Was bleibt, wenn die Finsternisse vorüber sind und das, was sie in Bewegung gebracht haben, langsam sichtbar wird?
Der Neumond in der Jungfrau am 11. September lädt uns nicht einfach dazu ein, aufzuräumen oder neue Pläne zu machen. Er stellt eine sehr viel tiefere Frage: **Was gehört noch in die Ordnung meines Lebens und was nicht mehr?**
Wir sprechen über die Jungfrau als Hüterin von Zyklen, Aussaat und Ernte, über Körper und Selbstfürsorge, über Mars im Krebs und Juno rückläufig im Steinbock. Venus betritt den Skorpion und führt uns dorthin, wo Beziehungen, Begehren, Selbstwert und alte Bindungen nicht länger an der Oberfläche betrachtet werden können. Merkur gegenüber Neptun wiederum fordert uns auf, sehr genau zu unterscheiden zwischen Intuition, Hoffnung und Wunschdenken.
Und über allem steht die Frage, die dieser Neumond für mich trägt:
Was weiß ich inzwischen so tief, dass ich nicht mehr so leben kann, als wüsste ich es nicht?
Vielleicht erinnert uns die Jungfrau daran, dass wir Ordnung nicht herstellen müssen wie ein perfektes System. Kosmos bedeutet Ordnung. Und auch in uns gibt es einen inneren Kosmos, dessen Rhythmus wir wieder wahrnehmen können.
Ein Neumond über die stille Kraft der Jungfrau, über das, was nach den Finsternissen Gestalt annehmen möchte, und über eine heilige Ordnung, die nicht nach Perfektion fragt, sondern danach, was in unserem Leben wirklich seinen Platz hat.