Holger ruft an
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Holger ruft an episodes

  • Holger ruft an ... wegen Sportjournalismus
    Warum ist der Sportjournalismus immer noch fest in Männerhand?

    Frauen im Sportjournalismus bleiben eine Minderheit. Seit Jahren liegt ihr Anteil zwischen zehn und 15 Prozent. Darüber können auch einzelne Entwicklungen nicht hinwegtäuschen. Etwa, dass bei Fußballübertragungen im Fernsehen mittlerweile rund die Hälfte der Moderator:innen weiblich sind. Denn auch diese erfreuliche Zahl hat eine Kehrseite: Männliche Kommentatoren sind immer noch deutlich in der Mehrheit, und auch in Führungspositionen sind kaum Frauen zu finden.

    Dazu kommt: Gerade in Sportarten wie Fußball erleben Frauen besonders heftige Angriffe. Wenn Kommentatorinnen wie Claudia Neumann am Mikro seien, müssten sie in der Online-Redaktion deutlich mehr Community Manager als sonst einsetzen, sagte 2021 der damalige ZDF-Sportchef Thomas Fuhrmann der dpa. So sehr stiege die Anzahl an Beleidigungen und sexistische Kommentaren in den sozialen Medien.

    "Obwohl mehr Frauen in den Sportjournalismus kommen, bleibt noch viel zu tun", sagt daher auch Nora Hespers im Gespräch mit Podcast-Host Holger Klein. Welche Hürden Frauen beim Einstieg in den Job erleben, was konkret getan werden könnte und was Hespers selbst als Sportjournalistin erlebt hat, hören Sie in der neuen Folge von "Holger ruft an …".

    Die Gesprächspartnerin:

    Nora Hespers ist freie Journalistin, Autorin und Podcasterin. Sie arbeitet u.a. für die Sportredaktionen von WDR und DLF. Seit fünf Jahren moderiert sie den Hintergrundpodcast "Sport inside" vom WDR.

    **Links: **

    • Frauenanteil im Sportjournalismus (Zahlen des Verbands Deutscher Sportjournalisten)
    • Strafraum Öffentlichkeit (Nathalie Böckmann in der Taz)
    • Müssen wir uns jetzt wieder beschimpfen lassen? (Interview mit Claudia Neumann im "Journalist")
    • Kaderplanung abgeschlossen (Pressemitteilung des "Kicker")
    • Über Übermedien

      Übermedien ist das führende Online-Magazin für Medienkritik. Wir sind werbefrei und unabhängig. Wir decken Fehler in der Berichterstattung auf, wir erklären die Hintergründe – und wir zeigen, was daran wichtig ist. Wer also Lust auf guten Journalismus habt, aber Medien nicht einfach alles glauben möchte, abonniert am besten unseren kostenlosen Newsletter „Der Überblick“. Mehr dazu auf uebermedien.de.

      23 min
    • Holger ruft an ... wegen Kulturkritik
      Sind alle zu lieb geworden?

      Gast: Johannes Franzen, Kulturjournalist

      Es gebe keine Verrisse mehr, Kunstkritik sei weichgespült – diesen Vorwurf hört man immer wieder. Der Literaturwissenschaftler und Kulturjournalist Johannes Franzen sagt: Diese Debatte sei ein „Diskurstheater“, das alle zwanzig Jahre neu aufgeführt werde. Das heißt allerdings nicht, dass Kritik an der Kritik grundsätzlich ungerechtfertigt ist.

      Das eigentliche Problem sei jedoch nicht, dass alle zu nett geworden sind, sondern dass man sich Kritik leisten können muss, meint Franzen, der diese Woche zu Gast im Übermedien-Podcast ist. In vielen Medienhäusern schwänden die Ressourcen. Gleichzeitig trauten sich manche Autor:innen nur noch unter Pseudonym, ein neues Taylor-Swift-Album zu besprechen – aus Sorge, von den Fans der Künstlerin angegriffen zu werden.

      Warum ist negative Kritik überhaupt wichtig? Gibt es in Zeiten von Social Media überhaupt noch die großen Kritiker wie Marcel Reich-Ranicki? Wieso sind das größte Problem nicht die Algorithmen, sondern die riesigen Marketingbudgets? Und was hat Goethe über Kritiker geschrieben? Darüber sprechen Holger Klein und Johannes Franzen in der neuen Folge von „Holger ruft an …“.

