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Frauen im Sportjournalismus bleiben eine Minderheit. Seit Jahren liegt ihr Anteil zwischen zehn und 15 Prozent. Darüber können auch einzelne Entwicklungen nicht hinwegtäuschen. Etwa, dass bei Fußballübertragungen im Fernsehen mittlerweile rund die Hälfte der Moderator:innen weiblich sind. Denn auch diese erfreuliche Zahl hat eine Kehrseite: Männliche Kommentatoren sind immer noch deutlich in der Mehrheit, und auch in Führungspositionen sind kaum Frauen zu finden.
Dazu kommt: Gerade in Sportarten wie Fußball erleben Frauen besonders heftige Angriffe. Wenn Kommentatorinnen wie Claudia Neumann am Mikro seien, müssten sie in der Online-Redaktion deutlich mehr Community Manager als sonst einsetzen, sagte 2021 der damalige ZDF-Sportchef Thomas Fuhrmann der dpa. So sehr stiege die Anzahl an Beleidigungen und sexistische Kommentaren in den sozialen Medien.
"Obwohl mehr Frauen in den Sportjournalismus kommen, bleibt noch viel zu tun", sagt daher auch Nora Hespers im Gespräch mit Podcast-Host Holger Klein. Welche Hürden Frauen beim Einstieg in den Job erleben, was konkret getan werden könnte und was Hespers selbst als Sportjournalistin erlebt hat, hören Sie in der neuen Folge von "Holger ruft an …".
Die Gesprächspartnerin:
**Links: **
Übermedien ist das führende Online-Magazin für Medienkritik. Wir sind werbefrei und unabhängig. Wir decken Fehler in der Berichterstattung auf, wir erklären die Hintergründe – und wir zeigen, was daran wichtig ist. Wer also Lust auf guten Journalismus habt, aber Medien nicht einfach alles glauben möchte, abonniert am besten unseren kostenlosen Newsletter „Der Überblick“. Mehr dazu auf uebermedien.de.
Gast: Johannes Franzen, Kulturjournalist
Das eigentliche Problem sei jedoch nicht, dass alle zu nett geworden sind, sondern dass man sich Kritik leisten können muss, meint Franzen, der diese Woche zu Gast im Übermedien-Podcast ist. In vielen Medienhäusern schwänden die Ressourcen. Gleichzeitig trauten sich manche Autor:innen nur noch unter Pseudonym, ein neues Taylor-Swift-Album zu besprechen – aus Sorge, von den Fans der Künstlerin angegriffen zu werden.
Warum ist negative Kritik überhaupt wichtig? Gibt es in Zeiten von Social Media überhaupt noch die großen Kritiker wie Marcel Reich-Ranicki? Wieso sind das größte Problem nicht die Algorithmen, sondern die riesigen Marketingbudgets? Und was hat Goethe über Kritiker geschrieben? Darüber sprechen Holger Klein und Johannes Franzen in der neuen Folge von „Holger ruft an …“.
Der Gesprächspartner:
Der Host:
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Gast: Vassili Golod, ARD-Korrespondent
Wie ist es inzwischen, aus dem Krieg in der Ukraine zu berichten? Und wie sehr müssen Reporter vor Ort um die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit buhlen bei all den vielen Meldungen von Krisen in der ganzen Welt, die Tag für Tag kursieren?
Sie müssten die Redaktionen immer öfter überzeugen, mit ihren Themen ins Programm zu kommen, sagt Golod. Weil das, was in der Ukraine passiere, aus der Ferne betrachtet so wirken könne, als sei es „immer das gleiche“.
Er wünsche sich mehr Mut von Redaktionen, auch außerhalb der ARD: „Dass sie sagen, wir berichten nicht über die 17. Trump-Äußerung, sondern über das, was tatsächlich in einem Land gar nicht so weit weg von Deutschland passiert.“ Eigene Themen setzen, findet Golod, das wäre wichtig. Und manchmal würde er sich auch einfach mal einen Anruf von Kollegen wünschen, die fragen: Wie geht‘s euch eigentlich?
Wie frei können sich die Reporter in der Ukraine derzeit bewegen? Welche Einschränkungen gibt es? Wie gehen sie mit russischer Desinformation um – und wie ist das überhaupt in der Ukraine: Arbeitet auch die dortige Regierung mit Falschbehauptungen? Unter anderem darüber sprechen Holger Klein und Vassili Golod in der neuen Folge des Übermedien-Podcasts „Holger ruft an“.
