Als Journalist hat man es in Deutschland vergleichsweise leicht. Man kann hier relativ frei leben und arbeiten, wird weder täglich von der Regierung eingeschüchtert oder bedroht, noch muss man ständig um sein Leben fürchten. Aber das ist nicht überall auf der Welt so. Der Fall Deniz Yücel hat gezeigt, wie schnell es gehen kann, als deutscher Staatsbürger seine Freiheit und sein Leben für ein paar Zeilen Text aufs Spiel zu setzen. Der „Agententerrorist“, wie Yücel von Recep Tayyip Erdogan, dem türkischen Präsidenten beschimpft wurde, kommt am Freitag nach Göttingen um über seine Erfahrungen der politischen Inhaftierung in der Türkei zu sprechen. Johannes Meinecke hat mit Anja Johannsen, der Programmleiterin und Geschäftsführerin des Literarischen Zentrums, einen Ausblick auf die Veranstaltung geworfen.