Spitzenfrauen

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By Cornelia WankeEducationSelf-Improvement
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Spitzenfrauen episodes

  • Prof. Dr. Irit Nachtigall: "Gender Data muss raus aus dem Lila-Latzhosen-Charme!"

    Heute spreche ich in meinem Spitzenfrauen-Podcast mit Prof. Dr. Irit Nachtigall

    Sie ist Regionalleiterin der Infektiologie am Helios Klinikum Buch - und Professorin an den Medical School Berlin. Und sie ist eine leidenschaftliche Frau. Das hört man - und das sieht man, wenn man ihr auf LinkedIn folgt. Denn dort postet sie auf ihre ganz besondere Art und Weise zu Daten und Statistiken im Bereich Gesundheit.

    Insbesondere, wenn es um das Thema Genderaspekte in der Immunologie und Infektiologie geht, gebe es noch ganz viel zu tun, sagt Irit Nachtigall. Über Real-World-Evidence möchte sie für mehr Gerechtigkeit in der Gesundheitswissenchaft und Versorgung sorgen. Warum kommen wir jetzt erst darauf, das Thema zu Genderspezifische Daten zu bewegen, will ich wissen. „Das hatte lange den Lila-Latzhosen-Charme“, sagt Nachtigall - und aus dieser Ecke will sie raus.

    Der Drive durch Big Data und KI sowie die vielen Frauen, die aktuell immer wieder auf den Gender Data Gap aufmerksam machen, mache Hoffnung, dass sich da etwas bewegt, meint Nachtigall. „Wir müssen zeigen, dass das nichts mit Befindlichkeiten zu tun hat, sondern auf echten Datengrundlagen beruht.“ Und außerdem: Gendermedizin bedeute ja, dass wir allen Geschlechtern gerecht werden wollen - auch den Männern. Denn auch die seien in einigen Bereichen der Medizin benachteiligt.

    Ich habe übrigens nicht gut gegendert in dieser Folge - shame on me ;))): Mir fällt das manchmal erst beim Abhören der Aufzeichnung auf. Manchmal kommt mit das Innen einfach schwer über die Lippen. „Wer Bäckerinnung sagen kann, der kann auch Bäcker:innen sagen, hat mir eine kluge Frau kürzlich mitgegeben - ich werde weiter üben. Oder ich nehme vielleicht jetzt immer die weibliche Form? Was meint ihr? Schreibt mir gerne und abonniert auch gerne diesen Podcast. Ich freue mich über jeden konstruktiven Diskurs!

    43 min
  • Prof. Dr. Heidi Höppner: "Warum unser Gesundheitwesen Inkubatoren für interprofessionelle Versorgungsprojekte braucht!"

    In meinem Spitzenfrauen-Podcast spreche ich mit Frauen, die an der Spitze angekommen sind - oder sich auf den Weg dorthin machen. Es geht um Führung, unterschiedliche Karrierewege - und um Transformation und Kommunikation. Heute zu Gast: Prof. Dr. Heidi Höppner.

    • Heidi Höppner hat Arzthelferin und Physiotherapeutin gelernt, sich stetig fortgebildet und dann erst Soziologie und später noch Public Health studiert.

  • Mit 41 Jahren wurde Heidi Höppner zur ersten Professorin für Physiotherapie berufen.

  • Seit vergangenem Jahr hat sie nun die Professur für Interprofessionelle Gesundheitsversorgung und Systemgestaltung an der Alice Salomon Hochschule in Berlin inne.

  • Was für ein bewegtes Leben - in dessen Mittelpunkt die Freude an Neuem und Lebenslanges Lernen stehen. „Ab und zu ist es dieser eine Satz, der Dich bewegt“, sagt Heidi Höppner. Sätze, Sprüche und Anmerkungen hätten sie immer wieder bewogen, neue Entscheidungen zu treffen. „Es ist dieses: Ich sehe Dich, ich traue Dir etwas zu, traue Dich!“, was sie genährt hat.