      Der Gesprächspartner:

      Johannes Franzen ist Literaturwissenschaftler, Kulturjournalist und Mitarbeiter am Seminar für Deutsche Philologie an der Universität Mannheim. Er veröffentlicht Essays unter anderem in der FAZ, der taz und "Zeit Online" und ist Mitbegründer des Online-Feuilletons "54books". Für Übermedien schrieb er eine Serie über die Mechanismen der Aufmerksamkeitsökonomie.

      Der Host:

      Holger Klein ist Podcaster und ehemaliger Hörfunkmoderator. Seit 2021 ruft er für Übermedien jede Woche bei Leuten aus der Medienbranche an, um mit ihnen über aktuelle Medienthemen und ihre Hintergründe zu sprechen.

      Links:

      Leg dich nicht mit Swifties an (Kolumne von Johannes Franzen bei Übermedien)
      Kulturkritik in der Krise (Recherche von Kathrin Hollmer bei Übermedien)
      Warum schreibt niemand mehr Verrisse? (Jonathan Guggenberger in der taz)
      Vom Magazin zum Algorithmus: Was ist aus der Popkritik geworden? (Ji-Hun Kim in „Der Freitag“)
      Kunstkritik ohne Kotau: Über den Angriff auf die Ballett-Kritikerin Wiebke Hüster (Kolumne von Samira El Ouassil bei Übermedien)

      Über Übermedien

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      25 min
    • Holger ruft an ... wegen Ukraine
      Müssen Korrespondenten in der Ukraine inzwischen darum kämpfen, im Nachrichtenchaos noch durchzudringen?

      Gast: Vassili Golod, ARD-Korrespondent

      Als Holger Klein den ARD-Korrespondenten Vasilli Golod in Kiew erreicht, trägt Golod mehrere Pullover übereinander. Es sei bitterkalt, sagt er. Russland habe so heftig wie nie zuvor die Energieversorgung in der Ukraine angegriffen, was eine „extreme Belastung für alle hier“ sei – auch für Journalisten: 40 Stunden lang gab es keinen Strom. Im ARD-Studio waren irgendwann sogar die Reserveakkus leer.

      Wie ist es inzwischen, aus dem Krieg in der Ukraine zu berichten? Und wie sehr müssen Reporter vor Ort um die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit buhlen bei all den vielen Meldungen von Krisen in der ganzen Welt, die Tag für Tag kursieren?

      Sie müssten die Redaktionen immer öfter überzeugen, mit ihren Themen ins Programm zu kommen, sagt Golod. Weil das, was in der Ukraine passiere, aus der Ferne betrachtet so wirken könne, als sei es „immer das gleiche“.

      Er wünsche sich mehr Mut von Redaktionen, auch außerhalb der ARD: „Dass sie sagen, wir berichten nicht über die 17. Trump-Äußerung, sondern über das, was tatsächlich in einem Land gar nicht so weit weg von Deutschland passiert.“ Eigene Themen setzen, findet Golod, das wäre wichtig. Und manchmal würde er sich auch einfach mal einen Anruf von Kollegen wünschen, die fragen: Wie geht‘s euch eigentlich?

      Wie frei können sich die Reporter in der Ukraine derzeit bewegen? Welche Einschränkungen gibt es? Wie gehen sie mit russischer Desinformation um – und wie ist das überhaupt in der Ukraine: Arbeitet auch die dortige Regierung mit Falschbehauptungen? Unter anderem darüber sprechen Holger Klein und Vassili Golod in der neuen Folge des Übermedien-Podcasts „Holger ruft an“.

      Der Gesprächspartner:

      Vassili Golod berichtet seit 2022 als Korrespondent aus der Ukraine, seit 2023 leitet er das ARD-Studio in Kiew. Zuvor arbeitete er im WDR-Newsroom als Reporter, Redakteur und Chef vom Dienst unter anderem für „Tagesschau“ und „Tagesthemen“. Während seines Volontariats beim WDR gründete er mit Jan Kawelke den Podcast „Machiavelli – Rap und Politik“, den er seit 2018 moderiert.

      Der Host:

      Holger Klein ist Podcaster und ehemaliger Hörfunkmoderator. Seit 2021 ruft er für Übermedien jede Woche bei Leuten aus der Medienbranche an, um mit ihnen über aktuelle Medienthemen und ihre Hintergründe zu sprechen.

