Egal ob Flüchtlingspolitik, Braunkohle-Ausstieg oder die grüne Wiese vor der eigenen Haustür, die einem Neubaugebiet zum Opfer fallen soll — es gibt eine Vielzahl von politischen Entscheidungen, die uns nicht nur bewegen, sondern oftmals auch polarisieren. Ein Vorwurf, der in dem Zusammenhang oft erhoben wird: Politiker und Parteien würden nicht im Sinne der Bevölkerung, sondern über deren Kopf hinweg entscheiden. Zu Gunsten von Lobbyisten oder eigenen, sachfremden Interessen. Nicht wenige wenden sich deshalb von den etablierten Parteien ab und geben Radikalen ihre Stimme. Politikverdrossenheit ist eine weitere Folge. Um dem zu begegnen, werden oft Rufe nach mehr Bürgerbeteiligung laut. Wie eine solche Möglichkeit aussehen könnte, darüber hat in der vergangenen Woche der Politikwissenschaftler Claus Leggewie mit einigen hundert Göttingern im Deutschen Theater diskutiert. Jens Kleinert war für uns dabei.