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Gast: Peter Dinkloh, Mediensekretär bei ver.di.
Dennoch benötigt das Landgericht Mühlhausen drei Jahre und eine Verzögerungsrüge, um zu einem Urteil zu kommen. Und das fällt bemerkenswert milde aus: So wird ein Täter wegen gefährlicher Körperverletzung zu einem Jahr auf Bewährung verurteilt, der andere zu 200 Arbeitsstunden nach Jugendstrafrecht. Einen gezielten Angriff auf Journalisten oder ein politisches Motiv konnte die Richterin erst gar nicht erkennen.
„Sie hat davon gesprochen, dass sich hier eben zwei Lager gegenübergestanden hätten und damit die politische Dimension des Falls komplett verkannt“, sagt Peter Dinkloh, der als Gewerkschaftsvertreter den Prozess beobachtet. „Als wäre das einfach ein Konflikt zwischen zwei Jugendgruppen gewesen.“
Aber nicht nur Dinkloh hat Probleme mit diesem Urteil – auch der Bundesgerichtshof hat die Entscheidung mittlerweile als fehlerhaft bewertet. Zwei Tage vor Heiligabend kommt es nun zu einer Neuauflage vor einer anderen Kammer des Landgerichts.
Im Gespräch mit Holger Klein spricht Dinkloh über die Hintergründe des Falls: Steckt dahinter ein strukturelles Problem in Thüringen? Warum behindert selbst die Polizei immer wieder Journalisten, die zu Rechtsextremismus recherchieren? Und wie können Medienschaffende besser vor Übergriffen geschützt werden?
Der Gesprächspartner: Peter Dinkloh ist Mediensekretär bei ver.di und unterstützt Journalistinnen, ihre Rechte als Vertreterinnen einer kritischen Öffentlichkeit wahrzunehmen. Ein Schwerpunkt dabei ist der Einsatz gegen Rechtsextremismus und für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Vorher hat er als Journalist für Correctiv und Reuters gearbeitet.
Der Host:
Links:
Übermedien ist das führende Online-Magazin für Medienkritik. Wir sind werbefrei und unabhängig. Wir decken Fehler in der Berichterstattung auf, wir erklären die Hintergründe – und wir zeigen, was daran wichtig ist. Wer also Lust auf guten Journalismus habt, aber Medien nicht einfach alles glauben möchte, abonniert am besten unseren kostenlosen Newsletter „Der Überblick“. Mehr dazu auf uebermedien.de.
By Übermedien1
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Gast: Peter Dinkloh, Mediensekretär bei ver.di.
Dennoch benötigt das Landgericht Mühlhausen drei Jahre und eine Verzögerungsrüge, um zu einem Urteil zu kommen. Und das fällt bemerkenswert milde aus: So wird ein Täter wegen gefährlicher Körperverletzung zu einem Jahr auf Bewährung verurteilt, der andere zu 200 Arbeitsstunden nach Jugendstrafrecht. Einen gezielten Angriff auf Journalisten oder ein politisches Motiv konnte die Richterin erst gar nicht erkennen.
„Sie hat davon gesprochen, dass sich hier eben zwei Lager gegenübergestanden hätten und damit die politische Dimension des Falls komplett verkannt“, sagt Peter Dinkloh, der als Gewerkschaftsvertreter den Prozess beobachtet. „Als wäre das einfach ein Konflikt zwischen zwei Jugendgruppen gewesen.“
Aber nicht nur Dinkloh hat Probleme mit diesem Urteil – auch der Bundesgerichtshof hat die Entscheidung mittlerweile als fehlerhaft bewertet. Zwei Tage vor Heiligabend kommt es nun zu einer Neuauflage vor einer anderen Kammer des Landgerichts.
Im Gespräch mit Holger Klein spricht Dinkloh über die Hintergründe des Falls: Steckt dahinter ein strukturelles Problem in Thüringen? Warum behindert selbst die Polizei immer wieder Journalisten, die zu Rechtsextremismus recherchieren? Und wie können Medienschaffende besser vor Übergriffen geschützt werden?
Der Gesprächspartner: Peter Dinkloh ist Mediensekretär bei ver.di und unterstützt Journalistinnen, ihre Rechte als Vertreterinnen einer kritischen Öffentlichkeit wahrzunehmen. Ein Schwerpunkt dabei ist der Einsatz gegen Rechtsextremismus und für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Vorher hat er als Journalist für Correctiv und Reuters gearbeitet.
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