      Links:

      • Über das ARD-Studio Kiew (tagesschau.de)
      • „Energieversorgung lahmgelegt“ (Vassili Golodüber die russischen Angriffe)
      • Die neuesten Beiträge von Vassili Golod
      • Instagram-Kanal von Vassili Golod
      • Über Übermedien

        Übermedien ist das führende Online-Magazin für Medienkritik. Wir sind werbefrei und unabhängig. Wir decken Fehler in der Berichterstattung auf, wir erklären die Hintergründe – und wir zeigen, was daran wichtig ist. Wer also Lust auf guten Journalismus habt, aber Medien nicht einfach alles glauben möchte, abonniert am besten unseren kostenlosen Newsletter „Der Überblick“. Mehr dazu auf uebermedien.de.

        33 min
      • Holger ruft an ... wegen 10 Jahre Übermedien

        Gäste: Annika Schneider und Boris Rosenkranz

        Am 13. Januar 2016 wurde Übermedien gegründet. Zehn Jahre später fragt Holger Klein in der Redaktion nach, wie alles begann und warum Boris Rosenkranz und Stefan Niggemeier sich damals entschieden haben, ein unabhängiges Medienmagazin aufzubauen das ausschließlich über Abos finanziert wird, also ohne zusätzliche (zum Beispiel öffentliche) Gelder, und auch ohne Werbung.

        Mit Redakteurin Annika Schneider und Gründer Boris Rosenkranz spricht er darüber, wie sich Übermedien weiterentwickelt hat, was sich noch verbessern könnte und wie (toll) es ist, eine Community im Rücken zu haben, die Übermedien nicht nur finanziell unterstützt, sondern auch mit wertvollen Hinweise versorgt, aus denen oft Beiträge werden. Außerdem geht es um atemlose Debatten, was man ihnen entgegensetzen kann, und darum, wie eigentlich andere Journalisten auf Übermedien-Kritik reagieren.

        Die Gesprächspartner:

        Annika Schneider ist Redakteurin bei Übermedien. Als freie Medienjournalistin hat sie als Moderatorin und Autorin beim Deutschlandfunk und WDR gearbeitet, und als Kolumnistin beim MDR-„Altpapier“. Sie hat Journalistik und Politikwissenschaft in Eichstätt und Erlangen studiert und ihr Handwerk im Lokalen gelernt.

        Boris Rosenkranz ist Gründer von Übermedien. Er war früher Redakteur bei der „taz“, hat beim Norddeutschen Rundfunk in Hamburg volontiert und für ARD-Redaktionen gearbeitet, vor allem für das Medienmagazin „Zapp“ und „Extra 3″.

        Der Host:

        Holger Klein ist Podcaster und ehemaliger Hörfunkmoderator. Seit 2021 ruft er für Übermedien jede Woche bei Leuten aus der Medienbranche an, um mit ihnen über aktuelle Medienthemen und ihre Hintergründe zu sprechen.

        Links:

        • Übermedien wird 10!
        • „Ein historisches Ereignis“ (Video)
        • „Machen Sie bitte weiter so!“ Glückwünsche zum Übiläum
        • Wichtige Nachricht: Übermedien gestartet! (Video)
        • Unser Jubiläumsangebot: 3,99 Euro pro Monat
        • Die Schein-Abstimmungen des ZDF für „Deutschlands Beste“ (Blog von Stefan Niggemeier)
        • ZDF blufft bei Zuschauer-Voting („ZAPP“, Boris Rosenkranz, Archive-Link)
        • ZDF räumt Betrug bei „Deutschlands Beste!“ ein (SZ)
        • Der Kryptobot der „Tagesschau“ (Annika Schneider)
        • Voll verliebt in Russland: Der „Bild“-Chefreporter, der am Putin-Jubelbuch mitschrieb (Übermedien, Doreen Reinhard)
        • Über Übermedien

          Übermedien ist das führende Online-Magazin für Medienkritik. Wir sind werbefrei und unabhängig. Wir decken Fehler in der Berichterstattung auf, wir erklären die Hintergründe – und wir zeigen, was daran wichtig ist. Wer also Lust auf guten Journalismus habt, aber Medien nicht einfach alles glauben möchte, abonniert am besten unseren kostenlosen Newsletter „Der Überblick“. Mehr dazu auf uebermedien.de.

