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Time to Say Goodbye. Eva und Svea sagen Danke und Tschüß!
Es ist eine Hinterlassenschaft, die jetzt Menschen in Gefahr bringt: Gesichtsscanner, die die US-Armee in Afghanistan zurück gelassen haben. Datenjournalistin und Reporterin Rebecca Ciesielski vom Bayerischen Rundfunk hat Mitglieder des Chaos Computer Clubs fast ein Jahr lang begleitet, wie sie via Ebay genau solche Scanner kaufen und auslesen konnten. Der Vorgang kinderleicht, tausende biometrische Gesichtsfotos und Fingerabdrücke waren darauf gespeichert. „Das ist der Gau für die Ortskräfte“, sagt IT-Spezialist und CCC-Mitglied Matthias Marx, „damit können die Taliban von Tür zu Tür gehen und wissen genau, wer für die NATO gearbeitet hat“. Eine sehr ernste Episode zum Jahresausklang, die sich mit den Folgen von großen Sammlungen biometrischer Daten beschäftigt.
Es ist früh, man ist spät dran und es ist mal wieder alles rot. So ein Mist – aber von wegen: Weil viele Ampeln in Deutschland noch mit analoger Funktechnologie ausgestattet sind, ist es möglich sie von außen zu manipulieren. IT-Sicherheitsspezialisten haben genau das gemacht: Dazu haben sie die Bus-Vorrang Schaltung ausgenutzt, das Bus-Signal kopiert und sich so selbst eine Grüne Welle geschaffen. Kein Hexenwerk, sondern verschlafene Digitalisierung, seit 40 Jahren setzen die meisten Städte in Deutschland auf analoge Funktechnologie an den Ampeln. „Das ist im Prinzip das Gleiche, wie wenn ich mir eine TV-Bedienung oder einen Garagentüröffner selbst herstelle“, erklärt IT-Security Forscherin Jiska Classen. Die Hardwarehackerin, Forscherin und Spezialistin für alles, was mit Funktechnologie zu tun hat, ist bei SLT zu Gast und erklärt die Hintergründe zum Ampehack auf Knopfdruck.
Es heißt „Tröten“ und nicht Twittern, statt dem Vogel prangt ein urzeitliches Mammut auf dem Logo von Mastodon. Das etwas andere Netzwerk profitiert derzeit vom Chaos bei Twitter. Viele Nutzerinnen und Nutzer haben schon gewechselt oder denken darüber nach.
Svea ist weg, sie steckt gerade in einer langen Recherche und kommt 2023 hoffentlich damit raus.
Mit Hilfe von geheimdienstlichen Methoden Kriegsverbrechen aufdecken, das kann OSINT - Open Source Intelligence. Johanna Wild macht genau das bei Bellingcat, einem internationalen Recherchekollektiv aus Journalist:innen und Rechercheur:innen. Dazu nutzt sie unterschiedliche öffentliche Quellen und spezielle Techniken, um Fotos und Videos nachzugehen.
Stromausfall, kein Internet, Probleme mit der Wasserversorgung. Cyberangriffe können eine Gesellschaft lahmlegen. Seit dem Krieg in der Ukraine kämpfen die Betreiber von kritischen Infrastrukturen mit „Nebenwirkungen“. So fiel beispielsweise die Fernwartung bei tausenden Windkraftanlagen auch in Deutschland aus. Der Grund: russische Hacker griffen Militäranlagen in der Ukraine an mit Folgen für zahlreiche IT-Systeme in ganz Europa. Podcast-Host Svea Eckert arbeitet gemeinsam mit der Security-Expertin Sarah Fluchs den Vorfall auf. Die Ingenieurin mit IT-Background berät Anlagenbetreiber, zum Beispiel von Kraftwerken und Firmen, damit diese ihre Anlagen besser schützen können.
Martialische Bilder, Feuer in der Nacht und die Überschrift „Breaking - Live Attacke auf die Ukraine“. Doch die Bilder sind nicht live und auch nicht aus der Ukraine, sondern aus dem Comupterspiel „Armr3“. Sie sind nur ein Beispiel von zahlreichen falschen Videos, die derzeit kursieren. Oftmals werden sie absichtlich eingesetzt. Podcast Host Svea Eckert spricht mit einer Ukrainerin, die unweit der russischen Grenze die Invasion erlebt und erzählt, wie das Narrativ, dass die Ukraine eigentlich mit allem angefangen hat, entstanden ist. Diese und andere Falschinformationen werden auch in Deutschland verbreitet. Die gebürtige Russin Julia Smirnova beschäftigt sich mit Desinformationen für das Londoner Institut for Strategic Dialogue. Sie hat gerade eine aktuelle Analyse gemacht, welche propagandistischen Erzählungen in Deutschland verfangen.
Jeder um mich herum macht jeden Tag Sport und isst gesund - dieses Gefühl hatte die damals Anfang 20-jährige Tabea Ernst, als sie noch als Moderedakteurin war. Auf Instagram folgte sie fast ausschließlich Models und geriet in eine schwere Essstörung hinein. Erst ein Moment der Todesangst und ein monatelanger Klinikaufenthalt, brachten sie dazu, die Krankheit hinter sich zu lassen. Instagram räumte sie danach völlig auf, bis heute nutzt sie das Netzwerk vor allem für Body Positivity. Doch nicht nur die Nutzer:innen müssten lernen das Netzwerk „richtig“ zu nutzen, auch Instagram könne deutlich mehr tun, um seine negativen Effekte einzudämmen, sagt Carla Hustedt. Sie beschäftigt sich bei der Mercator Stiftung mit „guten Algorithmen“.
Svea und Sulaimann machen sich auf den Weg, um einen Unbekannten zu finden, der magersüchtigen Mädchen Nachrichten über Instagram schickt. „Sag mir jeden Tag dein Gewicht und fotografiere dich, nackt auf der Waage“. Oder: „Ich kriege dich auf 35 Kilo!“. Das sind Zitate aus den Direktnachrichten, die die beiden STRG_F-Reporter im Selbstversuch auf Instagram bekommen. Denn in der Community meist minderjähriger Mädchen sind selbsternannte „Pro Ana Coaches“ unterwegs, die vorgeben den jungen Frauen beim Abnehmen zu helfen. In Wirklichkeit geht es meist um Nacktfotos, manchmal auch um Bestrafung aber vor allem um Macht. Catarina Katzer vom Institut für Cyberpsychologie und Ethik in Köln schätzt die Strafbarkeit ein und zeigt auch Lücken auf. Der Podcast basiert auf einer Recherche von STRG_F, dem Reportageformat des NDR für funk.
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