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Christine Haiden hat einmal geschrieben: "Frauen haben zweifellos mehr Kraft. Sie können auch kämpfen, nüchtern, konkret, gewitzt. Dazu ist es nicht nötig, die Feministinnen zu beschimpfen. Man kann sich auch andere Verbündete suchen, kann Ziele formulieren und Strategien entwickeln." Dazu steht Christine Haiden bis heute.
Als Kind eines Arbeiters wurde sie vor allem von ihrer Mutter und Großmutter gestärkt, die Chance für eine gute Ausbildung zu nützen. Christine Haiden ist für diese Möglichkeit noch immer dankbar. In ihrem Berufsleben hat sie junge Kolleginnen daher oft unterstützt und gestärkt.So gilt sie vor allem durch ihre Arbeit für das Magazin "Welt der Frauen" als Mutmacherin für weibliche Anliegen.
Für das Gespräch in der SONNTAGs-Jause hat Christine Haiden einen Butter-Brioche gebacken. Ein wunderbares Gebäck zum Interview über Frauensolidarität und Obstaumschnitt.
Denn Christine Haiden stammt aus einer Landwirtschaft und kümmert sich weiterhin mit ihrer Familie um den Betrieb. Ihre Aufgabe als zertifizierte Obstbaumwärterin ist die Pflege der Äpfel, Quitten, Birnen, Kirschen und Pflaumen.
Christine Haiden, geboren 1962 im niederösterreichischen Euratsfeld, studierte nach der Matura Jus in Linz. Sie war fast 30 Jahre lang Chefredakteurin der bekannten Zeitschrift Welt der Frauen und ist bekannt als Kolumnistin bei den Oberösterreichischen Nachrichten.
Sie wurde 2008 ausgezeichnet als Managerin des Jahres und erhielt 2013 den Eduard-Ploier-Journalistenpreis. Christine Haiden ist Autorin mehrerer Bücher und arbeitet aktuell an zwei neuen Publikationen. Sie ist außerdem eine geschätzte Moderatorin.
Rezept zur SONNTAGs-Jause
Butter-Briocheknopf
Zutaten
500 Gramm Weizenmehl Type 480 unbehandelt
170 Gramm Biomilch
120 Gramm weiche Biobutter
2 Eier
50 Gramm gepresste Erdäpfel
75 Gramm Zucker
15 Gramm Honig
30 Gramm Germ
5 Gramm Salz
1 Biozitronenschale abgerieben
1 Packung Vanillezucker
Zubereitung
Die mehligen Erdäpfel kochen, schälen, passieren und abkühlen lassen
Die Rosinen waschen, mindestens 3 Stunden in Rum einlegen, anschließend abtropfen.
Aus allen angegebenen Zutaten (außer den Rosinen) einen glatten Teig kneten. Mit der Küchenmaschine 12 Minuten langsam kneten, die Rosinen zugeben und 3 Minuten schnell kneten. Er soll glatt sein und seidig glänzen und sich von der Schüsselwand lösen.
Den Teig 30 Minuten zugedeckt ruhen lassen.
Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche in Portionen zu je 50 g teilen.
Diese Teilstücke rund zusammendrehen und 15 Minuten zugedeckt rasten lassen.
Jede Teigkugel zu einem 15 cm langen Strang ausrollen und je zwei Stränge zu einem Knopf formen: Einen Teilstrang vor sich auf die Arbeitsfläche legen, sodass er vom Körper weg zeigt. Einen zweiten Strang in einem Winkel von 90 ° darüberlegen (die beiden Stränge bilden ein Kreuz). Nun das rechte Ende des oben liegenden Stranges unter dem unteren Strang durchziehen, sodass er nach links oben zeigt, und über das linke Ende des oberen Stranges legen. Das senkrecht zum Körper zeigende Strangende über den eben umgeschlagenen Strang legen (er liegt gleich links daneben). Das vom Körper senkrecht wegzeigende Strangende unter dem links daneben liegenden durchziehen und über dem nächstgelegenen ablegen. Alle Strangenden nach unten einschlagen und etwas festdrücken. Einfacher ist es, jeweils drei Stränge zu Striezerln zu flechten. Schmeckt genauso gut!
Die geformten Knöpfe auf ein mit Backtrennpapier ausgelegtes Blech setzen und mit verquirltem Ei bestreichen.
Das Ei einige Minuten antrocknen lassen, die Knöpfe abgedeckt ca. 50 Minuten ruhen lassen.
Die Knöpfe erneut (aber sehr vorsichtig) mit Ei bestreichen und mit Hagelzucker bestreuen.
Im auf 180 °C vorgeheizten Backofen rund 16 Minuten goldgelb backen.
Nach dem Backen sofort zum Abkühlen auf einen Gitterrost legen.
Flaumiger BriocheZur PersonEngagiert und ausgezeichnetDas
Johanna Gossner und Damian Keller sind kein Liebespaar. Als Duo Minerva sind die Klarinettistin und der Akkordeonspieler erfolgreich in der Musikszene unterwegs. Zur SONNTAGs-Jause servieren die beiden einen Kaiserschmarrn.