          39 min
        • Holger ruft an ... wegen Nazi-Angriffen

          Gast: Peter Dinkloh, Mediensekretär bei ver.di.

          Am 28. April 2018 greifen zwei bekannte Neonazis Journalisten an, die zu rechtsextremen Umtrieben im thüringischen Fretterode recherchieren. Sie verfolgen die Reporter mit dem Auto, bringen ihr Fahrzeug von der Straße ab und verletzten sie unter anderem mit einem Messer schwer. Fotos belegen den Vorfall.

          Dennoch benötigt das Landgericht Mühlhausen drei Jahre und eine Verzögerungsrüge, um zu einem Urteil zu kommen. Und das fällt bemerkenswert milde aus: So wird ein Täter wegen gefährlicher Körperverletzung zu einem Jahr auf Bewährung verurteilt, der andere zu 200 Arbeitsstunden nach Jugendstrafrecht. Einen gezielten Angriff auf Journalisten oder ein politisches Motiv konnte die Richterin erst gar nicht erkennen.

          „Sie hat davon gesprochen, dass sich hier eben zwei Lager gegenübergestanden hätten und damit die politische Dimension des Falls komplett verkannt“, sagt Peter Dinkloh, der als Gewerkschaftsvertreter den Prozess beobachtet. „Als wäre das einfach ein Konflikt zwischen zwei Jugendgruppen gewesen.“

          Aber nicht nur Dinkloh hat Probleme mit diesem Urteil – auch der Bundesgerichtshof hat die Entscheidung mittlerweile als fehlerhaft bewertet. Zwei Tage vor Heiligabend kommt es nun zu einer Neuauflage vor einer anderen Kammer des Landgerichts.

          Im Gespräch mit Holger Klein spricht Dinkloh über die Hintergründe des Falls: Steckt dahinter ein strukturelles Problem in Thüringen? Warum behindert selbst die Polizei immer wieder Journalisten, die zu Rechtsextremismus recherchieren? Und wie können Medienschaffende besser vor Übergriffen geschützt werden?

          Der Gesprächspartner: Peter Dinkloh ist Mediensekretär bei ver.di und unterstützt Journalistinnen, ihre Rechte als Vertreterinnen einer kritischen Öffentlichkeit wahrzunehmen. Ein Schwerpunkt dabei ist der Einsatz gegen Rechtsextremismus und für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Vorher hat er als Journalist für Correctiv und Reuters gearbeitet.

          Der Host:

          Holger Klein ist Podcaster und ehemaliger Hörfunkmoderator. Seit 2021 ruft er für Übermedien jede Woche bei Leuten aus der Medienbranche an, um mit ihnen über aktuelle Medienthemen und ihre Hintergründe zu sprechen.

          Links:

          • Pressemitteilung von ver.di
          • Pressemitteilung des BGH
          • Angriff auf Journalisten: Nach BGH-Rüge startet der Prozess neu (fr.de)
          • Über Übermedien

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            23 min
          • Holger ruft an ... wegen Annette Dittert

            Gast: Annette Dittert, London-Korrespondentin der ARD

            Sie war Korrespondentin in Russland, Polen, den USA – aber kein Land hat sie so sehr begeistert wie Großbritannien und insbesondere die Hauptstadt London. Seit mehr als 20 Jahren berichtet die Journalistin Annette Dittert für die ARD über das Vereinigte Königreich. Doch nun ist Schluss: Ende des Jahres hört Dittert auf – um auf andere Weise weiterzumachen.

            Als sie in London angekommen sei, habe sie sofort gewusst: Hier bleibe ich, erzählt Dittert im Übermedien-Podcast. Inzwischen hat die gebürtige Kölnerin auch die britische Staatsbürgerschaft und ist fest verankert auf ihrem Londoner Hausboot.

            Mit Holger Klein unterhält sie sich zum Abschied aus dem Fernsehen über die wilden politischen Jahre in England, den Brexit, den Einfluss des Königshauses und ihren Blick auf den Zustand des Landes heute. Sie erzählt, was sie an Großbritannien fasziniert und wieso sie sich in New York gelangweilt hat. Und sie sagt, was sie jetzt so vorhat, also vor allem nachdem sie das Buch fertig geschrieben hat, das im kommenden Jahr erscheinen soll und in dem sie sich auf die Suche „nach der Seele Großbritanniens“ macht.

