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Achtung – Chemie! In dieser Folge geht es um eine vielversprechende Technologie für die in-situ Sanierung von chemischen Boden- und Grundwasserkontaminationen – das nullwertige Nanoeisen (besser bekannt als nanoscale zerovalent iron, nZVI).
Vorgespräch
Unser Freund Konrad Amrhein inszeniert Die Feldfuge am Staatstheater Wiesbaden. Premiere ist am 27. Juni 2025!
In der Bodenkunde findet sich immer viel, über das man abnerden kann. So wird in einem Beitrag zu Reh-Urin im Gerstenfeld über die Ursache von Wuchsunterschieden von kleinen Gerstepflänzchen gemutmaßt. Zum Glück gibt es Studien, die sich mit dieser Frage auseinandergesetzt haben und die uns helfen, eine Abschätzung zur Düngemittelwirkung von Urin zu geben.
Thema: Nanoeisen – für eine porentiefe Reinigung
European Soil Observatory (EUSO) Soil Degradation Dashboard
Laborstudie mit verknüpftem Feldstandort zur Sanierung von Arsen mit verschiedenen nullwertigen Eisen-Variationen mit Ergebnissen von Kathrins Masterarbeit Formentini et al., 2023 Open access!
Internetseite des EU-Projekts NanoRem, u.a. mit Toolbox mit diversen Infos zu nullwertigem Nanoeisen von Entwicklung bis Anwendung.
Chemical weathering is an important part of soil formation and can release plant nutrients from rocks. Sounds wild? Find out how this works in this episode!
Heute geht es um Böden entlang von Autobahnen. Die Autoren haben die AVUS in Berlin gewählt, um die Belastung der Böden mit Schwermetallen zu untersuchen. Vor allem Blei als ehemaliger Kraftstoffzusatz hat es in sich. Welche Folgen das haben kann, und warum uns der Winterdienst bei deren Vermeidung hilft, lernt Ihr in dieser Folge.
Vorgespräch
Alice Johannes taucht in ihrem YouTube-Kanal Diary of a Soil Health Scientist tief ein in ausgewählte Themen der Bodenkunde und unterfüttert das präsentierte Wissen mit fundierten Studien und tollem Storytelling. Eine Empfehlung für einen „deep-dive“ in die Welt der Bodenkunde!
Thema: Highways and Bleiways
Die Studie zur Schwermetallbelastung von Böden entlang von Autobahnen zeigt, dass wir entlang von Verkehrswegen eine deutliche Erhöhung von Schwermetallen im Boden finden. Besonders interessant ist hier Blei, welches als Zusatz in Kraftstoffen zur Verbesserung der Klopffestigkeit verwendet wurde. Aufgrund der angenommenen und später bewiesenen Folgeschäden für Mensch und Umwelt wurde verbleites Benzin in der EU 2000 verboten, in der BRD war dies schon 1988 der Fall, die USA vollzogen 1996 den Ausstieg. Als letztes Land stieg Algerien 2021 aus, seitdem gilt ein weltweites Verbot für verbleite Kraftstoffe. Die Lead-Crime-Hypothese stellt gar einen kausalen Zusammenhang zwischen dem Verbot und der Abnahme von Gewaltverbrechen her. Ironischerweise hilft uns im Falle der Schwermetallkontamination eine weitere Verunreinigung der Böden durch Straßenverkehr: Durch das Ausbringen von Salz im Winterdienst steigt der pH-Wert in Straßennähe deutlich an, die Studien zeigen. Da Schwermetalle bei hohen pH-Werten immobiler sind, können sie effektiver fixiert werden.
„abpflastern“ ist ein deutschlandweiter Wettbewerb, bei dem Städte und Gemeinden in einem freundschaftlichen Wettstreit Böden entsiegeln. Lioba Huss aus der Wettbewerbsleitung erklärt uns in diesem Interview, wie der Wettbewerb funktioniert und welche Motivation die Organisator*innen leitet.
Thema: Heute schon abgepflastert?
Studierende der Hochschule für Gesellschaftsgestaltung (HFGG) in Koblenz haben den Wettbewerb abpflastern ins Leben gerufen und sich dabei am Trend Tegelwippen aus den Niederlanden orientiert.