Sie sind jung, offen und einfach sympathisch. Gemeinsam haben Sie die Kennmelodie zur SONNTAGs-Jause eingespielt. Der schwungvolle Walzer von Edvard Grieg passt perfekt zum Podcast. Es ist also Zeit, das Duo Minerva zu besuchen und vorzustellen.
Das Ensemble ist seit 2023 im Förderprogramm der renommierten Club Klassik - Vienna Music Society, das von radio klassik Stephansdom mitgetragen ist. Club Klassik hat die Produktion der letzten CD-Veröffentlichung: „Hymne à l'amour“ unterstützt, aus der auch der Walzer zur SONNTAGs-Jause stammt. radio klassik Stephansdom Chefredakteur Christoph Wellner beurteilt die CD mit einem kurzen „Großartig!"
Wie leben junge Künstlerpersönlichkeiten heute? Johanna Gossner und Damian Keller sprechen über ihre Arbeit als Musikduo. Die beiden arbeiten viel, schaffen immer wieder neue Formate und unterstützen jetzt die Kampagne „Retten Sie unseren Sender“. Denn beide sind seit vielen Jahren Fans von radio klassik Stephansdom, den man ihrer Meinung besonders oft hören sollte.
Karamelisierter Kaiserschmarrn
Kaiserschmarrn ist ein Klassiker auf Schihütten. Hunrige Sportlerinnen und Sportler schätzen die reichhaltige Süßspeise. Ob die Geschichte stimmt, dass der Schmarrn ein misslungenes Omelette ist, ist am Ende gleichgültig: Der Kaiserschmarrn wird auf der Tiroler Almhütte von Johanna Gossners Familie oft bestellt und serviert. In der SONNTAGs-Jause begleitete er das musikalische Gespräch.
Übrigens auch Johanna Gossners kleine Überraschung sorgt für einen Lacher - es gibt wirklich eine Tirolerin, die nicht Schi fährt!
Das junge Duo Minerva
Johanna Gossner und Damian Keller gründeten 2016 das Duo Minerva. Die Liebe zum Detail und die unbändige Freude an bisher ungehörten kammermusikalischen Möglichkeiten sind die Triebfedern des Duos.
2017 gewann das junge Ensemble den 16. Fidelio-Kammermusik-Wettbewerb der Stadt Wien und das Stipendium zur Förderung junger Künstlerinnen und Künstler. Es folgten Wettbewerbserfolge in Europa und Asien sowie Konzerte bei internationalen Festivals, wie dem Allegro Vivo Festival und dem Schleswig-Holstein-Musikfestival.
Das Rezept zur SONNTAGs-Jause
Kaiserschmarrn "nach Oma"
Johanna Gossner ist eine gute Köchin, weiß Damian Keller. Nach den Proben isst das Duo auch ab und zu gemeinsam. Da sind auch Snacks dabei, aber für die SONNTAGs-Jause hat sich Johanna ein traditionelles Rezept aus ihrer Heimat enschieden. Der Kaiserschmarrn "nach Oma" wird auf der Schihütte ihrer Eltern von den Gästen sehr geschätzt. Was schmeckt zum Kaiserschmarrn? "In Tirol essen wir den Kaiserschmarrn mit Preiselbeeren, gerne aber auch Apfelmus."
Zutaten für einen Schmarrn (4 Portionen)
150 Gramm Mehl
8 Eier
1 Tasse Milch
60 Gramm Zucker, Zucker zum Karamellisieren
Vanillezucker
Rum
Eierlikör
Butter zum Ausbacken
Staubzucker
Zubereitung
Die Zutaten vermengen.
Rund zwei Stunden ruhen lassen.
In einer Pfanne Butter erhitzen, den Teig einfüllen und goldbraun backen, in Stücke "reißen" und zum Schluss mit etwas Zucker karamellisieren. Vor dem Servieren mit reichtlich Staubzucker bestreuen.
Tipps von Johanna Gossners Mutter
Mit Rum nicht sparen!
Für den besonderen Geschmack: mit Zimt würzen!
Auf die Qualität der Pfanne achten, damit der Kaiserschmarrn nicht anbrennt.
Conrad Seidl ist der Bierpapst Österreichs. Dabei ist er bekennend katholisch und würde mit Jesus gerne ein Bier trinken. Im neuen SONNTAG-Magazin schreibt er über das Osterbock.
Er schätzt Wasser mehr als Wein, denn aus Wasser kann man immerhin Bier brauen. Im Leben von Conrad Seidl dreht sich viel um Bier. Der charmante "Bierpapst" veröffentlicht in Kürze sein neues Buch unter dem Titel "Biermythen".
Denn Vieles, was wir über Bier zu wissen glauben, stimmt nicht. Im Reinheitsgebot geht es darum, dass Bier nur aus Hopfen und Malz gebraut werden darf? Nein, da steckt etwas anderes dahinter. Conrad Seidl geht den Mythen, die über das Bier im Umlauf sind, auf den Grund. In lockerer Form vermittelt er Hintergründe der Bierkultur und liefert Wissen, mit dem jeder am Biertisch brillieren kann. Und das macht er auch in der kurzweiligen SONNTAGs-Jause.