            Die Gesprächspartnerin:

            Annette Dittert, geboren 1962 in Köln, ist Journalistin. Nach kurzem Start bei einer Regionalzeitung berichtet sie seit mehr als 30 Jahren fürs Fernsehen, unter anderem als ARD-Korrespondentin aus Warschau, New York und London. Für ihre Arbeit ist sie mehrfach ausgezeichnet worden.

            Der Host:

            Holger Klein ist Podcaster und ehemaliger Hörfunkmoderator. Seit 2021 ruft er für Übermedien jede Woche bei Leuten aus der Medienbranche an, um mit ihnen über aktuelle Medienthemen und ihre Hintergründe zu sprechen.

            Links:

            • Aufzählungs-TextPersönliche Webseite von Annette Dittert
            • Annette Dittert bei Instagram
            • Was ist das für ein royales Kommunikations-Desaster? Annette Dittert über das britische Königshaus und die erkrankte Prinzessin Kate. (Podcast)
            • Was ist das für ein korrupter Sumpf bei der BBC? Annette Dittert über politischen Druck auf die britische Rundfunkanstalt. (Podcast)
            • Wie überlebt man als London-Korrespondentin eine Queen-Beerdigung? Annette Dittert über das Medienspektakel zum Tod von Queen Elizabeth. (Podcast)
            • Über Übermedien

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              46 min
            • Holger ruft an ... wegen der Rundfunkreform
              Werden ARD und ZDF jetzt besser?

              Gast: Leonhard Dobusch, Rundfunkexperte

              Seit diesem Montag gilt der Reformstaatsvertrag. Die Rundfunkkommission der Länder, die die Rahmenbedingungen für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland festlegt, will ihn „zukunftsfester, digitaler, effizienter und interaktiver" machen. Aber was bedeutet das konkret für ARD und ZDF? Und ist es nicht problematisch, wenn ganze Programme wegfallen?

              „Ich sehe die Zukunft nicht in Spartenprogrammen, sondern in öffentlich-rechtlichen Onlineangeboten“, sagt Leonhard Dobusch. Der Rundfunkexperte und ehemalige ZDF-Verwaltungsrat ist diese Woche zu Gast im Übermedien-Podcast. Er spricht mit Holger Klein über die Neuerungen, die der Reformstaatsvertrag mit sich bringt.

              Dobusch hält die neuen Regeln für „grundsätzlich sinnvoll“, sieht aber zwei große Schwächen: Erstens gebe es keine klare Entscheidung darüber, wie die Finanzierung künftig aussehen soll. Zweitens befürchtet er beim Thema Presseähnlichkeit erhebliche Einschränkungen für die Öffentlich-Rechtlichen.

              Worin genau sieht er die Probleme? Welche Änderungen findet er gut? Und wie steht es im Vergleich dazu beim ORF in Österreich? Darüber sprechen Holger Klein und Leonhard Dobusch in der neuen Folge von „Holger ruft an“.

              Der Gesprächspartner:

              Leonhard Dobusch ist Wirtschaftswissenschaftler an der Universität Innsbruck und seit Juni 2025 Mitglied des Stiftungsrats des ORF. Von 2016 bis 2022 war er Mitglied im ZDF-Fernsehrat, von 2022 bis 2025 gehörte er dem ZDF-Verwaltungsrat an.

              Der Host:

              Holger Klein ist Podcaster und ehemaliger Hörfunkmoderator. Seit 2021 ruft er für Übermedien jede Woche bei Leuten aus der Medienbranche an, um mit ihnen über aktuelle Medienthemen und ihre Hintergründe zu sprechen.

              Links:

              „Reformstaatsvertrag“ mit Retro-Konzept der „Presseähnlichkeit“ (Leonhard Dobusch bei Netzpolitik.org)
              Warum gibt es kein öffentlich-rechtliches Netflix? (Interview mit Leonhard Dobusch bei Übermedien)
              Staatsvertrag zur Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks (PDF)
              „Nice & Nötig“: Robert Amlung vom ZDF über die Idee eines öffentlich-rechtlichen Netzwerks als Alternative zu Youtube und Co. (Podcast)

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              29 min
            • Holger ruft an... wegen Konstantin Wecker
              Wie erklärt man seinen Lesern, dass das Privatleben von Konstantin Wecker die Öffentlichkeit etwas angeht?