    Was sie ganz besonders prägt, ist ihre Bemühung, neue Strukturen in einem sehr stark hierarchisch geprägten Gesundheitswesen zu schaffen. Ein großes Problem sei die starke Hierarchie und die Dominanz der ärztlichen Berufe: „Wir trauen den anderen Berufen viel zu wenig zu. Dabei sind die Finger und die Hände meiner Kolleg:innen in der Physiotherapie beispielsweise so filigran, dass sie fast ein bildgebendes Verfahren ersetzen könnten. Man könnte schon so früh etwas erkennen und verhindern“, sagt sie - „doch bei uns gibt es erst eine Therapie, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist.“

    Ihre Idee: Es brauche Inkubatoren für interprofessionelle Versorgungsprojekte. „Das würde uns sicherlich helfen.“ Es sei aber auch eine Frage des Mindsets. „Wenn ich als Berufsgruppe denke, der oder die Patient:in ist doch gut bei mir versorgt - und nicht erkenne, dass da eine Lücke ist, dann läuft gehörig etwas schief", sagt sie. Deshalb brauche es mehr und bessere Informationen und den Abbau von Vorurteilen.

    „Wir Frauen könnten da vieles bewegen in Richtung Interprofessionalität“, meint Heidi Höppner, und spricht mir da voll aus dem Herzen. „Holt die Berufe im Gesundheitswesen heraus aus ihrem engen Korsett“, fordert sie. Liebe Frauen - eine Aufgabe, um die wir uns in den nächsten Monaten und Jahren kümmern sollten. Seid gespannt und freut euch auf das Interview mit Prof. Dr. Heidi Höppner.

    44 min
  • Dr. Andrea Benecke: "Warum wir gerade bei all der Diskussion um Diversität an der Frauenförderung dranbleiben müssen."

    In diesem Podcast stelle ich Frauen vor, die es schon an die Spitze geschafft haben, - oder auf dem Weg dorthin sind. Heute spreche ich mit der Präsidentin der Bundespsychotherapeutenkammer, Dr. Andrea Benecke.

    Vom Naturell her sei sie eher bescheiden, erzählt Andrea Benecke. „Ich war sogar davon überzeugt, dass ich bestimmte Dinge nicht kann." So musste ihr Vorstand aus Rheinland-Pfalz sie erst davon überzeugen, den wichtigen Schritt in Richtung Vorstandsamt zu gehen. Das war 2015 wohlgemerkt und sie war damals die einzige Frau im Bundesvorstand. „Das hat einiges in Gang gesetzt“, sagt sie.

    Doch die eigentliche Arbeit begann schon viel früher - und ist auch auf die Initiative der langjährigen Geschäftsführerin der BPtK, Dr. Cristina Tophoven, zurückzuführen. Und diese Arbeit war zwar langwierig doch höchst effektiv. Heute gibt es Quoten für die Besetzung der Ämter in der Bundespsychotherapeutenkammer. Wie dieser Prozess begann?

    Man habe den damaligen Vorstand unter Druck gesetzt, eine Veranstaltung zu genehmigen - 2016 war das. Und die Veranstaltung war Bewusstwerdung pur - und der Start einer nachhaltigen Bewusstseinsbildung:  „Wir haben angefangen, regelmäßig zusammenzutragen, wie die Besetzungen der Präsidien sind. Und das haben wir dann auch nach außen getragen. Und da haben doch viele einfach festgestellt, dass das ein eklatantes Missverhältnis ist zwischen den Frauen im Beruf und auf dem Psychotherapeutentag - und in den Vorständen.“

    Da brauchte es ganz viel Information und Vermittlung. Und es brauchte Mut und Überzeugung: „Ganz oft waren es eben Männer, die sich zur Wahl gestellt haben - und Frauen haben sich nicht getraut oder hatten einfach keine Zeit. Da hatten wir echt ein Problem mit Selbstertüchtigung und Selbstermächtigung.“.

    Heute gilt die Bundespsychotherapeutenkammer als Vorbild. Und sie steht vor der Frage - wie andere Institutionen auch -, ob auf die Frauenförderung nun Diversität folgen muss. „Wir können an der Stelle nicht allein bei der Gleichberechtigung von Frauen stehenbleiben.“, sagt Benecke. „Wir müssen das, was wir selbst an Hindernissen erkannt haben, dieses Wissen, auch für andere Gruppierungen  einsetzen. Dafür sind wir prädestiniert.“

    Gleichwohl mahnt die Präsidentin der BPtK, das Thema Frauenförderung nicht aus dem Blick zu verlieren: „Denn ich habe Sorge, dass wir in alte Strukturen zurückfallen, wenn wir nicht dranbleiben.“ Man könne nicht das eine für das andere aufgeben. Es brauche beides, meint Benecke.

