwammige Forderung nach mehr Diversität, sondern darum, wie sich der Redaktionsalltag und das Programm konkret verändern, wenn Menschen mit anderen Lebensrealitäten in die Teams kommen.
Annika Schneider ist Redakteurin bei Übermedien und überzeugte Optimistin. Das Radiomachen und Podcasten hat sie als Moderatorin, Autorin und Planerin beim Deutschlandfunk gelernt.
Laura Bohné leitet zusammen mit ihrem Kollegen Hendrik Rack das Talenteprogramm von PULS, dem jungen Content-Netzwerk des Bayerischen Rundfunks. Sie ist außerdem stellvertretende Leiterin im Diversity Board des BR und sitzt im Diversity Board der ARD. Nebenbei arbeitet sie als Kellnerin in der Münchener Cocktailbar Zephyr. Sie hat Medienwirtschaft an der Hochschule der Medien in Stuttgart studiert.
Feedback und Hinweise jederzeit gerne an [email protected] oder über Instagram.
Übermedien ist das führende Online-Magazin für Medienkritik. Wir sind werbefrei und unabhängig. Wir decken Fehler in der Berichterstattung auf, wir erklären die Hintergründe – und wir zeigen, was daran wichtig ist. Wer also Lust auf guten Journalismus habt, aber Medien nicht einfach alles glauben möchte, abonniert am besten unseren kostenlosen Newsletter. Mehr dazu auf uebermedien.de.
Redaktion: Lisa Kräher, Musik: Alexander Graf
From the publisher's feed