              Vergangene Woche hat die „Süddeutsche Zeitung“ eine große Recherche veröffentlicht, wonach der bekannte Münchner Liedermacher Konstantin Wecker eine Beziehung zu einer Minderjährigen gehabt haben soll. Die Frau, die damals 15 Jahre alt war und heute 30 ist, hatte sich mit ihrer Geschichte an die Redaktion gewandt. Sie wirft Wecker unter anderem manipulatives Verhalten vor.

              Es gebe ein „sehr großes Gefälle zwischen dem Bild, das Wecker für die Öffentlichkeit aufgebaut hat, und dem Verhalten, das er über eine lange Zeit“ gezeigt habe, sagt SZ-Investigativchef Ralf Wiegand. Er ist diese Woche zu Gast im Übermedien-Podcast und spricht über die brisante Recherche und die unterschiedlichen Leserreaktionen darauf.

              Es gebe viel Kritik, erzählt Wiegand. Dass die Resonanz von Print- und Digitallesern dabei so weit auseinanderfalle, habe er in dieser Form noch nie erlebt. Von den Printlesern sei zu hören, das Thema sei zu boulevardesk und gehöre nicht in die Öffentlichkeit. Jüngere Leser hingegen, die sich eher digital informieren, hätten kritisiert, die SZ habe den Missbrauch nicht klar genug benannt, wenn sie von einer „Beziehung“ schreibe.

              Wie geht die Redaktion mit der Kritik um? Wieso hat sich die „Süddeutsche“ entschieden, die Geschichte – auch in dieser Detailtiefe – zu erzählen? Und was unterscheidet diesen Fall von anderen MeToo-Recherchen? Darüber sprechen Holger Klein und Ralf Wiegand in der neuen Folge „Holger ruft an“.

              Der Gesprächspartner:

              Ralf Wiegand ist seit Januar 2021 Leiter des Ressorts Investigative Recherche bei der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ). Zuvor arbeitete er bei der SZ im Reportageressort „Buch Zwei“, als innenpolitischer Korrespondent für Norddeutschland sowie als Sportredakteur. Volontiert hat Wiegand im Lokalen, bei den „Fränkischen Nachrichten“ in Tauberbischofsheim. Bevor er 1997 zur SZ wechselte, war er Redakteur beim „Weser Kurier“ in Bremen.

              Der Host:

              Holger Klein ist Podcaster und ehemaliger Hörfunkmoderator. Seit 2021 ruft er für Übermedien jede Woche bei Leuten aus der Medienbranche an, um mit ihnen über aktuelle Medienthemen und ihre Hintergründe zu sprechen.

              Links:

              „Der Mann und das Mädchen“ – Recherche der SZ über den Liedermacher Konstantin Wecker und seine Beziehung zu einer Minderjährigen
              Bluesky-Thread von Ralf Wiegand zu den unterschiedlichen Leserreaktionen
              Video mit SZ-Redakteurin Lea Weinmann zu häufigen Leserfragen zur Wecker-Recherche

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              33 min
            • Holger ruft an ... wegen Behörden-PR
              Macht Behörden-PR dem Lokaljournalismus das Geschäft kaputt?

              Geht der Lokaljournalismus vor die Hunde, weil die Polizei heute im Netz ihre Meldungen und Fotos direkt veröffentlicht? Das meinen zumindest die deutschen Verleger. Sie berufen sich dabei auf die rechtliche Vorgabe, dass der Staat keine Presse machen darf. Ihr Argument: Weil Kommunen und Behörden wie Polizei und Feuerwehr zunehmend ihre Social-Media-Aktivitäten ausbauten und dabei weit mehr als reine Informationen verbreiteten, würden sie zu ungleichen Konkurrenten der freien Presse im Kampf um Reichweite im Netz. Außerdem stecke dahinter der Versuch, sich der Kontrolle durch den Journalismus zu entziehen.

              Aber lässt sich das Verbot für Kommunen, eigene Radiosender oder Zeitungen zu betreiben, so einfach auf Social-Media-Auftritte übertragen? Wie passt das mit der Pflicht zur Öffentlichkeitsarbeit zusammen, die Behörden eben auch haben? Und liegen die Probleme des Lokaljournalismus in Wahrheit nicht ganz woanders – und vor allem: viel tiefer?

              Diese und viele weitere Fragen zu dem Thema hat Holger Klein diese Woche an Hermann von Engelbrechten-Ilow. Der Rechtsanwalt und Journalist beschäftigt sich mit den verfassungsrechtlichen Aspekten der öffentlichen Meinungsbildung und hat zuletzt im Auftrag des Verbands Deutscher Lokalzeitungen und Lokalmedien (VDL) eine Umfrage unter Verlagen durchgeführt.