Cremiger Bier-Shake
Warum es der "Stout Float" noch nicht auf herkömmliche Getränkekarten geschafft hat, kann hier nicht beantwortet werden. Conrad Seidl genießt den Bier-Shake mit Vanilleeis und meint, dass er mit jedem Eiskaffee mithalten kann.
Zur Person
Conrad Seidl, geboren 1958, war 41 Jahre lang politischer Redakteur - bei der Tageszeitung Kurier und beim Standard. Er ist bekennender Soldat und hat für seine publizistischen Arbeiten bereits mehrere Auszeichnungen erhalten, beispielsweise den Hans-Kudlich-Preis für Verdienste um die Landwirtschaft. Namensgeber ist der Bauernbefreier der 1848-Revolution.
Der internationale Experte wird auch als Bierpapst bezeichnet. Er befasst sich seit mehr als 35 Jahren mit der Geschichte des Brauwesens und den Ausprägungen der Bierkultur in verschiedenen Ländern.
Der höfliche Bierpapst
Er legt nicht nur wert auf ein gepflegtes Bier, sondern er bemüht sich auch um höfliche Umgangsformen. Sein Wissen gibt er in Seminaren, Vorträgen, Fernsehauftritten und zahlreichen Publikationen dem interessierten Publikum weiter. Seine E-Mails beendet er mit einem "Handkuss und Prost".
Privat ist Conrad Seidl seit mehr als 40 Jahren verheiratet, Vater zweier erwachsener Kinder und Katzenliebhaber. Fix und Foxi sind im Haus Seidl im Mittelpunkt. Sie trinken zwar kein Bier, dürfen aber alle Bierkartons für sich beanspruchen.
Das Rezept zur SONNTAGs-Jause
Stout Float
Alle, die Bier schätzen, sind vielleicht für dieses schnelle Dessert zu begeistern. Vanilleeis wird mit dem starken Sout gerührt. Das ergibt einen cremigen Shake, der in jedem Fall kein gewöhnliches Getränk ist.
Zutaten für 1 Portion
2 Esslöffel Vanilleeis
½ Flasche (ca 1/6 bis ¼ ltr) Imperial Stout
Zubereitung
Das Eis in ein Becherglas (ca ½ Liter Fassungsvermögen) geben und vorsichtig das Bier dazugeben. Achtung, das schäumt stark auf und sollte behutsam verrührt werden, damit sich ein fester Schaum bildet. Mit Trinkhalm und Limonadenlöffel servieren. Wenn kein Imperial Stout (mit Alkoholgehalt von mehr als 7 Prozent) zu bekommen ist, kann auch anderes Soutbier (mit 4 bis 5 Prozent Alkohol) genommen werden. Da in diesem Fall zu wenig Alkohol im fertigen Float vorhanden wäre, gibt man vor dem Einfüllen des Stoutbieres einen Schuß Whisky auf die Eiskugeln.
Tipp
Familie Seidl bietet dazu auch Kekse an.
Barbara Pachl-Eberhart, Erwachsenenbildnerin und Schreibtrainerin, gilt als "Lebensanknipserin" und Hoffnungsträgerin. Die Autorin hat nach dem Tod ihrer Familie heute wieder ein glückliches Leben.
„Ich liebe so, was ich mache.“ Barbara Pachl-Eberhart ist es geglückt, nach dem Tod ihrer Familie, ein neues Leben zu beginnen. Sie bezeichnet sich als glücklichen Menschen, wird gefordert von ihrer Tochter und gibt ihr Wissen als Schreibtrainerin an andere weiter.
Wir erfahren, dass ein erstes geschriebenes Wort alles verändert und wie es gelingt, dass sich Post-Its nicht aufbiegen. Die Fastenserie 2022 der österreichischen Kirchenzeitungen ist der Autorin übrigens leicht von der Hand gegangen, denn „Neustart ist mein Lebensthema.“ Ihre Erfahrung: "Es darf wieder gut werden, man darf auch glücklich sein!"
Manchmal setzt sich Barbara Pachl-Eberhart noch für ihre Tochter eine rote Clownnase auf und sie weiß, welches Lied sie später im Alter noch immer hören will: „I hab di leben g'sehn“ von STS.
Wärmender Porridge
"Porridge geht immer", sind wir uns einig - ein wärmender Genuss, der daher noch zum Fasching in der kalten Jahreszeit und schon zur Fastenzeit passt.
Die gekochten Haferflocken schmecken mit Obst wie Äpfeln und Datteln oder auch pikant mit Olivenöl, Schafkäse und Suppenwürze. Zur Jause am Vormittag gab es auch Espresso und Wasser.
Zur Person
Barbara Pachl-Eberhart, geboren 1974, hat mit ihrem verstorbenen Mann Heli als Clownin gearbeitet. Heute ist sie Schreibtrainerin und Autorin. Sie lebt mit ihrer Tochter in Wien.
Ihr bekanntestes Buch wir jetzt von Regiesseur Adrian Goiginger verfilmt wird: In „Vier minus drei. Wie ich nach dem Verlust meiner Familie zu einem neuen Leben fand“ übernimmt die Schauspielerin Verena Altenberger die Rolle von Pachl-Eberhart.