    Ein super-spannendes Gespräch über Frauenförderung, die Wirkung der Quote und von Rollenvorbildern, über Diversität im Allgemeinen und in der Psychotherapie - und um die Frage: Wie können Frauen endlich selbstbewusst und selbstbestimmt den Weg nach oben gehen?

    44 min
  • Ulrike Geppert-Orthofer: "Warum Hebammen Gesundheit und Ökonomie verbessern"

    Im Spitzenfrauen Podcast spreche ich mit Frauen, die an der Spitze angekommen sind - oder sich auf den Weg dorthin machen. Es geht um Führung, unterschiedliche Karrierewege - und um Transformation und Kommunikation. Heute zu Gast: Ulrike Geppert-Orthofer.

    Mehr durch einen Zufall - nämlich durch die Geburt ihres eigenen Kindes - ist Ulrike Geppert-Orthofer selbst Hebamme geworden. „Wenn Hebammen die Frauen sind, die sich um mich in der Schwangerschaft und bei der Geburt kümmern, dann möchte ich genau das für andere Frauen sein“, hat sie sich gesagt - und dafür ihr Studium der Handelswissenschaft in Wien abgebrochen. „Hebammen dürfen in der Theorie ganz viel“, sagt Geppert-Orthofer, „Doch der hierarchische Klinikalltag verhindert das oft.“ Das habe sie dazu bewogen, sich auch berufspolitisch zu engagieren, so die Präsidentin des Deutschen Hebammenverbandes.

    Heute ist die Berufspolitik ihr Job - und den macht sie mit ganzem Herzen. Ganz nebenbei hat sie Volkswirtschaftslehre studiert. Und bringt nun auch dieses Wissen mit in die Arbeit ein. „Mein Herz schlägt für die Geburtshilfe. Doch ich bin auch durch und durch Ökonomin." Wie das zusammenpasst? Alles, was den Frauen hilft, hilft auch dem Berufsstand und dem Gesundheitswesen, sagt sie.

    „Mit den Hebammen haben wir eine Berufsgruppe, die dafür ausgebildet ist, Physiologie zu fördern und das Normale für normal zu erachten. Eine hebammengeleitete Geburt schont Ressourcen, weil sie Interventionen vermeidet - und sie hilft den Frauen, weil sie die Geburt zu einem sicheren Erlebnis macht, das hilft und nicht schadet.“

    Uns fehlt die Rückbesinnung auf das Normale, sagt Geppert-Orthofer. Und es fehle oft am Wissen bei den Frauen und im Allgemeinen im Gesundheitswesen. Die physiologische Hebammengeleitete Geburt fördern, das ist ihr Anliegen. Und mehr Zeit für jede werdende Mutter…

    Das war nicht nur ein spannendes Gespräch über Hebammen, das Wunder der Geburt und das Leben an sich, sondern natürlich auch und ganz besonders über das, was in unserem Gesundheitssystem verändert werden könnte und müsste. Viel Freude beim Hören…

    46 min
  • Dr. Gertrud Demmler: "Warum ist Purpose so wichtig?"

    25 Jahre - ein Vierteljahrhundert und damit den größten Teil ihres Arbeitslebens hat Dr. Gertrud Demmler schon bei der Siemens-Betriebskrankenkasse verbracht - und es wird ihr weder langweilig, noch wird sie müde, neue Themen voranzubringen und sich und die Organisation stetig weiterzuentwickeln.

    Denn das ist, wofür sie brennt und einsteht - das System Gesundheit und das System SBK zu verbessern.

    „Die systemischen Aspekte im Gesundheitswesen haben mich schon immer fasziniert“, sagt Demmler. Sie hat Volkswirtschaft an der LMU studiert und ist dann - als es die ersten Ansätze in der Gesundheitsökonomie gab - an die Universität der Bundeswehr gewechselt.

    Ihr Einstieg ins Gesundheitswesen war jedoch holprig: Als für ein Projekt der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit zum Aufbau einer Krankenversicherung im Ausland Menschen gesucht wurden, die das System mit aufbauen, hat sie nicht lange gezögert und sich bei der GTZ beworben - und die Stelle bekommen.