              Der Gast:

              Hermann von Engelbrechten-Ilow ist Journalist und Rechtsanwalt in Berlin. Er beschäftigt sich mit Medienrecht, Medienpolitik und allgemein mit der Meinungsbildung in der Demokratie. Im Herbert von Halem-Verlag erschien von ihm das Buch „Was läuft da schief im Journalismus?“.

              Der Host:

              Holger Klein ist Podcaster und ehemaliger Hörfunkmoderator. Seit 2021 ruft er für Übermedien jede Woche bei Leuten aus der Medienbranche an, um mit ihnen über aktuelle Medienthemen und ihre Hintergründe zu sprechen.

              Links:

              • Wie Kommunen die Presse austrocknen (Gastbeitrag in der FAZ)
              • Ergebnisse der VDL-Umfrage im Detail
              • BGH-Urteil: „Ruhr-Nachrichten“ unterliegen „dortmund.de“ (SZ)
              • Zu viel Reichweite für die Kanzlerin (DLF)
              • Über Übermedien

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                Lust auf noch mehr Übermedien-Podcasts? Hier geht's zu „Nice & Nötig“, dem Übermedien-Podcast für gute Ideen mit Annika Schneider

                29 min
              • Podcast-Tipp: „Nice & Nötig“
                Der Übermedien-Podcast für gute Ideen

                Liebe Hörer:innen von „Holger ruft an…“, wenn ihr Lust auf noch mehr Übermedien-Podcasts habt, dann schaut doch mal rüber zu unserer ersten Staffel von „Nice & Nötig“, dem Übermedien-Podcast für gute Ideen! Darin spricht Übermedien-Redakteurin Annika Schneider mit Menschen, die Medien und den Journalismus besser machen wollen. Wir freuen uns, wenn ihr reinhört und uns Feedback gebt!

                Hier geht's zu den sechs Folgen der ersten Staffel „Nice & Nötig“

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                Auf Apple Podcasts hören

                Über Übermedien

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                2 min

              About Holger ruft an

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              Der Übermedien-Podcast, in dem Host Holger Klein jede Woche mit wechselnden Gästen über aktuelle Medienthemen und ihre Hintergründe spricht.

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              Methodisch inkorrekt! by Methodisch inkorrekt!

              Methodisch inkorrekt!

              15 Listeners

              Lage der Nation - der Politik-Podcast aus Berlin by Philip Banse & Ulf Buermeyer

              Lage der Nation - der Politik-Podcast aus Berlin

              225 Listeners

              Logbuch:Netzpolitik by Metaebene Personal Media - Tim Pritlove

              Logbuch:Netzpolitik

              5 Listeners

              Hoaxilla - Der skeptische Podcast by Alexa & Alexander

              Hoaxilla - Der skeptische Podcast

              10 Listeners

              Der Politikpodcast by Deutschlandfunk

              Der Politikpodcast

              36 Listeners

              Die Wochendämmerung - Der stabile Wochenrückblick by Katrin Rönicke und Holger Klein (hauseins)

              Die Wochendämmerung - Der stabile Wochenrückblick

              13 Listeners

              Sicherheitshalber by Der Podcast zur sicherheitspolitischen Lage in Deutschland, Europa und der Welt.

              Sicherheitshalber

              43 Listeners

              Das Politikteil by DIE ZEIT

              Das Politikteil

              60 Listeners

              Piratensender Powerplay by Samira El Ouassil, Friedemann Karig

              Piratensender Powerplay

              3 Listeners

              FREIHEIT DELUXE mit Jagoda Marinic by ARD

              FREIHEIT DELUXE mit Jagoda Marinic

              8 Listeners

              Geld für die Welt by Maurice Höfgen

              Geld für die Welt

              6 Listeners

              11KM: der tagesschau-Podcast by tagesschau

              11KM: der tagesschau-Podcast

              31 Listeners

              Wind und Wurzeln - mit Marina Weisband by Marina Weisband mit hauseins

              Wind und Wurzeln - mit Marina Weisband

              4 Listeners

              Nice & Nötig – Der Podcast für gute Ideen by Übermedien

              Nice & Nötig – Der Podcast für gute Ideen

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