Der Gesprächspartner:
Der Host:
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Gäste: Annika Schneider und Boris Rosenkranz
Mit Redakteurin Annika Schneider und Gründer Boris Rosenkranz spricht er darüber, wie sich Übermedien weiterentwickelt hat, was sich noch verbessern könnte und wie (toll) es ist, eine Community im Rücken zu haben, die Übermedien nicht nur finanziell unterstützt, sondern auch mit wertvollen Hinweise versorgt, aus denen oft Beiträge werden. Außerdem geht es um atemlose Debatten, was man ihnen entgegensetzen kann, und darum, wie eigentlich andere Journalisten auf Übermedien-Kritik reagieren.
Die Gesprächspartner:
Boris Rosenkranz ist Gründer von Übermedien. Er war früher Redakteur bei der „taz“, hat beim Norddeutschen Rundfunk in Hamburg volontiert und für ARD-Redaktionen gearbeitet, vor allem für das Medienmagazin „Zapp“ und „Extra 3″.
Der Host:
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Gast: Peter Dinkloh, Mediensekretär bei ver.di.
Dennoch benötigt das Landgericht Mühlhausen drei Jahre und eine Verzögerungsrüge, um zu einem Urteil zu kommen. Und das fällt bemerkenswert milde aus: So wird ein Täter wegen gefährlicher Körperverletzung zu einem Jahr auf Bewährung verurteilt, der andere zu 200 Arbeitsstunden nach Jugendstrafrecht. Einen gezielten Angriff auf Journalisten oder ein politisches Motiv konnte die Richterin erst gar nicht erkennen.
„Sie hat davon gesprochen, dass sich hier eben zwei Lager gegenübergestanden hätten und damit die politische Dimension des Falls komplett verkannt“, sagt Peter Dinkloh, der als Gewerkschaftsvertreter den Prozess beobachtet. „Als wäre das einfach ein Konflikt zwischen zwei Jugendgruppen gewesen.“
Aber nicht nur Dinkloh hat Probleme mit diesem Urteil – auch der Bundesgerichtshof hat die Entscheidung mittlerweile als fehlerhaft bewertet. Zwei Tage vor Heiligabend kommt es nun zu einer Neuauflage vor einer anderen Kammer des Landgerichts.
Im Gespräch mit Holger Klein spricht Dinkloh über die Hintergründe des Falls: Steckt dahinter ein strukturelles Problem in Thüringen? Warum behindert selbst die Polizei immer wieder Journalisten, die zu Rechtsextremismus recherchieren? Und wie können Medienschaffende besser vor Übergriffen geschützt werden?
Der Gesprächspartner: Peter Dinkloh ist Mediensekretär bei ver.di und unterstützt Journalistinnen, ihre Rechte als Vertreterinnen einer kritischen Öffentlichkeit wahrzunehmen. Ein Schwerpunkt dabei ist der Einsatz gegen Rechtsextremismus und für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Vorher hat er als Journalist für Correctiv und Reuters gearbeitet.
Der Host:
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Gast: Annette Dittert, London-Korrespondentin der ARD
Als sie in London angekommen sei, habe sie sofort gewusst: Hier bleibe ich, erzählt Dittert im Übermedien-Podcast. Inzwischen hat die gebürtige Kölnerin auch die britische Staatsbürgerschaft und ist fest verankert auf ihrem Londoner Hausboot.
Mit Holger Klein unterhält sie sich zum Abschied aus dem Fernsehen über die wilden politischen Jahre in England, den Brexit, den Einfluss des Königshauses und ihren Blick auf den Zustand des Landes heute. Sie erzählt, was sie an Großbritannien fasziniert und wieso sie sich in New York gelangweilt hat. Und sie sagt, was sie jetzt so vorhat, also vor allem nachdem sie das Buch fertig geschrieben hat, das im kommenden Jahr erscheinen soll und in dem sie sich auf die Suche „nach der Seele Großbritanniens“ macht.
Die Gesprächspartnerin:
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Lust auf noch mehr Übermedien-Podcasts? Hier geht's zu „Nice & Nötig“, dem Übermedien-Podcast für gute Ideen mit Annika Schneider
Gast: Leonhard Dobusch, Rundfunkexperte
Seit diesem Montag gilt der Reformstaatsvertrag. Die Rundfunkkommission der Länder, die die Rahmenbedingungen für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland festlegt, will ihn „zukunftsfester, digitaler, effizienter und interaktiver" machen. Aber was bedeutet das konkret für ARD und ZDF? Und ist es nicht problematisch, wenn ganze Programme wegfallen?
„Ich sehe die Zukunft nicht in Spartenprogrammen, sondern in öffentlich-rechtlichen Onlineangeboten“, sagt Leonhard Dobusch. Der Rundfunkexperte und ehemalige ZDF-Verwaltungsrat ist diese Woche zu Gast im Übermedien-Podcast. Er spricht mit Holger Klein über die Neuerungen, die der Reformstaatsvertrag mit sich bringt.
