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Soilcast episodes

  • SC154 Interview: Würmische Zeiten
    Alena Förster erzählt uns einen vom Regenwurm

    Mögen Regenwürmer wirklich Regen? Zeigt ihre Anwesenheit wirklich einen guten Bodenzustand an? Und wo ist bei ihnen eigentlich vorne und hinten? Regenwurm-Versteherin Alena Förster steht Svenja Rede und Antwort. Nebenbei verrät sie uns noch, wie viele Herzen Regenwürmer haben. Ihr werdet staunen!

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    • Info: Wir mussten die Nummerierung der Folgen umplanen und daher habe ich Begrüßung und Verabschiedung neu aufgenommen. Seht es uns nach, wenn die Tonqualität etwas unterschiedlich ist.

      Thema: Würmische Zeiten

      Die Methode, Würmer mit Geräuschen aus dem Boden zu locken, hat einen eigenen Wikipedia-Artikel. Das Ganze nennt sich auch noch Wurmgrunzen! XD

      Wettbewerbe im Wurmgrunzen, die „Worm Charming Championships“, gibt es traditionell in Großbritannien (Youtube-Video, englisch), aber auch in den Niederlanden (kurzer Artikel, englisch).

      Das Projekt zu mehrjährigem Weizen, in das Alenas Doktorarbeit eingebettet ist, heißt NAPERDIV](https://naperdiv.uni-hohenheim.de/)) (englischsprachige Projekt-Webseite). Einen Wikipedia-Artikel zu der verwendeten Gras-Art Thinopyrum intermedium gibt es bisher auch nur auf Englisch. Auf Deutsch gibt es dazu einen Artikel auf dem Informationsportal pflanzenforschung.de.

      Den wissenschaftlichen Artikel zu Regenwürmern unter diesem mehrjährigen Weizengras (zu deutsch auch Graugrüne Quecke) findet ihr hier(leider nur teilweise frei einsehbar).

      Lesetipp: Ein Artikel in der Sueddeutschen Zeitung über Regenwürmer

      34 min
    • SC153 SoilTalk: Mit'm Läppi auf'm Schleppi
      Precision farming, smart farming, Bauernhof 4.0

      Der Einsatz von raumbezogenen Daten hat inzwischen auch die Landwirtschaft erreicht. Hier sorgen hoch aufgelöste Vegetations- und Bodendaten dafür, dass Dünger bedarfsgerecht eingesetzt wird und genaue Informationen zum Ackerboden vorliegen. Wir schauen uns die aktuellen Möglichkeiten an!

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      • Vorgespräch

        Das Projekt SOILSCAPE startet gerade in einigen Ländern Europas und fördert neben der kreativen Auseinandersetzung mit Böden, zum Beispiel im Rahmen des bundesdeutschen Soil Orchestras, auch innovative Kommunikationsideen oder Möglichkeiten der Bürger*innenbeteiligung. Die Bewerbungen können noch bis 30. September 2025 eingereicht werden, also hin da!

        Thema: Phosphatdünger, ihr Einfluss auf die Pedosphäre und zukünftige Entwicklungen.

        In der Metastudie von Najdenko et al. geht es um den Einsatz von Bodendaten im Zuge des Precision Farming (PF). Die Autor:innen schauen sich die derzeit häufigsten Verfahren zur Geländemessung von Bodendaten als Eingangsdaten für PF an. Fokus der Metastudie liegt auf den Parametern pH, Nitrat, Phosphat und Magnesium. Die gängigsten Methoden umfassen spektrale, geoelektrische und elektrochemische Sensoren. Deutlich wird, dass nicht jeder Parameter gleich gut gemessen werden kann. Inzwischen gibt es aber eine breite methodische Auswahl, und ab dem Moment, wo die Daten raumbezogen vorliegen, können sie zum PF genutzt werden. Hier werden die Bodendaten benötigt, um gezielt Betriebsmittel wie Saatgut und Dünger auszubringen. Finger et al. zeigen auf, welchen ökologisch-ökonomischen Mehrwert PF bieten kann. Zu bedenken ist dabei, dass die finanzielle Einstiegshürde nach wie vor hoch liegt. So diskutieren Paustian & Theuvsen, Mizik und Munz et al. die Gründe, warum PF sich hauptsächlich für große Betriebe rentiert, und wie kleineren der Einstieg erleichtert werden kann.

        1 hr 1 min
      • SC152 SoilTalk: Mikroplompost
        Mikroplastikbelastung von Kompostdüngern verschiedener Herstellungsweisen

        Soll ich mit Kompost düngen oder nicht? Diese Frage stellen sich viele Landwirte in ihrem Alltag. Ein Grund für Zweifel kann mit der Belastung durch Mikroplastikpartikel zusammenhängen. Christoph erklärt euch, welche Art von Kompostdüngern besonders mit Mikroplastik belastet ist und worauf man bei der Kompostwahl achten sollte.

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        • Vorgespräch

          Natürlich hat auch der Namensvetter Christoph von der Maus einen Beitrag zum Thema Kompostierung herausgebracht, der sehr empfehlenswert ist.

