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Das mit Maja Göpel ist das unjournalistische Interview, das ich bisher geführt habe. Denn ich habe meine Rolle als Interviewer verlassen und zu diskutieren begonnen. Aber ich bereue nichts. Hört selbst – und lasst mich wissen, was ihr denkt.
In der Folge zu hören:
Kühe, Schweine und Hühner erhitzen die Erde. Deshalb sollten wir in der EU weniger von ihnen halten. Oder? So eindeutig ist das gar nicht. Es debattieren die beiden Forscher Harald Grethe und Peter Breunig.
Angesprochene Studien:
In der Folge zu hören:
Viel zu viele Dinge beim Klima entwickeln sich in die richtige Richtung, als das wir den Kopf in den Sand stecken müssen. Der Klimaökonom Gernot Wagner von der Columbia Business School blickt mit Andreas auf das Jahr zurück. Was sich in den USA, der EU, China, Indien & Co getan hat.
Nur mit Idealismus und Förderungen schaffen wir die Klimawende nicht. Es braucht auch die Konzerne, die mit Erneuerbaren Profite machen. Wo steht der Markt? Das habe ich Martin Rothbart, Energie-Experte beim Weltkonzern AVL List, gefragt.
Die Aufnahme fand auf Einladung der Klima- und Energiemodellregion Grat² statt und war dort der Auftakt für eine Veranstaltungsreihe über Klimakommunikation.
Wie verändert man die Welt? Das habe ich die Klimaaktivistin Luisa Neubauer gefragt. Warum sie darauf heute eine andere Antwort hat als noch vor ein paar Jahren – und welche Tipps sie für uns hat, erzählt sie im Podcast-Interview.
🙆 Luisa Neubauer ist Klimaaktivistin, Autorin und Podcasterin. Sie war eine der Hauptorganisatorinnen der Klima-Streiks von Fridays For Future.
Woher kommt die Ablehnung der Gentechnik im deutschsprachigen Raum? Darum ging es in Staffel 3 von Sonne & Stahl. Hier meine Zusammenfassung meiner Interviews mit Soziologen, Molekularbiologen, Ökonomen etc.
Der Gast:
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Gentechnik schön und gut - aber wie viel kann sie wirklich für eine nachhaltigere Welt bringen? Gar nicht so wenig, wie der Agrarökonom Matin Qaim erklärt. Über gentechnisch veränderten Käse und Bier – und wie wir die Potenziale modernster Technik für eine gute Zukunft für unsere Kinder optimal nutzen.
Der Gast:
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Warum lehnen viele Menschen Gentechnik ab? Der Soziologe Ortwin Renn vermutet dahinter die Sorge, dass die Natur sich für unsere anmaßenden Eingriffe eines Tages rächen könnte. Der Mensch kann ja schließlich nicht einfach ohne Konsequenzen in die Schöpfung eingreifen. Oder doch?
Zu hören:
🧬 Gentechnik als Projektionsfläche für Modernisierungsängste 🌾
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In den 90er Jahren konnte man politisch in Österreich noch über Gentechnik reden. Ein Experiment mit Erdäpfeln wurde dann von NGOs und der Kronen Zeitung skandalisiert und Anti-Gentechnik wurde rasch zum Leitsatz der österreichischen Politik. Ein Gespräch mit dem Sozialwissenschafter Franz Seifert.
Zu hören:
1. Österreich zeichnet sich durch eine besonders starke Ablehnung der Gentechnik aus, die bereits in den 90er Jahren vor der medialen Aufmerksamkeit erkennbar war. Diese Skepsis ist tief in der österreichischen Bevölkerung verankert und deutet auf eine kulturelle Prägung hin, die ein mythisches Verständnis von Natur und Reinheit umfasst. 🌿🚫🧬
2. Die Natur kann man als molekulares System verstehen und es gibt gute Gründe für die Argumentation, dass die Evolution und die Welt sinnlos sind. Diese Sichtweise findet jedoch im Alltagsverständnis wenig Anklang. Als Ersatz entstand ein idealisiertes Bild von Natur. 🌄🔬🌱
3. Die deutsche Romantik des 19. Jahrhunderts, mit Künstlern wie Caspar David Friedrich, beeinflusste das romantische Naturverständnis stark. Dieses Verständnis von Natur als Kulturgut und Sinnquelle ist in Österreich historisch tief verwurzelt. 🏞️🖌️📜
4. Die frühe Alpinismusbewegung und der Widerstand gegen Windräder durch Organisationen wie den Alpenverein sind ein Sinnbild für die Naturnähe der Österreicher:innen. Diese Einstellung beeinflusst auch die Haltung zu technologischen Entwicklungen wie der Gentechnik. ⛰️🍃💨
5. In den 90er Jahren führte die Förderung der Biolandwirtschaft in Österreich zu einer klaren Positionierung gegen Gentechnik in der Landwirtschaft. Diese Entwicklung wurde politisch unterstützt und spiegelte die generelle Ablehnung der Gentechnik in der Bevölkerung wider. 🌾🚜🚫
6. Der Skandal um eine gentechnisch veränderte Kartoffel im Jahr 1996 und die darauffolgenden beruflichen Repressionen gegen einen kritischen Wissenschaftler verstärkten die öffentliche Skepsis gegenüber der Gentechnik weiter. 🥔🔧❌
7. Die österreichische Haltung zur Gentechnik wird als eine Art nationale "Not-in-my-Backyard"-Reaktion verstanden. Diese Perspektive fokussiert auf den Schutz der eigenen, als rein betrachteten Natur vor technologischen Eingriffen. 🏡🚷🌲
8. Die Diskussion um neue Gentechnik-Methoden wie CRISPR/Cas und deren potenzielle Akzeptanz in der Bevölkerung steht im Spannungsfeld zwischen wissenschaftlichem Fortschritt und tief verwurzelter Skepsis gegenüber gentechnischen Eingriffen in die Natur. 🧪🔬💔🌳
9. Die öffentliche Debatte in Österreich wird maßgeblich von historisch gewachsenen Einstellungen und einem starken Bewusstsein für Natur- und Umweltschutz geprägt. Dies spiegelt sich in der Politik und in den Entscheidungen zu landwirtschaftlichen Praktiken wider. 🗣️🌍🛡️
10. Die anhaltende Diskussion um Gentechnik in Österreich zeigt die Notwendigkeit eines ausgewogenen, auf Fakten gestützten Dialogs zwischen Wissenschaft, Politik und Bevölkerung, um die Chancen und Risiken neuer Technologien angemessen zu bewerten und zu integrieren. 💬⚖️🌾🔍
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Müssen wir uns vor Gentechnik fürchten? Wenn es einer weiß, dann Helge Torgersen. Er ist Molekularbiologe und hat 30 Jahre lang in der Technikfolgenabschätzung an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften geforscht. Ein Gespräch.
Zu hören:
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