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Zwei Lokalzeitungen – eine Redaktion. Darauf läuft es in Köln wohl gerade hinaus. Denn vergangene Woche wurde bekannt, dass die „Kölnische Rundschau“ vom DuMont-Verlag übernommen wird. Die Lokalzeitung wird also künftig im selben Haus produziert wie ihr einstiges Konkurrenzblatt, der „Kölner Stadt-Anzeiger“.
Der Verlag betont zwar, dass das die „Rundschau“ eine „eigenständige publizistische Marke“ bleiben soll. Doch von Journalistenverbänden kommt Kritik. Die „Kölnische Rundschau“ werde damit zur „Mogelpackung nach dem Modell Zombie-Zeitung“, sagte Andrea Hansen, Landesvorsitzende des Deutschen Journalistenverbands in Nordrhein-Westfalen. Zombie-Zeitung nennt man Publikationen, die nach außen zwar eigenständig wirken, aber nach Zusammenlegung ihre Inhalte von anderen Redaktionen beziehen.
„Es passt leider in die Zeit. Die Verlage nennen das 'Konsolidierung', in Wirklichkeit ist es 'Fusionitis' auf dem Zeitungsmarkt“, sagt der Medienjournalist Steffen Grimberg, der diese Woche zu Gast im Übermedien-Podcast ist. Selbst Großstädte wie Köln, wo es bislang noch üblich war, dass es mindestens zwei konkurrierende Angebote gab, würden so nach und nach zu Einzeitungskreisen werden.
Warum ist das ein Problem? Was passiert jetzt mit den Mitarbeitern der „Kölnischen Rundschau“? In welcher Stadt gibt es eigentlich noch mehr als eine Lokalzeitung? Und könnte die Politik auch etwas tun, um die Vielfalt des Lokaljournalismus zu retten? Darüber sprechen Holger Klein und Steffen Grimberg in der neuen Folge „Holger ruft an…“.
**Der Gesprächspartner: **
**Der Host: **
Links:
Was Presse und Brauereien verbindet – Kolumne von Steffen Grimberg in der „taz“
Übermedien ist das führende Online-Magazin für Medienkritik. Wir sind werbefrei und unabhängig. Wir decken Fehler in der Berichterstattung auf, wir erklären die Hintergründe – und wir zeigen, was daran wichtig ist. Wer also Lust auf guten Journalismus habt, aber Medien nicht einfach alles glauben möchte, abonniert am besten unseren kostenlosen Newsletter „Der Überblick“. Mehr dazu auf uebermedien.de.
Korrekturhinweis: In einer früheren Version dieses Podcasts ging unser Gast auf ein nichtkommerzielles Radioprojekt im sächsischen Weißwasser ein. Das Projekt, das von der dortigen Landesmedienanstalt gefördert wurde, wurde jedoch Ende 2025 eingestellt. Wir haben die Passage nachträglich entfernt.
By Übermedien1
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Zwei Lokalzeitungen – eine Redaktion. Darauf läuft es in Köln wohl gerade hinaus. Denn vergangene Woche wurde bekannt, dass die „Kölnische Rundschau“ vom DuMont-Verlag übernommen wird. Die Lokalzeitung wird also künftig im selben Haus produziert wie ihr einstiges Konkurrenzblatt, der „Kölner Stadt-Anzeiger“.
Der Verlag betont zwar, dass das die „Rundschau“ eine „eigenständige publizistische Marke“ bleiben soll. Doch von Journalistenverbänden kommt Kritik. Die „Kölnische Rundschau“ werde damit zur „Mogelpackung nach dem Modell Zombie-Zeitung“, sagte Andrea Hansen, Landesvorsitzende des Deutschen Journalistenverbands in Nordrhein-Westfalen. Zombie-Zeitung nennt man Publikationen, die nach außen zwar eigenständig wirken, aber nach Zusammenlegung ihre Inhalte von anderen Redaktionen beziehen.
„Es passt leider in die Zeit. Die Verlage nennen das 'Konsolidierung', in Wirklichkeit ist es 'Fusionitis' auf dem Zeitungsmarkt“, sagt der Medienjournalist Steffen Grimberg, der diese Woche zu Gast im Übermedien-Podcast ist. Selbst Großstädte wie Köln, wo es bislang noch üblich war, dass es mindestens zwei konkurrierende Angebote gab, würden so nach und nach zu Einzeitungskreisen werden.
Warum ist das ein Problem? Was passiert jetzt mit den Mitarbeitern der „Kölnischen Rundschau“? In welcher Stadt gibt es eigentlich noch mehr als eine Lokalzeitung? Und könnte die Politik auch etwas tun, um die Vielfalt des Lokaljournalismus zu retten? Darüber sprechen Holger Klein und Steffen Grimberg in der neuen Folge „Holger ruft an…“.
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Korrekturhinweis: In einer früheren Version dieses Podcasts ging unser Gast auf ein nichtkommerzielles Radioprojekt im sächsischen Weißwasser ein. Das Projekt, das von der dortigen Landesmedienanstalt gefördert wurde, wurde jedoch Ende 2025 eingestellt. Wir haben die Passage nachträglich entfernt.

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