          Wer es etwas genauer wissen will, schaut mal bei Terra X vorbei. Hier werden die Prozesse in einer Kompostieranlage ein bisschen detaillierter erklärt und es wird auch bereits auf das Problem der Zersetzbarkeit bestimmter Materialien hingewiesen.

          Thema: Mikroplompost

          Das Umweltbundesamt hat eine Infoseite zum Thema Bioabfälle gestaltet, in der die aktuelle Verwendung von Kompost und viele weitere nützliche Informationen enthalten sind.

          Die Studie (Open Access): Microplastic Contamination of Composts and Liquid Fertilizers from Municipal Biowaste Treatment Plants: Effects of the Operating Conditions

          55 min
        • SC151 SoilTalk: SOILCAST EXPOSED!
          Wie man einen Bodenpodcast produziert

          In dieser Folge lüftet unser Host Christoph fast alle Geheimnisse dieses Podcasts. Hört in dieser Folge, wie man einen (Boden-) Podcast produziert und profitiert gerne von unserem angesammelten Know-How in der Aufnahme, Bearbeitung und Veröffentlichung von Wissenschaftskommunikation!

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          • Thema: SOILCAST EXPOSED!

            Das Sendegate ist ein hervorragendes Forum, in dem sich nur zum Podcasten ausgetauscht wird. Hier findet ihr wirklich alle Antworten auf eure Fragen.

            Dieser Podcast wird von unserem Team gemacht. Die Besetzung könnt ihr unter www.soilcast.de/team ansehen.

            Aufnahmesetup: Mikrofone Shure SM7B und Blue Yeti; Kopfhörer beyertech DT990; Mischpult Rodecaster Pro II

            Digitale Infrastruktur: Zoom als Konferenztool; Studiolink haben wir verwendet, um Audioverbindungen zwischen unseren Standorten herzustellen; Audacity als Audiobearbeitungsprogramm; Auphonic zur KI-gestützten Nachbearbeitung; Podigee als Hoster

            40 min
          • SC150 SoilTalk: Kakaodmium
            Cadmium-Anreicherung in Böden und Kakaobohnen in Ecuador

            Ecuador ist ein wichtiges Anbauland für Kakao und stellt sehr leckere Schokolade her. Doch ist sie vielleicht giftig? Die heutige Studie zeigt erhöhte Cadmium-Belastung der Böden und Kakaobohnen in einer Anbauregion. Wir besprechen, was es damit auf sich hat und ob Christoph seinen Kakao doch bedenkenlos genießen kann.

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            • Hausmeisterei

              Unsere Sommerpause findet in diesem Jahr in diesem Zeitraum statt: 16.07. – 27.08.

              Nachlese

              Unser Hörer Wolfgang Behrendt hat uns eine Mail geschrieben, die den Phosphorgehalt von Kot verschiedener Nutztiere thematisiert. Vielen Dank, Herr Behrendt!

              Vorgespräch

              Mareille hat ihre Doktorarbeit erfolgreich verteidigt und widmet sich nun dem Moorbodenschutz in Niedersachsen. Dazwischen hat sie sich von der Natur und Landwirtschaft in Ecuador begeistern lassen.

              Thema: Kakaodmium - Cadmium-Anreicherung in Böden und Kakaobohnen in Ecuador

              Schokolade ist nicht gleich Schokolade: klare Definitionen der Kakaoverordnung regeln die unterschiedlichen Produkte in Deutschland und der EU. Diese regelt auch unsere Lebensmittelsicherheit u.a. anhand einer Verordnung bezüglich Grenzwerte von Kontaminanten in Lebensmitteln, und damit auch Schokolade und Kakao. Cadmium ist ein Schwermetall und wirkt auf Menschen toxisch, weshalb entsprechende Grenzwerte festgelegt sind. Zudem gibt es die International Cocoa Organisation, die sich um viele Belange des Kakaoanbaus kümmert.

              Die [Studie von Chavez et al. 2015](Concentration of cadmium in cacao beans and its relationship with soil cadmium in southern Ecuador) beschäftigt sich erstmalig mit den Cadmiumgehalten in Böden und Kakaobohnen in Süd-Ecuador. Es wird deutlich, dass über 60 % der Standorte deutlich erhöhte Cadmiumkonzentrationen in den Böden aufweisen und auch die Kakaobohnen entsprechend angereichert sind. Aber keine Sorge – dafür gibt es die EU-Grenzwerte, sodass belastete Produkte nicht in den Verkauf kommen.

              Es wird vermutet, dass die hohen Werte vor allem im Oberboden aufgrund der Bewässerung mit verunreinigtem Flusswasser der Bergbauregion zu erklären sind. Aber auch geogene Faktoren sind möglich. Geprüft wurde auch die Eignung verschiedener Extraktionsverfahren zur Bestimmung des pflanzenverfügbaren Cadmiums.

