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„Man kann bereits mit kleinen Dingen wie Stuhlhussen oder Kerzenständern eine Location verschönern“, sagt Anna Lena Otto. Wer darüber hinaus noch Mobiliar oder Dekoration sucht, der ist bei ihr gut aufgehoben. „Viele kommen schon mit einem konkreten Plan zu mir. Bei anderen, die noch gar nicht wissen, was sie brauchen, taste ich mich langsam über das Motto oder Farbschema der Feier heran.“ Vielen helfe es auch, wenn sie einen Testraum herrichtete.
Ihr Lager ist prall gefüllt mit den verschiedensten Dingen, die über die Zeit zusammengekommen sind. Ihre Leih-Tische hat sie extra anfertigen lassen. Was sie nicht im Fundus hat, probiert sie zu besorgen. „Jeder hat einen anderen Geschmack und ich kann auch nicht alle Trends abdecken. Aber meistens passt es für beide Seiten“, so Anna Lena.
In der neuen Podcastfolge von „Stadtleben“ hört ihr außerdem, wie sie zu ihrem Unternehmen gekommen ist, welche Schwierigkeiten es inmitten der Gründung gab und warum ihre Grenze bei etwa 120 Personen liegt. Diese und alle weiteren Episoden gibt es zum Nachhören auf unserer Internetseite www.siegener-zeitung.de/podcast und überall dort, wo es Podcasts gibt.
Mit der Geburt ihrer Tochter im Jahr 2022 beginnt für Semia Kempf ihr eigener spiritueller Weg, der sie bis heute nachhaltig prägt. „Ich habe zunächst in Herdorf mit dem Frauenkreis gestartet, aber mit der Zeit festgestellt, dass der Platz nicht ausreicht“, erklärt sie Podcastmoderatorin Chantal Kleinschmidt. Schnell kam der Gedanke ins Spiel, nach Eiserfeld zu wechseln. „Das Haus gehörte schon etwas länger uns und bietet mir sogar noch Wachstumspotential für alle meine Ideen.“
Denn neben Klangschalenmassagen, Yin-Yoga, Psychedelic Breat, Kakaozeremonien und dem monatlich stattfindenden Frauenkreis soll der Name ihres Studios auch wörtlich umgesetzt werden. „Meine Intention ist es, auch die über meinem Studio befindlichen Räume zu nutzen und ein großes Zentrum für Spiritualität, Verbindung, Kraft und Liebe zu schaffen.“
Mit ihrem eigenen Kaffeewagen hat sich Luca einen Traum erfüllt, der jeden Samstag um 3:30 Uhr auf ein Neues beginnt. „Wir müssen morgens knapp 160 Bagels schmieren, Joghurt vorbereiten und Muffins oder auch Kuchen backen“, sagt sie im Gespräch mit Podcastmoderatorin Chantal Kleinschmidt. Ihre Freunde und Familie würden sie in ihrem Tun unterstützen, auch wenn man freitags statt Party machen früh schlafen gehen müsse.
Seit April steht das „Café Päuschen“ samstags auf dem Wochenmarkt in Siegen und die erste Bilanz fällt für Luca Sänger mehr als positiv aus. „Unser Wagen wird hervorragend angenommen, teilweise bildet sich auch mal eine lange Schlange.“ Genau das habe auf dem Wochenmarkt in Siegen gefehlt. Doch dabei soll es nicht bleiben. Der Kaffeewagen soll auch auf Events eingesetzt werden, wie zum Beispiel im Juni am Oberen Schloss in Siegen. „Wir haben da einige Ideen. Und wer weiß, vielleicht fahren wir mit dem Wagen doch noch nach Portugal.“
Die Stricknadeln stehen neben dem Sofa, die Yogamatten liegen aufgereiht im Raum nebenan, während die Kaffeemaschine läuft und die Jeanskiste im Eingangsbereich auf Kunden wartet. Die knapp 100 Quadratmeter von „Henri“ sind gut genutzt. Alles wirkt modern, einladend und familiär. Die kuratierte Mode stammt von Kleiderspenden. „Die Menschen kommen direkt zu uns mit ihren aussortierten, aber natürlich noch gut erhaltenen Fashion-Stücken. Wir versuchen diese dann teilweise auch in Kombination mit anderen Teilen zu präsentieren“, so Stefanie Schierling. Damit möchte man ein anderes Ambiente schaffen, als man es von Secondhand-Läden sonst gewöhnt sei.