Dobusch hält die neuen Regeln für „grundsätzlich sinnvoll“, sieht aber zwei große Schwächen: Erstens gebe es keine klare Entscheidung darüber, wie die Finanzierung künftig aussehen soll. Zweitens befürchtet er beim Thema Presseähnlichkeit erhebliche Einschränkungen für die Öffentlich-Rechtlichen.
Worin genau sieht er die Probleme? Welche Änderungen findet er gut? Und wie steht es im Vergleich dazu beim ORF in Österreich? Darüber sprechen Holger Klein und Leonhard Dobusch in der neuen Folge von „Holger ruft an“.
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Vergangene Woche hat die „Süddeutsche Zeitung“ eine große Recherche veröffentlicht, wonach der bekannte Münchner Liedermacher Konstantin Wecker eine Beziehung zu einer Minderjährigen gehabt haben soll. Die Frau, die damals 15 Jahre alt war und heute 30 ist, hatte sich mit ihrer Geschichte an die Redaktion gewandt. Sie wirft Wecker unter anderem manipulatives Verhalten vor.
Es gebe ein „sehr großes Gefälle zwischen dem Bild, das Wecker für die Öffentlichkeit aufgebaut hat, und dem Verhalten, das er über eine lange Zeit“ gezeigt habe, sagt SZ-Investigativchef Ralf Wiegand. Er ist diese Woche zu Gast im Übermedien-Podcast und spricht über die brisante Recherche und die unterschiedlichen Leserreaktionen darauf.
Es gebe viel Kritik, erzählt Wiegand. Dass die Resonanz von Print- und Digitallesern dabei so weit auseinanderfalle, habe er in dieser Form noch nie erlebt. Von den Printlesern sei zu hören, das Thema sei zu boulevardesk und gehöre nicht in die Öffentlichkeit. Jüngere Leser hingegen, die sich eher digital informieren, hätten kritisiert, die SZ habe den Missbrauch nicht klar genug benannt, wenn sie von einer „Beziehung“ schreibe.
Wie geht die Redaktion mit der Kritik um? Wieso hat sich die „Süddeutsche“ entschieden, die Geschichte – auch in dieser Detailtiefe – zu erzählen? Und was unterscheidet diesen Fall von anderen MeToo-Recherchen? Darüber sprechen Holger Klein und Ralf Wiegand in der neuen Folge „Holger ruft an“.
Der Gesprächspartner:
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Geht der Lokaljournalismus vor die Hunde, weil die Polizei heute im Netz ihre Meldungen und Fotos direkt veröffentlicht? Das meinen zumindest die deutschen Verleger. Sie berufen sich dabei auf die rechtliche Vorgabe, dass der Staat keine Presse machen darf. Ihr Argument: Weil Kommunen und Behörden wie Polizei und Feuerwehr zunehmend ihre Social-Media-Aktivitäten ausbauten und dabei weit mehr als reine Informationen verbreiteten, würden sie zu ungleichen Konkurrenten der freien Presse im Kampf um Reichweite im Netz. Außerdem stecke dahinter der Versuch, sich der Kontrolle durch den Journalismus zu entziehen.
Aber lässt sich das Verbot für Kommunen, eigene Radiosender oder Zeitungen zu betreiben, so einfach auf Social-Media-Auftritte übertragen? Wie passt das mit der Pflicht zur Öffentlichkeitsarbeit zusammen, die Behörden eben auch haben? Und liegen die Probleme des Lokaljournalismus in Wahrheit nicht ganz woanders – und vor allem: viel tiefer?
Diese und viele weitere Fragen zu dem Thema hat Holger Klein diese Woche an Hermann von Engelbrechten-Ilow. Der Rechtsanwalt und Journalist beschäftigt sich mit den verfassungsrechtlichen Aspekten der öffentlichen Meinungsbildung und hat zuletzt im Auftrag des Verbands Deutscher Lokalzeitungen und Lokalmedien (VDL) eine Umfrage unter Verlagen durchgeführt.
Der Gast:
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Liebe Hörer:innen von „Holger ruft an…“, wenn ihr Lust auf noch mehr Übermedien-Podcasts habt, dann schaut doch mal rüber zu unserer ersten Staffel von „Nice & Nötig“, dem Übermedien-Podcast für gute Ideen! Darin spricht Übermedien-Redakteurin Annika Schneider mit Menschen, die Medien und den Journalismus besser machen wollen. Wir freuen uns, wenn ihr reinhört und uns Feedback gebt!
Hier geht's zu den sechs Folgen der ersten Staffel „Nice & Nötig“
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