Sie schätzt die spirituellen Bücher des US-amerikanischen Franziskanerpaters Richard Rohr und hat eine Schwäche für kitschige Geschichten. Mehr verraten wir im unten stehenden Buchtipp.
Hoffnungsträgerin und „Lebensanknipserin
Man kann Barbara Pachl-Eberhart als Hoffnungsträgerin bezeichnen und als „Lebensanknipserin“. Kurz vor ihrem 50. Geburtstag, der übrigens auf den Ostersonntag fällt, ist sie agil und voller Lebensfreude. Wir wünschen ihr Gottes Segen und noch viel Energie für alle künftigen Projekte!
Das Rezept zur SONNTAGs-Jause
Porridge
Geschichte
Seit einiger Zeit achtet Barbara Pachl-Eberhart auf das Intervallfasten. Man isst dabei nur innerhalb von acht Stunden, während man in den übrigen 16 Stunden bewusst fastet. Wie hat das Barbara Pachl-Eberharts Leben verändert hat? „ Es steht nicht die Entbehrung im Vordergrund. Ich schlemme wirklich.“ Und so kommen Fülle und Verzicht in Berührung, ist die Autorin überzeugt.
Der Porridge passt dazu ausgezeichnet und ist ideal in der Zubereitung mit Hafermilch, wenn man wie Frau Pachl-Eberhart keine tierischen Milchprodukte verträgt.
Zutaten für 2 Portionen
1 Tasse feine Bio-Haferflocken
1 EL Chia-Samen
1 Tasse Hafermilch
1 Apfel
2 Datteln
1 Banane
Haselnüsse oder Walnüsse
Zubereitung
Hafer und Chiasamen über Nacht in Wasser einweichen.
Morgens einen Apfel reiben, die Hälfte in einem Topf anbrutzeln.
Die eingeweichten Haferflocken und eine Tasse Hafermilch dazu geben und aufkochen.
Vor dem Servieren die zweite Hälfte der Apfelschnitze roh dazu geben, ebenso die Banane und die Datteln, jeweils in kleine Stücke geschnitten.
Der berühmteste Ball der Welt ist vielleicht nicht der vornehmste aber sicher eine der unterhaltsamsten Veranstaltungen, zumindest für Zuschauerinnen und Zuschauer im Fernsehen. Zur Vorbereitung auf den Opernball 2024 jausnen wir Sesamringe und feiern den Fasching bis zum "Brüderlein fein" aus Ferdinand Raimunds Stück "Der Bauer als Millionär", mit dem die Ballnacht in den Morgenstunden zu Ende geht.
Der Opernball als Bühne
Der bekannte Verhaltensforscher Antal Festetics hat den Opernball einmal mit den Worten kommentiert: "Es ist wie eine Fledermaus-Aufführung, in die man selber hineinsteigt." Das will kommentiert werden. Einmal im Jahr sind Christoph Wagner-Trenkwitz und Karl Hohenlohe ein unzertrennliches Team und bescheren den Zuseherinnen und Zusehern einen vernüglichen Abend.
Die beiden moderieren seit mehr als 20 Jahren aus dem Container vor der Wiener Staatsoper das Geschehen im berühmten Haus am Ring. Welche Anforderungen wird an die Kommentatoren gestellt? Man muss flexibel sein. So konnte Christoph Wagner-Trenkwirt den früheren Stadtrat Rieder an einer Augenbraue erkennen. Karl Hohenlohe ist dazu der Societyexperte und trotz der Nervenanspannung scherzen sie besonders gerne, auch wenn die Kameras aus sind.
Pikant-süße Sesamringe
"Ich bin ein Weltmeister im Essen", bekennt Christoph Wagner-Trenkwitz und beißt in einen Sesamring nach dem Rezept seiner Frau. In jedem Fall passt das weiche Gebäck zum TV-Abend am Opernball, den er selbst privat vermutlich nicht besuchen würde.
Zur Person
Christoph Wagner-Trenkwitz, 1962 geboren in Wien, hat Musik- und Politikwissenschaften und Romanistik studiert. Danach ging er an die Staatsoper, war Generalsekretär der Freunde der Wiener Staatsoper, danach Pressechef und Chefdramaturg. Nächste Station war die Wiener Volksoper.
Seit 2022 ist er Dramaturg in München am bekannten Staatstheater am Gärtnerplatz. Hier hat er auch seine "Lieblingsheilige" identifziert, nach der eine Busstation benannt ist: Die fröhliche Schwester Eubulina (1900-1986) war Mallersdorfer Schwester. Die Gemeinschaft führte in München das Adelgundenheim, wo sie sich während der Kriegs- und Wiederaufbaujahre für Heimkinder eingesetzt hat und als "Guter Geist" in Erinnerung geblieben ist.
Dazu ist Wagner-Trenkwitz Intendant von Sommertheatern wie in Haag und aktuell in Langenlois. Außerdem übernimmt er Radiomoderationen wie in der Sendung Pasticcio auf Ö1 und absolviert ungezählte künstlerische Auftritte. Wagner-Trenkwitz ist auch Schauspieler und ein guter Sänger und hat mehrere Bücher geschrieben, zum Beispiel "Alles Walzer, der Opernball von A-Z".
