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Weshalb finden wir bestimmte Models attraktiv und wie divers ist unsere Werbewelt wirklich? Immer mehr Models entsprechen nicht mehr dem klassischen Typ – sprich 1, 80 m, blond, schlank und besonders lange Beine. Wie unsere Gesellschaft, so wandelt sich auch mehr und mehr die Werbung. Das lässt sich wissenschaftlich erklären, sagt Doktorandin Julia Lenk, die zu Diversität im Marketing an der Universität Hamburg forscht. Modelagenturbetreiber Marco Sinervo will das gerne glauben, macht aber in der Praxis andere Erfahrungen. Welche und wieso er glaubt, dass Diversität am Ende nur ein Trend von vielen ist, erzählt er in der neuen Folge „Drama, Baby!“.
Das Bikini-Shooting wurde am Strand von Mexiko gemacht, die Wanderausrüstung in den Voralpen abgelichtet, Yogakleidung im Fitnesscenter fotografiert – das nimmt jedenfalls der Kunde an, wenn er sich durch die Bilder klickt, die alle Online-Mode-Shops auf ihren Seiten zeigen. Die Suche nach dem neuen Outfit entführt in der Vorstellung auch in einen andere Welt – zu unrecht, weiß Creative Director Alexej Zemlitz. Denn das Gros aller Fotos, die für die Internetauftritte von Marken wie Otto, Zalando, Tchibo oder Asos gemacht werden, finden in ein und demselben Studio statt. Modernste Technik schafft es dann, die Hintergründe oder Settings so zu modifizieren, dass es täuschend echt aussieht. Die Produktion geht rasend schnell, müssen doch täglich mehrere Hundert Bilder fotografiert werden, um dann digital in Asien für die Shops aufbereitet zu werden. Zemlitz sorgt dann dafür, dass tausende Modefotos nach den Wünschen der Kunden in die richtigen Onlineshops wandern.
Abendblatt-Redakteurin Camilla John spricht mit Zemlitz sowie dem CEO von MGM-Models Marco Sinervo über die schnelle Bilderproduktion im Studio und über Sinervos Bestseller "Fame vs. Fake" und klärt über die Hintergründe der scheinbar heilen Modelwelt auf. Fast Fashion und Germany's Next Topmodel haben den Blick auf die Modelwelt nachhaltig verändert, sagt Sinervo.
Diesen Podcast könnt ihr auch auf Youtube sehen: https://www.youtube.com/playlist?list=PL2Ly-MZR_tF6Ch0WkbKE4L2pxCRxIDYJN
Diesen Podcast könnt ihr auch bei Youtube sehen: https://youtu.be/1mWRdDnGW30
Die TV-Show „Germanys next Topmodel“, kurz GNTM, polarisisert vor allem seitdem Kandidatinnen von ihren Erlebnissen öffentlich berichten. Heidi Klum sei berechnend, lediglich dann zugewandt und anwesend, während die Fernsehkameras liefen. Streitereien und emotionale Exzesse und Entgleisungen würden von der Produktion extra forciert, so lauten weiterer Vorwürfe. Für Marco Sinervo, Chef der bedeutenden Modelagentur MGM Models mit Hauptsitz in Hamburg, beobachtet Heidi Klum und ihre Show schon viele Jahre, kennt Kandidatinnen. Vor allem aber weiß er, dass die Sendung rein gar nichts damit zu tun hat, die „Mädchen“ auf ein Leben als professionelles, international arbeitendes Model vorzubereiten. Deshalb, so Sinervo, lautet die Beschreibung von GNTM auch „Realityshow“. Nicht „Castingsshow“: Ein Missverständnis, das vielen jungen Menschen bereits zum Verhängnis wurde.
Abendblatt-Redakteurin Camilla John spricht mit dem CEO von MGM-Models Marco Sinervo über seinen Bestseller "Fame vs. Fake" und klärt über die Hintergründe der scheinbar heilen Modelwelt auf. Dieser Podcast will in zunächst 12 Episoden zeigen, wie das Modelgeschäft heute wirklich funktioniert – und wie gravierend es sich verändert hat.
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