              1 hr 3 min
            • SC149 SoilTalk: Acker, Asphalt, Atmosphäre
              Landnutzung als Klimafaktor

              Kann die Art, wie wir unsere Flächen nutzen stärker das Auftreten von Dürren und Hochwässern beeinflussen als die CO2-Emissionen? In dieser Folge diskutieren wir die Treiber der Landnutzung und wie wir gegensteuern können.

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              • Vorgespräch

                https://de.wikipedia.org/wiki/BergsturzvonBlatten

                Thema: Acker, Asphalt, Atmosphäre – Landnutzung als Klimafaktor

                Spielt die Landnutzung eine sehr entscheidende Rolle beim Auftreten von Dürren und Überschwemmungen? In dem Opinion Artikel von Auerswald et al. wird die Diskussion angeregt, dass die Art wie Flächen genutzt und bearbeitet werden einen viel größeren Einfluss auf den Klimawandel (Dürren und Überschwemmungen) hat als CO2. Bodenversiegelung, Ackerbearbeitung und Grabensysteme sind deutliche Treiber für künftige Dürren und Überschwemmungen. Doch die gute Nachricht ist: dagegen kann etwas getan werden. Nicht nur auf Gebietsebene, sondern auch jeder Einzelne kann Maßnahmen ergreifen, wenn wir erst mehr verstehen wie wir mehr mit der Natur, als von ihr, zu leben.

                1 hr 2 min
              • SC148 SoilTalk: Haben wir noch Phosphat dabei? Keins mehr?
                Phosphat im Boden - anthropogener Einfluss und zukünftige Verknappung

                Phosphat ist eines der wichtigsten Düngemittel in der Landwirtschaft. Wir untersuchen, welchen Einfluss die Düngung auf den natürlichen P-Kreislauf hat. Ebenso diskutieren wir die mögliche zukünftige Verknappung und Anpassungsstrategien.

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                • Vorgespräch

                  Peter Schad hat auf dem Kanal der TU München einen Vortrag mit dem Titel „Die Böden unseres Planeten – eine kostbare und höchst vielfältige Ressource“ veröffentlicht, der sehr zu empfehlen ist.

                  Thema: Phosphatdünger, ihr Einfluss auf die Pedosphäre und zukünftige Entwicklungen.

                  Wir haben uns in der Titelfindung und dem humoristischen Einspieler am Beginn der Folge an einem YouTube-Meme orientiert und hoffen, ihr hattet Freude daran.

                  In der Studie von Demay et al. geht es um den Einsatz von Phosphatdünger in der Landwirtschaft, und welche Auswirkungen der massenhafte Austrag hat. Es stellt sich heraus, dass der anthropogene Eintrag je nach Region bis zu >50% des verfügbaren Phosphors in Böden ausmacht. Die moderne Landwirtschaft ist enorm abhängig von Phosphor, da es maßgeblich das Pflanzenwachstum begünstigt. Der hohe Einsatz von Phosphatdüngern hat gleich mehrere unschöne Konsequenzen: Zum einen ist Phosphor in Böden recht mobil und kann schnell ausgetragen werden. Gelangt es in Gewässer, kommt es schnell zur Eutrophierung. Das Umweltbundesamt gibt derzeit (60% der Gewässermessstellen mit zu hohen Phosphorwerten an)[ https://www.umweltbundesamt.de/daten/umweltindikatoren/indikator-eutrophierung-von-fluessen-durch-phosphor#die-wichtigsten-fakten]. Ein weiteres großes Problem ist, dass phosphorhaltiges Gestein zu den nicht-nachwachsenden Rohstoffen zählt. Zudem sind die Vorkommen stark heterogen verteilt, teils mit Schwermetallen kontaminiert und mitunter schlicht unsicher kartiert. So sind (Angaben über große Vorkommen in Marokko)[https://www.usgs.gov/centers/national-minerals-information-center/phosphate-rock-statistics-and-information] umstritten. Daher ist der (Peak Phosphor)[ https://doi.org/10.3390/su3102027] eine Realität: (Wie gehen wir damit um, dass Phosphordüngung in der nahen Zukunft nicht mehr im gleichen Ausmaß möglich ist?)[ https://doi.org/10.1007/s13762-024-05664-y].

                  Meldungen von aktuellen (Funden in Norwegen)[ https://www.dw.com/de/rohstoff-fund-in-norwegen-l%C3%A4sst-eu-hoffen/a-55956453] lassen hoffen, wenngleich auch diese (kritisch gesehen werden)[ https://www.deutsche-phosphor-plattform.de/dpp-stellungnahme-zum-phosphaterzvorkommen-in-norwegen/].

                  Eine lokale Möglichkeit zur Phosphor-Rückgewinnung ist die Nutzung von Klärschlämmen, wie sie z.B. beim Projekt Berliner Pflanze.

                  55 min

                About Soilcast

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                Dieser Podcast präsentiert fundiertes Wissen rund um Böden. Böden sind nicht nur unsere Ernährungsgrundlage, sie sind Global Player in der Klimakrise und wir alle sollten mehr über ihre Funktionen…