Seine künstlerische Liebe gilt dem von den Nazis ermordeten jüdischen Kabarettisten Fritz Grünbaum, dem Komponisten Richard Strauss und dem legendären Opernliebhaber Marcel Prawy.
Das Rezept zur SONNTAGs-Jause
Sesamringe
Geschichte
Da Christoph Wagner-Trenkwitz nicht kocht, hat seine Frau das Rezept zur SONNTAGs-Jause geschickt. Die Sesamringe schmecken süß oder pikant belegt und erinnern an die berühmten New Yorker Bagel. Sie passen auch ausgezeichnet zu einem Glas Wein.
Zutaten
400 Milliliter lauwarme Milch
½ Würfel Germ
2 EL Zucker
1 TL Salz
30 Gramm geschmolzener Butter
1 Ei
600 Gramm glattes Mehl
2 TL Essig
Nach Belieben 2 TL Anis-Samen
40 Gramm weiche Butter
Sesam
Zubereitung
Milch vermischen mit ½ Würfel Germ, 2 EL Zucker, 1 TL Salz, 30 Gramm geschmolzener Butter und 1 Ei. Dazu 600 Gramm glattes Mehl und 2 TL Essig einrühren, nach Belieben 2 TL Anis-Samen in den Teig geben.
1 Stunde gehen lassen, den Teig ausrollen zu einem Rechteck (ca. 15 x 40 cm), mit 40 Gramm weicher Butter bestreichen und von der Längsseite zu einer langen Teigwurst aufrollen.
2 cm breite Stücke abstechen, diese zwirbeln und zu Ringen formen.
Auf ein Backblech legen und zu doppelter Größe gehen lassen.
Mit verquirltem Ei bestreichen und mit Sesam bestreuen.
Die Sesamringe bei 180 Grad Ober-/Unterhitze ca. 20 Minuten backen. Danach auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.
Die Mathematikerin und Schiläuferin ging von Wien ins Kloster Mariastern in Vorarlberg.
"Wer sehnt sich nicht nach Frieden?", fragt Äbtissin Hildegard Brem bei der Faschingsjause. Sie meint, dass das Thema weltpolitisch ist, denn Friede ist ein Sehnsuchtsziel. Ihre These zum persönlichen Friedensweg: "Haben wir nichts gelernt aus der Geschichte? Wer selber im Unfrieden lebt, kann keinen Frieden weiter geben."
Frieden suchen
Antworten und Anregungen gibt Äbtissin Hildegard in der Fastenserie der Kirchenzeitungen unter dem Titel: "Frieden suchen." Ein wichtiger Aspekt ist dabei die Frage: "Was kann ich machen?"
Außerdem erklärt sie ihren Wahlspruch "Ausculta!" Gemeint ist damit: "Pflege deine Ohren, lebe als Mensch mit großen Ohren - ein Lebensprogramm, das die Umwelt prägt." Dabei begleitet die Zisterzienserin das Leben in Stille, das sehr anspruchsvoll ist, vor allem bis man bei sich ankommt.
Die üppige Torte
Im Kloster Mariastern gibt es übrigens an Festtagen viele Leckereien. Das wissen die 17 Ordensfrauen sehr zu schätzen, auch Äbtissin Hildegard! Sie hat sich daher in der Sonntags-Jause für eine Panamatorte entschieden.
Zur Person
Hildegard Brem, geboren 1951, wuchs in Wien auf. Sie studierte zunächst Mathematik und Theologie. Die ausgebildete Lehrerin, die auch eine ausgezeichnete Schifahrerin ist, entschied sich 1977 für den Ordensteintritt bei den Zisterzienserinnen in Mariastern. Sie ist Dozentin für Zisterzienserforschung und Mitglied des Instituts für Spirituelle Theologie und Religionswissenschaft der Hochschule Heiligenkreuz.
Das Rezept zur SONNTAGs-Jause
Panamatorte
Geschichte
Die schokoladig-nussige Torte gab es bei Familie Brem immer zu Weihnachten. Äbtissin Hildegard hat diese Torte sogar selber gebacken, obwohl sie sonst nicht in der Küche besonders heimisch ist.
Der Name der Torte kommt aus dem Jahr 1914, dem Jahr der Eröffnung des Panamakanals.
Zutaten
140 Gramm Zucker
140 Gramm geriebene Mandeln
6 Eier
80 Gramm geriebene Kochschokolade
1 Prise Salz
Für die Fülle:
140 Gramm Butter
140 Gramm Vanillezucker
50 Gramm Schokolade
2 Eier
Mandeln
Zubereitung
Die Dotter mit dem Zucker schaumig rühren, Schokolade einrühren. Die Mandeln unterrühren. Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen und unter die Masse heben. Den Teig in eine Form einfüllen und bei Ober-/Unterhitze ca. 20 Minuten bei 180 Grad backen. Nadelprobe! Danach gut auskühlen lassen.