Alles, was an Geld durch den Verkauf reinkommt, fließt automatisch zurück in „Henri“. So schafft das DRK die Grundlage für das andere Standbein – den Begegnungsraum. „Wir bieten hier den Menschen an, sich selbst einzubringen mit ihren Ideen und Möglichkeiten. Es besteht kein Konsumzwang. Wer zum Beispiel einen Kaffee möchte, kann sich einen nehmen. Mit oder ohne Spende.“ Es geht dabei nicht nur um das Mitwirken Siegener Bürgerinnen und Bürger, sondern auch um Gesellschaft und Anschluss. „Mit unseren Angeboten setzen wir Ankerpunkte“, erklärt Stefanie Schierling. „Menschen können kostenlos an etwas teilnehmen und dabei mit anderen in Kontakt kommen.“
„Wir wollen die Schwelle so niedrig wie möglich für die Menschen halten“, sagt Tim Plachner. Denn dass mal jemand bei uns mit einem Thema oder einer Beschwerde anrufe, sei eher selten. Unsere Aufgabe als Redaktion heute sei es aber mehr und mehr, das widerzuspiegeln, aufzugreifen und auch einzuordnen, was unsere Lesenden bewegt. Hier kommt das Digitalmobil der Siegener Zeitung ist Spiel. Zuletzt stand es am Tag des Lokaljournalismus (5. Mai 2026) in Neunkirchen, Siegen und Bad Berleburg. Das Motto: „SZ vor Ort – Wir hören zu“.
Doch nicht nur das Digitalmobil ist neu, sondern auch das Podcaststudio. „Wir wissen, dass immer mehr Menschen Podcasts hören und sich vermehrt über eben diese auch informieren“, erklärt Tim Plachner. Hier möchte man anknüpfen und verschiedene digitale Audioformate im Podcastbereich anbieten. Geplant seien die ersten neuen Projekte Ende Mai.
„Woran merkst du, dass sich zwei Menschen lieben?“, fragt Podcastmoderatorin Chantal Kleinschmidt. Eine allgemeine Definition gäbe es nicht, antwortet Julia Menn. Jede Liebe zeige sich anders, mal laut, mal leise. „Aber im Gespräch mit den Menschen bekomme ich sehr gut mit, wie sie sich ansehen, ob sie sich berühren, wie sie über einander sprechen, welche Erinnerungen sie teilen.“ Das fließe alles mit ein. Damit sei jede Zeremonie individuell auf die Menschen und ihr besonderes Lebensfest zugeschrieben.
Ihre Ausbildung zur Freien Rednerin hat sie spontan, aber mit voller Überzeugung und Leidenschaft nach ihrem „Sabbatical“ verwirklicht. „Ich liebe es einfach mit Menschen zu arbeiten und in ihre Geschichten einzutauchen. Deshalb steht bei mir in allen Reden und Zeremonien auch immer das Leben im Vordergrund“, so Julia Menn. Die drei Lebensfeste, die sie begleitet, sind Freie Trauungen, Kinderwillkommensfeste als Alternative zur Taufe und Trauerfeiern. Darüber hinaus könne sie aber auch für andere Lebensfeste wie Erneuerung des Eheversprechens oder den 18. Geburtstag des Kindes gebucht werden.
Der Autolärm ist verstummt, man hört Vogelgezwitscher, im Hintergrund sammeln Kinder Stöcke und Steine, während unterhalb des Geländes ein Fuchs in seinem Bau verschwindet. Inmitten dieser Kulisse sollen Menschen zusammenkommen und gemeinsam etwas erleben und gestaltet können. „Wir haben zum Beispiel das Atelier im Grünen für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren, bei dem sie über mehrere Monate die Natur erleben können. Geplant ist außerdem wieder ein Flechtworkshop mit Weide“, sagt Gabriele Buhl-Berhäuser. Außerdem hätten sich auch Studenten der Universität Siegen für diesen Sommer angemeldet mit ihrem Kunstprojekt. Man sei generell offen für alle Arten der Begegnung auf dem Agnesenhof. Eine reine Eventlocation soll es aber nicht sein.
Einige der Vereinsmitglieder sind selbst Pädagogen und lassen ihr Wissen in die verschiedenen Projekte des Agnesenhofes einfließen. Gabriele Buhl-Berghäuser ist Kräuterpädagogin und arbeitet als Erzieherin in einem Waldkindergarten. Ihre Tochter Ann Sophie Berghäuser ist Kunstpädagogin und ebenfalls Erzieherin im Waldkindergarten. „Wir hören gerne auch bei anderen Pädagogen nach, ob sie etwas anbieten möchten bei uns. Es lohnt sich also immer wieder auf unsere Internetseite zu schauen. Dort aktualisieren wir den Kalender, sobald etwas neues dazugekommen ist“, so das Duo.
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