Hier geht’s zur Website von abpflastern
Hier geht’s zum Instagram-Kanal von abpflastern
Die HFGG wird im Sommersemester eine Ringvorlesung zum Abpflastern veranstalten. Alle Termine und Informationen erhaltet ihr dazu auf der Eventseite der Hochschule.
Achtzig Jahre nach dem Tag der Befreiung wirft Christoph mit euch einen Blick auf die Folgen des zweiten Weltkriegs auf die Böden Deutschlands. In diesen ist das schreckliche Erbe des nationalsozialistischen Deutschlands und des Krieges noch nachvollziehbar.
Vorgespräch
Der bekannte Bodenkundler Fritz Scheffer, der auch Namensgeber des berühmten Lehrbuchs „Scheffer Schachtschabel“ ist, war Mitglied der NSDAP. Derzeit wird seine Rolle in der Zeit des Nationalsozialismus beleuchtet und bewertet.
Die Aktivistin und Publizistin keine.erinnerungskultur sei euch wärmstens empfohlen, wenn ihr moderne Aufklärung über das sog. Dritte Reich erfahren wollt.
Thema: Boden. Umwelt. Krieg.
Der Fachausschuss Kriegsbeeinflusste Böden des Bundesverbands Boden macht das, was sein Name verspricht und freut sich über engagierte Menschen, die ihn in seiner Arbeit unterstützen.
Artikel aus der Zeitschrift „Bodenschutz“:
Kerth & Steinweg (2013): Kriegsbeeinflusste Böden – Böden als Zeitzeugen des Ersten und Zweiten Weltkriegs
Kerth & Steinweg (2021): Der Zweite Weltkrieg als bodenbildender Faktor in Deutschland
Torf in Gartenerde zu verwenden zerstört Moore und ist damit schädlich für Biodiversität und Klima. Es gibt inzwischen Alternativen, aber vor allem für Gärtnereien ist noch nicht der optimale Ersatz gefunden. Katharina Leiber-Sauheitl erzählt uns von ihrer Forschung an Gärresten und Fasernesseln und was sie als nächstes untersuchen wird.
Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat unter der noch amtierenden Leitung Ziele zur Torf-Reduktion gesetzt.
Das Projekt ToPGa, in dem Katharina gearbeitet hat und das 2024 zu Ende ging, hat ein PDF-Dokument mit den Methoden und den wichtigsten Erkenntnissen veröffentlicht.
Wer wissen will, welche torffreien Gartenerden es gibt und wo man sie bekommt, findet hier eine umfangreiche Liste. Welche Gütesiegel bei der Kaufentscheidung helfen und wie man die Erde dann am besten einsetzt, erfahrt ihr in diesem Flyer.
Die Kopräzipitation ist ein interessantes Phänomen in der Natur. Dabei werden gleichzeitig mehrere Stoffe aus einer Lösung ausgefällt. Christoph erklärt euch, wie durch diesen Mechanismus organische Bodensubstanz in Reisböden gespeichert werden kann.
Hausmeisterei
Der Soilcast sucht neue Podcasterinnen und Podcaster, besonders aus den Bereichen Bodenbiologie und Bodenphysik! Wenn ihr Interesse habt, meldet euch gerne an [email protected]!
Nachlese
Unser Hörer Michael hat sich gemeldet und erklärt, dass NoTill-Betriebe nicht in der Regel Probleme mit Bodenverdichtungen haben.
Vorgespräch
Christoph wird auf der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft in Tübingen einen Vortrag über Bodenkommunikation halten.
Thema: Kopri… Kroprä… Kopräzipiti…
Wer sich ein paar Grundlagen zur Kopräzipitation reinstellen möchte, kann im Buchkapitel Mineral–Organic Associations: Formation, Properties, and Relevance in Soil Environments in englischer Sprache nachlesen. Natürlich ist auch der Wikipedia-Artikel zu Fällungsreaktionen ganz cool, müsste aber hinsichtlich der Kinetik und auch dem Punkt Kopräzipitation mal überarbeitet werden.
Das Paper Dissolved organic carbon retention by coprecipitation during the oxidation of ferrous iron skizziert ein Experiment, bei dem die Kopräzipitation von zuvor gelöster organischer Bodensubstanz mit der oxidativen Bildung von Eisenmineralen nachvollzogen werden konnte.