    Dort wurde sie - obwohl sie gerade erst Anfang 30 war - sofort als Führungskraft akzeptiert. „Für mich fühlte sich das ziemlich natürlich an“, sagt Demmler. Als sie dann zurück nach Deutschland und zur SBK kam, wusste sie: Ich kann das. Mit einer gewissen Neugier und Naivität sei sie an ihre Positionen herangegangen. Offen für Neues, gewillt, sich immer weiterzuentwickeln. Zum Beispiel wenn es um das WHY ihrer Kasse geht:

    „Unser einziger Purpose ist es, die beste Kasse für die Versicherten zu sein“, sagt Demmler. „Wenn ich jedoch eine hohe Kundenzentrierung haben möchte, dann brauche ich auch eine sehr hohe Mitarbeitendenzentrierung.“ Deshalb habe die SBK schon immer beide Perspektiven im Blick gehabt. „Menschen Gestaltungsperspektive geben, sodass sie Entscheidungen nicht nur treffen können, sondern auch wollen“, das ist ihr Credo. Stichwort Partizipative Organisationsmodelle: „Keiner entscheidet hier irgendwas alleine am Tisch. Es entscheidet immer die Ebene, die das Know-How hat und das Geschäft macht.“

    Wir haben ein sehr spannendes Gespräch geführt - über Kundenorientierung, Leadership, ein patientenorientiertes und gesundes Gesundheitswesen, und darüber, wie mehr Frauen in Führung dazu beitragen können. Die Fähigkeit, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen zu können, sei schon eine weibliche, meint Dr. Demmler, doch auch Männer würden in einem anderen Rahmen anders agieren. Daher ihr Appell an alle Gesundheitsakteure: „Ihr könnt die Probleme der Zukunft nur lösen, wenn wir alle gemeinsam daran arbeiten.“

    54 min
  • Dr. Carola Reimann: "Was würden Sie anpacken, wenn Sie Bundesgesundheitsministerin wären?"

    In dieser Episode spricht Podcast-Host Cornelia Wanke, Kommunikationsexpertin, Unternehmerin und Vorständin bei den Healthcare Frauen und den Spitzenfrauen Gesundheit mit Dr. Carola Reimann, der Vorstandsvorsitzenden des AOK-Bundesverbandes. Carola Reimann war zuvor Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung in Niedersachsen und ist einigen Insider:innen noch als Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Bundestag bekannt. Was sie bewogen hat, die Seiten zu wechseln, von der Politik in die Verbände- und Lobbyarbeit, was sie auf ihrem bisherigen Weg so erlebt hat, für welche Themen sie einsteht und was sie sofort angehen würde, wenn sie Bundesgesundheitsministerin wäre, das hört ihr im Podcast-Interview. Eins aber schonmal vorab: Ihr Tipp an uns und euch alle: Lasst euch von nichts und niemandem aufhalten. Das tut sie nämlich auch nicht —— freut euch auf den Spitzenfrauen Podcast - mit Dr. Carola Reimann!

    37 min
  • Prof. Dr. Mandy Mangler: "Wir Frauen müssen die Spielregeln selbst bestimmen!"

    „Man muss schon eine Kämpferinnen-Mentalität haben, wenn man eine Spitzenposition einnehmen und ausfüllen möchte", sagt Prof. Dr. Mandy Mangler. Mangler ist Chefärztin in der Gynäkologie - und das gleich an zwei Berliner Vivantes-Kliniken. Darüber hinaus ist sie Professorin, Host des "Gyncast"-Podcastes und Mutter von fünf Kindern zwischen 5 und 15 Jahren.

    Wie sie das alles unter einen Hut bekommt? „Ich sehe es sogar als eine Verpflichtung an, solch eine Position anzunehmen und die Ungleichheit mit auszumerzen. Entweder, man darf sich nicht über die Ungleichheit beschweren, oder man muss eben selbst aktiv mitwirken. Es liegt in der Verantwortung von uns selbst, die Spielregeln zu ändern.“

    Hindernisse, erzählt sie, gibt es natürlich immer wieder, und sie lauern an jeder Ecke. Da fallen schonmal Sätze wie: „Warum bleibst Du eigentlich nicht zuhause bei den Kindern?“ Davon dürfe man sich aber nicht vom Weg abbringen lassen, meint Mandy Mangler. Wie sie Hindernisse überwunden hat: "Hinderliche Sätze einfach ausblenden. Denn sie haben ja nichts mit mir zu tun, sondern mit denjenigen, die das sagen."

