Knarzende Äste, Eulenrufe, Zaubersprüche; Gruselstimmung. Heute, liebe Zuhörer:innen, ist Walpurgisnacht. Schon seit über 1.000 Jahren feiern die Menschen in der Harz-Region die Nacht auf den 1. Mai. Vor der Christianisierung war das Fest vor allem bekannt als Beltane. Die Kelten, sozusagen die Ureinwohner des Harzes, haben in der Nacht auf den 1. Mai mit Freudenfeuern den Frühling und die Fruchtbarkeit begrüßt. Der Namenswechsel von Beltane zur Walpurgisnacht ging dann von der Kirche aus und mit einer Bedeutungsverschiebung einher: In der Walpurgisnacht wurde fortan der Äbtissin Walburga gedacht, die auch als die Schutzpatronin der Seefahrt galt. Ihr wurde zugeschrieben enorm wirkungsvoll gegen Hexerei und Zauberei zu sein. Der Sage nach kamen deswegen am Vorabend des Walburgis-Tags Hexen zusammen, um ihr Unwesen zu treiben und unsägliche Dinge zu tun. Die Angst vor Hexen artete vor allem in der Frühen Neuzeit in die Hexenverfolgung aus, die abertausenden Menschen das Leben kostete. Doch schon Anfang des 19. Jahrhunderts erlebte die Idee von Hexensabatten in der Walpurgisnacht eine neue Blütezeit. Bis heute feiern Menschen in der Harz-Region die Walpurgisnacht. Wie? - Das hat unsere Reporterin Onyeka Oshionwu für Sie herausgefunden.