Without weathering there would be no soil. In this episode we discover the incredible forces behind different forms of physical weathering.
Mareille begibt sich auf die Spuren von Charles Darwin und macht Urlaub auf den Galápagos-Inseln! Diese einzigartigen Vulkaninseln am Äquator haben es vielen Leuten angetan – steigende Tourismuszahlen erhöhen den Druck auf die lokale Lebensmittelproduktion. Die Umwandlung von natürlichen Wäldern in Landwirtschaft hat jedoch Folgen für die Böden.
Vorgespräch
Der Deutsche Wanderverband hat auf seiner Website Tipps zum gesunden Wandern hinterlegt. Lest sie euch doch gerne mal durch und lernt, wie man gesund wandert. So könnt ihr auch effektiv den Boden entlang der Wanderrouten besser entdecken.
Thema: Landwirtschaft im Paradies
Die Studie ist leider nicht open access, aber sehr spannend! Und der Name verrät schon viel: „Agriculture changes soil properties on the Galápagos Islands – two case studies”. An insgesamt zwei Standorten auf zwei Nachbarinseln wurden deutliche Änderungen der Bodeneigenschaften nach Umwandlung von natürlicher Waldvegetation in Ackerflächen festgestellt. Besonders stark ist der Verlust von Kohlenstoffvorräten auf einer Fläche, sowie der Rückgang mikrobieller Biomasse auf beiden Flächen – vermutlich aufgrund der Verwendung großer Mengen an Pflanzenschutzmitteln auf den Äckern. Es gibt also noch Potential für nachhaltigere Praktiken auf diesen einzigartigen Inseln.
Die Emissionen von Flugasche haben in vielen Teilen Deutschlands und der ganzen Welt die Eigenschaften von Böden erheblich beeinflusst. Christoph macht mit euch einen Abstecher in die Dübener Heide und erklärt euch, welche Flugaschespuren dort heute noch zu finden sind.
Hausmeisterei
Wir müssen es sagen, wie es ist: Die Bodenmikrofone sind ausgebucht! Bitte informiert Christoph aber unter [email protected], wenn ihr an einem Verleih im September interessiert seid.
Am 17. April könnt ihr ab 18:15 Uhr auf unserem YouTube-Channel unserem ersten Soilstream lauschen.
Projekt CURIOSOIL
Das Projekt „CURIOSOIL – Awakening Soil Curiosity to catalyse Soil Literacy“ widmet sich der Förderung von Bodenbildung in der gesamten Gesellschaft. Ziel ist es, zu verstehen, wie Neugier auf den Boden geweckt und Verbindungen zwischen Menschen und Boden gestärkt werden können. In Deutschland entsteht aktuell eine „Community of Practice“ – und wir suchen noch engagierte Mitstreiter:innen, insbesondere aus Schule und Hochschule, die sich mit der Bodenthematik befassen oder dies künftig tun möchten.
Alle Infos dazu findet ihr hier: https://curiosoil.eu/community-of-practice/
Bodenwelten – Die Website für alle mit Bodeninteresse!
Eine wunderbare Anlaufstelle für alle, die zum Thema Boden recherchieren – ob für Schule, Studium oder Hobby. Wer dort nicht fündig wird, ist übrigens herzlich eingeladen, selbst aktiv zu werden: Das Redaktionsteam freut sich immer über Gastbeiträge!
https://www.bodenwelten.de/
Thema: Flieg, Asche! Flieg!!!
Die Dübener Heide beherbergt das größte zusammenhängende Waldgebiet Mitteldeutschlands und auch den Naturpark Dübener Heide.
Östlich vom Industriedreieck Leipzig-Halle-Bitterfeld gelegen, hat die Dübener Heide seit der Kaiserzeit über 100 Jahre lang Flugasche- und Schwefeldioxidemissionen empfangen.
Die Studie Indicative properties of fly-ash affected forest soils in Northeastern Germany befasst sich in einer gut verständlichen Weise mit den Eigenschaften der Flugaschepartikel und den Einflüssen auf die Bodenchemie der Waldböden der Dübener Heide.
Zusätzlich Bietet das Review Development of forest ecosystems after heavy deposition loads considering Dübener Heide as example—challenges for a process-oriented forest management planning einen Einblick in den Verlauf der Emissionen und ihre waldbauliche Bewältigung.
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