    Mandy Mangler ist nicht nur eine echte Spitzenfrau, sie hat MICH noch mehr motiviert dranzubleiben und weiterzumachen. Denn Frauen wie sie zeigen mir, dass wir alle etwas beitragen können und müssen, damit die Gesellschaft und das Gesundheitswesen endlich gerechter werden.

    40 min
  • Dr. Anne Latz: "Wie können wir mehr über unseren Körper lernen?"

    Der neue Spitzenfrauen-Podcast beleuchtet diesmal das Thema Prävention: Wie können wir unseren Körper besser verstehen? Die Ärztin Dr. Anne Latz ist Mitgründern von Hello Inside. Mit der Hello Inside App bekommst man "Zutritt zum Science Lab des eigenen Körpers", heißt es - und Anne und ich ergründen, was es damit auf sich hat. Dabei haben wir gleich mehrere Themengebiete, die uns beiden wichtig sind, ausgemacht: Digitalisierung, Diversity und mentale Gesundheit. Weil dafür ein Podcast nicht ausreicht, haben wir uns gleich für später verabredet…

    „Gründerinnen sind nicht nur akzeptiert, sogar gewünscht - Diversity wird in Start-ups und bei den Investoren mittlerweile großgeschrieben. Verschiedene Perspektiven sind auch wichtig, um Innovationen ins Gesundheitswesen zu bringen“, meint Dr. Anne Latz. Latz, vom Herzen her Medizinerin, aber auch Unternehmerin, hat mit zwei weiteren Kennern der Szene hat Hello Inside gegründet. Mithilfe eines Patches und der APP können User:innen beispielsweise dauerhaft ihren Blutzuckerwert messen. Damit fordert Latz nicht nur das traditionelle Gesundheitswesen, sondern auch die Patient:innen heraus. „Am Anfang gab es sehr viel Ablehnung vor allem auch aus der Ärzt:innenschaft, doch mittlerweile haben viele Kolleginnen begriffen, dass Digitalisierung die konservative Medizin gut unterstützen kann“, sagt Anne Latz. „Es klingt immer so schön, dass Menschen die Herr:innen ihrer Daten sein müssen, doch wir müssen sie überhaupt erst einmal dazu befähigen, mit diesen Daten auch etwas anfangen zu können.“ Datenkompetenz und Gesundheitskompetenz müssten erst einmal erlernt werden, so Latz, dann könnten Menschen sich auch selbst um Prävention kümmern. Mit kleinen Life-Hacks und Tipps gibt Hello Inside - so sagt es ja auch schon der Name - Einblick in die eigene Gesundheit. Und Anne hat dann auch gleich ein paar Tipps am Ende für euch alle bereit - vom Wassertrinken nach dem Aufstehen (sie nennt das "take your internal shower"), über gesunde Ernährung ("eat the rainbow") bis hin zur mentalen Gesundheit - "nutritional psychiatry") und dem Gesetz der kleinen Schritte.

    Rollt also eure geistige Yoga-Matte aus - und habt viel Freude mit dem Spitzenfrauen-Podcast mit Dr. Anne Latz!

    30 min
  • Dr. Silke Sittner: Wie wichtig ist es, zu sich selbst zu finden?

    Heute im Gespräch: Dr. Silke Sittner, Gründerin und Geschäftsführerin von nisipharm - und meine liebe Kollegin im Beirat Kommunikation bei den Healthcare Frauen. Silke ist Tiermedizinerin und Kommunikationsexpertin - und eine ganz außergewöhnliche Frau:

    Dr. Silke Sittner hat Tiermedizin studiert, wollte unbedingt in die Praxis - und ist dann in der Pharmaindustrie gelandet. Mit knapp 30 Jahren hat sie dort eine Marketingleitung übernommen und den Karriereweg eingeschlagen. Nach der Geburt ihres Sohnes hat sich Silke mit ihrem ganzen Wissen selbstständig gemacht. Heute zählt ihr Unternehmen 10 Mitarbeitende. Silke nimmt uns mit in ein außergewöhnliches Unternehmerinnen - und Familienleben. Denn ihr Mann hat, als sie Karriere machen wollte, kurzerhand seine an den Nagel gehängt und die Familienarbeit übernommen. Und Silke führte ihr Unternehmen nisipharm von Anfang an remote. Die meisten Mitarbeitenden hat Silke Sittner nie in 3 D gesehen, bevor sie sie eingestellt hat. Und ein nisipharm-Büro gibt es auch nicht. Wie das funktioniert und worauf es dabei ankommt, hört ihr in diesem Podcast - und noch viel mehr:

    Ihr hört Spannendes über doppelt geschriebene Doktorarbeiten in der Veterinärmedizin, vertauschte Rollen in der Familie und darüber, dass es im Leben darauf ankommt, Ziele zu klären, flexibel zu bleiben und ein gutes Netzwerk zu haben. Ein sehr reflexiertes Gespräch, das ganz viele unerwartete Wendungen nimmt.

    33 min
  • Dr. Estefania Lang: "Digital und persönlich: Wie geht das zusammen?"

    So viele Veranstaltungen, so viel los im Gesundheitswesen. An diesem verlängerten Wochenende konnte ich mich endlich wieder mal um meinen Spitzenfrauen-Podcast kümmern und freue mich, dass ich Euch heute eine ganz wunderbare junge Frau präsentieren darf: Dr. Estefania Lang, Mit-Gründerin von Dermanostic. Das ist Europas führende Online-Hautarztpraxis.

    Alles begann damit, dass Freunde und Bekannte Bilder geschickt haben - von Hautstellen, und der Frage: Ist das schlimm? Kannst Du mal eben draufgucken? Estefania und ihre Mitgründer*innen - Alice und Ole Martin und ihr Mann - erkannten schnell den Need: Menschen die Probleme mit ihrer Haut haben, schnell zu helfen. Ohne Termin beim Arzt, ohne Wartezeit.

    Kein leichtes Unterfangen. Denn Telemedizin, ohne den Patienten je gesehen zu haben, das schien damals nicht möglich. Doch die Pandemie hat das Digitale gepusht - und die jungen Gründer*innen beflügelt.

    Heute leben die jungen Ärzt*innen jeden Tag ihre Passion. Und sie sind scheinbar omipräsent: In den sozialen Medien, bei Veranstaltungen, auf Panels und sogar im Fernsehen leisten sie Aufklärung, empowern sie junge Menschen, treiben und innovieren sie das Gesundheitswesen und brechen Silos auf.

    Wie bekommt man das hin, ein gemeinsames Unternehmen und ein Familienleben zu führen? möchte ich wissen - und:

    Wie springt man vom Angestelltenverhältnis ins Unternehmertum?

    Und natürlich auch: Wie schafft man es, sich gegen das Beharrungsvermögen im Gesundheitswesen und die vielen Lobby-Interessen durchzusetzen?

    „Wenn Du einen Traum hast, dann setze alles daran, diesen Traum zu erreichen“, sagt Estefania. Und: „Wir schauen im Sinne des Gesundheitswesens, der Gemeinschaft und der Gesellschaft auf die Versorgung. Unser Traum ist: Gesundheitsleistungen in der Dermatologie allen Menschen jederzeit zur Verfügung stellen. Und dabei auch effizient und nachhaltig zu sein.“

    Wow, so viel Mut, Spirit und Leidenschaft sind da zu spüren, und das, ohne den Blick fürs Wesentliche - die Versorgung - zu verlieren: „Wir brauchen hybride Lösungen - den schnellen Zugang, aber auch den persönlichen Kontakt“, sagt Estefania.

    Und WIR brauchen solche Frauen wie Estefania und auch ihre Mitgründern Alice, für die sie hier stellvertretend spricht. Ja, wir brauchen solche jungen Unternehmen, damit sich im Gesundheitswesen etwas bewegt.

    Freut Euch auf spannende Insights - mit Dr. Estefania Lang von Dermanostic!

    30 min

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Der Podcast Spitzenfrauen interviewt Frauen, die es nach oben geschafft haben und denen es gelungen ist, die gläserne Decke zu durchstoßen.

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