Für die Creme die Butter mit Vanillezucker schaumig rühren, die erweichte Schokolade und die Eier einrühren, bis eine flaumige Masse entsteht.
Die Torte durchschneiden, mit der Creme füllen und rundherum dick einstreichen. Zum Schluss mit Mandeln dekorieren. Vor dem Servieren gut kühlen.
Tipp: Die Mandeln zuvor rösten für ein nussigeres Aroma.
Quelle: Kronenzeitungs-Kochbuch (vergriffen)
Die Religionsjournalistin leitet die Hauptabteilung "Religion und Ethik" im ORF. Zur Jause bäckt die Theologin ein Leinsamen-Topfen-Brot.
Am 24. Jänner erinnert die Kirche an den Erfinder des Flugblattes: Franz von Sales (1567-1622) ist durch seine innovative Missionsarbeit als Bischof von Genf zum Patron der Journalisten geworden. In der SONNTAGs-Jause ist die profilierte Religionsjournalistin Barbara Krenn in der umgekehrten Rolle. Die Leiterin der ORF Hauptabteilung Religion und Ethik spricht im Interview über ihr Theologiestudium in Tübingen, das sie sehr geprägt hat und sie gibt Einblicke in ihren Redaktionssalltag und das Projekt "Was glaubt Österreich?", denn Religion und Glaube verändern sich.
Ursprünglich hatte Barbara Krenn vor, Lehrerin zu werden. Weil sie schon als Kind mit dem Kassettenrekorder Interviews aufgenommen hat, hat sie dann doch den Weg in den Journalismus eingeschlagen. Sie erinnert sich an ihren ersten Beitrag zur Caritas-August-Sammlung und erzählt, wie sie zur Schwimmerin zwischen den Zeiten wurde. Denn Barbara Krenn ist eine begeisterte Schwimmerin.
Die kräftige Jause
Barbara Krenn ist eine aufmerksame Gastgeberin: Auf dem gedeckten Tisch stehen bei ihr eine Kerze, passende Servietten, Obst und ein Leinsamen-Topfen-Brot, das sie frisch gebacken hat. Der Rahmen für eine gemütliche Nachmittagsjause.
Zur Person
Barbara Krenn, geboren 1973 in Judenburg, studierte in Graz und Tübingen Theologie. 1999 begann sie als Religionsjournalistin im ORF-Fernsehen.
Sie war viele Jahre Gestalterin und Redakteurin für „Orientierung“ und „FeierAbend“ und ab 2007 bei der Sendung „kreuz und quer“ für Eigen- und Auftragsproduktionen zuständig. 2010 übernahm sie die Leitung für die Sendungen „Religionen der Welt“, „Was ich glaube“ und „FeierAbend“. Über letzt genannte Sendung hat sie mit ihrem früheren Chef, dem bekannten Journalisten Gerhard Klein ein Buch geschrieben: "Ich muss meinen Weg gehen."
Seit 2020 ist Barbara Krenn Leiterin der ORF-Hauptabteilung „Religion und Ethik – multimedial“.
Das Rezept zur SONNTAGs-Jause
Leinsamen-Topfen-Brot
Geschichte
Barbara Krenn sagt, dass sie keine besonders gute Kuchenbäckerin ist. Daher hat sie entschieden, eine kräftige Jause vorzubereiten. Das Leinsamen-Topfen-Brot ist ohne Mehl und besonders saftig durch die darin verarbeiteten Nüsse und den Topfen.
Die Gastgeberin hat außerdem Liptauer, Bergkäse und Oliven angeboten und empfiehlt dazu einen Schluck Prosecco.
Zutaten für ein Brot
100 Gramm geschroteter Leinsamen
100 Gramm Sesam
100 Gramm gehackte Mandeln
100 Gramm gehackte Haselnüsse
100 Gramm Kürbiskerne
100 Gramm Sonnenblumenkerne
300 g Magertopfen
6 Eier
1 TL Salz
Zubereitung
Alle Zutaten in einer Schüssel miteinander vermischen. Eine Kastenform mit Backpapier auslegen. Den Brotteig in die Backform geben und für etwa 90 Minuten bei 160 Grad Umluft im Ofen backen. Vor dem Anschneiden Auskühlen lassen.
Quelle: Dennis Heider
Zur PersonDas Rezept zur SONNTAGs-Jause
Leinsamen-Topfen-Brot
Die stilvolle Botschafterin der nachhaltigen Mode betreibt seit 46 Jahren Wiens erste Vintage-Boutique.
1978 war sie eine Außenseiterin unter Wiens Modeboutiquen. Die engagierte Ingrid Raab setzt seit damals auf nachhaltige Mode aus vergangenen Zeiten. Sie ist überzeugt, dass man Pelz tragen kann, "denn das Tier ist ja schon tot." Aber daher muss kein neuer Pelz angeschafft werden, denn die alten Modelle sind nicht nur sehr chic, sondern auch hochwertig verarbeitet und echte Designerstücke aus Meisterwerkstätten. So macht Mode auch heute noch jüngeren Kundinnen und Kunden Freude.
