2018 hatte so schön angefangen. Die Wirtschaft brummte, die Börse freute sich über das Steuergeschenk des US-Kongresses an die Unternehmen und die Aktienkurse setzten den Höhenflug des letzten Jahres fort. Ende Januar kam dann die Angst an die Börse und seitdem schwanken die Kurse stärker.
Die Schwellenländer emanzipieren sich wirtschaftlich zunehmend von den USA und Europa. Neben den generell guten und höheren Wachstumsaussichten bieten strukturelle Veränderungen entscheidende Gründe, sein Portfolio zunehmend auf die Schwellenländer auszurichten.
Diesen Mittwoch wird die Fed ihren Leitzins um 0.25% erhöhen. Alles andere wäre eine grosse Überraschung. Wir sind auch davon überzeugt, dass Jerome Powell, der neue Fed-Präsident, einen ruhigen und überlegten Auftritt zeigen wird.
Die vom US-Präsidenten Trump angekündigten Strafzölle auf Stahl- und Aluminiumimporten haben zu heftigen Reaktionen geführt. Sowohl bei der EU und anderen Ländern als auch an den Börsen.
Die US-Regierung kündigte am 22. Januar an, dass sie für Solarzellen aus China Importzölle von 30% erheben werde. Die USA werfen China vor, die Produktionskosten der entsprechenden Produkte durch Subventionen tief zu halten.
Anfang Februar zeigte sich das Börsengeschehen von seiner unberechenbaren Seite. Am 5. Februar schlossen die Aktienmärkte mit einem saftigen Minus von über 4%. Seither konnten sich die Finanzmärkte wieder etwas stabilisieren und es ist wieder "Alltag" eingekehrt. Aber Wachsamkeit bleibt gefragt und die rosa Brille gehört definitiv weggelegt.
Der unerwartete Anstieg der Stundenlöhne in den USA um 2.9% hat eine Kettenreaktion ausgelöst. Die Inflationserwartungen sind angestiegen, dies hat die Zinsen der Obligationen steigen lassen. Und das hat wiederum die Aktienanleger verängstigt und die Aktienkurse um rund 10% purzeln lassen.
Die letzte Woche war turbulent gestartet. Am Montag schlossen die Aktienmärkte mit einem saftigen Minus von über 4 %. Der Auslöser für den Kursrutsch kam von der Zinsseite.
Das US-Steuerpaket führt neben zukünftig tieferen Steuereinnahmen kurzfristig zu erheblichen Zuflüssen für die US-Regierung. Viele dieser Gelder sind aber bereits in US-Wertpapiere angelegt und werden nicht zu einem massiven Devisenzufluss führen.
Der Euro setzt seinen Höhenflug fort, insbesondere gegenüber dem Dollar. Die Spekulationen, wann die EZB ihre Anleihenverkäufe beenden wird, geben dem Euro Schub. Dies wärt aber nicht ewig.
5 min
About SGKB Research-Podcast
From the publisher's feed
Unsere Analystinnen und Analysten ordnen in prägnanten Audiobeiträgen die aktuellen Schlüsselereignisse an den Finanzmärkten ein. Welchen Einfluss haben diese auf die Entwicklung? Wie betrifft dies die Anlegerinnen und Anleger? Die Audiopodcasts richten sich nach den globalen Entwicklungen und werden unregelmässig veröffentlicht.