Ein winterliches Rezept: Kohl gibt es im Jänner überall
Ingrid Raab hat es nicht besonders mit süßen Gerichten oder kleinen Frühstücksmahlzeiten. Sie liebt die Toskana und hat empfiehlt daher einen winterlichen Lammeintopf. Der wärmt und passt mit dem mit verkochten Grünkohl wunderbar in den Jänner.
Zur Person
Ingrid Raab, geboren 1941, war zunächst beim ORF tätig und wagte 1978 den Sprung in die Selbstständigkeit. Durch ihre Berichte über Mode entdeckte sie den Wert hochwertiger Kleider früherer Zeiten, die sie nie als "Second Hand" betiteln würde. Sie führt bis heute gemeinsam mit ihrem Mann Karl die Boutique "Flo Vintage" in der Wiener Schleifmühlgasse.
Die "Raaben", wie sie von Freundinnen und Freunden, genannt werden, haben außerdem geholfen, das Grätzel auf der Wieden direkt neben dem Naschmarkt neu zu beleben. Heute sind hier viele kleine Geschäfte und es gibt eine lebendige Lokalszene. Karl Raab hat das beliebte "Freihausviertelfest" jahrelang mit Herzblut betrieben. Zum sommerlichen Straßenfest kommen Gäste aus ganz Wien.
Das Rezept zur SONNTAGs-Jause
Lammeintopf
Geschichte
Ingrid Raab hat das heute vergriffene kulinarische Erzählbuch: "Die kulinarischen Abenteuer des Fra Bartolo", erschienen im Hädecke Verlag mit Freude gelesen und die Rezepte daraus kocht sie noch gerne nach.
Ihr gefällt die saisonale Küche mit frischen Zutaten wie es bei dem Toskanischen Lammeintopf passt.
Zutaten für 6 Personen
1 große Zwiebel
4 Knoblauchzehen
500 Gramm Lammfleisch (z.B. Schulter)
1/4 Liter Weißwein (trocken)
1 Scheibe Schinkenspeck
1 Grünkohl
1 Tomatendoche (gehackt)
3 Paprika
400 Gramm Bandnudeln (Tagliatelle)
250 Gramm Sauerrahm
Salz
Pfeffer
Olivenöl
Zubereitung
Die Zwiebel klein hacken, die Knoblauchzehen zerdrücken, Schinkenspeck und Lammfleisch würfeln.
Kohl und Paprika waschen und in Streifen schneiden.
Olivenöl in einem großen Bräter erhitzen, hintereinander Zwiebel, Speck, Knoblauch und Fleisch anbraten, mit Weißwein ablöschen, das Gemüse und die gehackten Tomaten dazugeben, gut durchrühren, salzen, pfeffern und mit geschlossenem Deckel mindestens eine halbe Stunde dünsten.
In der Zwischenzeit die Nudeln in Salzwasser al dente kochen und danach in den Eintopf geben - die Nudeln werden dann weicher und nehmen den Geschmack der Sauce auf. Noch einmal abschmecken und servieren.
Sr. Christine Rod ist Generalsekretärin der Ordensgemeinschaften und Sprecherin aller Ordensleute in Österreich. Die Germanistin aus dem Weinviertel hat sich mit 41 Jahren zum Eintritt bei den Missionarinnen Christi entschieden und seither im Management der Orden viele Aufgaben angenommen und übernommen.
Spiritualität ist ihr ein Herzensthema, sie leitet auch Lehrgänge und begleitet Menschen auf diesem Weg.
Sr. Christine erzählt auch über die Kirche auf den Philippinen und wie sie die Chance auf ein Sabbatjahr genützt hat.
Der Wert eines guten Rezepts
Und sie erklärt, dass es gut ist, wenn ein altes Rezept für den Topfenstrudel einen Wert hat. Sr. Christine war jedenfalls immer beglückt, wenn während der Zeit bei ihrer Gemeinschaft in München der Strudel auf dem Speiseplan stand. Bei der SONNTAGs-Jause wurden auch gleich mehrere Stück gegessen.
Zur Person
Christine Rod, geboren 1959, studierte nach der Matura in Laa an der Thaya Theologie und Germanistik in Wien. Von 1985 an arbeitete sie 15 Jahre lang in der Seelsorge der Erzdiözese Wien als Pastoralassistentin, Gemeindeberaterin und in der Priesterfortbildung.
Seit 2000 ist Christine Rod Ordensfrau in der Gemeinschaft der Missionarinnen Christi. 2013 übernahm sie für sechs Jahre die Regionalleitung für Deutschland und Österreich. Seit 2021 ist sie wieder in ihre Heimat Österreich als Generalsekretärin der Ordensgemeinschaften zurückgekehrt.
Das Rezept zur SONNTAGs-Jause
Topfenstrudel
Geschichte
Sr. Christine hat das Rezept für diese beliebte Süßspeise von ihrer Mitschwester Anna Schafleitner in München erbeten, bevor sie nach Wien gezogen ist. Sie meint, dass der Topfenstrudel auch gut als Hauptspeise nach einer Gemüsesuppe schmeckt.
Zutaten
Für den Mürbteig
250 Gramm Mehl
250 Gramm Topfen
250 Gramm Butter
1 Packung Backpulver
1 Prise Salz
Für die Fülle
250 Gramm Topfen
etwas Sauerrahm
2 Esslöffel Zucker
1 Ei
Staubzucker
Zubereitung
Die Zutaten schnell zu einem Mürbteig verkneten und über Nacht kühl rasten lassen.
Für die Fülle Ei, Zucker und Topfen gut verrühren.
Den Teig ausrollen, mit der Fülle bestreichen und einrollen.
Den Strudel im auf 180 °C vorgeheizten Backrohr (Ober-Unterhitze) für etwa 60 Minuten backen und danach mit Staubzucker bestreuen.
ABO
Lernen Sie jetzt die Zeitung "Der SONNTAG" kennen.
https://www.dersonntag.at/abo-service/
Die SONNTAGs-Jause führt in die Karlskirche zum Prager Jesulein. Rektor Pater Marek serviert dazu Mährische Golatschen.
Die Kreuzherren mit dem Roten Stern sind ein kleines böhmisches Zentrum in Wien. Pater Marek Pucalik leitet als Rektor die Gemeinschaft und betreut die berühmte Karlskirche und kocht in „Karls Küche“, der Essensausgabe der Gemeinschaft für bedürftige Menschen.
Als Kunsthistoriker hat der gebürtige Brünner ein Buch über die Karlskirche als Heilsort im Wiener Domverlag geschrieben. Warum die die barocke Designerkirche ein Heilsort ist, an dem man sich wohl fühlt, erklärt Pater Marek genauso wie seine Liebe zu Pflanzen und dass Johannes Nepomuk, der zu Unrecht in die Moldau geworfen wurde, sein Lieblingsheiliger ist.
Außerdem geht es um böhmische Mehlspeisen, um Untergrundpriester in der ehemals kommunistischen Tschechoslowakei und um die heilige Agnes, ohne die es den Kreuzherrenorden gar nicht gebe.
Gerade zu Weihnachten gibt es die Einladung in die Karlskirche, um an der Krippe und beim Prager Jesulein zu beten. Die weltberühmte Gnadenbild hat sogar ein von Kaiserin Maria Theresia in Handarbeit besticktes Kleid.
Hinweis: Die Aufnahme und Produktion dieser Folge war vor dem Attentat an der Karls-Universität in Prag. Daher wird im Gespräch der Anschlag nicht thematisiert. Selbstverständlich ist Pater Marek als Tscheche und Lehrernder an der Universität besonders betroffen. In der Karlskirche liegt daher ein Kondolenzschreiben der Kreuzherren auf. RIP!
Das Rezept zur SONNTAGs-Jause
Mährische Golatschen
Geschichte
Die duftenden, gefüllten Golatschen mit Topfen, Powidl und knusprigen Streuseln sind ein Klassiker der tschechischen Mehlspeisküche. Sie wurden auch zur Primiz von Pater Marek und zur Hochzeit seines Bruders gebacken.
Die "Omas" von Pater Marek haben nach eigenen Familienrezepten Golatschen zubereitet. Jede Köchin hat aber ihre Geheimnisse in der Zubereitung. So soll die Größe der Eier eine Rolle spielen.
Zutaten
Für den Teig
300 ml lauwarme Milch
1 Packung Vanillin-Zucker
3/4 Würfel (frische) Germ
500 Gramm gesiebtes Mehl
2,5 Esslöffel Kristallzucker
2 Eigelb
100 Gramm weiche Butter
1/4 TL Salz
Für die Fülle
250 g Bröseltopfen
2 Packungen Vanillin-Zucker
2 Eigelb
2 EL Rosinen
1 TL geriebene Zitronenschale
Streusel
Außerdem
Powidl
1 Ei zum Bestreichen
Zubereitung
Vanillin-Zucker und Germ in 200 ml warmer Milch vermischen und ggf. noch 1 EL Mehl dazugeben. Abdecken und die Germ etwas aufgehen lassen (etwa 10 Minuten).
Mehl, Zucker, Eigelb, Salz in eine Schüssel geben, die Germ und die restliche Milch hinzugeben und verrühren. Nach etwa der Hälfte des Knetvorgangs weiche Butter unter den Teig rühren und kneten, bis der Teig glatt ist. Mit einem Handtuch abdecken und an einem warmen Ort etwa 30-45 Minuten aufgehen lassen.
Rosinen in ein wenig Wasser einweichen. Danach abseihen und mit den anderen Zutaten für die Topfenfülle zusammenmischen.
Alle Zutaten für die Streusel zusammenmischen.
Den aufgegangenen Teig auf ein bemehltes Brett geben und ca. 0,5 cm dick ausrollen und Kreise mit einem Durchmesser von 8-10 cm ausstechen. Die Topfenfülle auf die Teigkreise geben und sie darin einschließen. Die Golatschen auf mit Backpapier ausgelegte Backbleche legen. In jeder Golatsche ein Loch formen, in das etwas Powidl hineingegeben wird. Die Golatschen mit verquirltem Ei bestreichen und mit Streuseln bestreuen.
Die Golatschen im auf 180 °C vorgeheizten Backrohr für etwa 20-25 Minuten backen.
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